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2(2. Fortsetzung.) Am selben Abend, 2l> Uhr östlicher Zeitrechnung, also genau drei Stunden früher, als die Dame das Restaurant im französischen Settlement betreten hatte: .. Eines Tages lernt man dann einschen, daß das Leben selbst länger dauert, als man es zu leben vermag", sagte müde und nachdenklich Mrs. Mab«! Kead und sah von der Terrasse in den wild und üppig wuchernden Garten hinunter, wo sich ihre zahl- reichen Gäste lachend und scherzend drängten. Ich mißverstehe Sie nicht, Missis Kead", stimmte ihr Duval bei, der Polizeichef Schanghais. !v!«in Mann will mich nicht verstehen", lachte sie heiser, vor- ivurfsvoll zu Mr. Kead hinüber. Einem höflichen Einwand Duvals winkte Kead ab, der sich noch tiefer in den Korbsessel preßte, so daß sein Bauch unnatürliche Dimensionen annahm. Sein bulldoggenartiges Gesicht verzerrte sich zu einem breiten Grinsen. Die Augen verschwanden in den auf- geblähten Backen, die Rase drückt« sich platt, der üThmd, weit auf­gerissen, zeigte ein blendend weißes Raubtiergebiß. Ein harter Ton, den er aus der Kehl « stieß, sollte Lachen bedeuten. Die Art des Mannes beleidigte sichtlich die Frau. Ihre Regun- gen und Empfindlmgen verstand sie ebensowemg zu überschminken wie ihr Antlitz, das grell bemalt, aufdringlich und peinlich den Zweck der Uebertünchung erkennen ließ. Duval versuchte dem Gespräch eine andere Wendung zu geben: Gewiß leben wir am Fuß« eines DuUans, stets befürchtend, daß alle Arbeit, Schweiß uird Nerven, nicht zuletzt die eigene Person, die wir an die Bearbeitung des fruchtbaren Bodens setzen, eines Tages von einer heißen, trag dahin fließenden Laoamasie verschüttet werden." Kead, der sich bis setzt an der Unterhaltimg seiner Frau mit dem Polizelches wenig beteiligt und über ihr« Köpfe hinweg ge- starrt hatte, wurde aufmerksam, heftete seinen Blick auf Duval und unterzog ihn einer eingehenden Betrachtung. Der silbergrou melierte cherr mit seiner parfümerierten Eleganz, seinem überfeinerten und sorgsam gepflegten Aeußeren, den er nie ernst und vollwertig ge- »ommen hatte, sicherte sich mit einem Male ein seltenes Ansehen bei dem zu ihm nach jeder Hinsicht im Gegensatz stehenden britischen Geldmagnaten des Ostens. Ein interessanter Dergleich", begann Mr. Kead. Man könnt« noch ein Dutzend solcher Bergleiche ausstellen", plaudert« der Polizeichef.Sie lausen all« auf das gleiche hinaus." Kead schob seinen massigen Körper nach vorn« und über ihn hinaus den mächtigen Schädel. Er sah beinahe wie ein Tier aus, wie ein Gorilla. Er sagte nichts. Blickte bloß zu Duval hinüber. Der Polizeichef ochfelzuckte:Wir können aber nichts dagegen tun, nichts verhüten, was uns einmal im Schlaf überfallen kann." Der Schlaf macht den Menschen wehrlos. Und Kead war nicht der Mensch� der sich einem Uebersalle aus sein Leben nicht zur Wehr gesetzt hätte. Er hatte genug Feinde, vielleicht nur Feinde. Er hörte aber auch niemals auf, sie zu schlagen und zu vernichten. Vorstand sämtlicher Konzerne der europäischen Konzessionen in China , ruinierte er täglich Taufende. Di« Börse zittert« vor ihm, die Regierung ließ sich von ihm einladen und gab wieder ihm zu Ehren glänzende Soupers. Was