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Deutschland Polen . Polen .

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Ist eine Verständigung möglich?

Die Regelung der deutsch - polnischen Handelsbeziehungen, die wieder einmal ins Stocken geraten ist, gestaltet sich deshalb äußerst schwer, weil man die politische Atmosphäre zwischen Deutschland und Polen bisher noch immer nicht bereinigen und von Mißtrauen befreien konnte. So gaben z. B. die letzten politischen Mißerfolge Polens in Genf und Paris , wo seine Bemühungen gegen die Rheinlandräumung scharfe Abweisung fanden, ohne Zweifel den polnischen Chauvinsten neuen Anlaß, die Einigung auf wirtschaftlichem Gebiet zu erschweren. Dabei darf man aber nicht übersehen, daß einer wirtschaftlichen Verständigung auch große fachliche Gegensätze im Wege stehen. Die Schwierigkeiten fonzentrieren sich in der Frage der polnischen Agrarein= fuhr, insbesondere in der Frage der

Einfuhr polnischer Schweine

nach Deutschland . Dem deutschen Delegationsführer Dr. Hermes ist es offenbar nicht gelungen, zwischen dem polnischen Export­interesse und den Interessen der deutschen Landwirtschaft einen Aus­gleich zu schaffen, trotzdem ein solcher Ausgleich, guten Willen auf beiden Seiten vorausgesetzt, möglich erscheint.

Gegen die polnische Schweineeinfuhr wendet sich in Deutschland die Großlandwirtschaft. Die deutschen Großagrarier behaupten, daß bel einer Deffnung der Grenze die deutschen Viehmärkte mit pol­nischen Schweinen überflutet würden. Man beruft sich auf die billigere Schweinemast in Polen und weist darauf hin, daß ein gesteigertes Angebot von polnischen Schweinen die Schweinepreise in Deutschland bis zur Unrentabilität der Aufzucht drücken müsse. Diese Agitation übersieht aber, daß Deutschland nicht das einzige Absatzgebiet für polnisches Bieh ist. So beliefert Polen die Märkte in Desterreich und in der Tschechoslowakei mit sehr erheblichen Men­Wie die Güterverkehrsſtatiſtik zeigt, tommen für Crport gen. Export­lieferungen in erster Linie die Südostgebiete Polens in Frage. Diefe Ueberschußgebiete fallen aber schon aus frachtlichen Gründen für eine Belieferung Deutschlands aus. Selbst die von Deutschland an Polen abgetretenen Gebiete werden bei freier Vieheinfuhr nach Deutschland nicht ihre ganzen Ueberschüsse nach Deutschland absetzen tönnen. In den großen Verbrauchszentren Warschau und Lodz liegen nämlich die Schweinepreise nach den amtlichen Notierungen erheblich über den niedrigen Posener Preisen und, wenn man Zoll und Fracht in Anrechnung bringt, auch taum unter den Berliner Rotierungen. Deshalb ist der Versand nach den großen polnischen Plätzen für die westpolnischen Schweinezüchter immer lohnend. Auf Grund dieser Sachlage erscheinen die

Befürchtungen einer Ueberschwemmung Deutschlands mit polnischen Schweinen und eines Preissturzes in Deutschland durchaus unbegründet. Die polnischen Unterhändler haben sich nun in der letzten Ber­handlungsphase auf den Standpunkt gestellt, daß Deutschland ohne­hin in Rücksicht auf die Genfer Konvention über Abschaffung der Ein- und Ausfuhrverbote seine Einfuhrverbote für Kohle, Schweine und Fleisch, um die sich nun seit 3 Jahren Zollkrieg und Verhandlungen drehen, aufheben müsse, und daß Polen dafür teine 3ollzugeständnisse zu machen brauche. So kann man natürlich keine Regelung erzielen. Auch

einfuhr stehen nicht nur handelspolitische Hemmungen, sondern auch einfuhr stehen nicht nur handelspolitische Hemmungen, sondern auch veterinärpolizeiliche Schwierigkeiten gegenüber. Es ist ganz selbstverständlich, daß die deutsche Schweinezucht gegen die Einschleppung von Viehseuchen

geschützt wird, wobei jedoch Voraussetzung ist, daß man die Beterinär­geschützt wird, wobei jedoch Voraussetzung ist, daß man die Veterinär­gesetzgebung nicht schifanös anwendet. Man soll hier aus der Ge­schichte lernen: die schikanöse Handhabung der Veterinärvorschriften im alten Desterreich- Ungarn gegen Serbien war. der Anlaß des serbisch - österreichischen Konflikts, der den Weltkrieg einleitete. Die

