Dsrn-MacztnfltSTage-Sieger Eine letzte ruhige Stunve.
oeffeniiiche Uf ähiepMundgeDungen
Heute, Freitag, den S. November: Wcdding. 19'/, Uhr im Patzenhofer, Chcmsseestr. 64.— Referenten: Stadtverordneter Siegfried Weinberg und Stadtverordneter Gustav Blaschzik. Prenzlauer Berg 26. und 28. Abt. MX Uhr in Hoff- manns Festsälen. Schwedter Str. 23.— Referent: Stadtverordneter Hermann Lempert. Mitte 7. Abt. 20 Uhr im„Nordischen Hof", Invaliden- straße 126.— Referent: Karl Dressel. Zchöncbcrg. 19� Uhr im Bürgersaal des Rathauses, Am Lauterplatz.— Referent: Stadtrat Ernst Reuter . Steglitz . 20 Uhr in der Aula des Gymnasiums, Heesestr.— Referent: Stadtbaurat Dr. Wagner. Jehlendorf. 19� Uhr im Lokal Brumm, Siedlung Fischtal- grund.— Referent: Käthe Kern. Weihcnsee. 19� Uhr im Lokal„Zum Pserdemarkt�, Schönstraße. Thema: Was er-varten die Kleingärtner von den Kommunalwahlen?— Referent: Walter Reinhold, Geschäftsführer des Verbandes der Kleingärtner. Rcinickendorf-West. 18� Uhr Antreten zum Werbeumzug mit Musik und Fackeln vor dem Volkshaus, Schorn- weberstr. 114. Abmarsch pünktlich 19 Uhr.— Referent: Stadtrat Oskar Ewald . Tegel . 19� Uhr im Lokal Seeschloß in Heiligense e.— Referent: Stadtverordneter Heinrich Schäfer. Leffentliche-Jungwählcrversammlung in Charlotten- bürg. 19)4 Uhr in Ahlerts Festsälen, Berliner Str. 88. Tagesordnung: Die Jungwähler und der Kampf um die Kommune.— Referent: Stadtverordneter . Dr. Siegfried Kawerau . Morgen, Sonnabend, den 9. November: Biesdorf . 20 Uhr im Lokal Burghardt, früher Dietz, Bies- dorf-Süd, Köpenicker Str. — Referent: Willy Rogge.
Sonntag, den 10. November: Mitte 3. Abt. Treffpunkt zum Demonstrationsumzug um 11'/ Uhr Rungeftr., Parkseite. Wedding. 14 Uhr Kundgebung im Schillerpark.— Redner: Otto Wels , M. d. R. und Bürgermeister Carl Leid . Treffpunkte der einzelnen Abteilungen: 14., 15., 16. Abt.: 12/ Uhr auf dem Vinetaplatz. 18.. 19.. 20. Abt.: 12% Uhr auf dem Brunnenplatz. 17., 21., 22.. 23. Abt.: 12� Uhr auf dem Zeppelinplatz. Abmarsch vom Vinetaplatz pünktlich 12.45 Uhr, vom Brunnenplatz und Zeppelinplatz um 13 Uhr. Unter Mitwirkung des Meinekeschen Männerchors. Prenzlauer Berg . Propagandaumzug durch den Kreis mit Musik. Treffpunkt: 12/ Uhr am Arnswalder Platz. Abmarsch pünktlich 13 Uhr. Schönebcrg. Propagandaumzug mit Musik. Abmarsch 14 Uhr von der Innsbrucker Str., am Untergrund- bahnhof Hauptstr. Von 13)4 bis 14 Uhr Platzkonzert auf dem Rudolf-Wilde-Platz. Kaulsdorf . Werbeumzug mit Musik. Treffpunkt: 14)4 Uhr Bahnhof Kaulsdorf . Anschließend um 17 Uhr öffent- liche Wählerkundgebung in der Turnhalle. Adolfstr. Filmvorführung:„Was wir schufen."— Ansprache: Genosie G. Weber. Mahlsdorf . 14 Uhr Treffpunkt zur Demonstration am Dreieck, Zeppelinstr. und Hönower Str. Anschließend Wählerkundgebung im Lokal Jakobs, Lemkestr., Ecke Kieler Str.— Referent: Stadtverordneter Hermann Lempert. Blankenfelde . 16 Uhr im Lokal Tinius, Hauptstraße. Referent: Iugendsekretär Bruno Lösche. Achtung! Treffpunkt der Genossen aus Niederschönhausen zur Beteiligung an der Kundgebung pünktlich 15 Uhr in Nordend. Müggelheim : 15 Uhr im Lokal„Zur großen Krampe". Referent: Friedrich Klatt.
