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Kommunistenschrei nach Polizei Zunft der Fremdgeschriebenen".

Wo bleiben die des bewaffneten

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Daß die Kommunisten nach der Polizei schreien, ist tein alltäg­licher Borgang. Doch das Unglaubliche jezt wird es Ereignis! Da nichts auf der Welt sich ereignet, das nicht für die kommunistische Agitation zurechtgebogen wird, so muß jeẞt die Straßen= schlacht am Schlesischen Bahnhof Wasser auf die tommu nistischen Mühlen leiten. Die Kommunisten berufen eine Versamm. lung ein mit der Tagesordnung: Wo war die Polizei der Sozialdemokraten Grzesinsti und 3ōrgiebet?" Konsequenz ist noch nie die starke Seite der Kommunisten ge­wejen. Das eine Mal hezten sie das Verbrechergesindel gegen die Polizei, das andere Mal schreien sie Beter Mordio, weil die Polizei nicht rechtzeitig zur Stelle ist. Wir stellen fest: Ms die Kölner Polizei si mit den Brüdern Heidger herumschlug, waren

die Sympathien der gesamten kommunistischen Presse auf feiten der Verbrecher,

ebenso im Falle des Massenmörders Hein. Hören wir, was der ehemalige Lommunistische Reichstagsabgeordnete Otto Thomas, jetzt Chefredakteur der kommunistischen Montagszeitung", in seinem Blatt damals schrieb:

Die individuelle Lösung, die Verbiffenheit und Wut gegen die Bolizei als eine politische Klaffenerscheinung ist bei ein und auch bei ben Gebrüdern Heibger ganz deutlich in Erscheinung getreten... Andererseits bietet der Kampf der Gebrüder Heid ger mit der Polizei gewisse ehren, insbesondere darüber, wie durch eine kleine Anzahl von Menschen, in diesem Falle von Ber brechern, ungeharre polizeiliche bzw. militä

Zylinderleute.

Th

Mich dürfen Sie nicht mit den Zylinderleuten, die Sie überfillen haben, verwechseln. 3ch bin nur ein harmloser Unternehmer und zapfe 3hr Blut ab, ohne Gewalt anzuwenden!"

rische Kräfte gebunden werden tonnen. Die Theo­retiler des bewaffneten Aufftandes tönnen zweifellos aus dieser hehjago in Köln ebenso viele Lehren ziehen wir aus dem Ham­

burger Aufstand.

In den Gebrüdern Heldger ift die proletarische Revolution lebendig,

nur ist sie nach der individuellen Seite abgedrängt. Die Gebrüder Heidger, der Bosträuber Hein, das sind rheinische Rebellen Die Heibgers und der Hein, es waren Rerle. Sie hatten ut, Entschlossenheit und Taffraft.

So hat die kommunistische Bresse noch vor wenigen Monaten das ärgste Berbrechergesindel geliebtoft und verhätschelt, hat es als Rehrmeister her proletarischen Revolution hingestellt. Heute schreier die gleichen Kommunisten nach der Polizei und veran­stalten Protestversammlungen, weil die Polizei nicht scharf genug gegen das Buhältertum vorgegangen sei. Kommunistische Kon fequenz!

Das zweite Revolutionsstadium.

Freiheit und Friede in China .

Schanghai , 3. Januar. In einer Neujahrsboifchaft des Präsidenten sowohl wie in einer privaten Auslaffung des Ministers des Aeußeren wird hervor­gehoben, daß das verflossene Jahr mit der Hissung der nationalen Flagge in der Mandschurei die Einigung des chinesischen Gesamtreiches und den Abschluß der ersten Periode der Revolution gebracht hat, während außerdem auf dem Gebiete der auswärtigen Politit die Möglichkeit einer baldigen praktischen Durchführung der 3ollautonomie gefchaffen worden ist, feit dem mit der einzigen Ausnahme Japans , mit dem jedoch ebenfalls, mie verlautet, in aller Stille verhandelt wird, alle Mächte den Grundsatz der Zollautonomie anerkannt haben. Wie die Botschaft weiter ausführt, erwartet bie chinesische Nationalregierung, daß die fremben Mächte in absehbarer Zeit auch auf die anderen ein feitigen Sonderrechte hinsichtlich der Erterritorialität, der Küsten- und Inlandsschiffahrt, der Pachtgebiete und der Truppen garnisonierung Berzicht leisten, da man das gesamte Bogerprotokoll als durch die veränderten Verhältnisse überholt bezeichnen müsse. Das zweite Stadium der Revolution, in das man nun eingetreten sei, habe die Aufgabe des Wiederaufbaues im Innern zu lösen. Die Grundlage für diesen Wiederaufbau sei gelegt, feit die in Ranting biejer Tage zusammengetretene Konferenz für die innere brüstung geglüdt fel, zu der sich die meisten großen Militärführer eingefunden haben. Durch diese Konferenz werde zum ersten Male die Aufstellung eines Budgets für das Gesamtreid in den Bereich der Möglichkeit gerückt und oben brein fünftigen Bürgerfriegen vorgebeugt.

