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Bie 3. G. Farben spart. Leerlauf in der Privatwirtschaft.

Busammenhänge der internationalen Effigfäureinduftrie.

Wie wir aus Holland erfahren, beschäftigen sich die Rotterdamer

Polizei und die Rotterdamer Gerichte gegenwärtig mit unter Notwendige Sanierung erfragloser Betriebe. - Der Sanierungsschnitt" in die Kapitalien. suchungen

gegen eine Tochtergesellschaft der 3. G. Farben- Industrie A.-G. Frankfurt, weil diese Tochtergesellschaft Geetransporte ge= fährdet und holländische Reedereien um nicht unerhebliche Fracht­

beträge geschädigt habe. Die Zusammenhänge find interessant genug,

um auch vom wirtschaftlichen Standpunkt behandelt und für eine breitere Deffentlichkeit dargestellt zu werden. Eine Reihe von europäischen Effigsäureerzeugern, darunter das Höchster Werk der J. G. Farben- Industrie A.-G., die Dr.- Bader­Werke in München , die Holzverkohlungsindustrie A.-G. in Konstanz , die Lignochemie A.-G. in Wien , der Verein für chemische Industrie A. G. Frankfurt und die Elektrizitätswerke Lonza A.-G. in Basel haben sich vor einigen Jahren zur Ausschaltung der gegenseitigen Konkurrenz in der Essigsäure- G. m. b. 5. mit dem Sitz in Frankfurt am Main fartellmäßig zusammengeschlossen und der Frankfurter Gesellschaft den Alleinverkauf der gesamten Produktion von Effigsäure und Eisessig übertragen. Da die gesamte europäische Produktion in dieser Verkaufsgesellschaft vereinigt war, konnten die Preise in Europa bedeutend heraufgelegt werden und nur in den außereuropäischen Gebieten bestand noch Konturrenz, weil eine fana­dische Großfirma in Montreal den internationalen Effigsäuremarkt bestritt. Das dauerte aber nur so lange, bis auch mit dem kana­dischen Produzenten eine Preisfonvention vereinbart murde zu

und damit für den ganzen Weltmarkt die Breise au bit

tieren möglich geworden war.

Die Essigsäure und besonders der Eiseffig haben nun wie zahl­reiche andere Säuren gefährliche Eigenschaften, die den Transport gefährlich machen und erheblich verteuern, Namentlich der 95 und mehr Prozent Effigsäure enthaltende Eisessig ist gefähr lich, weil sein Entzündungspunft bereits bei etwa 35 Grad Celsius liegt. Die Transport und Schiffahrtsgesellschaften haben deshalb für die Beförderung von Gisessig besondere Transport- und Verpackungs vorschriften erlassen, und vor allem gilt mit Rücksicht auf die höhere Feuergefährlichkeit für Eiseffigsendungen eine höhere Frachtrate. Schiffe, die auch Bassagiere befördern, sollen aus Sicherheitsgründen überhaupt feinen Eiseffig mitführen, und selbst für den Transport auf Frachtdampfern besteht die Barschrift, daß die betreffenden Korb. flaschen in besonderen, durch eine zehn Zentimeter dicke Kieselgur fchicht noch zu sichernden Kisten verpackt sein müssen, die überdies mur auf Deck, also nicht im Schiffsraum selbst verladen werden dürfen. Die Gefährlichkeit dieser Sendungen wird also besonders hoch ein geschäzt.

Die höheren Frachten und nicht zuletzt auch die besonderen Ber­padungsvorschriften haben natürlich nicht unbeträchtlich höhere Kosten zur Folge. Diese Kosten nun wollte offenbar die Rotter damer Tochtergesellschaft sparen. Der betreffende Geschäftsführer joll sehr lange Zeit hindurch Eiseffigsendungen stets als einfache Effigfäure deflariert und den Schiffahrtsgesellschaften aufgeliefert

haben.

Diese Sache ist inzwischen befanntgeworden und ist der Anlaß für das Eingreifen der holländischen Staatsbehörden. Jst an sich schon für die Deffentlichkeit das Bestehen dieses meit­greifenden internationalen Effigfäurefartells interessant, so erscheint die deutsche 3. G. Farben 3ndustrie... Frankfurt im Zu fammenhang mit dieser Affäre deshalb in einem ungünstigen Lichte, meil fie mir fönnen diese Darstellung natürlich nicht nachprüfen von dem Vorgehen der Rotterdamer Tochtergesellschaft Kenntnis gehabt haben soll oder hätte haben müssen. Es wird behauptet, daß die von der J. G. Farben- Industrie Frankfurt beherrschte ttiengesellschaft für Stickstoffdünger in nap: 1q& ihre Eiseffigsendungen zunächst mahrheitsgemäß als Effigfäure pon 98 und 99 Braz. deflariert, auf Anfordern der Rotterdamer Ges schäftsstelle aber, um Kosten und Frachten zu sparen, diese Deflaration späterhin unterlassen und die Sendungen nur noch als Effigsäure aufgeliefert habe. So die Zusammenhänge.

