Zmmenhof-Spende. Dar.Zmmenhos", das Lerufserziehungsheim d«r Arbeiterwohl. fahrt, ist voa einem Brandunglück betrosseu worden! Es ist eill Glück im Unglück, da(3 Menschenleben nicht zu be- klagen sind! Aber!— Die Versicherungssumme reicht nicht aus, um an die Stelle des wundervollen Gebäudes, dessen Kulturwert kaum erseht werden kann, einen schlichten, modernen Zweckbau zu er. richte».— Soll nun deshalb die ausbauende geistige Arbeit eines Jahrzehnts, soll der dahinter stehende Idealismus, die zur Tat ge- wordene Liebe der Arbciterwohlfahrl an den Kindern der Arbeiter- klasse vergeblich gewesen sein? Rein! Die Ausgabe des.Immen. hoss", die Erziehung junger Menschen zu körperlicher, geistiger und seelischer Gesundheil und zur Berussreise dars nicht unterbrochen werden. Darum wird der Betrieb mit allen zur Verfügung stehenden hllssmltteln weitergeführt. Es muh sofort wieder aus- gebaut werden. Die Arbeit der Sozialdemokratie gilt in erster Linie den Aermsten und Bedrängten. Die auf dem„Zmmenhos" betreuten Kinder kommen alle ans dem Proletariat. Mir appellieren an das so oft bewährte Solidariläksgesühl der Arbnterschasl. helft uns! Zeder Betrog, auch der kleinste, ist uns willkommen. Spenden sind einzuzahlen für: hauplauxschuh für Arbeiterwohl. fahrt e.V.. Berliy SM. 61, Belle-Alliance-Plah 8. Kontonummer 5�)52, Postscheckamt Berlin,„Immenhof- Spende". hauplausschuh für Arbeiterwohlfahrl. Marie Zuchacz.
Neue Krise des Theaters.
Von Albert Vrodbeck.
Immer neue Araberangriffe. (Znqlifche Tanks eingesetzt.— Jüdische Dörfer überfallen. London , 28. August. In einem gestern abend vom englischen Kolonialomt verössent- lichten Communique wird die Gesamtzahl der Opfer bei de« btuiigea Zusammenstöhen zwischen Juden und Arabern mit 143 angegeben. Die Zahl der Verwundeten beträgt nach dieser Mit- leilung 426. Reue Angriffe von Arabern sind gestern in Jaffa und den Vorstädten von Jerusalem erfolgt. In Jerusalem konnten die An- 3>alSffina
müxes
greiser zurückgeschlagen werden und die Ruhe war bald nieder hergestellt. In Jaffa muhten die englischen Truppen mit Panzerwagen gegen die Araber vorgehen, wobei drei. Araber ge- tötet und 25 verwundet wurden. Die jüdische Ortschaft kastinin wurde ebenfalls von Arobern angegriffen und niederge- bräunt. Jims Juden sollen hierbei getöte, und eine größere Anzahl verwundet worden sein. Räch einer noch unbestätigten Meldung sollen 2000 bewaffnete Araber, die von den Drusen unter- stützt werden, vom Libanon aus sich aus dem Wege nach Jerusalem befinden. Ans Damaskus kommt die Meldung. Sah eine große Demonstration von 2000 Arabern zur Unlerstühung der arabischen Angriffe auf die Juden abgehalleu wurde. Den eiligst dorthin ge- morfenen Truppen ist es gelungen. Zwischenfälle und Zusammen- stöhe zu verhindern. Die Angriffe der Araber auf die jüdischen 'Siedlungen im Lande dauern noch an.
