Einzelbild herunterladen
 

Fünf Jahre Reichsbanner.

Eine Erinnerungs- Kundgebung.

Der erste Kreis Berlin- Tiergarten vom Reichsbanner Schwarz Rot Gold hatte gestern ins Herenhaus geladen, um in feierlicher Kundgebung der Zeit vor fünf Jahren zu gedenken, als in Magdeburg   das Reichsbanner zum Schuße der Republik   gegründet murde.

Der Vorsitzende Kamerad Karl Ebert   gedachte der ermor­deten und heimgegangenen Führer und der 68 guten Kameraden, die für den neuen Staat ihr Leben ließen. Stehend grüßte das bis auf den letzten Platz gefüllte Haus den Einmarsch der Fahnen­träger, Arbeiterfänger von der Liebertafel West brachten Kampf hymnen wirkungsvoll zum Vortrag. Kamerad Löwi rezitierte Dann nahm für die Sozialdemokratie Reichstagsabgeordneter Friß Ebert das Wort. Als die Gegner, so führte er aus, zum Schlage ausholten und die Republik   vernichten wollten, wurde fünf Minuten vor zwölf, am 22. Februar 1924, in Magdeburg   das Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold gegründet. Allen, die damals zur Tat schritten, vor allem unserem vielbefehdeten, vielverehrten Otto Hörsing  , müssen wir Dank wiffen. Zentrumsleute, Demokraten und Sozialisten über­wanden das Trennende, die Jugend der Republik   stellte über alles Land und Bolt. Eine Millionenarmee ward geschaffen. Nicht Freude an Spiel, Uniform und Waffen trieb uns, sondern ernste Pflicht­erfüllung. Einsegung der ganzen Berson war erforderlich, und das ist auch heute noch notwendig. Mit scharfen Worten geißelte Kamerad Ebert die unhaltbaren Zustände, die durch das unftätige Benehmen

102 Jahre alt

Oper, Schauspiel, Film.

Mona Lisa.

Staatsoper Unter den Linden.

-

,, Mona Lisa  " von May Schillings, im Lebenswerk ihres Schöpfers die vierte Oper und bis jetzt die letzte, hat das gewiß feltene Bühnenschicksal, sich dauernd im Spielplan zu halten. Die Uraufführung, in Stuttgart  , war 1915; es wurde dann, während des Krieges, ein Erfolg zunächst überall in Deutschland  . Als sich die Grenzen wieder dem friedlich- künstlerischen Austausch öffneten, wurde es ein internationaler der erste beutsche Opernerfolg in der Nachkriegswelt. Und gestern in der 114. Berliner   Aufführung, hat das Wert von neuem seine Lebensfähigkeit erwiesen. Welt und Mufit, Lebens- und Kunstanschauung haben sich gewandelt seit feiner Entstehung; und diese Oper ist durchaus ein Zeugnis ihrer Ent­stehungszeit geblieben. Doch eben die charaktervolle Kompromiß losigkeit, mit der der Musiker Schillings sich von je zu seiner Art und seiner künstlerischen Ueberzeugung befannt hat, erhält sie lebendig. Die Partitur hat Stil den Stil ihres Autors; es gibt heute nicht viele, von denen sich das so ohne Borbehalt fagen läßt. Und sein Stil sublimiert die Fragwürdigkeit des Bühnengeschehens, dem freilich, mit den Spannungen seiner Kinodramatit, die unmittel­bare und starte Theaterwirkung zu danken ist.

Man fonnte sich auf diese Wirkung auch heute verlassen. Für den Repertoirebestand der Lindenoper bedeutet die Reuinszenierung einen zweifellosen Gewinn. Einen Gewinn auch die von Kleiber  geleitete Aufführung, die von der überragenden Gestaltung der Barbara Remp beherrscht wird. Neben ihr als würdige Bartner: Theodor Scheidl   und Friz Goot. Sehr schön die neue Saaldekoration von Arapantinos. Aber der leicht herzige Gebrauch, der neuerdings auf Berliner   Opernbühnen von der segensreichen Institution der Schiebebühne gemacht wird, ift drama turgisch nicht zu verantworten.

Die Komödiantin."

Ufa Theater am Kurfürstendamm  .

