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Forderungen der Holzarbeiter.

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Die Tarifvorlage der Berliner Ortsverwaltung gebilligt.

Gestern abend nahm eine außerordentliche Generalversammlung der Berliner Holzarbeiter endgültig Stellung zu dem mantel. tarifentwurf der Ortsverwaltung. der am Montag den Ver­trauensmännern des Berliner Holzgewerbes vorgelegt und in feinen wichtigsten Buntten am Dienstag im Borwärts bereits ausführ lich wiedergegeben worden ist. Die hauptsächlichsten Forderungen find: Herablehung der Arbeitszelf von 46 auf 45 Stunden wöchentlich, Beschränkung bereberarbeit auf besondere Notfälle und entsprechenden Ausgleich geleisteter Ueberarbeit burd, Freizeit tarifliche Regelung der Entlohnungs- und Urlaubsbedingungen der Lehrlinge, Einstellung von Arbeitskräften nur durch den öffentlichen Arbeitsnachweis( Bermittlungs und Meldezwang), Einführung je einer Klasse der angelernten Arbeiter und der Arbeiter und Arbeite­rinnen unter 16 Jahren, Beseitigung der Mindest- und Durchschnitts löhne und ihre Erfeßung durch Tariflöhne.

Der Bevollmächtigte, Genoffe Boese, erläuterte noch einmal

Stare Front bei Ulstein.

Für die Gewerkschaft oder für die KPD . Das offizielle Bolfchemiftenblatt bestätigt munmehr unsere Mitteilung, daß die roten Betriebsräte" von Ulstein, von der KPD . vor die Entscheidung gestellt, zwischen der KPD. oder dem Buch druckerverband zu wählen, sich für diesen entschieden haben. Das

Blatt schreibt:

In der Betriebsfunktionärversammlung, die in der vorigen Woche stattfand, stimmten die Kommunisten für die Durchführung der Betriebsrälewahl auf Grundlage der wirtschaftsfriedlichen Palitit des DGB. Diese früheren Kommunisten wandten fich damit offen gegen die Beschlüsse bes Reichstongresses der Bewertschaftsoppofition. Wer bei der Betriebsrätemahl auf einer 2 m ft erdamer Lifte fandidiert, der führt offen den Kampf gegen die revolus tionäre Gemertschaftsoppofition. Die Anerkennung der Streifbruchftatuten ber reformistischen Gewerkschaftsbürotratte ist die Annullierung des revolutionären Brogramms, ist der Ber­zicht auf die Organisierung des Kampfes um Lohnerhöhung, ist ber offene Uebergang zum Klassenfeind und der Bruch mit dem Kommunismus

Die Front ist also ganz tlar. Wer für die Gewerkschaft eintritt, der begeht damit ben ,, Bruch mit dem Kommunismus". Die gemerf. schaftlich organisierte Arbeiterschaft ist für die KPD. der klassen feind er für die gemertschaftliche Einhellsliste bei den Betriebsrätemahlen eintritt, der führt damit den Kampf gegen die revolutionäre Gewertschaftsopposition".

Ganz unsere Meinung! Die KPD. mar, ist und wird inumer gemertschaftsfeindlich sein. Noch nie aber hat sie das mit einer fo erfreulichen Offenheit getan mie jest. Das ist zmar eine Abweichung" vom Leninismus, der List, Betrug und das Ber schweigen der Wahrhett fordert, aber um so erfreulicher für alle 3weifelnden und Schmantenden.

Die Kommunisten bei Ulstein find eingetreten für die Ein­heitsfront der Arbeitertlaife Sie find daher legt frühere Kommunisten", Renegaten", laffenfeinde". Ber jezt noch mit der BD. geht, ber muß wiffen, daß er bamit gegen feine Gemertschaft geht. Klare Front! Wir sind mit Lofomfty fehr zufrieden.

Die Arbeitsstreckung bei der BBG.

Arbeiterrat gegen Gewerkschaften.

