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veranlaßt, fondern nur Mag Stlaret vor der drohenden Revision gewarnt! Daraufhin haben Obermagistratsrat Clemens, der früher als unzuständiger Referent im Namen der Finanzverwaltung ein schriftliches Gutachten zugunsten der Sklarets abgegeben hatte, Stadtrat Gaebel und Stadtverordneter Brolat bei dem Revisor versucht, die Sklarets in gutes Licht zu setzen.

leber die Disziplinarverfahren teilte Oberregierungs­rat Iapofffi mit: Beim Oberbürgermeister Böß ist außer der befannten Pelzgeschichte feinerlei Beziehung zu den Stlarets festgestellt. Stadtrat Busch, Borsigender des Kreditausschusses, hat niemals Beziehungen zu den Stlarets gehabt.

Stadtrat Gaebel hat von den Stiarets laufende Zuwendungen erhalten. Ebenso aller Wahrscheinlichkeit nach Stadtrat Dr. Benede. Auch Bürgermeister Schneider und Bürgermeister Rohl find nerdächtig, von den Stlarets Geld genommen zu haben. Bürger­meister Kohl hat in den letzten Tagen vor dem Disziplinarrichter geftanden, daß die Hypothet für sein Haus von einem Strohmann der Stlarets herrührt. Degner war nichts als ein kreatur der Stlarets, der böse Geist auch von Gaebel. Schmidt und Hoffmann haben erhebliche Sachzu wendungen erhalten, vielleicht auch dir efte Bestehungs. gelder. Ebenso Satoloffti. Bei Zezel, Schröder und Dr. Leh­mann sind nennenswerte Zuwendungen nicht nachweisbar.

In manchen Bunften mutete die Darstellung des Ober. regierungsrats Taposti direkt wie eine Balfanaffäre an. Es ist aweifellos ein ungeheures Maß von fleinlicher Be­ftechlichfeit und riefiger Unfähigkeit zu diesem Sflaref Standal notwendig gewefen. Es ist tief bedauerlich, daß auch Sozialdemokraten sich von den Stlarets haben hineinziehen Iaffen. Aber wie man bei dieser Massenbelastung von Deutsnationalen( heute neu Herr Stadtrat Weg e). von Bolksparteilern( heute neu Stadtrat Benede und Ober­magistratsrat Schallda ch) und Angehörigen aller anderen Parteien den Mut gehabt hat, aus dem Stlaref- Fall Angriffe gegen die Esztaldemokratie herzuleiten, und wie darauf Berliner Wähler haben hereinfallen tönnen, das ist doch eine Sache, deren sich mancher noch schämen wird.

Sugenberg in Bahlen.

Laßt Zahlen fprechen!

Der deutschnationale Bressedlensi bemüht sich, aus dem Ergebnis der Wahlen vom 17. November einen fleinen Ruck nach rechts zu fammenzubichten. Wir diskutieren darüber nicht, wir stellen lediglich Gewinne und Verluste von Deutschnationalen, Sozialdemokraten und Kommunisten bel den Provinziallandtagswahlen zusammen. eingeflammerten Zahlen geben die Zahl der Mandate nach der Wahl von 1925 an.

Provinz

Ditpreußen.

Die Provinzvertretungen.

Vorläufiges Ergebnis der Wahlen zu den Provinziallandtagen.

Der Amfliche Preußische Pressedienst veröffentlicht nachstehend eine vorläufige Uebersicht über die Abstimmungsergebnisse bei den Wahlen zu den Provinziallandtagen. Endgültige amtliche Ziffern, fowie eine Darstellung der Mandatsverteilung in allen Provinzen fann bei der Verschiedenartigkeit der Körperschaffen, zu denen am 17. november elne Stimmenabgabe erfolgt ist, zur Stunde nicht gegeben werden. Proving Offpreußen. Borläufiges Gesamtergebnis.

Sozialdemokraten Deutschnationale Kommunisten Deutsche Bollspartei

Deutschnölkische

Demokraten

Provinz Sachsen.