Feuer in den Hatten! Paris . 28. August. In einem 2500 Quadratmeter großen Keller der Markthallen rsn Paris ist gestern abend gegen 9 Uhr aus bisher unbekannter Ursache«in Feuer ausgebrochen, das heute früh noch immer an- dauerte. In dem Keller befanden sich Holzkisten mit Stroh für den Transport von Frühgemüse. die den Flammen reiche Nahrung boten. Die Feuerwehr bekämpfte die ganze Nacht hindurch das Feuer mit 13 Schlauchleitungen, tonnte jedoch infolge der starken Nauchentwicklung nicht in die Keller eindringen, da bei diesem Der- 'uch uicht weniger als fünf Feuerwehrleute wogen Er- fuckungsgefahr ihren Dienst unterbrechen mußten. Da die Markthallen und ihre Umgebung von Obda-blosen häufig als Unterschlupf benutzt werden, befürchtet man, daß einige dieser Armen bei der Feuersbrunst ums Leben gekommen sein könnlen. Irgendwelche Feststellungen waren noch nicht möglich, da die L L s ch. arbeiten noch andauern._ Flugzeugunsatte beim Manöver. Prag . 28. August. Räch Blättermelduugen ereigneten sich gestern bei den in der Rühe von S r e m s l e r stattsiudeudeu Manövern drei Alugzeugunsälle. Zwei Flugzeuge stießen gegen einen Hügel, wobei die beiden Flieger verletzt wurden. Ein Jagd- slugzeug stieß beim Landen gegen einen Strohschober und stürzte zur Erde. Der Pilot wurde tödlich verletz«. Oer Goethe-Preis für Leopold Ziegler . Heute, am Geburtstag Goethes, wird, wie üblich, in Frank- fürt der Goethe. Preis verliehen, der in einer Summ« von 10 000 Mark besteht. Vor zwei Iahren erhielt ihn der Dichter Stesan Georg«, im Vorjahre der belonnl« Arzt und Philosoph. Musiker und Theologe Albert Schweitzer . In diesem Jahre erhält ihn Leopold Ziegler für sein letztes Such„Der europäische Geist".
Zum Thema von der Not des Theaters hätte wahrhaftig manches gewichtige Wort gesprochen werden können. Und es hätte nicht nur dem Theater, sondern der gesamten jkulturorbeit unserer Tage zum Dorteil gereicht, wenn die Ergebnisse einer sachlichen Kritik in der Praxis auch nur zu einem Bruchteil ausgewertet worden wären. Nichts von alledem ist geschehen. Die alten Sünden in der wirlschasisführung der Theater erscheinen in neuer, verstärkter Auflage. Aus den Untersuchungen über die Psychologie des Theater- Publikums und über seine wirtschaftliche und seelische Kapazität wurde keine Schlußfolgerung abgeleitet. Der unverantwortliche Zu- stand der Prominentenwirtschaft, der Stargagen, der Jnszenierungs- Inflation hält an; daneben verkennt man noch der Publikumsseite hin. nicht zuletzt ober auch in der Richtung aus eine soziale Siche- rung der Mehrzahl der Bühnenongestellten, die Forderung der Stunde vollkommen. Mit einem Wort: Die alten Fehler werden wieder gemacht. Es handelt sich, um es kurz zu sagen. umdieinnereHalt- losigkeit und Zielunsicherheit des deutschen Theaters. Einige wenige Begriffe knallen, Kugelblitzen gleich. in ständig kleiner werdenden Intervallen durch die dumpfe Atmo- sphäre des Theaterhimmels, und es scheint, als ob sich das Theater. um im Bilde zu bleiben, dieser Effekte allmählich als der einzigen Lichtquellen in seinem Dasein bedienen wollte. Diese Lichtpunkte heißen: Zeilstück. Gesinnungsthealer. Reportage. Revue. Man ziehe, um sich das alles einigermaßen klarzumachen, ein- mal die Bilanz aus den Theaterereignisien eines Monats oder gar einer Spielzeit, wobei es gleichgültig ist, ob man als Vergleichs- objett das Großstadttheater oder ein Institut der Provinz wählt. Zunächst die Frage, die immer eine konkrete und verwertbare Ant- wort fordert: Was bleibt von all dem, was in zehn, zwölf Monaten über die Bretter ging? Was wird die nächste Saison überdauern? Was wird— fast undenkbar!