William Joynson Hick«, der offenbar glaubt, seine Partei k durch lärmende Ausbrüche seines explosiven Temperaments' wieder zusammenfassen zu können. Der Wahlkamzzf wird von zwei Lagern aus geführt wer- den— dem der Liberalen und unserem eigenen. Das so oft angekündigte Wiederaufleben der Liberalen hat jedoch keine Fortschritte gemacht. Vor wenigen Monaten hatte die liberale Partei hektische Flecken auf ihren Wangen, die(Be- sundheit vortäuschten, aber es ist nicht daran zu zweifeln, daß im Augenblick die Ausfichten der Partei so schlecht sind als sie nur sein können. Bevor wir die Diskussion über das Kommunalverwaltungsgefetz begannen, das uns seit Novem- der beschäftigte, kündigte d'e liberale Presse an, daß die Partei in der Debatte eine führende Rolle spielen und den anderen zeigen würde, was eine Opposition ist. Das ganze Gefecht hatten w i r jedoch allein zu bestreiten, die Bänke der Libe- ralen waren praktisch leer, und bei den Abstimmungen war die liberale Partei andauernd getellt. Die Meinungsverschiedenheiten in der liberalen Partei sind aufs neue ausgebrochen. Gerüde in dem entscheidenden Punkt, von dem sehr viel für den Wahlerfolg der Liberalen abhängt, sind die Liberalen indreiLager gespalten: Das eine will die Toryregierung unterstützen, das andere will Lloyd George folgen und oersuchen, selbständig vorzu gehen, das dritte will seine Stimmen der Arbeiterpartei geben. Das Land lehnt es ab, sich von der liberalen Propa ganda beeinflusien zu lasten. Es gibt einige Gebiete, z. B den Südwesten, wo der Liberalismus noch nicht an». Boden verloren hat(die Kandidaten zehren dort von dem Erbe des verstorbenen Lord Oxford), aber es sind eben nur sehr wenige und vereinzelte Wahlbezirke. Der Liberalismus ist in den Industriegebieten entwurzelt. Seine opti- mistischsten Freunde, die sich ein klares Urteil bewahrt haben, geben der liberalen Partei nicht mehr als achtzig Sitze nach der Wahl.' DerKampfderArbeiterpartei ist von Erfolg begleitet. Die Nachwahlen in diesem Jahr sind zu unse- ren Gunsten ausgefallen und die Gemeindewahlen haben für uns alle Erwartungen übertroffen. Das Land erwartet, daß wir gut abschneiden, und es ist mit diesem Resultat ganz zu- frieden. Lord Rothermere macht kein Hehl daraus, daß wir seiner Ansicht nach gegenwärtig die Mehrheit haben. Und auch Mr. G a r w i n gibt murrend und widerwillig zu. daß Lord Rothermere vielleicht recht hat und daß wir in der Tat die einzige Partei mit der Mehrheitschance sind. Die Ruhe des Landes gegenüber dieser Aussicht ist eine außerordent- liche Anerkennung des Erfolges der letzten Arbeiterregierung. Eine Arbeiterregierung wird eine Regierung sein, die sich � nach den Beschlüssen der Partei und den politischen Grund- säßen richtet, die in dem kürzlich veröffentlichten Manifest unter dem Titel„Labour und die Nation" entHallen sind. Drei Dinge werden von uns erwartet: erstens,«ine wistenschaftliche Behandlung des Arbeitslosenpro- b l e m s, dann eine gesunde Finanzpolitik und die Anwendung der modernsten Theorien über die Beziehungen zwischen Finanzpolitik und Industrie, und schließlich«ine auswärtige Politik, die die gesamte europäische Situation berücksichtigt und von der Unterordnung unter die französischen Interesten entlastet wird— eine Politik, die bei Verständnis unserer verwandten Interesten und Notwendig» leiten mit dem Gegensatz zu den Bereinigten Staaten ein Ende macht. Man braucht kein Prophet zu sein, um zu sehen, daß die kommenden Wahlen, wie immer ihr endgültiges Resultat sein mag, das Kräfteverhältnis zwischen den Parteien im Unterhaus von Grund auf zugunsten der Ar- beiterpartei verändernmüfsen.