K. P.

Nachdem wir schon Duzende von Filmen erlebt haben, in denen das kleine Ladenmädchen den Millionär oder das Tanzgirl den Prinzen bekommt, ist es wirklich fein aftuelles Thema mehr, die Komödiantin gegen die Aristokratie auszuspielen. Aber man kommt uns ja auch historisch und dadurch bekommt die Sache ein anderes Gesicht. Der englische Dramatiker Binero, zuvor selber Schau­spieler, verlegt den amerikanischen   Film in die gute alte Zeit, da

ist Frau Juliane Maciejewski, die älteste Einwohnerin Neuköllns. Das Bezirksamt läßt ein Geschenk über- man Krinolinen und Biedermeierhöschen trug. Und außerdem läßt

reichen.

der Kommunist en im Reichstage eingetreten sind. Mit einem Appell, in das Reichsbanner, das Wegbereiter der Zukunft ist, ein­zutreten, schloß er.

Das Zentrum vertrat Rektor Kellermann, der vor allem eine durchgreifende Demokratisierung der Berwaltung forderte. Der Geist der Verfaffung muß Wirklichkeit werden, namentlich auch in den Artikeln, die das Wirtschaftsleben behandeln. Der demokratische Abgeordnete Ernst Lemmer   sprach in wirkungsvoller Rede über die Feinde der Republik  . Um sie zu bekämpfen, dürfen wir an unseren Führern nicht nur herumnörgeln, nein, neben der Kritik ist auch Gefolgschaftsdisziplin am Blaze. Der Stahlhelm hat durch feine letzten Rundgebungen der Republif offenen Kampf angefagt; wir haben feine Furcht, wei wir wissen, daß unserer Idee die Zukunft und deshalb der Sieg gehört. Mit dem Sturm" von Uthmann und einem Hoch auf die Republik   schloß die Kundgebung.

Keine Klarheit über das Elsaß  . Eine ergebnislofe Kammerschlacht.

Paris  , 9. Februar.( Eigenbericht.)

Der Abschluß der großen Debatte über Elsaß- Lothringen   wird von der gesamten Bariser Presse mit deutlicher Erleichterung begrüßt. Allerdings ist kaum ein einziges Blatt mit dem lahmen Ausgang der großen Redeschlacht zufrieden. Selbst das, Journal", das die Autonomisten mit Feuer und Schwert vernichten will, erflärt, daß die Debatte die Mißverständnisse noch lange nicht beseitigt habe. Das nationalistische Echo de Paris  " bezeichnet die Schlußent­schließung als eine leere Visitenkarte und Leon Blum   beschwert sich im ,, Populaire" darüber, daß in den elf Tagen der Debatte weder die Kammer noch die Regierung den Mut aufgebracht hätten, eine flare Stellung einzunehmen und eine Entscheidung über die fünftige Politik Frankreichs   im Elsaß   zu treffen.

DER ESKIMO

heißt der Roman, mit dessen Veröffentlichung mir im Laufe der nächsten Woche beginnen werden.

Peter Freuchen   sein Autor, erzählt die

Tragödie der Eskimos,

in deren Land die Walfänger einbrechen. Sie nehmen die Frauen der Menschen». wie sich die Eskimos nennen, lehren sie Schnaps trinken, tanzen und lieben», und knechten die Männer. Als end­lich Mala, der Eskimo, dem die Frau genommen und nach wüstem Gelage getötet wurde, sich gegen die Veraerbnis des Walfängerlagers auflehnt, um ins unberührte Land der Menschen» zurückzukehren, folgt ihm die Gerechtigkeit des weißen Mannes und hetst ihn zu Tode, meil er nach den Gesetzen lebi und tötet, die ihm sein Herz und sein Land und nicht die Zivilisation der Weißen vorschreibt. Dies Buch ist nicht das Produkt eines Schreib­stubenmenschen. Peter Freuchen  , manchem unter uns als der Gefährte Rasmussens be­kannt, hat jahrzehntelang unter den Eskimos gelebt und ist ihnen durch Bande des Blutes tief verbunden. Er nahm eine Frau dieses Stammes, und als er jetzt nach Dänemark   heimfand, blieb sein Sohn in Grönland  , mit zwölf Jahren schon ein guter Fänger und ein Mann. Zorn und Liebe schufen dieses Buch.

