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wunderbaren Sinn für Arbeitsorganisation zu einem großen Tageblatt modernen Gepräges auszubauen verstand. Da- neben begründete er dieWaffenkammer", e.ne Sammlung verschollener Schriften aus der Geschichte der Partei, in der er selbst zahlreiche Beiträge veröffentlichte. Aus dem einen") ist seine grße Geschichte:Die erste deutsche Arbe terbewe- gung"(Leipzig , C. L. Hirschfeld, 1925) hervorgegangen. Wieder ein neues Arbeitsfeld/ das allein einen ganzen Mann hätte ausfüllen können, war die Gemeinde- Politik. 1999 wurde er Stadtverordneter. Wissenschaft- lich und praktisch vorbereitet wie selten einer, wußte er sich als einziger Sozialdemokrat unter 61 durchzusetzen. Wie viele sachlich gegründete Politik wußte er zu üben, wie viele brauch- bare Vorschläge zu machen! Wie es überhaupt eine besondere Eigenart Quarcks war, wie ich sie in dieser Dollendung kaum wieder getroffen habe. Er schrieb und sagte selten etwas, was nicht in praktische, der Kritik standhaltende Vorschläge ausmündete. Seit 1898 Kandidat des Wahlkreises Wiesbaden , kandi- dierte er 1997 für Frankfurt a. M. zum Reichstag, unter- lag aber dem bürgerlichen Sammelkandidaten, dem Fort­schrittler O e s e r. 1912 zog er in den Reichstag ein, nach dem Umsturz Beigeordneter im Reichsamt des Innern, dann Mit- glied der Nationalversammlung und zweiter Vorsitzender des Verfassungsausschusses. Hier gehörte er zu den eifrigsten Arbeitern, war Berichterstatter im Ausschuß(Das Reich") und in der Vollversammlung(Reichsverwaltung), bis das Kompromiß in der Schulfrage, das wir notgedrungen, um nach dem Rückzug der Demokraten aus der Regierungs- Mehrheit die Verfassung zustande zu bringen und die katho- lischen Randgebiete beim Reich zu erhalten, dem Zentrum zugestanden hatten, ihm die weitere Mitarbeit verleidete. Von da an trat er politisch nicht mehr viel hervor. Er gehörte noch zu dem Ausschuß, der das Görlitzer Pro- g r a m m vorbereitete(ich traf ihn zuletzt im Unterausschuß für die Verfassung, wo er gemeinsam mit Edmund Fischer für Deutschland ganz neuartige, von englischen Vorbildern abgeleitete, fruchtbare Gedanken über das Ver- HSltnis von Staat und Gemeinden vertrat). Im übrigen lebte er fast nur noch von schriftstellerischer Arbeit. Nach seiner Geschichte der ersten Arbeiterbewegung war sein letztes großes Werk der erste Band einer Geschichte des Deutschen Derkehrsbundes:Die Entwicklung des Handels. Transports und Verkehrs in Deutschland ", d e im Herbst 1929 in der Verlangsanstalt Courier erschienen ist. Es ist ein Bekenntnis, wenn er da im Vorwort erzählt:Der Deutsche Verkehrsbund hat den Unterzeichneten zur Abfassung der beiden Bände(der zweite sollte die Geschichte des Ver» bandss behandeln) berufen. Es war ihm mehr als eine wissenschaftliche Aufgabe, sondern fast eine Herzenssache. den Versuch zu machen, die Vergangenheit und Gegenwart der Verkehrs- und Transportgewerbe und ihrer Gewerk- fchaftsorgani'ation zu schildern, zu der er in seinem politischen Leben und Wirken vielfache praktische Beziehungen hatte. Denn er kämpfte an der Seite der Handlungsgehilfen, Handelsarbeiter. Straßenbahner und Eisenbahner früher um deren Geltung innerhalb der deutschen Volkswirtschaft und erlebte die Ersteigung wichtiger Stufen ihrer gewerkschaft- lichen und politischen Entwicklung persönlich." Hinter der schlichten Darstellung verbirgt sich eine, tiefgründige Gelehr- famkest, untrem klarer Blick für das lebendige Werden .kommt darin zum Ausdruck Kurz vorher gab st noch ein anderes Denkmal feines geistigen Wesens heraus:Sozialistische Kultur- und Dil- dungsarbeit", ein Programin zu den Verhandlungen des sozialistischen Kulturtags in Frankfurt Wie tief ihn die Auf- gaben der Bildungsarbeit im Innersten bewegten, hatte er schon neben manchem kleineren Aufsatz in der sehr wertvollen Abhandlung:Kommunale Schulpolitik"(in der Sammlung Sozialdemokratische Gemeindepolitit", 1996 erschienen) be- wiesen. Hier bringt er in einem Beitrag:Sozialistische P e r s ö n l i ch k e i t s k u lt u r" noch einmal tief innerliche Empfindungen zum Ausdruck, predigt Ritterlichkeit gegen die Frau, Kameradschaft unter den Genossen.Mögen mir weitere Genossen helfen, unsere Persönlichkeitsbildung in diesem Sinne, im Sinne des edelsten und besten Gemein- sinns, zu beeinflussen. Aufgenommen von der großen 5�lltur- bewegung der sozialistischen Arbeiterschaft und ihren Organi- iationen, werden sich unser Bemühungen um Veredlung des sozialistischen Menschen ebenso sicher lohnen wie unsere poli- tischen Anstrengungen!"-- Aber seine. Zeit war abgelaufen. Aufbauend auf einer mit unvergleichlicher Sorgfalt und Planmäßigkeit geschaffe» nen Stoffsammlung hatte er das ganze große Gebist sozial- politischer Kampfes-, und Schaffensarbeit durchmessen. Für Millionen, die nie von ihm wußten, hat er. der viele Jahre Arbeit leistete, die nachher von ganzen Büros dewältigt wurde, im Kampf um Arbeiterschutz den Grund zum Menschentum gelegt,. Unendliches in Begründung und Aus- Übung der Wohlfahrtspolitik geleistet. Und in Verfassung, Wissenschaft, Bildungsarbeit erkannte er die Krönung eines Wirkens, das doch nur Grundlegung sein sollte zum So- zialismus. Eine rauhe Kampfnatur, schonte er auch den Ge- Nossen nicht im Meinungsstreit. Aber sein Herz war weich, sxine Hände waren rein So ist er eine Verlebendigunq des Bibelwortes:Wenn es köstlich ist, so ist es Mühe und Arbeit gewesen."

