Wie ich Autofahren lernte.
Es stand bei mir feft, ich mußte Autofahren lernen. Zuerst ging es mit Lichtbild zum Kreisarzt, der einem befühlte, behorchte, betlopfte und Kniebeuge verlangte und dann in großer Entfernung nur hingehauchte Worte nachsprechen ließ. Die Augen und das Taft gefühl wurden geprüft, dann muß man in wechselvoller Reihe eine Ilnzahl Farben erkennen, dies wegen etwaiger Farbenblindheit. Das geht so fast eine Biertelstunde lang. Schließlich bekomme ich mein Atteft und bin 15 Mart los.
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Damit gings in die Fahrschule. Man zahlt wiederum, dies mal 150 Mart( natürlich auf Teilstrede", weil die mehr mit dem Berkehr zusammenhängt!) und nimmt abends mit noch 20 Seit, genossen an schwarzen Bulten Plaz. Auf den Tischen liegen und stehen überall merkwürdige Sachen herum, auch eine Schiefertafel und Schwamm und Kreide fehlen nicht. Die Wände sind mit allerlei ,, Berkehrsregeln" und Modellen behangen. Einige hatten schon ein oder zwei Wochen Unterricht. Da fam die Rede auf die Borderachse und die Lenkung. ,, Woraus besteht die Lenkung?" fragt der Lehrer. Keine Ahnung hab' ich. Aus Lenkrad, Lenkspindel, Lenksäule, Lenkschnecke, Lenkschraube, Lenkstochebel, Lentstange, Spurstange und Spurstangenhebel." Ich bin baff! Und die Borderachse?" Die Borderachse besteht aus einem mit den beiden Achsfedern feft verschraubten Mittelteil, an dessen Enden die Achsschenkel vermittels eines Bolzens seitlich drehbar befestigt sind." Da haste den Salat, dachte ich mir. Und das soll ich bei meinem Alter noch lernen? Und das war doch erst die Lenkung! Dabei stieg der gute Mann von Lehrer von seinem Sockel und erklärte uns an einem halbabmontierten Wagen", der start prähistorisch war, die einzelnen
Teile.
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Am andern Tage gings richtig auf den Wagen. Habe davon feinen blassen Schimmer und mußgleich fahren" Alles Protesfieren half nichts. Der Lehrer: ,, Mit der linken Hand halten Sie das Steuerrad, mit der rechten bedienen Sie den Schalthebel, die Hand bremse, den Winter und das Signalhorn; mit dem linken Fuß die Kupplung, mit dem rechten den Anlasser, das Acceleratorpedal( zu deutsch : Gashebel) und die Bierradbremse." Ich denke: Wo nehme ich bloß die vielen Beine her? Neben mir der Fahrmeister und hinter mir vier Jünglinge, die neugierig meine Handbewegungen beobachten. Jeßt treten Sie die Kupplung durch, schalten auf den ersten Gang und geben langsam Gas, zugleich laffen Sie die Kupp lung langsam zurück!" jagt der Lehrer. Keine Ahnung! Ich Schaue auf die zahlreichen Uhren, Knöpfe und Hebel am Armaturenbrett, dann trete ich auf die Kupplung und betätige den Schalthebel. Da gabs ein Knirschen und Kreischen und Aechzen, baß der ganze Wagen erzitterte. Herr, was machen Sie denn, Sie hahen ja die Kupplung nicht richtig durchgetreten. Ich trat also nochmals richtig durch, während sich auf der Straße die Neugierigen ansammeln, die teils fchadenfroh, teils mitleidig mein ehrsam Handwerk betrachten. Eingeschaltet hatte ich ja nun bereits, ich trete also heftig auf den Gashebel, gebe im selben Moment die Kupplung frei und mit einem mächtigen Rud schießt der Wagen nach vorn und alle Mann fliegen mit einem Buppdich hinten in die Polster.
