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Gläubiger und Schuldnerländer.

Weltwirtschaftliche Umschau.

Bor dem Kriege mar Deutschland ein Gläubigerland; seit der Stabilisierung sind wir in großem Ausmaß zu einem Schuldner londe geworden. Außer den Reparationslaften, die Jahr für Jahr an die Gläubigerländer abgeführt werden müssen, nehmen wir ständig die Kapitalfräfte des Auslandes in Anspruá), um durch lebertragung der ausländischen Rauftraft nach Deutschland die uns fehlenden Rapitalien, vor allem für die Rationalisierung der Bro­buftion, zu beschaffen. Im abgelaufenen Jahr hat Deutschland lang fristige Anleihen ungefähr im selben Umfang mie im Vorjahr auf genommen, etwa 1500 Millionen Mart. Die neue furzfristige Ber schabung für 1928 wird auf 2 Milliarden Mart geschätzt. Die gesamte langfristige Anleihenerschuldung Deutschlands seit der Stabilisierung, die Dames- Anleihe eingerechnet, beläuft sich nach dem jüngsten Be richt des Reparationsagenten auf 7 Milliarden Marf, mozit noch auf turze Fristen geliehenes Geld( nach Abzug der deutschen furz­fristigen Auslandsguthaben) von 3,5 Milliarden bis 4 Milliarden Mart hinzukommen dürften.

Für die Berzinsung und Tilgung dieser Schuld ist schätzungs meise die Aufwendung von faft einer Milliarde Mart nötig; indeffen ist es mehr als mahrscheinlich, daß der mit Hilfe jener 11,5 Mil Harden Mart durchgeführte Ausbau und die Rationalisierung der Brabuttionsanlagen einen wesentlich größeren Wert jährlich zu er Jeugen nermag, als jene 3inslasten. Da Deutschland auch noch in ben fontmenden Jahren auf Auslandsanleihen angewiesen sein wird, ist die Beobachtung von Menge und Richtung der internatio­nalen Kapitalbemegung von Bichtigkeit. Im Jahre 1928 shapunten die von Deutschland aufgenommenen langfristigen Aus fandsgelder zu 69 Broz aus den Bereinigten Staaten, in den voran gegangenen Jahren mar dieser Brozentsaz noch höher. 10 Proz stammten 1928 aus England, 12,3 Broz. aus Holland , 3 Proz. aus der Schweiz . 0,6 Proz. aus Schweden , 5,6 Proz. aus dem sonstigen

nicht geben. Es ist anzunehmen, daß die amerikanischen Auslands. anleihen in unverminderter Menge der Welt zufließen werden, trog der Annahme, daß die bisherige sehr erhebliche Rapital­einfuhr nach den Bereinigten Staaten voraussichtlich aufhören oder aber sich start vermindern wird.

Die Kapitalausfuhr Englands.

Die englischen Auslandsanleihen richten sich in erster Linie in das britische Weltreich. Im vergangenen Jahr entfielen noch 64,1 Broz. sämtlicher englischen Anleihen auf Rolomien und Do­minien, 1928 mur 62 Broz Das übrige Ausland erhielt 1927 35,9 Proz, 1928 38 Proz Deutschland erhielt in den letzten drei Jahren jeweils etma 5 Broz der englischen Auslandsanleihen. Gegenüber 1927 fant die Sumane der Auslandsanleihen von 148 Millionen auf 105 Millionen Pfund, mas einen erheblichen Rüdgang bedeutet. Andererseits steigen die Summen der inländischen Kapitalanlagen sehr beträchtlich, d. h. es dürfte der Rüdgang nicht auf eine verminderte Kapitalbildung in England, sondern auf eine verstärfte Beanspruchung des neugebildeten Kapitals durch den inländischen Kapitalmarkt zurückzuführen fein. Eine solche Schluß folgerung ist jedoch nicht ohne weiteres selbstverständlich, meil ein mal die von England selbst aufgenommenen furzfristigen Gelder aus den Bereinigten Staaten und Frankreich für die englische Rapitalpersorgung eine große Rolle spielten, zum anderen aber, meil die neuen Anlagen sich fast ausschließlich mir auf die foge nannten neuen Industrien erstreckten- Cleftrizitäts, Samftfeide, Radio, Grammophon, Filmindustrie, wobei es häufig fehr fraglich ist, ob es sich um echte Anlagen oder nur um eine fünftliche

Ausland. Anders war die Berteifung der kurzfristigen Anleihen, 500 Millionen AEG.- Umsatz.

die im vergangenen Jahr zum ersten Male zu einem sehr großen Teil aus Frankreich tamen.

