Eine Brandstiftungsepidemie.
Unendliche Werte vernichtet.
Bon verheerenden Bränden, durch die Getreide- und Futtervorräte im Werte von vielen hunderttausend Mart vernichtet wurden, waren seit Mitte September mehrere Ortschaften der Ost- Prignitz heimgesucht. Der angerichtete Schaden ist um so größer, als die Ernte überall bereits eingebracht ist und die Mieten aufgestellt sind. In allen Fällen handelt es sich um vorsägliche Brandstif tungen. Das erste Feuer tam om 9. September in Mayenburg aus. und zerstörte 3 volle Scheunen. Am selben Tage brannten in Blaue, also schon auf Mecklenburger Gebiet, 6 Schetinen herunter und in Buddenhagen, ebenfalls am 9. September, 2 Scheunen und 2 Ställe. Die Brandstifter ließen sich dann einige Tage Zeit, begannen aber ihr unheilvolles Wert wiederum am 14. September. An diesem Tage murde in Freienstein 1 Scheune und am Tage darauf, wieder in Freienstein, 3 Scheunen mit Inhalt vernichtet. Drei weitere Brände, die vorsätzlich angelegt worden waren, tamen nicht zum Ausbruch, da sie zum Glück im Reime erstickt werden konnten.
noch nicht auf.
Der Bevölkerung hatte sich naturgemäß starte Erregung be= mächtigt, und so wurden Beamte des Berliner Brand dezernats angefordert, die im Verein mit der Landjägerei und den anderen zuständigen Behörden den Spuren der Brandstifter nachgingen. Es wollte sich aber nicht der geringste An= halt für die Täterschaft bieten. Auch hörten die Brände zunächst Im Verlauf der Nachforschungen lenkte sich der Verdacht auf einen am 8. Dezember 1899 in Baden geborenen Sylvester Arm= hruster, der als Knecht bei einem Bauern in Buddenhagen im Auguſt d. J. in Dienst getreten war und plötzlich verschwand. Armbruster, der schon mancherlei auf dem Kerbholz hat, ist allem Anscheine nach der Führer einer ganzen Bande von Brandstiftern gewesen.
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Die Hoffnung, die jetzt noch unter den Trümmern des in Bincennes zufammengestürzten Hausneubaues Berschüttefen, deren Zahl man auf 15 schäht, zu retten, wird von Stunde zu Stunde geringer.
Um 8.30 Uhr hatte man noch ein schwaches Stöhnen vernommen, das jedoch bald aufhörte. Die Bemühungen richten sich gegenwärtig darauf, einen italienischen Arbeiter, der sich seit vielen Stunden in verzweifelter Lage befindet, zu befreien. Sein Körper liegt teilweise frei, ist aber wie in einer 3ange durch ver iedene Trümmer gehalten. Nach siebenundzwanzig fündigen, Bemühungen gelingt es endlich, ihn aus seiner gräß lichen Lage zu befreien. Die vollständige Räumung des Terrains glaubt man jedoch erst in einigen Tagen vollendet zu haben. Der Bauunternehmer befindet sich in Haft. Höchstwahricheinlich wird gegen ihn ein Berfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet werden. Besonders tragisch ist der Fall eines während Der Aufräumungsarbeiten im Verlouf der Nacht verstorbenen Arbeiters.. Er ist Vater von acht Kindern. Seiner Frau, Sie auf der Unglücksstätte umherirrt, hat man den Tod ihres Mannes noch nicht mitzuteilen gewagt, sondern ihr lediglich erklärt, daß dieser ins Krantenhaus geschafft morden ist.
Bei den auf dem Bau beschäftigt gewesenen Arbeitern handelt es fich zum großen Teil um Italiener .
L
Nach Prag Paris ! Die Parallele zu dem nur acht Tage früher erfolgten Unglück in Prag trifft bis in die Einzelheiten zu, und zwar nicht nur im Verlauf der Katastrophe mit allen ihren Schreden, sondern auch in der Tatsache, daß aus Unternehmer abuchi piele Menschenleben leichtsinnig aufs Spiel gefeßt wurden: Dasselbe Brandmal dort wie hier!
