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Unterhaltung unö Missen

GomlaSeuö S. Februar 4929

3)as Opfer des SiexendoMors Sine JUaska-Sra&hlung von gack Xondon

5» fefn« in Mit niäfien Togen rrfcheinenM» aooeBatfeaitmlnn« ..® 1 in a t b" brwzt Zock P/mion«ine Rech « ras«rzSblsszen an» Plasia, in denen im Gegensatz M seinen srnftigen Geschichies di« Fron stari in den Bardergeund tritt. Mit Krlonbni» de» llniversita»>Ler» lag». Berlin , bringe» wir de» folgenden Abschnitt. Em junges?!ndianermädck>en warf die Schneeschuhe od und ließ die Kapuze ihrer Parka aus Eichhörnchenfell zurückgleiten,.�itchcock machte neben sich auf dem Schlitten Platz, Nun. wie geht es, Sifsu?' fragte et.Ist der Hunger immer nacks groß im Lager? Und hat der Hexendaktor jetzt herausgefunden. moa schuld daran ist, daß es so wenig Wild mtd gar keine Renn« tiere im Land gibt?" ,�ia. gewiß! Es gibt mir wenig Wild, und wir werden bald die Hunde essen. Und der.Hexendoktor bat auch herausgefunden. laos der Grund all dieses Unglücks ist, und morgen will er ein Opfer bringen und das Lager reinigen.' Und was wird das Opfer sein? ein neugeborenes Kind oder ein altes armes und schwaches Indianerweib, da» dem Stamm .zur Last fällt und für das es das beste wäre, zu sterben 7' Nein, so ging es nicht, denn die Not ist groß und«rstuÄert große Opfer er wählte keine geringere als die Tochter des Häupt- Ungs, keine geringere als mich, Sipsu.' Donnerwetter!" Das Wort kam ganz langsam über Hstchcocks Lippen, aber mit einer Fülle und Tief«, die zeigt«, wie erstaunt und bekümmert er war. Und deshalb stehen wir jetzt, wo die Wege sich trennen, du und ich»" fuhr sie mit großer Nub« fort,mtd ich bin gekommen, daß wir uns noch einmal sehen können zum letztenmal!"... Ein Mann kroch bäuchlings durch den Schnoe. Au allen Seiten erhoben sich die Elchhautzglte im Lager. Hin und wieder heulte ein elender Hund, oder knurrte boshaft seinen Nochbar an. Einmal näherte sich einer von ihnen dem kriechenden Mann, aber der Mann blieb unbeweglich liegen. Der Hund kam näher und schnüffelte, er kam noch näher und schnüffelte wieder, und dann noch etwas näher, bis seine Schnauze de» seltsamen Gegenstand teröhrlc, der nicht dagewesen war. Iiis es dunkel wurde. Da erhob sich Hitchcock plötzlich und griff mit seiner unbehandschuhten Hand nach der zottigen Kehle des Hundes. Und dieser Griff war der Tod für den Hund, und Äs der Wann weiterging, lag er mit gebrochenem Genick unter den Sternen. Auf diese Weis« erreichte Hitchcock das Zelt de» Häuptlings. Irr lag lange draußen im Schnee, auf die Stimmen der Pswohner lauschend, und versucht« herauszubekommen, wo Sipsu war. Es befand«» sich offenbar viele Menschen im Zelt, und nach ihren Stimmen, z» urteilen wareu sie sehr qrvegt...