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Graham hat schon angedeutet, daß er in einer besonders heiklen Lage sei. und d�ß er mit der Möglichkeit einer neuen Anweisung rechnen müsse, einstweilen verteidige er aber noch die Ansicht des zurückgetretenen Außenministers Chamberloia. der der fjaupturheber dieses, für die nationale« Minderheiten so unbefriedigenden Berichtes ist. Ob aber chenherson die Möglichkeit Hot, bis Dienstag eine iolchs weitgehende Initiative zu ergreifen, ist fraglich. Die Hoff» nung auf ein solches Eingreifen der Arbeiterregierung besteht nur dann, wenn die Reichsregierung unverzüglich in London wissen läßt, wie sehr sie dl« beabsichtigt« Erledigung ihrer Aktion zugunsten der nationalen Minderheiten, die nicht einmal ein Begräbnis erster Klasse ist, bedauern würde. Das schuldige Blatt entschuldigt sich. Madrid , 8. Juni. In Berichtigung seines angeblichen und bereits von deutscher Seite dementiert«n Interviews mit Dr. S t r« s«< mann ocröfsentlicht dos Madrider Abendblatt ,La Doz*(Die Stimm«) eine länger« Erklärung, daß bei der notgedrungen über» stürzten Wfassung des Berichts sich ein« Reih« von Irrtümern, darunter solche von Bedeutung, eingeschlichen hätten. Nach Ausdrücken lebhaftesten Bedauerns erklärt sich das Blatt für verpflichtet, diese Irrtümer sofort wahrheitsgetreu richtig. zustellen und bestätigt zusammenfassend vollinhaltlich die In dem deutschen Dementi enthaltenen Feststellungen Giresemann eingetroffen. Madrid . 8. Juni. (DTD.) Reichsaußenminister Dr. Stresemann ist heute abend mit dem pünktlich einfahrenden fahrplanmäßigen Zug um 8.35 Uhr in Madrid eingetroffen. Der Zug, mit dem der Minister in Madrid eintraf, wurde von dem Herzog von Saragossa , einem Mitglied der spanischen Königsfamilie, geführt, der den Führerstand der Lokomotive wöh- rcnd der ganzen Reise aus spanischem Gebiet nicht verlassen hatte.

Nur keine Steuern! Wie sich die Demokraten die Neichsfinanzpolitik vorstellen. In der Beratung des Haushalts der ollgemeinen Finanzver- »oaltung und für die Kriegslasten im Ausschuß für den Reichshaus- halt erklärte u. a. der frühere Reichsftnanzminister Dr. Reinhold lDem.). daß vor allem die Kapitalbildung in Deutschland wieder gestärkt werden müsse. Die Etotbalancierung werde man auch in den kommenden Iahren durch weitere Ersparnisse suchen müssen. Man müsse jetzt die Gelegenheit wahrnehmen, die Steuer frag« und die Kassen läge zu bereinigen. Die demokratische Fraktion hätte bereits«inen Ausschuß eingesetzt, der ein«« Plan zur steuerlichen Entlastung ausarbeiten iolle, denn ohne solche steuerlich« Entlastung sei«in Aufbau unserer Wirtschaft nicht möglich. Di« Sanierung der. Erwerbslosen» Versicherung dürfe nicht durch Beitragserhöhun- gen oersucht werden. Das würde di« Kapitalbildung hemmen. Seinen Ausführungen trat Abg. Dr. herh(Soz.) entgegen. Cr erklärte, daß seine Parteifreunde, und zwar in Uebereinstimmung mit Ausführungen der Abg. Dr. Brüning(Ztr.) und Leicht (Bayr. Dp.). die Sanierung da Reichsfinanzen für da» oberste all« Gebote hallen. Bis dieses Ziel nicht nach jeder Richtung hin erreicht sei, dürfe an gar nichts anderes gedacht werden. Der Etat für 1928 weise einen Fehlbetrag von ISS Millionen aus, der Etat von 1929 werde einen Fehlbetrag von 154 Millionen ergeben, dazu kommt der Riesenfehlbetrag beim Außer» ordentlichen Haushalt. Zur Sanierung der Reichs- sinanzen gehöre auch, daß wieder ein Betriebsmittelfonds geschaffen werde, der das Reich vor solchen Zuspitzungen bewahre, wie sie jetzt vorgekommen seien. Das allein würde schon höhere De- träge erfordern, als infolge der Pariser Beschlüsse frei werden könnten. Gegenüber den Forderungen, daß grundsätzlich keinerlei neue Aufgaben in Angriff genommen werden dürften, möchte er betonen, daß die Haushalte selbst der im Kriege neutral gebliebenen Staaten rme Schweiz , Holland , Dänemark , Norwegen usw. um das Dreifach« und mehr angeschwollen seien. Das habe seinen Grunkl darin, daß überall in der ganzen Welt«ine Dermehru-Ng uud Stärkung der Staatsfunktionen eingetreten sei. Es sei daher ganz unmöglich, für de« Zukunft jede Inangriffnahme neuer Ausgaben abzulehnen. Steuererleichterungen könnten, wenn überhaupt, erst in letzter Linie ln» Auge gefaßt werden, und er halte dafür, daß für die Wirt- schaff eine ruhige Entwicklung und Stärkung der Relchsflnanzeu weit vorteilhofler fest als etwa heule Steuer» zu fenkeu, uad sie im De. darfsfalle morgen wieder zu erhöhe«. In der Spezialberatung wurden beide Haushatte mit deu Kürzungen, wie sie tn den Anträgen der Regierungsparteien vor» gesehen sind, genehmigt.