Die Rückkehr des„ Graf Zeppelin". Landung in Friedrichshafen , nicht in Staaten. Friedrichshafen , 19. Oftober.
Sorgen der höheren Schule.
Das preußische Ministerium für Wissenschaft ,, bei allen Schulreformen eine Rolle gespielt hat. Inzwischen haben Kunst und Volksbildung hatte gestern Vertreter der Presse zu einer Erörterung von Fragen des höheren Schulwesens eingeladen. Aeußerer Anlaß zu dieser Besprechung, bei der den Vorsitz der Minister Dr. Becker übernahm, waren ein paar auf sehenerregende Berliner Schulvorkommnisse der letzten Zeit, vor allem die Verfassungsfeier am Werner Siemens - Realgymnasium und der Schülerselbstmord an der Königstädtischen Oberrealschule.
Ministerialrat Wichert sprach über die letzte Neuord nung des höheren Schulwesens in Preußen. Nach ihr müsse man die höheren Schulen von heute beurteilen, nicht nach den mehr oder minder erfreulichen Jugenderinnerungen, die dieser und jener aus der früheren Schule behalten hat. Heute ordnet die höhere Schule als dienendes Glied sich ein in den Gesamtorganismus der Leitender Gedanke für die Neuordnung deutschen Einheitsschule. war, bessere Möglichkeiten des Aufstiegs von der Volks= schule und der Mittelschule zur höheren Schule zu schaffen. Die neue Aufbauschule bietet einen Weg, noch nach 7 Bolksschuljahren in einem Lehrgang von weiteren 6 Schuljahren bis zur Reise für die Universität zu gelangen. Sie hat, entgegen den Behauptungen angeblichen Mißlingens dieses Versuches, sich durch aus bewährt und neben anderen Schularten vollkommen gleichwertige Arbeit geleistet. Die Unterrichtsverwaltung setzt große Hoffnung auf die Aufbauschule, allerdings unter der Voraussetzung, daß sie Begabtenschule bleibt. In Preußen gibt es jetzt schon 102 Anstalten dieser Art mit 13 000 Schülern. Sehr start ist an den höheren Schulen die Mehrung der Abiturienten, die in neuerer Zeit beobachtet wird. Mit dem Abiturientenzeugnis gingen in Preußen ab: 5000 Schüler in 1900, aber über 18 000 Schüler in 1927. Die Vermutung, daß hieran der Zugang aus Aufbauschulen erheblich beteiligt sei, ist unzutreffend. Ministerialrat Bichert berührte auch die Ileberbürdungsfrage, die schon seit vielen Jahrzehnten immer wieder erörtert worden ist und
Städte und Heimatfilm serviert wird, sieht man hier, wie schön dieses niederdeutsche Flachland mit seinen breit fließenden Strömen und seinen fleinen, traulichen Städten sein kann, wenn es init den Augen eines Heimatfreundes gesehen wird, der mit der Kamera wie ein Meister umzugehen versteht. Das Merkwürdige ist, daß dieser Meister filmischer Heimat- und Städteaufnahmen kein Berufsphotograph ist, sondern ein Amateur, der Stadtoberinspektor Frig Griepe, Dienststellenleiter des Boltsbildungsamtes Lichten berg, der allerdings ein Filmwerk geschaffen hat, daß manchem Meisteroperateur zum Muster dienen kann. Es sind Bilder dabei, hinter deren romantischem Zauber sich eine so fabelhafte technische Raffinesse verbirgt, daß der Fachmann staunen wird. Die Hamburger Schiffs- und Hafenbilder sind. Prachtstücke photographischer Kunst. Der prachtvolle Film, der jung und alt erfreuen wird, läuft in den Abendvorführungen bis Montag, in den Kindernachmittagen bis Mitte nächster Woche.
Inwelenräuber Arnoldt verhaftet.
