7tr. 166• 46. Jahrgang
2. Beilage des Vorwärts
Mittwoch. 10. April 1929
Reichsbank und Kreditwirtschast. Internationale Geldteuerung kostet Reichsbankgold.— Hugenbergs charakterlose Währungshehe.
Der Wochenbericht der Reichsbank zum 6. April läßt die Aus- Wirkungen der innerdeutschen Geldllemme zum 1. April und der gleichzeitigen internationalen Geldteuerung, die sich gegenseitig ver- schärsen muhten, jetzt klar erkennen. Die innerdeutsche Situation, die in der Bewegung der Kreditgewährungskonten zum Ausdruck kommt, ist günstiger, als nach dem Ansturm aus die Reichsbank vom 1. bis 3. April, wo sich das Quartalsende erst voll auswirkte, zu erwarten war. Die An- forderungen der Wirtschaft blieben so gering, die eigene Kraft der Banken so groh, daß die Wechfelbestände der Reichsbank sich immerhin um 147.4 auf 2148, 4 Millionen und die Lombarddarlehen um 38,5 auf 96,5 Millionen verringern konnten. Die unoer- zinslichen Gelder auf Girokonto st i e g e n gleichzeitig— was ebenfalls eine Lockerung der Geldklemme anzeigt— um 190,4 auf 668,5 Millionen. Daß von den Banken viel Reichsschatzwechsel der Reichsbank auch noch am 6. April übergeben waren— Erhöhung des Bestandes um 86.8 aus 143.8 Millionen—, läßt nicht ohne weiteres auf die Fortdauer einer scharfen Geldklemme schließen. Sonst hätten die Zinssätze für Tagesgeld und auch der Privat- diskont gegen den 6. April nicht scharf zurückgehen können. Der Papiergeldumlauf ermäßigte sich ziemlich stark: um 375,3 auf 4446,7 Millionen bei den Roten, um 38,2 auf 465,5 Millionen bei den Rentenbonkscheinen. Di« Deckung der Noten— sie ist noch immer überstark— durch Gold und Devisen stieg von 56,4 aus 58,8 Proz., die durch Gold allein von 55,6 auf 58 Proz., und zwar trotz der großen Goldverkäufe der Reichsbank, die das zweite interesiante. und für die internationale Lage charakteristische Moment des letzten Reichsbantberichts sind. Bonden Goldverkäufen der Reichsbank haben wir schon mehrfach gesprochen. Die Reichsbant hat seit dem 15. Februar einmal einen Posten von rund 46 und einen Posten von rund 103 Millionen, zusammen rund 150 Millionen ver- kauft. Der letzte Goldoerkauf ging nach Paris an die Bank von Frankreich: eigentlich ist er für New Jork bestimmt: da aber die Bank von Frankreich in New Park große Goldbestände unter- hält, spart die Reichsbonk eine große Frachtkostendifferenz, wenn sie die Bank von Frankreich aus ihren New-Porker Beständen für Deutschland zahlen läßt. Die Berliner Asphalt- und die Hetzpress« stempelt diese Goldverkäuf« zu einer Sensation. Sehr zu Unrecht. Dies« Goldverkäuf« sind nämlich ein einfaches Stück der inter - nationalen Kreditpolitik, und es ist«ine der unverantwortlichen Hugenbergschen Brunnenvergiftungen, wenn er sie mit der Stabilität der Währung in Zusammenhang bringt. Es ist nämlich so. daß die schon oft hier besprochene internationale Geldteuerung ausländische, auf Dollar oder Pfund Sterling lautende Kredite aus