dieses Land an"Werten hervor- bringt, ging durch seine Hände. Das Gold stampfte er aus dem Boden. Brauchte er Militär, es stünde ihm zu Verfügung.Nichts verhüten, was uns einmal im Schlafe überfallen kann?!" In sein« Gedanken hinein hört« er die Worte Duvals:... Unser Tod ist ein langsamer Verfall,«in stilles Zugrundegehen, ein unaufhör- liches Sterben, ein endgültiges Fertigwerden mit uns." Hinter den Farben, die eine armselige Ditalität auf dem Ge- ficht« Mrs. Mabels vorlogen, fiel die Haut m Falten, und entstellten sich ihre Züge. Aber ihr Auge war groß und aus Duval gerichtet. ... Und sind wir so weit, bricht die Katastrophe über uns herein, die nichts anderes als eine Ablösung bedeutet. Ein Taifun wirbelt uns als Ueberreste mit sich und zerstreut sie wie Spreu." Dann beginnt es wieder von vorne", sagte mit hohler Stimme die Frau. Kead biß die Zähne übereinander. Die Stimme der Frau haßte «r. Sie wahr ihm unheimlich. Wir haben Platz zu machen", Duval versuchte dabei zu kokettieren. Für wen?" rang sich stoßweise ein Lachen aus der Brust des Briten . Für unsere Nachfolger, die noch unverbraucht aus den Schiffen verfrachtet sind, die den Kurs zu unserer Küste n«hmen. Die be- festigen wieder die Macht, die wir bis zum heutigen Tage be- hauptet haben." Kead schlug sich mit der Handfläche auf den Schenket, daß es knallte.Wir werden weiter unsere Macht behaupten." Sprang auf. mit einer Elastizität, die man ihm kaum zugetraut hätte. Die Stufen zur Terrasse hinan lief ein junges schönes Weib. Wie ein Min! stoß fegte es daher, mit den Füßen kaum den Boden benidrend. Wars sich in einen Korbsessel, verlangte hastig einen Drink, den Duval serviert«, zündet« sich«ine Zigarette an, blies dünn« Streifen Rauches gegen den Himmel. Ein feböner Abend", sagt« Miß Lillian Blych ssie hieß Nack der Mutter).Ma Ich sucht« dich", wandt« sie sich zu Mrs. Mabel. lind dann zu K-ad:Du kümmerst dich wenig um deine Gälte, Va. Du solltest dich mehr mit ihnen unterhalten, damit sie weniger Zeit finden, sich über dich zu unterhalten."

�67ec6*tc/t JJcftfaze&ej* Kead starrte mit herausgetretenen Augäpfeln auf das Mädchen. War von dem jungen frischen Fleisch wie berauscht. Es war immer so, wenn er ihr begegnete. Und er mußte mit ihr unter einem Dach leben, weil sie das Kind seiner Frau war. Es waren schon Jahre. Auch dieser Mann trug sein Schicksal in sich verschlossen, das weit entfernt von Geld und Mochtbegierde lag. Willst du dich nicht endlich um deine Gesellschaft kümmern, Pa." Lillian bog den schlanken Körper nach rückwärts. Der Kopf fiel in den Nacken. Kead fühlte, daß ihr sein« Anwesenheit lästig war. Fragte nicht nach dem Grund. Schämte sich aber, weil er sich nicht genügend beherrschte. Ihm war es peinlich, vor Duval«ine Schwäche zu zeigen. Und gerade jetzt legte er Wert darauf, sich vor ihm keine Blöße zu geben. Hatte so manches vor. Seine Gedankengänge kreuzten sich. Cr hielt sich schon wieder straff im Zügel. Wenn er das alte, morbid« Weib sah, wie sie neben der Jungen stand, wie deren Anwesenheit auf sie vernichtend wirkte ihm wurde übel. Wenn er sich aber daran erinnert«, daß er mit dieser Frau eine vierstellig« Zahl von Nächten geschlafen hatte, und sie ihn noch