Stimmenzahl Mandate

1929

1929 1925

517 315

37

34

240 431

18

12

219 445

16

18

138 850

10

20 197

65 707

Stimmenzahl

1929 238 068

1925

Mandote 1929 1925

Deutschnationale und Landbund Wirtschaftspartei

40 214

98 339

Zentrum

62 025

171 388

23

22

Leninbund

78586

47 785

8

Aufwertung und Aufbau

27

33

Christl. nat. Bauern u. Lanhvolfpartet

3283 6439 40.538

79 463

8

Chriftl. volfstüml Öffentlichkeitsdienst

3 998

25317

25 148

3

Großdeutsche Liste Schmalig

10 347

74441

47 981

7

Haus und Grundbesitzer

15 981

Reichspartei d. Mittelstand. Nationalsozialisten

36 735

29 049

4

10273

39 456

28 963

27 513

16 164

Kommunistische Oppostiton Nationalsozialisten Boltswohlfahrtsliste Bermolf.

4489

93 802

6013

8377

1111111 all wal

5

3

8

6.196

3 236 1908

Sozialdemokraten.

Kommunisten

Deutschnationale

Deutsche Volkspartet. Demokraten.

Zentrum

Christlicher Boltsdienst. Rat. Bauern und Mittel­standsblod Aufwertler, Mieter Boln. Bolkspartei.

Preuß. Lit. Boltspartei.

284 546

} 315 229

11

5750

1069

Abgegebene gültige Stimmen 911 629( 1925: 691 961).

Provinz Brandenburg .

Sozialdemokraten.. Kommunisten

6

Reichspartei d. Dt. Mittelstandes( Wirt­jchaitsportei u. Bauern). Blod der Mitte

Brandenburg . Heimatliste Bürgerliche Bereinigung Deutsche Boltspartei. Leninbund Mieterbewegung Mieterlifte Nationalsozialisten

.

Boltsrechtpartei.

Die

Klein und Mittelbefizer

26375641

1111

Kleinbesig und Handwerk

Provinz Hannover .

Sozialdemokraten Deutsch- Hann. Partei

Boltsrechtpartei

Deutichnationale

Deutsche Bolkspartei

Stimmenzahl Mandate 1929 444 145 111 665

Zentrum.

1929 1925

Demotraten

34

82

Kommunisten

9

98 238 55.441 373 116

14.949

.

80 345

6

3.598

1.265

7571

70 432

12 014

1847

Proving Dommern.

** 81111° 11

29111111111

Nationalsozialisten

1929

1929

1925

Stimmenzahl

Mandate

519 673

39

37

12

166 389 136 624 47743 57 195 9.385 101 492 126 507

55 939 25142

8

SARAAB041 082

.

·

137864

.

104 060 24729

Christl-nat Bauern und Landvolk

Christlicher Bolksdienst.

Mittelstandsblock, Handwerk, Haus- u.

Grundbesizer u Gewerbe

Rationale Front

|| 111 211

10

13

( Die Welfen, Deutfche Boltspartel, Deutschnationalen und die Haus und Grundbefizer toaren früher in einer Einheitsliste zu­fammengefaßt, so daß Bergleichsziffern nicht genannt werden förmen.)

Provinz Westfalen .

·

O

Es ergibt sich also, daß die Deutschnationalen 33 mandate verloren, bie Sozialdemo? raten 14 und die Kommunisten 5 Mandate gewonnen haben. Bemerkenswert ist der deutschnatio nale Berlust in den östlichen Provinzen.

D Volksp, Mittelstand)

Deutschnationale

Mandate

SPD . Mandate

KPD . Mandate

Stimmenzahl

Mandate

Stimmenzahl

27( 33)

23( 22)

8( 6)

1929

1925

1929 1925

1929.

Brandenburg

29( 35)

34( 32)

9( 9)

Deutschnationale

844 781

289 157

31

37

Bommern

31( 36)

24( 19)

5( 4)

Sozialdemokraten

258 226

156 784

24

20

Sozialdemokraten

470 748

Grenzmart

11( 13)

6( 5)

Deutsche Volkspartei

41 635

35 346

5

Deutschnationale.

133 105

Niederschlesien

25( 29)

39( 41)

5( 4)

Kommunisten

48 655

32 410

4

Kommunisten.

195 771

1923 331 162 155 577 135 812

Mandate 1929

31

13

Oberschlesien

10( 9)

7( 5)

5( 5)

Demokraten.

26 000

19 451

Demofraten

53 578

39 746

Sachsen

18( 12)

37( 34)

16( 18)

Wirtschaftspartei

43 815

27 073

Deutsche Volkspartei

185 098

170 260

12

Schleswig- Holstein

16( 16)

20( 19)

5( 5)

Deutschvölkische.