— in zehn Jahren noch erträglich sein und als ein Gewinn empfunden werden? Noch nimmt das Theater«ine Sonderstellung im Kreis der Kräfte ein. die die Kultur einer Zeit tragen und entwickeln helfen, die das Theater dem Menschen mit seinen Konflikten, seinen Pro« blemen, seinen Wünschen und Forderungen in den Mittelpunkt rückt, da es somit die eigentlichen motorischen Kräfte einer Periode zu Elementen seines Wirkens macht, unterscheidet es sich damit von vornherein scharf und bestimmt von ollen übrigen Einrichtungen, die nur für den Augenblick einer Bedürfnisbefriedigung zu dienen haben. Wie sieht es aber in Wirtlichkeit aus? Es ist kein Zufall, daß eine neue Kunstform, die Revue, in dem Augenblick erschlagen wurde, als sie zu leben anfing. Die Revue: das war. richtig verstanden, das„zeitnahe" Theater in der höchsten Vollendung, das war sozusagen die Zeitung, die sich des lebendigen Menschen mit der Möglichkeit höchster Aktualität bedienen konnte. Daneben konnte und sollte noch immer das Zeittheater stehen, das deshalb nicht weniger aktuell zu sein brauchte, genau so. wie neben der Zeitung noch immer oder gerade ekst recht das modern«, die neuen Probleme gestaltende Buch sein weites Feld besitzt. Die Revue aber ist tot, weil sie im Theater bastardistert wurde. War es die mangelnde Intelligenz oder der mäßige Fleiß oder die geringe Beweglichkeit der Autoren, die die Revue sterben ließen und ihre Stoffe ins Thealer trug? Fast möchte man das annehmen. Revuehaftig gestalten, das heißt, die Stunde mit allen Poren und Fasern erleben, das heißt, dichterische Reportage im Tempo des 20. Jahrhunderts zu leisten. So aber trug man die Reportage müde ins Theater, weil das be- quemer, billiger und gewinnbringender war. Und das Ergebms hieß:„dos Zeitstück". Mit dem Erfolg, daß diese Reportage bei aller dichterischer Schnellarbeit einmal sUts zu spät dran war und außerdem in der Regel noch herzlich schlecht ausfiel'. Das ist der wesentlichste Punkt, in dem das reine Zeitstück An- griffsflächen bietet. Zunächst wirkt jedes Nochhinken der dichterischen Gestaltung hinter dem stofflichen Ereignis peinlich. Eine Dlskussions- rede, mitten in die Debatte geschleudert, hat Sinn, Berechtigung und kann genußreich sein. Dieselbe Red« wirkt, einige Tag« später vor- getragen, und wenn sie noch so sorgfältig präpariert sein sollte, nicht mehr ursprünglich, dafür ober vielleicht tendenziös oder gar demagogisch. Derselbe Vorwurf, der heute so manchem gut- gemeinten Reportagestück gemacht wird. Denn— und das ist ent- scheidend: was die Bühne heute gestattet, muß entweder unmtttel- bar aus dem Heute emporflammen, oder aber es muß Wert« in die Zukunft hinübertragen. Und nun frage man sich wieder, was an Zukunftswerten in der Mehrzahl der jüngsten Produktion liegt. Ganz abgesehen davon, daß aus dem Zeitstück vielfach ein aggressive» Gesinnung-. dokument. also eine politische Arbeit geworden ist. Es hat damit feine Basis freiwillig noch mehr, als gut fein mag, verengert. Es schaltet damit seine Wirtungsmöglichkeit auto- watisch aus. Aber noch wichtiger ist die andere Seite. Es kann nie und nimmermehr diexAufgabe des Theaters fein, lediglich als zeit- politische Tribüne zu dienen. Mit allem Ernst der Verant- wortung muß sich jeder wirtliche Theaterfreund dessen bewußt sein, mag er gesinnungsmatzig stehen, wo er will. Noch ist das Theater ein Institut, dos den Forderungen nach künstlerischer Gestaltung unterliegen muß. Kunst aber geht aus von einem breiten seelischen Grundstrom, der nicht vom Intellektualismus erdrückt werden darf. Und die Kunst will und soll Persönlichkeits- und gesellschaftsbildend sich auswirken können. Das ist auch die Mission des Theaters. Und hier unterscheidet es sich von der Revue, von