Krach um die Ha?en?reuzsihe. Wo gehören sie im Reichstag hin? Der Aeltestenrat des Reichstags hielt am Mitttvochnachmütag eine Sitzung ab, die sich lediglich mit der Neuverteilung der Sitze in den Ausschüssen und der Plätze im Plenarsaal beschäftigte. Die Neuoerteilung ist durch den Zusam-nenschluh der Christlich - nationalen Bauernpartei und tüa Deutschnatio­nalen Arbeitogemeinschaft zu einer Fraktion notwendig geworden. Die neue Fraktion erhält ihre Plätze zwischen den Deutschnationalen und der Deutschen Volk spartet. Bei dieser Gelegenheit ist zwischen den Parteien ein Streit über .�te Plätze der Nationalsozialisten entstanden. Einige Parteien, insbesondere die Deutsch «. Bolkspartei, verlangen, daß diese Gruppe ihre Plätze entsprecheiid Ihrer parteipolitischen Stellung auf der äußersten Rechten, also noch rechts von den Deutsch - nationalen, erhält, stebsr dies« Frage Ist eine Cinizung noch nicht erzielt worden.' Bei der Neuverteilung der Ausschuhsitze sind 'der neubn Fraktion die ihr entsprechend ihrer Stärke zustehenden Sitze zugebilligt worden. Zu dem Arbeitsplan des Reichstages' für die nächsten Tage hat der Aeltesteirrat keine neuen Beschlüsse gefaßt.

Oer Bürgerblock in Württemberg . Die Sozialdemokratie fragt nach den Bedingungen des Kuhhandels.