mnner erwartete, mußte er gehen. Er wollte aber nicht, weil der Franzose abwechselnd rot und blaß wurde. Am liebsten hätte er ihm eine Grobheit gesägt. Das ging nicht an. Aber nicht, well er der Polizeichef von Schanghai war,, sondern weil der Augenblick für eine moralische Erledigung dieses Mannes noch nicht gekommen war. So beschloß er also doch zu gehen; erstens, wegen der Frau, die sich geradezu aufdringlich seitlich ihrer Tochter auspostiert« sie tat schlecht daran, zweitens, weil er den Mann, Mr. Duool, nicht ohrfeigen wollte, aus Gründen, die er reiflich erwogen hatte. Duval, sonst ein Routmier, versagte hier gänzlich Er stammelte ein paar unzusammenhängend« Worte. Natürlich waren sie Blöd- sinn. Um sich aber nicht restlos überflüssig zu machen, begann er Mrs. Mabel trotz aller ästhetischen Vorurteile die Cour zu machen. Lillian warf einen scheuen Blick in den Garten: Ein Bild von vielen Menschen, deren Gesichter in der Beleuchtung von Lampions und fahlem Mondlicht magisch aufglühten. Sie sahen gespensterhaft aus. Erweckten Vorstellungen von Lemuren und Amphibien, dies« ganz wirklichen, erdausgespienen Menschen von aus ollen Rosien und Nationen zusammengeworsensn Börsenjobbern, Industrietigern, hoch und höchst gestellten Regierungsvertretern, Hochstaplern. Dieben, Huren imd morphinierenden Wellbeglückern. Zwischen Politik und Dollartransaktionen ging der Handel um Weib und Liebe vor sich. Alles das, alles das wußte Lillian. Hinter der glatten, offenen Sterne schlummerte diese Erkenntnis, trieben sich diese Gedanken umher. Duval beschwatzte sie: er war nun endlich so weit. Zwar mrs Umwegen, aber er hatte es erreicht. Mr. Mabels feindselige Blicke konnten ihn nicht hindern, Lillian mit Worten fast zu erwürgen. Lillians Augen irrten planlos umher und suchten einen Unterschlupf. Sie lachte über Duvals Worte. Aber eigentlich war er für sie gar nicht mehr vorhanden.

Di« beiden Frauen hielten sich aneinander fest. Wie auf einem Schiffe, das wankt, weil das Meer sich gischtend an seinen Flanken bricht. Ueber die Treppe kamen Männer, Weiber, als wollten sie die Terrasse überschwemmen. Lillian und Mabel entwichen dieser Flut. Duval blieb zurück. Sah ein, daß er unmöglich war, ganz ein­fach unmöglich. Da er aber allein war, begann er sich wieder zu fühlen. Entschuldigte sich vor sich selbst'. War in wenigen Minuten wiederAllright". 3. Allright", sagte Mr. Kead. Das war der Auftakt zu einer neuen, kühnen Transaktion.Morgen in meinem Büro." Dann ließ er den, mit dem er eine Vereinbarung getroffen hatte, ganz einfach stehen und hielt wie ein König den Cercle ab. Außer sich kannte er nur mehr Kulis. Man bewunderte ihn, fürchtete ferne un- umschränkte Gewalt, offerierte ihm jedes aufkeimende Unternehmen und wogte ohne ihn nicht zu atmen. Das Geld hatte durch ihn seine Seele bekommen. Man haßte ihn aber nicht weniger als die Pest und wünschte ihn zum Teufel. Mr. Kead zog sich von der Gesellschaft zurück. Stillos hatte er eine Baumnische mit Steinfigur a ia Versailles in seinem Garten errichten lassen.(Sie entsprach voll und ganz seiner Geichmacklosig- keit.) Dorthin begab er sich nun. Hatte guten Ueberblick auf Haus, Garten und Gäste.(Fortsetzung folgt.)

