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Typung fortgefegt. Die Bergebung der Aufträge durch die Beber bis 1 Jahr aften Schweine ift um 1,23 Millionen Stüd oder| Moden- Revue bei Michels. schaffungsstelle erfolgte planmäßig zum Ausgleich von Konjunktur­schwankungen.

Der Konjunkturrückgang im letzten Jahr und die Kälteperiode haben den Gesamtverkehr der Reichspost nicht beeinflußt. Er hat sich vielmehr im großen und ganzen gleichmäßig aufwärts entwidelt. Der Kraftwagenbestand betrug zum Ende des Rech nungsjahres 9089 Fahrzeuge, die auf 1963 Linien mit 37 172 Kilo­meter Streckenlänge den Personen- und Güterverkehr ausführten. Auch das Luftpoftnet und der Luftpoftverkehr sind starf angewachsen. Es wurden insgesamt 384 900 gegen 302 100 im Vor­jahr und 196 800 Kilogramm im Jahre 1926 befördert. Das Funt­mesen hat sich gleichfalls in jeder Hinsicht gut entwickelt. Die Ge Jamtzahl der Rundfunfteilnehmer stellte sich Ende März 1929 auf faft 2838 000 Personen. In den letzten beiden Jahren ist also ein Zuwachs von annähernd 80 Proz. zu ver zeichnen.

Der günstigen Verkehrsentwicklung entsprechend sind auch die Betriebseinnahmen der Deutschen Reichspoft um 10 Proz. auf 2,2 milliarden Mart gestiegen. Der Gewinn wird mit 235,8 Millionen ausgewiesen, wovon 120 Millionen an das Reich abgeliefert und 115,8 Millionen in Neuanlagen geftedt wurden.

Bir tommen auf den Abschluß des Unternehmens nach Bekannt­gabe des vollständigen Jahresberichts und der Bilanz noch zurück.

3mmer mehr Schweine.

Die nächste Baiffe der Schweinepreise wird bald fällig. Bir haben es begrüßt, daß das Reichsernährungsministerium auf Anregung der von ihm eingerichteten Martibeobachtungsstelle die Schweinezählungen in Deutschland nicht wie bisher halbjährlich, sondern mindestens vierteljährlich und später vielleicht in noch dich terer Folge vornehmen lassen wird. Schon bei der Beröffentlichung der Schweinezählungen vom Juni haben wir darauf hingewiesen, daß die nach der günstigen Schweinepreistonjunktur des legten Jahres wieder start einsetzende Schweineaufzucht sehr gefährlich werden kann, da später ein neuer Preissturz mit Sicherheit zu erwarten ist.

Jetzt hat das Statistische Reichsamt die Ergebnisse der Schweine zwischenzählung vom 2. September be­fanntgegeben, aus denen sich eine außerordentlich schnelle Ber­mehrung des Schweinebestandes ablesen läßt. Gegenüber dem Junibestand hat die Schweinezahl um 2,8 Millionen auf 19,6 Mil­lionen oder um nicht weniger als 16,7 Prozent zuge­nommen. Die Zunahme beträgt bei den Ferteln( unter acht Wochen) 1,21 Millionen Stück oder 29,1 Broz. Der höhere Prozent fat in der Zunahme der Fertel zeigt, daß auch in jüngster Zeit die Schweineaufzucht mit aller Macht weiterbetrieben wird. Die Zahl

um 40 Proz. gestiegen. Daraus ergibt sich, daß die verstärkte Schweineaufzucht schon längere Zeit dauert. Der Bestand der ein Jahr und älteren Schweine ist um 12 Broz, gestiegen.

Die neue Saison hat eine Sinfonie neuer weicher Farben und Stoffe gebracht, die an gesteckten Modellen in den Fenstern des Seidenhauses Michels u. Cie., Leipziger Straße 43/44, in einer Modenrevue gezeigt werden. Die meist eng sigende Taille, die Ausstellung der Falten und Glocken und die Art der Musterung der Stoffe wird in 9 geschmackvoll dekorierten Schau­fenstern vorgeführt. Mäntel aus Duvetine, englischem Tweed, Bibeline und anderen Sportstoffen bilden den Auftakt zur Revue.

Diese Entwicklung zeigt, mit welchen Riesenschritten die günstige Breisentwicklung des letzten Jahres die Schweineaufzucht vorwärts getrieben hat und daß, wenn es so weiter geht, mit Sicherheit auf dem Schweinemarkt in absehbarer Zeit wieder sehr große Schwierig feiten zu erwarten sind. Dann wird freilich wieder über die furcht- Anschließend daran sieht man die Stoffe des Vormittags: Tweed, bare Not der Landwirtschaft geklagt werden. Marktregelung und entsprechende Aufklärung der Bauern, alte Forderungen der Sozial demokratie, erweisen sich also auch jetzt wieder als das wichtigste Gebot, um eine vernünftige Schweinewirtschaft sicherzustellen.