Bu unserer Notiz in der gestrigen Margenausgabe ,, Keine Ent­laffungen bei der BBG." wird uns berichtigend mitgeteilt, baß die Dorübergehende Einführung eines fünften unbezahlten freien Tages im Monat für das Fahrpersonal nicht mit dem Betriebsrat, sondern mit dem Arbeiterrat vereinbart wurde, der in seiner Mehr. heit aus kommunisten und Unorganisierten besteht. Daß im Augenblid ein Ueberfluß an Fahrpersonal vorhanden und dadurch eine Stredung der Arbeit notwendig geworden ist, fann nicht beftritten werden

Die Uebersetzung an Fahrpersonal ist auf verschiedene Ursachen zurückzuführen. So mußten im Juni vorigen Jahres infolge der Bertürzung der Arbeitszeit des Berkehrspersonals #on 9 auf 8 Stunden zwangsläufig Neueinstellungen vorge nommen werden und bazu noch über diesen Bedarf hinaus, weil mahrscheinlich als Nachwirtung des vorigen strengen Winters ber Rrantenstand beim Fahrpersonal in den Sommermonaten bedeutend höher lag als in früheren Jahren.

Der in jedem Winter eintretende natürliche Rückgang an Fahr. gäften auf der Straßenbahn und den Omnibuffen( Wegfall des Aus­flugsverfehrs usw.), macht sich im neuen Jahr infolge der Fahrpreis. erhöhung noch etwas starter bemerkbar als in ben Wintermonaten früherer Jahre. Hingu fommt noch, daß jetzt erfreulicherweise entgegen alten Erwartungen, ber Krantenstand beim Fahrpersonal infolge des gelinden Binters anormal niedrig ist, so daß also tatsächlich im Fahrdienst augenblicklich zuviel Personal vor. handen ift.

Als die Organisationsvertreter von den geplanten Berfonaleinschränkungen erfuhren, bahnten sie mit der Be. triebsfeitung der BVG. Verhandlungen an, um ge meinsam mit ihr über die Behebung dieser Schwierigkeiten zu Beraten. Inzwischen hat aber der Arbeifertat nichts eiligeres zu tum gehabt, als feine Zustimmung zur Einführung eines unbezahlten fünften frelen Tages im Monat zu geben.

Die Gewertschaften wollten darauf bringen, ben Achte stundentag einzuführen, für welche Forderung fie jest die dentbar besten Argumente hatten. 3um mindesten, wollten sie aber versuchen, durch die weitere Borwegnahme von freien Tagen, die

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Feierschichten bei Thyssen.

Für 12000 Mann wöchentlich zwei Tage Lohnausfall.

An Duisburg , 16. Januar.

Die Zeitung der August- Thyssen- hütte wird infolge Mangels an Aufträgen Feierschichten in größerem Umfange einlegen. eingehend den Tarifentwurf, der den Generalversammlungsdele- Morgen, Sonnabend, wird das ganze Wert mit Aus gterten gebrudt vorlag und betonte zum Schluß seiner Ausnahme der Hochofenbetriebe feiern. In der nächsten und über­führungen, daß dieser Entwurf auch die Vorlage der erweiterten nächsten Woche sind ebenfalls zwei Feierschichten für sämt­Ortsverwaltung sei, die sie lediglich gegen die vier Stimmen berliche Betriebe vorgesehen. Sollten dann größere Aufträge noch nicht tommunistischen Berwaltungsmitglieder gutgeheißen habe. Die er. vorliegen, so würde auch in den folgenden Wochen an je einem oder weiterte Berwaltung empfehle der Generalversammlung, dieser Bor zwei Tagen gefeiert werden. Man hofft, daß die Lage sich in einiger lage zuzuftimmen, ba in ihr die Wünsche der Mehrheit der Berliner Beit beffern wird. Von den eingelegten Feierschichten werden etwa 12 000 Arbeiter betroffen. Berbandsmitglieder verantert worden seien.

In der Distussion versuchten die Kommunisten. jedoch ohne Erfolg, ihre in der Kleinen Afeganderstraße festgesetzten Forderungen an den Mann zu bringen, die wie üblich von der Bor auslegung ausgingen, daß auf der Gegenfeite ein Bertragsgegner vorhanden ist, dem man nur den Federhalter zur Unterschrift unter bie eingereichten Forderungen in die Hand zu drücken braucht. Die Generalversammlung lehnte die kommunistischen Agitations­anträge ab und billigte mit großer Mehrheit die Vor lage ber Ortsverwaltung, so daß diese nunmehr den | Unternehmern unterbreitet werden fann.

mährend der Sommermonate wieder ausgeglichen werden sollten, einen gangbaren Weg aus der Sadgasse zu finden. Der Arbeiterrat, der in seiner Mehrheit antigemertschafts

lich

Itch eingestellt ist, hat jedoch den Organisationen durch sein eigen. mächtiges Handeln den Weg zu einer solchen Lösung verbaut, jeden­falls aber die Berhandlungen der Gewerkschaften mit der Betriebs­falls aber die Verhandlungen der Gewerkschaften mit der Betriebs­leitung über diese Frage sehr erschwert.

