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den wahrscheinlich ähnliche Reden gehalten wie hier, nur daß die Personen anders heißen und anders eingestellt sind. Wenn das 3entrum beim Konkordat auch seinen Willen durchsetzen will, müßte das preußische Konkordat so aussehen wie das bayerische. So aber wird es nicht aussehen und das ist der Beweis, daß die fluge Zentrumspartei sehr gut weiß, was man in einer Koalitions­regierung erreichen kann.

Edstein hat eine Parallele gezogen zwischen dem Reichskanzler Hermann Müller und dem Parteivorsigenden Hermann Müller .

Mir ist es niemals im Traum eingefallen, den Wählern zu fagen, daß der Panzerfreuzer nicht gebaut wird. Denn ich war kein Prophet und wußte nicht, wie die mehr. heitsverhältnisse im neuen Reichstag sein würden. Niemals habe ich den Wählern in Aussicht gestellt, daß wir im ersten Jahr einer Roalitionsregierung den État der Reichswehr auf 500 Millionen herabsetzen würden. Wichtig aber ist, daß der Reichswehretat zum ersten Male feit der Stabilisierung herabgesetzt wurde, und zwar ersten Male feit der Stabilisierung herabgesetzt wurde, und zwar

von 726,6 auf 666 Millionen!

Wir haben im Wahlkampf 3iele aufgestellt, aber nicht den Wählern vorgegaufelt, daß wir nur in eine Koalitions­regierung hineinbrauchten, um sie sofort zu verwirklichen. Den Kampf um die Regierungsrichtlinien haben wir seit zehn Jahren miterlebt. Alle Programme ändern nichts daran, daß man in der Regierung die verschiedenen Probleme ausbalancieren muß. Der Banzerfreuzer hat gewiß im Mittelpunkt der Wahlagitation ge­standen, vielleicht ein wenig zu sehr. Am 31. März hatte der Reichs­rat beschlossen, der Bau des Panzerfreuzers solle nicht vor dem 1. September beginnen. Bei den Regierungsverhandlungen war mir flar geworden, daß die bürgerlichen Parteien auf den Bau des Panzerfreuzers nicht verzichten würden.

( Die Redezeit wird verlängert.) Danach blieb die Frage übrig, ob mir nach langem Kampf unter dem Druck der bürgerlichen Bar teien nachgeben, oder ob wir nicht von vornherein den Versuch auf geben sollten, die neue Regierung zu bilden. Denn wenn wir nach zwei Monaten aus der Regierung herauslaufen wollten, dann wären wir lieber draußen geblieben.( Lebhafte Zustimmung.) Es ist möglich, daß wir im Kabinett am 10. August eine Mehrheit von sechs zu fünf Stimmen gegen den Bau hätten haben können. Aber am 15. September war das Stimmenverhältnis im Kabinett sieben für den Bau und vier gegen den Bau. Wenn das vorher zu be­rechnen gewesen wäre, hätte der Augenblickserfolg gar feinen Sinn gehabt.

Der neue Reichstag hat mit 255 gegen 203 Stimmen den Weiter­bau beschlossen. Die sozialdemokratischen Minister haben dabei mit der Fraktion gestimmt. Aber ich habe vorher feinen Zweifel darüber gelaffen, daß das eigentlich gegen Sinn und Geist der Weimarer Verfassung verstoße. Was so gute Demokraten wie Wirth, Lemmer und Haas darüber gesagt haben, enthält viel Wahres. Ich habe mich domit rechtfertigen können, daß es sich nur um eine Erbschaft der alten Regierung handelt.