H

Bauholz Zink Papierholz

Butter

Eier

7.77

11.69. 12.55

18.00 Der

4.68

36.24

38.14

6.63 Austausch

Oelkuchen, Kleiel 3.89

6.41

der

Federn, Borsten1.st wichtigsten Waren

Den günstigen Förder und Absatziffern entsprechend, habere sich die Rohgewinne der Gesellschaft von 7,0 auf 8,0 Mill. erhöht. Bei faft gleichen Untosten und unwesentlich gestiege nen Steuern und Abgaben wurden die schon im vorigen Jahr um eine halbe Million herausgeschraubten Abschreibungen auf die Werksanlagen von 2,75 auf 3,5 Mill. erneut erhöht, so daß der ausgewiesene Reingewinn von 2,49 Millionen Mart den des Vorjahres nur wenig übersteigt. Wie in den beiden letzten Jahren wird auch jetzt wieder eine Dividende von 10 Proz. verteilt. Ueber welche immenſen Betriebsmittel diese Gesellschaft verfügt, geht daraus hervor, daß sie auch im letzten Jahr über 5,5 mill. neu in die Anlagen gesteckt hat, für deren Ausbau im Vorjahr rund 7 Mill. aufgewendet wurden. In beiden Jahren hat das Unternehmen diese Riesenbeträge ,, über Betrieb" aus laufenden Gewinnen, also ohne fremde Kredite bezahlt. In der Brikett­fabrikation ist im laufenden Betriebsjahr mit einer weiteren be­deutenden Leistungssteigerung zu rechnen, da die groß ausgebaute Brikettfabrik Emanuel, die jetzt mit einer Tagesproduktion von 3200 Tonnen eine der größten deutschen . Brikettfabriken ist, erst gegen Ende des Geschäftsjahres in Betrieb genommen wurde.

Rüdgang der Walzwerkerzeugung im September. Wie der Verein Deutscher Eisen- und Stahlindustrieller in seiner Zeitschrift Stahl und Eisen" mitteilt, ist im September die Erzeugung der deutschen Walzwerke von 1,06 auf 0,94 Millionen Tonnen zurüd­gegangen. Dies würde einer Verminderung um 10,5 Proz. ente sprechen. Da jedoch der September nur 25 Arbeitstage gegent 27 im Ausguft hat, beträgt der arbeitstägliche Rückgang der Produktion etwa 3,4 Proz.

Stahlwerke Pirna zahlungsunfähig. Das Stahlwert

Steinkohlenteer zwischen Deutschland Birna Gebr. Hunger ist in finanzielle Schwierigkeiten geraten

Speisebohnen4

HET

rze

Baumwolle

Maschinen

Brotgetreidel

Waren aus Eisen Erze

Elektr. Er 2.

Wolle Chemikalien Düngemittel Farben

4.95 6.47

1.61

1.85 1.27

1.69

1.39

und Polen 1927 u.1928

14.03

12.92

10.11

11.52

3.42

9.13

6.99

In%

5.92

55.82

9.86 zur gesamten

Z

5.27 Ein- bzw. Ausfuhr

4.66

5.06 3.14

utim 3.69 3.11

1.93

2.93 1927 1928

2.48 2.43

Tatsache allein, daß schon einmal Beterinärgeseze in der größten Welttragödie eine verhängnisvolle Rolle spielten, die einfache Fest stellung, daß die Schikanen gegen, die serbischen Schweine am Weltkrieg schuld find, müßten gegen eine Ueber­spannung der Sicherheitsmaßnahmen abschreckend wirken. Anderer­feits muß Polen den notwendigen deutschen Ansprüchen genügen und Verbesserungen in der Seuche überwachung vor­nehmen. Dann wird auch mit Polen ein Veterinärabkommen, wie es bereits durch Deutschland mit Desterreich und Rußland , ab geschlossen ist, möglich sein. Endgültig werden freilich die Veterinär­fragen nur durch internationale Vereinbarungen zu regeln sein. Bei der Kohlepte gedung mit Polen darf nicht übersehen ptwerden, daß die Einfuhr- und Ausfuhrregelung für Koble Bestand Bedeutung des teil der deutschen inneren, Kohlenwirtschaftsgesetzgebung ist. Der Reichstohlenrat regelt deutsche Kohlenwirtschaft einschließlich deutsch - polnischen Handelsverkehrs Ein- und Ausfuhr nach gemeinwirtschaftlichen Gesichts punkten.., Gerade mer wie wir einen Ausbau der Kohlengemein­wirtschaft erstrebt, wird nicht ohne weiteres die Aufgabe der staat lichen Einfuhrregelung gutheißen tönnen. Das braucht aber teine Hemmung für eine deutsch - polnische Wirtschaftsverständigung zu sein. Praktisch wird ja durch Deutschland die Einfuhrerlaubnis z. B. gegen englische Rohle sehr liberal gehandhabt und auch Polen wird im Rahmen eines

