Einzelbild herunterladen
 

Nr. 249» 46. Jahrgang 3. Freitag, 31. Mai 1929

Ginn des Kord- Lieferungsgeschäst, Kompliment odei Als am 26. April die Meldung von der Gründung der American I.®. Chemical Corporation bekannt wurde, überraschte insbesondere die Mitteilung, dah dem Anfsichtsrat dieser amerikanischen Tochter- gesellschaft der I. G. Farben auch Cdsel B. Ford angehören werde, der Sohn des bekannten Henry Ford und der Präsident der Ford Motor Company. Vor wenigen Tagen überraschte die deutsche Oeffentlichkeit die Mitteilung, daß der Chemietrust 4» Proz. des Kapitals der deutschen Ford -Tochtergesellschast in Verlin erworben hat und Herr Bosch, der Ches von I. G. Farben, wohl auch dem Aussichtsrat der deutschen Ford -Gesellschaft Vorsitzen wird. Da, Beispiel von General-Moiors und Duponk-Chemie. Wir haben uns imVorwärts� bereits mit der Frage be- schästigt, welchen Sinn diese Verbindung des größten deutschen Chemiekonzerns mit der großen amerikanischen Automobilsirma haben könne. Man muß da zunächst auf einen Parallelsall hin- weisen, nämlich auf die sehr enge Zusammenarbeit zwischen der größten Automobiljirma der Vereinigten Staaten und dem größten amerikanischen Chemiekonzern, nämlich zwischender General Motors Corporation (die Käuferin der Opelwerte) und dem Dupont -Konzern. Die Grundlage dieser Verbindung besteht in billigeren Lieferungen bestimmter chemischer Produtt« an die General Mortors Corporation, in erster Linie Farben und Lacke, serner Zelluloid, einige Kaytschutprodukte usw. Ob mit dieser Zusammenarbeit auch die Jnteressennahme des Dupont - Konzerns an einigen großen amerikanischen Gummi- und Autoreisen­gesell scharten zusammenhängt, ist zwar nicht sicher, aber sehr wahr- jcheinlich. Der Beginn dieser Verbindung liegt etwa zehn Jahre zurück. Gegen Kriegsend«, d. h. nach Abschluß jener Periode, die dem Sprengstoff- und Chemiekonzern Dupont beispiellose Gewinn« ge- bracht hatte, verfügte diese Gesellschaft in so großem Umfang über Geldmittel, daß ein Teil davon in anderen industriellen Werten angelegt werden sollte. Hierzu wurde eine spezielle Gesellschaft ge- gründet, die dann in erster Linie Aktien der General Motors Corporation erwarb. Auf dies« Weise diente dies« Kapitalanlage gleichzeitig dem Absatzgeschäft der Dupont -Gesellschast. denn sie sichert« sich so«inen sehr lauskrästigen Kunden, der auf einigen Produttionsgebieten den größeren Teil st ä n d i g abnehmen sollte. So wurde für Dupont ein großer Teil des Absahe» auf lange Zelt hinan» sichergestellt. während die General Motors ihre Lacke und Forben billiger als ihre Konkurrenten erhielt und dadurch die Selbsttosten der Auto- Mobilherstellung senken konnte. Dies« Verbindung hat übrigens noch«ine andere interessante Seite. Da Dupont nicht weniger als 23 Proz., also fast den vierten Teil des Aktienkapitals der General Motors , besitzt und da die 'General Motors mit 435 Millionen Dollar Stammkapital arbeitet, so ist ollein schon der Dividendengewinn aus dieser Be- teiligung für Dupont ein glänzendes Geschäft. Im Jahr« (927 betrug der ganze Fabritationsgewinn von Dupont 16,58 Mil­lionen Dollar, der Dividendengewinn aus der Beteiligung an der General Motors dagegen 28.94 Millionen Dollar(!!), d. h. dieser Bereiligungsgewinn allein war um 69 Proz. höher als der ganze eigene Fabritationsgewinn. Die großen Gewinne der DupoiU- Gesellschaft und ihr« jetzige groß« Kapitaltrast stammen somit zum größeren Teil aus den Dividendenausschüttungen des Auto- mobilkonzsrn». Ist dies« enge Verbindung, die sich übrigens auch in engen persönlichen Berhältnissen, im mehrfachen Austausch von Aufsichts- ratsmitgliedern usw. ausdrückt, auch ein gutes Geschäft für die beiden Partner, so schädigt sie natürlich die Konturrenz, einerseits die anderen Farben- und Lackfabrikanten, die nicht einen derartig hohen und gesicherten Absatz haben, andererseits die sonstigen Automobilfirmen, die ihre Materialien zu höheren Preisen kaufen müssen. Wir sind deshalb so ausführlich auf diese Verbindung van General Motor » mlt dem Dupont -Chemiekonzern«ingegangen, weil jedermann in Europa wie in Amerika , der von der Beteiligung Fords an der amerikanischen J.-G.�farben-Gründung hörte, annehmen mußte, daß sich hier eine ähnlich« Zusammenarbeit entwickeln werde.