( Schluß des redaktionellen Teils.)

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Einen Kampf auf Leben und Tod haben vor einigen Tagen zmei| Knolenstod, sind unentbehrliche Ausrüstungsgegenstände, und ein Organisationen gegeneinander geführt, die sich beide eine umft" nennen können. Die Berliner Verbrecherzunft, die mit Revolvern gegen die Zimmerleute vorging, hat sehr moderne, allzu moderne Sitten. Jahrhunderte alt sind dagegen die Gebräuche, die sich bis auf den heutigen Tag bei den Zimmerleuten erhalten haben; fein anderer Beruf hat es verstanden, seine Tradition so zu erhalten. Erstaunt betrachtet man in den größeren Städten die fräftigen, mert­würdig gekleideten jungen Burschen. Aus schwarzem Manchester famt ist die Hofe angefertigt, die unten breit ausläuft, ungeheure Schwarze Filzhüte oder Zylinderhüte dienen als Kopfbedeckung, und die weitausgeschnittene Weste schmüden große auffallende Knöpfe. Ein wichtiger Bestandteil der Kleider ist die Ehrbarkeit", eine Art Halsbinde, die aus einem schmalen schwarzen Bändchen besteht. Sie wird nicht etwa um den Hals geschlungen, sondern durch den Hemd schluß gezogen und muß auf das weiße Hemd herabfallen. Einen Kragen darf ein zünftiger Zimmermann nicht tragen, ebenso muß er auf einen Schnurrbart verzichten.

Die letzten fahrenden Gesellen könnte man die Fremdgefchriebe nen" nennen, die zünftigen Zimmerleute, die auf Wanderschaft gehen. Wenn ein Zimmermannslehrling ausgelernt hat und die Belt sehen will, fann er sich nämlich bei der Gesellerrschaft und Brüderschaft der fremden Zimmergesellen" eintragen lassen, beren Hauptsiz in Bremen ist. Die Fremden" halten alle drei Jahre einen von den Borsitzenden der verschiedenen Gruppen, den Alt­gesellen, und einem Teil der ausgereisten Gesellschaft besuchten Rengreß" ab, auf dem neue Ordnungen und Bestimmungen be­raten werden. Die Mitglieder der Verbände in den einzelnen Städten versammeln sich regelmäßig in dem fogenannten and mertssaal", in dem die Zunftzeichen hängen. Bei einer solchen Bersammlung der Berliner Zimmerleute ist ja auch der Kampf ausgebrochen. In jeder deutschen Stadt, in der sich fieben Fremb­geschriebene befinden, tann eine Brüderschaft gegründet werden oder, wie der Fachausdruck lautet ,,, das Buch aufgemacht werden. Der Neuaufgenommene muß einen Doppelliter Bertragbier" zum Besten geben; erst dann ist er ein Geschriebener", der später ein geftictes farbiges Band für die Gesellschaft stiften muß. Nach kurzer Beit begibt sich der neue Gefelle auf die Wanderfahrt; in ganz Deutschland , ja jogar in fremden Ländern findet er Unterstützung bei den Ortsvereinen, bei denen er vorspricht. Drei Jahre foll er seiner Heimatstadt fernbleiben. Er darf diesen Ort bei besonderen Anlässen höchstens auf 24 Stunden aufsuchen; wenn er länger ver meilen wollte, würden zwei Altgesellen" ihn wieder zur Stadt hin­ausführen, meil die Tradition es so vorschreibt. Ein Zettel, der auf Bappe geflebt ist, bescheinigt dem wandernden Gefellen, daß er unterstügungsberechtigt ist, und diesen Zettel muß er bei jedem Ortsverein vorzeigen. Hat der Gefelle aber in einer anderen Stadt Schulden hinterlassen, dann erhält er einen anderen Zettel, auf dem feine Sünden verzeichnet sind. Der Berliner ", so wird das Rängel genannt, das er auf seinem Rüden trägt, und der Steng, der berbe

Die lustige Witwe."