Deutschland wieder nach New Park oder London zurückjaugt und daß die damit«intretend« stark« Nachfrage nach Dollar- bzw. Pfund- „devisen' den Kurs des Dollars und des Pfundes bis zu einem Punkt erhöhen kann, wo es billiger ist, die Frachtkosten für Goldoerschiffung zu zahlen, als beispielsweise noch mehr Mark für die Beschaffung der oerlangten Dollars anzulegen. Deshalb und nur deshalb wird Gold verschickt. Aber auch die Goldverschickung könnte unterbleiben, wenn die deutsche Reichsbank ihre deutsche Kreditgewährung verteuern wollte durch Erhöhung des Diskontsatzes. Ein« solche Beunruhigung der Wirtschaft lohnt sich aber nicht, wenn man hoffen kann, daß die internationale Geldteuerung sich nicht weiter und auf die Dauer verschärft. Gerade das ist aber zü erwarten, nachdem ja auch die Geldknappheft innerhalb Deutschlands nur eine ganz vorüber- gehende ist. Die Goldverschickung statt der Kreditoerteuerung empfiehlt sich heute aber gerade deshalb, weri die Deckung der beut- schen Währung durch Gold so stark und die Nachfrage nach Wirtschaftskrediten in Deutschland jetzt so verhältnismäßig gering ist. Es ist also allein Hugenbergs Gewissenlosig- k e i t, die die Goldverkäufe und den zürzeft etwas höheren Dollar- kurs zu einem großen Ereignis aufputscht. Jahre hindurch stand der Dollar innerhalb der Goldverschiffungspunkte schiecht und die Mark gut, einfach deshalb, weil international die Konjunktur schlechter und die Spekulation kleiner war und weil masienhaft Dollarkredite noch Deutschland strömten. Zu Anfang dieses Jahres war die Bank von England in ähnlicher Lage wie jetzt die deutsche Reichs- dank. Sie Hot Wochen lang Hunderte von Goldmillionen nach New Pork und besonders auch an die deutsche Reichsbank verkauft, statt der gegen englische Pfund Sterling verlangten Dollars oder Reichsmark. Mehr als 8 Pfennig stand das englische Pfund Sterling unter der Parftät gegen Dollar und Mark: die Bant von England oerschickte Gold, weil sie innerenglische Kredite noch nicht verteuern wollte. Am 7. Februar erhöhte sie dann aber den Bankdiskont von auf 5� Proz. Sofort hörten die Goldsendungen auf, weil der steigende Pfund-Sterling-fturs wieder Dollar- und Reichsmarkkäufe empfahl. ' Kein Wort hat der Demagogenherzog Hugenberg damals über die„schwankende Dollarwährung' oder die Er- schütterung der englischen Währung zu sagen gewagt, einfach natürlich, weil ihn die ganze Welt ausgelacht hätte Heute aber spielt er in niederträchtiger Weis« auf den begreiflicherweise vorhandenen Angsttnsttnkten im deutschen Volk, nur um mit seiner hetzerischen Reparationspolitik wieder einmal seine widerwärtige Parteisuppe zu kochen, und zwar unter Ausnutzung der Unauf- geklärtheit seiner in Dummheit erzogenen Leser undAnhänger.
Bergmann scheffelt Gewinne. Rekordumsah von-1912 weit überschritten.
Die Elektroindustrie gehört in Deutschland zu den Industrie- zweigen, die, von einer kleinen Einbuchtung im Jahre 1926 abge- sehen, sich in den letzten fünf Jahren in einem ununterbroche- nen Aufstieg befunden haben. Wenn aber die drei führenden Elektrokonzevn« Siemens, AEG. und Bergmann, deren Entwicklung der gesamten deutschen Elektroindustrie ihren Stempel aufdrückt, nach der Hochkonjunktur von 1927 im letzten Betriebsjahr ihre Umsätze und Gewinne noch durchweg steigern konnten, so will dos für die Lage dieser drei Berliner Großkonzerne allerhand besagen. Die Bergmann- Elektrizitätswerke A.-G. in Reinickendorf .. Rosenthai, die jetzt Geschäftsbericht und Bilanz für 1928 veröffent- licht, steht zwar mit ihrer Kapftalkraft von 44 Millionen weit hinter den beiden Elektroriesen Siemens und der AEG. zurück, gehört aber mit seiner fast 13 000 Mann starken Belegschaft mtt zu den größten Berliner Betrieben. Daß Bergmann in seiner Umsatz- und Ge- winnentwicklung mit seinen großen Konkurrenten in der Brunnen- straße und in Siemensstadt durchaus Schritt halten konnte, zeigt die folgende Tabelle: 1924 1925 1926 1927 1928 in Millionen Mark Geschäftsgewinn«,, 6,9 7,7 7.4 11,1 11.7 Reingewinn.... 