Frankreich als neues Gläubigerland.

Die größte Aenderung hinsichtlich der internationalen Rapital­hemegung ist das Biedereintreten Grantreichs in die Reihe der Gläubigerländer, eine Rolle, die es in der Borkriegszeit Reihe der Gläubigerfänder, eine Rolle, die es in der Borkriegszeit ständig innehatte, durch den Krieg aber eingebüßt und nunmehr wieder erlangt hat. Nun beschränkte sich die französische Kapital ausfuhr im Jahre 1928 allein auf furzfristige Anleihen, was an sich meniger bedeutungsvoll erscheint. Aller Voraussicht nach wird jedoch Frankreich bald in der Lage sein, ebenso wie vor dem Krieg auch mit langfristigen Darlehen auf dem Weltmarkt zu erscheinen. Die Kapitalbildung mächst in Frankreich in raschem Tempo, rascher als der Kapitalbedarf, obwohl diefer infolge der fortschreiten. den Industrialisierung des Landes an Umfang erheblich zugenommen hat. Hinzu kommt noch, daß Frankreich erhebliche Gelder aus Reparationsleistungen erhält, im Jahre 1928

etma

gestiegen.

Aufblähung des tentapitats handelt. Die gebrüdte Sage ber englischen Grundhdustrien- Bergbau, Eisen- und Stahlindustrie, Schiffbau, Tertilindustrie- legt vielmehr die Folgerung nahe, daß auch die Kapitalbildung in England und damit in Verbindung die Fähigkeit der englischen Wirtschaft, Auslandsanleihen zu gewähren, fich nicht günstig entwickelt.

Die Bewerber für die Auslandsanleihen.

Ist die Zahl der Gläubigerländer außerordentlich beschränkt zu den ermähnten Ländern fommen im wesentlichen mir Holland , die Schweiz und Schweden hinzu, so ist die Schar jener, die Teilchen dieses Kapitalmorrats an sich ziehen möchten, imn so größer. Eine Anzahl non solchen Ländern wurde schon erwähnt: Deutsch­ land , Italien , die lateinamerikanischen Länder, Kanada , die Länder des Fernen Ostens, die britischen Besitzungen. Hier möchten wir noch die osteuropäischen Länder erwähnen, die entweder zur Valuta­stabilisierung wie Rumänien , Jugoslawien , oder zum Ausbau von Eisenbahnen oder zur Lösung der durch die Agrarreform ent­standenen neuen Aufgaben Auslandsanleihen aufgenommen haben oder aufnehmen möchten. Besonders dringend ist die Frage der Rapitalbeschaffung durch Auslandsanleihen in Rußland und in China . Die Industrialisierung Rußlands fann in größerem Maß­ftab ohne Auslandsanleihen nidyt erfolgen, ohne diese muß fie gmeifellos start verlangsamt werden. Für das unter der Herrschaft der Kuomintang- Partei vereinigte China ist das wichtigste Problem der Ausbau der Eisenbahnen und Transportmittel und damit die Begründung der nationalen Bolkswirtschaft und deren Eingliederung in die Weltwirtschaft. Auch das erfordert große Auslandskapitalien. Für Kußland ist die Frage noch gänzlich ungelöst; die russischen Anstrengungen, durch Ronzeffionen an ausländische Rapitalbefizer Auslandstapitalien in das Land zu ziehen, führten bisher noch zu feinen greifbaren Erfolg. Günstiger erscheint die Lage für China , das por furzem Handelsverträge mit den Bereinigten Staaten und England abschloß, die poraussichtlich auch eine umfangreiche Kapital­einfuhr zur Folge haben werden.