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Mit der Mannschaft aus dem Nachwuchs der Fahrer Torn-Maezinski als Sieger ging gestern abend 11 Uhr das 22. Berliner Sechs-Tage-Rennen zu Ende. Dorn- Maczinski gewannen die Ilä-Stundenfahrt mit vier Runden Borsprung und 127 Punkten. In den Nachinittags- und auch in den Abendstunden ver- änderte sich nishrfach der Stand des Rennens. Doch wuhtcn die bisherigen olleinigen Spitzenreiter Dorn-Maczinski, ihre Position nicht nur zu behaupten, sondern auch noch zu verbessern. Sie gingen mit drei Runden Vorsprung in die letzte Wertung. Vor Beginn der letzten ununterbrochenen Spurtstunde gingen wegen der Sturzverletzungen Wissels Lehmann- Wissel aus dem Nennen. Herzlicher Beifall be- gleitete sie auf ihrer Abschiedsrunde. Als die acht Paare sich zur Spurtstimde anschickten, waren nach 144 Stunden 3419 Kilometer zurückgelegt. Die letzte Stunde brachte keine sonderlichen Jagden, oerlief vielmehr oollkonnnen ruhig. Rur in den letzten drei Minuten gab es noch einige Vorstöße, in deren Verlaus sich Dorn-Maczinski abermals eine Runde Vorsprung sicherten und nunmehr vier Run- den vor dein Felde lagen. Das Ergebnis: 1. Dorn-Maczinski 127 Punkte, vier Runden zurück E h m e r- K r o s ch e l 168 Punkte, Huertgen-Mieth« 136 Punkte, fünf Runden zurück Louet-Mouton 223 Punkte, sechs Runden zurück Krüger-Funda 394 Punkte, sieben Runden zurück G o o f f e n s-D e n o e f 278 Punkte, acht Runden zurück Manthey-Schön 147 Punkte, neun Runden zurück P e t r i- T i e tz 337 Punkte. Insgesamt wurden in den 145 Stunden 3454,200 Silometer zurückgelegt. Mit Blumen bekränzt, fuhren Dorn-Maczinski, die nunmehr ihren ersten Sechs-Tage-Sicg errungen haben, eine stünnifch be- jubelte Ehrenrunde. Die Quittung des Oberbürgermeisters. Leichtfertige Verbreitung unrichtiger Nachrichten. Das Nachrichtenamt der Stadt Berlin teilt mit: „Es wird verbreitet, daß die Pelzrechnung des Oberbürgermeisters in Höhe von 375 IN. noch nicht bezahlt sei. Laut Zahlkarle find die 375 M. auf P o st s ch e ck k o n l o der Firma Sklarek Verlin 16S9S am 7. Februar 1929 überwiesen worden. Die Quittung befindet sich in Händen des Oberbürgermeisters". Dies« Nachricht war nötig geworden, weil die B.-S.-Korre- spondenz gestern mittag folgendes verbreitete: Oberbürgermeister Büß hat bekanntlich erklärt, daß er nach dem Empfang der Pelz- sacke im Herbst 1928 von den Gebrüdern Sklarek eine Rechnung verlangt habe. Aus den Unterlagen, die die Staatsanwalt- schaft b«i der KBG. beschlagnahmt hat, geht jedoch hervor, daß eine Rechnung über 375 M. erst im März d. I. abgesandt worden ist. Ein Kassenbeleg über den Eingang der Summe findet sich in den Geschäftsbüchern der Sklareks überhaupt nicht und der hierzu vernommene Buchhalter Lehmann bekundete, daß ihm von einer Zahlung nichts bekannt sei. Da durchaus die Möglichkeit besteht, daß die Gebrüder Sklarek aus irgend welchen Gründen, vielleicht auch aus Vergeßlichkeit den vom Ober- bllrgermeistcr Boß gezahlten Preis für die Pelzjacke nicht gebucht haben, soll durch die eidliche Aussage des Oberbürgermeisters hier Aufklärung geschaffen werden.' Es muß einmal mit aller Schärf« betont werden, daß es unverantwortlich ist, derartig« Nachrichten ohne vorherige Prü- fung in die Oeffentlichkeit zu lancieren. » Bürgermeister Kohl, Köpenick , dessen planmäßiger Erholung?- Urlaub am 6. November ablief, hat mit Genehmigung des zur Zeit die Geschäfte des Oberbürgermeisters führenden Bürgermeisters Scholtz einen weiteren Urlaub angetreten. Bürgermeister Kohl hat bereits vor Wochen seinem Disziplinarvorgesetzten, den, Bürgermeister Scholtz, eine genau« Darstellung zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfe eingereickst und die Einleitung des Disziplinar- Verfahrens beantragt. Die Amtsgeschäst« des beurlaubten Bürgermeisters Kohl werden von dem stellvertretenden Bürgermeister. Stadtrat Ehrlich, weitergeführt._ Zusammenstoß zweier Flugzeuge. pikotrn retten sich durch Fallschirmabsprung. London , 7. November. Bei einer Gefechtsübung in d« Luft stießen zwei ein- sitzige Flugzeuge der englischen cuskstreitkräsle nicht well von dem Schauplatz de» Unglücks de» deutschen Verkehrsflugzeuges zusammen. Beide Flugzeuge gerieten in Brand und stürzten au» etwa 1500 Bieter Höhe in die Tiefe. Wie durch ein Wunder gelang es den beiden Piloten, fich rechtzeitig aus den brennenden Apparaten zu befreien und mit Hilfe von Fallschirmen den Erdboden zu er- reichen. Eine Maschine stürzte aus das Dach eines Hauses, das so- sorl in Brand geriet.