___. Schließlich hörte er die Stimme des jungen Mädchens, und er kroch dem Geräusch nach, bis wir noch die Elchhaut sich zwischen ihnen befand. Da grub er sich in den Schnee hinein und arbeitete sich longsam mst Kopf und Schullern ins Zelt. Als ihm die warme Lust driimen entgegenschlug, wartete er. und so blieb er liegen, die Beine, und den größten Teil des Körpers außerhalb des Zeltes. Auf seiner ein«! Seste log ein Packen Felle. Er konnte es riechen, be- iühste sie aber sorgfältig, um seiner Sache sicher zu sein. Auf seiner anderen Seite berührte sein Gesicht ein Pelzkleid, das, wie er wußte, einen menschlich«! Körper umschloß. Das mußte Sipsu sein. Er wünschte, daß sie etwas sagen sollte, entschloß sich aber doch, einen Versuch zu wagen. Er kannte den Häuptling und den Hexcndoktor laut miteinander reden hören, und in einem Winkel des Zeltes weint« ein hungriges Kind sich in den Schlaf. Er drehte sich auf die Seite und hob vorsichtig deu Kopf, aber so, daß er immer nach gerade das Pelzkleid berührte. Er lauschte aus den Atem. Es war der Atem eines Weibes, er wollte es wagen. Er drückte sich simst. ober fest an sie und fiihlte, wie sie bei der Berührung zusammenfuhr. Dann wartete er wieder, bis eine untersuchende Hand auf seinen.Kopf glitt und auf seinen Locken ruht«. Im nächsten Augenblick wandte die Hand sein Gesicht sanft empor, und er sah in Sipsu» Augen. Sie war vollkommen ruhig,«sie wechselte wie zufällig die Stel- lung und legte den Ellenbogen aus den Fellpacken, stützte sich darauf und breitete ihre Parka aus. So war er vollkommen versteckt. Und dann, immer Noch, als wäre es der reine Zufall, beugte sie sich zu ihm hinüber, daß er zwischen ihrem Arm und ihrer Brust atmen konnte, und wenn sie jetzt den Kopf beugte, lag ihr Ohr gerade an seinen Lippen. Wenn du kannst so geh'." flüsterte er.Geh' weg vom Zell und über den Schnee zu der Birkengruppe, die dort steht, wo der Bach eine Biegung macht. Dort wirst du meine Hunde und meinen Schlitten finden. Heute, nacht werden wir zum Viiko» ziehen, und da wir schnell reisen müssen, sollst du alle Hunde, die dir in die Nähe kommen, am Nacken packen und zum Schlitten schleppen, dorthin, wo der Bach eine Biegung macht." Sipsu schüttelte abwehrend den Kopf, aber ihre Augen leuchte- ten vor Freude, sie war stolz, daß dieser Mann ihr so große Gunst erwies. Wie alle Frauen ihrer Nasse war sie dazu erzogen, d«n Willen des Mannes zu gehorchen, und als Hitchcock feinGeh!" wiederhoste, tat er es gebieterisch, und, obwohl sie nicht antwortet«, wußte er. daß sein Will« ihr Gesetz war. Eine halbe Stunde später, als er neben dem Schlitten saß, sich die Füße vertrat und die Arme schwang, sah er sie kommen, einen widerstrebenden Hund an jeder Hand. Als sie sich näherte, wurden feine eigenen Hunde unruhig, aber er traktierte sie mst d«n Peitschen. schaff, bis sie ruhig wurden. Er haste sich dem Lager gegen den Wind genähert und fürchtete am meisten, daß das Geräusch seine Anwesenheit verraten würde. Seile sie an." befahl er» als sie dem zweiten Hund dos Geschirr angelegt haste.Ich will, daß meine Lesthunde vorangehen." Als sie e» aber getan haste, warfen sich die oerdrängten Tiere über die fremden. Obwohl