Nr. 147 47. Jahrgang
1. Beilage des Vorwärts
Freitag, 28. März 1930
Arbeitssitzung der Stadtverordneten
Die
Bürgermeister Scholtz zu den Grundstücksgeschäften der Stadt
Weitere
Beleidigungsflagen angedroht, der aber bisher nur eine Anzeige erhalten habe.( Burufe von den Sozialdemokraten her: Wieviel Zurufe: Lange, wie stehts denn mit der Rotfrontkämpferkaſſe in mal ist denn die Rote Fahne" schon verurteilt worden? Neukölln?) Positives fonnte der Redner nicht vorbringen, er gab lediglich allgemeines Geschwäß wieder. Nur einmal etwas Richtiges: daß nämlich die Stadt Grundstücksgeſellschaften gründen mußte, weil sie sonst von den Grundbefizern start übervorteilt worden wäre.
Berliner Stadtverordnetenversammlung an der Köpenicker , Rungestraße und Wassergassenecke an die A-| Behauptungen der Sensationsblätter und stellte sich als den EntPonnte gestern ziemlich ungestört arbeiten. Sie erledigte daher eine gemeine Orisfranfenfaise wurde beschlossen. In der Ausschuß hüller städtischer Korruptionsfälle hin, dem man wohl schon genug Reihe wichtiger Verhandlungsgegenstände, aber bei der außerordent beratung hatten früher schon einmal die Kommunisten den Ber: lichen Länge der mit vielen Resten bepacien Tagesordnung bedeutete fauf abgelehnt, weil der Preis zu gering und die Kranten das wenig. Den Kommunisten lag diesmal daran, die Sitzung produzierte Stadtverordneter Bänsch( Komm.), seines Zeichens Be taffe feine gemeinnüßige Einrichtung sei"! Gestern nicht auffliegen zu lassen, darum verhielten fie fich ruhiger als jonit. rufsberater im Bezirk Kreuzberg, ähnliche Weisheiten; die National Am Schluß der Sizung sollte nämlich über einen Dringlichkeits: sozialisten spendeten ihm dazu Beifall. Er sprach wieder von foantrag der Kommunisten verhandelt werden, mit dem sie„ Ent- genannten gemeinnüßigen Anstalten und von einer sogenannten" hüllungen" über die Grundstücksgeschichte der Stadt be- Sozialversicherung. Ein merkwürdiger Sozial" beamter, dieser Ferr zweckten. Herr Frizz Lange brachte die schon befannten An- Bänsch! Stadtverordneter Blaschzit( Soz.) nagelte diese antigriffe vor, aber Bürgermeister Scholz tonnte ihm antworten, daß soziale Einstellung gebührend fest; der Verkauf jei nicht einmal ein er, Lange, nicht dem Magistrat neues gesagt habe. Der Ma besonders günstiges Geschäft für die Krankenkasse. Interessant war gistrat ist diesen Dingen längst nachgegangen, und auch Kommunist Bänsch hatte wieder, dagegen gesprochen, seine dann die Abstimmung über den Verkauf der Grundstücke: Der bie Staatsanwaltschaft hat ihre Arbeit schon begonnen. Fraktion aber stimmte dafür! Nicht übel mar der Hinweis des Bürgermeisters darauf, wie sehr die Kommunisten felber an den Beschlüssen über die Grundstüdsfäufe mitgewirkt haben.
