Rr. 151 46. Jahrgang
4. Beilage des Vorwärts
Die organisierte Spaltung.
Abwehrkomitees als Kuliffe.
Die Beröffentlichung der kommunistischen Richtlinien über das Zusammenwirken der Moskaujünger mit den repolutionären" Un organisierten bei Streifs und Aussperrungen sowie der Anweisung zur Aufstellung und Einreichung besonderer Oppositions listen bei den Betriebsrätewahlen erbrachte den schlüssigen Bemeis für die von der KPD. nunmehr planmäßig zur Ausführung tommende Spaltung der Gemertschaften. Damit hat das jahrelang betriebene Versteckspiel der KPD. um die Eroberung der Gewerkschaften sein Ende gefunden.
die
Für die Raffiniertheit, mit der die Kommunistische Partei den Anschein zu erwecken sucht, als sei die Masse der Gewerkschaftsmitglieder durch die Abwehrmaßnahmen der Gewerkschaftsführer im Innersten verlegt und alle gegenfählichen Maßnahmen der„ Opposition" mur eine Folgewirkung der sich aufbäumenden Empörung der Gewerkschaftsmitglieder, bietet der Protestrummel um Amisenthebung des früheren Obmannes der Berliner Rohrleger das beste Schulbeispiel. Freudeftrahlend verkündete die„ Rote Fahne" am 26. März, daß sich die oppositionellen Funktionäre des Matallarbeiterverbandes unter Leitung von Niederkirchyer( dem faltgestellten Branchenleiter der Rohrleger) zusammengefunden haben, um ein Abwehrfomitee gegen Ausschlüsse und Funktionsenthebungen einzusetzen. Wer die verlogene Braris der KPD . nicht kennt, fommt vielleicht zu der Annahme, daß tatsächlich eine aus der Mitgliedschaft gekommene Protestbemegung in dieser Maßnahme ihren Ausdruck findet. In Wirklichkeit haben mir es wieder nur mit einem von der KPD. schon vorher ausge flügelten Borgehen zu tun, und zwar mit nichts anderem als der dadurch eingeleiteten
Gründung der kommunistischen Parteigewerkschaften. Wir sind in der Lage, diese Feststellung wieder einmal mit dem Inhalt eines Rundschreibens des Zentralfomitees der KPD. an die Bezirksleitungen zu beweisen. Es handelt sich um das Rundschreiben Nr. 13 vom 19. März mit der bezeichnen den lleberschrift: Anweisungen des Sekretariats." In diesem Rundschreiben werden Richtlinien über die Zusam menfaffung der Ausgeschlossenen befanntgegeben, die zur Durchführung des 3.- Beschluffes vom 14. März gemeinschaftlich mit Ulbricht als Bertreter beim Etti aufgestellt wurden. Die Richtlinien sollen nur eine vorläufige Regelung sein, denn die Zusammenfaffung der Ausgeschlossenen ist eine Teilfrage des Gesamtproblems der
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Organisierung Zusammenfassung, Registrierung usw. der revolutionären Gewertschaftsopposition",
die in der nächsten Zeit gründlich aufgerollt und gelöst werden mulie Zunächst soll eine Registrierung der Ausgeschlossenen er folgen, und zwar örtlich bei der Opposition in den einzelnen Gewerkschaftsorganisationen, bezirksmeise nach Industrie gruppen. Um die gemerkschaftlichen Interessen der Ausgeschlossenen zu wahren und die Massenmobilisierung der Gewerk schaftsmitglieder und der gesamten Arbeiterschaft gegen die Ausschlüsse zu fördern und den Kampf um die Wiederaufnahme zu verstärken, erfolgt bei allen Ausgeschlossenen eine Beitragserhebung
Verbandstag der Bankangestellten.
