Baumbachs Schüler.
Landbündler, die sich bewähren" wollen!
Die Landbundmitglieder, die in Izehoe unter Anklage stehen, meil sie mit Gewalt gegen Steuerbeamte vorgegangen sind, haben außer Sympathietelegrammen von Langtopp und Loof auch ein solches der früheren Angeklagten im Rŋrizer Prozeß, die wegen des Sturms auf das Finanzamt verurteilt wurden, er halten. Das Telegramm der Kyrizer an die Iẞehoer lautet:
,, Kopf hoch! Hoffentlich tönnen wir uns bald zusammen bewähren!"
Das bezieht sich auf die Bewährungsfrist, die den Khrizer Berurteilten vom Gericht gegeben wurde. Als zu Neujahr 1928 der völkische Senatspräsident Baumbach in einem Artitel der Deutschen Juristenzeitung" behauptete, in Berliner Verbrecher freisen gehe das Wort um: Erst flauid, dann bewähr id mir", da fand er den jubelnden Beifall der Rechtspresse und aller rechtsgerichteten Gegner eines modernen Strafvollzugs.
berliner!
Jetzt stellt sich heraus, daß diefes frivole Wort geistiges Eigentum der Rechtsraditalen und Böltischen ist, der Kyrizer und Thehoer Landbündler, nicht der dreimal verdächtigen Alphalt Was sagt das Justizministerium zu diesem Telegramm? Ist diese Berhöhnung eines Gnadenerweiles nicht Grund genug, ihn rüdgängig zu machen?!
Das Paradies im Osten. Anarchisten und Verwandte gegen Sowjetrußland.
Die Sowjetunion ist der einzige Arbeiterstaat," so versichern die Parteikommunisten in jeder Versammlung, in jedem Leitartikel. ,, Moskau ist der Hort der Realtion, so antworten Links kommunisten und Anarchisten. Mit einem umfassenden Material über die Schicksale der Berbannten beweisen sie, daß in Rußland jede Gleichberechtigung, jede soziale und politische Freiheit fehlt. Heute zum Parteiheros erhoben, morgen als Stiefelputzer der Bourgeoisie" beschimpft zu werden, ist das Los der Männer, die es wagen, sich der bosschemistischen Parteibureaukratie entgegenzustellen.
Anarchisten und Linkskommunisten wollen eine großzügige Bropaganda entfalten, um der internationalen Arbeiterschaft Aufflärung über die arbeiterfeindliche Politit Sowjetrußlands zu vermitteln. Mit einer außerordentlich gut besuchten Kundgebung in den Sophiensälen" begannen fie am Donnerstag diese Aufklärungsarbeit. Zu der Versammlung waren Arbeiter aus dem kommunistischen Lager, elegant gefleidetes Bublifum aus dem Besten, Damen im Pelz und Abendtoilette, erschienen. Roder, Dr. Steinberg und Dr. Th. Liebknecht sprachen über die Not der Berbannten und den Berrat der fommunistischen Parteitönige". In Rußland sei die Arbeiterschaft völlig ausgeschaltet. Die Macht haben die zwei Millionen bezahlter Parteisekretäre und Beamten. Sie haben die unbequemen Führer in die Berbannung geschickt und sie auch dort von Ort zu Ort geheßt. Verzweifelte haben die Schmach, von der angeblichen Arbeiterregierung verraten zu fein, nicht ertragen fönnen. Ein Freund Lenins hat sich Dur wenigen Wochen selbst angezündet und ist ver. tnnt, um nicht länger unter den Klauen der GPU. leiden zu miffen.
Arthur Holitscher , ein begeisterter Anbeter Sowjetrußlands, der in der Bersammlung als Diskussionsredner auftreten follte, perließ den Saal, ohne das Wort genommen zu haben. Auch die Sprengtrupps der Kommunisten fonnten in der Versammlung nicht in Attion treten. In Deutschland ist der Arbeiter ja piel freier als in Sowjetrußland," so rief nach den Referaten ein junger Arbeiter in den Saal. Und niemand hat diesem Ausruf widersprochen.