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Einige Agitationsanfragen der Nationalsozialisten und der Komunnisten wurden vom Magistrat kurz beantwortet. Rum Debattieren waren sie nicht wichtig genug. Für die Arbeiterturie zur Borbe= reitung von Bolksschülern auf die Reifeprüfung in Neukölln wurden 37 390 m. als 3uschuß zu den Personalkosten bewilligt. Einige Anträge, die sich mit der Wohlfahrtspflege beschäftigen, tamen aus. dem vorbereitenden Ausschuß zurück. Beschlossen wurde gestern: die Beschaffung von Kleidern für Wohlfahrtsunterſtüßungsempfänger soll der Magistrat neu regeln, ferner: die Richtlinien für die Rückzahlung der Wohlfahrtsunterstützungen sind auch weiter hin zu beachten, dennt: die im Dezember beschlossene Winterbeihilfe foll ausgezahlt werden( der Magistrat hatte abgelehnt!). Beschlossen wurde ferner: die Aufrechterhaltung der Ansprüche der ErwerbsLosen aus der Angestellten- und Invalidenversicheruna soll von Amts wegen und nicht nur auf Antrag geschehen, schließlich noch: die Sparmaßnahmen bei der Volksspeisung sollen finn und vernunftgemäß durchgeführt werden. Ein Antrag der sozialdemo= fratischen Fraktion, der vom Magistrat die Anweisung an die Bezirksämter verlangt, daß diese alle Bürsten- und Korbwaren von der städtischen Blindenanstalt beziehen sollen, wurde mit großer Mehrheit angenommen.
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Einwendungen der Kommunisten gegen die
Sparmaßnahmen bei der Gesundheitspflege nies der Stadtmedizinalrat Prof. Dr. v. Drigaliki zurück. Stadt verordnete Dr. Käthe Frankenthal( Soz.) benterfie, daß einzelne Maßnahmen äußerst unglücklich angewendet wurden, fie verlangte Abhilfe. Der Aniraq der Kommunisten, bei allen Krankenhäusern Angina stationen"( Halsentzündigungen) einzurichten, entbehre jeder Sachkenntnis. Angina trete nicht nur als selbständige, sondern auch in Tausenden von Fällen als Begleit frankheit auf. In Spezialanginastafionen müßten dann also Influenzatrante, Böchnerinnen, Geschlechts- und Innerefranke, chirurgisch Behandelte mahllos durcheinander liegen ein Zustand, der felbft vom ein fachsten Laien abgelehnt werden müßte. Die Aufstellung von Schulbaraden auf dem Tempelhofer Feld lehnten die Kommunisten ab. Tatbestand: die außerordentlichy rege Siedlungs- und Bautätigfeit auf dem Tempelhofer Feld hat eine sehr schnell wachsende SchulFinderzahl zur Folge gehabt. Bis eine feste Schule fertig ist, sollen qute Baracken aufgestellt werden; die Kinder sind dann zunächst in der Nähe ihrer Wohnung untergebracht und sparen weite, gefahr volle Wege.
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Diese vernünftigen Erwägungen der Schulverwaltung gelten für die kommunisten selbstverständlich nicht, sie lehnten die Aufstellung der Baraden ab und verlangten den Neubau einer Schule. Der Berfauf von städtischen Grundstüden
Dokumente
Protokolle
1]
misse
Herausgegeben
von Esther Grenen
Sändrups Amtsavis, 12. Juni 1929: Das Badehaus der Gräfin Aaresund in Flammen.
Gestern, nachts um halb zwölf, bot sich den Bewohnern unseres Städtchens ein seltsames Schauspiel: das große schöne Badehaus von Schloß Aarefund brannte lichterloh. Ganz Sändrup war auf den Beinen und die Leute von Lynö tamen in Scharen mit der Fähre herüber. Wie der Brand entstanden sein fann, ist rätselhaft. Auf Lynö mill man sogar einen explosionsartigen Knall gehört haben. Jedenfalls tut es uns leid um das nette Häuschen, das immer so pittorest ppr dem gewaltigen Schloßbau gelegen hat. Zu Schaden tam niemand.
Sändrups Aftenbladet, 12. Juni 1929: Großer Brand vor Schloß Aaresund. Höllenmaschine?
