Einzelbild herunterladen
 

Das Manuskript dieser Arbeit war in meiner Wohnung m La Madeleine-les-Lille, als die deutschen Soldaten kamen. Im August 1914. Attilas Gäule sind nicht mehr nötig, grünen Rasen der grauen Erde gleichzumachen. Die hundert Schritt« eines Wachtpostens ge- nügen. Die Truppen, die nunmehr über meine alte Arbeitsstätte oerfügten, hielten sich an die militärischen Gebräuche. Soldaten sind immer bereit, zu nehmen, was sie gebrauchen können, und weg­zuwerfen, was sie stört. Papier ist gut zum Feueranmachen. Auch der Krieg nahm ein End«. Der. Rückzug der Truppen kam: der Zusaminenbruch der Kaiserreiche: und die armen Leute konnten in ihr Heim zurückkehren. Ein wenig besier verstand ich jeht die schrecklich« Menschheit. Ich, der einzig überlebend« Mann zweier Familien. Wie Wind und Welle war der Krieg vorübergegangen: ein« traurige Macht, die mit der gleichen Gelassenheit zerstört, wi« der Wald seinen Duft aussendet und der Stern sein Leuchten. Wann, o wann, werden die Menschen Menschen werden! Auer trotz allein es ist Hoffnung. Ich habe keinen Beweis dafür gesunden, dah man Verbrechen beging aus Freude am Der- brechen. Hat man iy diesem Krieg viel fröhliche Soldatengesichter gesehen? Rein. Und so fehlt dieser schrecklichste Grund, an uns selbst zu verzweifeln. Man mordet« und sengte, aber nicht aus purer Lust am Morden und Sengen. Die es taten, hätten es gut und gern unterlassen. Es war mehr Schicksal als freier Wille. Wir hatten die traurige Feigheit, uns diesem Schicksal zu unterwerfen, aber nicht den fröhlichen Mut, dagegen anzugehen. Wir unterwarfen uns und haßten, ohne recht zu wissen, warum: wir waren tapfer, weil wir tapfer fein mußten: wir waren Patrioten mehr aus Furcht als aus Begeisterung. Das Kriegsmorden schüttelte uns wie ein Krampf, und gleichzeitig hörten wir nicht auf. Recht, Gerechtigkeit und Lieb« zu beschwören. Geduld! Rur ein paar tausend Jahre noch, und sie merden das Wesen der Menschheit sein. Die Hygiene kennen wir schon: die physisch« Tugend. Wir wissen, daß wir uns waschen müssen, wenn wir getpt« haben. Als mein« Wohnung ein Truppenzelt geworden war, kamen Flachsspimwunnen, sie auszukehren; urbeitclos« Frauen, von der Bchörb« dazu bestimmt. Sie kehrte» die Papiere beiseite, die die Soldaten aus Tischschubladen und Schränken gerissen hatten. Platz zu machen für den eigenen Kram. Diese arbeitslosen Frauen waren glücklich, einen kleinen Ner> dienst zu haben; und sorgfältig säuberten sie den Raum von Pa- pieren, auf denen ich ihr hartes Schicksal in Spinnereien und Webereien aufgezeichnet hatte Ich mache ihnen keinen Vorwurf. Jeder von uns erfnMe feine Pflicht. Sie spannen und webten dcn Flachs und fegten die Stuben: ich schrieb ein Buch über ihr Elend, und schrieb es ein zweites Mal. als sie geholfen hatten, es zu vernichten. Die Menschen können sich schreckliches L«id antun, wepn jeder seinen Beruf ausübt, jeher seine Pflicht«rfüllt zum Schaden des anderen. Man halte mir den Eigensinn zu gut, dieses Werk noch einmal geschrieben zu haben. Ich bedauerte seine Zerstörung und hätte mir Boxwürs« gemacht, es nicht getan zu haben. Ich wurde schuldig. Lange habe ich geglaubt, durch Arbeit in da» Paradies der Gerechtig- keit zu kommen. Ich habe gelernt, mich zu bescheiden. Es ist sicherer. Die armen grauen, die mein Manuskript zusamnren mit dem Soldatenkehricht beiseit« fegten, sind in ihre Fabriken.zurückgegangen und ich an mein Buch, das für sie geschrieben ist. Ich widme es ihnen in Ehrfurcht.