Uns Sozialdemokraten ist das alles nichts Neues, was in der Bersammlung vorgetragen wurde. Aber daß die Tatsachen jetzt auch von jenen Kreifen erkannt werden, die bisher den deutschen Bolschewiften bedingungslos nachliefen, ist immerhin von Interesse.
Die Forderung der Alliierten.
Unter sich geeinigt.
Paris , 12. April. ( Eigenbericht.) Die allierten Sachverständigen haben sich prinzipiell über ihre Mindeſtforderungen geeinigt; sie werden heute ihre gemeinsame Taktik gegenüber der deutschen Delegation festlegen. Nach der Darstellung des Petit Parifien" find die Gesamtforderungen der Alliierten um durchschnittlich 25 Pro3. herabgedrüdt worden. Die von Owen Young vorgeschriebene Ziffer von 8 milliarden ist aber noch lange nicht erreicht. Die franzöfifche Presse versichert, daß diese neue Gesamtrechnung wirklich das äußerste Zugeständnis,„ das lehte Wort" darstelle, doch betont fie, daß nicht daran gedacht werde, den nauen Forderungen die Form eines Dittats oder Ultimatums Eine Ausnahme in dieser Einheitsfront macht Sauerwein im „ Matin", der offenherzig befont, man därfe nicht erwarten, daß Reichsbankpräsident Dr. Schacht zu der neuen Gesamtrechnung ohne weiteres„ Ja und Amen" fagen werde. Man werde weitere 3ugeständnisse machen müffen und wenn Owen Young jeht schon der Rechnung der Alliierten zugestimmt habe, so nur in der Annahme, daß fie eine Verhandlungs grundlage abgeben Berhandlungsgrundlage fönnten.
zu geben.
Die Eisenbahner halten Disziplin.
Der Bezirksvorstand des Einheitsverbandes der Eisenbahner Deutschlands für den Reichsbahndirektionsbezirk Sachsen hat gestern abend unter Beteiligung der Bevollmächtigeln aus ganz Sachsen zu dem Beschlusse der Spihenorganisation, nochmals einen Berftändigungsverfuch zu unternehmen, Stellung genommen. In einer mit großer Mehrheit angenommenen Entschließung wird erwartet, daß die neuen Verhandlungen schnellstens ab. geschlossen werden. Die geschäftsführende Bezirksleitung wird beauftragt, den Berbandsvorstand in Berlin nachdrücklichst auf die in Sachsen bestehende äußerste gespannte Cage aufmertfam zu machen.
Die fächsischen Eisenbahner begrüßen es, daß auch im Bezirt Halle und in anderen Verbandebezirken inzwischen die notwendigen Kampfvorbereitungen getroffen worden sind.
Neue Tarifverträge bei der Berfehrs- A.- G. Durch die Zusammenfassung der Straßenbahn, der Aboag und der Hochbahn in die Verkehrs- A.- G. machte sich die Kündigung der Manteltarife für diese Betriebe notwendig, um einen einheitlichen Manteltarif herbeizuführen, bzw. zwei Verträge und zwar einen
I
Völkische Hetzanfrage.
Lügnereien zugunsten der Fememörder.
anting
Der unglaubliche Mißbrauch, der von den extremen Parteien| dem antisemitischen Abgeordneten hier aus naheliegenden Gründen mit Kleinen Anfragen " getrieben wird, offenbart sich wieder ein mal in einer Anfrage des volfischen Landtagsabgeord neten Gieseler. Herr Gieseler, der in der vergangenen Landtagsperiode
als Berbreiter niederfrächtiger Berleumdungen gegen den Minister Hirtfiefer öffentlich geftäupt
wurde, preist in seiner Kleinen Anfrage " die Fememörder als nationale Märtyrer", welche ihre Opfer der„ wohl. verdienten Todesstrafe" zugeführt hätten.
Weiter behauptet Herr Gieseler, daß die Fememörder ,, ungleich härter behandelt würden als wirkliche Verbrecher mie Mar Hölz, die Eisenbahnattentäter von Leiferbe usw." Dies ist eine bewußte Lüge. Mar Hölz hat volle sieben Jahre im lange Strafzeit nur in Untersuchungshaft und im GeSuchthaus verbüßt, während die Fememörder ihre etwa gleich fängnis abzubüßen brauchen. Die Eisenbahnmörder von Leiferde haben gar eine lebenslängliche Zuchthaus. strafe zu verbüßen, wohingegen siebeneinhalb Jahre Gefängnis die Höchst strafe für die Fememörder darstellen, eine Anzahl von ihnen hat nur fünf Jahre Gefängnis und noch weit weniger zu
verbüßen.