Clemenceau fpiidil. Als Clemenceau vor 50 Jahren in der Kammer ein« kleine Rede über auswärtige Politik hiell, fragte Bismarck den Berliner Korrespondenten derTimes":Wer ist denn dieser Clemenceau?". Ach, ein junger Mann, ein Arzt."Na", sagte Bismarck , neulich hat er Sachen vorgebracht! Den Burschen muß man im Aug« behalten." Solche amüsante Sätze stehen zu Hunderten in den Büchern, die Jean Martet über die Unterhaltungen, die er mit Clemenceau seit 1927 führte, veröffentlicht hat. In der deutschen Ausgab«, die eben im Vertag Ernst Rowohlt erschienen ist. ist ein einziger Band von 450 Seiten daraus geworden, aber auch mehr wäre nicht zu viel, denn diese Gespräche sind für den Politiker, den Historiker, den Psychologen, den Künstler ein wahres Fressen. Sie funkeln von Wahrheiten und Bosheiten. Be- schtmp jungen und Lobpreisungen, und sie reichen von einem letzten tragischen Nihilismus bis zu großen politischen und geistigen Er­klärungen. Äemenceau hatte eine Meute von Feinden um sich, und es macht ihm Spaß, sie zu vermehre», indem er sein« Freunde be- schimpft, seine Anhänger verietzi, ein wahrer Teufel von Wildheit, ein wirklicher Dämon der Tat. In zahllosen Bekenntnissen erklart Clemenceau, daß nichts auf der Welt wert hat als die Tat, als das Handeln.Man darf sich nicht erholen", sagt er mit 8« Iahren. .dann krepiert man". Weil Clemenceau der Mann der rücksichts- losen Tat war, übertrugen während des Krieges sein« Feinde alle Macht auf ihn nun erzählt er. wie es kam. was er tat, aber auch, was er verfehlt hat. Wenn er über Iaures herabsetzend spricht, ist das wirklich seine ehrliche Ueberzeugung. so falsch sie auch war, schließlich ist es derselbe Clemenceau, der Louis« Michel, die große Revolutionärin, seinealte Freundin" nennt, den sinnlosen Schlächter'der Kommune, Gallifet, mit schärfsten Worten züchtigt und dann wieder Friedrich II. bewundert, well er sich von den Schlachten bei der Flöte erholte. Clemenceau lehnt Separatismus und Rhein - annexion scharf ab. Die Militärs, die ihm mit Annexionen kommen, pfeift er an, wie ein Feldwebel die Retruten. Manches böse Wort gegen Deutschland wird durch doppelt bösere gegen Eng- land und Amerika wettgemacht.Ich hatte ganz allein das Interesse des Kontinents zu vertreten. England und Amerika standen mir gegenüber", tobt er in einem Gespräch über Versailles . Er verhöhnt Wilson, der für Europa 14 Punkte hatte, aber für zu Haufe die Monroe-Doktrin . Daß die französische Demokratie diesen Tiger während des Krieges zu ihrem Herrn macht« imd nach dem Siege, als die Zeit der Tyrannen vorüber war, wieder nach Haus« schicken mußte, kann nur verstehen, wer Clemenceaus Gespräch« gelesen hat. Felix Stössingcr.

FW DEN KLEINGÄRTNER. nmuiniiinmiiiiiniiuuinuiininnininiinitniimiiiiiiuumiiiiiniinniiniMiiinnimniiinBnHiuiminniiiniiiiuigiiiiiiiniiinuiiiiinnuumiiiimuiimniiiimiuiniimuiuuniiimimiiiinvuiiiuiiiimiiii

Rosenkohlkultur. Im Gegenfantz zum Grünkohl wird der gleich diesem spät im Winter zur Ernte kommende Rosenkohl wenig angebaut, dabei ist seine Kultur nicht besonders schwierig. Freilich stellt er gewisse Ansprüche an Boden und Pflanzung werden sie nicht erfüllt, so tritt leicht ein Mißerfolg ein. Ein gut gedüngter und gut gelockerter, nicht zu trockener Boden In freier Lag« sagt ihm am besten zu. Da er erst im Juni oder Juli gepflanzt wird, so nimmt man meistens abgeerntetes Land, aber dann darf ein« neue Düngung nicht fehlen. Man säe den Samen Im Laufe des April auf ein Frelland- faatbeet möglichst dünn, am besten in Reihensaat, aus und verdünn« noch Bedarf oder, was noch besser ist, pikier« die Sämlinge. In die Erde des Saaibeetes gebe man auch Torfmull. Das zu be- pflanzende Land muß gut gelockert sein. Im Juni pflanze man aus und beachte, daß die Rosen zu ihrer Entwicklung vor ollem Luft und Licht gebrauchen. Man pflanze auf 75 Zenti- meter