Kapitalhunger in der Bremer Seeschiffahrt. Die Deutſche Dampfschiffahrts- Gesellschaft anfa" A.-G. in Bremen beab­sichtigt in den Bereinigten Staaten eine Anleihe von 20 Millionen Mart aufzunehmen. Zugleich soll das Kapital des Unternehmens Don 32 auf 42 Millionen Mark heraufgefegt werden. Die über. Mit den neu hereinfließenden Geldern sollen in erste: Linie neuen Aftien gehen in den Befih der amerikanischen Anleihezeichner die hohen furzfristigen Schulden zurückgezahlt und beab fichtigte Schiffsneubauten finanziert werden.

Die Ferngasfrage für Duisburg und Düffeldorf. Seit Jahren laufen bereits die Angebote der Ruhrzechen zur Belieferung der Städte Duisburg und Düffeldorf mit Bechengas. Die beiden Städte haben den Angeboten der Ruhrgas A.-G. trok des erdrückenden Ein­fluffes der Schwerindustrie bisher widerstanden. Die Frage ist aber durch den Vertragsabschluß mit der Stadt Köln in ein neues Stadium getreten. Wie jetzt gemeldet wird, ist für Duisburg in Aussicht genommen, daß das Städtische Gaswert in vollem Betrieb bleiben foll und mit Ferngas nur als Bufak menge für den Industriebedarf beliefert wird. Die städtischen Körperschaften sollen demnächst das Ergebnis der Verhandlungen beraten. Gegenüber der Stadt Düsseldorf sind die Verhandlungen der Ruhrgas A.-G. bisher noch nicht zu einem vorläufigen Abschluß gekommen.

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Russische Heimindustrie bei Kariladi. Tagen eine interessante Ausstellung russischer künstlerischer Klein Das Haus Karstadt , Hermannplag, zeigt in diesen arbeit. Die malerische Buntheit der Gewebe, schwergewirfte Teppiche handgestickte langschäftige Stiefel, wirft reich und lebendig und aus Podolten, bucharische Stickereien, goldgefticte Schabraden und spiegelt die vergangene Pracht ihres Landes wider. Kleider aus Trachten von Kirgisen, Ralmüden und Ostjaten. Daneben, n Polen und Lettland , leuchtende Gewänder tatarischer Tänzerinnen, stärkstem Kontrast, primitive bäurische Holzschnitzereien, die einzigen Eindrücke aus dem Leben dieser Menschen, der Alltag. Da geht der Hühner, Gänse und luftige Tierfiguren für die Kinder. Alte Borzel­Bauer hinter dem Pflug und der Schmied schlägt auf den Amboß, lane und Miniaturen, hübsche Zigarettendojen, Stickereien und Holzkästchen und die Charakteristit aller russischen Gemütlichkeit: der Samowar. Verkäuferinnen in der kleidsamen Landestracht eigen die hübschen, preiswerten. Gegenstände.

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Die neue Ford- Fabrit im Rheinland wird demnächst errichtet werden. Zwar streiten sich die Städte Neuß und Köln noch um den Borrang, doch scheint die Errichtung im Kölner Industriegelände zu erfolgen. Die Fabrit foll fehr groß fein, viel größer als die in Berlin , foll bis zu 10 000 Arbeitern beschäftigen und den Absah in Deutschland , der Schweiz , Desterreich, Ungarn und der Tschechoslowakei bedienen. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Absicht Fords, auch in den deutschen Fabriken amerikanische Löhne zu zahlen, d. h. von derfelben Kauffraft, wie sie Henri Ford in Detroit bezahlt. Im Internationalen Arbeitsamt in Genfreifen und in fo großer Auswahl angeboten, daß ein Besuch der Kaufhäuſer hat diese Absicht bei den Arbeitgebernichon zu Protesten geführt. Man hat zwar nicht gewagt, Ford Vorwürfe zu machen, derart, daß er etwa in Deutschland entstehende Kosten in Amerika aber man hat gefordert, daß Ford fein finanzielles Dumping treibe verrechnet mit der Folge, daß trok der höheren Löhne die Produk­tionskosten in Deutschland niedriger erscheinen.

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Ehre seinem Anbenken. Die Einäscherung findet am Diens tag, dem 8. Oktober, 17 Uhr, im Kre­matorium Gerichtstraße statt. Bahlreiche Beteiligung erwartet Die Orisverwaltung.

Anläßlich der Bestattung meines lieben Mannes, unseres Baters und Großvaters

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agen wir allen Bekannten und Ber­wandten unseren herzlichsten Dant. Besonders dem Redner des Beftat. tungsvereins Groß- Berlin sowie den Funktionären bes Berkehrbundes und der EPD. Neukölln.

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