Charell im Metropoltheater.

Franz Lehárs Lustige Witwe war einmal sehr berühmt; nun soll sie es durch Frizi Massary wieder werden. Sehr arm an pro buftinen Kräften ist das heutige Amüsiertheater; es reicht nicht, die paar Operetten hervorzubringen, die man braucht, um den Betrieb in Gang zu halten. Man greift zurück, greift tief in die Bergangen heit jener Wiener Operettenrenaissance", die vor einem Viertel­jahrhundert ausgebrochen war, mit ihrer schundigen Sentimentalität, mit ihrer prätentiösen Berlogenheit, die sich für ehrlich hält, und ber titschigen Melabramatif, die fich fo furchtbar ernst nimmt.

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Ob die Lustige Witwe" wieder aufgeführt wird, wie sie auf­geführt wird: es ist für uns fein Problem. Ein anderes, fie wird im Metropol Theater fo gegeben, daß es, alles in allem, ein Theater abend wird, der sich gelohnt hat. Charell hat nun schon seine be pährte Methode, so etwas zu machen. Mit einer großen Attraktion für die Hauptrolle, auf die das Ganze zugeschnitten wird; mit Ernst Stern , dessen nie versagender Geschmad und dessen unerschöpfliche Bhantasie die Sehenswürdigkeit alles Bibhaften bis ins letzte Kostüm garantieren; mit viel Ausstattung und Abwechselung, mit Girls, Boys, eingelegten Tänzen( diesmal mur einem Riggerfänger, der ein wenig aus dem Rahmen fällt). Das ist in der Tat schon etwas wie ein neuer, neu geschaffener Theaterstill geworden. Frizi Massary behält troßdem den Stil ihrer Bersönlichkeit, schlechthin bewunderungswürdig in der Bollendung jeder Gefte, jedes Tones; ihr gelingt die feltene Synthese aus Operette und großer Kunst. Aber der Beifall ist am lautesten nach einem luftigen( von Gelbtrunk bearbeiteten) Schlagerduett, in dem sie freilich Mar Hansen als Partner hat, den liebenswürdigsten, anmutigsten Künstler der Berliner Operettenbühne. Wie er den Tauber parodiert, diskret und unwiderstehlich zugleich, in vernichtender Lächerlichkeit, das ist ein Stüd Operettenfritif, stärker, als sie sich schreiben läßt.

Die geheimnisvolle Grippe.

K. P.

Der Seuchenzug der Grippe geht wieder über die Welt, und befonbers in Amerita hat diese Krankheit bereits zahlreiche Opfer gefordert. Auch bei uns breitet sie sich jetzt immer mehr aus, und das Schlimmste dabei ist, daß unsere Aerzte diesem gefährlichen Feind ziemlich machtlos gegenüberstehen. Mit den ganz unbefriedigenden Ergebnissen der bisherigen Erforschung der Grippe beschäftigt fich das Blatt des amerikanischen Wissenschaftlichen Dienstes". Hundert tausende von Dollars sind nach diesen Ausführungen verschwendet worden, um der geheimnisvogen Krankheit ihr Rätsel zu entreißen, aber wir wiffen noch heute so wenig von ihr wie in den Jahren 1918 und 1919, als sie die Welt so sehr in Schreden versezte. Man weiß nicht, durch was für einen Erreger die Krankheit hervorgerufen wird, man weiß nicht genau, wie sie fich ausbreitet, und man weiß überhaupt nicht, wie man ihr entgegentreten soll. Im Jahre 1918 wurde in Amerita eine Stommiffion eingelegt, die die Grippe stu dieren sollte, aber man ist in dem ganzen folgenden Jahrzehnt nicht rechts vorwärts gefommen.