Aus Breslau wird gemeldet: Die Vernehmungen eines verhafteten angeblichen Ummelmann haben ergeben, daß es sich um den berüchtigten Schwerverbrecher Arnoldt handelt, der monatelang der Schrecken der Berliner Geschäftsleute war. Arnoldt, der noch zwei helfershelfer gehabt haben will, hat vor etwa acht Wochen, Berlin , perlassen und wahrscheinlich eine größere Reihe von Städten, darunter Köln , Dresden , Hamburg und Magdeburg unsicher gemacht. Sobald die Bernehmungen in Breslau abgeschlossen sind, soll Arnoldt in a ch Berlin zurüdgebracht werden, da er in Breslau , soweit sich bisher feststellen ließ, noch nicht dazu gefommen ist, seine geplanten Einbrüche auszuführen.
Familientragödie...
Aus Darmstadt wird berichtet: Forstbeamte entdeckten bei ihrem Dienst gang durch den Wald östlich des Böllenfalltors eine am Wege liegende Aktenmappe mit einem Zettel, durch den die Bitte an den Finder ausgesprochen wurde, die Aftenmappe an eine näherbezeichnete Adresse abzuliefern. Ferner wurde der Finder darauf hingewiesen, daß sich der Eigentümer der Mappe im nahen Fichtenschlag befinde. Dort bot sich den Beamten ein entjegliches Bild. Am Wege lag ein Mann, der seine Frau im
die höheren Schulen viel von dem früheren Lehrstoff über Bord geworfen. Man hat jetzt auch die Lehrpläne beweglicher gestaltet, vor allem aber sind für das Urteil über die Reife eines Schülers nicht mehr die gelernten Kenntnisse ausschlaggebend. In diesem Busammenhang streifte der Redner auch die Schülerselbstmorde. Sie haben gegenüber der vor dem Kriege festgestellten Häufigkeit keineswegs zugenommen. In allen Schulen Preußens, in höheren, mittleren, unteren Schulen für Knaben und für Mädchen, wurden zum Beispiel 1909-1913: 65, 59, 72, 84, 67, dagegen zum Beispiel 1923-1927: 41, 56, 52, 63, 58 Schülerselbstmorde gezählt. Weniger als die Schule seien, meint das Ministerium, die außerhalb der Schule wirkenden Einflüsse als Ursachen anzusehen.
Ueber die Stellung der Lehrerschaft höherer Schulen zu der neuen Reichsverfassung sprach Ministerialrat Grimme. Er glaubt, daß im allgemeinen die Stellung sich in den zehn Jahren seit Aufrichtung der Republik doch merklich geändert hat. Die Zahl der Widersetzlichen habe sich von Ichr 311 Jahr vermindert und berechtigt sei die Hoffnung auf Gesundung der Berhältnisse. Die Fälle von Mißhelligkeiten bei Verfaffungsfeiern seien doch recht spärlich, im letzten Jahr habe man " nur" von 20 Fällen aus etwa 1500 höheren Schulen gehört.
Gegen die lebertreibung des Berechtigungswesens, die nicht der Schule, sondern gewiffen Berufsgruppen und Standesorganisationen zur Last zu legen ist, wandte sich Minifterialrat Metzner. Das Ministerium will sich bemühen, diesem Unfug entgegenzutreten.
Schließlich berichtete noch Ministerialraf Schellenberg über die sehr wichtige Frage der Prüfung neuer Lehrbücher. In den Jahren 1924-1928 find im ganzen 1434 néue Lehrbücher genehmigt worden.
ratungsstellen und zeiten sind: Berlin D17, Stralauer Blaz ( Barade) Montag bis Donnerstag von 10% bis 14% 1hr, Freitag von 14 bis 18 Uhr; Lichtenberg , Möllendorfstr. 111, Montag und Mittwoch von 10% bis 14 Uhr, Freitag von 14 bis 18 Uhr; Köpenick , Rathaus, Dienstag von 14 bis 18 Uhr.
Flieger Macdonald verschollen.
Von dem englischen Flieger Macdonald sind bis Freitag mittag feine Nachrichten eingetroffen. Da sein Benzinvorrat nur bis Freitag früh fünf Uhr reichte, wird angenommen, daß Macdonald das Opfer feiner Tollkühnheit geworden ist. In London hat man nunmehr alle Hoffnung aufgegeben, daß sich der Flieger noch am Leben befindet. Es wird jedoch immerhin auf die Möglichkeit hingewiesen, daß Macdonald von einem Schiffe ohne Radio gerettet wurde und in irgendeinem abgelegenen Teile Irlands oder Schottlands gelandet sei, ohne daß es ihm bisher möglich gewesen wäre, sich mit der Außenwelt in Verbindung zu setzen.