Zirkus, Kino und Kabarett. Das Theater ist aber in tausend Fällen Zirkus, Kino, Ver- jammlungssaal und Revue in einem geworden, um damit gleich. zeitig sein letztes ursprüngliches Wesensmerkmal abzustreifen. Es wurde eingangs auf die Spulpläne der Großstadttheater oerwiesen. Sie bestätigen in erschreckendem Umfang das bisher Gesagt«. Ueber allem ficht die Sensation, steht da» dünnste, anspruchs- loseste RIochwerk. Gerade noch gut genug, um dem„Vergnügen der Einwohner" zu dienen. Und diese Lime wich fortgesetzt, vielleicht bewußter noch als seicher. DI« Folgen zeigen sich bereit». Ein Teil des Publikums, der bessere vielleicht, fühlt sich unbefriedigt in jenem Theater, das nur noch Unterhaltungsstätte ist, und bleibt konsequent weg, weil das Kino und andere Vergnügungslokale abwechslungsreicher, billiger und leichter erreichbar sind als dos Theater. Der andere Teil aber hat inzwischen eine Geschmacksverbildung erlebt, die für
die zukünftige Einstellung dieser Kreise gegenüber dem Theater geradezu besorgniserregend ist. Nachdem die Theater schon einmal gesündigt haben, werden sie wohl oder übel aus der eben beschritte- nen Bahn fortfahren müssen. Ihre Besucher verlangen das. Deren Wünsche werden aber eines Tages infolge Uebersättigung nicht mehr restlos erfüllt werden können. Dann setzte die zweite(Publikums-) Krise ein.(Die erste war eine wirtschaftliche.) Und der Weg führt mit unerbittlicher Logik nach unten. Man sage nicht, das alles sei reaktionär gedacht. Einer Mose- crjcheinung sich entgegenstellen, kann unter Umständen viel revo- lutionärer sein als die Bejahung jeglicher sogenannten neuen Strö- mungen. Natürlich sei ohne weiteres zugestanden, daß auch die neue Aera der Thsaterspielpläne und des dramatischen Schaffens Werke von unerhörter Kraft und bedeutender Wirtungsmöglichkeit hervor- gebracht hat. Sie sind aber verhältnismäßig selten. Daß wir im deutschen Theaterleben uns bedenklich dem Zustand der vollkommenen Anarchie nahern, mag schon daraus hervorgehen, daß durchschnittlich jeder Tag eine Uraufführung bringt. Wer nennt die Namen alle! Das Publikum ahnt nicht, was alles produziert wird! Die Bühnen» verlage und die Theaterleitungen können ein Lied davon singen. Vieles ist gut gemeint, aber schlecht getonnt. Noch häufiger— und das sind die schlimmeren Fälle— liegen die Dinge umgekehrt, und am häusigsten trifft sich Mangel an Gesinnung mit Mangel an Können. Gewiß: Genies, das sind die Glücksfälle einer Nation. Deshalb braucht aber noch lange nicht die Vorherrschaft der Dilettanten und der Routiniers sanktioniert zu werden. Das Theater hat einen Ruf zu verteidigen. Noch mehr: es hat gerade in dieser schwersten kulturell bedrohten Zeit sein Existenzrecht nachzuweisen. Was wir brauchen, das ist ein Theater, das über alle Tagesforderungen hinaus seinen Grund- wasierstrom freihält von ollen Verschüttungen. Was einmal ver- lorenging, ist schwer, unendlich schwer wieder zum Leben zu er- wecken. Gerade auf dem Gebiet, auf dem das Theater seine vor- nehmste Aufgabe zu erfüllen hat: Wecker und Förderer der leben- digen Kräfte zu sein, die über das Heute hinweg die Bogen zur Zukunft spannen sollen. Filmskandal. „Der Würger" im llniverium. Am Schluß der ersten Lorstellung kommt das Publikum vor Heiterkeit nicht zum Zischen. Dagegen ereignen sich am Schluß der letzten Vorstellung wilde Szenen. Man will sein Geld zurück haben, und die in künstlerischer Beziehung absolut versagende Leitung des Theaters sieht sich gezwungen, das Ueberfallkommando herbei- zurufen, um dos Publikum zu beruhigen. Es wäre besser gewesen, man hätte kurz entschieden die gesamt« Direktion für ihre Sünden am Publikum verhaftet. Man kann es als eine Irreleitung der Besucher bezeichnen, daß „Der Würge r". der nur synchronisierte Musik und zwei kurze Dialoge bringt, als Tonfilm bezeichnet wird. In der englischen Fassung soll er durchweg Sprechtexte auf den Tonstreisen gebracht haben. In der deutschen Bearbeitung dagegen erscheint der Text — und welcher Text!