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Während also der Wagen jezt richtig fährt", hält mir der Fahr meister eine furchtbare Standpaufe. Ob ich denn den Wagen faputt machen wolle... Sie müssen mehr hupen achten Sie auf die Berkehrssignale Sie dürfen nur links überholen
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fahren Sie doch nicht mitten auf den Damm der von rechts tommende Wagen hat den Vorrang auf Blinde, Taube und Gebrechliche müssen Sie besonders acht geben an Torwegen dürfen Sie nicht halten auf Brücken nicht überholen an Haltestellen nur langsam vorbei fahren; wenn zwischen Ihrem Wagen und dem Fahrdamm nicht mindestens ein Meter Zwischenraum ist, dürfen Sie an den Halte
Handball
Die Spiele am Sonntag.
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bundestreuen
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Auch der kommende Sonntag sieht Handballer wieder bei einem regen Betrieb, 14 Tagen beginnen die Serienspiele. Friesen- Fürstenwalde 1. Jugend spielt in Fürstenwalde um 14 1hr gegen Groß Berlin- Wedding II, und die 1. Männer um 16 Uhr gegen Freie Turnerschaft Wilmersdorf. In Hohenschönhausen, Sommerstraße, spielen Groß- Berlin- Often 2. Männer gegen Groß- Berlin- Buch holz I um 10 Uhr und Groß- Berlin- Südosten Jugend gegen Sport verein Moabit um 11 Uhr. Groß- Berlin- Süden 1. Männer fährt nach Weißwasser ( Lausitz ) und wird gegen die dortigen Arbeiter turnvereine zwei Faustballspiele und ein Handbaüfpiel austragen. Groß- Berlin- Norden I besucht Belten, es spielen die 2. Männer mannschaften um 15 Uhr und die 1. Männermannschaften um 16 Uhr. Nowawes empfängt die Freie Sportvereinigung Schöne berg. Hier spielen die Jugendmannschaften um 13 Uhr, die zweiten Mannschaften um 14 1hr, und die 1. Mannschaften um 15 Uhr. In Reinickendorf , Scharnweberstraße, spielen Groß- Berlin- Wedding 1. Frauen gegen Groß- Berlin- Neukölln I um 9 Uhr; 2. Frauen gegen Groß- Berlin- Norden 1 I um 10 Uhr; 2. Männer gegen Groß Berlin- Neukölln II um 11 Uhr; 3. Männer gegen Groß- BerlinSüden II um 14 Uhr, und Groß- Berlin- Wedding 1. Männer gegen Steinfurth um 15 1hr.
Weitere Spiele: Männer: Potsdam I gegen Moabit II um 16 Uhr in Potsdam , Luftschiffbafen. Erkner gegen Köpe nid um 13% 11hr in Ertner. Schwimmverein Neptun gegen Groß Berlin- Oberspree um 10 Uhr in Weißensee , Rennbahnstraße. Kauls dorf gegen Grunewald- Eichtamp um 15 1hr in Raulsdorf, Stöpe nider Straße. Drewig gegen Groß- Berlin- Tempelhof um 15 Uhr in Dremig. Schwimmer Charlottenburg gegen Klausdorf um 15 Uhr im Bolkspart Jungfernheide. Frauen: Freie Sportvereinigung Schöneberg gegen Groß- Betlin- Süden um 10 Uhr in Schöneberg , Dominifusplay. Tegel gegen Hennigsdorf um 14% Uhr in Tegel , Graf- Roedern- Korso. Sportverein Moabit gegen Belten um 15 Uhr auf dem Tiergartensportplag.
Am Montag, 15. Oftober, beginnt um 19% Uhr bei Walter, Rungestraße 17, ein Schiedsrichterkursus. Von jeder Mannschaft muß wenigstens ein Mitglied delegiert werden.
Der gestrige Kampfabend des Ständigen Borringes in der Neuen Belt", Hasenheide, war wieder recht gut besucht.