er ihn im fittenstrengen England spielen. Sidney Franklins Regie hat also Gelegenheit, mit hübschen Kostümeffekten aufzuwar ten, die besonders durch den Kontrast von schwarz und weiß male­rische Wirkungen ergeben. Die Handlung gestaltet er möglichst leicht rische Wirkungen ergeben. Die Handlung gestaltet er möglichst leicht und loder, mischt aber auch einige ernstere Szenen hinein In die Komödiantin perliebt sich auf einem sehr luftig geschilderten Land­ausflug der Enkel des Vizekanzlers. Es folgen nun die üblichen Bühnenbilder und Milieuzeichnungen aus dem Leben der Komödian­ten. Die Verlobung des Liebespaares wird auf der Bühne des Theaters festlich begangen.. Da erscheint wie ein Gespenst der Herr Theaters festlich begangen.. Da erscheint wie ein Gespenst der Herr Vizekanzler und stört das Fest. Immerhin nimmt er die Braut in sein vornehmes Haus, damit sie für das neue Milieu erzogen wird.

Ganz köstlich wird die steifleinene Bedanterie und die unerträgliche

Tyrannei in diesem Hause gezeigt. Das junge lebenssprühende Mädchen explodiert natürlich eines Tages, und da zudem ihre Bühnenkollegen bei ihr erscheinen und den Standal steigern, so bricht das Verlöbnis wieder auseinander. Die Komödiantin fehrt zu den Ihren zurüd, gerät in Rot   und weist stolz die Unterstützung des Kanzlers zurück. Aber der Dramatifer ihrer Bühne weiß den alten Herrn einzuwideln zu einer Subvention für sein neues Stüd, und bei der Probe zu diesem wird das Paar natürlich wieder ver­einigt. Die beiden getrennten Welten haben sich wiedergefunden. Norma Shearers enizüdendes gelöstes Spiel, das viele Nuancen von toketter Luftigkeit bis zum Auftrumpfen und zum starten Aus­drud verlegter Menschenwürde aufweist, nimmt gefangen und heißt alle Bedenken schweigen. Ralph Forbes ist der hübsche nette Junge, den sie beglückt. Grotesk ist der starre, ewig brummige und feine ganze Umgebung tyrannisierende Vizekanzler, den D. P. Seggie sehr charakteristisch darstellt.

I.

gehen. Der Regisseur James Bauer   machte aus ihr eine furcht­bar fade Filmangelegenheit. Durch seine Rollenauffassung bringt er es fertig, die Arbeit der Kriminalbeamten in Mißkredit zu bringen. Durch folche Schilderungen erleichtert man ihnen nicht den Dienst am Publikum. Bei James Bauer   sind nämlich alle Menschen, die eines Verbrechens beschuldigt werden, den sie vernehmenden Krimi­nalbeamten geistig bei weitem überlegen. Ueberdies hat der Re­gisseur bei der Abwicklung seines Films nicht die Spannung, son­dern die Langeweile zu Gast geladen. Sind ihm mal endlich ein paar Spannungsmomente geglückt, so unterbricht er sie sofort wieder und lenkt ab durch andere Bilder. Man fann, bis endlich der wahre Mörder entdeckt wird, zwischendurch ruhig ein paar Arte schlafen, ohne etwas versäumt zu haben.

Hertha von Walter  , der Star, versagt. Man weiß wiederholt nicht, was sie eigentlich will. Sie ist nicht die Frau, mit der man Mitleid hat, sondern die Schauspielerin, mit der man Mitleid bekommt, weil sie nichts tann. Auch Olaf jord fommt nicht zur Geltung. Der Regisseur läßt ihn im Spiel völlig starr bleiben, stellt ihn selbst keinen Augenblick ins richtige Licht, dafür aber seine start pomadisierte Frisur. Manfred Boß ist als Bob Kerkhoff noch der beste. Bas noch lange nicht bedeutet, daß er gut ist. In sehr kleinen Rollen, die von Betty Astor   und Harry Nestor   verförpert werden, pulsiert hingegen wahres Leben. Der Experimentalpsychologe Dr. Thoma machte kriminalistische Experimente mit dem Publikum. Er wandte die Methode an, die mir als Kinder pflegten, indem wir sagten: ,, Aletsch, bätsch, ich sehe mas, was du nicht siehst." Denn zu wirklichen Detektivaufgaben waren die nur eine Sekunde gezeigten Stehlichtbilder doch wohl gar zu ungeeignet. Schließlich sieht man im Leben doch nicht schwarz- weiß, sondern farbig, und nicht flächig, sondern plastisch. Und wenn man den Ertemungsdienst nach Photographien ausüben will, dann vertieft man sich in sic.