Stuttgart , 22. Januar. (Eigenbericht.) Da« württembevgifche Staatsministerium hat geglaubt, dt« Tat- fache der Erweiterung der Regierungskoalition dem Württembergischen Landtag durch den Zutritt zweier Parteien lediglich durch ein kurzes Schreiben seiner Kanzlei mitteilen und sich um eine politische Begründung des Vorgangs drücken zu können. Das ist von der sozialdemokratischen Fraktion durch jolgende A n f r a g e im Landtag durchkreuzt worden: l. Welche Folgen ergeben sich aus der Regierungseruxitc- nftig für die grundsätzlichen R i chT l i n i t n der Regierungs- Politik, insbesondere für die Stellung der Regierung zu der Sl u ß e n p o l i t i k der Reichsregierung, zu den Fragen der Reichsreform, der Wirtschaftspolitik. der württem- bergsschen Verwaltungsreform und der Schulpolitik, vor allem in bezug auf die Durchführung de« achten Schuljah­res und der Lchrerbildungsreform? Welche Zusiche- nrngen sind den beiden zur Regierungskoalition hinzugetretenen Parteien in diesen Fragen bei der Regierungserweiterung gegeben worden? II. Auf welcher oerfassungsrechtsichen Grundlog« beruht die neue Einrichtung des ehrenamtlichen Beirat» des Staats» Ministeriums? Wie verträgt sich die Einrichtung des ehrenamtlichen Beirats mit der Bestimumng des§ 26 der Landesverfassung, daß die Staatsleitung durch den Landtag dem Staatsminssterium über- tragen wird, in Verbindung mit Artikel 1 des Gesetze» über das Staotsministerium und die Ministerien, wonach das Staats- Ministerium aus den Ministern besteht und die Zahl seiner

Mitglieder auf fünf beschränkt ist? Welche Befugnisse sind dem ehrenamtlichen Seirat eingeräumt? Wodurch unterscheidet sich seine Mitarbeit in den Sitzungen des Staatsministeriums von der der Ministerialreferenten, die zu den Sitzungen zur Auskunftsertei- lung zugezogen werden? Welche Auswirtungen wird die Einvich- tung des ehrenamtlichen Beirats auf die nach§ 36 der Verfassung dem Minister auferlegte Pflicht haben, die Geschäfte seines Ministe- riums unter eigener Verantwortlichkeit, soweit nicht das Staats- Ministerium zuständig ist, zu führen? Aus welchem Etats- iitel werden die Entschädigungen des ehrenamtlichen Beirats bestritten und wie hoch sind sie? payers Protest. Zum Protest des Ehrenvorsitzenden der Deutschen Demokrati - schen Partei, Friedrich Payer , gegen den Eintritt der Würt­temberger Demokraten in die dortig« Regierungskoalilion erfährt derDemokratische Zeiwngsdienst", daß der Reichsvorstand der Deutschen Demokratischen Partei bei seiner näch- sten Sitzung am 15. Februar sich mit der Angelegenheit beschästigen wird. Die Führer der Württemberger Demokraten werden zu der Sitzung eingeladen: Vizekanzler a. D. Payer gehört in seiner Eigen- schast als Ehrenvorsitzender dem Parteioorstand an. Die Reichspärteilcitung der Deutschen Demokratischen Partei hat bisher keine Gelegenheit gehabt, zu dem Beschluß der Württemberger Demokraten Stellung zu nehmen, da zu der entscheidenden Sitzung am letzten Sonntag kein Vertreter der Reichsparlei- lettung zugezogen war. Vizekanzler a. D. Payer hat Inzwischen seinen Entschluß, mir mehr bei der Parleizenbrale als Reichsmitglied organisiert sein zu wollen, der Parteileitung mitgeteilt.

Das Spiel mit dem Aufstand. Sowjetpresse treibt deutsche Kommunisten an.

") ,A>>ß Arbeiterverbrüdenmg" 1848/4S.

