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Helft das sozialistische Berlin schaffen:

wählt

Sozialdemokraten!

Aus der Arbeit der Bezirke.

,, Serienanträge" vor, die bis auf zwei abgelehnt wurden.

Betonstraßen in Berlin .

Berringerung der Anliegerbeiträge in Giedlungen.

Die Anliegerbeiträge spielen bei der Mietskaltulation von Neu­

an einem bauten eine oft überaus start verteuernde Rolle. Seit längerer Zeit

Abrechnung mit den Moskaujüngern. 2ntrage verlangten die Kommunisten die Belieferung von Winter­

5. Bezirk Friedrichshain.

Eingangs stimmte die Bezirksversammlung einer Vorlage des Bezirksamtes zu, die zum Ausbau des Wohlfarts und Jugendamtes die Anmietung neuer Bureauräume fordert. Nach dieser einzigen positiven Arbeit der Bezirksversammlung, hielt es die KPD. für erforderlich, noch einmal ihre jehs Monate alten Rundreiseanträge über die Vorgänge am 1. Mai, Berbot der Roten Fahne" und des Roten Frontkämpfer- Bundes zu begründen. Auf die auf tiefstem Niveau stehende Schimpf fanonade des Kommunisten Bittorf antwortete unfer Genosse Büchner. Aus tiefster innerer Erregung heraus nagee Genoffe Büchner die skandalöse Art fest, mit der die Kommunften un organisierte und undisziplinierte Arbeiter auf die Straße hetzen, während die Führer in sicherem Hinterhalt fizen. Die erbärmliche Haltung der KPD. halte die Ar. beiterschaft auch durchaus erkannt. An Hand eines über aus reich haltigen Materials wies Genosse Büchner nach, in welch bewußt provokatorischer Weise die KPD . Zusammenstös se mit der Polizei herbeigeführt hat. Jeder Satz Büchners mar ein Peitschenschlag, der auf die Kommunisten niedersa juste. Der henst führenden Sozialfaschisten" zum Geburtstag gratulierende Fraktionsführer der KPD. , der als faul y vom Opportunismus angefressen" nicht mehr kandidieren darf, unter­mahm noch einmal einen lahmen, völlig daneben gelungenen Rettungsversuch. Selbst die Protokollführer schienen gelcin gweilt. Um bei diesen wenigstens eine Resonanz zu erzielen, griff der Redner zu einem Glas Wasser und goß es den Beamten über den Kopf. Dieses unbeherrschte und würdelose Verhalten pangerte anjer Genosse Bohling gebührend an. Die Kommunis fen, die feit langem nicht so gründlich gestäupt worden waren, unterhielten sich dann durch ochsenähnliches Zuten auf ein im un­definierbaren Instrument,

Es war darum fein Wunder, daß der nachfolgende fbimmu nistische Redner selbst bei seiner Frattion fein Gehör mehr fand. Eine Fortjehung der Sigung war bei der aufgeformenen Stimmung nicht mehr gut möglich. Nach zweistündiger Bauer schloß Genosse Kanser die Sigung.

14000000 vom Etat gestrichen.