Die

In% zur gesamten Ein- bzw. Ausfuhr Für Deutschland Für Polen

Einfuhr

Ausfuhr

50.57

43.62 42.35

39.01

34.94

30.3

3.23

3.48

2.19.30

Z

32.00 32.48

25.31 25. 25.7 23.61

7.66 4.40 3.47 5.28 4.62 3.16 2.83. 1923 1925 1927 1923 1925 1927 1924 1926 1928: 1924 1926 1928 Nach d.deutschen Statistik Nach d.polnischen Statistik Bolen hat eine Einfuhrverbotsliste aufgestellt, die sich nicht mur auf die Einfuhr von Luxusnahrungsmitteln und industriellen Lurus­artikeln, sondern auch auf wichtige Gebrauchsgegenstände erftredt. Selbst wenn Polen seine zahlreichen Einfuhrreglementierungen auch abschaffen würde, fann Deutschland seine beiden wesentlichen Ein fuhrverbote nicht vorbehaltlos aufgeben. Der polnischen Schweine­Der polnischen Schweine

Blühende Braunkohlenfonzerne.

Zehn Prozent Dividende bei der Bubiag.

tragbaren Kohlenkontingents

fein Exportbedürfnis befriedigen können. Die Frage der Schweine und Kohleneinfuhr bietet also Möglichkeit einer entgegenkommenden Lösung, falls, Polen eine solche mit Zollzugeständniffen für den deutschen Fertigwareneɣport quittiert.

Für eine Berständigung liegt auf beiden Seiten wirtschaftlicher 3wang vor. Durch die polnische Zollvalorifierung vom März 1928 ist fast der ganze, deutsche Export nach Polen betroffen worden. Der polnische Zolltarif dürfte gegenwärtig die deutschen Einfuhrwaren mit etwa 30 Broz. belasten. Trotzdem fonnte Deutschland feinen Export nach Polen gegenüber der ersten Zolltriegszeit fast ver dreifachen. An der polnischen Ein- und Ausfuhr ist Deutschland im ersten Bierteljahr 1928 mit ungefähr 30 Broz. beteiligt und rangiert damit an der Spize. Darin zeigt sich die

wirtschaftliche Verbundenheit

und hat seine Zahlungen eingestellt. Das Werk, das zuletzt etwa 600 Arbeiter und Angestellte beschäftigte, hat auch seine Betriebe schließen müssen. Die Schulden sollen sich auf etwa 2 bis 3 Millionen belaufen, die hauptsächlich Kredite der Allgemeinen Kreditanstalt, Leipzig , betreffen. Bon unterrichteter Seite hören wir über die Gründe des Zusammenbruches, daß dieses wegen seiner Qualitätserzeugung bekannte Stahlwert an fein Kartell gebunden war und auch bisher seine Selbständigkeit gegenüber den großen Stahlfonzernen bewahren fonnte. Die Annahme liegt daher nahe, daß das Werk durch Machenschaften tapital­starter schwerindustrieller Kreise in diese Notlage. gekommen ist, die sich damit einen unbequemen Außen­feiter vom Halfe schaffen wollten. Es sind bereits Berhandlungen nit der sächsischen Regierung aufgenommen worden, die eine Fort­führung des Werkes zum Gegenstand haben.