Wir glauben, daß die Deffentlichkeit an diesen Dingen ein Inter esse hat. Es wäre in der Tat in hohem Maße bedauerlich, wenn ungenügende Kontrolle im J. G. Farbentrust bzw. den non thr be herrschten Tochtergesellschaften, wenn meiterhin das Streben unter­geordneter Stellen günstige Abschlüsse auszuweisen, zu so ernſten Folgen wie der Transportgefährdung in diesem Falle führen würde. Wir haben natürlich feine Möglichkeit, die holländischen Angaben in den Einzelheiten nachzuprüfen, hoffen aber, daß die J. G. Farben Industrie bzw. die Essigsäure- G. m. b. 5. in Frankfurt im öffentlichen Interesse zu den gegen sie vorgebrachten Behauptungen Stellung

nehmen werden.

Die chemische Industrie blüht.

Rentabilität um 50 Prozent geftiegen.

Die Chemische Industrie ", eine Unternehmerzeitschrift, hat für 1927 eine Ertragsberechnung der deutschen chemischen In­dustrie aufgestellt, bei der für 115 Unternehmen das Verhältnis des insgesamt inveftierten Kapitals zur Gesamtsumme der gezahlten Dividenden errechnet wurde.

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Das Ergebnis dieser Berechnung zeigt, daß die chemische In dustrie von der Konjunktur des legten Jahres in hohem Maße profitieren fonnte, denn der Prozentsaz der dividenden lofen Gesellschaften ging von 70 Broz. im Jahre 1925 auf nur 28,9 Proz. im letzten Jahre zurück. Dagegen stieg einschließ lich des Farbentrusts die durchschnittliche Kapitalverzinsung von 6,6 auf 9,4 Proz. Schaltet man bei dem überragenden Einfluß des Farbentrusts dieses Unternehmen aus der Berechnung aus, so ist die durchschnittliche Kapitalverzinsung der übrigen Unternehmen in dem gleichen Zeitraum von 3,1 auf 6,8 Proz. gestiegen. Die Ren­tabilität der chemischen Industrie ohne den Farbentrust hat sich also in den letzten Jahren um meit mehr als 100 Broz. erhöht. mährend sie einschließlich des Farbentrusts um rund 50 Broz. ge­

stiegen ist.

Auch die Bedeutung der chemischen Industrie an der Ausfuhr Deutschlands ist ständig im Bachsen begriffen. So betrug der Export an chemischen Erzeugnissen

1925 1926 1927

937 Millionen Mart 1,02 Milliarden Mark 1,16 Milliarden Mart

Gleichfalls stiegt der Anteil an der Gesamtansfuhr Deutschlands feit 1925 von 10,6 auf 11,4 Proz. Die Aussichten für das laufende

Wenn man den Kurszekiel durchsieht, findet man, daß es eine sehr große Anzahl Aktiengesellschaften gibt, die seit dem Jahre 1924 feine Dividende ausgeschüttet haben. Es handelt sich meistens um fleinere und mitlere Unternehmen, ve: einzelt auch größere Betriebe mit zahlreihen Interessen, die nicht leben und nicht sterben können. Die Aktienkapitalien dieser Betriebe werden von der Börse tief unter Pari, größtenteils nur mit Bruch teilen des Nennwertes bewertet. Bei der Beurteilung diefer Be triebe herrscht oft ein übertriebener Bessimismus, durch welchen die verlorenen Werte" immer mehr absinken. Dazu hat man kaum die Möglichkeit zu erkennen, inwieweit der Bewertungsausschlag nach unten übertrieben oder inwieweit er durch die inneren Ber­hältnisse bei den Betrieben gerechtfertigt ist, zumal die Bilanz gebarung der Gesells haften oft derart unklar ist, daß der Einblick erschwert wird.