A. H.

Die Zahl der Hauptunterstüßungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung betrug 260 102(+8,29 Broz), in der Ausgewiesener Reingewinn von 12,3 auf 16,5 Milt. Mr. Krisenfünforge 17 486(+ 5,08 Bros.), zufammen 277 588(+ 8,08 Prozent). Bon den Hauptunterstügungsempfängern in der Ar­beitslosenversicherung entfielen auf Berlin 148 580 (+5,87 Broz), auf die Provinz Brandenburg 99 735(+11,46 Brozent), auf die Grenzmart Bosen- Westpreußen 11 787(+ 13,60 Berlin 15 233(+ 5,31 Broz.), Brandenburg 2184(+3,80 Prog.), Prozent). Für die Krisenfürsorge betrugen die gleichen Zahlen für Grenzguart 69(-2,82 Prog.).

Der Aufsichtsrat des AEG.- Konzerns hat die Dividende für das Iam 30. September abgelaufene Geschäftsjahr auf& Broz. festgesetzt, erhöhte Aktienkapital von 150 gegen 120 Millionen im also gegen das Vorjahr unverändert gelaffen. Da im Berichtsjahr das Borjahr zu verzinsen ist, steigt die an die Aktionäre auszuzahlende Dividendensumme von 9,5 auf 12,0 millionen.

Der ausgewiefene Reingewinn ist trok erhöhter 2b. schreibungen von 12,3 auf 16,5 Millionen Mart, also um mehr als 25 Proz. gestiegen. Der Umfag, der von der AEG. zum erftenmal bekanntgegeben wird, während Siemens fie auch jetzt noch perschweigt, beziffert sich im letzten Betriebsjahr auf 500 Millionen Mart. Da der gegenwärtige Auftragsbestand sich auf 385 Millionen beläuft, werden die Betriebe des AEG. Konzerns bis zinn Schluß des laufenden Geschäftsjahres am 30. September 1929

2luf 1000 Einwohner des Gesamtbezirtes tamen in der Ar­beitslosenversicherung 36,05( 33,29) Hauptunterſtügungsempfänger; diese Zahl stellte sich für Berlin auf 35,97( 33,98), für die Grenzmark Bosen- Westpreußen auf 37,62( 33,12). In der Krisen­fürsorge ist die Bom- Tausend- 3ahl für den Gesamtbezirt von 2,31 auf 2,42 gestiegen; fie ftellte fich für Berlin allein auf 3,69 ( 3,50), für die Provinz Brandenburg auf 0,79( 0,76), für die Grenz­mart Posen- Westpreußen auf 0,22( 0,23).

1,25 Milliarden Goldfranken, während die franzöſiſche Regierung wohl sicher voll beschäftigt sein. Der Bericht fiegt uns noch 1928 überraschend viel Wohnungsbau.

an ihre englischen und amerikanischen Gläubiger auf Grund der nicht vor. interaliierten Schulden mur etwa 330 Millionen Goldfranken ab zuführen hatte. Das französische Kapital hat zwar einen großen Teil seiner Vortriegsforderungen an Rußland und an

Machtvoller Aufschwung.

andere Länder eingebüßt. Trotzdem fließen alljährlich noch Die Eigenproduktion der Großeinkaufsgesellschaft Deutscher aus

große Summen aus früheren Forderungen nach Frankreich zurüd, und die Summe dieser Zinseingänge ist in ständigem Wachsen. Die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr sind un­

nergleichlich größer als die Rücksendungen der ausländischen Lohn empfänger, die auf französischem Boden arbeiten. Im Jahre 1928 hatte Frankreich zwar einen Einfuhrüberschuß, der aber nicht sehr bedeutungsvoll mar( ungefähr 350 Millionen Goldfranken), in den borangegangenen Jahren sogar einen Ausfuhrüberschuß.