Hohe Gewinne im westdeutschen Waggonbau. Die im letzten Jahr vorgenommene Sanierung der Düsseldorfer Waggonfabrit Gebr. Schöndorff hat sich im Laufe des Geschäftsjahres 1927/28 erfolgreich ausgewirkt. Die Gesellschaft, die ihr Attien­tapital ziemlich scharf im Verhältnis 5: 2 auf 1,44 Millionen zu= sammenlegte und aus dem daraus erzielten Buchgewinn von 2,16 Millionen nicht nur den Vorjahrsverlust von mehr als gewinnes entsprechend hohe Abschreibungen vornehmen fonnte, hat 800 000 m. tilgen, sondern auch aus dem Rest des Sanierungs­im letzten Jahre ihren Verlust in einen Reingewinn von fast 300 000 m. verwandeln. können, von dem 8 Proz. Dividende verteilt werden. Der Bericht über das laufende Geschäftsjahr lautet sehr günstig. Insbesondere werden die Aussichten für die Holzbearbeitungs- und Metallwarenabteilung sehr zuversichtlich be­urteilt. Die Abteilung Waggonbau ist durch Reichsbahn - und Privataufträge bis Mitte 1929 voll beschäftigt. Die im Ge­schäftsbericht der Gesellschaft geführte Klage über die Systemlofig.. teit der Reichsbahnaufträge erscheint berechtigt.. Während das Unternehmen im letzten Quartal 1927 durch die kurzfristig er­teilten großen Waggonaufträge der Reichsbahn gezwungen war, im Waggonbetrieb mit Hochdruck zu arbeiten und infolgedessen auch die Baht der Betegiaff bedeutend zu erhöhen, wurdentes durch die überraschenden Streckungsmaßüahmen der Reichsbahnverse waltung gezwungen, den zu äußerster Leistungsfähig. teit aufgezogenen Betrieb ganz erheblich abzubauen. Es wäre. in der Tat erwünscht, daß die Reichsbahnverwaltung ihren Einkauf so durchorganisiert, daß derartig schroffe llebergänge vom Hoch betrieb zur Minderbeschäftigung vermieden werden.

Aus der Partei.

Reichstagung der Jungsozialisten.

Die Jungsozialisten hielten in Berlin eine Reichstagung ab, an der die Reichsleitung mit dem Reichsausschuß der Jungsozialisten Alexander Stein, Berlin , über Die Jungsozialisten in der Kultur­teilnahmen. Im Mittelpunkt stand ein Referat des Genossen arbeit". Der Referent betonte, daß unser proletarisches Bildungs­ziel sich nach der Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus und an der geschichtlichen Vergangenheit der Arbeiterklasse zu orientieren haben. Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte haben eindringlich bewiesen, daß das Bürgertum verstanden hat, neben der Behauptung seiner wirtschaftlichen Bormachtstellung seine Herrschaft auch in den. Ideen sind auch heute noch die Ideen der herrschenden Klasse. Die Köpfen und Herzen der Arbeiterschaft aufzurichten. Die herrschenden Entstehung eines proletarischen Klaffenbewußtseins hinkt hinter den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erfordernissen der Zeit her. Daraus ergibt sich die dringende Notwendigkeit, intensive Bildungs­arbeit zu treiben,

der beiden Länder. Allen politischen Quertreibereien hüben und drüben und dem Wirtschaftsegoismus einzelner Produzenten schichten zum Troh muß sich eine ehrliche Berständigung und die lieberwindung der augenblicklichen Verhandlungsstodung finden lassen. Voraussetzung ist jedoch, daß der ehrliche Berstänlichen und gesellschaftlichen Daseinsformen und 4. die Pflege eines digungswille der jeßigen deutschen Regierung von den Verständigungspolitikern Bolens hinreichend unterstützt wird.