10. Bezirk Zehlendorf .

In der letzten Bezirksversammlung sprach der Vorsitzende über den Haushaltsplan. Er beklagti, daß der Berliner Stadtfämmerer, von den angeforderten 16 Millionen Mart mehr als 14 Millionen gestrichen hat. Den Bresse per tretern, die auf einer hohen Galerie schlecht hören und noch schlechter sehen können, teilte er mit, daß fie, wenn sich die bereits getroffenen Berbesserungen als ungenügend herausstellen sol ten, fünftig im Saal untergebracht werden sollen. Da eine allgem eine Aussprache über den Etat nicht gewünscht wird, werden bei einzel hen Kapiteln besondere Wünsche geäußert, die sich hauptsächlich auf Nu­pflasterung der Straßen beziehen. Auf ein Schreiben bes Kleingartenbezirksverbandes Zehlendorf , der sich beflagt, daß zum 1. November wieder 149 Kleingärtner, die f einem Grünftreifen an der Seehofstraße fizen, gefündigt mort en find, erklärt das Bezirksamt, daß, um dort bauen zu können, für Entwässerung gesorgt werden muß. In erster Linie ist ein Samme beden nötig. Genosse Sch norre hält die Kündigung für ver früht, da wahrscheinlich noch 10 Jahre vergehen werden, bis dit Mittel bewilligt werden und das Bauen beginnen kann. Nachden alle Parteien ihr warmes Herz für die Kleingärtner entdeckt hatten w klärt auch das Bezirksamt, alles tun zu wollen, um die Klein­gärtner anderswo unterzubringen. Hierauf beschäftigt sich die Ver­sammlung mit den Strompreisen der Potsdamer Elet trizitätswerte, denen Wannsee leider noch angeschlossen ist, der Bertrag, der einerseits bis weit in die wilhelminische Zeit zurück­reicht und andererseits noch bis 1952 läuft, ist für die Wannseer be­sonders drückend. Alle Versuche, den Bertrag. der Strompreise von 50 Pf. aufweist, auf die Groß- Berliner Strompreise von 16 Pf. zu bringen, scheitert an der Hartnäckigkeit der Potsdamer Werte. Ge­nosse Flörke schildert die schlechten Zustände in der Strom­lieferung, Lampen brennen schon seit Jahren nicht, weil die Kabel so schlecht sind, sodaß dadurch dauernd Störungen hervorgerufen werden; er erwartet, daß das Bezirksamt endlich so viel Energie aufbringt, um die Werke zu ihrer Vertragspflicht zu zwingen und bei dieser Gelegenheit eine Preisregulierung ähnlich den Berliner Preisen, die auch für die jetzt zu Berlin gehörenden Wannjeer notwentig seient, anzuftreben. Auch die Deutschnationalen verlangten energisch eine Besserung dieses unhaltbaren Zustandes, dabei waren es die Deutschnationalen selber bzw. die Konservativen, die diese Verträge und diese Zustände herbeigeführt haben. Ein An­trag, dahin zu wirken, den Vertrag mit Potsdam aufzuheben, wird angenommen. Ueber den ruheftörenden Lärm, der durch die dauernde Schießerei in der Versuchsanstalt für Hand feuerwaffen verursacht wird, wird berechtigte Klage geführt. Einem Antrag, den Berliner Magistrat zu ersuchen, in Berhandlungen ein­zutreten, um durch Schalldämpfungen oder durch unterirdische Schieß­stände diese Geräusche herabzumindern, wird zugestimmt. Ein An­trag, die Freifläche am Kirsch und Königsweg wieder aufzuheben, wird auf Anregung des Genossen Draemert einem Ausschuß zur Beratung überwiesen.

Die Rechte stellt Agitationsanträge. 15. Bezirk Treptow .

Auf Grund eines sozialde motratischen Antrages be­schloß die Bezirksversammlung, den Magistrat Berlin zu ersuchen, Die näheren Unterlagen für die Schaffung eines Boltstierparts der Bezirksversammlung zugängig zu machen, damit die Wünsche ter Bevölkerung und der Treptower Verwaltung bei der endgültigen Gestaltung des Projekts Berücksichtigung finden.

Genoffe Lempert empfaht, schon bei den Borverhandlungen darauf bedacht zu sein, daß dieser Wolfstierpark nicht lediglich zu einem Geschäftsunternehmen gestaltet wird. Von einem Schreiben der Reichsbahndirettion Berlin , das die Deffnung des Bu- bzw. Abgangs an der Rudower Chauffee auf dem Bahnhof Adlershof Altolienice in Aussicht stellt, wird gleichfalls Kenntnis genommen. Nach Begründung durch den Genossen Liedel stimmt die Bersammlung einem Antrage unserer Frattion betr. Errichtung einer städtischen Rettungsstelle in Ober- oder Nieder­fchöneweide zu. Von den Kommunisten lagen wieder verschiedene