Jezt verlangt der Antrag 177, daß die Minister auch fünftig mit der Frattion gegen die zweite Rate stimmen. Als wir am 10. April 1929 die große Koalition endlich gebildet haben, haben wir festgelegt, daß das Kabinett einheitlich für den Entwurf des Reichshaushaltes in seiner Ge jamtheit eintrete. Wenn Sie das nicht wollten, hätten Sie diese Berabredung nicht eingehen sollen. Nachträglich korrigieren läßt sich dies nicht, nicht als ob ich mich weigerte, die Frattion und ihre Disziplin anzuerkennen, aber

Sie können mir dann nicht zumuten, Reichskanzler zu bleiben. ( Sehr wahr.) Ich bin jederzeit bereit, die Konsequenzen zu ziehen. Uebersehen Sie auch nicht, daß die Verabredung vom 10. April der Fraktion die Möglichkeit läßt, bei ihrer ablehnenden Haltung zu verharren. Ich bin bekannt für einen Mann, der zu feinem Wort steht. Rosenfeld hat geschrieben, es handele sich um die Lösung der sozialen Frage, nicht um Ministersessel. Um minister­jeffet hat es sich bei uns nie gehandelt.( Lebhafte Zustimmung.) Ginge es nur um unsere persönlichen Wünsche, dann gingen wir jeden Tag vom Rosenbett der Ministerherrlichkeit herunter.( Heiterkeit und Beifall.) Es ist eine große Ehre, Kanzler der deutschen Repu­blit zu sein, aber ein Vergnügen ist es wahrhaftig nicht.( Großer Beifall.) Im Interesse der Partei möchte ich auch denen, die die Ministertrise wollen, raten, sich einen anderen Grund auszusuchen. Wenn wir Ende Mai 1929 wegen des Panzerfreuzers die Regierung sprengen, machen wir uns unsterblich lächerlich.( Sehr wahr.) Wir haben in den Jahren 1920 bis 1923 mehrere Ersag­bauten bewilligt, ohne daß jemandem das tindische Märchen vom ,, neudeutschen Imperialismus" eingefallen ist.

Wenn wir freilich mit dem Wehrprogramm die Abschaffung der ganzen Marine festlegen wollen, dann ist damit auch die Koali­tionsfrage praktisch erledigt. Ich anerkenne als Pflicht gegenüber den Arbeitern und namentlich gegenüber der Jugend, nie wieder Krieg zuzulassen.

Bielleicht wäre der Weltkrieg vermieden worden, wenn nicht der Amsterdamer Kongreß 1904 Jaurés die Teilnahme an der fran­zöfifchen Regierung verboten und wenn nicht der deutsche Obrig­freitsstaat die Sozialdemokratie von der Regierung aus­geschlossen hätte.

( Hört, hört! Sehr gut!) Wir verhindern Kriege nicht, indem wir die bürgerlichen Parteien dauernd allein regieren lassen, sondern indem wir die Friedenspolitik in die eigene Hand nehmen und selber führen.( Lebhafter Beifall.)

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Zu unserem Bericht über das Referat des Genossen Ludwig ,, Organisation, Kasse und Preffe" ist richtigzustellen, daß in der neuen Hilfskaffe für die in den sozialdemokratischen Betrieben be­schäftigten Personen feinerlei Beiträge von den Ver­sicherten selbst zu zahlen sind. Die Beiträge werden nur von den Parteigeschäften für die Versicherten aufgebracht.

Chinesisch- russischer Zwischenfall. Hausfuchung und Festnahme im Sowjet- Konsulatin Charbin London, 28. Mai.

Wie Reuter aus Peking meldet, hat die chinesische Polizei eine Haussuchung im fowjetrussischen Konsulat in Charbin veranstaltet und das ganze Personal einschließlich des Generalfonfuls festgenommen. Die Polizei war auf der Suche nach Beweisstüden gegen den nun für einen Empörer er­

Märten chriftlichen" General Fengjuhjiang.

Prozeß Ratschitsch.

Der Mörder fühlte sich beleidigt.

Belgrad , 28. Mai.

Im Berlauf der heutigen ersten Prozeßverhandlung wurde der Im Berlauf der heutigen ersten Prozeßverhandlung wurde der Angeflagte Punisa Ratschitsch vom Gerichtspräsidenten ge­fragt, auf wen er zu erst geschossen habe. Ratschitsch gab darauf folgende Antwort: Ich habe zuerst auf Iwan Pernar gezielt, weil dieser mit größter Erbitterung Beleidigungen ausstieß und weil ich zu der Ueberzeugung gelangt war, daß er unser böswillig. ster Gegner war.(!) Auf die übrigen habe ich geschossen, weil ich mich im Zustande rechtmäßiger Verteidigung befand,

Der Gerichtspräsident ließ darauf die Grklärungen verlesen, die der Angeklagte vor dem Untersuchungsrichter abgegeben hat. In diesen Erklärungen hatte Ratschitsch ein Stimmungsbild über die Stupichtina- Sigung vom 20. Juni gegeben. Er beflagte fich über

Der Prozeß gegen Stinnes.