Aus allen diesen Gründen wächst die französische Kapitalbildung im Berhältnis zum inländischen Kapitalbedarf in einer Weise, daß ein Teil des neugebildeten Kapitals seinen Weg zweifellos nach dem

Ausland finden wird, zumal die französische Reichsbank sich im Besitz eines gemaltigen Goldshages befindet, der eine Gefährdung der französischen Währung durch Abströmen des Goldes bei Gewährung von Auslandsanleihen zu verhindern vermag

Die Kapitalausfuhr der Vereinigten Staaten . Die Kapitalausfuhr aus den Bereinigten Staaten blieb im ab­gelaufenen Jahr, was langfristige Anleihen anbelangt, auf der Höhe des Borjahres. Das ist deshalb bemerkenswert, weil um abgelaufenen Jahr in Amerika eine Hochtonjunktur mit einer außerordentlichen Ausdehnung der inländischen Kreditbasis zu verzeichnen war.

Bedeutungsvoll ist die Richtungsänderung der ameri tanische Auslandsanleihen, die in steigendem Maße nach den lateinamerikanischen Ländern( Süd- und Mittelamerika ) gehen. Die lateinamerikanischen Länder maren 1925 an der ameri­fanischen Sapitalausfuhr nur mit 13,2 Broz. beteiligt. 1926 erhielten fie bereits 30,9 Proz, 1927 betrug ihr Anteil 25,8 Proz. In den ersten neun Monaten 1928 belief sich der lateinamerikanische Anteil auf mehr als 25 Broz. Die lateinamerikanischen Länder wurden vor dem Krieg und auch einige Zeit nach dem Strieg in erster Linie von England mit Kapital versorgt, nunmehr übernahmen die Vereinigten Smaten diese Rolle.

In Kanada hat diese Umwälzung schon früher stattgefunden. 1926 entfielen 17,1 Proz., 1927 20,2 Proz, in den ersten neun Monaten 1928 15 Broz. sämtlicher langfristigen Anleihen der Ber­einigten Staaten auf Kanada . Ebenfalls steigt anteilmäßig die amerikanische Rapitalausfuhr nach dem Fernen Osten; 1927 ent­fielen bereits 11,9 Bronz. auf diese Anlagen. Dieser Entwicklung ent­spricht ein fin tender Anteil Europas .

Wird Umerifa ein Rentnerland?

Neben der Richtungsänderung ber Rapitalanleihen, die vielleicht mit den Bestrebungen der amerikanischen Industrie, ihre Ausfuhr mit allen Mitteln zu fördern, im Zusammenhang steht, ist die andere grumblegenbe frage in bezug auf die amerikanische Stapitalausfuhr: mie hoch sind die Summen, die Amerifa in der Lage sein mird, in 3utunft dem Ausland auszuleihen? Es mitb pielfach bie Meinung vertreten, daß die Bereinigten Staaten in Sufunft überhaupt nicht mehr in der Sage fein mürben, Auslandsanleihen in höheren Beträgen zu gewähren als sie felbft jährlich an Zinsen und Tilgungsraten für ihre bisherigen Forderungen erhalten werden; mit anderen Worten, daß die Vereinigten Staaten einem Rentnerland werden mürden. Ohne die Frage hier eingehend zu erörtern, sei mur bemerkt, daß es im mesentlichen darauf an­tomumt, mic rasch die Kapitalbildung in den Bereinigten Staaten fortschreitet und inwieweit die neugebildeten Rapitalien in der eigenen Produktion mit größeren Gewinnmöglichkeiten angelegt merden fönnen als im Ausland. Eine schlüssige Antwort tann man auf die Frage der aufünftigen ameritantfchen Rapitalausfuhr jedoch

Konfumvereine stieg 1928 um 66 Prozent.

Das Wirtschaftsjahr 1928 fonnte für die Konfumpereine der Arbeiterschaft wegen der rückgängigen Konjunktur fein Glanzjahr sein. Dennoch ist die Entwicklung, die die Großeinkaufsgesellschaft deutscher Konsumvereine genommen hat, außerordentlich impo­

nierend.

auf 444,4 oder um 19,1 Proz gestiegen. Gegenüber dem Die Umsätze der GEG. find gegenüber dem Borjahte von 373 auf 444,4 oder um 19,1 Proz gestiegen. Jahre 1924, wo erst 168,5 millionen verzeichnet wurden, ift damit

eine Steigerung auf rund 275 Pro3. zu verzeichnen.