Nett aber war eine peinliche ,, beinliche" Angelegenheit. In diesem Film ohne Köpfe trieb ein Mensch, der Mut zum Neuen hat, allerliebsten Unjug. e. b.

Ein vergeffenes Lustspiel. Residenz- Theater:" Der reizende Adrion".

Ein langwieriges Lustspiel von Hans Müller aus ver­schollenen Zeiten( dabei ist es erst vor 15 Jahren hergestellt). Reizend ist Herr Adrian, weil er als berühmter Solotänzer am Opernhaus einen bezwingenden Schwung in den Beinen und im Herzen und daher Verständnis für die vielen verliebten Frauen hat. Er möchte so gern auf die Flatterhaftigkeit verzichten, die sein Beruf mit sich bringt, und mit seiner Frau bürgerlich geruhsam leben. Aber seine Berehrerinnen dürfen nicht wissen, daß er verheiratet ist, sonst wäre der Nimbus dahin. Da stellt sich heraus, daß seine Lieblings­partnerin feine uneheliche Tochter ist. Seelenqual, erwachendes Batergefühl, Anerkennung in aller Deffentlichkeit, moralische Läute­rung. Bon den schlechten Stücken Hans Müllers ist der ,, Reizende Adrian" das schlechteste. Es spricht für die tiefgründige Literatur­kenntnis des Direktors und Regiffeurs Robert Winterberg  , daß er sich dieses völlig vergessenen Luftspiels erinnert. Noch schiefer als die Charakterzeichnung des Autors ist die Darstellung. Leopold Hainisch   legt in seinen Adrian einen tragischen und Lotte Carola in die Rolle der illegitimen Tochter einen leicht­Dgr.

lebigen Ton, der das Stück ganz unmöglich macht.

Für Jugendliche verboten! " Das Beti" von Henry Lavedan.

Das Theater in der Klosterstraße darf auf sein Programm sezen ,, Für Jugendliche verboten". Schlummert dahinter nicht eine Fülle von Sensationen, besonders, da das Stück von Lavedan turz und schlicht ,, Das Bett" heißt? Aber es blieb dem Bublifum angesichts dieser elf Szenen nichts weiter übrig, als die harmloseste Gedankenbrücke zu schlagen und zu schlafen. Leider war das ungeheizte Theater dafür faum der geeignetste Ort, und mancher mag sich von diesem luftigen Aufenthalt als einzige Er­innerung eine dauerhafte Erkältung mitgenommen haben.

Die elf Szenen find für die Bühne unbrauchbar. Dieser Reigen um das Bett und seine Möglichkeiten ist platt, ohne Einfälle und ohne Grazie des Wortes. Die Dinge stehen so eindeutig da wie pornographische Unterhaltungen braver Spießbürger. Man empfindet nicht einmal als besonders unanständig; man friegt beim An­

Das Geständnis der Drei." ören nur einen Brechreiz. Daß einzelne Bilder auch den Men­

Alhambra.

Wer heute über etwas Phantasie verfügt und mit ihr Geld verdienen möchte, der schreibt einen Kriminalroman. Dieser findet dann für gewöhnlich als Film seine zweite Fassung.

So fonnte auch die Preisnovelle ,, Der Mord am Karlsbad  " von Paul Rofenhayn dem Schicksal der Verfilmung nicht ent­

Drahtlose Uebermittlung von Bildern.