— in der bildhaften Uebertragung. Zugegeben muß werden, daß die Aufnahmen, sowohl die bildlichen wie die ton- lichen, von den vorbeifahrenden Eisenbahnzügen ausgezeichnet sind, damit aber ist alles Gute erschöpft. Der Würger ist der Fabrikant großer Eisenbahnunglücke. Er tut es, damit die Aktien der Eisenbahnen fallen und die der Autobus- linien steigen. Ein sehr guter Vorwurf, ober hier in einer Be- Handlung, die jeder Beschreibung spottet. Es ist anzunehmen, daß sich bei einer Serie schwerer Eisenbahnverbrechen die sonst sehr gut funktionierende englische Polizei in Tätigkeit setzt und die Auf- klärung nicht einem liebenswürdigen jungen Mann und einer sehr hübschen Privatsekretärin überläßt, die sich zwischen den Lokomotiven zweier beinahe zusammengestoßenen Züge die bekannte ehelsthe Treue für das Leben schwören. Der Regisseur G eza von B 0 l v a r y? zeigt seine Tätigkeit allein, weny irgendein Expreßzug photographiert wird. Außerhalb der.Eisenbahnsphäre sieht man nur vor Untalentiertheil wildgeworden« Schauspieler. Vielleicht hätte die tonliche Wiedergabe die groteske Albernheit der Szenen gemildert. Jedenfalls erkennt man eins, daß Tonfilme keineswegs in stumme Filme verwandelt werden können. Es sst bekannt, daß der größte Teil der Filmproduktionsleitungen von künstlerischen Dingen nicht«ine blasse Ahnung hat, und daß deshalb die Frage noch der künstlerischen Ge- stallung des stummen, respektive des sprechenden Films in diesen Kreisen nie gestellt worden ist. Es bleibt aber ein« Frechheit ohnegleichen, dem Berliner Publi- kum einen derartigen Schund anzubieten. sn S.
„Links der Isar — rechis der Spree ." Marmorhaus. Wie oft haben die Berliner sich schon über die' bayerischen Belang« lustig gemacht, aber die wirtlich humorvolle Verspottung der Reservatrecht«, die blieb den Bayern selbst vorbehalten. Und «s ist ein Glück, daß dieser Film aus München kommt, denn so tut er niemanden weh, im Gegenteil, er kann vielleicht«In Körnlein belehrender Weisheit ausstreuen. i In eine echte, trink- und«ßjest« Münchener Familie, in der Maßkrüge,, Stammtisch und die Schimpferei auf Preußen zu den geheiligten Rechten gehören, platzt«in junger Berliner — als Schwiegersohn-Anwörter. Er ist gar nicht übel, dieser jung« Herr Schulze aus Berlin , aber wie kann ein Toner Speckmaier aus München seine Tochter einem Berliner zur Frau geben! Das geht nicht und aus der Ehe wäre auch bestimmt nichts geworden, wenn Papa Speckmaier und der Freund in Berlin nicht bekehrt wären. Schtießlich wissen sie es, der alle Haß gegen Preußen ist eigentlich «in Schmarrn. aber sagen darf man's nicht. Der Film macht uns mit den famosen Komikern Karl F le m i s ch und F e r d l Weiß bekannt. Bei diesen Menschen ist vom einstudiertem Spiel leine Rede. Sie sind die Urwüchstgkeit selbst, sie produzieren bayerisch« Grobheit und Gemütlichkeiten al» Lachpillen gleich schockweise. Sellen ist in Berlin , der Hauptstadt des feindlichen Auslandes, so gelacht worden. Albert Paulig ist gut als der Herr Papa aus Berlin und Hella Helios und Walter Grüters sind di« beiden jungen Menschenkinder, deren Lieb« so viel Konfusion anrichtet. Dek Regisseur Franz Seitz wußte, was er seinen Schau- spielern schuldig war. Sie dursten lustig sein und er war ein frohtauniger Dirigent, dem es gelang, ein« nette Posse zu schaffen. «. b.
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