Ganz allgemein fann man jedoch den Leitsah aufstellen, daß es sich bei den bisher dividendenlos gebliebenen Unternehmen um unzeniable Betriebe handelt. Damit soll nun nicht be. hauptet werden, daß diese Unrentabilität nicht gemildert oder be­feitigt werden fönnte. Unter den notleidenden Unternehmen wird es zwar viele geben, bei denen Hopfen und Malz" verloren ist. unverkennbar sind aber auch die Betriebe nicht selten, aus denen, wenn rechtzeitig gehandelt würde, noch etwas zu machen wäre. Wenn man genügend Einblick in die Bragis gewonnen hat, findet man, daß an sich durch technische Verbesserungen durchaus lebens­fähig zu gestaltende Betriebe durch die Ungunft der Verhältnisse mit hohen Schulden beladen sind, denen eine in der Goldmarkeröffnungs. bilang über wertete Substanz gegenübersteht. Man hat in der Goldbilanz die Bewertung zu wenig unter dem Gest htspunkt der Rentabilität und der unumgänglich notwendigen produktions­der Rentabilität und der unumgänglich notwendigen produktions­technischen Umstellungs- und Rationalisierungsmaßnahmen vorge.

nommen.

Diefe unterlassene Borsorge für die Zukunft rächt sich nun burh die Ertragslosigkeit, die auf den Börsenfurs drückt, momit angedeu. tet wird, daß dem Aktienkapital nicht der bilanzmäßig angefeßte, vielmehr nur der im Kurse prozentmäßig ausgedrückte Teilwert beizumessen ist. In der börsenmäßigen Unterpari- Bewertung des Aktienkapitals spiegelt sich die Ueberbewertung des Anlagekapitals wieder. Auf die Dauer ist aber eine Aktiengesellschaft, die keine angemessene Berzinsung des Kapitals erwirtschaften fann, lebens. umfähig, denn es ist ihr unmöglich, für ihre Aktien den Parikurs zu erreichen, wie ein Blick in den Kurszettel zeigt.

Die Aktiengesellschaften, deren Aktien tief unter Bari notieren, erfahren aber auch bei den Lieferanten und der Kreditgemährung die größte 3urüdhaltung; fie haben feine Möglichkeit, Kapital durch Neuemissionen zu dem Zwecke zu beschaffen, um fostspielige, an den fargen Betriebseinnahmen zehrende Shulden abzubeden und technische Neuerungen durchzuführen, wodurch sich nur die Krankheit des Betriebes an Haupt und Gliedern furieren ließe. Gar manche:

Jahr sind im allgemeinen nach günstig zu beurteilen. So hat sich im ersten Bierteljahr 1928 die Ausfuhr mit 328 Millionen Mart gegen über der entsprechenden Zeit des Vorjahres nicht verringert. über der entsprechenden Zeit des Vorjahres nicht perringert. Der Exportrüdgang im zweiten Bierteljahr auf 297 Millionen Mart ist durch Saisoneinflüffe bedingt, und es liegen noch teine Anzeichen vor, daß dieser Rückgang fich in den folgenden Monaten verstärken

wird.

Entlastung des Arbeitsmarktes.

Langfames Sinken der Erwerbslosenziffer.

Die bisher beobachtete Entlastung des Arbeitsmarttes im Bereich des Landesarbeitsamtes Brandenburg hat sich auch in der Berichtswoche fortgefeßt. Trogdem ist eine Tendenz zu einer Verschlechterung in einzelnen Berufszweigen nicht zu verkennen. Sie macht sich besonders in der Textilindustrie fühlbar, in der mit Tuchfabriken gerechnet werden muß. Auch im Baugewerbe einer rüdläufigen Bewegung der Beschäftigung besonders bei den waren die Arbeitsverhältnisse in der letzten Woche nichteinheit. lich. Jedoch kann hier angenommen werden, daß es sich nur um vorübergehende Stodungen handelt. Alle anderen Berufsgruppen behielten dagegen fast sämtlich die Tendenz der letzten Wochen in­fofern bei, als in ihnen eine weitere Abnahme der Arbeitslosigkeit festzustellen war. Dies trifft in erster Linie auf die Landwirt. fchaft zu, die mit dem Einsetzen der Roggenernte eine besonders große Aufnahmefähigkeit zeigte.

Die Gesamtzahl der Unterstügung beziehenden Personen betrug in der Berichtswoche 107 300( 112 571), davon entfallen 64 346( 65 910) auf männliche und 42 954( 46 661) auf weibliche Hauptunterstüungsempfänger. Arbeitslosen unterſtügung be­zogen 54 969( 56 446) männliche und 39 578( 43 099) weibliche, zu fammen 94 547 Personen. Krifen unterstügung erhielten 9377 ( 9464) männliche und 3376( 3562) weibliche Personen.