Am gestrigen Freitag hat ein Einzelflieger die 900 kilometer lange Strede London - Berlin , in nicht ganz fünf Stunden zurückgelegt. Ab London 12 Uhr mittags, im Flughafen Tempelhof furz vor 5 Uhr nachmittags, ohne 3wischenlandung. Geschwindigkeit im Durchschnitt 180 Kilometer pro Stunde.
Freie Sozialistische Hochschule. Heute, 20. Oftober, 19% Uhr, im Sizungsjaal des ehemaligen Herrenhauses, Leipziger Str. 3, Bortrag des Genossen Paul Kampffmeyer : Das Sozia listen geseg. Eintrittskarten zum Preise von 50 Pf. sind zu haben an der Abendkasse, Bureau des Bezirksbildungsausschusses, Lindenstr. 3, 2. Hof, links 2 Treppen, in der Buchhandlung J. H. W. Diez Nachf., Lindenstraße 2, im Bigarrengeschäft Horsch, Enge! ufer 24/25, Gewerkschaftshaus, und in den anderen bekannten
Stellen.
Entgegen den von anderer Seite verbreiteten Nachrichten erfährt eine Berliner Korrespondenz von maßgebender Seite, daß nach den von Dr. Eckener vor seiner Ameritafahrt getroffenen DispofiHonen die Rückkehr des Luftschiffes von Amerika direkt nach Triedrichshafen erfolgen wird. Eine vorherige 3 wischen= fandung in Staaten tomme nicht in Utage. Der Unterhaft wird zwar bis zum 28. Oktober fertiggestellt sein. Da jedoch, wenn das Luftschiff an den Ankermast gelegt wird, immer eine Wache, also zwei Drittel der Besagung an Bord bleiben muß. fäme auf diese Weise die Mannschaft nach der anstrengenden Atlantif= überquerung nicht zur Ruhe. Es ist damit zu rechnen, daß der Brai Seppelin erst nach gründlicher Ueberholung and Auffüllung der Trag und Brenngaszellen von Friedrichshafen aus bei, günstiger. Wetterlage zum Besuch nach Berlin an den Staatener Antermajt kommen wird, um der Bevölkerung der Reichshauptstadt Gelegenheit zu geben, den Luftkreuzer und seine Einrichtungen aus nächster Nähe zu besichtigen. Wo nach der Rückkehr cus Amerita der offizielle Empfang für Dr. Eckener und seine Bejagung durch die Spitzen der Behörden stattfinden wird, ob in Friedrichshafen oder in Berlin , steht noch nicht fest. Sicher ist da wohnenden Chemiter Karl Müller und seine Familie handelt. Albert, Artifer, Tahra Bey, Rebellappe, Meisterstud, Madonna, Kroschel,
Ehrung der Parteijubilare.
Die 92. Abteilung( Neukölln) ehrte in einer besonderen Beranstaltung 38 Parteijubilare, die 25 Jahre und mehr der Partei die Treue gehalten haben. Drei Genossen haben schon unter dem Sozialistengejez für die Ausbreitung der sozialistischen Idee gewirkt. Gendise Künstler schilderte in seiner Ansprache den historischen Werdegang des Sozialistengesetzes und ermahnte die Jugend, sich, würdig ihrer Vorfämpfer zu zeigen. Wenn die heutige GeneLatión sich auf allen Gebieten faft ungehemmt entfalten kann, so foll fie niemals vergessen, daß in schwerer Zeit die Alten unter großen Opfern den Weg frei gemacht haben für den Aufstieg des Proletariats. Die gelungene Feier wurde umrahmt von Vorträgen des Männerchors Fichte- Georginia", jomie von Darbietungen unserer Arbeiterjugend. Genoise Lehrer Brumme trug zu Ehren der Parteijubilare einen felbstverfaßten Prolog vor. Auch diese Feier hatte den Erfolg, daß das Verhältnis zwischen unseren Alten und der Jugend recht innig gestaltet wurde.