2,2 2,6 3.1 4.4 4,4 Dividende in Proz... 5 6 8 9 9 Umsah...... 53 81 75 100 115 Seinen Umsatz konnte Bergmann also seit 1924 wett mehr als verdoppeln, wobei besonders bemerkenswert ist, daß der lOO-ZNillionen-Umsah im Rekordjahr 1927 in dem letzten Betriebsjahr noch um weitere 15 Proz. gesteigert werden konnte. Da die Belegschaft sich gegenüber dieser bedeuten- den Steigerung des Umsatzes seft 1924 auch nicht annähernd in dem gleichen Berhältnis verstärkt hat. kommt in diesen Zahlen die enorme Leistungssteigerung je Mann und Schicht in den Bergmonn-Betrieben zum Ausdruck. Auch die Geschästsge- Winne, die sich seit 1920 gleichfalls fast verdoppelten, haben an- nähernd die gleiche Entwicklung genommen wie der Umsatz. Der Reingewinn, der für 1928 in gleicher Höhe wie im Vorjahre ausgewiesen wird, ist einmal durch heraufgeschraubte Abschreibungen und sodann durch hohe Sonderrück st ellungen vorweg um etwa zwei Millionen gekürzt worden. Merkwürdigerweise geht die Verwaltung in ihrem Geschäftsbericht über die sogenannte„Rück- stellung für schwebende Verpflichtungen', der sie allein 1,8 Millionen zugeführt hat. mit Stillschweigen hinweg. Wie diese Reservepolittk zeigt, hat die Bergmann-Direktion offenbar starkes Interesse daran, ihren Belegschaften und der Qeffentlichkeft einen gegenüber 1927 nicht erhöhten Reingewinn vorzuweisen. Dementsprechend bleibt die Dividende auch unverändert und es werden wieder 9 Proz. an die Aktionäre gezahlt. In ihrem Jahresbericht führt die Verwaltung aus, daß der Auftragsbestand sich im Laufe des Betriebsjahres wesentlich erhöht
hatte und Ende Dezember wieder der Ziffer von Anfang 1928 gleichkam. Das heißt alfo, daß bei Bergmann auch jetzt von einer rückläufigen Konjunktur noch nicht die Rede sein kann. Dies kommt auch m den weiteren Ausführungen des Derwaftungsberichts zum Ausdruck: denn bei der Besprechung der wichtigsten Betriebsabteilungen, der Zentralabtei- lung, dem Turbinenbau, dem Transformatoren- und Apparatebau und besonders auch der Industtteabteilung, welche die einzelnen In- dustrien mit Anlagen, Apparaten und Motoren beliefert, weist die Direktion fast durchweg auf die erhöhte Betriebstätigkeit dieser Abteilungen hin und sieht auch die weitere Entwicklung durch. aus optimifttsch an. Wie die Bilanz zeigt, hat Bergmann für neue Maschinen im letzten Jahre wieder rund 1 Million ausgegeben und fast eine weitere Million in Gebäuden und Grundstücken investiert, ohne daß er dafür Kredite aufnehmen brauchte. Die gesamten Kosten für diese Investitionen in Höhe von fast 2 Millionen wurden aus laufenden Gewinnen„über Betrieb' bezahtt. Trotz dieser Kosten kann Bergmann aber über Geldmangel nicht klagen. So stiegen die gesamten Forderungen von 44 auf 47 Millio- nen, während sich die Schulden in weit geringerem Maße von 27 auf 29 Millionen Mark erhöhten. Di« Direktion von Bergmann hätte also alle Ursache, mit dem Abschluß des letzten Jahres durchaus zufrieden zu sein. Trotz- dem aber hat sie ihre herausforl.lernde Sprache gegen Lohn- und Gehaltsbewegungen beibehalten. Sie wird aber damit weder ihren Belegschaften imponieren noch in der Oeffenttichkett Eindruck machen können, denn Betriebe, die fett fünf Jahren eine ungetrübte Blütezeit erlebt haben, können auch ihren Belegschaften, denen sie ihre reichen Profite in erster Linie verdanken, Löhne zahlen, die nicht nur zur Deckung der dringendsten Bedürfnisse ausreichen.