Bedeutend machtvoller ist gegenüber 1927 der Umsatz der von der GEG. in den eigenen Fabriken selbst erzeugten Pro­dufte gestiegen. Er wuchs von 63,1 auf 104,7 millionen oder um nicht weniger als 66 Pro3.

Ein derartiges Wachstum spricht für sich felbft. Seine Werbe­propaganda ist zur Gewinnung des Bertrauens der arbeitenden Massen in die von ihnen geschaffenen Konfumvereine so geeignet, wie diese Zahlen.

Arbeitslosigkeit steigt langsamer.

Berlin hat 164 000 Unterstützte.

Das Gesamtbild der Arbeitsmarktlage im Bereiche des Landes­arbeitsamtes Brandenburg weist noch ein weiteres, jedoch nicht mehr startes Ansteigen der Zahl der Arbeitsuchenden auf. Das dürfte seinen Grund darin haben, daß die vom Wetter ab hängigen Unternehmen wie Baugewerbe, Schiffahrt und sonstigen Außenberufe, die notwendigen Entlassungen nunmehr durchgeführt haben.

3m Jahre 1928 in Preußen 185500 nene Wohnungen. 6500 mehr als 1927.

Landtags machte der preußische Staatssekretär Scheidt über die Ergebnisse des Wohnungsbaues in Preußen im Jahre 1928 be­merkensmerte Mitteilungen. Danach wurden rund 185 000 neue Bohrungen gegenüber nur 179 000 im Jahre 1927 errichtet. Zum mindesten für Breußen haben sich also die großen Befür­tungen über den unzureichenden Wohnungsbau im Jahre 1928, die zu Beginn des Jahres gehegt wurden, erfreulicherweise nicht erfüllt.

In den Bethandlungen des Hauptausschusses bes preußischen

Der Anteil des Privattapitals an den Mohrangsbauten ist wieder sehr gering. Nur 29 500 Wohnungen, das sind noch nicht 15 Proz., wurden ohne öffentliche Hilfe gebaut. 134 500 Wohnungen wurden mit auszinssteuermitteln und 21 500 anderen öffentlichen Mitteln gefördert.

mit

Erfreulich hoch ist auch die Zahl der am 1. Januar 1929 noch in der Ausführung begriffenen Wohnungen Mit 96 500 ist fie um 5500 höher als zur gleichen Zeit des Borjahres,

Auch Deutsche Bank dehnt sich aus. Kürzlich hat die Romunerz­und Privatbant auf eine braunschweigische Hypothekenbant maß­gebenden Einfluß gemommen und ihre Bantenmacht verstärkt. Das felbe tut jetzt die Deutsche Bant durch Erwerb von 3,75 Millionen Attien der Osnabrüder Bant , die ein Attienkapital von 7,5 Millionen hat. Da die Deutsche Bant schon bisher ein größeres Attienpaket des Osnabrüder Privatinstituts besaß, erwirbt sie mit dem neuen Rauf die volle Herrschaft über die Bant. Inter­effant ist, daß der frühere Befizer des Attienpalets die Hannoversche Girozentrale war. Der Verkauf des Patets fann eine ge­junde Maßnahme sein, doch wäre zu hoffen, daß ein öffentliches Institut wie die Girozentrale Hannover den Verkauf nicht aus Druces des privaten Bankkapitais auf die öffentlichen Banken falscher Sch to a che pornimmt, die angesichts des wachsenden begreiflich, aber nicht verzeihlich wäre.