Gruß an das Saargebiei. Zur Tagung der Soorvereine. Zur 9. Jahrestagung de» Bunde « der Saaroereine in Münster i. W. hat der Rcichsminister für die besetzten Gebiet«, Dr. Wirth, folgendes Telegramm geschickt: Zur 9. Bundcstagung entbiete ich herzlich« Grüße. Bor zehn Jahren hat der Dersailler Berlrag dt« Abtrennung des Saar. gebiete» von der deutschen Verwaltung ausgesprochen und dt« Saar einem Sonderschicksal überantwortet, dessen Naturwidrigkeit die Hauptsache der Uebel ist. unter denen die Deutscheu an der Saar leiden. E» war aber keine Trennung per Herzen. Unlöslich stehen die Deutschen im Reich und an der Saar zusammen als Glieder«ine, und desselben deutschen Stoatsvolkes. Boll Sehnsucht erwarten sie die Wiedervereinigung zum gemeinsamen staatlichen Sein. Möge auch die Kundgebung des Bundes der Saarvereine den Volksgenossen der Saar zeigen, daß wir ihre Leiden und Hoffnungen teilen, aber auch unermüdlich mit ihnen arbeiten zum Siege unseres Rechts/

Leo Trotzky hat in Konftantinopel die Einreiseerlaubnis nach England beantragt, um sich ärztlich behandeln lasten und wissen« lchafUich arbeiten zu können. Gleichzeitig hat er dieses Gesuch an Macdonald telegraphiert. Der Retchsoerband der deutschen Presse hält zurzeit seine Dele- giertentagung In Bremen ob. Der Senat empfing die Tellnehrner im Rachaus.