So sieht die Wahrnehmung der Intereffen der Belegschaft durch Leute aus, die in den Bersammlungen überradikale Burzelbäume schlagen, am Berhandlungstisch jedoch völlig verjagen, Die Ber: fehrsarbeiter werden fich bei den kommenden Betriebsrätewahlen diejenigen aus ihrer Mitte, die sie mit ihrer Interessenvertretung beauftragen wollen, bestimmt etwas näher ansehen als im porigen Jahre und ihre Tüchtigkeit nicht nur nach Ihren Worten, sondern auch nach thren Taten beurteilen.

613 0.5

Die Organisationen in Deutschland . Der ADGB. an der Spitze.

ARBEITER: insgesamt ca. 16 Millionen

BEUTSCHER

SUNTSILDDERS

davon organisiert 43 5,857 Mill(-36,5%

ANGESTELLTE: insgesamt ca. 3,8 Millionen

1582Mill.(- 41,6%)

BEAMTE: insgesamt ca. 16 Millionen

QWAREMSERENEMERS

1,270 Mill.(-794%)

Organisationsgruppen: frei- christlich- freiheitlich nationale gewerkschaftliche nationale sonstige Christl( Mitgliederzahlen in Tausenden Gewerksch

4867 A.D.G.B.

720 GWR 170

100

ARBEITER

440 AFA

470

G.D.A.320, D.B.V.32, A.VV.20

300

Gd.

A.G.

ANGESTELLTE

A.E.V. 40

1050 D.D.B.

180

A.D.B.

BEAMTE

In diesem Schaubild fällt zunächst das ungünstige Verhältnis zwischen der gewerffchaftlich organisierten Arbeiterschaft und den Unorganisierten auf, die von der KPD. als flassenbewußt" umschmeichelt werden, während die Gewertschaftsmitglieder als, So. zialfaschisten" von ihr beschimpft werden. Etwas günstiger ist das Organisationsverhältnis bei den Angestellten, am besten aber bei den Beamten.

Gewertschaftsbund organisierten Arbeiterschaft zeigt deutlich Der mächtige Blod der im Allgemeinen Deutschen die Bedeutung der freigemertschaftlichen Arbeiterbewegung in Deutschland im Bergleich zu den übrigen Gewerkschaftsrichtungen. Einige Zahlen find zwar überholt, boch bas Gesamtbild wird dadurch wenig berührt.

Unter den Angestelltengruppen hat der Af A. Bund sich bereits eine beachtenswerte Stellung berschafft, während es der freigemert­schaftlichen Beamtenbewegung leider noch nicht gelungen ist, sich die nötige Ausbreitung zu sichern.

002

Verbandstag der Bergarbeiter.

Am 20. Juli in Breslau .

Der freigewerkschaftliche Verband der Bergbauinduftriearbeiter Deutschlands beruft zum 20. Juli nach dem Gewerkschaftshaus in Breslau feine 27. Generalversammlung ein. Die in der Nr. 2 des Berbandsorgans veröffentlichte Tagungsordnung fieht außer der Er­stattung der Geschäftsberichte für die Jahre 1928 und 1929, den ver­schiedenen Wahlen und Berichten von Gewerkschaftstagungen die Renderung des Berbandsstatutes fowie zwei Referate über das Berg arbeitsgeleg und die Reaktion in der Wirt Ichafts- und Sozialpolitit vor Die Wahl der 150 Delegierten und ihrer Erjagmänner erfolgt am Sonntag, dem 6. April im gesamten Reichsgebiet, und zwar nach ber Wohlordnung und den Bestim mungen des Verbandsstatuts. Der Verbandstag wird voraussichtlich bis zum 25. Juli dauern.

001

Nur 15 Arbeitstage im Monat. Wenn die Unternehmer die Arbeitszeit fürzen. Kaffowih, 16. Januar.

"

Der Bolonid" zufolge sind in der Bismard Hütte und anderen Hütten desselben Konzerns die monatlichen Arbeitsschichten auf 15 beschränkt worden; für den Lohnausfall wird die Arbeitslosenfürsorge eintreten. Diese Maßnahme hat bei der Arbeiterschaft große Erregung hervorgerufen. sind s

Tarifverhandlungen in Dänemart.

Unter dem Drud von Aussperrungsdrohungen.

Kopenhagen , 16. Januar.