,, Das beste, was die Gelehrten tun können, heißt es in der amerikanischen Beröffentlichung, ist die Barhung, mit Grippe franten in Berührung zu fommen, da feststeht, daß die Krankheit zwei Tage nach der Berührung mit Personen, die an ihr leiden, ausbricht. Wer die Grippe einmal gehabt hat, wirb baburch nicht etma gefeit gegen neue Ansteckung, sondern er muß so porfidhtig sein wie diejenigen, die sie noch nicht gehabt haben. Es wird im all. gemeinen empfohlen, sich nicht unter große Menschenansammlungen zu begeben, meil es beim Auftreten der Epidemie in jeder Menschen­

merkwürdiger uralter Brauch will es, daß der Zimmermann ein rotes Taschentuch über den Berliner " breitet, bevor er an der Tür der zünftigen Zimmermannsherberge flopft. Ebenso muß er drei Knöpfe seines Rodes vorher schließen und seinen Stock mit ein­knöpfen, der dann oben und unten aus dem Rode hervorsieht. Dreimal muß er mit der Faust an die Tür pochen, und mancher fräftige Geselle soll dies schon so heftig getan haben, daß er babei die Türfüllung einschlug. Dann tritt der Fremde ein, und mun ent­spinnt sich ein Dialog, der seit Jahrhunderten genau im Wortlaut festgelegt ist. Freie Uebernachtung und fostenloses Frühstück merden jedem Zünftigen gewährt; wenn die zuständige Gesellschaft über reichere Mittel verfügt, erhält er sogar noch ein Abendbrot. er aber in den Weihnachtstagen in der Zimmermannsherberge vorspricht, wird sogar drei Tage freigehalten. Erfrankt ein wan­bernder Zimmermann, so wird in der siebenten Woche eine Geld fammlung für ihn veranstaltet, bei der stets größere Beträge zu­fammenfommen.

Schon in der Lehrzeit wird dem zufünftigen Zimmermann bei­gebracht, daß er eine Standesehre zu wahren hat. Selbst wenn ihm auf der Wanderschaft das Geld ausgegangen ist, darf er feine fremde Stadt betreten, wenn er feine Sohlen an den Schuhen hat. Mit Draht muß er die Reste feiner Fußbekleidung zusammenflech­Kosten der Ortsgesellschaft besohlt. Wenn sein Anzug auch noch ten, bis er die Herberge erreicht hat, und dort werden sie ihm auf so zerlumpt sein mag, stets muß er die vorgeschriebenen drei Knöpfe aufweisen, und nie darf ein wandernder Zimmermann ohne Hut erscheinen. Wenn nun ein solcher Fremder" in einer Stadt Arbeit sucht, ist dieser Vorgang auch wieder mit besonderen 3eremonien verbunden, denn er darf nicht etwa einfach nach Beschäftigung fragen, er muß dreimal an die Tür des Meisters flopfen und dazu fprechen: Mit Gunst und Erlaubnis, ist der ehrbare Meister zu sprechen?" Worauf ihm dieser antwortet: Das ist löblich!" Nach­dem der Stellungsuchende nochmals eine bestimmte Formel vorge tragen hat, erhält er entweder Arbeit oder, wenn der Meister ihn nicht beschäftigen fann, ein Geldgefchent. Meist halten sich die aben­teuerlustigen Gesellen nicht lange an einem Ort auf. Wenn nun ein Zünftiger die Stadt perläßt, geben ihm die anderen Kameraden das Geleite und fingen dabei rührende, tränenselige Abschiedslieder. Von einer anderen Zeremonie weiß Eugen Weiß in Der Ent­dedung des Bolfs der Zimmerleute" zu berichten. Wenn nämlich ein Fremdgeschriebener" unterwegs stirbt, so schreiten dem Sarg einige Kameraden voran, die neue Alerte auf der Achsel tragen. Ihnen folgt ein Trupp in Hemdsärmeln, und all diese Leute tragen Winkeleisen, Hammer und Hobel , auf welche Zitronen gespießt sind. Dann erst tommt te Zunft, und jeder Teilnehmer trägt den vorge­schriebenen 3ylinderhut. Jeder Zimmermann wirft später eine Scholle Erde auf den Sarg und spricht dazu: Als Fremder bist du gereift, als Fremder bist du gestorben, als Fremder sollst du in fremder Erde begraben sein." Zuletzt werden die aufgespießten Zitronen in das offene Grab geworfen.

menge Personen gibt, die die Krankheit bereits in fidh tragen, wenn fie es auch noch nicht missen. Die meisten Seuchen folgen in ihrer Ausbreitung den Berkehrswegen. Die Grippe aber tritt gleich­zeitig an fehr weit auseinandergelegenen Orten auf und macht es jo unmöglich, genau porauszusagen, wo sie in der nächsten Zeit auf­treten wird. Immerhin tann man sagen, daß Städte, die in diretter Berfehrsverbindung mit irgendeinem augenblidlichen Mittelpunkt der Epidemie stehen, einen baldigen Ausbruch zu gewärtigen haben, ganz gleich, wie weit die Entfernung ist. Jeder Neuankömmling mit der Bahn oder mit dem Kraftwagen kann diese höchst unerwünschte Gabe mitbringen."