Der Allgemeine Verband der Deutschen Bantangestellten hielt am Freitag und Sonnabend im Berliner Gewerkschaftshaus seinen 9. Ordentlichen Berbandstag ab. Nach den Begrüßungsansprachen erläuterte Genosse Marg die wichtigsten Punkte des gedruckt vorgelegten Geschäftsberichtes. Nach einer allgemeinen Darstellung der mirtschaftlichen Entwicklung in den letzten 18 Monaten unterzog er besonders die sozialreaktionären Reform"-Borschläge des Hansabundes und Hugenbergs einer fritischen Betrachtung. Die Angriffe der deutschen Unternehmer fönnen nur durch eine starke freigemertschaftliche Organisation pariert werden. Diese Erkenntnis bricht sich
auch bei den deutschen Bankangestellten mehr und mehr Bahn. In der Berichtsperiode gewann die Organisation 1618 neue Mitglieder, so daß sie am Jahresschluß 1928 insgesamt 11 963 Mitglieder zählte.
in Form von Marten zu 50 Pf. 1 m. und 1,50 m.( in der Regel follen möglichst die früheren Beiträge erhoben werden)." Nach einem Hinweis auf die Herausgabe von Ausmeis farten zum Einkleben der Beitragsmarten heißt es dann weiter: -Jur Berwaltung und Berwendung der Ausgefchloffenenbeiträge merden in jedem Bezirk Revisionsfommissionen in Form von Komitees aus 5 Mann gebildet, von denen drei Mitglieder den Ausgeschlossenen, zmei Mitglieder der innerhalb der Gemertschaften befindlichen Opposition angehören follen."
Auf Beschluß dieser bezirklichen Revisionstommiffionen" dürfen die dieferort gesammelten... Rampffonds" fogar permendet werden, aber die Kommunisten innerhalb der Renifionsfommiffion haben die Sicherstellung des Geldes unter Parteikontrolle zu gewähr. leiffen".
Dieses Rundschreiben ist die logische Fortsetzung der Anweisung zur Bildung besonderer Kampfleitungen, hinter der von vornherein der Wille stand, die dadurch unvermeidliche Spaltung der Gemertschaften zur Gründung fommimistischer Parteigewerkschaften zu be mußen. Zu bedauern sind nur die unter der Leitung von Niederfirchner zusammengetretenen oppofitionellen Funktionäre, die sich einbilden, durch ihr eingeschtes Abwehrfomitee für eigene Ideale zu fämpfen, während sie in Wirklichkeit als Marionetten des unsichtbar im Hintergrunde bleibenden Zentralfomitees der KPD. tanzen.
Daß sie es trotzdem der KPD . nicht recht zu machen vermögen, bescheinigt ihnen die am Schlaß des Rundschreibens enthaltene Beurteilung ihrer Tätigkeit bei den Betriebsrätewahlen:
,, Bei einer fritischen Uebersicht über die bisherigen Ergebnisse der Borbereitung der Betriebsrätemahlen zeigt sich der besondere Mangel, daß es nur in menigen Fällen gelungen ist, zur Durchführung der Betriebsrätemahl und Propaganda der oppofitionellen Lifte in den ersten, von der Opposition einberufenen Belegschaftsversammlungen Wahl ausschüsse die gleich zeitig ein michtiges Einheitsfront organ dar stellen zu bilden. Diese Tatsache zeigt, daß in nicht genügendem Maße das Berständnis dafür norhanden ist, daß die Taktik der Partei bei der Durchführung der Betriebsrätemahlen
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in erffer Linie eine breite, tiefgehende Massenmobilisation zum Ziele hat. Bir verpflichten alle Bezirksleitungen, someit es noch möglich ist, diesen Mangel zu beheben und dafür zu sorgen, daß für die durchzuführende Propaganda für die oppositionellen Listen in den einzelnen Betrieben die notwendigen Dr gane geschafft merden."
Sonntag, 31. März 1929
spruches entstehenden Folgen tragen die Industriellen und der Schlichter. Der Schlichter hat sich durch die übertriebenen Klagen der Unternehmer veranlaßt gesehen, einen Lohnschiedsspruch zu fällen, der einzig und allein den Wünschen der Arbeitgeber Rechnung trägt. Fünfzehn Monate sollen 85 Broz. der Thüringer Metallarbeiter ohne jede Lohnerhöhung arbeiten. Wer will es da nicht verstehen, daß der Schiedsspruch ein st i m mig abgelehnt worden ist?
Kein mitteldeutscher Straßenbahnerstreif.