Eine
Gestern um Mitternacht ermachten die Bewohner von Lynö durch einen ungeheuerlichen Knall. Auch in Sändrup mar die Erschütterung noch zu perspüren. Gleich darauf stand das durch seinen beinahe schon orientalischen Lurus berühmte Badehäuschen der Gräfin Marefund in hellen Flammen. Auch der Steg, der so ungewöhnlich weit ins Meer hinausführte, ift gänzlich zerstört Die Leute, die natürlich sofort in Scharen on der Unglüdsstätte zusammenströmten, fonnten so gut wie gar nichts mehr ausrichten. Man begnügte sich damit, in Booten auf der dunkelrot schimmernden Wasserfläche zwischen den verschiedenen perfohlten Holzbalken herumzufahren und das aufregende Ereignis zu besprechen. Da sich um diese späte Stunde bestimmt niemand von der Herrschaft oder der Dienerschaft in dem Badehaus befunden hat, vermutet man, daß es sich um einen boshaften Racheaft, wenn nicht gar um nach Schlimmeres handeln dürfte. Wir hoffen, daß die Polizei
3u vorgerüdter Zeit begründete schließlich Stadtverordneter Frig Lange( Sonim.) einen Antrag feiner Fraftion über die Grundstücksantäufe durch die Stadt und ihre Gesellschaften. Lange berief sich dabei auf Mitteilungen des Berliner Tageblatts" und
Bürgermeister Scholh fennzeichnete die Methoden der Kommu nisten, Leute als Betrüger und Schubiacs zu erflären, ohne auch und gemein! Der Magistrat hätte bereits vor Monaten begonnen, nur den Schatten eines Beweises erbringen zu können, als schlecht die Angelegenheiten zu untersuchen und es je alles geschehen, Klarheit zu schaffen. In einem Teil der Bresse mende alles durcheinander geworfen, es handelt sich um alte Grundstücksgeschäfte, die längst bekannt und zum größten Teil von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet worden sind. Trotzdem werden sie noch
Zwei Arbeiter im Schacht erstickt.
Schweres Unglück im Eisenbahnbetriebswerk Papestraße .
Bei Reinigungsarbeiten in einem fogenannten Gas-| sich von dem Borgefallenen und alarmierte gleichzeitig Feuerwehr hochdruckschacht auf dem Gelände des Bahn- und Betriebsleitung. Mit Schutzmasken vor dem Gesicht stiegen betriebswertes Papestraße ereignete fich geffern die Feuerwehrleute hinab und hollen die drei bewußtlojen Arbeiter am Spätnachmittag ein schweres Unglüd. Drei Urbeiter ins Freie. Man brachte fie fofort in das nahegelegene Josephswurden auf der Sohle des Schachtes durch kohlenoxyd- frankenhaus, wo die Wiederbelebungsversuche jedoch mur bei Mache von Erfolg waren. gase befäubt. Die Feuerwehr brachte die Verunglückten in das Tempelhofer St. Joseph- Krankenhaus, wo zwei von ihnen den Einwirkungen der Giftgaje erlagen.
Noch in den späten Abendstunden fanden sich an dem Unglücksschacht, der mitten zwischen den Gleisen liegt, mehrere Sachverständige und Beamte der Kriminalpolizei ein, um eingehende Die Unfallstelle liegt in der Nähe des Wittelsbacher Korfos, un Feststellungen über die Ursache und Schuldfrage zu treffen. Man mittelbar an der fürzlich fertiggestellten Unterführung B in Tempel nimmt nämlich an, daß nicht nur Kohlenogydgase allein das Unhof. Der Gashochdruckschacht oder Kohlenwasserstoff: glüd herbeigeführt haben, sondern daß einem schadhaften fänger, wie er auch genamit wird, ist etwa eineinhalb bis zwei Rohr der Delfettgasleitung unbemerkt Gase