3. G.-Geschästs. Reklame? Oder alles zusammen? Da die Farben- und Lackfabrikation der amerikanischen Untergefell- schast der I. ffi. Farben ausgebaut werden soll, da ferner die I. G. Farben auch Leichtmetalle(Aluminium und Elektronmetall) liesern könnte, ferner auch Zelluloid, späterhin vielleicht auch künst- lichen Kautschuk, alles Dinge fürs Auto, so war der Sinn der Verbindung eigentlich vollständig klar. Bedenken drüben und Wirklichkeiten hüben. Immerhin schien Mr. Edsel Ford die Angelegenheit vor der amerikanischen Oeffentlichkeit doch etwas peinlich zu sein, vielleicht im Hinblick auf die Hetzpropaganda, die von be- stimmten amerikanischen Stellen mit großer Rührigkeit gegen die amerikanischen Interessen der deutschen I. G. Farben entfaltet wurde. Jedenfalls erklärte Edsel Ford , seine Wahl in den Dcrwal- tungsrat der American I. G. sei nur ein Kompliment und einAkt reiner Höflichkeit"' seitens des Generaldirektors Dr. Carl Bosch, der ja auch dem Aufsichtsrat der deutschen Ford - Filiale angehäre. Auf der anderen Seite war der deutschen J.-G.- Farben-Verwaltung der Name Edsel Ford wie auch der der übrigen in den Aufsichtsrat gewählten amerikanischen Kapitalisten will- konnnen, um dem amerikanischen Publikum zu demonstrieren, dah die American I. G. doch eigentlich einen recht starken amerikanischen Einschlag habe. In Deutschland liegen die Dinge nur umgekehrt. Di« Tatsach«, daß Herr Bosch von der I. G. Farben führend in den Aufsichtsrat der Ford Motor Co. A.-G., Berlin ,«ingetreten ist und daß die I. G. Farben einen erheblichen Teil der Aktien dieser Ford-Gesell- schast übernommen hat, ist dem Ford -Konzern der deutschen Oeffentlichkeit gegenüber keineswegs peinlich. Sie dient ihm viel- mehr dazu und das jst durchaus plausibel, großzügig Reklame zu machen, wobei gleichzeitig aus die großen Aufträge der Berliner Ford -Gesellschaft an deutsche Finnen, auch für die amerikanischen Ford-Werke, hingewiesen wird. Hier versucht sich also Ford durch seine engen Beziehung«» zur deutschen I. G. und seine Austrag- geberstellung der deutschen Oeffentlichkeit in empfehlende Erinnerung zu bringen, natürlich alles im Interesse des deutschen Ford -Auto- geschäsls, nachdem Ford» großer Konkurrent, die General Motors , sich durch den Opelkauf zunächst einen Positionsoorteil verschafft hat. Auch diese Methode scheint uns, da sie im wahren Sinn des Wortes kapitalistifch-fortschritUich anmutet, durchaus plausibel, und sie ist in der Tat auch recht interessant. Dolkswirtschaftlich kann, ebenso wie das Gcneral-Motors-Opelgeschäft, auch das Ford-I.-G.- Farben-Geschäft für Deutschland nützlich sein: durch Kostensenkung wird die Konturrenz verschärft, der mit der Motorisierung ver- bunden« volkswirtschaftlich« Zeit- und Kraftgewinn wird verstärkt und beschleunigt. Die vorteil« der beiden Vartner. Die Privatwirtschaft lichen Borteile liegen für Ford klar: einmal die Möglichkeit, bestimmte Produkt« der I. G. Farben billiger als bisher zu beziehen, zweitens Ausnutzung dieser Der- bindung der deutschen Oefsentlichkeit gegenüber zu einer wirksamen Konkurrenzreklame. Andererseits hat die I. G. Farben Aussicht, einen großen Dauerkunden zu bekommen. Daß durch diese Zusammenarbeit aller- ding? die noch selbständigen deutschen Automobilgesellschasten be- nachteiligt werden können, ist Tatsache, ober mit Sicherheit der I.-G.-Farben-V«rwaltung gleichgültig. Gut« Geschäftsleute und sowohl bei Ford als bei der I.<3. Forben sitzen sehr gute Geschäfts- leut« kennen, was ihr Geschäft betrifft, kein« nationalen Grenzen: um so interesianter ist die Ausnutzung nationaler Gefühle, wie sie in Deutschland durch Ford und in Amerika durch die I. G. Farben betrieben wird. Aber auch das gehört zur Psych« des Kapitalismus, besonders des modernsten, wie ihn Amerika heute darstellt und den die I.-G.-Favben-L«ute so eifrig studieren. Es kann übrigens noch«in anderer Parallelfall ge- nannt werden: auch der größte englisch « Ehemiekonzern, die Imperial Chemical Industries Ltd., steht fest Iahren bereits in Verbindung mit der General Motors , die Nobel Industries Ltd., «ine Untergefellschoft des englischen Chemietonzerns, besitzt ein größeres Aktienpaket von General Motors . Es ist aber nicht be- kannt, ob auch hier Materiallieferungen stattfinden. Aeußersten- falls genügt ja der bombige Kurs- und Dioidendengewinn.