Der fürzlich vom Schlichtungsausschuß gefällte Schieds. spruch sicht für die Straßenbahner in Magdeburg , Braunschweig , Kassel , Merseburg , Stoßfurt, Jena und Dessau eine Lohnerhöhung non 3 Pf. und für Blauen und Gera eine Erhöhung von 4 Pf. vor. Der Spruch wurde von den Straßenbahnern mit Bierfünftel mehrheit abgelehnt. Damit waren die sagungsmäßigen Vor aussetzungen für Arbeitsniederlegung erfüllt. Die zuständigen Gemerfschaften haben mit den Funktionären der Betriebe beschlossen, den Streit durchzuführen.
Der Arbeitgeberverband hat den Schiedsspruch an genommen und Antrag auf Verbindlichkeitserklärung gestellt. Wie das Wolffbureau meldet, ist die Gefahr des Streifs der mitteldeutschen Straßenbahner durch Verhandlungen im Reichsarbeitsministerium beigelegt worden. Nähere Angaben über die Grundlage der Einigung fehlen.
25 Jahre im Dienst des Landproletariats.
Der Borsigende des Deutschen Landarbeiternerbandes, Reichstagsabgeordneter Georg Schmidt, fann am 1. April auf 25 Jahre Arbeit in der freien Gewerkschaftsbe wegung zurückblicken. Schmidt begann seine Gewerkschaftslaufbahn in der Gärtnerbewegung Süddeutschlands . Der da mals fich neutral nennende Allgemeine Deutsche Gärtnerverein schloß sich dank der Arbeit Schmidts Ende 1903 der freien Gemerf= schaftsbewegung an. 1904 murde Schmidt in die süddeutsche Ber= maltungsstelle des Allgemeinen Deutschen Gärtnervereins nach Frankfurt a. M. berufen, 1908 wurde er Geschäftsführer der Hauptleitung. Seit der Gründung des Deutschen Landarbeiterverbandes im Jahre 1909 ist Schmidt erster Vorsitzender des Verbandes.
Georg Schmidt erfreut sich bei den deutschen Landarbeitern großer Beliebtheit und Achtung. Wir wünschen ihm zu ſeinem Jubiläum, daß er noch recht lange im Ringen um den Aufstieg des Landproletariats wie bisher an der Front kämpfen kann.
Zur Ordnung gerufen.
Borbeugen ist besser.
Seit Jahren werden die Angestellten der Brandenburgischen Brovinzialbank und Girozentrale, einer Körperschaft öffentlichen Rechts, gezwungen, leberstunden in sehr erheblichem Maße zu leisten. Ertranfungen durch Arbeitsüberlastung der Angestellten sind in dem legten Jahre wiederholt vorgekommen. Dies veranlaßt einzelne Abteilungsleiter nicht zur besonderen Rücksichtnahme, sondern zur besonderen Rüdsichtslosigkeit gegent Angestellte. Bei Urlaubsmünschen der Angestellten wird diesen im ungehörigen Ton ihre Krankheit vorgeworfen!
Dieser Schlußsatz zeigt aber auch die Grenzen des tom munistischen könnens. Kein Hinweis auf die Möglich teiten, reale Vorteile für die Arbeiterschaft zu erfämpfen, sondern immer nur den schon beinahe blöd anmutenden Befehl zur Schaffung neuer Propogando organe. Nach solchen Anmeisungen handelnde Funktionäre werden nie den Mitgliedern praktische Vorentschuldigen: hoffentlich wird dieser Herr auch in Zukunft teile verschaffen können, denn gemollt oder ungewollt fie sind mit ihrem Tun nur den Unternehmern dienstbar. Ernst Schulze .
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Verbandskörperschaften. Die bisherigen Geschäftsführer, Genossen Marg und Emonts, wurden gegen zwei Stimmen mieder= gemählt.
Klein, aber scharf!
In der Köpenicker Straße 128 betreibt Herr Frizz Kühnlein eine aus zwei Dampf und vier Handstühlen bestehende Teppich fabrik mit vier Webern und zwei Weberinnen. Geht es ans Lohnzahlen, dann geht der Fabrikant erst mit ein paar Teppichen hausieren. Hat er Glück dabei, dann macht er seinen Arbeitern Abschlagszahlungen auf ihren Lohn. Auch mit der Abführung der Versicherungsbeiträge flappt es nicht in der fleinen
Teppichfabrit.