Gute Zeiten für Freibeuter. Raiffeiseu-Gkaudal und Laudbundpleiien.
Baldwins Wahlprogramm. Loaboa, g. April.(Eigenbericht.) Ministerprösident B a l d w i n wut» am Mittwoch dem Kabinett ein konservatives Aktionsprogramm unterbreiten, das den Kern für dos letzte konservative Budget und das Wahlprogramm der Regierung bilden wird.) In dem Programm wird von der Möglichkeit ausgegangen, daß die Regierung mit einer.zwar sehr verminderten, aber immerhin arbeitsfähigen absoluten Mehrheit von mindesten» ZV Ab- geordneten nach den Neuwahlen ins Parlament zurückkehrt. In seinem Mittelpunkt stehen«ine Reihe von Maßnahmen, die daraus obzielen. der Wirkung der Lloyd Georgeschen Dorschlage zur Be- ieitigung der Arbeitslosigkeit unter den Wählern zu begegnen. Die wichtigsten Punkte beziehen sich direkt oder indirekt auf Maßnahmen zur- Dennindorung der Arbeitslosigkeit. Sie besagen nach Insar- mationen in politischen Kreisen: L Znduskrieschutz. d. h. weilerer Ausbau der Schutzzoll. Politik, 2. Arbeit für arbeitslose Aruaen. die im Lloyd Georgeschen Entwurf völlig unberücksichtigt geblieben find. Z. Straßenbau, wenn auch i« einem gegenüber den liberalen Plänen stark verminderte« Umfange. 4. großzügige Au». wonderongspolllik nach Uebersee . 5. energische Arbeit an der veseitigaag der Elendsquarliere, der sogenannten „Shims". Dieser Plan soll teilweise am IS. April im Budget be- kanntgegeben werden. In semer Gesamtheit dürfte er in der Baldwin-Red« am 18. April dargestellt werden. Außerdem soll Baldwin beabsichtigen, Churchill durch Reoille Chamber- l a i n im Schatzamt zu ersetzen und den gegenwärtigen Schatzkanzler Winston Churchill dafür zu einer Art„M i n i st- r für Ar- beitsbeschasfung" zu machen und ihn ün Rahmen der parla- mentarischen Möglichkeiten hierbei mit diktatorischen Boll- machten auszustotten, wie sie die verschiedenen Ressortminister während der Kricgszeit in Großbritannien besessen haben.
Geipels Nachfolger. Wahrscheinlich ein Gemäßigter. Wien , 0. April. (Eigenbericht.) Der Nationalrat nahm in einer kurzen Sitzung von der Demission der Regierung Kenntnis und oertag:e sich dann. Der chauptausschuß, der nach der Verfassung die Wahl der Regierung vorzubereiten und Porschläge zu unterbreiten hat, wählte den Abg. Finte zum Berichterstatter und vertagte sich dann, da eine Der- ständigung der Portoien über hie Zusammensetzung der Regierung noch nicht vorliegt. Es steht vorläufig nur soviel sest, daß die gemäßigte Richtung der Christlichsozialen den Bundeskanzler stellen wird. Inzwischen Hetzen die cheimwehrführer ununterbrocheir gegen die Sozialdemokratie. In V i l l a ch(Kärnten ) erklärt« z. B. der cheimwehrführar P s r i e m« r. man müsse das rote Wien mit den Waffen in der Faust erobern. Es müsse ein Kampf bis aufs Messer mit den Sozialdemokraten geführt werden.