Schwache Argumente. Die Diskussion um das Getreidemonopol. Am 19. April hat der von uns kürzlich zitiert- Dr. Justus Schloß, der Herausgeber der.Deutschen Getreidezeitung". in einem von der weltwirtschaftlichen Gesellschaft veranstalteten Dis- kussionsabend über.Die Zukunft der deutschen Getreidewirtschaft" g e g« n die von Dr. Baad« oorgelrag-n-n StabUisierunaspläne der Sozialdemokratie gesprochen. Nach dem setzt bekannten Wortlaut hat er unter anderem gesagt: .Seit jener Zeit(1925) ist ein Zusammenbruch der Roggenpreise nicht wieder erfolgt. Vor allem auch nicht in diesem Jahre, wo wir di- größte Roggenernte seit Kriegsende haben. Es hat sich nämlich inzwischen herausgestellt, daß Polen auch in guten Jahren leinen oder doch nur einen sehr geringen Ausfuhrüberschuß hat. Wenn Dr. Boade Recht hätte, wäre in diesem Jahre ein erneuter Zusammenbruch der Roggenprets« unvermeidlich gewesen." So Dr. Schloß, der Herausgeber der größten Zeitung des deutschen Getreidehandels. Wie allgemein bekannt, hat Polen in- zwischen groß« Roggenmengen auf den Markt geworfen: Der Roggen- preis ist von 268 M. auf 178 M. sc Tonne gefallen. Die Argumente waren also sehr schwach. Herr Dr. Schloß!

AmerikanischeLohn-undKauftrastpoliiik Zum Aerger der deutschen Unternehmer. Daß die Amerikaner natürlich aus gutkopitalistischen Gründen eine Politik der hohen Löhne machen, das ärgert schon immer die deutschen Unternehmer. Roch mehr wird sie aber folgende Meldung ärgern, die au» Boston kommt: Im Zusammenhang mit dem Plan Fords» seineu«uro- päischen Arbeitern Löhne zu zahlen, die' dem amerikanischen Lohn- standard entsprechen, telegraphierte der Warenhausbesitzer File»«

an den Generalsekretär des Völkerbundes, daß er 2S 600 Dollar für die Untersuchung der Lohnoerhältnisse zur Lerfügung stelle, da auch andere amerikanische Fabrikanten, die in Europa Filialen haben, an der Hebung der Kaufkraft der euro - päischen Arbefter interessiert seien." g Preise aussetzen für die Hebung der Kaufkraft das ist schon die höhere amerikanische Gemeinheit!