In dem einleitenden Sechsrundenkampf zwischen Friz Kracht Hamburg und Milli Glaser: Berlin zeigten beide Gegner herzlich menig, Glaser mußte in der 4. Runde wegen Haltens verwarnt merden. Kracht gewann fnapp nach Punkten. Eine überraschend gute Leiftung bot der in letzter Zeit starf nach vorn gefommene Saarbrüder Otto Lauer. Durch wuchtige Körper und Gefichts treffer zwang er den Franzosen Thouvenin fchon in der ersten
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stellen nicht vorbeifahren! Das alles sagt mir der Mann, während ich fahre. Ich habe nur mit einem halben Ohr hingehört. Indessen schiele ich ängstlich in alle Seitenstraßen, die auftauchen und ver schwinden, fehe geradeaus, nach rechts und links, bide auf das Tacho meter, fahre, hupe, fupple, schalte, bremse, halte und fahre wieder, immer abwechselnd. Nach einer halben Etunde, während mir der talte Schweiß aus allen Boren läuft, werde ich endlich abgelöst. Gott sei Dank! Wie soll das einer aushalten. Gleich die erfte Fahrt mitten im didsten Berkehrstrubel. Und abends wieder Schule. In einem interessanten Film wird der Vergaser zerlegt und seine Tätigkeit vorgeführt. Was so ein Bergaser für ein fompliziertes Ding ist. Der Lehrer spricht von dem Schwimmergehäuse und dem Düsengehäuse, der Mischkammer, dem Schwimmer, der Haupt, Neben, Sprize und Bremsluftdüse, sowie der Drosselklappe. Dann geht es weiter. Magnet, Zündung, Berteiler, Motor, Kolben und Differential. Ich lerne und lerne. Drei Wochen lang. Lerne ganze Säße fließend auswendig sprechen, lerne an die hundert Fragen beantworten, die eventuell Gegenstand der Prüfung fein fönnten. Meine Frau muß mich jeden Abend abhören. Nachts träume ich von Lokomotiven, Eisenbahnschranken, Schupo und Pannen, von Außenbadenbremsen, Bremsbadenträgern, Bahn-, Stirn und Scheibenrädern, von Nocken- und Kurbelwellen, Bleuelstangenlagern, von Muttern, Schnecken und Bolzen, alles durchein. ander; fürchterlich, fürchterlich!
Sinnesleistung beim Boxen
Es ist ein Irrtum zu glauben, daß es beim Faustkampf lediglich auf die Entfaltung der Kräfte anfäme, und daß jeder Borer von vornherein eine qußerordentlich fräftige Muskulatur befizen müßte. Die Einteilung der Gewichtsklaffen weist schon darauf hin, daß von Personen mit verhältnismäßig geringem Gewicht der Bor sport mit Erfolg betrieben werden kann. Vorteilhaft für den Fausts fämpfer find aber lange Arme und Körpergröße, denn die Arme find fowohl Angriffs wie Berteidigungswaffe, durch die der Gegner vom Körper des Kämpfenden entfernt gehalten werden kann, und beim Stoß in schräger Richtung von oben wirft bei entsprechender Körpergröße die Schwere des Armes mit als Trägheitsmoment und erhöht auf diese Weise die Bucht des Stoßes. Der größere Gegner wiederum hat vom fleineren Partner den Stoß auf das Kinn zu fürchten, den sogenannten ,, Kinnhafen", welcher ihn unter Umständen fampfunfähig machen fann.
Es tommt also beim Faustkampf nicht allein auf die Körper beschaffenheit und die Entfaltung der Kräfte an, sondern in der Hand des fämpfenden Bogers müssen noch eine Reihe anderer Kräfte fchlummern, die zum überlegenen Siege verhelfen Der Mechanis mus der menschlichen Hand ist denn auch so kompliziert aufgebaut, daß eine Berfeinerung des Kraft- und Muskelfinns in verschiedenen Spielarten möglich ist.