entwichen sind, die Meter tief und dient dazu, die Abwässer der Delgasfett bald den kleinen Raum erfüllten. Dies Gasgemisch wirkte so giftig, leitung aufzunehmen. Von Zeit zu Zeit müssen die Rückstände, daß die beiden Arbeiter zu gleicher Zeit, ohne daß sie noch einen die sich auf dem Grunde des Schachtes ansammeln, entfernt werden. Laut von sich geben fonnten, ohnmächtig umsanten. Wie lange Mit den Reinigungsarbeiten waren gestern der 27jährige Schlosser beide dort unten gelegen haben, tann erst die weitere Untersuchung, Miedlig aus der Lankwizer Straße 16 in Mariendorf und der die heute fortgesetzt wird, ergeben. Bisher hat sich bei der Vorgleichaltrige Bahnarbeiter Balter Grunewald aus der Siebnahme ähnlicher Arbeiten niemals ein Unfall ereignet, und es ist hung Lindenhof, Eythstraße 37, beauftragt worden. Gegen 16 Uhr möglich, daß eine Berfettung unglücklicher Zufälle dazu geführt stiegen die beiden Arbeiter in den Schacht hinab. Aus bisher noch hat. Immerhin tamm der Betriebsleitung der Borwurf nicht erspart ungeklärter Ursache hatten sich in der Tiefe des Schachtes die gefähr werden, nicht die notwendigen Sicherungsmaßnahmen getroffen zu lidhen Rohlenornd gase gebildet, und Miedlig sowie Grune haben. Viel hätte kaum gefehlt, und es wäre ein weiteres Opfer wald sanken betäubt zu Boden. Etwa eine Stunde später ging der zu beklagen gewesen, wenn der letzte Arbeiter, der das Unglück ent25jährige Schlosser Mar Mache aus der Gneisenaustraße 24 nach deckte, auch noch in den todbringenden Schacht hinabgeftiegen wäre, beendetem Dienst an dem Schacht vorüber. Als er in die Schacht wie es der Arbeiter Mache kurz zuvor getan hatte. öffnung hineinsah, erblickte er die beiden Kollegen regungslos. Ohne sich zu besinnen, stieg Mache in den Schacht hinab, um den beiden verunglückten Kollegen zu helfen. Kaum war er bei den Bewußt: lofen angelangt, als auch er unter der Einwirkung der Kohlenorydgase befinnungslos zusammenbrach. Dieser Vorfall war glüdlicherweise von einem vierten Arbeiter, der sich ebenso wie Mache auf dem Nachhauseweg befand, beobachtet worden. Er überzeugte
Wie wir noch aus dem St. Joseph- Krankenhaus hören, wurden an den bewußtlos Eingelieferten, stundenlange Wieder belebungsversuche vorgenommen. Alle Bemühungen der Aerzte waren bei Grunewald und Miedlig aber erfolglos. Mache dagegen, der nur verhältnismäßig kurze Zeit den giftigen Gasen ausgesetzt war, erholte sich bald wieder. Er befindet sich erfreulicherweise außer Gefahr.
Menschenopfer sind 17 Jahren. Sie ist wir erwähnen dies absichtlich, damit jeder, der sie vielleicht gesehen hat, sich sofort bei uns meldet- eher flein, dunkelhaarig, trägt Bonyfrisur, sehr glatt, hat leicht mongolisch geschnittene, auffallend hellgrüne Augen, ein flein menig gefärbte Lippen. Natürlich spricht sie dänisch mit stark ruffischem Atzent.
Dagens Nyheder, Kopenhagen , 15. Juni 1929:
Aus Sändrup wird gemeldet: Gestern abend geriet das Badehaus von Schloß Aaresund auf bisher noch ungeflärte Weise in Brand. Der Schaden ist beträchtlich, da in dem kleinen Häuschen nicht nur ein vollständiges Boudoir der Gräfin, sondern auch ein chinesischer Teesalon für ihre Gäste eingerichtet gewesen war.
Sändrups Amtsavis, 13. Juni 1929:
Wo ist Fräulein Ossipowna?