Aehnlich steht es mit der Behauptung des Herrn Gieseler, daß der schwerkranten Mutter des Oberleutnants Fuhrmann ein Besuch bei ihrem Sohn im Gefängnis vom Staatsanwalt Lesser ver weigert worden sei, und zwar angeblich im Auftrage des Just iz ministers. Im Anschluß hieran zitiert Herr Gieseler ein Wort des berüchtigten Finanzmannes der Schwarzen Reichs. wehr, des Herrn von Oppen Tornom, der in einer öffent lichen Bersammlung dieses Bortommnis als„ viehische Gemeinheit" bezeichnet haben soll. Mit anderen Worten:
Herr Gieseler mißbraucht 3mmunität und Kleine Anfrage ", um dem preußischen Justizminister Schmidt den Vorwurf viehischer Gemeinheit zu machen.
Seine Schande im Falle Hirtsiefer scheint ohne Eindruck auf Herrn Gieseler geblieben zu sein.
Tatsächlich liegen die Dinge so, daß Oberleutnant Fuhrmann ein Gesuch um Beurlaubung aus dem Gefängnis(!!) gemacht hat. Dieses Gesuch hat der Oberstaatsanwalt abgelehnt, da Fuhrmann noch 4% Jahre Gefängnis zu verbüßen hat und die
Gefahr einer Flucht, namentlich einer Flucht ins Ausland, das Fuhrmann nicht ausliefern würde, außerordentlich naheliegt. Der Staatsanwaltschaftsrat Lesser, dessen Name von
für das technische und das Verkehrspersonal und einen für die Angestellten.
Die Verhandlungen zwischen der Direktion der Verkehrs- A.- G. und den beteiligten Gewerkschaften über eine neue einheitliche Faf fung des Manteltarifs find nunmehr abgeschlossen.
Auch die Lohntarife wurden gekündigt und eine Erhöhung der Stundenlöhne um 15 Pfennig gefordert. Die Neugestaltung des einheitlichen Lohntarifs ist noch nicht völlig durchberaten.
Am tommenden Mittwoch werden die Funktionäre des Verfehrspersonals sich mit dem Manteltarif wie auch mit dem bis dahin wohl ebenfalls vorliegenden Lohntarif beschäftigen.
Wettlauf mit dem Sturm.
Einzelheiten von der Zornadofatastrophe in Arfanías.
Nach den letzten Meldungen wird die Gesamtzahl der Opfer des Doppeltornados im nordwestlichen Arkansas auf über 50 ofe und 200 Berlegte geschätzt. Ein Eisenbahnzug der Missouri Pacific- Bahn entging nach einem atemberaubenden Wett. rennen mit dem Tornado mit fnapper Not der Zerstörung. Der Lokomotivführer erblickte den heranbraufenden Tornado und fah bereits entwurzelte Bäume durch die Luft fliegen. Doch gelang es ihm, innerhalb weniger Minuten die Geschwindigkeit des Juges auf 70 Meilen zu steigern, worauf es ihm innerhalb einer auf 70 Meilen zu steigern, worauf es ihm innerhalb einer halben Stunde glückte, dem Tornado zu entkommen.
Nach weiteren Meldungen wurden elf Städte vom Sturm heimgesucht. Der Sturm trat plöglich auf, als die Bewohner beim Mittagessen waren. Er begann in Guion im nordöstlichen Teil des Staates. Von dieser Stadt wurde der größte Teil zerstört, drei Bersonen getötet und fünfzig verlegt. Dann nahm der Sturm füdmeſtliche Richtung an und wurde in der Nähe von Swifton durch eine Bergkette nach dem Norden abgelenkt. So tam es, daß die begreiflich, daß hier am meisten Schaden angerichtet wurde. Die Stadt Swifton in eine Art Hegentessel geriet, und es ist Zahl der Toten beträgt hier sechs und 24 Berlegte. Der größte Teil der Stadt liegt in Trümmern. Die Heftigkeit des Sturmes geht daraus hervor, daß ganze Häuser in die Luft gehoben, Bäume entwurzelt und Hunderte von Metern fortgeschleudert wurden. Ein Haus, in dem drei Familien wohnten, soll hundert Meter weit fort gedrückt worden sein, ohne daß die Bewohner zu Schaden kamen.