6 860

24968*)

Hannover

4( 5)

39( 37)

5( 5)

Nationalsozialisten

24 090

|

Westfalen

9-( 16)

31( 32)

13( 14)

*) Aufwertungspartel.

Hessen- Nassau

14( 19)

29( 31)

8( 4)

Rheinproving

12( 16)

25( 22)

21( 21)

Grenzmart Pofen- Westpreußen .

206( 239)

33

314( 300) + 14

100( 95) +5

Stimmenzahl

Mandate

1929

1925

1928

1925

Wirtschaftspartei. Zentrum

Christlicher Volfsdienst Rationalsozialisten.. Linte Kommunisten

Chriftlich fosiale Reichspariet

Chriftlich nat. Ba ernpartci Polnische Volkspartei.

183 220

32930

034395

693 916

510 910

45

84-322

6

62 411 6640

7.824

32 072

46827

15282

11 610

Zentrum

41 594

34 103

9

Sozialdemokraten.

27 750

17 909

6

Kommunisten

4.961

3 343

Blod der Mitte( Demokr..

17374

4

52 712

11

13

Provinz

1929

528 415 335 437 214 989

1925 408 149 294 559

Mandate 1929 1925

39

41

29

17

91 863

7

Demokraten

51 760

43 312

Kommunisten

52 887

40 212

Christl-nat Bauern und

Landvolkpartei

20 376

Dt. Bauern und Wirt fchaftspartei

26 962

91 789

36 060

9 633

23 745

3 947

1 795

78 122

7334 4932

Niederfchlesien.

Stimmenzahl

4358

00111

9

5

Rheinproving.

Stimmenzahl

D. Bp. 2

1929

1925

1929

Mandate 1925

Zentrum

Sozialdemokraten.

Kommunisten.

Deutsche Bolfspartei

Deutschnotionale.

Wirtschaftspartel

12: 3 302

784 366

64

72

446 289

252 468

25

23

.

398 182

222 262

21

21

250 758

468 618

14

16

223 965

175 257

12

16

208 524

61 408

6

Demokraten

Bolfsrechtpartei

63 336

39 065

.

.

34 308

26 029

166 911

70.591

156255

211111

1111°

Blod f. Bürger u. Bodenft.

Chriftlich- nat. Bauern u. Landvolkpartei

Chriftlich- fo3. Reichspartei

Christlicher Volksdienst Deutsche Reformpartet Handw.. Handel u. Gewerb. Haus und Grundbefizer Nationalsozialisten. Bolenpartei. Rhein . Landvolk. Unpol. Liste Volfsbund" Bereinigung f. Mieterrecht u. Boltswohlfahrt

6929

1

44 623

29.433

16846

55 514

.

1875

3734

4741

99 709

6 733

484

2404

1553

8910

1

1 11111101 11

1.11

11 111

.

Auch in den großen Städten geht es abwärts mit den Deutsch­nationalen. Sie verloren an Mandaten: Dresden 2, Chemnitz 11, Bochum 3, Darmstadt 2, Raffel 6, Frankfurt 3- und das ist mur eine fleine Auswahl!

Das Echo der bürgerlichen Preffe. Der Katzenjammer nach der Wahl.

,, Es wird eine Freude sein!" so ruft die ,, Deutsche Zeitung" im Hinblick auf das, was nach der Wahl im Rathaus fommen wird, und sie deklamiert:

Für den nationalen Blod ergibt sich in diesem Fall die oben angedeutete Lage. Der Weg für die allerschlimmsten Verhältnisse ist dann in Berlin frei. Soweit muß es ja erst fommen, ehe die nichtmarristischen Wähler alle, wirklich alle Kräfte zusammenreißen."

Das ist das erhebende Ziel der Margistentöter! Aber die deutschnationale Parteipreffe will nichts mehr vom Marristen­töten missen. Sie hat genug von Hitler wie auch von Hugen berg, und so schreibt die ,, Kreuz 3eitung":

#

,.Die Deutschnationalen haben sich durchschnittlich gehalten, aber im ganzen hat sich gezeigt, daß die Parole gegen den Margismus nicht hinreicht, um das Bürgertum zu jammenzuschließen und politisch gegen Sozialdemokratie und Kom munismus zu aktivieren. Denn es fehlt dieser Parole ein genügendes positiv erfennbares 3iel, und defenfio läßt sich der Kampf allein nicht mehr führen. Das wird befonders zu beachten sein bei fünftigen Erwägungen und mird auch für die Deutschnationale Boltspartei auf ihrem Partei. tag in Raffel eine große Rolle spielen müssen."