Auch einFührer". Hugendcvg gegen Deutschland . Herr Dr. Hugenberg hat die Freundlichkeit gehabt, durch denInternational News Seroice' dem amerikanischen Volke mitznteilsn, wie er das Ergebnis der Pariser Verhandlungen beurteilt. Hugenberg ist nicht Deutschland , er ist nicht die deutsche Regierung, er ist nicht der Chef einer Opposition, die demnächst zur Regierung berufen wäre-, denn mit solcher Führung hat keine Oppossticm Chancen, jemals zur Regierung zu gelangen! Das ist gut so denn Hugenberg wütet heute um so bösartiger gegen die deutschen Interessen, als seine Störungsabsichten vor den Verhandlungen und während der Verhandlungen wirkungslos geblieben sind. Hugenberg erklärt den Amerikanern: �Das Ergebnis ist kein endgültige», weil Deutschland die ihm in dem Pariser Abkommen auferlegten Tributlaste» nicht zu trmge» vermag. Die Gefahr einer Wirtschaftskrise und einer Währungskrise in Deutschland ist bestenfalls nur o e r s ch o b e n. Sollte.eine deutsche Regierung e» über sich bringen, trotz der Er/enntnis der Unerfüllbarkeit ihren Namen unter einen Dertrag zu setzen, dem die Bedingungen von Paris als Unterlag« dienen, so wäre diese Unterschrift eine Unehrlich» keit. Die Anleihen, die Deutschland auch noch weiter zur Verfügung gestellt werden, verschleiern die Krise und fördern di« Verschuldung der deutschen Wirtschaft, ermöglichen aber keinen Wiederaufbau. Sie nützen daher Deutschland nichts. Unter der Last der Pariser Abmachungen ist Deutschland nicht in der Lage., diese Anleihen zurückzuzahlen."' Es ist das alte Lied: Amoklauf gegen die deutschen Inter - essen, Hetze gegen den deutschen Kredit, glücklicherweise so wirkungslos wie sie boshaft ist. Was würde geschehen, wenn ernsthafte Kreise im Ausland Herrn Hugenberg ernst nehmen würden! Dann hätte Herr Thyssen die Krise, die er braucht! Würden wir Hugenberg für eine polltische Potenz halten, so würden wir gegen sein Wüten gegen Deutschland alar- Mieren. So aber warten wir die Lösung einer innerpolitischen Frage ab der Frage, wie lange die Deutschnationale Volks- partei die Führung dieses Narren noch ertragen wird.

Die Welirevolution und das Rindvieh. Sin versäumter Ordnungsruf. Im Reichstag ereignete sich am Sonnabend nachmittag ein be- merkenswerter Zwischenfall. S e v e r i n g sprach und hielt alles im Bann seiner Red«. Als er nun auf die Graßmäuligkeit der Kommunisten zu sprechen kam und die rhetorische Frag« stellte, ob

denn jemand an den Ausbruch der Weltrevastcklon am kommenden 1. August glaube, war der Abg. Maddalena(KPD .) so von der Logik der Rede gefangen, daß Ihm die Antwort entschlüpfte:Das glaubt ja niemand!" Das Haus quittierte nüt Heiterkeit über dieses Geständnis: bei den Kommunisten herrschte einig« Bo- tretenhcit. Plötzlich aber hörte man einen Ausruf des Abg. H ö l l« I n(KPD .), der sich gegen den Abg. Maddalena(KPD .) richtete und gerade kein« Schmeichelei darstellt«. Er lautete nämlich: Du dummes Rindvieh!" Da während dieses Zwischen- falle, im Saal« stark« Unruhe herrschte, wurde dieser Ruf vom Reichstogspräsidenten L ö b e überhört, und so unterblieb das an sich erforderlich gewesene Einschreiten. Da sich jedoch der Präsident über den Lorsall Bericht erstatten ließ, darf man erwarten, daß zu Beginn der nächsten Sitzung der Abg. Höllein(KPD .) wegen Be- leidigung des Abg. Maddalena(KPD .) noch nachtraglich zur Ordnung gerufen werden wird.

Verewigung des Mittelalters? Kein« verfossvugsändernde Mehrheit für das Standes» herrengeseh im Ausschuß. Der Rechtsausschuß de» Reichstage« beschäftigte sich am Sonnabend mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Regelung älterer staatlicher Renten. Es handelt sich dabei um den Wegfall von landesherrlichen und standesherrlichen Renten. Die grundlegenden Paragraphen 1 und 3 wurden unter Ablehnung der dazu vorliegen» den Anträge der Deutschnationalen , der Sozialdemokraten und der Kommunisten in der Foflung der Regierungsvorlage angenom­men. Die Mehrheit bestand aus den Vertretern des Zentrums, der Demokraten, der Sozialdemokraten und der Kommunisten, reicht also zu einer Verfassungsänderung nicht aus. Falls sich im Plenum nur dieselbe Mehrheit ergeben sollte, würde das Gesetz also als gescheitert anzusehen sein! » Kommt das Gesetz nicht zustande, so mutzten die Länder nach wie vor Renten an die Standesherren zahlen, die auf Gerechtsamen beruhen, die weder mit den heutigen ver- sasiunasmäßigen Verhältnissen noch mit den heutigen Moral- begriffen vereinbar sind._ Die Volksschuttasten in Preußen. Oer Hauptausschuß wünscht Vorlage eines Gesetzentwurfs. Der Hauptausschuß des Preußischen Landtag » beendete am Sonnabend di« Beratung über die Frage der Verteilung der Volks» schullaften. Der Berichterstatter. Abg. König(Soz.), schlug eine Eni» s ch l i e ß u n g vor, wonach das Staatsministerium ersucht wird, im Lauf« des Rechnungsjahres 1929/30 einen Gesetzentwurf über die Neuregelung der Dolksschulunterhaltung so rechtzeitig vorzu­legen, daß sie mit Wirkung vom 1. April 1930 in Kraft tritt. Dieser Antrag wurde nach kurzer Aussprache angenommen.