Besonders spielt die Schnelligkeit des Bogers eine Rolle. Sie ist im Kampfe im erheblichen Maße abhängig vom Gegner. Im allgemeinen steht bei jedem Menschen die Schnelligkeitsleistung des linken Armes hinter derjenigen des rechten zurüd. Bei seinen Ber suchen über Borschnelligkeit konnte aber det Lehrer Wilhelm Nolte nachweisen, daß die Leistungszahlen der Mehrzahl der untersuchtest Preisborer in den Ergebnissen links und rechts wenig Unterschiede aufwiejen. Er glaubt daraus ableiten zu können, daß der Aus bildung des linken Armes auch beim Bogunterricht gebührende Auf merffamteit geschenkt wird, um ihn auf die Leistungsstufe des rechten Armes zu bringen. Wenn man die verschiedenen Berichte lieft, die berufstätige Borer über ihre eigenen Kämpfe geschrieben haben, fo ist man wieder erstaunt, zu sehen, mit welcher Aufmerksam. feit der Gegner im Ring beobachtet worden ist. Die Sinnes. leistung des Auges muß denn auch beim Faustkämpfer hervorragend ausgebildet sein, um jeden Fehler und jede Blöße des Gegners entdecken zu können und zwar so schnell zu finden und auszunuzen, daß ein Wiedergutmachen des Gegners nicht möglich ist, und daß die eigene Kampfesweise gut angebracht werden kann. Dieser For
Eines Tages fahren wir nach außerhalb, um dort das Benden und Rückwärtsfahren zu üben. Unterwegs holen wir drei Radfahrer ein, die, ungeachtet meiner vielen Signale, nebeneinander fahrend und sich gegenseitig an ten Schultern festhaltend, gemütlich die Chaussee entlanggondeln. Als ich sie einholte und sie auf ihre Un gehörigkeit und Fahrlässigkeit aufmerksam mache, bekomme ich die etwas rauhe, aber herzliche Antwort: alt die Fresse!!" Es geht doch merkwürdig zu auf der Welt, dachte ich und fuhr weiter. In drei Wochen war ich so weit, daß ich nachts nicht mehr schlafen konnte und mir vom Arzt ein Schlafmittel verschreiben lassen mußte. Endlich nahte der Tag der Prüfung. Mit einem Schuß Alkohol im Magen fanden wir uns ein. Gegenseitig fragten wir uns ab. Die Säge: Was versteht man unter Schleudern, Schieben, Schwim men des Wagens, und wie verhalten Sie sich dazu?" hatte ich mir besonders eingeprägt. Ebenso:„ Was ist zu tun, wenn durch den Wagen ein Mensch verlegt wurde, und wann braucht der Führer dies nicht zu tun? Worauf zu antworten war: Wenn die Anderung wird nur der gerecht, der eine hochgradige Aufmerksamkeit wesenden eine ernstlich drohende Haftung gegen den Führer einnehmen, muß der Fahrer spätestens am nächsten Tage den Unfall der Polizei melden." Das hielt ich für besonders wichtig. Endlich fam der Gewaltige. Alles flappte! In einer halben Stunde war die theoretische Prüfung vorüber. Jetzt gings auf den Bagen. Ich fuhr los. 30, 40, 45 Kilometer, baarscharf an einem großen Möbel wagen vorbeifligte um die Ecke ohne umzuschalten, so daß mich der Ingenieur ermahnen mußte, mein Tempo zu verlangsamen, und fonnte nach 10 Minuten absteigen. Ich mußte, ich hatte bestanden, Dann durfte man nochinals 15 Mart für die Prüfung und 8 Mart für den Führerschein bezahlen und die Sache war von Amts wegen erledigt.
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Lieber Lefer! Wenn du mal auf der Straße ein Auto siehst, das eher zu langsam als zu schnell fährt, das nicht geradeaus, sondern im Bidzad oder von einer Seite auf die andere fährt, wenn sich jemand am Steuer frampfhaft festhält, sich nach allen Seiten ängstlich um blickt und die Lippen zufammentneift, dann ist es ein Lehrwagen einer Autofahrschule! Dann, lieber Leser, weiche ihm aus und nimm Rücksicht auf den armen Menschen im Auto!
Paul Franke.