Moskau, 22. Jamiar.(Ost-Exprcß.) Im Zusammenhang mit den Demonstrationen der Arbeitslosen und den Unruhen in Berlin , Worms und Chemnitz ergeht sich die ausführlich darüber berichtende Sowsetpresse jetzt viel in Be- trachwngen über die Zuspitzung der Lage und denr e o o l u t i o- nären Aufschwung", der in Deutschland zu bemerken sei. Die e n i n g ra d s k a j a P ra wda" sprich) von einem Eintreten derKPD. in eine revolutionäre Kampf- zone" und zugleich von einemProgramm der Bourgeoisie", welches auf eine Verschlechterung der Lebensbedingungen der Ar- beiterklasie und im Endziel aus die Unterdrückung der Kominunisti. schen Partei gerichtet sei. Dadurch entsteht nach der von dem Sowjet- blätt oerkreienen Meinung in Deutschland «ineunmittelbar r e v o l u t i 0 n ä r e S i t u a t i o n". Der Gang'der Ereignisse rücke diese Situationunerbittlich" immer näher, und sie werde aus einer bisher nur entfernten Möglichkeit zurallernächsten Etappe im Klassenkampf in Deutschland ". * Die Aeußerungen der Sowsetpresse entsprechen dem vom Ekki vorgezeichneten Plan. Im wvrigen Jahr stellte da« Ekki fest, daß dieunmittelbare revolutionäre Situation" noch nicht gesiebsn sei, aber herannahe. Es gab einstweilen zur Vordere. tung die Parole politischer Massen- streik aus. Pünktlich mit Jahresbeginn hat die deutsche kommu- nistische Presse begonnen, die Parolepolitischer Massenstreik" täglich nachzubeten. Es ist zwar nichts daraus geworden und wird nichts daraus werden, aber es wird befehlsgemäß ge- druckt. Die revolutionäre Gymnastik mit Rowdymethoden folgt nach, die Staatsgewalt schreitet ein, die kommunistische Presse schreit noch lauter, und in Rußland konstatiert man befriedigt: unmittelbar revolutiynäre Situation". Der Grad der Hysterie der kommunistischen Zentrale und ihrer Presse ist noch immer das Fieberthermometer der bollche- wistischen Aerzte gewesen, die der Weltgeschichte den Puls fühlen, weil sie die Wellrevolutton erwarten. In diesem Un- sinn ist allerdings eine Gefahr: daß der falschen Diagnose ein blödsinniges Rezept folgt, auf die Konstatierung derun- mittelbar revolutionären Situation" der Befehl zum unmittel- bar revolutionären Aufftand. So könnte aus der Farce das Verbrechen werden! Am Ende steht dann die Zcchl der Toten und Verletzten, die Zahl der Zuchthausstrafen und die Stärkung des Rechtsraditalis- mus. Die falsche Moskauer Diagnose wird dann mit der Konstatisrung beiseite geschoben werden, daß die KPD . nicht bolschewistisch genug sei, eine Führergarnitur wird abgesägt und dann beginnt das Spiel von vorne. Die russische Presse täte besser, sich um die Situation in Stalin-Ruhland zu kümmern! Die Gehnsuchi nach der Zllegaliiäi. DerSoz. Pressedienst" schreibt: Die Kommunistische Partei be- stresset nach wie vor, daß sie eifrig dabei ist, sich auf illegale Tätigkeit einzustellen und ihr ein Verbot sogar will- kommen wäre. Sie bestreitet das, obwohl nichts leichter als das Gegenteil bewiesen werden kann. Im Jahre lS2S hatte die Komnnimitische Partei z. V. in Rund­schreiben an ihre Unterorganisationen daraus hingewiesen, daß es darauf ankomme, die Partei auch für die Zeiten illegaler B e t ä t i g u n a vorzuberessen. In einem derartipm Rundschreiben heißt es. die Kommunistisch« Partei muffe ihre Mitglieder immer wieder prüfen, um zu verhindern, daß Partelschädlinge eindringen. Die Berlegung de« Schwergewichts der Partei au« den Wohn- be»Irken in die Betriebe solle die inner« Sicherheit der Partei er- höhen. Denn die Angehörigen der Zellen würden sich kennen und täglick, zusammenkommen. Das proletarische Clement stände dann im Mittelvunkt der Organisat'on. Di« Betriebszelle sei in t l l e- galen Perioden unzerstörbar, weil sie von vornherein kon- spiratw arbeiten müsse. Zwecks Vorbereitung der illegaleu Arbeil hak dl« Kommunistische Partei schau im Zahre 1929 Richllluieu ausgestellt