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Auch Bilanz und Geschäftsbericht der Bubiag zeigen, daß der Braunkohlenbergbau in Mitteldeutschland trotz der Lohn­erhöhungen sich weiterhin glänzend rentiert. Im Gegenteil, die Konjunktur im deutschen Brauntohlenbergbau, die seit dem eng­Den Reigen der großen Konzernabschlüsse im mitteldeutschen lischen Kohlenstreit im Sommer 1926 das ganze Jahr 1927 über und ostelbischen Braunkohlenbergbau schließt alljährlich anhielt, hat sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres weiterhin die Bubiag( Braunkohlen- und Brikettindustrie A.-G. Berlin), bedeutend verstärkt. So erhöhte sich die Rohtohlen die ihr Geschäftsjahr erst am 30. Juni beendet. Bei der jetzt er- förderung bei der Bubiag seit 1924/25 von 3,5 auf 4,7 Mill. folgten Beröffentlichung des Geschäftsberichtes für das Jahr 1927/28 Tonnen 1926/27 und stieg im letzten Jahr um weitere 13,5 Proz. erscheint es angebracht, sich des Braunkohlenstreits im Oktober auf über 5,4 Mill. Tonnen. Auch die Britetterzeugung hat sich vorigen Jahres zu erinnern. Der Streit im mitteldeutschen und im letzten Jahr weiterhin um 10,4 Broz. auf 1,77 Mill. Tonnen ostelbischen Revier, der nur von achttägiger Dauer war, brachte den erhöht. Bugleich mit einem um 34,6 Broz. gewachsenen Strom­Braunkohlenarbeitern im Oktober v. 3. die sehr notwendige Er- abjah( 49,5 Millionen Kilowattstunden) weisen sämtliche Neben­höhung ihrer Löhne um 11,5 Proz. Schon vor dem Ausbruch des produktionszweige erhöhte Fabritationsziffern auf. Gegenüber dem Streits hatten die Braunkohlenmagnaten einstimmig in den Ber - unaufhaltsamen Anwachsen der Rohtohlenförderung und Brikett­handlungen der Arbeiterschaft erklärt, daß auch die geringste Lohn fabritation seit 1924 ging die. 3 ahl der Belegihaften feit erhöhung untragbar sei und die Wirtschaftlichkeit des 1924 von 4254 auf 3825 im letzten Jahr zurüd. Sie stieg dann gesamten mitteldeutschen und ostelbischen Braunkohlenbergbaues auf 3904 und gegen Ende des Geschäftsjahres im Juni bis auf 4202. gefährde. Die Unternehmer versuchten dann auch sofort nach Also auch die höchste Ziffer, die erst im letzten Monat des Geschäfts­der Berbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches die Lasten der jahres 1927/28 erreicht wurde, liegt noch unter den Belegschafts­erhöhten Löhne auf die Verbrauchermaffen abzuwälzen und beziffern von 1924, so daß sich daraus allein in den Abbaubetrieben antragten noch im Laufe des vorigen Jahres eine entsprechende und in den Brikettfabriken eine Leistungssteigerung je Kopf der Erhöhung der Brikettpreise. Diese wurde allerdings nicht zugestanden. Belegschaft von rund 55 Proz. ergibt.

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das Bildungsmonopol der Besitzenden zu brechen. sammenfassen. Unser Bestreben muß sein: 1. für bessere intellek­Die Aufgaben unserer Kulturarbeit lassen sich in vier Leitsätze zu­tuelle Ausrüstung der von uns erfaßten Arbeiterschaft zu sorgen; 2. eine stärkere Beeinflussung der Massen anzustreben; 3. die prole­tarische Ideologie in Ginklang zu bringen mit den neuen wirtschaft­neuen Gemeinschaftsgefühls durch Berlebendigung der bereits in­stinktiv, vorhandenen Ansäge. Zum Schluß ging der Referent noch auf einige tonkrete Aufgaben der Jungsozialisten ein und schloß. unter lebhaftem Beifall mit dem Appell an die proletarische Jugend, mitzuarbeiten an der Bergeistigung und Berlebendigung der Maffen. Aus dem Geschäftsbericht des Genossen Franz Lepinski war ersichtlich, daß die jungsozialistische Bewegung im Reiche in der letzten Zeit gute Fortschritte gemacht hat. Es besteht, von wenigen Ausnahmen abgesehen, überall ein gutes Berhältnis zur Partei und zur SAJ. Die Eingliederung der Jungsozialisten in die Partei iſt überall gelungen. Biele der jungen Parteigenossen füllen. Funk­tionen als Referenten, Schriftführer, Bildungsobleute usw. aus und sind teilweise auch in der Kinderfreunde- Bewegung und der SAJ. als Helfer tätig. Die Jungsozialistischen Blätter" und die Schriftenreihe erfreuen sich in der Jugend der Partei allgemeiner Beliebtheit. Es wäre nur zu wünschen, daß der Absatz der Blätter, der in den letzten Monaten zurüdgegangen ist, wieder gehoben wird: Schuld daran trage neben anderen Ursachen auch die Konkurrenz vorhandene Ueberorganisation, die den einzelnen wirtschaftlich zu des Klassenkampf" und unsere, in der gesamten Arbeiterbewegung sehr belaste. Der Referent fündigt dann eine Reihe Maßnahmen an, die unserem Schrifttum zugute tommen sollen.

Die Reichsleitung beantragte, die nächste Reichskonfereng Pfingsten 1929 in Hannover abzuhalten und eine Schulungs= woche anzuschließen: Der Vorschlag wurde gegen wenige Stimmen angenommen.

die Erwartung ausgesprochen wird, daß die Sozialistische Jugend­Eine von der Reichsleitung vorgeschlagene Entschließung, in der internationale und unsere Partei alles tum werden. im Kampf gegen militaristische und imperialistische Bestrebungen, wurde einstimmig angenommen.