Runde bis 9 zu Boden. Der ringerfahrene und sehr harte Thouvenin überstand jedoch schnell die Schwächeperiode, fonnte aber einen Bunktjieg Lauers nicht mehr gefährden. Im Hauptfampf des Abends standen sich Ernst Gühring Stuttgart und Karlo Cotn Italien gegenüber. Das Treffen erfüllte leider die gehegten Er wartungen feineswegs. Mit ihrem noch ziemlich mangelhaften bore rischen Rüstzeug boten die beiden dem Bublifum mehrfach Anlaß zur Heiterkeit. Das Ende fair bereits in der britten Runde. Coin fich fich nach einem nicht einmal gar zu schweren Kinntreffer übrings fanft auf die Bretter gleiten und aus zählen. Nach diefer Leistung Cotys wird es wohl nichts mit seinem Engagement nach der Kölner Rheinlandhalle werden, vielmehr dürfte dat Gühring am 19. Oktober mit Ernst Röſemann durch die Seile lettern. Der Schweizer Meister im Halbschwergewicht Charlie Sträuchi fiegte über Aler aufdy Berlin , der besonders in den ersten drei Runden gute Momente hatte, später aber merflich nach ließ, nach Bunften. Der Sieg des Schweizers war fnapp, aber verdient.
Geräte- Wettkampf der FTGB.
Morgen, Sonntag.
Das Musterriegen- Wetturnen der Freien Turnerschaft Groß Berlin wird zeigen, wie das Geräteturnen vom Einfachen bis zum Schwierigen im modernen Turnbetrieb gepflegt wird. Die allge meinen liebungen werden bemeljen, daß bei richtiger Anwendung
und Ronzentration feines Gesichtsfinnes besitzt, gleichzeitig unterstützt non einem guten Gebächtnis. Die Schnelligkeit einzelner Schläge fann fo groß sein, daß eine rechtzeitige Abwehr nicht mehr erfolgen fann, sondern nur eine vielleicht bereits eine geleitete eigene Aktivbewegung möglich ist. Das Gefühl für Abwehr und Angriff muß also auch rein instinktmäßig ausgebildet sein. Der Boger gebraucht für den Kampf nicht nur seine aust, fondern alle Sinness, Gefühls und Ber standesempfindungen, die sein Kopf besitzt: Der Faust tampi erfordert Kopfarbeit.
Der Stoß des Borers muß fraftvoll und doch leicht sein. Durch stete Uebung müssen die entsprechenden Bewegungen und ihre Kom binationsmöglichkeiten ausgebildet werden. Die Redensart:„ Der Boger fühlt sich mit den Händen an den Gegner heran" hat ihre Be rechtigung. Die Hand, die Faust, die Finger, diese von 36 Motoren verforgten Kampforgane werden zum lebendigen Werkzeug. Geistes. gegenwart, Konzentration und Begriffsvermögen erfahren eine be trächtliche Förderung. 2ehnlich wie das Kind durch Rechenmaschine und Buchstabenkasten vor Aufgaben gestellt wird, deren Lösung es selbst finden soll, so muß der Faustkämpfer sich von Fall zu Fall auf die Lösung neuer Aufgaben schnell einstellen, deren Bewältigung ihm nur dann möglich ist, wenn er entsprechende geistige Gaben heranbildet. Im Jahre 1925 berichtete bereits eine Zeitschrift von einer Versammlung im Berliner Stadthause, wo Schulfachmänner, vor denen die Vorzüge des Borens für die heutige Jugend in großen 3ügen entwickelt wurden, in voller Einmütigkeit dafür stimmten, daß dem Boren ein größerer Platz im Schulplan einzuräumen sei; es sollte vorläufig in der Hauptsache Wahlfach bleiben. Bei dem Zu standekommen dieses Entschlusses ist sicherlich nicht nur der Gedanke maßgebend gewesen, daß durch die Ausbildung im Boxen die Jugend förperlich kraftvoller wird, sondern, daß auch durch die gesteigerte Anforderung an die Sinnesleistungen der Jugend auf diesem Wege blitzschnelles Denken beigebracht wird, das sie heute mehr denn je im Kampf ums Dasein braucht.
Der Faustkampf gehört also mit zu den Leibesübungen, die berufen sind zur Heranbildung geistiger, körperlicher und feelischer Gaben somie zur Förderung der Bolfsgesundheit und Bolkskraft. Dr. M. Grünewald.
Leichtathleten.