kleidung und Brennmaterialien an Hilfsbedürftige. Aus der Debatte ergab sich, daß sie diesen Antrag allerdings nur gestellt hatten, um Gelegenheit zu haben, die Sklaret- Affäre nochmals zu behandeln. Die Genossen Lehner und Lempert vertraten unsere Meinung und wiesen die Angriffe der Kommunisten und Deutschnationalen auf das entschiedenste zurüd. Aus Wahlpropaganda beantragte die Rechtsfraktion, allen Wohlfahrtsempfängern usw., die sich durch die Kleiderlieferung der Firma Silaret benachteiligt fühlen, Ersatz zu liefern. Der Antrag wurde gegen die Stimmen unserer Fraktion Rohrlegerstreit beantragten die Kommunisten die Zahlung von angenommen. Für den inzwischen zusammengebrochenen wilden 5000 Marf. Die Genossen Becher und Schneider fenn zeichneten die Unfimtigkeit diefer Forderung vom gewertschaftlichen Standpunkte aus. Von unserer Fraktion wurde ein ausführlicher Antrag betr. Ausbau der Berliner Straße zwischen Marggraffbrüde und Bahnhofsplay in Niederschöne weide eingebracht. nach eingehender Begründung durch den Genossen Becher wurde das Bezirksamt ersucht, mit allem Nachdruck bei den zuständigen Stellen insbesondere auch bei der Städtischen Berkehrs- Attien Gesellschaft dafür einzutreten, daß die Fluchtlinien für die Berliner Straße gemäß dem Antrage der sozialdemokratischen fraktion neu festgesetzt werden. Der Antrag der Fraktion Blod der Mitte auf Einsetzung eines Ausschusses im Falle Stlaret wurde zurüdgezogen, da feststeht, daß bei dem Bezirksamt Treptow feinerlei Unebenheiten vorgekommen sind. Schließlich wurde noch eine Anfrage unserer Frattion behandelt, die aus Anlaß einer Veröffentlichung in der Beitschrift Oberspree- Sirene"( fom­Die Genossen Neumann munistische Zeitung) gestellt wurde. und Todenhagen rechneten mit den Kommunisten scharf ab, so daß diese zum Schluß feine Entschuldigungen mehr fanden.

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In einer Anfrage wünschte der Block der Mitte noch eine Austunft, ob allen Parteien des Bezirts Abbildungen der Ein­richtungen des Jugendamts zur Verfügung gestellt würden. Genoffe Bürgermeister Grunow beantwortete die Anfrage.

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man daher bemüht, besonders bei den sogenannten ,, Wohn­straßen" eine Berbilligung in der Straßenherstellung zu erreichen.

Das Bezirksamt Reinickendorf hat jetzt 16 000 Quadrat­meter Betonstraßen in Neubausiedlungen ausführen lassen. Es hat sich ergeben, daß das Betonverfahren eine bedeutende Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Straßenbefestigung ermöglicht. Bei den Dom Bezirksamt Reinickendorf ausgeführten Straßendecken sind die Kosten auf etwa 10,50 m. bis 11,50 M. je Quadratmeter veranschlagt worden. Die sonst üblichen Befestigungen stellen sich je nach der Bebauung und der danach erforderlichen Stärke der Straßendede auf mindestens 12,50 m. pro Quadratmeter, in Berlin aber bewegen sich die Kosten zumeist zwischen 15 m. bis 25 m. Als Betonstraße ausgeführt wurde die Bussardstraße in Konradshöhe , verschiedene Siedlungsstraßen in Heihgensee und in der Siedlung Bergwald in Hermsdorf . Während die Bussardstraße eine 25 Zentimeter starte Betondecke( 20 Zentimeter Unterbeton und 5 Zentimeter Deckbeton) aufweist, sind die anderen Straßen durchweg 20 Zentimeter start ( 15 Zentimeter Unterbeton und 5 Zentimeter Deckbeton).

Bewährt sich das System der Betonstraßen, so dürften wir einen beträchtlichen Schritt in der modernen Straßenbefestigung voran­gekommen sein. Eine dadurch erreichte Berringerung der hohen An­liegerbeiträge wäre im Interesse des Wohnungsbaus nicht hoch genug einzuschätzen. Bisher sind die neueren Versuche durchaus erfolgreich gewesen.

Eine große Taubenschau veranstaltet die Bereinigung der Raffetaubenzüchter- Bereine, Berlin , vom 9. bis 11. November 1929 in Berlin - Bantow, Konzerthaus Breitestr . 34. Zur Schau gelangen Die Ausstellung ist von über 1000 Tauben sämtlicher Rassen. 9 bis 21 Uhr geöffnet.

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