mur als Weichensteller" zu fungieren habe, bazu benugt, von dem frankhaften Erlebnis abzulenten und traft der Autorität des Arztes eine allmähliche Umstellung des Patienten auf Heroisches"( gemeint ist z. B. Mutterschaft der Frau und Kriegsbegeisterung des Mannes) herbeizuführen. Diese Berufung auf Heroisches" aber, das zu allen Zeiten den arbeitenden Menschen über seine wahren Bedürfdes Argument, die„ Ehreurettung der Hypnose", so wie der Bor. niffe hinwegzutäuschen versuchte, ist für uns ein wenig überzeugen. tragende sie versteht, ist somit völlig vorbeigelungen. Neue Reichsbannerortsgruppe in Rudow .
Auch die Berliner Milchhändler haben erkannt, daß im Zusammenschluß die Schwachen mächtig sind. Sie können bereits auf ein zehnjähriges Bestehen zurüdbliden. In dem festlichen Kreise, der die Mitglieder des Berbandes„ Bereinigte Berliner Milchhändler" im Lehrervereinshaus vereinte, sprach der erste Borfizende Reins über die Schwierigkeiten der Berliner Milchpersorgung, die in der Hauptsache in der komplizierten Behandlung der leicht verderblichen Ware liegen. Dann behandelte er das Steckenpferd aller Milchhändler: die Staffelung des Das Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold hat nun auch Milchpreises. Die reinliche, mit mehr Aufwendung von Kosten in Rudom die republikanischen Kräfte zu einer Ortsgruppe des gewonnene Milch follte höher im Breise stehen als unsaubere, schlecht großen Bundes zusammengeschlossen. Aus Neukölln, Adlershof und gewonnene Milch, ebenso sollte Milch mit höheren Fettprozenten Schönefeld waren die Reichsbannerfameraden nach Rudom marteuerer bezahlt werden als jene, die sich knapp an der polizeilichen Schiert. Dort wurden sie von der republikanischen Bevölkerung im Mindestgrenze von 2,7 Proz. hält.( Genau genommen ist das eine Restaurant Juliuspart" erwartet. Der Gaal war überfüllt, als Berteuerung der Milch auf Kosten der unbemittelten Käufer, denen die Kundgebung durch den Kameraben Hoffmeister eröffnet mit der schlechten und billigen Milch auch nicht geholfen ist. D. Red.) murde. Stadtverordneter Gutschmidt und Stadtrat Radtke beDer Redner erörterte dann auch die Schwierigkeiten in der Betonten in ihren Ansprachen, daß die Reichsbannerbewegung die lieferung. Die verschiebenen und schwankenden Quantitäten große Aufgabe habe, die Aufbauarbeit der Republif zu schüßen und Milch. die täglich nach Berlin fommen, bürden das ganze Risiko dem mitzuhelfen an der staatsbürgerlichen Erziehung des Handel auf. Der Redner bemühte fich nachzuweisen, daß der Ber- Boltes. Der organisatorische Aufbau der Ortsgruppe wird in den liner Milchhandel immer redlich bestrebt mar, audy in schwersten nächsten Tagen erfolgen. Zeiten die Versorgung Berlins mit Milch sicherzustellen. Die Milch foll auch besser geworden sein. Der heute beinahe 4000 Mitglieder zählende Berband hat sich in der Nähe aller Berliner Güterbahnhöfe Meiereibetriebe geschaffen. Die Gesamtmilch wird dort, bevor fie in den Berfehr gebracht wird, vom Hauptgesundheitsamt der Stadt geprüft. Interessant war auch die Feststellung, daß über 1000 Gefuche zum Handel mit Milch jährlich an den Magistrat gerichtet werden. davon werden 800 bis 900 zugelassen. Doch sind viele der neuen Geschäfte nicht eristensfähig. Eine mäßigung im Tempo der Bewilligungen sei darum angebracht. Ein guter Werbefilm über Berlins Milchverforgung schloß sich diesen Ausführungen an.
Werftätige als Künstler.