Das Ergebnis von Paris . Würdigung in der französischen presse.

Part». 8. Juni. (Eigenbericht.) Zum Abschluß der Sachverständigenberatung sagen die Blätter, daß zwar der Bericht keineswegs als großer Erfolg Frankreichs an. gesehen werden könne, immerhin aber unbestreitbar« B o r t e i l e enthalte, so vor allem die nun«rreichte Deckung der Schulden. Zahlungen an Amerika und die Kommerzialisierung eines Teiles der deutschen Schuld. Bor allem verzeichnet man einen weiteren Fortschritt auf dem Wege zur deutsch-französi» schen Annäherung. DerT e m p s" sagt, Deutschland hob« zwar den Alliierten viele Vorteil« abgerungen, so die Verminderung seiner Schuld um jährlich 500 Millionen, die Befreiung der deutschen Wittschast von der ausländischen Kontrolle und die Mäglichkeit einer o v r z e i> tlgen Räumung des Rhelnlandes. Nun sei«ine weiter« wich- tige Etappe auf dem Wege der Liquidation des Krieges durchschritten: trotzdem bleibe noch eine große Strecke Weges und gewisse Probleme" könnten nur mit der größten Klugheit gelöst werden. Das Blatt glaubt nicht an den Zusammentritt einer diplo- matischen Konferenz Ende Juli. Es liege kein Interesse zur Einbe- rufung einer Konferenz ähnlich der Londoner Konferenz 1924 vor. Eher könnte eine Zusammenkunft der Außenminister erfolgen oder es käme ein« einfache Regelung der mit dem Poung-Plan zu- sammenhängenden Fragen auf diplomatischem Weg in Frage. Alle Nochrichten in dieser Hinsicht bezeichnet das Blatt als verfrüht. Befriedigung in London . London . 8 Juni.(Eigenbericht.) In ofiziellen Kreisen zeigt man sich über den Abschluß der Pa> riser Besprechungen lebhaft befriedigt. Es wird jedoch bewnt, daß die Regierung durch di« Beschlüsse der Sach. verständtgeo nicht gebunden ist. Offiziös verlautet, daß eine Konferenz der beteiligten Staaten nach dem Muster der Dawes-Konserenz von 1924 abgehalten werden soll, um die politischen Konsequenzen aus den Empfehlungen der Experten zu ziehen. Diese Konferenz soll auf Wunsch der britischen Regierung innichtzufernerZeit In London tagen, lieber weite Kreise der Arbeiterpartei hinaus wird der Auffassung Au». druck gegeben, daß die Existenz der Arbeiterregierung ein« sicher« Gewähr für das G e l I N g« n der neuen Londoner Konferenz darstelle, da es Romsay Moedonald und seinen Mitarbeitern be» reits unter den unvergleichlich schwierigeren Verhältnissen 1924 gelungen sei, einen positiven Abschluß zu erreichen. Amerikanische Betrachtung. washlnglon. 8. Juni. (Eigenbericht.) In amtlichen Kreisen wird die Pariser Bereinbarung o p t i» m i st i s ch betrachtet. Das Resultat des P o u n g- Planes wird darin erblickt, daß die Reparation auf nüchterne Geschästsbasis gestellt wirb. Als Folge erwartet man«in« erhebliche Besserung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen, wovon auch Amerika profitieren werde. Von einer baldigen Zurückziehung de, Besatzung aus dem Rheinland und der Freigabe der deutschen Eisenbahnen verspricht man sich eine Belebung des Handels und der deutschen Industrie. Die Gründung her internationalen Reparationsbank wird als wichtigstes Ergebnis der Pariser Der- Handlungen betrachtet. Diese Gründung sei ein wichtiger Schritt zur internationalen Finanz». Konzentration und zur