Hitchcock sich mst seinem Büchsenkolben dazwischerffturzte, gab es doch einen furchtbar«! Spektakel, der über das schlafende Lager hallt«. .Letzt kriegen wir Hundt und das ist ein wahrer Segen Gottes." sagte er barsch, indem er eine Axt vom Schlistev nahm. Schirr' on, was ich dir hinwerfe und schütze da? Gespann/' Er trat einen Schritt vor und wartete zwischen zwei Kiefern. Die Hund« im Lager zerstörten die Ruhe der Nacht mst Heulen und Lärmen, und er war daraus vorberestet, sie zu empfangen, wenn sie tmum Est, fcipwr Fleck, der größer wurde, nahm feste

Farm an ans der weißen Schneedecke mst ihren undeutlichen Kon- ölten. Es war der Vorläufer des Koppels, der mst langen Sprüngen angesetzt kam, während er nach Wolssart seinen Brüdern Befehle er­teilte. Hitchcock stand im Schatten. Als der Hund vorbeisprang, streckte er die Arme aus, packte ihn misten im Sprunge an den Barderbeinen und wirbelle ihn zu Boden. Dann versetzte er ihm einen wohlgezielten Schlag hinter das Ohr und warf ihn Sipsu zu. Und wahrend sie dem Hunde schnell das Geschirr anlegte, bewachte er mit der Axt die Passage zwischen den Bäumen, bis ein zostiger Strom von weißen Zähnen und funkelnden Augen in Rsichweste vorbeischoß. Sipsu arbestete schnell. Als sie fertig war, sprang er vor, griff und betäubte noch einen und warf ihn ihr hinüber. Das wieder­holt« er noch dreimal, und als der Schltsten endlich mst einem Ge­spann von zehn knurrenden Hunden dastand, rief er:Genug!" Aber in diesem Augenblick durchwatete ein junger Indianer,«in schnellfüßiger Vorläufer des Stammes, die Hundeschar und versuchte sich mit Schlägen nach rechts und. links durchzudrängen. Hstchcocks Büchsentoldeii zwang ihn ins Knie, und er taumelle seitwärts zu Boden. Der Hexendoktor, der sehr schnell lief, sah den Schlag fallen. Hitchcock rief Sipsu zu, daß sie losfahren sollte. Bei ihrem schrillenMukh!" schössen die rasenden Tiere vorwärts, und sie blieb mit Mühe und Not auf dem Schliste» sitzen, der schrecklich rumpelte. Di« höheren Mächte waren offenbar zornig auf den Hexendoktor, denn gerade in diesem Augenblick schickten? ihm den Schlitten in den Weg. Der Leithund kollidierte mst seinem Schneeschuh, er fiel, und die neun Hund«, die hinterher kamen, traten ihn unter ihre Füße, worauf der Schlitten über ihn hinwegrumpelte. Aber er kam schnell wieder auf die Beine, und die Nacht wäre nielleicht ganz anders verlaufen, hätte Sipsti sich nicht umgedreht und ihn mst der langen Hundepeitsche quer über die Augen geschlagen, daß er ganz geblendet war. Hstchcock, der sie einzuholen eilt«, stieß mst ihm zu- sammen, wie er schwankend und schmerzverzerrt misten auf der Schlistenspur stand. So ging es zu, daß der primitive Theologe, als er das Zell des Häuptlings wieder erreichte, viel klüger geworden mar in bezug auf die Fäuste des weißen Mannes und die Kraft, die in ihnen wohnte. Und die Folge war. daß er, als er in der Ratsver- jammlung eine Nede hielt, aiff alle weißen Männer sehr auf- gebracht war.