Im Buch gewerbesaal( Dreibundstraße 5) ist eine sehr interessante Ausstellung von Baienfunst zu sehen, die am Mon tag durch Ansprachen von Bürgermeister Dr. Herz und Stadtrat Dittmer eröffnet wurde. An Hand der in vorbildlicher Uebersichtlichkeit ausgestellten Arbeiten gab. der Kunstmaler Mag Graefer aufschlußreiche Erläuterungen über den Zweck der Volkskunstkurse. Die Beschäftigung mit der bildenden Kunst soll nicht mehr ein Bildungsprivileg der befizenden Klaffen sein; nach modernen Brinzipien soll auch der Werftätige zur Freude am Schaffen erzogen merben, vor allem nach feiner persönlichen Borstellungskraft zu geftalten, verfügen, ohne die Natur nachzuäffen und ohne lang. meilige Ummege über Perspettive und Anatomie. Sehr instruktiv für diesen Ideengang waren die ausgestellten Zeichnungen einer 72jährigen Blätterin, die von ersten, recht hilflosen Ber fuchen zu beachtlichen Endergebnissen führten. Gin Stuben= maler hatte es von einem schablonenhaften Anfängerölbild( einen Bferbetopf darstellend) zu Tierbilbern von erstaunlicher, malerischer Feinheit gebracht. Eine junge Chemiterin und eine Kontoristin zeigten nach leberwindung der ersten tonventionellen Kitsch, produkte Aquarelle non startem, farbigen Reiz, denen eine Ber mandschaft mit frühpersischen Malereien nicht abzusprechen war. Ein 21jähriger Raufmann entpuppte fich als ausgesprochent impressionistisches Talent Wertvolle Fingerzeige werden hier. gegeben, wie auch im Werftätigen die Lust am Schaffen, am bild nerischen Nachgestalten schlummert und gerade dem Berliner , der mit fünstlerischer Kultur nicht übermäßigt gesegnet ist, fann dieser Weg zu einer neuen Bolfskunst warm empfohlen werden. Keines megs foll hier eine Ronkurrenz zu den gerade in dieser Zeit schmer tämpfenden Kunstschaffenden hochgezüchtet werden; aber eine Be reicherung im Alltagsleben des Werttätigen und ein befferes Ber ständnis für die Werte wahrer Kunst, das ist ein Ziel, zu dem man das Boltsbildungsamt Kreuzberg beglückwünschen fann.
Gerfon Diät und Ernährungsreform.
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Abendunterhaltung der Jugendmusiker Berlin - Süd. mufizierte die städtische Bolts- und Jugendmusifschule Berlin- Süd Im städtischen Saalbau Reutölln, Bergstraße 147, auf Einladung des Boltsbildungsamtes Neufölln. Ein stattliches Drchefter und ein Chor junger Menschen füllte das Bodium. Wir wollen uns nicht etwa produzieren und um Ihren Beifall buhlen", meint der Leiter der jungen Schar. Gemeinsam wurden Lieder gesungen, deren Worte unsere täglichen, stündlichen Gedanken umfaffen, die aber doch, bei allem Ernst und aller Tiefe des Empfindens, in der schöneren Welt fünstlerischen Erlebens eine fleine Abkehr nom nüchternen Alltag bedeuten. Und der ganze Saal, bis aufs lekte Bläschen gefüllt, stimmte ein in die Gefänge Don Arbeit und Not, in den Wehruf der ewig Gefnechteten, deren Welt Fabrit, deren Lieb Maschine heißt. Schön und stimmungsvoll flangen Ulfreb Thiemes Gefang der Arbeit“ und„ Die heilige Flamme" von Heinrich Lersch . Ein wahres, echtes Bekenntnis beffen, was uns bewegt. Die jugendlichen Mufiter zeigten in der Biebergabe verschiedener klassischer und neuzeitlicher Kompofitionen einen Ausschnitt aus ihrem Schaffen, der das Streben nach ernst hafter fünstlerischer Arbeit erbrachte.
In einem öffentlichen Bortrag, der von der Begetarier- Ber einigung Berlin veranstaltet wurde, sprach Fräulein Heti mig, Dozentin an der Humboldt- Hochschule über Gerson- Diät und Ernährungsreform. Die Rednerin marnte vor fanatischer Im stellung in der Ernährungsfrage; man müßte mohl unterscheiden zwischen Heiltoft, wie sie die Gerson- Diät darstellt, und nor maler oft. 2lgemein aber sollte die Kenntnis von den Min 2- ralstoffen und Säuren, die in den Nahrungsmitteln ent. halten sind, verbreitet sein, weil in dem Mangel oder in einem Zuviel dieser Stoffe die Ursachen von vielen, besonders aber ter rheumatischen Erfrankungen, zu erblicken find. Bei Konserpen müffe man darauf achten, daß fie feine schädlichen chemiichen Zufäße enthalten, die von den Fabriken beigegeben wer Den, um dem Inhalt die frische Farbe zu erhalten. Her sei eine Scharfe Kontrolle am Play. Rohtost sei mehr als Beitost zu empfehlen; für die Erhaltung des Organismus reiche sie nicht zu. Die Sprecherin empfahl jedoch eine fleischlose Soft, wie sie bei pielen Bölfern seit Jahrhunderten auch heute noch besteht. Die chinesischen Arbeiter z. B. verrichten ihre schwere Arbeit bei der einfachsten Ernährung ohne Fleisch. Auch empfahl die Rednerin die Einschränkung der talorienreichen Nahrung. Hertranf. heiten feien in den meisten Fällen auf jahrzehntelange falf he Ernährung zurückzuführen. Die Gier nach start gewürzter und gesalzener Nahrung fei immer ein Anzeichen vom fehlerhaften Funktionieren der Ernährungsorganz. Die Heilerfolge Dr. Gerfons beruhten in der Hauptsache darauf, daß seine Diät aus viel Fett, menig Ciern und feinen Kohlehydraten bestände, dafür aber Phosphor Lebertran, viel Rohtoft und Gemüsefäfte aufweist, alfo einz überaus vitaminreiche Nahrung darstelle. Die Gerfoniche Diät fei nicht nur für wohlhabende krante, sondern auch für ärmere Streise durchführbar; doch erfordert ieder Krankheitsfall feine besondere von dem Arzt zu verordnende Anweisung.