Unschuldig zum Tode verurteilt? Neue Unschuldsbeweise für einen angeblichen Frauenmörder. Das Wiederaufnahmeverfahren für den wegen Ermordung der Emma Hoge in Osnabrüd zum Tode verurteilten und zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigten Hermann v. Dielingen ist in ein neues entscheidendes Stadium getreten. Rechtsanwalt Dr. Sidney Mendel- Berlin hat fofortige Haftenflaffung und Unterbrechung der Strafvollsfredung beantragt.
"
Der Antrag stützt sich auf ein von dem bekannter Berliner Gerichtsarzt Medizinalrat Dr. Dyrenfurth gemeinsam mit dem Brofeftor, Professor Dr. Walter Steinbi Berlin erstattetes Gutachten, bas bie Urteilsfeststellungen des Schwurgerichts auf das schwerste erschüttert. Das Gutachten, das im Auftrage von Rechtsanwalt Dr. Mendel erstattet und zu den Gerichtsaften ein gereicht ist, tommt zu dem Ergebnis, daß das Obduktionsprotokoll zahlreiche ärztliche Feststellungen vermissen läßt, die für die Beurteilung, wie die Hoge zu Tode gefommen ist, entscheidend find. Die Todesurfache sei infolgedeffen mit Sicherheit nicht festzustellen. Die verstorbene Hoge habe offenbar an einer Schwangerschaftsnlere und schwerer Lebererkrankung gelitten. Es sei außerdem möglich. daß der Tod durch Eindringen von Blutgerinsel in die Lunge ein getreten sei. Der Leichenbefund spreche weder für Erdroffeln noch
hineingebracht wird, hat mit dieser Entscheidung überhaupt nichts au tun, erst recht nicht der Justizminister Schmidt, dessen Entfcheidung bis heute in der Sache nicht eingeholt worden ist!
Dagegen steht einem Besuch des Fuhrmann durch seine Angehörigen im Gefängnis nicht das mindeste im Wege. Da Herr Gieseler die angeblich schlechte Behandlung der Fememörder im Gefängnis betlagt, so möchten wir einmal
anregen,
die amflichen Besuchslisten und Besuchsziffern der inhaftierten Fememörder zu veröffentlichen.
Bielleicht würde daran die Frage zu knüpfen sein, ob hier von einem ordnungsgemäßen Strafvollzug überhaupt nichts, sondern nur an die Kette öder Schimpfereien und Ber noch gesprochen werden kann. Wirtlich gefragt wird in dieser Anfrage" überhaupt
dächtigungen die rhetorische Floskel angehängt, wie fich das
Staatsministerium dazu stelle!
Dies fragt Herr Gieseler am Mittwoch, dem 10. April, Staatsministerium durch seinen Vertreter im Rechtsausschuß sich nachdem am Dienstag, dem 9. April, also am Bortage, das ausführlich zu dem Problem der Fememorde ge.
äußert hat!
Es wird endlich Zeit, daß das Landtagspräsidium derartige Anfragen, die gar keine Anfragen, sondern nur Borwände zu Berleumdungen und Schimpfereien find, nicht mehr zuläßt und daß das Staatsministerium die Beantwortung derartiger Anfragen ablehnt!
Mißglückte Ausrede.
Die Deutsche Tageszeitung" bezeichnet die Behauptung des Ministerialrats hermann im Rechtsausschuß, wonach Professor Grimm, der Berteidiger des Schulz, vor Anfertigung feines Gutachtens die 21 Aftenbände des Falles nicht angesehen habe, als grobe Fälschung". Grimm habe die Aftenbände nicht nur gesehen, sondern sogar abschreiben lassen.