Die genossenschaftliche Raiff eisen. Bewegung hat mit der kürz. lich erfolgten Liquidation der Deutschen Raiffeisen-Bant«in un- rühmliches Ende gefunden. Schon 1625 wäre die Raiffeisen-Bank zusammengebrochen und hätte damit Zehntausend« von bäuerlichen Existenzen in den Strudel des Konkurses mit hineingerissen, wenn ihr nicht die P r e u ß e n k a s s«, die Zentralbank der landwirt- schaftlichen Genossenschaften, chilfsstellung geleistet hätte. Nach der kürzlich erfolgten Verhaftung des früheren Zaren- offiziers Uralszesf, des Hauptschuldigen an den Verlusten der Raifsessen-Bank, wird die Ocffentlichkeit bald einen Monstre- Prozeß erleben, der auch die größten Standole der Nachkriegszeit weit hinter sich läßt. Der jetzt dingfest gemachte Uralszesf muß in der Tat ein wahres Betnigergenie gewesen sein. Hat er doch der Deutschen Raiffeisen- Bank im Lauf« von knapp zwei Iahren mehr als zwanzig Millionen abgeluchst. Unter der Vorspiegelung, daß er im Besitze hochwertiger Waren. lager und wertvoller Schmucksachen sei. gelang es ihm, von der Raiffeisen-Bank zunächst einige Millionen Kredit zu er- halten, ohne daß die von ihm angegebenen Sicherheiten von der Bankleiwng geprüft wurden. So unglaublich es klingt, ist es doch Tatsache, daß die Raiffeisen- Bant auch dann noch Uralszeff mit weiteren Kreditmillionen stopft«, als er die ersten großen Kredite bei eingetretener Fälligkeit nicht zurückzahlen konnte und der größte Teil der Sicherheiten sich bei genauerer Prüfung als teilweise oder gänzlich wertlos«nt. puppten. Da Uralszeff sich nicht nur auf Kreditschwindel im großen oerstand, sondern auch noch andere„wirtschaftlich« Fähigkeiten" besaß, gelang es ihm. in der gleichen Zeit die Raiffeisen-Bank zu Geschäften zu bewegen, die eine genossenschastliche Bank nie und nimmer hätte anrühren dürfen. Der Erfolg dieser Geschäfte, bei denen sich Herr Uralszeff die unglaublichsten Manipulationen leistete, bestand in weiteren Verlusten von etwa 30 Millionen Mark, so daß der Gesamtverlust der Bank aus dieser„ersprießlichen" Zusammenarbeit mit dem Zaristenofsizier sich auf rund fünfzig M i l l i o n en belief. Kein Work der Kritik kann für die Handlungsweise der führen. den Männer in der Raiffeisen-Bant schars genug sein. Abgesehen davon, daß sie in einer Zeit, wo der kredithungrige Bauer, der doch der eigentliche Träger der Raiffeisen-Organisation war, für seine Kreditwüiffche taube Ohren fand. Millionen und aber Millionen einem wirtschaftlichen Abenteurer zur Verfügung stellten. ließen diese verantwortlichen Direktoren auch noch die elementarsten Sicherhettsmaßregeln außer Acht. Es ist dringend zu wünschen, daß bei dem bevorstehenden Prozeß die wahren Schuldigen
zur Verantwortung gezogen werden und insbesondere muß die Frage untersucht werden, lvwiewell der damalige Leiter der Raifseiseu-Dank. der frühere deulschnattonale Abgeordnete Zustizrat Dietrich aus Preuzlau zum Schadenersatz herangezogen werden kau». Luch die übrigen Mitglieder des Korttrollapparates werden hoffentlich, soweit sie ein Verschulden trifft, regreßpflichtig gemacht werden.,_, Dieser Skandal im landwirtschaftlichen Kreditwesen stellt aber nicht den einzigen seiner Art dar. Noch ist der ün letzten Jahre in Hirschberg erfolgte Zusammenbruch der Wirtschostsgenossen- schaft des Hirschbcrger Landbundes in Erinnerung. Wie uns jetzt aus Hirschberg