und ihre Unterorganlsationen angewiesen, die Funktionärauswahl folgendermaßen vorzunehmen: Funktionen sollen nur den Mit- gliedern gegeben werden, die sich als Parteigenossen bei der Klein- arbeit bewährt haben. Leitende politische Funktionen sollen ab- hängtg vom Parteiamt und einwandfreier Funktionärver- gangenheit sein. Illegale verantwortliche Funktionen dürfen nur ausgeübt werden von Mssgliedrn. die mindestens fünf Jahre in d«r Partei sind, die den Nachweis zur Ausübung d«r Funktion erbringen, über illegale Schulung oerfügen und politische Erfahrung besitzen. Auf die konspirale Schulung soll besonderer Wert gelegt werden. Sie bestehe darin, daß die Par- tei lernt, im Geheimen zu arbeiten, ohne sich dem Gegner gegenüber ein« Blöße zu geben, dabei aber engst« Fühlung mit den Massen zu behassen und aktiv bewaffnete Aus- stänhe vorzubereiten. M i l itä rl sche Schulung sei notwendig. Die Vor» bereitung für die Illegalität und die illegale Ar» b e i t müsse schon in den legalen. Perioden geleistet werden. Dazu gehöre die Instruktion der Funktionäre über ihr persönliches Ber» hassen, über die Vorb«reitung illegaler Quartiere. Büros, Verbindungen usw. Während der Legalität müsse di« gesamte Partei mitderNotwendigkeit der illegalen Arbeit vertraut gemacht werden, damit bei Verrichtung Illegaler Arbeit eine Reihe bestimmter Derhallungsmoßvegeln beobachtet werden können. Auch auf dem Reichsparteitag der KPD. im Juli ISZS war die Vorbereitung auf die Illegalität im engeren Führertreis Gegenstand der Erörterungen. Damals wurde betont, daß es wichtig sei, Sicherheitsmaßnahmen ein. zuleiten und auszubauen, dl« die vollständige Wsiterführung der Parteiarbeit im Fall« des Verbotes garantierten. Diese Auszüge aus Rundschreiben der KPD. können wir auf Wunsch beliebig vermehren. Ein Zeichen, daß man sich t r o tz a l l e r Zellenarbeit der KPD. über die Ziel« und Absichten der Kommunistischen Partei nach wie vor genau informieren kann und viele Zellenbauer es mit den vertraulichen Rundscbreiben ihrer Be. fchlshaber in Berlin nicht so genau nehmen. Andererseits aber zeigen die Rundschreiben durchweg. daß die Sommunsstlsche Partei nicht nur mtt einem verbot rechnet, sondern selbst i» der ZllegaNläl ihre Zukunft sieht. Deshalb die Sehnsucht nach einem Perbot der eigenen Partei und deshalb wiederum der Ton der kommunistischen Presse und die ver. brecherische Taktik der KPD., deshalb auch die Versuch«, a h n u n g s. lose Arbeiter mit der Polizei in Konflikt zu bringen.

Kommunistin würgi einen Schupo. In!lnterso»ungshaff genommen. Chemnitz . 22. Januar.(Eigenbericht.) Am Dienstag wurde die hiesige kommunistisch« Stadt» verordnet« Erna Knotch o e r h a f t« t. Sie wird beschuldigt, bei den Unruhen in Hartmannsdorf den Führer de» Polizeikommondos am Hälfe gewürgt zu haben, während andere Kommunisten auf ihn mit Zaunlatten und Steinen einschlugen. Di« Verhaftet« befindet sich in Untersuchungshaft.

Der Geschistxordnung,au-schuß de, velchsliW, beschloß am Mittwoch auf Antrag des Reichsinnenministers, die Immunität des deutschnationale» Reichstagsabgeordneten und Bürgermeisters von Acrlin-Schöneberg V e r v d t, oüfzu- h e b e n. Gegen Verndt scll aus Antrag der preußUen Regierung ein D i sz i p l i n a ro e r s a hr« n eingeleitet werde», w«!! er sich anläßlich des Volksbegehrens geweigert hat, dem Erlaß ds« preußi­schen Innenministers an die ihm üntsrstcllten Beamten� weiter- zuleiten. Berndt selbst trat für die Aufhebung«in, Dimit da» für di« gesamte Beamtenschaft wichtig« Verfahren durchgeführt werden könne. hergt gegen Hilgenberg. Aus deutschnationolleu Kreisen verlautet, daß der.Mltdegründer der Deiitschna'ionalcn Partei und frühere Vorsitzende der' deutschnationalen Reichstagsfaaktion, der Reichstagsabgeordnet« Hergt, es abgelehnt hat über seinen Wahlkreis hinaus agltatorisch für di e' D e u t sich n atio- nal« Part«i tätig zu sein. Ursache sst der Hugenberg» Kur».