Auf Havel und Elbe nach Hamburg .
In der Städtischen Jugendbühne am Wühlisch play in Lichtenberg , auf deren Filmvorführungen wir wiederholt empfehlend hinweisen fonnten, wird jetzt ein Film gezeigt, der geeignet ist, das lebhafte Interesse der Freunde wahrer Filmkultur zu erregen. Man wird sich erinnern, daß im Frühjahr dieses Jahres die 6. Lichtenberger Boltsschule mit dem Kabinenschiff„ Baldur" eine neuntägige Fahrt auf Havel und Elbe nach Hamburg unternommen hatte. Diese Fahrt hatte im Auftrag des Volksbildungsamtes ein Kameramann mitgemacht, der zum erstenmal nun seine Ernte vor den Augen der Zuschauer ausbreitete. Dieser eine Stunde lang laufende Film zeigt uns, locker verbunden, Landschafts, Städte und Hamburger Hafenbilder. Aber wie diese Bilder gesehen sind, das erregt Staunen und Bewunderung. Nach all dem Unzulänglichen und Sangweiligen, das einem als
Arm hielt, und zwischen den beiden ein etwa% Jahre altes Kind, alle blutüberströmt, und neben den dreien ein Hund. Die drei Personen und der Hund waren tot. Die Untersuchung ergab, daß es sich um eine Familientragödie handelt: Der Mann hat im Einverständnis mit seiner Frau sie, das Kind und dann sich selbst durch Schüsse aus einem Revolver getötet. Die Feststellungen ergaben, daß es sich um den in der Wilhelmstraße 31
An Eltern und schulentlassene Jugendliche! In der Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung des Arbeitsamtes Ost , das die Bezirke Lichtenberg , Friedrichshain und Köpenid umfaßt, find noch zahleiche gute Lehrstellen vorhanden. Jugendliche, die in den genannten Bezirken wohnen und eine Lehrstelle suchen, können sich. möglichst in Begleitung eines Erwachsenen in den Be ratungsstellen zu den festgesetzten Sprechstunden melden. Be
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Funkwinkel.
Die Uebertragung von Verdis„ Don Carlos" aus der Städtischen Oper bot den Funkhörern einen wahrhaften Genuß. Dehmanns freier Tenor wurde vom Mikrophon klangvoll und rein übermittelt. Ueberhaupt kamen die Stimmen der Sängerinnen und Sänger einwandfrei heraus, so daß die Funkgäste ungetrübie Freude an der schönen Aufführung haben konnten. Eine schon mehrfach vorgetragene Bitte sei wiederholt: man stelle bei Afischluß recht= zeitig das Mikrophon ab. Das Geräusch der beifallspendenden Hände klingt zwar den Ohren der Sänger, nicht aber denen der Funkhörer angenehm. Eine vorbildlich gute Einführung zu der Oper wurde von Alois Mund gegeben, der Verdi und sein Schaffen aus der Perspektive dieses Werkes charakterisierte. Gegen den mehrfach erhobenen Einwand, Verdi habe die Dichtung Schillers vergewaltigt, trat er auf, indem er auf die Opern Werter, Mignon und Faust hinwies, deren Terte nicht im entferntesten die Hochachtung vor dem Genie des Dichters beweisen, wie der Text von " Don Carlos". Musikalische Illustrationen ergänzten die Ausführungen sehr glücklich. Nur von der fürzlich eingeführten Unfitte, solche Vorträge sozusagen mit verteilten Rollen sprechen zu lassen, sollte man endgültig wieder absehen. Dieses im Grunde sinnlose Gegeneinanderreden, aus dem fein Dialog wird, weil gate Redner im allgemeinen feine Schauspieler sind, irritiert den Hörer und stört ihn in seiner Aufmerksamkeit für das Wesentliche.
tes.
Sport.
Rennen zu Mariendorf am Freitag, dem 19. Ottober.
