gerabe burd die strupellose Wahlhebe, bie völlig unbeleifigie he den Sumpf hineinzerrte, eine schnelle Alärung und Remedur auf das äußerste erschwert. Nachdem das Wahlinteresse an dem Fall nicht mehr vorliegt, wird man mohl bald flarer sehen können. Jeden falls wird die Partei nicht zögern, zwischen sich und Bere fonen, die sich unehrenhaft verhalten haben, rüdfichtslos das Tisch tuch zu zerschneiden, sobald ein schlüssiger Bemeis vorliegt. Lektion dadurch erhaiten, daß die von ihnen abgeschreckten Böhler Die bürgerlichen Korruptionsschreier haben eine verdiente nicht ihre Parteien, sondern die Extremisten rechts und links gewählt haben. Aber diese Wähler werden bald erfahren, daß ihnen meder die Kommunisten noch die Nationalsozialisten ihre besonderen Wünsche erfüllen werden. Sollte es sich durch die Stärkung der Kommunisten und Nationalsozialisten als praftisch unmöglich erweisen, im Stadtverordnetenkollegium zu fachlicher Arbeit zu kommen und infolgedessen die Berliner Wählerschaft schon in einigen Monaten erneut zur Wahl gerufen werden, so wird zweifellos auch wieder ein Teil der Wählerschaft, der durch das Korruptionsgeschrei der bürgerlichen Parteien und Zeitungen düpiert worden ist, fich Stellung zu nehmen zu der in der Berliner Gemeinde von der besonnen haben. Dann wird es auch möglich sein, sachlich dann außer bei ihrem Wählerstamm vom 17. November auch die Sozialdemokratie geleisteten Arbeit. Ich bin überzeugt, fie wird Anerkennung bei weiten Wählerkreisen finden, die sie ihr am Sonntag noch versagt haben, weil die Korruptionshezze ihnen den tlaren Blick getrübt hatte.
Die Ernüchterung im bürgerlichen Lager über den Ausfall der| hat darin Wandel geschaffen mit dem freien Wahlrecht auch für die Berliner Kommunalwahlen beginnt sich allmählich einzustellen. Gemeinde, durch das erst die Bahn frei gemacht worden ist für eine, Von den Deutschnationalen bis zu den Demokraten hat man er- das Gemeinwohl in den Vordergrund stellende Kommunalpolitit. fahren müssen, daß die gemissenlose Ausschlachtung des Falles Trotz der Zerrüttung, die der Krieg in die Gemeindeverhältnisse Stlaref gegen die Eigenwirtschaft der Gemeinde und und der Verwirrung und Zersplitterung, die er in die Arbeiterschaft für die privattapitalistische Profitwirtschaft ein getragen, hat die Sozialdemokratie die Gemeinde Berlin im Laufe Schlag ins Wasser gewesen ist. Das Geschrei gegen die ,, rote Mehr eines Jahrzehnts auf eine Stufe der Entwicklung gebracht, die von heit und ihre Mißwirtschaft" hat feinen Widerhell in der Wähler jedem objektiv Urteilenden nur mit Bewunderung anschaft gefunden, im Gegenteil, die rote Mehrheit" ist noch größer erkannt werden kann. Die Schaffung der Einheits geworden. Der abgeschossene Pfeil ist auf den Schüßen zurück gemeinde Groß- Ferlin aus 94 Gemeinwesen der ver= geprallt. Diese Tatsache ist viel wichtiger als alle sonstigen Ergeb- schiedensten Größe und Struktur war eine fommunale Großtat und nisse der Berliner Bahlen. bildete die Grundlage für eine großzügige fozial orientierte Rommunalpolitik. Sie wurde ergänzt durch eine weitschauende kommunale Bodenpolitik, die durch kommunale Vorratswirtschaft an Baugelände den privaten Bodenjpetulanten entgegenwirfte und die Vorbedingungen schuf für einen von der Gemeinde geförderten Bohnungsbau für Minderbemittelte, der einen Kranz von Wohnsiedlungen in Grünflächen und Waldparzellen um das alte Berlin herumgelegt hat. Hand in hand damit ging eine moderne Bertehrspolitik, die das ganze Berliner Verkehrs. wesen in der Hand der Gemeinde zentralisierte. Das neue Großfraftwer? Klingenberg und bald auch das im Bau befindliche Kreis um Adolf Ko vom 23. bis 25. November jeweils 19% Uhr Nadtheit und Erziehung ist das Thema einer Tagung, die der Westkraftwerf beliefern Berlin mit elektrischem Strom, die Gas. und Wassermerte befriedigen die Bedürfnisse der Vierim ehemaligen Herrenhaus, Leipziger Straße , abhält. Es reden millionenstadt in Gas und Wasser, alles zu einem so niedrigen Preise, Nadtfulturbewegung", Sonntag: Dr. Magnus Hirschfeld , Fried am Sonnabend: Adolf Koch , Dr. Graaz, Otto Weber über die wie private Werte das aus Profitgründen nicht tun. Das Beispiel rich Weigelt, Toni Gender( M. d. R.), Prof. v. Hauff über ,, Redtder privaten Charlottenburger Wasserwerke, die für den Kubifheit", Montag: Hildegard Wegscheider- Ziegler( m. d. 2.), meter Wasser 34 Pf. nehmen, während er bei den städtischen Werfen Dr. Toeplit, Dr. Friedrich Wolff über Das Recht auf den freien mir 15 Bf. foftet, spricht Bände. Schon diese knappe Stizzierung Leib". Sonntag vormittag: Gymnastikmatinee Adolf Koch( Theater der geleisteten fommunalen Arbeit für das Gemeinwohl zeigt, wie am Bülowplay). Es reden: Clara Bohm- Schuch , Adolf Koch Kein durch die von der Sozialdemokratie geführte Berliner Kommunal- öffentlicher Kartenverkauf. Nur organisierten Mitgliedern zugänglich. politik die Berliner Bevölkerung geschützt worden ist vor der Ausplünderung durch privatkapitalistische Erwerbs- und Profitgesellschaften.