M. Messe, tlcir york : Die Kokosimß ist mehr als ein« gelegentliche Delikatesse, s« oa roh oder in Form van Kuchen, Torte oder Bonbons. In vielen Länder« verdanken die Bewohner der Kokospalme ihre meisten Bedarfsartikel: Nahrung und Getränk, Kleider und Dehcmsung. In manchen Gebieten der Süds«« bildet die Kokosnuß die Hauptnahrung. Gewöhnlich wird die Frucht vor der Reif« gegessen. Die wässerige Flüssigkeit oder die Milch der Frucht wird getrunken, und der Saft des Bmmles, den man gewinnt, indem man ein iitv erschlossenes Blütenbüschel aufschneidet, wird eingekocht zu Zucker und zu Palmwein gegoren. Die Blätter werden bemitzt, um das Dach der Hüsten zu decken. Nippen und Streifen der Palmblätter werden zu Körben und anderen Gegenständen geflacht« v. Aus der Schale werden Schüsseln und zuweilen ver.zierte Gegenstände hergestellt. Melaneser schnitzen und polieren die Schale. Gewisse Bewohner der Südsce bedienen sich hungriger Gar­nelen. um aus der Kokosnuß eine Flasche zu machen. Sie öffnen die Augen der Nuß und legen dies« in Gewässer, in denen ein« kleine Art Garnelen lebt. Die Garnelen dringen in das Inner« sin und verzehren das Fleisch der Frucht die Flasche ist serstg. Einige Stämme reiben sich zur Verschönerung am ganzen Leibe mst Kokosöl ein. Der Amerikaner SLiney E. Farwell machte«in Vermögen aus Kokosnüssen. Auf seinen Reisen in den Tropen hatte er beobachtet, daß ein Eingeborener in Porto Rico mit einem Dutzend Bäumen im Hose wirtschaftlich unabbängig ist. So ließ er denn in Panama zweilaufend Acker Dschungel ausroden, pflanzte Kokospalmen und nutzte die zwanzig Fuß hohe Mecresflut, um die Bäume zweimal täglich zu bewässern. Zu die sein Zwecke ließ er vierzig Meilen Gräben ausheben, baut« 32 Brücken, und legte eine gute Straße an, sowie eine modern eingerichtete Siedlung für 100 bis 300 Personen. So besitzt er denn heute an der Motijo-Boi 111000 Kokospalmen, mir zehn Münllen'Fahrt im Ruderboot von dem Seeverkehr von und zum Panamakanal. Farwell besitzt die größte Kokospflanzung auf dem amerikanischen Kontinent. ..Obwohl die ZVelterzengung an Kokosnüssen jährlich zehn Milliarden Stück beträgt." erklärt Farwell,so ist doch keine Nuß zu viel da, nicht infolge der Nachfrage zu Eßzwecken, sondern wegen des Oels, das aus dem Fleffch der Frucht ausgepreßt wird. Die Kokosnuß besitzt das reichste bekannte Fest und fft sehr ver- daulich. In Biskuits oder gesalzenen Erdmissen nimmt man Kokosöl zu sich, ebenso in Kuchen und Bonbons. Es wird bei der Her- stellung von Seife verwendet. Die Dänen führen ihre Rahmbutter aus und beziehen Kokosöl, um Margarme für den eigenen Gebrauch herzustellen. Ist das Oe! ausgepreßt, so bildet der Rest ein gutes Futter für Rindvieh und Geflügel. Es fft das beste bekannte Msttel, um die Milch und Eiererzeugung zu heben. Kokosnuß und Kühe stehen im gleichen Verhältnis wie Mai« und Schweine. Die Gewinnung von Kokoeöl fft so bedeutend, daß sie fast alle anderen Tropenindustrien in den Schatten stellt. Jedes Teilchen der Kokosnuß wird zu Geld gemacht. Die Kokoszucht stellt die sicherst« Form der Landwirtschaft dar. Di« Bäume werden gepflanzt, indem man die Nuß in die Erde steckt. Auf das Wie kommt es wenig an. denn sie keimt immer. Nach dem Regen schwillt eins der Augen an, und Baum und Wurzeln entwickeln sich aus diesem Auge. Wenn die Bäume ein gutes Wachstum ausweisen� wenden sie in Abständen von neun Meter in Reihen gepflanzt. Jede Kokospalme saugt täglich über zwanzig Liter Salzwasser auf. Die Bäume tragen gewöhnlich nach sieben Iahren und haben extf. Lebensdauer wa hundert Jahre». Jeder Lau» bringt jährlich