mitgeteilt wird, hat die genossenschasUich« Zentralkosse des Reichslandbundes e. G. m. b. H. insgesamt Verlust« erlitten, die weil über b Millionen hinaus- gehen. Auch die Berwallung dieser ZentraUasse. die überwiegend unter dem Einfluß des Großgrundbesitzes steht, hat diese schweren Der- lust« in erster Linie ihrer leichtfertigen Kreditgewährung zu verdanken. Außer dem Hirschberger Zusammenbruch in der Resthz- landbundorganisation mußten im letzten Jahr auch die Nieder» lausttzer Landbundgenossenschoft in Kottbus und die landwirt» schastliche Kreisgenossenschaft des Kreises Zauch-Belzig ihren Konkurs anmelden. Die Gesamtoerluste der Zentralkasse allein bei dem Konturs dieser drei Unterorganisationen über- steigen 1 Million Mark. Welch«in Schluderbetrleb bei den Landbundgenossenschasten überhaupt herrschte, zeigen u. a. auch die Vorgänge bei der Warenzentrale des Reichslandbundes in Berlin . Hier trat nach dem Tode des bekannten deutschnotionalen Abgeordneten Dr. Roesicke der Abgeordnete Walter Stubbendorsf seine Herrschaft im Aussichlsrat an. Unter Stubbendorffs Leitung wurde in Erwartung eines 2(X>>M i l- l io n e n k r e d i t o s aus Amerika , der aber niemals zum Abschluß kam. der G e s ch ä f t s u m f a n g der Wa r e n z- n t ra l e innerhalb weniger Monate fast verzehnfacht. Natürlich war diese gewaltsame Ausdehnung von schweren Fehlschlagen begleitet,- die allein dieser warenzentrale de» Reichslaadbundes bi, Ende 1025 7 Millionen Mark verlast brachten. Zur Deckung dieser enormen Verluste wurden höchst bedenk» liche Bilanzfrisuren unternommen. Es ist kein Zufall, daß die gleichen Landbundkreise, mit deren Geschäftspraktiken sich hoffentlich noch der Strofrichter besasien wird, das flache Land mit einer wüsten Heye gegen die Preußen- regierung und die jetzige Staatssorm durchziehen. Es ist ihr eigenes bös«» Gewissen, daß sie zu der Ausputschung der Bauern, zur Steuersobotog« und zur Hetze der offenen Hebellion treibt!
Die kcmmmnfftische Press« veranstaltet«inen Protestfeld- zug gegen den Bulgarenzar Boris, der gestern dem Reichs präsidenten «inen offiziellen Besuch gemacht hat. Dieser Feldzug legt mehr Wert auf Gesinnungslüchtigkeit als auf Richtigkeit der Tatsachen. Am 4. April veröffentlichte die„Rote Fahne" den fol- genden„Eigenen Drahtbericht" aus Karlsruhe in Baden : Karl»rnhe. 3. April-(Eigener Drahtbericht.) Aus zuverlässiger Quell« erfahren wir, daß sich zurzeit der blutige Henker der vulgo. rischen Arbeiter und Bauern, König Boris von Bulgarien, mit Genehmigung der badischen Koalitionsregierung in Sarlsrnh« befindet. Der Arbeiterschaft hat sich«in« ungeheure Erre- g u n g bemächtigt. Au» den Betrieben werden D e l e- gationen zur Regierung gesandt, die die Entfernung de» Arbeitermörders Bari» in Solidarität mit den blutenden Ar» beitern und Bauern Bulgariens verlangen. Sofort trat die Münzenberagarde in Aktion. Das fol- gende Protesttelegromm an den Oberbürgermeister der badi» jchen Landeshauptstadt Karlsruhe wurde abgeschickt: „Dr. Finder, Oberbürgermeister, Karlsruh«. Namens Schriftsteller, Künstler. Akademiker und namhafter Vertreter der organisierten Arbetlerichast erheben allerschärflten