1. Rennen. 1. Nerv( Knöpnadel jr.). 2. D'Bedelia( Ringius), 3. Banco Duffy( Sauß jr.). Toto: 39:10. Plat: 18, 30, 26: 10. Ferner Hejen: Alma Water, Helgara, Elvira, Faltenstein. 2. Rennen.
1. ut ab( nöpnadel jr.), 2. Arosa( Rogowski),
3. Selamlik( Heiland). Toto: 26:10. Blaz: 14, 17, 23:10. Ferner liefent: Eriter Seehofer, Luchs, Barcarole , Nonne, Erich, Biedermann, Nirchen, Long:
Satan, Sienne, Medardus , Haga Burton,
3. Rennen. 1. Buffelchen( Sauß ir.) lief ohne Betten, 2. Interessent ( Gumprecht), 3. Rinotönigin( Ezerson). Foto: 40: 10. Play: 67, 142, 54: 10. Ferner liesen: Heimchen, Friedrich Reg, Quintessetts, Good Boy, Anfer I, insca Harvester, Kartenspieler, Ostmark, Morgensonne, Listo, Weinbrand, Notula, Dennewik, Frank.
4. Rennen. 1. Antenor( Ch. Mills), 2. Abendstern( Hauß jr.), 3. Nimmersatt( B. Finn). Toto: 25:10. Blag: 18, 60: 10. Ferner liefen: Legte Riche, Arnimi.
5. Rennen 1. Abteilung: 1. Grifa( Gwoedz), 2. Wildfake( Haaic), 3. Sellina( Hirschfeld). Toto: 34:10. Plas: 20, 77, 29:10. Ferner liefen: Kohlenkönigin, Flona B.. Ingrid Halle, Mia Halle, Heideprinz I. Brinzessin Etawah, Petronella A., Freibeuter, Goudier jr., Copal. 2. Abteilung: 1. Rudi( Heider). 2. Barometer( Herforth), 3. Altgoid( Elias). Toto: 40: 10. Blah: 29, 46, 25: 10. Ferner liefen: D'Eapt, Leerberg, Abdulah Silver Erbpring jr., Einsicht, Minni Halle, Susi Leyburn, Manzanares, Gawent, Quitte B., Bainsca.
6. Rennen. 1. Belwin( Sauß ir.), 2. Karneval( 3. Mills), 3. Quisi quasi( Lemzei). Toto: 17: 10. Bla: 16, 16, 20: 10. Ferner liefen Native Forbes. True For, Trotteur, Cotta, Stönigsadler, Edstein, Alpengeier, Johannistäjer,
58: 10.
7. Rennen. 1. Lady Morgan( Ch. Mills) lief ohne Wetten. 2. Rofen frau( 3. Stozal), 3. Siegesadler( P. Finn). Toto: 51: 10. Blag: 23, 24, Lunaria, Strwisch, Holstein, Bichte: mann, Wintermärchen, Lombarder, Ferner tiefen: Beale, Roryphäe, Ludzina, Basser, Hellebarde, Ressing, Mary Gug.
8. Nennen. 1. Augias( Ch. Mills) lief ohne Wetten, 2. Kurfurst ( 3. Mias), 3. Lindenwirtin( Sauß jr.). Toto: 22:10. Plak : 12, 15: 10. Ferner liesen: Kapellmeister, Rubin , Baron Silvester, Interpellant. 9. Rennen. 1. Tizian ( Ch. Mills), 2. Mentor I ( Schneider), 3. Edzard ( P. Finu). Toto: 22:10. Blat: 16, 61, 37: 10. Ferner lieten: Kerrigan jr., Notfäppchen, Kapitain Halle, Heidemann, Flaggenlied, Eir Fiedler, Per aspera, Armenier, Hegenbogen, Divijionar, Deweyphine.
Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berlin und Umgegend ( Nachdr. verb.). Trübe und regnerisch, bei weiter auffrischenden füdwests lichen Winden. Etwas fühler. Für Deutschland : Im ganzen Reiche wieder Uebergang zu regnerischem und etwas tühlerem Better.
Kenner sehn's von weitem achon, lockres Haar durch
Pixavon
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