Wie eine Aussperrung wirkt. Schlechte Bilanz der Duisburg -Ruhrorter Hafenverwaltung Der Jahresbericht der Duisburg -Ruhrorter Hafenverwaltung für 1928 spricht von einem geradezu katastrophalen Rückgang des Hafenverkehrs gegenüber 1927. Der Gesamt- oerkehr in den Häfen beträgt 20 525 144 Tonnen. 1927 wurden 24 694 525 Tonnen umgeschlagen. Das entspricht einem Verlust von über 4 Millionen Tonnen oder 16,8 Proz. Am stärksten ist daran die Kohle beteiligt, auf die mit 14,04 gegen 17,25 Millionen allein über 3 Millionen Tonnen Verkehrsverlust entfallen. Damft bleibt die Kohle 1928 sogar mit über 400 000 Tonnen gegenüber 1924, dem ersten Jahre nach der Inflation, zurück.
Ebenso wie die Kohl« weist auch der Erzumschlag einen Verlust auf. 1927 betrug die An- und Abfuhr in Erz 3,46 Millionen und 1928 nur 2,58 Millionen Tonnen, somit ein Verlust von 0,88 Millionen. Bei Eisen und Eisenwaren wurden 1927 1,3 Millionen, 1928 aber nur 1,08 Millionen Tonnen umgeschlagen, mfthin«in Verlust von über 200 000 Tonnen. Bei der Getreide- anfuhr ergibt sich mit 291 044 Tonnen ein Verlust von fast 109 000 Tonnen gegen 1927 Nur die Holzanfuhr oerzeichnet mit 259 385 Tonnen ein« kleine Steigerung Die Ursachen für den Rückgang liegen in der von den Rhein - schifsahrtsunternehmern im Mai vorgenommenen Aussperrung der Schiffspersonals und einer natürlichen Abwanderung von Getreide und Erz. Di« Aussperrung bracht« die deutsche Rheinschisfahrt für sechs Wochen im Mai und Juni zum Stillstand. Der dadurch ent- standene Verlust im Gesamtumschlag beträgt über 3 Millionen Tonnen. Bei der Kohle sind es allein 2,25 Millionen Tonnen. Die Abwanderung im Getreide ist auf ganz natürliche Vorgänge zurückzuführen. Der 1914 erbaut« Rhein-Herne-Kanol hat einen Teil des Getreideoerkehrs an sich gezogen Ebenso bleibt ein Teil des früher nach Duisburg von Rotterdam kommenden Getreides in Wesel , wo in den letzten Jahren der Getreideumschlag von Duis- burger Firmen eingerichtet worden ist. Auch der Kraftwogenverkehr hat den Getreidetransport ausgefangen. Dann hat Bremen seine Getreideumschlagsvorrichtungen verbessert und dadurch seine« Um- schlag erhöht. Weiter ist die Gesamteinfuhr von Getreide im Reich zurückgegangen. Auch ist eine Verschiebung der Eisenbahntarife zu Ungunsten der Duisburg-Ruhrorter Häfen eingetreten. Dabei hat die Hafenverwaltung den naiven Glauben,«in« Hebung des Getteideumschlages durch Subventionen an die Getreide- spediteure herbeiführen zu können. Wir wollen nicht verkennen, daß die Duisburg-Ruhrorter Häfen zurzeit eine Krise durchzumachen haben und sich gegen die Kon- kurrenz wehren müsien. Der Kamps, die Kohlenmischanlage in den Häfen zu bekommen, hat das bewiesen. Dieser Kampf hat bisher einen schönen Batzen Geld gekostet und wird nach der Fertigstellung wahrscheinlich noch mehr kosten. Das alles aber bedingt immer noch nicht, daß versucht wird, die erforderliche Rationalisie- rung nur auf Kosten der Belegschaft durchzuführen. Es kann und muß von der Verwaltung erwartet werden, daß sie zukünfttg die Belegschaft genau so behandelt wie die angeblich not- leidenden Unternehmer. Städte als Konfummttglteder. Der