Als eine Weberin verlangte, daß ihr der verdiente Lohn aus gezahlt werden soll, machte Herr Kühnlein durch Anschlag in feinem Betriebe bekannt, daß er sich derartiges ganz energisch verbiete und Zuwiderhandlung mit fristloser Entlassung beant morte. Die 2ohnzahlung fönne nur zug um 3ug, je nach dem Geldeingang erfolgen. Die Verteilung der Gelbeingänge nehme er nach seinem Ermessen vor unter Berücksichtigung der sozialen Berhältniffe des einzelnen Beschäftigten.
Im Anschluß hieran gab Genojje Emonts einen aus führlichen Rechenschaftsbericht über die Tarifpolifit des Zentralvorstandes. An den Tarifbewegungen des Jahres 1927 mies er nach, wie es der Organisation nicht bloß infolge des Widerstandes der Bankunternehmer, sondern vor allem megen der Sonderpolitit des Deutschen Bantbeamten= vereins nicht möglich war, die berechtigten Forderungen der Bankangestellten durchzusetzen. Auf die Uneinigkeit und die organisatorische Zersplitterung der Banfangestellten ist auch jest mieber das Berhalten der Bantunternehmer zurückzuführen, die die Fordele in vorstellig zu werden, in seinem Betriebe ordnungs- und rung nach einer allgemeinen Gehaltserhöhung um 40 Mart pro Monat für undistutabel erklärt haben. Genosse Emonts wandte sich ganz entschieden gegen die von den Kommunisten und den Unternehmern erstrebte Beseitigung des Schlichtungsmejens.
In der Diskussion zu den beiden Referaten murde somohl die allgemeine Tätigkeit des Zentralverbandes als auch im besonderen feine Tarifpolitik einmütig gebilligt. Eine im Sinne des Referats Emonts abgefaßte Entschließung fomie eine andere Ent. schließung, die gegen die Sonderbestimmungen für das Bankgewerbe im Arbeitsschußgejegentwurf protestiert, wurden einftimmig angenommen.
Der zweite Berhandlungstag wurde eingeleitet durch ein Referat von Prof. Hermberg- Jena über„ Die deutsche Wirtschaft". Prof. Hermberg feßte fich besonders mit der Forderung der deutschen Unternehmer nach erhöhter Kapitalbildung auseinander, die praktisch auf nichts anderes hinauslaufe, als auf die Drosselung der Lebenshaltung der werftätigen Bevölkerung. Abgesehen davon, daß der Kapitalbildung infolge der Stagnation der Bea völkerungsbewegung der Nachfriegszeit und der ungeheuren Bro duktionserweiterung der letzten Jahre heute nicht mehr die Bedeutung wie in der Borkriegszeit beizumessen sei, bestehen genügend Möglich feiten, Rapital aus dem Ausland zu bekommen, ohne Schaden für die deutsche Volkswirtschaft. Die Arbeiter- und Angestelltenschaft müſſe es ablehnen, daß auf Kosten ihrer Lebenshaltung im eigenen Lande mehr Kapital gebildet mird als bisher.
Nach der Erledigung zahlreicher Anträge und der Annahme serschiedener Entschließungen schritt der Verbandstag zur Wahl der
Dieser Ufas veranlaßte die Arbeiterschaft, bei Herrn Kühn gejegmäßige Zustände herbeizuführen. Herr Kühnlein machte seine Drohung wahr. Ein neuer Anschlag verkündete: Der Betrieb mird megen Arbeitspermeigerung des Bersonals mit sofortiger Wirkung still gelegt. Sämtliche Arbeits fräfte samt Meister werden entlassen.
Seine Weigerung, für Ordnung zu sorgen, die Löhne regelmäßig zu zahlen, legt dieser Unternehmer als Arbeitsver weigerung aus!
Neugierige find gewarnt, falls der stillgelegte Betrieb wieder in Bewegung gesetzt wird.
Keine Einigung in Thüringen . Die Metallarbeiter lehnen den Lohnfchiedsspruch ab. Der Schiedsspruch für die Thüringer Metallindustrie hat für die Lohnarbeiter eine Erhöhung des Edlohnes von 77 auf 81 f. gebracht. Die Wünsche der Arbeiter auf Beseitigung von drei Lohngruppen sind vollständig unberücksichtigt geblieben. Der Edlohn in der Lohngruppe 6 soll jegt 73. für Lohn. facharbeiter betragen. In feiner anderen Industrie werden derartig niedrige Löhne gezahlt, als wie das in der Thüringer Metallindustrie der Fall ist. Der Prozentsaz des Frauenlohnes non dem des Manneslohnes ist zu niedrig. In der übrigen Metallindustrie Thüringens find die Wünsche der Arbeiter in freier Bereinbarung mit den Arbeitgebern berüdsichtigt morden. Durch den Schiedsspruch werden 85 Pro3. der Beschäftigten von ieder Lohnerhöhung ausgeschlossen.