Ueber den Neuabschluß von Tarifverträgen für etma 62 000 Arbeiter wird gegenwärtig zwischen den Unternehmern und den Gewerkschaften verhandelt. Die Unternehmer flagen, daß diefe Verhandlungen u. a. dadurch erschwert würden, daß, teilweise Lohnerhöhungen bis zu 15 Broz. gefordert würden. Sie suchen die Verhandlungen durch die Drohung zu beeinflussen, in ihren Kreisen fomme der Wille zum Ausdruck, auf breiferer Grund­lage den Kampf aufzunehmen,

Eine wichtige Rolle spielt hierbei der seit längerer Zeit an haltende Streit bei dem Bau der Brüde über den kleinen Belt. Wenn dieser Streif nicht beigelegt wird, was an der Haltung der Unternehmer scheitert, wollen die Herren zur Aussperrung über­gehen.th ad tue

Bergarbeiterkampf in Australien .

Sidney, 16. Januar.

( Eigenbericht.)

Ein Zusammenstoß zwischen Mitgliedern des Arbeiter Verteidigungstorps und der Polizei in der Nähe von Ceßnod in Neusüdmales hat zu einer völligen Stillegung der Gruben im ganzen dortigen Bergbaudistrikt geführt. Die Frauent der Bergarbeiter sind überall ihren Männern durch Uebernahme von Streitposten behilflich. Die Regierung von Neufüdmales hat mit der Rekrutierung einer freiwilligen Hilfs. polizei begonnen.

Der Ministerpräsident von Neufübwales, B a vin, befindet sich auf dem Wege nach Melbourne , um den Bundesministerpräsidenten Scullin zur Intervention zu veranlassen.

Jugendgruppe des Zentralverbandes der Angestellten Seute, Freitag, finden folgende Beranstaltungen flatt: Dberfpree: Jugendheim Laufener Str. 2. Bortrag: Moderne Berlaufstunit". Referentin Dipl.- Bandelslehrerin Müller. Röpenid: Jugendheim Dahlwiger Giraße( Gasanstalt), am Bahnhof Röpenid. Brettspielabend. Südwest: Jugendheim Borditr. 11, Rimmer 5, 2. Sof, Quergebäude 1 Treppe. Borttag: Die Bildung des Junggemertfdjaftlers". Referent Gertrud Ellert. b 20 Uhr Berufstundliche Arbeitsgemeinschaft der Jugendbezirke Neukölln und Urban int Jugendheim Neukölln, Böhmische Str. 1-4.

Nachruf!

Am 14. Januar dieses Jahres verschied das Mitglied des Reichskalirats

Herr Generaldirektor a. D. Dr. ing. h. c.

Theodor Plieninger

in Frankfurt a. M.

Er gehörte dem Reichskalirat seit seiner Gründung als Unternehmervertreter aus den Kreisen der Kali ver­arbeitenden chemischen Industrie an. In dieser Eigen­schaft hat er an allen Aufgaben, die den Reichskalirat beschäftigt haben, mit regstem Interesse mitgearbeitet und ist in vorbildlicher Weise stets bemüht gewesen, bei Meinungsverschiedenheiten und Interessengegen­sätzen eine ausgleichende Lösung herbeizuführen. Sein liebenswürdiges Wesen, seine große Menschen­freundlichkeit und stete Hil sbereitschaft sichern dem Verstorbenen ein dauerndes. ehrendes Andenken.

Im Namen des gesamten Relchskallrats Der Vorsitzende: Dr. Zirkier

Deutscher Metallarbeiter- Verband

Verwaltungsstelle Berlin Todesanzeige Den Mitgliedern zur Nachricht. Daß unser Rollege, der Schloffer

Georg Becker

geb. 28. Februar 1876, am 14 Januar geftorben ift.

Die Beerdigung findet Sonnabend. ben 18. Januar. 14 Uhr. von der Beichenhalle des Gemeinde- Friedhofes in Reinickendorf , Humboldt- Straße aus statt

Rege Beteiligung wird erwartet.

Nachruf

Den Mitgliedern ferner zur Nach richt, baß unser Rollege, der Gleifer

Waldemar Grieger

geb. 4. Juni 1890, ani 6. Januar geftorben ift.

Die Beerdigung hat bereits statt. gefunden

Chre threm Andenken!

Die Ortsverwaltung

Die Geburt eines Jungen zeigen hiermit an

Kurt Stolp und Frau Irene geb Richter.

Berlin , den 15. Januar 1930.

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Berlin Leipzigerstr . 122-123.

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