Ein träger Wind trug von der Lys her nach Courtraisis den säuerlichen, zitronenartigen Geruch gerösteten Flachses. Barfuß schoben die Arbeiter die schweren Karren mit der nassen Last am User entlang. Grün« Wiesen mit kurzem Gras umsäumten den silbernen Fluß. Das kostbare Wasser der Lys einzig geeignet. die Faser vom Stroh zu lösen war der Reichtum dieses Landes. Die Flachsfelder standen schon im Samen, nur wenige Blüten wiegten noch un Winde, blau wie die Augen der schönen Julia Vandael. Julia besaß Männerkräfte. Niemals klagte sie über die Arbeit, und sie arbeitete ohne Hast. Jetzt setzte sie sich. Ihr Haar glich den hellen Stengeln des Flachses, in die der Fluß«in silbernes Band geknüpft hat. Schön- helt verschmolz mit Schönheit. Kein Sturm hotte in diesem Sommer den Flachs niedergelegt, nur an den äußersten Rändern faulte ein wenig am Boden. Der ruhige Wind eines glücklichen Jahres wiegle auch jetzt noch die letzten Blüten, die der fröhlichen Dirne zulächelten. Langsam drehten sich die Flügel einer nahen Windmühl«. Julia Vandael erhob sich. Die Abendglocken von Eaurtrai klangen über die Ebene. Sie klopfte den Staub von ihrem Leinen- kleid. Es war die Stund«, in der Constant Leynseele kommen mußt«: dann gingen sie da» User hinunter an die Lys, zu arbeiten. Constant Leynseele, mit seinen 27 Jahren, war weit herum- gekommen in der Welt, bis in die Konservenfabriken von Nebraska und bis nach Argentinien , wo man den weißblühenden Flackis baut zur Samengewinnung. Aus dem Rückweg war er in die Normandie gekommen, in Fabriken, in denen der Flachs künstlich geröstet wird, um dann flämssche Ziegel zu brennen in den nordfranzösischen Departements. In weißblau karriertem Sock bracht« er Dollars. Pesos und Fronken mit. und Geschenk« für die schöne Julia Vandael, dos Mädchen seiner Heimat, in der er Kaufmann werdcn wollte. Er liebte sein Dorf, und er liebte sein Gewerbe. Der Ehrgeiz vieler Arbeiter, selbständig zu werden, minderte da, Vermögen der Induskrieherren hier. Sie fanden nicht mehr genügend Arbeiter Nur eine Million Kilo Flachs biteb jährlich in hundert Bottichen in der Lys. Denselben Boden, den die Besitzer der Uferwiesen 1914 an«inen einzigen Pächter oermietet hatten, gaben sie jetzt an zwanzig ab. Der reich« Unternehmer fand keine Arbeiter. Auf eigene Rechnung wollte jeder arbeiten. Flachs taufen und«inen Bottich besitzen. Auch Constant Leynseele hoffte auf solch«in Leben: auf das glückliche Leben«ine? Kompagnon« ejnes Flachshändlers und Schwiegervaters Vandael. Dje Menschen hier liebten dag Handwerk Ihres Lande». Der Fluß, d«r der alten Webpftonze eine Weichheit gab wie kein anderes

Wasser der Welt, und die Rasse hier, die seit Jahrhunderten an dieser Stelle den Flachs röstet«, sie waren«in« Kraft, aus der Courtraisis mehr Reichtum schöpfte, als hätte die träge Lys Goldplättchen mit sich geführt. Constant Leynseele und Julia Vandael waren dem Flachs ver- fallen mit Leib und Seele. Das Wasser zwang sie dazu und das Blut der Vorfohren, die seit undenklichen Zeiten den schönen Flachs bearbeiteten. Dies Jahr macht es Spaß, an der Lys zu arbeiten: wir haben nicht viele Stunden verloren'", sagte Constant. Die Sonnenhitze dieses trockenen Sommers erleichterte das Rösten in dem lauen Wasser und ließ auf der Wiese die Flachs- bündel schneller trocknen. Das Material, das im weichen Wasser gelegen hatte und dann von der Sonne geglüht war, erreichte höchste Vollkommenheit, zum Entzücken derer, die es mit Gewinn ver- kauften. Die Ackerbauern von Courtraisis sehnten Regen herbei; die Flachsbauern aber Sonne. Die Landwirte, die das Ufergeländ« an die Flochsbauer» oerpachteten, besaßen landeinwärts Felder, die das trockene Wetter schlecht vertrugen. Sie jammerten über den flandrischen Lehmboden, der rissig wurde wie spröde Haut. Constant und Julia gingen hinunt-r an den Fluß und mochten sich an die Arbeit bei den Vottichen Dater Vandaels. Taufende Holzlästen, in denen der Flachs weichte, lagen längs der User zwischen Verwieg und Deistze. Aber sie berührten das Ufer nicht. Lange Stangen hielten die Bottiche