Zusammenstöße gleich bei der Eröffnung.

Wirth wegen

tätig

3m großen Schwurgerichtssaal des alten Kriminalgerichts be-| tommiffar für die Ablösung von Kriegsanleihebesitz gann heute morgen der große, für mehrere Wochen angesetzte Pro- gewesen sei. Staatsanwalt: Ich sehe mich genötigt, Herrn Besorgnis zeß gegen Hugo Hermann Stinnes jun., feine beiden Direktoren der Befangenheit ab­Erich Nothmann und Wolf Erwin Alexander v. Waldow, zulehnen. Herr Wirth ist am 1. Oftober vorigen Jahres aus ferner gegen den Kaufmann Bela Groß aus Wien , den Kauf- feinem Dienst ausgeschieden, und es bestehen erhebliche Diffe mann Leo Hirsch aus Paris und gegen den Kaufmann Joseph renzen zwischen dem Reich und Herrn Wirth. Schneid.

Den Vorsitz der Verhandlung führt Landgerichtsdirektor Arndt, während die Anklage von Staatsanwaltschaftsrat Ber: liner vertreten wird. Die sieben Angeschuldigten find fämtlich in Untersuchungshaft gewesen, aber gegen Rautionen - Stinnes mußte 1 million hinterlegen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Kurz nach 10 Uhr eröffnete Landgerichtsdirektor

Arndt die Sizung.

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Einen Zusammenstoß gab es sofort, als der Vorsitzende mitteilte, daß Dr. Alsberg bitte, ben im Saal anwesenden Dr. Wirth, der in der Reichsschuldenverwaltung die Sache Stinnes bearbeitet hat, als Sachverständigen neben den beiden vom Gericht geladenen Sachverständigen Dr. Dieben und Assessor Landwehr zu laden. Staatsanwaltschaftsrat Berliner ersuchte diesen Sachverständigen nicht zu laden und forderte von der Verteidigung, die Eignung Dr. Wirths als Sachverständiger nachzuweisen. Rechtsanwalt Dr. Alsberg wies darauf hin, daß Dr. Wirth als Generalreferent für das Bantwesen beim Reichs­

Oberbürgermeister Beims, Magdeburg begrüßte den Sozialdemokratischen Parteitag im Auftrage der Stadt. Beims ist 66 Jahre alt, war Tischler, Meister, Bureauangestellter, Gemeindevertreter, Arbeitersekretär, sozial­demokratischer Bezirkssekretär, Stadtverordneter und Stadtrat und ist seit 1919 Oberbürgermeister in Magdeburg und Bor­standsmitglied des Deutschen Städtetages. Er ist auch Vorsitzen­der des Provinzialstädtetages für Sachsen und Anhalt und seit 1928 Reichstagsabgeordneter für den Wahlkreis Magdeburg , nachdem er der Nationalversammlung und von 1920 bis 1924 dem Reichstag angehört hatte.

die von Raditsch und seinen Freunden gegen ihn vorgebrachten Beleidigungen. Er habe Bernar, der ihn als Plünderer und Dieb behandelt habe, um Entschuldigungen gebeten. Da er aber feine Genugtuung erhalten habe, habe er geschossen. Auf die Frage, ob er das Verbrechen allein oder im Einvernehmen mit anderen verübt habe, erwiderte Ratschitsch, er habe einzig und allein aus eigener Initiative die Schüsse abgefeuert.

Die Reaktion in Bulgarien . Maffenverhaffungen von Bauernparteilern.

Sofia , 28. Mai. ( Eigenbericht.)