Recht uneinheitlich war die Lage in der Metallindustrie; 35 Millionen Schweizer Franken werden von der fürzlich ge­während im Waggonbau seit Wochen ein guter Beschäftigungsgrad gründeten Badischen Schluchleewert 21.- 3. als Anleihe zu 6 Broz. anhält, in der Autobranche Belebung eingetreten ist, und die Stabel auf 27 Jahre aufgenommen, um die Badischen Wasserkräfte für die industrie ihren guten Geschäftsgang behaupten tonnte, macht sich in deutsche Elektrizitätswirtschaft auszubauen. Die Schluchseewert A.-G. der Gelbmetall, Elettro- und Schwachstromindustrie sowie in den hat heute noch ein Aftienfapital von 14 Millionen Marf, das Eisengießereien eine stärkere Bunahme der Arbeitslosigkeit, vor später erhöht werden soll und ist in der Hauptfache von dem staat­nehmlich an männlichen Arbeitsträften, bemerkbar. Für die weiblichen Badenwert und vom Rheinisch Westfälijden Elektrizitätswert lichen Berufe dagegen fegte eine starte Bermittlung ein, wo es gegründet worden. Das neue Wert foll 1932 betriebsfähig sein und mird mit einer Gesamtmaschinenleistung von 118 000 Kilowatt im nicht gelang, die gemeldeten Stellen restins zu bejegen. Im Jahresmittel 170 Millionen Kilomatiftunden erzeugen. Spinnstoffgewerbe ist lediglich die Sad. und Blanindustrie Großer Auslandsauftrag für Einte- Hofmann, Breslau . Die und die Luchindustrie in der Broving verhältnismäßig gut befchäfführende deutsche Waggonfabrik, die Binte.Hofmann- Bul tigt; dasselbe trifft auch für die utbranche zu, die ihre im B. in Breslau , hai jest von der chilenischen Regierung Serbst entlassenen Arbeiter wieber einstellen tonnte. Im einen Auftrag auf eine Anzahl Bullman- und Schlafwagen im Werte Rahrungs- und Genusmittelgewerbe ist weiter eine von 3 Millionen erhalten Binte- Hofmann hatte bereits vor fünf erhebliche Steigerung der Arbeitsuchenden zu verzeichnen. Im Be- Jahren einen ähnlichen Auftrag auf 47 Bullman- Wagen für die tleidungsgewerbe ist infolge Saisonbeginnes einzelner Branchen bie Vermittlungstätigkeit im vollen Gange. Nach wie vor wenig günstig ist die Arbeitsmartilage für männliche und weib liche Angestellte; letzte auch in einigen Abteilungen eine regere Ber mittlung, meist jüngerer Sträfte ein, so ist der Zugang an neuen Arbeitsuchenden noch immer als sehr start zu bezeidmen.

In der Berichtswoche stieg die Zahl der Arbeitsuchen. den um 15 226 auf 385 670, d. b. 4.11 Broz, gegenüber einer 3- nahme von 22 265 gleich 6,39 Broz in der Vorwoche. Innerhalb des Landesarbeitsamtes Brandenburg verteilen sich die Arbeit fuchenden auf Berlin mit 254 516, auf die Broving Brandenbung mit 118 021 und auf die Grenzmart Bosen- Westpreußen mit 13 133 Perfonen

chilenische Regierung ausgeführt. Diefem Umstand ist es wohl in erster Linie zu perbanten, daß die Gesellschaft sich gegen die sehr Chile purchlegen tannte. 3u gleicher Zeit erfahren wir, daß die harfe konturrenz der Vereinigten Staaten in Abteilung Reifelbau Auftrage in Höhe von 2 Millionen zum Bau von Steffelanlagen mit Kohlenstaubfeuerung erhalten hat. Somit fcheint sich die Beschäftigungslage bei diesent größten schlesischen Mofchinenunternehmen gebeffert zu haben. Elettrifizierung der Bahnlinien ist in der Schmei 3 Fortschreitende Bahn- Elektrifizierung in der Schweiz. Die im bisher größten Umfang von allen Ländern durchgeführt worden. am Baufe des letzten Jahrzehnts wurden 60 Broz bes Bahnnezes und 80 Brog. des Bertehrs unter elettrichen Betrieb gestellt. Die nötigen Energiemengen merden von öffentlichen Berten geliefert,