Die Berantwortung für die aus der Ablehnung des Schieds:
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Die Direktion hat einen Abteilungsleiter veranlaßt, sich zur
ohne besondere Beschwerden sich den Angestellten gegenüber jo be nehmen, wie es offenbar auch von der Dire? tion gewünscht wird. Bu begrüßen wäre, menn die Direktion von sich aus dem lleberstundenunwesen ein Ende bereiten würde, damit nicht deir Aufsichtsbehörden Veranlassung zur Besichtigung dieses Betriebes gegeben wird.
Reichskonferenz der Reisenden und Vertreter.
Unter Leitung des Verbandsvorsitzenden II r ban fand dieser Tage eine Reichsfonferenz der Reisenden und Bertreter im Zentralperband der Angestellten statt.
Den Bericht der Reichsfachgruppenleitung erstattete Rogo 11. bei den zahllosen Prozessen, die Reisende und Vertreter mit Die Einrichtungen des Verbandes bewähren sich vor allen Dingent den Unternehmern führen.
Die Bedeutung des Reisenden in der Wirtschaft behandelte Beil, der zeigte, daß die Reisenden und Vertreter wohl eine Macht merden, wenn sie ihre Bedeutung richtig einschäßen und in der
großen Berufsorganisation, dem Zentralverband der Angestellten, für gesicherte Anstellungsverhältnisse eintreten. Die geleistete Arbeit murde von allen Teilnehmern anerkannt. Burgemeister legte die gesetzlichen Bestimmungen des Handelsgesetzbuches über Reisenbe und Agenten klar, behandelte die Forderungen, die vom Zentral perband der Angestellten an die Gesetzgebung gestellt werden und zeigte an durchgeführten Prozessen, wie notwendig die angestrebten Gesetzesänderungen sind, um den Reisenden und Vertretern ihre Rechte für ihre geleisteten Dienste zu sichern.
AfA- Funktionäre der Metallindustrie.
Wie bereits mitgeteilt, wird am Mittwoch, dem 3. April 1929, ein Schiedsgericht über die Frage der Gehaltserhöhung einen Schiedsspruch fällen. Am gleichen Tage ist in den Germaniasälen, Chausseestraße 110, um 19,30 Uhr, eine 2f 2- Funktionär Bersammlung. Wir erwarten bestimmt das Erscheinen aller Funktionäre. AfA- Metallfartell.
Butab. Günther.
DWV. Jaeger.
362. Gottfurcht, Lange.
Für die Kölner Metallindustrie ist ein Schiedsspruch gefällt worden, der an Jämmerlichkeit und unzulänglich feit einen Rekord darstellt. Er sieht 3 Bf. Lohnerhöhung auf die Mindestlohne vor. Danach mürden eima 5 Broz. der Rölner Metallarbeiter 1 oder 1% Bf. Lohnerhöhung bekommen, die übrigen 95 Broz aber le er ausgehen. Auch in der Arbeitszeitfrage bringt der Schiedsspruch feinen Fortschritt. Die Neu regelung so bis zum 30. Nopember 1930, also ein Jahr und sieben Monate gelten, und dann erst mit einer Frist von zwei Monaten gekündigt merden können.
Aufgehobene Sperren. Wie uns der Zentralverband der Hotel -, Restaurant und Café- Angestellten mitteilt, find die Differenzen mit dem Restaurant Bum Bantgrafen", Panfom, Schloßstr. 5, beigelegt. Ebenso die Differenzen mit dem Restaurant Scholz, Franf furter Allee 307. Die Sperren sind damit aufgehoben.
Juaendaruppe des Zentralverbandes der Angestellten Am Dienstag, 2. April, finden folgende Beranstaltungen statt: Rorb meft: Jugendheim gehrter Str. 18-19. Seimbefprechung. Uebungs abend des Sprech- und Bewegungschors fällt wegen der Osterferien a us