Abstand nach allen Seiten. Bis zur Bildung der kleinen Rofen in den Vlattwinkeln hacke man öfters. Di« Rosenkohsstauden bleiben bis in den Winter hinein an Ort und Stell«: bis Mitte November befinden sich die Röschen in bester Ausbildung und ein paar Grad Kälte schaden ihnen nichts. Für die Winterbehandlung werden wir später Anweisung geben. Die Ernte setzt von Oktober an ein: die größten Rosen befinden sich unten am Strunk, das Abnehmen erfolgt von unten nach oben zu. Man hüte sich davor,'Blätter und die Spitzenknospe zu ent- fernen, in dem Glauben, das Wachstum der Seitenröschen dadurch zu fördern, in Wahrheit öffnet das Entspitzen dem Frost den Zu- gang.zum Innern der Wanze. Als Sorten lind beliebtHalbhoher verbesserter Erfurter " undHerkules". F. 0. ErdbeereOberschlesien ". Ueber dies« verhältnismäßig neue, aus der Gärlnerilehronstalt Proskau hervorgegangene Erdbeerforte macht Direktor Wauer- Proskau in derGartenbaunürtschaft" näher« Mitteilungen, die für den Wert des Anbaues grade dieser Sorte sprechen. Leider gibt es im Handel viel Material, das wohl den Namen alsOriginal" oder 1. Nachzucht" trägt, aber sonst mchts mit der Sorte zu tun hat wieder ein Beweis dafür, wie wenig Organifationsgeist der deittsch« Girtenba» trüher aufgebracht hat Die wahre SarieOber-( schlestcn" wird mit Vorteil in Rechen die einen Meter voneinander i entfernt sind und mit 40 Zentimeter Pjlanzenentsernung gepflanzt'

und auch im vierten Jahr« noch stehen gelassen Die Kultur weist fcllgende beachtenswerte Moment« auf: Rankenpflanzen werden nur von«in- oder zweijährigen Pflanzen genommen. Düngung mit Stolldung bei der Pflanzung, im Frühjahr Düngung mit schwesel- saurem Ammoniak und Superphosphat, gute Durcharbeitung des Bodens nach der Ernte, Winterschutzdecke von Stalldung, der aus- gelaugt liegen bleibt, ausreichende Beregnung nach der Blüte, nach halber Fruchtentwicklung und nach der Ernte nach diesen ein­fachen und klaren Angaben solltevberschlesien" behandelt werden, wenn man, wie dies in Proskäu der Fall ist. in den vier Iahren der Lebensdauer einer Pflanzung von einem Morgen 100 Zentner Frücht « ernten will. Das Ernten der Früchte sollte durch Abschneiden mit dem Messer erfolgen. F. D. Vom kleinen In den großen Topf. Es war bisher Grundsatz, daß Topfpflanzen mehrfach umge- pflanzt wurden. In dies« Ansicht, von der allerdings schon früher namentlich Chrysanth emumzü cht er abwichen, ist nun Bresche gelegt worden durch Persuche, die im vorigen Jahre von Berliner Gärtnern unter Leitung Dr Böhnerts von der Gärtttetlehr- anstatt Oranienburg uttd mehrerer Herren der Verbandslestung an- gestellt wurden. Man wählte eine leuchtendrot« Sorte C y c l a m c n und zwei Chrysanthemumsorten,Convers" und Pulling", für die Versuche aus und sorgte durch«mheiillche Lieferung der Pflanzen und der Erde, sowie durch genaue Vor- schriften für die Kultur, daß die Versuchsgrundlage gleich war. Die Hälfte der Pflanzen wurde mehrmals verpflanzt, die andere Hälfte erhielt nach dem Stecklingstopf gleich den Verkaufstopf von 13 bzw. 17 Zentimeter. Die' letzteren Pflanzen zeigten sich den crsteren völlig gleichwertig. Allerdings ist hierbei in Bettacht zu ziehen, daß der letzte Sommer sehr sonnenreich war. Man wird deshalb die Versuche in diesem Jahre Vieder aufnehmen. F. v. Wieverhindert man das Legen d innschalicrerEier? Jetzt in der Hauptlegezeit ist es für den Geflügelhalter äußerst unangenehm, wenn dies« oder s-n« Henne ansängt, dünnschalige Eier zu legen, aber er hat selbst schuld daran: denn dünnschalige Eier sind stets die Folge einer anhaltenden kalkarmen Fütterung. Man gel'« daher, wenn die Dick« der Eierschalen z» wünschen übrig läßt, unverzüglich viel Grünsutter, dem man gestoßenen Mörtel- kalk oder sein zerstamp'U, getrocknete Eierschalen veimijchß Die Schalen werden dann bald wieder normal werden. G. B.