Protest gegen Empfänge des faschistischen Intrigante« Zar Boris von Bulgarien , Schuldiger für unzählige Opfer in Mazedonien und Bulgarien . Festlichkeiten mit diesem Führer bardarischen Terrors sind Deutschland als Kulturstoat unwürdig. Dr. Man, red Georg, Rudolf Leonhardt . Ignoz Wrobel, Siegfried Iacoby." Sehr rasch jedoch trat Schweigen in der kommunistischen Presse ein, dafür las man am 6. April ün„Lötal-Anzeiger": „König Boris von Bulgarien ist heut« morgen inkognito zu mehrtägigem Aufettthalt in Berlin eingetroffen. Er verweili« zuvor etwa zwei Wochen nl» Gast in Earlsruhe in Oberfchlesien. bei seiner mit Herzog Albrecht Eugen von Württemberg vermählten jüngsten Schwester Nadeschda." Es bleibt nur noch die Frage zu klären, w o der findige Berichterstatter der„Roten'Fahne" in Karlsruhe (Baden ) die „ungeheure Erregung der Arbeiterschaft" und die zur badischen Regierung gesandten„Betriebs- delegierten" gesehen hat. Man sticht hier an. einem einwandfreien Beispiel, was es mit der„ungeheuren Erregung der Arbeiterschaft" und den famosen kommunistischen„Bemebsdelegatiorlen" auf sich hat, mit denen die KPD. -Presse Eindruck zu schinden sucht. Die erfinden die Leute von der„Roten Fahne" höchst eigen- händig am Schreibtisch.
Mai-Manifest der Gewerkschasten Abrüstung.— Arbeiterschuh.- Achtstundengeseh.
Amsterdam . 0. April. (Eigenbericht.) Der Imernaiionale Gewerkschastsbund weist in seinem Mai- manifest an die Arbeiter aller Länder darauf hin, daß seit 1880 d'e Arbetterschaft ununterbrochen für Völkerfrieden, Abrüstung, inte»- nationale» Schiedsgerichtsverfahren, Ardciterfchutz und gesetzliche Festlegung des Achtstundentages eingetreten ist. Trotz dem Kellog,,- Abkommen werden die R ü st u n g e n f o r t g e s c tz t. Es ist Pflicht der Arbeirerschait, sich allen Versuchen, militaristischen Geist und militärische Mittel zu stärke�, entgegenzustellen. Die Arbeiterschaft barf keinen Zweifel darüber aufkommen lassen, daß sie sich einer neuen Menschenschlächierei mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln widersetzen wird. Da» Arbeiterschutzprogramm der Washingtoner Konferen,; von ZOZO ist n o ch n i ch t durchgeführt. Den Regierungen und Unternehmern.muß daher gezeigt werden, daß die Arbeiterschaft sich nicht bei Seite drücken lassen und nicht gestatten wird, daß die Reaktion dt« Einlösung der«ingegangenen Verpflichtungen oerhindert. Aus diesen Gründen fordert der International« Gewerkschaft»- bund die Arbeiter aller Länder zumachtvollenKundgebun»
genaml. Ma i»auf: für Abrüstung und Schiedsgerichtsverfahren, Durchführung eines ausreichenden Arbeiterschutzes und gesetzliche Festlegung de» Achtstundentages . Abrüstungsattion der SA). Gens. 0. April. (Eigenbericht.) Am kommenden Montag wird der Vorsitzende der Abrüstung»- tommission Loudon-Holland in Gens eine Abordming des Exekutiv- komitces der sozialistischen International« empfangen. Die Delega- tion, unter Führung von de Brouckirc. Belgien , wird un den Resolutionen der Brüsseler Sozialistenlonferenz und des Exekutiv- komitees die Notwendigkeit der schleunigen Erfüllung des im§ 8 des Völkerbundspaktee gegebenen Adrustungsversprechens betonen. In der Eröffnungssitzung der Abrüstungskommission am 1». April wird London dann über das sozial! st tsche Abrüstungs- verlangen Berich, erstatten. Inzwischen schwillt die Zahl der im Völkerbundssekretariat ein. laufenden sozialiftischen Abrüstungskundgebungen derart an, daß das Schreibmaschinenbureau Mühe hat, die traditionellen Empfangsbestätigungen zu erledigen.