Entwicklung der Metallmarkte. Die Einschränkungspläne der Kupferproduzenten. Vom internationalen Kupferkartell wurde während der Zeit der riesigen Aufwärtsbewegung der Kupferpreis« stets be- hauptet, daß die Kupferhütten und die Gruben bei der gegenwärtigen Leistungsfähigkeit den gesteigerten Verbrauch nicht befriedigen konnten. Man stellt« die Sache so hin, als ob die Verbraucher, die nervös geworden waren, durch die Preissprllnge und die lieber- teuerung des roten Metalles mehr kauften als sie brauchten, so daß man, streng genommen, von einer Spekulation am Kupfermarkt durch die verarbeitende Industrie sprechen mußte. Die Verbraucher, die sich in Deutschland , in England und in Frankreich erst vor kurzer Zeit zu einem geineinsamen Protest gegen die überspannte Preispolltik. des Kartells zusammengefunden hatten, stritten das natürlich ad und«rllärten. daß nur durch systematische Politik des Kartell» die Berhältniff« entstanden waren. die bis Anfang April in aubeogewöhnlichen Preissteigerungen ihren Ausdruck fanden. Wenn man jetzt davon hört, daß die Kupfer- könige wieder mit dem Gedanken einer Einschränkung der Pro- duktion spielen, so muß man glauben, daß der seiner-eit gegebene Bericht als Begründung für die nicht zu verstehende Ueberteuerung der Kupjerpreise den wirklichen Verhältnissen nicht entsprach und »in« Ausrede für den Kupferwucher war. Di« Anaconda-ftupfer-Gesellschost,«ine amerikanische Hütte, die ungefähr ISO 000 amerikanische Tonnen(I Tonne 908 Kilo) her»