Magistrat der Stadt Harburg-Wilhelmsburg hat in Ausführung eines Beschlusses des Bürgervorsteherkollegiums den Beitrftt der Stadt zu dem Konsum-, Bau- und Sparoerein „Produktion', Hamburg , vollzogen. In einer Neinen Anfrage eines preußischen Landtagsabgeordneten wurde behauptet, daß dies«in«„wirtschaftspolitische Verletzung der Neu- tralftät bedeute, die Staat und Kommune den Wirtschaftszweigen gegenüber einnehmen sollten. Das preußische Staatsministerlum sollte den Beitritt von Kommunen zu Konsumvereinen ein für alle- mal verbieten. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mit- teilt, weist der preußische Minister des Innern in seiner Antwort. darauf hin, daß der Beitritt der Stadt Harburg-Wilhelmsburg zum Konsumverein„Produktion' eine Angelegenheil der städtischen,- Selbstverwaltung sei. Eine Einwirkungsmöglichkeit des Staates sei nicht gegeben. Ob die ewige hetze gegen die TNilgliedschast von Kommunen in Konsumvereinen nun aufhört? Reue Gewinnabschlüsse bei Vraunkohlen-Petschek. Wie die bis- herigen Abjchlüsse der zur Petschek -Gruppe gehörenden mittel- deutschen und ostelbischen Braunkohlenunternehmungen weist auch der Jahresabschluß der Phönix A.-G. für Braunkohlen - Verwertung erhöhte Gewinne aus. Bei einer von 1,49 auf 1,61 erhöhten Rohkohlenförderung und von 0,5 auf 0,6 gestiegenen Brikettproduktion sind die Betriebsgewinne von 2,4 auf 2,6 Mil- lionen Mark gewachsen. Die bei den übrigen Petschek -Unter- nehmungen stark heraufgesetzten Abschreibungen sind auch bei der Phönix A.-G. um s a st 15 Proz. auf rund 840 000 Mark erhöht. Trotzdem liegt der R e i n g e w i n n mit rund 588 000 M. noch über dem Ergebnis des Vorjahres, während die Dividende mit 6 Proz. unverändert bleibt. Wie nicht anders zu erwarten war, beteuert die Verwaltung im Geschäftsbericht, daß die Preiserhöhung für Briketts die gestiegenen Lohn- und Materialpreise nur teilweise decken konnten. Unterlagen für diese etwas kühne Behauptung gibt Herr Petschek aber nicht. Auch die im mitteldeutschen Revier ge- legenen Brounkohlenwerke des Petschek -Konzerns haben bedeutend erhöhte Gewinne aufzuweisen. So ist der Betriebsüberschuß bei den.Braunkohlenwerken Leonard, die sich fast ganz in den Händen von Petschek befinden, um 15 Proz. auf 2,3 Millionen Mark gestiegen. Dagegen sind die Steuern und Abgaben bemerkens- werterweis« von 0,47 auf 0,46 Millionen Mark zurückgegangen. Aus dem Reingewinn, der trotz bedeutend heraufgesetzter Abschreibungen von fast einer Million von 0,56 auf 0,65 Millionen Mark gewochsen ist, wird die höhere Dividende von 8 und 7 Proz. im letzten Jahr verteilt. Dreißig Millionen neue Pfandbrief« für Wohnungsbau. Die Preußisch» Landespfandbriefanstalt ist für den Neu. wohnungsbaik in den preußischen Provinzen heute das wichtigste Finanzinstitut. Sie hat 25 Millionen 8prozentige Goldpsandbriese vom Jahre 1928 für Wohnungsbauzwecke voll ausverkauft. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteill, werden jetzt neu« 30 Millionen 8prozenttge Goldpfandbriese zum Kurs von äugen- blicklich 98 Proz. ausgegeben und zum Kauf angeboten.
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