Stiesenlokomoti Vor kurzem wurde von den nsterreichsschon Bundesbahnen auf der Strecke Wien Salzburg die stärkste Lokomotioe des Kontinents in Betrieb genommen. Sie besitzt 3000 O?. und cutmickelt eine Stundengeschwindigkest von 110 Kilometer. Ein« der größten Loko- motiven ist die von einer deutschen Firma für die Südafrikanffchen Bahnen erbaute mit drei Zylindern, 10 angetriebenen und vier Lauf- rädern, einem Gewicht von 120 Tonnen, die 74 Waggons von 1800 Tonnen Gewicht über die Steigungen hinwegbringt. Als Neukon- struttion seien noch die Hochdruckdompflokomotiven ermähnt, die sehr ökonomisch arbesten und rasch ongehsizt sind. In Amerika wurde eine Lokomottn« für 42 Atmosphären Druck gebaut, bei der bei Heber-, schreitung dieses Druckes die Oelfeuerung non selbst erlischt und eben- so automatisch bei Drucknochlah wieder in Betrieb kommt. In der Schweiz wurde sogar eine für einen Betriebsdruck von 00 Atmo- sphären und eine Leistung von maximal ISOO PS. hergestellt. Krupp erzeugt riesige Turdinenlokomotioen, die einen des anderen lieber. setzimgswechanismüs zur Umwandlung der raschen Geschwindigkeit der Turbinenlaufräder in die langsame der Fahrräder benötigen. Da der Dampfverbrauch ein sehr graßer ist, wurde zur Verminderung der mitzuführenden Wassermengen der Tender als Kühlwagen aus- gebaut, in dem der Dampf ständig wieder in Wasser zurückverwandelt wird. Eine andere nach dem System Garrast erbaute Lokomotive hat eine Länge von. 23,6 Metern zwischen den Puffern, der Kessel liegt auf einer Art Brückenwagen zwischen zwei kleineren Wagen. die den Bewegungsmechanismus tragen. Diese Bauart nimmt be- sonders Rücksicht auf die engen Krümmungen und die geringe Belasstmgmöglichkest je Achse. Wie kompliziert solch« Wunderwerke der Technik zusammen- gesetzt sind» zeigt der Umstand, daß die von Borsig erbaute Lok»- motive 1 E 1 3424 verschiedene Teile enthält, wobei unzählig« gleichartige nur einmal gezählt wurden. Eine in Amerika erbaute Lokomotive enthielt 35863 Teile, die von 70 bis 00 Lieferfirmen stammten, und für die etwa 600 Einzelzeichnungen erforderlich sind. Bemerkenswert sind noch ein für Kolinnbien erbauter Dampftrieb­magen. der aus einer kleinen Lokomotive und dem Waggon in einem Stück besteht, und ein ähnlicher, in dem der II Meter hohe Kessel unmittelbar im Waggon untergebracht fft. Man nermendet die ver­schiedensten Antriebsmöglichkesten, Dampf, Elektrizität, Treiböl allein oder in Verbindung miteinander. Sehr gelltäuchlich sind Lakomostven. in denen«in Dieselmotor eine elektrisch« Dynmnmnaschine antreibt. die wiederum den Fahrstrom liefert. So wurde jetzt für den Betrieb in den wasserlosen Steppen Rußlands «ine ungeheure Maschine von 1300 PS, dieser Bauart in Austrog gegeben.