im fließenden Wasser. Gleich- zeitig waren sie mit großen- Steinen beschwert, und nur dies« ragten aus dem Wasser heraus. Francois Lietaer, der Mitarbeiter Leynseeles, hantierte schon mit den Bottichen herum, als die beiden kamen. Er hatte sie aus den Speichern des Marktfleckens geholt; auf einem Karren, von dem man die Last leicht herunterheben konnte. Wie Constants, war auch Lietaers Gesicht mtt Sommersprossen übersät.' Beide Männer griffen jetzt zu; packten wie zwei Gegner die Flachsbündel, die dreifach in Abständen von Strohbunden zusammengehalten winden. Julia half ihnen bei allen Arbeiten aus dem Trocknen Wenn sie aber acht Tag« später oen Bottich mit dem geweichten Flachs heraufholten statt acht Kilo trocken wog er jetzt sechzig überließ sie den Männern allein ine Arbeit. Während die drei arbeiteten, schweißtriefend, aber behende, im

Rhythmus gekernten Handwerk«, kam der Vikar Raepsaet den Ufer» weg entlang. Die schwarze Soutane stach scharf ab von der blonden Helle besonnter Felder. Das große bleiche Gesicht war unrasiert und voller Bartstoppeln. Beim Lächeln zeigte er schmutzige Zähne. Ein haariger Filzhut saß ihm bis dicht über den unsauberen Ohren. Unsauber waren auch die Hönde. Wer wem er sie reichte, den sah er scharf an mit einem Blick voller Autorttät. Da. wo er das Kreuz hineinzustecken pflegt«, war fein Gürtel schmierig und ab- genutzt. Er sprach nur flämisch mtt den Arbeitern; französisch haßt« er wie die Todsünde. Constant Leynseele, der auch Sekretär der christ- lichen Gewerkschaft war, unterstützte die flämische Bewegung. Der Vikar kam heran und erzählle ihm das Neueste von dem Atheisten De Dries«, der nach Holland geflohen war. Beide sprachen von ihm mit Wärme. Herr Julius Debakker", sagte Constant,der Großunter­nehmer, der hat jetzt«ine Flachsmaschine, die ist nach einer Er- findung von De Briese gebaut. Ein Vermögen bringt sie dem Lande ein; aber De Briese kann nicht zurück wegen dieser Französ- linge." Französlinge nannte Constant all« Belgier , die französisch sprachen. Und was hat dieser Mann gerade für das Volk getan", fiel ihm der Vikar ins Wort. Ehe er kam, hatten wir nur Groß- Unternehmer. Er hat all den Kleinen eine Existenz verschafft; ein wirtlicher Retter, ew Befreier." Man hatte De Briese zu zwanzig Jahren Zwangsarbeit und 500 000 Franken Buße verurteilt, weil er währe, tt» des großen Krieges den Deutschen geholfen hatte. So war er außer Landes gegangen und röstete jetzt seinen Flachs i» Holland . Er hatte als erster angefangen, den Flachs mcht im Fluß, sondern künstlich, in Bottichen mit lauwannem Wasser zu rösten. Natürlich wurden die Besitzer der Uferböschungen und nahen Wiesen seine bitt-ren Feinde, und ebenso jene Kaufleute, die es durch das olle Verfahren zu Reichtum gebracht hotten. Kleine Leute hatten bis dahin keine Aussicht, selbständig« Flachsbanern zu werden. Und dann war De Briefe gekommen und hatte bewiesen, daß es auch ohne den Fluß ging und ohne die Zahlung von hundertzwanzig Franken Pacht für je sieben Meter Ufer. Das war die Breit«, die man für einen Bottich braucht«, ein Stück Wies« zum Trocknen der Bündel. De Vriel« hatte nun gesagt, daß man mit Wasser und Feuer ganz gleich in welcher Entjerrning von der Lys den Flachs rösten könne Jahrhundert« alte Gewohnheiten brach er, und die Menschen haßten ihn. Aber kein Haß entmutigte ihn; über ollem stand ihm die Arbeit. Um Mitternacht noch hatte ihn Constant beim trüben Schein einer Laterne an seinen mit lauwarmem Wasser ge- füllten Zementbottichen herumhantieren sehen. Flachsstengel nobm er und Bodensatz aus der Lys und erhitzte sie über dem Feuer. So wackssen nämlich und vermehren sich die Bakterien, die den Binde- stoff zerstören, der die Flache fascr mit dem Stroh zusammenhäll. De Briese erwartete auf dieje Weise durch Regulierung der Zu- sammensetzung und Temperatur des Wassers eine gleichmäßigere Röstung als durch das Tauchen im Fluß. Er beklagte sich oft über die englischen Kausleute vor denen«r verheimlichen mutzte, daß er dcn Flachs in geschlossenen Bottichen behandelte. (Fortsetzung folgt.)