Metallfufion und Aufsichtsratstantieme. Die Generalversamm. lungen der Metallgesellschaft und der Metallbant und Metallurgischen Gesellschaft A.-G. in Frankfurt a. M. haben gestern die Fusions: anträge der Berwaltungen genehmigt. Damit ist die Ber­ichmelzung der beiden Metallgroßunternehmen peçieft geworden. Das Gesamtkapital der neuen Gesellschaft, die den Namen metall. gesellschaft A.-G. führen wird, beträgt 70,8 Millionen Mart. Die erste wichtige Maßnahme der Generalversammlung der neuen Gesellschaft bestand darin, die Tantieme für den Aufsichtsrat von 6 auf 8 Broz. zu erhöhen. Dies schien für den Augenblic die dringlichste Aufgabe zu sein.

Warenhausfparfaffen und Reichswirtschaftsminifterium. Das Reichswirtschaftsministerium wird die Entscheidung in der Frage, ab die Warenhausjparkassen unter das Depotrecht fallen, in aller­

nächster Zeit fällen. Ein Gutachten des Reichsjuftizministeriums ist bereits von ihm eingeholt worden. Es ist anzunehmen, daß die Entscheidung in dem Sinne ausfällt, auch die Warenhaussparkassen

notleidende Betrieb würde sich aufrichten und rentabel gestaltex

laffen, wenn sich die Verwaltungen, anstatt den Betrieb, so wie ez ist, gehen, stehen und laufen zu lassen, dazu verstehen können, das Dividendenkapital in ein ert: agssicheres Verhältnis zum produktiven Anlagefapital zu bringen.

der notleidenden Gesellschaften infolge der Teilnahmslosigkeit der Wenn alles so weiter geht wie bisher, werden auch die Aktionäre Berwaltungen fortgesetzt geschädigt, da die Gesellschaften zweifellos wirtschaftlich relativ mehr und mehr zurückkommen. Daran ändert daß sich der ertragloje Betrieb im Laufe der Jahre doch noch aus auch die Hoffnung mancher Verwaltungen nichts, die dahin geht, feiner üblen Lage herausarbeiten möchte. Daß es Aktionäre gibt, die von einem Sanierungsschnitt" in die Kapitalien nichts wissen wollen, ist verständlich. Einsichtsvolle Aktionäre werden sich, wenn die Verwaltung die nötige Initiative entwickelt, aber nicht der Erkenntnis entziehen können, daß ein Sanierungsschnitt" mit fol. gender Gesundung und Entwicklung der Unternehmung aus eigener Kraft für sie vorteilhafter ist als ein Dahinfiechenlassen bis zur voll­ständigen Erschöpfung und Auflösung.

Man braucht zur Gesundung nicht immer einen Sanierungs­schnitt ins Kapital. Es gibt Unternehmungen, die bei der Vielheit ihrer Betriebe anstatt die zur wirtschaftlichen Durchführung eines engeren Produktionsprogramms nicht benötigten Objette abzustoßen und sich damit Betriebsmittel zu schaffen, daran festhalten, daß eine der vorhandenen Einzelanlagen genügend ertragsfähig ge­ftaltet werden fann; andererseits find oft genügend Interessenten vorhanden, die für dieses und jenes Objekt Käufer wären, wenn sich die Verwaltung nur zur Abstoßung der zu entbehrenden Objekte entschließen wollte, um die für einen wirtschaftlichen Ausbau der ver­bleibenden Anlage benötigten Mittel zu gewinnen. Das Festhalten der Verweltungen an den im Rahmen eines engeren wirtschaftlich zu gestaltenden Produktionsprogramms entbehrlichen Objekten liegt in dem Bestreben begründet, den Interessenkreis der Verwal tungen nicht zu verffeinern, auch wenn diese Tendenz nicht dem Interesse der Unternehmung entspricht.

In diesen Fällen zieht die Verwaltung ihre persönlichen Wünsche und Interessen den geschäftsfördernden Inter essen vor und verhindert den Gesundungsprozeß. Die Entschluß losigkeit in wichtigen, die Existenz der notleidenden Betriebe bea treffenden Fragen ist ein Feind dieser fanierungsbedürftigen Unter nehmen. Wenn diese an Haupt und Gliedern ftranten, aber im Kern oft gefundungsfähigen Betriebe noch rechtzeitig aus dem toten Gleis in mirtschaftliches Fahrwasser hinübergesteuert werden sollen, müßte endlich gehandelt mer den. Bielleicht ist es noch nicht zu spät und lassen sich gemachte Fehler gutmachen. Je eher man in dem angedeuteten Sinne verfährt, desto besser ist es für die in Frage tommenden Unternehmungen auch im Interesse der Gesamtwirts schaft. Bücherrepijor E. Reßler, I