Dies ist aber erst geschehen, nachdem der Herr Femeprofessor fein Rechtsgutachten über den Fall Schulz und seinen Wiederaufnahmeantrag bereits verfaßt und abgelandt hatte. Es ist also vollkommen richtig, daß beide Schriftstücke von ihm ohne Attentenntnis geschrieben worden sind, was übrigens zur Beruhigung der Deutschen Tageszeitung" fei es gesagt in dem Beschluß der Straftammer, der das Wiederaufnahmeverfahren ablehnt, hin reichend hervorgehoben wird.
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für Ertrinfen, sondern laffe mangels ausreichenden Feststellungen zahlreiche Möglichkeiten, auch Herz oder Lungenschlag als Todesursache offen. Die Spuren, die das Schwurgericht für Bürgemale angesehen habe, fönnen ebensogut durch Kleidungsstücke entstanden sein, die bei der im Waffer aufgefundenen Hoge Streifen, Abschürfungen und Einschnürungen hervorgerufen hätten. Auch die Berlegungen an den Lippen böten feinen Anhalt für ein Berbrechen Eine mikroftopische Untersuchung der gesamten inneren Organe, der Lunge, Leber und Milz sowie der Nieren, die bei der Leichenöffnung nicht vorgenommen ist, hätte volle Aufklärung bringen fönnen. Der Zuchthausarzt Generaloberarzt Dr. Bonne hatte ebenfalls in seinem Gutachten Erdrosselung und Ertrinken als Todesursache für aus geschloffen und Herzschlag als vorliegend erklärt.
Die Breslauer Mordtat aufgeklärt.
Die Stiefmutter gesteht.
Die Mordtat an der 21jährigen Elfriede Franzke in der Neudorffstraße ist aufgeklärt. In der vergangenen Nacht fand eine Streife der Schuhpolizei die Stiefmutter der Ermordeten in einer Hausnische. Sie ließ fich willenlos zum Polizeipräfi dium führen und legte dort ein Geständnis ab. Die Frau gibt an, mit ihrer Sticftochter frühmorgens in Streit geraten zu fein und fie erdroffelt zu haben. Sie gab auch zu, die Wohnung in Brand gestedt zu haben. Man nimmt an, daß die Tat in einem Unfall von Jähzorn begangen worden ist.
Ein Boot versant...
3wei junge Leute und ein Mädchen ertrunken.
Steffin, 12. April.
Sechs Mann der Besaßung des hamburger Dampfers Karl Rehder sowie ein junges Mädchen wollten am Donnerstag abend 10 Uhr zu dem zwischen Pfahlgruppen festgemad; ten Dampfer mit einem Boot übersehen. 15 Meter vom Ufer entfernt begann das Boot plöglich zu finfen. Während drei Mann das Land schwimmend erreichen konnten und ein Mann von dem Steuermann eines in der Nähe liegenden Kahnes mit einem Haken gerettet wurde, werden zwei Mann und das Mädchen ver. mißt. Die sofort von der Polizei eingeleiteten Maßnahmen waren bei der herrschenden Dunkelheit und der Strömung der Dder er. folglos. Das plötzliche Sinten des Bootes ist zweifellos auf Ueberlaftung zurückzuführen.
Radio: Wahlreden in England.
Der Sprecher der Arbeiterpartei.
London , 12. April. ( Eigenbericht.)
rede hielt am Donnerstag um 9.15 Uhr Artur Henderson Die zweite durch Radio gehaltene politische Wahl. über das Programm der Labour Party . Henderson, der im Gegen satz zu dem vorwöchigen Redner der Regierung durchaus fachtich gegen die politischen Gegner polemisierte, entwidelte im wesent lichen das Programm der Labour Party . wie es im Birminghamer Bragramm von der Partei beschlossen worden ist. Henderson schloß mit der Feststellung, daß eine zufünftige Arbeiter. regierung einen großen Kreuzzug gegen die Arbeits. Iofigteit und Armut und die herrschenden sozialen Verhältnisse unternehmen werde.
Die Rüdfriffsankündigung Thchiangfaifchets als chinesischer Staatspräsident hat wahrscheinlich nur den 3med, ein Bere trauensuotum und eine Stärfung seiner Machtbefugnisse zu erlangen, um so mehr, als die Entwidlung seit der Besetzung des Gebietes von Hantau durch die Nanting- Truppen eine weitere erheb= liche Stärkung der Zentralregierung gebracht hat.