««

fW DBN KLEINGÄRTNER. aainminiinniuiniitunaniioimuiiiiiiiiiiiiminiiimiiuiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiwiiiiuuiiiuuimuiniiiniiiiiimiMiiiiiiniimiiiiimuuiuiiiniiiiuiuiiimiiiiiiiiiniiinniiiuiiiiiiiiiiriiiiiiiiiiiiniiiui Kräbwlnkelei im Gemüsebau. Steckzwiebeln.

Das Wort S o r t e n w i rr w a r r findet man jetzt häufig bei Betrachtungen über unseren Gemüsebau. Daß in dem Vielerlei ein« wirtschaflliche Gefahr liegt, beweist am besten die Klage dar- über, daß es oft schwer fällt, in einer Gegend einen Waggon voll Gemüse bestimmter Sorte zusammenzubringen. Das an sich ge- miß berechtigte Streben, Verbesserung einer Sorte herbeizuführen, hat im Laufe der Zelt eine Mamrigfalligkeit erzeugt, der nicht nur der Laie, sondern auch der erfahrene Fachmann hilflos gegen- übersteht. Wohl gibt es Wertzeugnisse, aber wer kennt sie und die Bodenverhällnisse, die bei der Neuzüchtung vorlagen? Die autoritative Körperschaft fehlt, die für größere, in den Boden- und Klimaverhältnissen einigermaßen gleiche Landgebiete aus den bisherigen Erfahrungen die Summe zieht und die Resultate der Allgemeinhett mitteilt. Der Allgemeinhett... Aber ich bitte Sie Sie werden doch nicht Hinz und Kunz mttteilen wollen, welche Weißkohssorte für sein Land am besten geeignet sei! Das hieß« ja dieG t« h e i m n i j j e" der Gärtnerei verraten.... Wenn Hinz Weiß- kohl ziehen will, so soll er nur erst tüchtig Lehrgeld zahlen.... Vielleicht wird es ihm inzwischen leid und der Gärtnerstand ist gerettet. Auf diesem Krähwinkelstandpunkt steht ein schlesischerVer- trauensmann für Erwerbsgartenbau", der sich gegen die. Landwirtschaftskammer von Niederschlesien wendet, well sie die gute Idee gehobt hat,«in Merkblatt für Alle herauszugeben, in dem sie überGemüsebau in Nieder- schlesten" wertvolle Angaben betreffend Saatgut, Anbau usw. macht. Der..Vertrauensmann" lobt da» Merkblatt als sehr wertvoll, in- struktiobei dem bisherigen Tortenwirrwarr" aber er sähe lieber den alten Zustand verewigt, daß jeder Nichtfachmann von denGeheimnissen" ferngehalten werde. Cr möge sich sagen lassen, daß seine Erkenntnis der wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Ge- müsebau auf einer sehr mangelhasten Grundlage bmcht; jene Schwierigkeiten können nur dadurch überwunden werden, daß erstens die deutschen Erzeuger nur wenige gute Sorten in bester Qualität produzieren und daß zweitens sie endlich lernen müssen, in dem Absatz Ihrer Ware den Weg zum Kon» s u m e n t e n zu finden. Zum ersten Punkte gehört Belehrung aller Land besitzenden Leute, denn weder derVertrauensmann" noch sonst jemand kann Hinz und Kunz hindern, Gemüse zu ziehen. das vielleicht nicht auf der höchsten Stufe steht, aber gerade des- halb auf die heimischen Preise drückt und der ausländischen Ein­fuhr den Weg bereitet. Solange nichtder", sondernalle Ver- trauensmänner für Erwerbsgartenbau" nach wie vor der Ansicht huldigen, daß es besser ist, daß 100 Gärtner eines Ortes planlos produzieren und 100 Gärtnerfrauen ihre Ware allen Schwankungen des Handels auesetzen, so lange wird jeder Versuch, den Außen- seiter zukjllen". zurückzuweisen sein. Und nachher ja dann würde der verständige Außenseiter einmal den Anschluß an die Organisation suchen und diese ihn auch ausnehmen, da es wohl keinem einfallen wird, zu behaupten, daß der deutsche Magen schon an der Grenze der Aufnahmefähigkeit für Gemüse angelangt sei. Das gilt doch nur für den Geldbeutel der ärmeren Bevölkerung.... Di« La ndwirts chafisk ornm«r fijr Niederschlesien verdient Dank für die Herausgabe ihres MerkblattesFür Alle". Nicht nur Dant.sondcrnauchNachahmung. P.D.