Blitzschlag in eine Schule. Zahlreiche Schulkinder verletzt. Rom . 7. November. Im neapolitanischen Dorfe Pellezzano hol der Blitz während des Unterrichts in das Schulhaüs und direkt in ein Klassenzimmer eingeschlagen. Das ganze Zimmer geriet sofort in Brand. und auch die Kleider einiger Schüler fingen Feuer. Unter den Kindern brach eine furchtbare Panik aus. Ein Knabe erlitt lebensgefährliche Brandwunden, zehn weitere wurden schwer verletzt._
Aachtliche Messerstecherei. Ein Schlosser an den Folgen verstorben. Eine Messerstecherei mit tödlichem Ausgang spielte sich. wie erst jetzt bekannt wird, Mittwoch abend um 11.45 Uhr vor dem Hause Prenzlauer Allee 211 ab. Der 24 3aHre alle Schlosser Artur Hesse, der erst jung verheiratet ist und in der Grelistraße 17 wohnt, halte eine Mieterversammlung in den Sophien- säten besucht. Als sie zu Ende war, wollte er noch Hause gehen. 3n der Prenzlauer Allee begegneten ihm etwa 10 bis 15 junge Burschen, mit diesen geriet er zusammen. Zwei Augenzeugen, die sich jetzt gemeldet haben, machen folgende Angaben: Sie beobachteten, wie sich die Rotte um den jungen Hesse ansammelte. Schimpfrufe fielen. Er wurde gestoßen und plötzlich liefen all« davon: nur Hesse schwankte auf dem Fahrdamm hin und he?. Die Zeugen eilten hinzu, um ihn zu stützen. Dabei entdeckten sie, daß«r vollkommen mit Blut besudelt war. Sie brachten den Angefallenen zur Rettungsstelle in der Winsstraße, und von dort wurde er sofort ins Krankenhaus am Friedrichshain transpor- tiert. Die Aerzte stellten u. a. einen tiefen Rücken st ich fest, der die Lunge durchbohrt hatte. In den frühen Morgen- stunden ist Hesse an den Folgen dieses Rückenstichs gestorben. Was die Rotte veranlaßt hat, den jungen Mann anzufallen, der nach den Aussagen der Zeugen ruhig seines Weges ging, ist unklar. Die Polizei hat sofort die Nachforschungen nach den leider noch un- bekannten Tätern aufgenommen.
U- Bahnschacht eingestürzt. Waren Sie Hol, Versteifungen überlastet? Am Donnerstag nachmittag ereignete fich beim U-Bahnbau in der Bronnenstraße in nächster Bähe des Bahnhofes Gesundbrunnen ein schwerer Schacht- cinsturz, bei dem glücklicherweise Arbeiter, die an der Anfall- stelle in größerer Zahl beschäftigt waren, nicht verletzt worden sind. Die Tunnelwände an der Einsturzstell« sind bereits fertiggestellt. An einer Stelle des Schachtes, gegenüber dem Haus Brunnen- straße 196, ist hart am Rande ein Drehkran aufmontiert, mit dem die unten freigelegton Sandmaffen nach oben befördert und zum Abtransport auf Lastautos geschüttet werden. Um 16.2ö Uhr, als sich der Kran in Tätigkeit befand, stürzte plötzlich die Mauer des Schachtes in einer Länge von etwa 16 Metern krachend ein. Seines Haltes beraubt, fauste der Kran und ein daneben stehendes Lastauto mit Anhänger 15 Meier in die Tiefe. Zuerst wurde Schlimmstes befürchtet. Man vermutete unter den Trümmern verunglückte Arbeiter und benachrichtigte sofort die Feuerwehr und das Rettungsamt. Auf dem Alarm„Schachtein- stürz— Menschenleben in Gefahr" eilte unter Leitung des Ober- branddtrektors Ge.m p p ein großes Aufgebot von Rettungsfahr- zeugen an. Zum Glück bewchrheitet« sich die Vermutung, daß mehrere Arbeiter verschüttet seien, nicht. Durch Namensaufruf konnte bald festgestellt werden, daß von der Belegschaft niemand fehlte. Zwar waren einige der im Tunnel Beschäftigten in große Gefahr, doch hatten sie sich, als die H o l z o e r st e i f u n g« n mit einem weithin vernehmbaren Knacken nachgaben, rechtzeitig in Sicherheit bringen können.' Der Einsturz ist vermutlich durch Ueberlastung verursacht worden.
Die Kommunisten feierten gestern abend den 12. Jahrestag der russischen Revolution mit einer Kundgebung im Lust- garten, die im Gegensatz zu den letzten öffentlichen Aufmärschen der Kommunisten etwas stärker besucht war. Die Veranstaltung verlief trotz der Hetzreden einiger kommunistischer Redner vollkommen ruhig.