Neue erfolgreiche Versuche mit der Uebermittlung von Bildern usw. auf drahtlosem Wege wurden vor einigen Tagen zwischen dem amerikanischen   Sender Rocky Point, Long Island  , und der Mar­conistation Somerton( Somerset  ) gemacht. Die Uebertragung er­folgte diesmal mittels furzer Wellen, und zwar solcher von 22 Meter. In Betracht kommen Wellenlängen von 15, 22 und 40 Meter, die je nach der Tageszeit gewählt werden. Nach dem Bericht der Augenzeugen hat die Uebermittlung diesmal bedeutend bessere Er gebnisse gehabt, als dies bei den früheren Versuchen auf langen Wellen der Fall war. Insbesondere benötigte man weniger Zeit; für die Uebermittlung zweier Bilder im Ausmaß von je 20 zu 25 Zentimeter benötigte man weniger als 20 Minuten. Unter den übermittelten Bildern befand sich eine Photographie des Wollworth Gebäudes und eine Botschaft von der Hand des Sprechers der ameri­tanischen Station.

An die technische Bervollkommnung des Sendedienstes über den Atlantik werden große Hoffnungen geknüpft, von denen sich aller dings noch nicht sagen läßt, ob ihre Berwirklichung einer nahen Butunft angehört. So wird von der nahen Zukunft gesprochen, den jezigen Kabeldienst durch die Uebermittlung des Fatfimiles des Absenders des Telegramms zu ersetzen, d. h. den gesamten Tele­grammverfehr auf drahtlosem Wege zu erledigen.

Professor Beloch   ist nach foeben vollendetem 75. Lebensjahr ge­storben. Beloch   tit geborener Deutscher, meilte aber seit vielen Jahr zehnten in Hom. Er ist der Verfasser des berühmten Bertes über die Bevölkerung der antiken Belt.

schen im Bett zeigen, die Sehnsucht des einzelnen nach Ruhe, nach der sauberen Bürgerlichkeit, die ein frischbezogenes Bett qusdrückt, ändert daran nichts. Keine dieser Szenen ist auch nur annähernd so ausgeführt, daß sie Bühnenberechtigung hat, geschweige denn, daß fie für das übrige entschädigt.

Die Schauspieler, die mit Liebe und Können sich für das Stück 1z. aufopferten, fonnten einem leid tun.

Der

bisher als a. o. Brofeffor an der medizinischen Fakultät der Univer­Die erste Profeffur für Röntgenologie in Deutschland  , fität Köln   wirkende Professor Dr. Rudolf Grashey   wurde auf den neu­gegründeten ordentlichen Lehrstuhl für Röntgenologie( medizinische Strahlenkunde) berufen und gleichzeitig zum Direktor des Röntgen­und Lichtinstituts der Universität Köln   ernannt. Damit ist in Köln  die erste ärztliche Professur für Röntgenologie in Deutschland   ge= schaffen worden; in Paris   und London   bestehen solche schon seit längerer Zeit.

Rußland   baut Theater. Das staatliche Kunstamt in Moskau  veröffentlicht soeben ein Programm, das die gesamte Sowjetrussische Republik mit einem einheitlichen Netz von Nationaltheatern über­ziehen soll. In erster Reihe ist an eigene Theater der verschiedenen nationalen Bölterschaften gedacht, doch werden auch Städte mit mehr als 30 000 Einwohnern, die bisher ohne eigene Theater sind, staat­lich fubventionierte Theater erhalten. Das Programm, das in fünf Jahren durchgeführt werden soll, verlangt einen ersten Kosten­aufwand in Höhe von 250 Millionen Goldrubel. Bei der schlechten Wirtschaftslage der Sowjetunion   wird es allerdings mit der Durch­führung dieses Programms noch gute Weile haben.

Ueber die deutschen   Ausgrabungen in Pergamon   wird der Direfior des Alten Museums  , Geheimral Dr. Biegand, an Hand zahlreicher Lichtbilder ant 19., 20 Ubr, im Hörsaal der Staatlichen Kunstbibliothek, Prinz- Albrecht Straße 7 a, fpiechen. Einlaßfarten erhalten Interessenten tostenlos burch die Geschäftsstelle der Deutsch  - Türkischen   Bereinigung, Berlin   N 24, Friedrichstr. 136, Fernruf: Norden 8689.

Marais   Badewanne. Die Badewanne des französischen   Revolutionä: 3 Marat, in der dieser von Charlotte Corbah ermordet murbe, ist an einen ameritanischen Zirfus befizer ür 400 Dollar berfaust worden. Für das gotterbett der Dubarry, das auch nach Amerita tam, murde ein sehr v höherer Preis bezahlt.