Die Polizei verhaftete in Tschernogorowo, wo die lokale Gruppe der Bauernpartei ihr Patronfest feierte, 40 Mitglieder der Bauernpartei, darunter den Parteisekretär, Abgeordneten Jarabanow und andere Sofioter Bauernführer. Die Arrestan­ten wurden in das Pafardjiler Gefängnis übergeführt. Gründe für die Festnahme, welche großes Aufsehen erregt, werden nicht an­gegeben.

Entspannung in Paris .

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Freundlichere Preffeftimmen aber noch feine Einigung. Paris , 28. Mai. ( Eigenbericht.)

Auf der Pariser Sachverständigenkonferenz ist, wenn auch praktisch noch keine Annäherung erzielt werden konnte, doch eine wesentliche Entspannung ein getreten. Selbst im französischen Lager, wo man bisher in der Haltung der deutschen Delegation nur ,, bösen Wil­len" erblicken konnte, gibt man heute die Einigungs. bereitschaft aller Parteien zu. Der Petit Pari sten" erklärt sogar, daß die deutsche Delegation jett

Gile habe, den Abschluß der Konferenz herbeizuführen,

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Ein Verteidiger: Wenn das Gericht Dr. Wirth ablehnt, muß die Verteidigung die anderen vom Gericht geladenen Sach­verständigen ebenfalls ablehnen. Das Gericht zog sich hierauf sigende, daß der Sachverständige Birth zugelassen sei. zur Beratung zurück. Nach Schluß der Beratung erklärte der Vor­

Nach Berlesung des Eröffnungsbeschlusses erhob der Verteidiger Justizrat Davidsohn Einspruch, daß Staatsanwalt Berliner jedem der Schöffen einen Durchschlag der Anklageschrift geben wollte. Nach dem Gesetz sei die Verlesung der Anklageschrift verboten, und die Verteidigung habe die schwersten Bedenken, daß durch die Ueberreichung der Antlage diese Bestimmung um gangen werde. Staatsanwalt Berliner vertrat die Auffassung, daß nach Erkenntnis des Reichsgerichts in verwickelten Fällen, so 3. B. im Barmat- oder Spritweber- Prozeß, es erlaubt sei, jedem Mitglied des Gerichts die Anklage auszuhändigen. Der Vorsitzende war der Meinung, daß auf einen Protest hin die Anflage nicht den Schöffen in die Hand gegeben werden dürfe. Dann aber müsse die Verhandlung in langsameren Tempo geführt werden, um die Laienrichter ins Bild zu setzen.

fönnen. Rechberg betlagt sich zunächst über eine angebliche Ob struttion der Wilhelm straße gegenüber seinen Bersuchen, ein deutsch französisches Militärbündnis abzu­schließen. Er werde sich aber durch diese Quertreibereien, erklärt Rechberg stolz, nicht irre machen lassen, denn er habe schon genügend Erfolge erzielt. Er habe das Kaliabkommen, das Stahlfartell und die Interessengemeinschaft der chemischen Industrie zustande gebracht.

Allerdings".

Wilhelm schmeißt seinen Schatullenverwalter raus. Zu einer Meldung demokratischer Blätter, daß der Schatullen­verwalter des Kaisers beauftragt gewesen sei, eine Organisation zur Rückberufung Wilhelms auf den Thron ins Leben zu rufen, teilt die wilhelminische Generalverwaltung der Deffent­lichkeit mit,

daß der Schatullenverwalter allerdings seines Amtes enthoben würde. Die Behauptungen, die auch diesen Sach­verhalt wieder zu einem Angriff auf die Person des Kaisers und der Kaiserin Hermine darstellen sollen, seien völlig unzutreffend. Also grundlose Kündigung wie im Falle des ,, rausgeschmissenen" Pächters von Kabinen seligen Angedenkens, Es ist feltsam ,. daß die Generalverwaltung verschweigt, aus welchem Grunde nun wirklich der Schatullenverwalter allerdings" entlassen wird.

Neue Verständigungs- Kundgebung. Reichstagsabgeordneter Roßmann spricht in der Aula der Pariser Universität.