Morgen, Sonntag, 9.30 Uhr, findet im Botal Wegner, Frank furter Allee 236, eine Zusammenkunft der Sportwarte und Borsigenden der Leichtathletifpereine und-abtei lungen statt. Auch sind Einzelmitglieder ausgeschlossener Vereine sowie Vertreter von noch zu gründenden Leichtathletikvereinen, abteilungen oder-riegen zugelassen. Bundesmitgliedschaft legitimiert. Tagesordnung: 1. Situationsbericht über Bund. Kreis und Kartell Groß- Berlin; 2. Stellungnahme zum Kreistag Reorganisationsfragen; 3. Aufbau einer Leichtathletikvereinigung; 4. Beranstaltungen und Berschiedenes.
Im Auftrage des freistechnischen Ausschusses. Erich Lippert.
Bundestreue Vereine teilen mit:
Arbeiter Schwimmverein Sellas". Scute, Connabend, 19 Uhr, Jugend verfammlung im Musifzimmer des Jugendheimes, Bütticher, Ede Eceftraße.
.. G.-B. Sportbezirk Ditring". Morgen Wa'dlauftraining in Ropenid Treffpunkt 8 Uhr Eingang Tahnhof Ctra au- Rummelsoura. Jeden Conners tag ron 19-2114 Uhr Sallentraining in der Turnhalle des Realgymnasiums an der Parkave, Mollendorfstraße. Meldungen file Foden und Sandbad- Inter effenten nimmt jederzeit entgegen: Will Tragel, Berlin O. 112, Kronprinzen Straße 27-28.
Freie Kanu- Union Groß- Berlin, bt. Ertner, Conntag, 14. Oktober, 15 Uh Flaggenweihe im Bootshaus in Ertner bei Lindemann, Dämerigstraße. Ade Brudervereine find hierzu herzlichst eingelaben. Vormittags findet die geplen Fugsjagd nach dem Elenice statt. Abfahrt des fuafes 9 Uhr, der Meute u 10 Ubr. is Mente dürfen nur gemischte Mannschaften fahren. Sächste Gigung Freitag, 19 Oliober, im Restaurant 3ur Ciche", Caulestraße, Ede Raise Friedrich- Straße. Aufnahme neuer Mitglieder. Anschrift: Wily Forper, Ber fin 9. 38, taraarber Straße 38.
des lebungsstoffes auch weniger Geübte vorteilhaft im heutigen Pittenberg: Dienstag, 17 Ottober, 20 Uhr, Uebungsstunde Stadtbad Akvod Turnbetrieb beschäftigt werden fönnen.
Das Musterriegenturnen findet statt in der Städtischen Turn halle Brinzen str. 70( unweit Morigplatz) morgen, Sonn. tag, 14. Oftober, 15 Uhr. Hallenöffnung 14,30 Uhr. Unfosten beitrag 0,40 Mart. Alle Bundesmitglieder und Anhänger, die sich hinter die Beschlüsse des Bundesvorstandes des ATSB . stellen, find eingeladen.
Freie Semimmer Groß- Berlin, E. B. Gruppe Neufen: Dienstag, 15 O tober. 20 Uhr. Uebungsstunde Stadtbad, Ganghoferstraße, Mittwoch, 17. Ottobe 19 Uhr, Vortrag. Jugendabteilung. Jugendheim Bergstraße 29. Grupp ftraße. Donnerstag, 18. Ottober, 19 Uhr. Liederabend. Jugendabteilung, Jugend heim Sauffftraße. Gruppe Fricbridshain: Mittwoch, 17. Oftober, 20 Uhr Altersriegenversammlung bei Braun, Madaistraße 3. Donnerstag, 18. Oktobe 19 Uhr. Periammluna Svanbobteilung. Jugendheim Eherinstraße. Grupp Siemensstadt: Mittwoch, 17. Oftober, 19 Uhr, Uebungsstunde Stadtbad Rade landstraße.
Freie Turnerschaft Groß- Berlin, C. B. Montag, 15. Oftober, 19 h Uebungsstunde flir bie Bezirkstechniker: Turnhalle Boucheſtraße 75, untere Salle
G, B. Moabit. Sonntag, Bereinspartie nach Belten und Waldlauf Sennigsdorf. Treffpunkte: 72 Uhr Fahnhof Beuffelstraße und Bahnh Butligstraße, 8 Uhr Miller, Ede Geestraße.