Das Stecken der Steckzwiebeln kann bereite im März vor- genommen werden. Von besonders guter Handelsware gehen 800 bis 1200 Stück aus«in Kilo. Man steckt sie m Reihen, die je 20 Zentimeter voneinander eittferitt sind, mtt einem Abstand von 10 Zentimeter. Sie dürfen nicht zu ties gesteckt werden; die Spitze soll heraussehen. Man wähle nahrhaften Boden ohne frische Düngung. Von Einfluß auf den Ersolg ist die Ueberwinterung der Steckzwiebeln: je trockener die Ueberwinterung erfolgte, desto besser werden die Zwiebeln. D- Resultate im Block-Gemüsebau. Ueber Beobachtungen beim Treibgemüsebau im Block, die im Gemüsebauverluchsring Breslau gewonnen wurden, berichtet Otto Schaller in derSchlesischen GärtnerbSrse": Von Salatsorten warMaikönig" sowohl im geheizten wie kalten Block die geeignetste.Viktoria" erfordert größere Pslanzeittferming und neigt zur Verbrennung.Böttners Treib" eignet sich mehr zum Treiben im Mistbeetkasten. Als Radiessort? bewährte sich Taxa".Ron plus ultra" ließ in Form und Farbe zu wünschen übrig. Dom Kohlrabi zeigte sich2)worskys Treib" als durch­aus brauchbar, auch.Llptimus" wird gelobt.Wiener Treib" er- scheint nur für Treiberei in geschlossenen heizbaren Häusern venvend- bar, undDreienbrunncr" war für Treiberei ungeeignet. Von den Tomatensorten erfährtTuckwood" nicht allgemeines Lob: die Früchte sind oerschieden, daher Sortierung nötig. Der grüne Rand um den Kelch herum wird getadett. Dagegen werdenVer- besserte Tuckwood" undÄondine Reed" gelobt. Desgleichen Tuckeraig", eine Kreuzung zwischenTuckwood" undAilsa Craig". Bei der frühen SorteBonner Beste" wird die zu dünne und leicht platzende Schale als hinderlich für den Versand bezeichnet. Unregel- mäßige Bewässerung bringt gleichfalls Platzen hervor.?. N. Die Brutzeit kommt. Die Brutzeit steht unmittelbar bevor. Um diese Zeit können die Geflügelzüchter bei ihren Tieren endlich wieder eine lebhaftere Lcgetäiigteit beobachten. Auf den: Hühncrhos werden sie gut tun. den alten Hahn durch einen jungen aus fremder Zucht zu ersetzen. Bntteier sollten mit dem Legedatum versehen und an einem dunt- len, kühlen Ort aufbewahrt werden. Sie dürfen höchstens zwei bis drei Wochen att sein, wenn man sie unterlegt. Sind warm«, zugdichte Wfzuchttäume vorhanden, so kann man jetzt die ersten Glucken setzen. Der Brutstall muß frei von Ratten und anderem die Bruthenne beunruhigenden Getier sein; das Lrutnest muß nn Halbdunkel liegen und stets sauber gehalten sein. Das Futter sollte zweckmäßig nicht zu nahe ap das Nest heran- gestellt werden, damit die Glucke mitunter gezwungen ist, sich zu erheben. Daß stets frisches Trinkwasser für die Bruthenne vor- handen ist, oersteht sich wohl von selbst. Im Gänse- und Entenstall ist jetzt darauf zu achten, daß die Eier nicht verlegt werden und Ganter und Erpel ihr« Schuldig- keit tun. Es empfiehlt sich daher, die Gänse In einem geschlos- jenen Auslauf zu hallen und die Enten nicht mehr vor neun Uhr früh au» dem Stall zu lassen. Ein Ganter sollte nicht mehr wi« höchstens füttf Gänse und ein Erpel nicht mehr wie zehn Enten zu betreuen haben. G. B.