Alle bürgerlich kapitalistischen Parteien haben den Fall Stlaret als Beweis für eine korruption hingestellt, die unter soza listischer Führung durch die in steigendem Maße von der Gemeinde Berlin betriebene Eigenwirtschaft verursacht worden sei. Diese Argumentation ist durch die Wählerschaft unzweideutig zurüd gewiesen worden. Es liegt ja auch zu offen zutage, daß die Korruption nicht aus der Gemeindeverwaltung entsprungen, sondern Don außen her, von einem privatkapitalistischen Profitbetriebe, in sie hineingetragen worden, daß also nicht der Gemeindefozialismus, sondern der Privatfapitalismus die Quelle der Korruption gewesen ist. Eine Beseitigung der tommunalen Eigenbetriebe und ihre Leberantwortung an die tapitalistischen Profitmacher würde deshalb nicht eine Beseitigung jeder Korruptionsmöglichkeit bedeuten, sondern im Gegenteil, der Korruption Tür und Tor öffnen. Die Korruption gehört zum privat fapitalistischen System wie der Schatten zum Körper. Das Schmieren" ist im fapitaliftischen Geschäftsverfehr eine alltäg liche Erscheinung. Je mehr fommunale Bedürfnisse vom Privat fapitalismus befriedigt werden, desto größer ist die Gefahr, daß Korruption von ihnen in die kommunale Verwaltung hineingetragen wird. Deshalb ist die tommunale Eigenwirtschaft direkt ein Schutz vor Rorruption.
Im übrigen tann ja auch in Berlin nicht von einer wirklichen fommunalen Eigenwirtschaft in sozialistischem Sinne gesprochen merden. Es handelt sich erst um Ansäße und Anfänge, um Tendenzen, denn noch immer ist der privatfapitalistische Einfluß auf die Gemeinde, die ja im fapitalistischen Wirtschaftsleben wirten muß, riesengroß. Alle bürgerlichen Parteien fördern ihn. Immer hin kann sich das in Berlin von der Sozialdemokratie in der Richtung zur Gemeinwirtschaft Geleistete durchaus sehen lassen. Ja, es muß ausgesprochen werden: Die Partei tann ftoIz darauf sein. Die engstirnige Interessenwirtschaft der freifinnigen Bezirksvereinspolitiker hat jahrzehntelang die dringendsten Auf gaben der Weltstadt Berlin vernachlässigt. Erst die Revolution
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20 Uhr:
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Nur eines hat man in Berlin nicht verstanden: die eigene mustergültige Arbeit in die rechte Beleuchtung zu rüden. Es fehlt der Stabstrompeter", der weithin hörbar das verdiente Lob der Berliner Kommunalpolitik hinausschmettert. Der Ausfall der Gemeindewahl am 17. November hat der Sozialdemokratie die Legitimation gegeben, ihre bisherige Gemeindepolitik gegen die privajtapitalistische Ausbeutung der Berliner Bevölkerung und für Die Stärfung der Eigenwirtschaft der Gemeinde fortzusetzen.
Wenn fapitalistische Korruption in diese Eigenwirtschaft einzu dringen sucht und auch einzelne Parteigenossen sich ihrer nicht zu erwähnen verstehen sollten, so wird niemand energischer dagegen vorgehen als unsere Partei. Im Stlaret- Fall wurde
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Todesfprung vom sechsten Stockwert. In Breslau sprang am Montag mittag die bei ihren Eltern wohnende Tochter eines Schneidermeisters von den im sechsten Stockwerk befindlichen Trockenboden auf den Hof hinab. Sie blieb mit zerschmetterten Gliedern tot liegen.
Die Rundgebung gegen den Faschismus war von der Liga für Menschenrechte veranstaltet.
Wetter für Berlin und Umgegend: Weiterhin beständiges Wetter, aber verstärkte Rebelbildung. Tagestemperaturen etwas niedriger. Für Deutschland : Allgemein Fortbestand der trpdenen Witterung, in vielen Gegenden neblig, nur im Nordwesten heiter. Berantwortl. Für die Rebattion: Bolfgang Schwarz, Berlin ; Anzeigen: Th. Glode, Berlin Berlag: Borwärts Berlag G. m b. S., Berlin . Drud: Berwärts Bud bruderei und Berlagsanstalt Baul Ginger& Co. Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Sierau 1 Beilage.
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