Zur Ehrenrettung der Hypnose.
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In der Psychologischen Gesellschaft" versuchte in bez Gigung nom 30. Jamuar Dr. Hallauer eine Ehrenrettung der Hypnose". Nachdem nach jahrzehntelangem Stampi die als Charlatanerie verschriene und auf die Hintertreppe des Wiffen. schaftsgebäudes perwiesene Hypnose sich endlich durchgesetzt hatte, genoß fie alle Rechte einer anerkannten Heilmethode. Weshalb allo Ehrenrettung? Die Hypnoise, so meinte der Vortragende, sei fm Begriff, auf Kongreffen und Tagungen erneut ins Hottertreffen zu geraten und die schwer erworbenen Rechte an die jüngere Schwesternwissenschaft der Pinchoanalyse au verlieren. Diese alio galt es zunächst von dem angemaßten Thron zu stürzen, um so die Borzüge der Hypnose in um so helleres Bicht zu rüden. Die por gebrachten Argumente mirtten indessen um so weniger überzeugend, als fte fi gegen Formen und Auffassungen der Analyse wandten, mie fie etwa von 30 Jahren geübt worden sind und die die weitere bebautfame Entmidlung böllig ignorierten Auch die dirette Beweisführung für die Ueberlegenheit der Hypnose ift dem Bor tragenden nicht recht geglücht: Der veränderte, start eingeengte Bewußtseinszustand des Patienten werde vom Hypnotiseur, der
Das Auto im Bild.
So betitelt sich eine Kunst ausstellung, die gestern bei Ford am Kurfürstendamm vom Berliner Künstlerbund eröffnet wurde. Was man unten im Erdgeschoß erblickt, in ihrer Neuheit funkelnde Ford- Wagen aller Art das fehrt im farbig gebrochen, impressionistisch" oder" sachlich" abgewandelt, Obergeschoß wieder, durch Künstleraugen gesehen und dementsprechend bald ins Blatathafte, bald ins Humoristische gesteigert. Neben Darstellungen aus der Autofabritation dominiert das Auto im Straßengetriebe der Stadt; daneben das einsame Auto auf der Landstraße und mit Borliebe: die vornehme Dame( womöglich mit Hund) am Steuer. Bei der Mehrzahl der Bilder hat man das Gefühl, daß Konstruktion und Dynamit des Automobils nur von den wenigsten begriffen und nur selten zum wesentlichen Bilbinhalt wurde. Bieles ist nur ein herumgerede um das Auto", das Auto als amüsante Beigabe, oft mit dilettantischen Hilfsmitteln. Schäßte man früher gute Pferdemaler, so ist die Zeit nicht mehr fern, da gute Automaler gesucht lein werben. Hervorzuheben sind die Werkstättendarstellungen von Rosenbaum und Franz Graf, die Bilder des mondänen Autos von Otto Krell, die humoristischen Derstellungen von Krain, Bfaehler und Dthegraven und Krommer. Die Ausstellung ift bei freiem Eintritt bis Ende Februar geöffnet.
Bohl unserer fern ber Heimat wellenden Kriegsgefangenen bangten, In den unruhigen Zeiten des Krieges, während wir um das retten Petersburgs und in den Gefangenenlagern Sibiriens fich un war es eine schwedische Frau, Elsa Brändström, die in den Lazaentwegt der armen Berlaffenen annahm. Nach dem Kriege wandte sie zunädyt ihre Sorge den schmerbeschädigten ehemaligen Kriegsgefangenen zu. Nun ist ihr Bert schmer gefährdet. Um es fortzusetzen, findet heute Mittwoch, den 5. Februar, nachmittags 3% Uhr, im großen Gaal von Kroll eine Veranstaltung statt, deren Erlös Frau Brändström zur Verfügung gestellt werden soll. Reichsminister Dr. Curitus und Reichstagspizepräsident v. Kardorff werden Ansprachen halten. Soffchauspieler Friedrich Stanßler hat feine Mitwirtung zugesagt. Diese Beranstaltung wird um 7.35 Uhr. von der Berliner Funkstünde übertragen werden.
Ein Fünfundachtzigjähriger. Am Donnerstag, dem 6. Februar, erreicht Genoffe Karl Lehmann, Abalbertstraße 87, das 85. Lebensjahr. Dem langjährigen treuen Borwärts"-Lejer gelten unsere besten Wünsche.
Was sagt der Bür?
BÄREN PORTAL
NEUER EINGANG ZUM
ZOO
LICHTENSTEIN ALLEE
nexbebreir
JOSETTI
JUNO
飯
تحيلة
Viele Wege führen zu
dem Zoo, und Tiere flankieren seine Eingänge. Die eigenartigste Figur bleibt aber der aus Klinkern neugeschaffene Bär; eine Gestalt, vom Raucher besonders verehrt als Sprecher für:
KON VINOM
Josetti Juno
Berlins meistgerauchte 48 Cigarette