Sie meint weiter, daß Kommunisten und Hakenkreuzler , die Früchte des Gflaret Standals ernten". Ja, die Skandalheze ist vorbeigelungen!

Die Deutsche Tageszeitung" gesteht die Nieder­lage:

,, Auf das Ganze gesehen eine neue ausgesprochene Niederlage des Bürgertums, trop des Sflaref. Standals, trop der wachsenden Erregung der chriftlichen Elternfreife über die Zustände im Berliner Schulwesen und troß der zu nehmenden Schädigung des gewerblichen Mittelstandes durch die Sozialisierungsbestrebungen der margistischen Mehrheit! Gerade die Barteien, die diesen Bestrebungen grundsäglich Widerstand leisten, haben trog durchgehender Stimmenzunahme insgesant an Gewicht im Roten Haufe verloren, und zwar geht dieser Berlust zu Lasten der Deutschnationalen Boltspartei, die 7 Stadtverordnetenfiße verliert."

-

Der Kazenjammer ist da das Bürgertum hat ihn doll verdient. Und so richtet die Bossische 3eitung an die Adresse der Deutschnationalen, aber auch der bürgerlichen Mitte eindringlich fritische Worte, die die Folgen der nihilisti­schen Propaganda der letzten Wochen darlegen. Die Lehre wird hoffentlich heilsam sein!

Nationaler Blod Nationalsozialisten Poln. Kathol. Boltsp.

Sozialdemokraten

Deutschnationale

Zentrum

Bolkspartei

Boltsrecht

Handwert, Gew., Hausbes. Kommun. Opposition. Leninbund Nationalsozialisten

Zentrum

Deutschnationale

Kommunisten

Provinz Oberschlesien.

Sozialdemokraten.

Boln. Kath. B. Christi. nat. Bauern- u. Landvolkpartei Oberschles. Bürger

Bauernblod Rationalsozialisten Mieterpartei. Kulturbund Often.

Stimmenzahl

1

1111

|||

23554

1929

1925

Mandate 1929

1925

Regierungsbezirk Wiesbaden.

Kommunallandlag.

Stimmenzahl

Mandate

2: 6 759

194 518

1929

1929

1925

23

26

93 190

10

9

Sozialdemokraten.

47 828

33 750

5

65

65 191

34 169

7

30 567

29 039

3

Zentrum

Deutsche Bo'tspariet

Deuschnationale

Demokraten

168 174 121229

61 939

33 490

29 169

25 089

3

Kommunisten

52 670

und

Wirtschaftspartet

34 758

23 271

3

Arbeitnehmergruppe

12166

12 740

10 631

Chriftl. nat. Bauern u Landoolfpartei Christl foz. Reichspartei

53 629

2021

Evangelische Bolfsgemeinschaft

Rationalsozialisten

Provinz Schleswig- Holstein.

Unabhängige Sozialdemokraten Boltsrechtpartei

Stimmenzahl 1929

228 503 52 366

Mandate 1929 20

1925

19

5

26 621

3

4

32 478

4

19 798

177 658

510

Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokraten.

.

21 775

Zentrum Demokraten

Kommunisten

Christ. Bottsdienst

Deutiche Bolkspartei

17 350

Rationalsozialisten( Wirtschaftspartei)

33 359

Reichspartei d. deutschen Mittelstandes

29 555

2 902

14166

52 573 715 4177

Regierungsbezirk Raffel.

Kommunallandtagswahlen.

Stimmenzahl 1929 125 909 175589

69 690 25174 35.208

22 751

112llal wwww.be

14

16

10

12

3

4

5

Mandate

1929

156231233

1925 15

15

7

Sozialdemokraten.

Kommunisten

Demokraten

Wirtschaftspartei

Hausbesig. Handwert und Hanbel.

Linte Kommunisten

Heimat und Wirtschaft

Rationale Boltsgemeinschaft

Rationalsozialisten

Schlesm.- holst Bauernliste

Boltswohl

71 389

17 739

25 100

16

( Heimat und Wirtschaft, Nationalsozialisten, Birtschaftspartei und Boltswohl erhielten 1925 zusammen 30 Mandate.)