stellt, beabsichtigt, mit Wirkung vom 1. Juni ihre Produktion um 10 Prozent einzuschränken. Dies« Kupferhütte gehört zu den be' deutendsten Unternehmungen der Bereinigten Staaten, denn sie liefert etwa 15 Prozent der derzeitigen Iahres-Weltproduktion. Auch andere Gesellschaften sollen dieselbe Absicht haben, weil die Verhält- niss« sich im Kupfergeschäft während der letzten Zeit erheblich ge- ändert haben. Nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der Metallpreise während der letzten Zeit: IM Kilo lostet-n am 25 März 15. April 28 April 1«. Mai 29 Mai 1929 in Mark Elektrolytkupfer. Z2S.S0 18S.S0 171,50 171,>70.50 Blei.... 5g. 48.50 47,75 47. 46. Zink..... 56, 53.50.53,50 54,- 53, Zinn ..... 451, 420, 412, 411, 403, Alle Metallpreise sind von Ende März bis Ende Mai gefallen. Der Preis von Kupfer ist um 25 Prozent gefallen und die Produzenten haben Angst vor einer Schmälerung ihrer immer noch riesigen Gewinne, deswegen wollen sie die Pro- duktion drosseln. Nach Kupfer hat Zinn den stärksten Preisverlust aufzuweisen. Jinmer wieder versuchen die großen Prvduzentengruppen. den Markt durch Kartellgerüchte nervös zu machen, um Steigerungen der Preise zu erzielen. Infolge des überaus großen Angebotes aber schlagen alle diese Pläne fehl und der Gedanke eines Zusammen- schlusses der Erzeuger wird nicht einmal an der Londoner Börse ernst genommen, wo man doch gewiß genügend Veranlassung hätte, im Interesse de» englischen Zinnaktienmarktes solch« Dinge zu unter» stützen. Das Zimigeschäst war während der letzten Zeit stabil. Man rechnet damit, daß das europäisch« Syndikat auch während der nächsten Monate keine Verschärfung der Einschräntungsmaßnahmen beschließen wird. Trotz größerer Produktion haben die Vorrät« in- folge guter Nachfrage in Amerika und Europa abgenommen. Im großen und ganzen aber macht sich an allen Metallmärkten auch die ungeklärte politisch« Lage bemerkbar. Machierweiterung im Glanzstofskonzern Zusammenschluß mit der holländischen Euka-Gruppe. Die Verhandlungen zwischen den Vereinigten Glanz,- stoff-Fabriken, Elberfeld , und dem holländischen Eula- Konzern haben dazu gesührt, daß ein endgültiger Zu- sammenschluß dieser beiden Kunstseideriesen als gesichert an- zusehen ist. Ob der Zusammenschluß in Form einer völligen Ver- schmelzung oder durch Gründung einer Dachgesellschaft durchgeführt wird, ist im Augenblick nicht entscheidend. Ausschlaggebend ist, daß der Glonzstoff-Konzern, das mächtigste deutsche Kunstseideunternehmen, seine bisher nur lvse Beteiligung an der Eula mit etwa 11 Proz. des Aktienkapitals mit einer ganz bedeutenden Machtcrweiterung durch den Zusammen- schlutz vertauscht. Da die Eula den zweiten holländischen Kunst- seidekonzern Breda beherrscht und der Glanzstoff -Konzern die Bemberg-Gruppe, so wird durch die Vereinigung ein neuer europäi- scher Kunstseideblock Glanzstoff-Bemberg-Euka-Breda geschaffen, der dicht hinter dem europäischen Kunstseidekonzern von Eourtaulds- London rangiert..:- r: Wie sich auch diese Neuverteilung der Machtverhältnisse in der ss Kunstseideindustrie auf die künftige Politik der großen Kunstseide- lonzerne auswirken wird, läßt sich noch nicht übersehen. Soviel ist jedenfalls sicher, daß die englische C o u r t a u l d 5- Gruppe. die in Preisfragen gern ihr« eigenen Weg« ging und mit ihrer' Preispolitik auch das deutsche KunstseideNkortell sprengt«, einem gleich starken Gegner gegenüber vertragsbereiter sein wird. Ob je- doch eine europäische Kunstseideverständigung, die einem Mo- n o p o l einiger weniger Großkonzerne gleich käme, im Jnteresis de� Verbraucher massen erwünscht ist, muß nach den bis- herigen Praktiken der Kunstseidemagnaten stark bezweifelt werden. Bock-Hutfabrik stellt Gewinne zurück. Die Dividendenzahlung fällt aus. Der dividendenlose Abschluß derHeinrich BockHutfabrik A.-G., eines altbekannten Berliner Textilunternehmens, wird all- gemein überraschen, denn die Gesellschaft gehörte mit zu den rentabel. sten Textilbetrieben in Berlin . Wenn aber das Unternehmen nach den fünfzehn- und zehnprozenttgen Dividenden, die von 1924 bis 1927 gezahlt wurden, sein« Aktionäre für 1928 aufsitzen läßt, so bedeutet das etwa nicht, daß es dem Wert schlecht gegangen ist. Einschließlich der sehr hohen Abschreibungen hat die Gesellschaft etwa ein Drittel ihres gesamten Attientapftal« verdient. und' obwohl der größte Teil der Gewinne für die Abschreibungen in Höhe von rund 170 000 M. abgesetzt wird das sind etwa 30 Proz. des ausgewiesenen Gesamtwertes für Grundstücke, Fabrik- anlagen, Maschinenpark, Formen usw., entspricht der ausge» wiesen« Reingewinn einschließlich des letzten Gewinn- Vortrages inunerhin noch einer Dividende von 9 Proz. Soviel ist also sicher, daß Heinrich Bock auch im letzten Jahr recht gut ab- geschnitten hat und es nur vorzieht, sein« Gewinne im Betrieb« weiterarbeiten zu lassen, anstatt sie seinen Aktionären zuzuschanzen. Wie im Geschästsbericht ausgeführt wird, konnte die sinkende Nachfrage im Inland« im letzten Jahr weitgehend durch ver- stärkten Export ausgeglichen werden. Gegenwärtig sind alle Betrieb« gut beschäftigt.

Zeichen für Wirtschastsbelebung. Die Abwärtsbewegung der Rohstoffeinfuhr ist nach dem Wochen- bericht des Instituts für Konjunkturforschung in den letzten Monaten zu einem gewissen Stillstand gekommen. Luch ist der Rück- gong von Beschäsigung und Produttion der Industrie neuerdings von einer leichten Belebung abgelöst worden. Beides sind Momente, die für eine im ganzen günstige Wirtschoftsentwick- lung sprechen.

Flughafeugesellschast für Königsberg . In den letzten Tagen ist in Königsberg die Gründung einer Flughafengesellschait Königsberg erfolgt, an der nach vorliegenden Meldungen Reich, Preußen und Swdt Königsberg beteiligt fein sollen.

fflsn ist nur so alt. wia man aussieht. deshalb benutze manxlftplnq". Olbt«rauen Haaren die Jugend- (arbe wieder. Färbt nach und nach, vollständig unschädlich. Seit 30 jahrcit