Stabilisierung der Finanzen der ganzen Welt. Der Eharak. ter der Bank als Kontrollorgan üb« die internationalen Anleihen sowie als Instrumevt zur Stützung der Währungen eröffnet nach Meinung maßgebender Kreise einen Ausblick auf den gewaltigen Ausbau der Weltwirtschaft. Die Räumung wird vorbereitet. Brüssel . 8. Juni. Der Kriegsminister hat Anweisungen über die Rück- beförderung der belgischen Desctzungstruppen gegeben. Soüt- aber Belgien noch nach 1939 an der Besetzung des Rheinland :, teilnehmen, so ist dafür ein Reiterregiment vorgesehen. Oer Wortlaut des Berichts. Die Veröffenllichung des Wortlauts des Sachvcrstän» digenberickts von Paris ist für heute in allen beteiligten Ländern freigegben worden. Wir haben über den Bericht berests eine ausführliche vorläufige Darstellung gegeben. Aus dem Wortlaut, zu dem heute nur noch der Text der Anlagen fehst(Plan der Reparationsbank, belgische Markforderungen, Verteilung der Annuitäten unter die Gläubigerländer) wollen wir heute noch einige interessante Ergänzungen nachtragen. Ueber die Absichten des Doung-Plans sagt der Bericht: Der Dawes-Plan hat nicht versucht, die Ursachen für die Lage darzulegen, deren Verbesserung der Zweck seiner Dorschläge war. In Uebereinstimmung mit diesem Vorgang hoben wir ver. sucht, noch einen Schritt weiter zu machen und mit dem von uns oorg«Ichlagenen Versahren«ine Einrichtung zu schaffen, die von Ansang an im Sinne einer freimütigen Zusammen» arbeit auf internationaler Grundlage geleitet sein soll. Ihr« Träger sollen sich verpflichtet fühlen, die Kriegs- stimmung zu verbannen, ihre Vorurteile, ihren Parteigeist und ihre herausfordernd« Sprache aus der Well zu schassen und «ms ein gemeinschaftliches Ziel im Sinne gegenseitigen Verständnisse» und guten willens hinzuarbeiiev." Bei folgenden Bemerkungen über die Erfüllbarkeit des Noung-Planes ist zu berücksichtigen, daß sie auch durch die Unterschrift der deutschen Sachverständigen gedeckt sind: Wir glauben, daß wir bei den vorgeschlagenen Annuitäten und Bedingungen die Möglichkeiten aller wirtschaftlichen Verhällnisi« und finanziellen Kraft«, die normalerweise wirksam sind, gebührend berücksichtigt haben. Wir glauben weller. daß wir durch den Einbau von Aufschubrechten für«inen Teil der Annuitäten und durch Ermögllchimg einer unparteiischen Untersuchung Vorsorge getroffen habe», daß ollen normalen oder besonderen Schwierigkeiten be­gegnet werden kann, die Deutschlands Leistungsfähigkeit zeitweilig ernstlich beeinträchtigen kännen, selbst wenn Deutschland allen guten willen und Scharfsinn aosgeboten hat, um derartigen Schwierig­keiten zu begegnen, ohne zu dem zwar außergewöhnlichen, aber doch sehr wertvollen HUssmillel zu greifen..." In dem von uns gegebenen Borbereicht blieb unklar, wie sich aus der Tätigkeit der Internationalen Re- parationsbank eine Erschließung neuer Han- delsgebiete ergeben soll, die besonders auch für Deutsch - land wichtig ist. Obwohl die Anlage über den Plan der Internationalen Reparat ionsbank noch nicht veröffentlicht ijt,