Den Bestimmungen des Depotrechts zu unterwerfen. Bei dieser Entscheidung dürfte meniger der Fall der Warenhausspartaffe bar Karstadt A.-G., von der das Berfahren ausgegangen ist, ma gebend fein, als vielmehr die Ueberlegung, daß bei einer Ausbreitung der Warenhausfparfaffenbewegung feine genügende Ge­mähr für die Sicherung der Einlagen gegeben ist. Bei der noch im Fluß befindlichen Bewegung für schärfere Ueberwachung der ver schiedenen Bausparvereinigungen wird man daher taum eine andere Entscheidung des Reichswirtschaftsministeriums erwarten tönnen.

Guter Geschäftsgang bet dem Bauunternehmen des Sprit fonzerns. Die Industriebau Held u. Frante A.-G., das Bauunternehmen des Schultheiß- Ostwert- Konzerns, hat, wie der jetzt veröffentlichte Börsenprospekt besagt, im ersten Halbjahr 1928 ihre Beschäftstätigkeit meiterhin erheblich ausdehnen fönnen. Auch bie für den Prospett aufgestellte 3wischenbilanz des Unternehmens, das im letzten Jahr 10 Proz. Dividende verteilen fonnte, zeigt, daß sich die Geldverhältnisse bei der Gesellschaft bedeutend verbessert haben. So fonnten von den 5,6 mill. Mart Schulden rund verbindlichkeiten gleichfalls von 0,6 auf 0,4 Mill. Mart verringerten. 1,6 Mill. Mart zurückgezahlt werden, während sich die Wechsel Dagegen haben sich die Forderungen um 0,3 auf 5,2 Mill. Mart erhöht, darunter die Bantguthaben von 0,4 auf 0,63 Mill Mart. Die Gesellschaft beschäftigt zurzeit etwa 300 Angestellte und gegen 5000 Arbeiter.

Wie gemogelt wird. Dem Reichstag ist jetzt ein Nachweis über die im letzten Jahr hinterzogenen Steuern, 3ölle und Verbrauchsabgaben zugegangen. Danach find 1927 wegen Steuerhinterziehungen in 31 580 Fällen Geldstrafen rechtskräftig fest­gelegt worden. Die Geldstrafen beliefen sich auf 13,6 Millionen Mart. Wegen Hinterziehung von Zöllen und Verbrauchsabgaben wurden 19 478 Fälle anhängig gemacht, für die Geldstrafen in Höhe von rund 132 Millionen Mart festgesetzt wurden. Den traurigen Ruhm der meisten Fälle von Steuerhinterziehung hat der Bezirk des 2 andesfinanzamts Stuttgart mit 2812 Fällen aufzu weisen, während bei der Hinterziehung von Zöllen und Verbrauchs abgaben der Bezirt Köln mit 5671 Fällen an der Spitze steht.

Juriffisches und wirtschaftrechtliches Zentralarchiv. Das geltende Recht hat einen derartig großen Umfang angenommen, daß die lebersicht außerordentlich erschwer: ist; das gleiche gilt für die Ente scheidungen und die Literatur. Neben den großen Handbüchern und Kommentaren sind seit geraumer Zeit Nachschlagebü her, Jahr­bücher, Kegister usw. erschienen, ohne jedoch das Problem zu lösen, lediglich das geltende Recht für die erste Drien­tierung bereit zu halten. Nun ist vor einiger Zeit ein Juristis hes Zentralarchip( Rechtsleriton in lofen Blättern) er­fchienen, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, das geltende Recht einschließlich der Wirtschaftswissenschaft auf ein­zelnen Blättern darzustellen und zugleich alle für die Braris not­wendigen Hilfsmittel( Terte, Entscheidungen, Formulare) wieder­zugeben. Aendert sich die Gesetzgebung oder Rechtsprechung, so merden die veralteten Blätter ausgeschieden und durch neue ersetzt. Das Juristische Zentralarchiv, melches ausi hließlich für die Praxis bestimmt ist, ist von Dr. Baul Bojener unter Mitwirtung zahlreicher und namhafter Brattifer herausgegeben worden und im Verlage Fichtner u. Co., Berlin W30, erschienen.

Ob zufaufe, ob auf Reifen, Maizena

gib dem Kiud

Ha Qui

-Speilen.