Im Festsaal der Pariser Sorbonne fand am Freitag eine große Friedenskundgebung statt. Der Senator de Jouvenel und der frühere englische Völkerbundsdelegierte Lord Robert Cecil gaben in furzen Ausführungen ein Bild der Friedens­bemühungen des Bölterbundes. Es sprachen dann einige franzö fische Kriegsteilnehmer, die ihrem Wunsch nach Frieden flammen­Anschließend lam der sozialdemokratisdje den Ausdruck gaben. Reichstagsabgeordnete Roßmann zu Worte, der von der Ber­fammlung mit stürmischem Applaus begrüßt wurde.

Roßmann erinnerte zunächst an die tatkräftige Hilfe, die das Seppelin Luftschiff bei seiner Notlandung in Frankreich gefunden habe. Unsere moderne Zeit erlebt doch noch Wunder. Wenn ein Deutscher vor nur einer Woche vorausgesagt hätte, daß ein Zeppelin- Luftschiff Frankreich besuchen werde, hätten ihn die Nationalisten als Idioten bezeichnet, aber die Natur kennt die Vor­eingenommenheit des Menschen nicht. Die Notlandung des Luft­schiffes hat uns gezeigt, daß

die Bölfer einander näherstehen als man glaubt.

Es steht außer Zweifel, daß kein Volf sein Glück im Unglüd eines anderen sucht. Gewiß, heute gibt es in Deutschland noch eine Hand­voll Berblendete, die das Heil in einem neuen Kriege sehen. Aber ihre politische Ohnmacht ist überall bekannt und ihre endgültige Diskreditierung wird nicht mehr lange auf sich warten laffen. Die Mehrheit des deutschen Boltes tritt dafür ein, daß der Bölkerbund gestärkt werde, um jeden Krieg unmöglich machen zu tönnen. Jede Macht, die künftig den Frieden bricht, muß wissen, muß spüren, daß sie die ganze Welt gegen sich hat. Erst wenn wir soweit sind, fönnen wir die Ausgaben, die jetzt für Rüstungszwecke verschwendet werden, für kulturelle Zwede nugbringend ver

wenden."

Paul Boncour schloß die Kundgebung mit einer flammen­den Rede auf die Völkerbundsarbeit. Bergeblich bemühten sich die Kriegsheber aller Welt, erklärte er, jede Friedenskundgebung als den Völkerbundspalast als Kasino hinzustellen. Der Völkerbund sei Modemache, jede Völkerbundstagung in Genf als Saisonbetrieb und lezt schon eine große moralische Macht.

5 Jahre Zuchthaus wegen Diebstahls.

damit Stresemann auf der Anfang Juni in Madrid In seiner Mittwochfizung verhandelte das Militärpolizeigericht beginnenden Ratstagung des Wölferbundes den Antrag auf sofortige Räumung des Rheinlandes stellen Landau gegen die 27 Jahre alte Dienstmagd Agnes Dürselen rönne. Gleichzeitig läßt das Blatt ben, Versuchsballon zösischen Stabsarzt beschäftigt war. Nach der Un aus München Gladbach, die in Landau bei einem fran. steigen, daß Deutschland evtl. für die nächsten Monate flage foll sie ihrer Dienstherrschaft Wertgegenstände und Kleibungs noch einen Sonderzuschlag zur Deckung der Bestücke in einem Wert von 1500 mart entwendet haben. Die Ange­sakungskosten zahle, damit der Youngsche Plan sofort in flagte war zum Teil geständig und gab an, daß sie gemeinsam Kraft gesetzt werden könnte. mit einem französischen Soldaten, dessen Bornamen sie nur mit Marcelle fannte, die Tat ausgeführt hat Sie selbst habe von dem Diebstahl nur einige Kleidungsstücke erhalten, während der Mittäter sie in Mülhausen i. E. habe sigen lassen. Von ihm fehlt jede Spur. Das Gericht verurteilte die Angeklagte dem Antrag des Staatsanwalts gemäß zu 5 Jahren Buchthaus.

Der Geschaftlhuber.

Paris , 28. Mai. ( Eigenbericht.)

Zu den Erklärungen Stresemanns erläßt heute der Indu strielle" Arnold Rechberg im Matin" einige Auslassungen, die zumindest als ziemlich unbescheiden bezeichnet werden