3>ie giohosnuß etwa dreizehn Büschel hervor, und jedes.Büschel besteht' aüs sechs bis merundzwanzig Nüssen. Nüsse in jedem Stadium finden sich gleichzeitig auf demselben Baum: Knospen, Blüten, junge Früchte und reffe Nüsse. Koknsnüssc werden in verschiedener Form gehandelt. Ganz« Kokosnüsse, wie man sie im Laden sieht, das heißt, ohne«in« dick« äußere Hülle, werden zu Taufenden verkauft. Das getrocknet« Fleisch der Frucht. Kopra genannt, wird tonnenweise abgesetzt. Das halb« Gewicht des ungetrockneten Fruchtfleisches ist Wasser. Eine Tonne getrockneten Fleisches enthält sechzig vom- Hundert reines Oel. Auf ein« Tonn« Kopra entfallen etwa fünftausend Kokosnüsse. Vier reffe Nüsse ergeben somit ein Pfund Oel . Das Kokosöl kam in Aufnahine, als die großen Viehherden des amerikanffchcn Westens aufgeteilt wurden und Europa sich keinen amerikanischen Speck mehr lefften konnte. Deutschland . Frankreich . Holland und England erinnerten sich da der Feste, die die Eingeborenen in den Tropen gebrauchen, und suchten so viel wie möglich nach Europa ewzuführen. Frankreich fft der größte Verbraucher von Kopra . Farwell Host« die Kokospalme und ihre Frucht«ingehend studiert, bevor er seine Pflanzung anlegt«. Cr haste oll« Bücher darüber studiert, deren er habhaft werden konnte, und hatte Pflanzungen auf beiden Hälften der Erdkugel besucht. Er glaubt« über Küfer und ander« Schädlinge der Kokospalme alles zu wisse». Niemand aber machte ihn auf die Ratten aufmerksam. Dieser Umstand sollte für Farwell«inen Verlust non 23 000 Dollar be- deuten, bevor er die Gefahr abwenden konnte. Die Ratte ist der hinterlistigste und gefährlichste Feind. Abends breiteten die Bäume ihre stolzen Wipfel aus am anderen Morgen neigten sich Tausende non Bäumen zur Seste. Die Rasten hasten sie Ins'ins Mark angenagt, um sich am saftigen Innern gütlich zu tun. denn wie alle Palmen hat auch die Kokospalme«in saftiges Mark, aus dem sich sogar ein vorzüglicher Salat bereiten läßt. Da den Nagern mst Gift nicht beizukommen war, benutzt«! man de»«Saft des Eativabaumes, ein« klebrige Masse. Tropische Regengüsse aber wuschen sie fort, sobald man sie angebracht hoch«. Da daihte wem on die milden Gummibäume, die zu Hundert- taufenden in der Gegend wuchsen. Man überstrich die Eotinamasse mit dem wasserfesten Gummffaft. und kannte so die Rasten abhalten. Dann wieder fand Farwell in einem Gelände non zwechurchert Acker 27 Ameisennester, von denen«ins einen ganzen Acker ein­nahm. Als er eines Morgens einem Baum auf einige Fuß nah« kam, sah er einen grünen Regen und hörte, wie die Ameisen Nahrung für den Winter schmtten und hamsterten. Die große rote Ameise s-hneidet einen Halbmond aus dem Blast, und anstatt am Baum herunterzu klettern, läßt sie sich mst dem Blast zur Erde fallen» Zuweilen schleppt sie ihre Last zwei Kilometer weit Es wurden nun acht Fuß lang« Grube» von sechs bis siebe» Fuß Tief« gegraben, und zwar an den dichtesten Stetten des Restes. und nahe beieinander. Dann wurde Holz hineingeworfen, mst Petroleum begossen und angesteckt. Das Ganze wurde mst Blech abgedeckt. So kamen dl« Ameisen M Myriaden um.

Eine Gesellschaft zur Rettung der waljischq. An der John, Hopkins-Unwersität in Baltimore hat sich«ine Gesellschaft von Natur» Wissenschaftlern gebildet, deren Zweck ein« Aufklärung de» breiten Publikums.zum Kampfe gegen die Ausrattung der Wolfisch« ist. Der Gesellschaft sind führende Persönlichkesten des öffentlichen Leben? in Amerika , Politiker, Schriftsteller und Vertreter der Wissenschaften schon in den ersten Wochen ihres Bestehens beifletrete»,