Larifari.

Das neue Kabarett.

arifari, das neue Kabarett in der Lutherstraße, hölt, mas das Programmheft nerspricht; wie dieses ist der Grundton aller Nummern oder wenigstens fast aller: mihig mit Begabung und Bedeutung: dabei unprätentios, frei von literarischer Aufmachung. ,, Ganz unfeierlich. Aber. wir legen auch keinen Wert darauf, ibiotisch zu sein," schreibt Frig Gottfurcht. Aber Gesinnung ist das, fie betont sich nicht, weil sie sich von selbst versteht, man ist seitkritisch, gesellschaftskritisch, man ist es in leichter Form und lockerer Haltung. Mit ziemlich viel und ziemlich guter Jazzmusik; Den Ton gibt sozusagen Rosa Baletti an, obgleich fie erst nach der Bause auf dem Podium erscheint. Ihr Couplet ,, Es figt bei uns nicht richtig", mit der republikanischen Schlußstrophe, wird, hinreißend, wie sie es macht, der Schlager des Abends. Neben ihr Valesca Gert in ihren Parodien, nicht ohne Uebertreibung, nicht ohne Genialität; Käte Kühl in Chansons ihrer befannten Art, das beste Hanna

ganz ohne Pathos und Sentimentalität.

Cash" mit Worten von Brecht; Leonard Stedel, immer intensiv, nur ein wenig zu eifrig in der Komit; der elegante Joop bon Hülsen, mit einer wirkungsvollen Nuance von Silbftironie; Margarethe Hruby; Hermann Ballentin, als einziger ein bißchen literarisch in seinen ficher pointierten Borträgen, übrigens danfenswerterweise für den erfrankten Aribert Wäscher eingetreten, der leider nur als talentvoller Hausdichter im Programm pertreten ist, und Erich Einegg is produttiver Haustomponist, nicht sehr originell, doch mit Sinn für das Wesentliche. Das Wesentlichste frei lich geben ihm Kurt Tucholskys Strophen, die sich von selbst tom­

ponieren.

K. P.

Eine ständige Kulturfilm- Bühne. In einem besonderen Saal wöchentlich Borstellungen von Kulturfilmen aus allen Gebieten ge­des Deutschen Museums zu München werden tünftig dreimal geben werden. Die Besucher des Museums erhalten damit eine wichtige Ergänzung des im Museum zur Schau gestellten Materials.

Artur Sinabel wird am Sonntag, mittags 1,12 Uhr, in der Bolts: bühne Schumanns umoreste op. 20, Mozarts Sonate D- Dur und Beethovens 38 Beränderungen über einen Walzer pon Diabelli op. 120, aum Bortrag bringen.

Theaterchronit. Sonnabend, namis 11%, Uhr, findet bie beutiche Urauf

führung von Jean Cocteaus Orpheus, veranstaltet von der Versuchs

bühne des Theaters am Schiffbauerdamm, statt.

.Schaufpletfunft, Welen, Geschichte und Gegenwart lautet das Thema von vier Vorträgen, die Julius Bab auf Einladung der Boltsbühne. V. am Sonntag, bem 6 Januar, und an den folgenden brei Sonntagen jeweils 20 Uhr, im Bürgerfaal des Rathauses, Girgang Königftr., Hallen wird. Einlagfarten für alle sier Vorträge zum Breite von 2 t, für jeben eingelbortrag zum Preise von 60 Pf., in ben bekannten Verkaufstellen ber

Bolfsbühne.

Berantmoril, für die Rebattion: Wolfgang Schwarz. Berlin ; Anzeigen: Th. Glode, Berlin , Berlag: Bormärts Berlag 6. m. b. S., Berlin . Drud: Borwärts Buch­bruderei und Berlagsanstalt Baul Ginger& Ca., Berlin SBB 68, Lindenstraße 3.

Sierzu 2 Beilagen.