Auf der Insel Lynö und in ganz Sändrup und Umgebung suchte man gestern den ganzen Tag nach einer jungen Dame. Fräulein Marfa Ossipowna Morislow, die seit einiger Zeit bei ihrer Tante, der bekannten Kopenhagener Sängerin und Gefangslehrerin Frau Helene Delius in deren reizendem Heim auf Lynö zu Besuch weilt, läßt sich seit vorgestern abend nicht mehr bliden. Da man allgemein die erzentrischen Launen der jungen Ruffin fennt, ist zu Besorgnissen weiter gewiß fein Anlaß. Frau Delius selbst scheint gar nicht aufgeregt. Jedenfalls aber wäre es gut, wenn das fleine Fräulein die durch den Brand bei Schloß Aaresund ohnehin schon erregten Gemüter beruhigen und schleunigst zu ihrer Tante, die ihr gewiß nicht lange böse sein wird, zurückkehren wollte. Sändrups Aftenbladet, 13. Juni 1929:
Die Nichte von Frau Delius verschwunden.
In unserem sonst so ruhigen Städtchen scheint plötzlich ein Ereignis das andere jagen zu wollen. Seit zwei Tagen fucht man verzweifelt nach einem jungen Mädchen, das estlingt unglaublich! seit dem Brand des Bade hauses von Schloß Aarefund spurlos verschwunden ist. Es handelt sich um eine junge Ruffin, Fräulein Marfa Dffipowna Morislow, die seit mehreren Wochen bei ihrer Tante, der berühmten Gesangslehrerin Helene Delius auf Lynd lebte. Frau Delius, die nur im Winter in Kopenhagen unter richtet, befigt, wie allgemein befannt, eine der entzückendsten kleinen Billen auf dem anmutigen Lynö. Ihre Nichte, die sich auf der ganzen Insel wegen ihres heiteren und unbefangenen Wesens der größten Beliebtheit erfreute( man nannte fie allgemein turzerhand mur. die Ossipowna) ist ein auf fallend schönes, noch sehr findlich aussehendes Mädchen von
Fährmann Hansen behauptet, sie ungefähr um halb neun Uhr abends mit der elektrischen Fähre zwischen Lynö und dem Festland übergesetzt zu haben Sie trug ein weißes Kleid mit blauem Band. Was für ein blaues Band das war, ob Schleife oder Krawatte, ist aus dem guten Mann nicht herauszubekommen. Jedenfalls muß man im Auge be= halten, daß furz darauf, etwa drei Stunden später, die Erplofion von Aaresund stattfand.
Frau Delius, die natürlich sofort von einem unserer Mitarbeiter aufgesucht wurde, scheint begreiflicherweise recht nervös zu sein.
Dagens Nyheder, Kopenhagen , 14. Juni 1929:
Aufsehen erregendes Berschwinden eines jungen Mädchens.
Aus Sandrup wird gemeldet: In der Schredensnacht, in der das Badehaus von Schloß Aare und unter explosionsartigem Donner in die Luft ging, verschwand rätselhaftermeise ein junges Mädchen, die Nichte der bekannten Kopenhagener Gesangslehrerin Helene Delius, die auf Lynö ein fleines Sommerhaus befizt. Der Kopenhagener Sender gab geftern bereits das Berschwinden der jungen Dame samt einer genauen Personenbeschreibung im ganzen Lande bekannt. Man hofft, daß es fich bloß um einen unbedachten Streich der überaus lebensluftigen und flotten Siebzehnjährigen handelt, und daß die wohlverdiente Sommerruhe der geschätzten Sängerin nicht länger gestört bleiben muß. Sändrups Amtsavis, 15. Juni 1929:
Frau Delius Nichte noch nicht gefunden.
Trotz eifriger Bemühungen der Behörden ist es noch nicht gelungen, den Aufenthaltsort der jungen Russin zu eruieren. Fray Delius hält es nicht für ausgeschlossen, daß Marfa Offipowna einem plöglichen Einfall zufolge zu Freunden nach Berlin gefahren ist. Man hat jedenfalls die Berliner Bolizei fofort verständigt. Frau Delius, die sehr an threr Nichte hängt, fann sich ihr langes Ausbleiben gar nicht erklären.
( Fortsegung folgt.)