STADI
BEILAGE
Berlins Verkehrsadern.
DES
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RK.
VORWARTS
Stadt muß Brücken sperren.
Weil die Kraftfahrzeugfteuer in die Provinz fließt.
Drei große Ringstraßen geplant.- Pionierarbeit für den Schnellverkehr. bauverwaltung ist damit zu rechnen, daß in Kürze zahlreiche
Der Berkehr der Reichshauptstadt wächst ins| Wisbyer Straße, Ostseestraße, Weißenfeer Weg, Möllendorfstraße, Riefenhafte. Straßen und Brüden müffen erneuert werden, um den verstärkten Anforderungen genügen zu fönnen. Nach ftehend gibt der sozialdemokratische Stadtverordnete Gutekunst ein Bild von der Notwendigkeit unseres Straßen ausbaues und den geplanten Neuanlagen..
Die starte Zunahme der Bevölkerung und des Verkehrs zwingt die Stadt Berlin zu außerordentlichen Maßnahmen. Die sozialdemokratische Rathausfraktion hat sich im Interesse der arbeitenden Bevölkerung ftets für den Ausbau der Malenver. Behrsmittel eingesagt. In diesem Zusammenhang mußte befonders dem Straßenbau erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet werden. Nach dem Norden, Often und Süden haben wir genügend Ausfallstraßen, dagegen nach dem Westen und Südwesten sind sie dem Berkehr entsprechend nicht vorhanden. Die vorhandenen wie die zu bauenden Ausfallstraßen und Ringstraßen müssen so gestaltet merden, daß in der Mitte die Straßenbahn mit besonderem Gleistörper und beiderseitigem Richtungsfahrdamm von 5,50 bis 6 Meter Breite, Radfahrerweg, Promenadenweg und Bürger steig aufweisen. Um aber den Berfehr, der Berlin nur durchfreuzt, find große Ringstraßen geplant.
abzulenten,
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Jeder Fahrer wird lieber einen fleinen Umweg in schneller Fahrt in Rauf nehmen und Hauptverkehrsstraßen in der Innenstadt mei den. Der erste Ring foll Alt Berlin umfassen, beginnend am Halleschen Tor, Landwehrkanal, Herkulesbrüde, Kaiferin Augusta- Straße, Hofjägerallee, Brückenallee, Lüneburger Straße, durchschneidet den Ausstellungspart, Invalidenstraße, Stettiner Bahnhof, durchbricht den Häuserblod Bernauer Straße , Danziger Straße, Elbinger Straße, Petersburger Straße, Warschauer Straße, Staliger Straße, Gitschiner Straße, Hallesches Tor. Der zweite Ring hat seinen Anfang in Tempelhof . Er soll folgenden Weg nehmen: Sachfendamm, Tempelhofer Straße, Mühlenstraße, Rudolf- Wilde- Play, Badensche Straße, Westfälische Straße, Hochmeisterplaz( Wilmersdorf ), Bahnhof Charlottenburg, Nestorstraße, Raiser Friedrich- Straße, Johann- Georg- Straße, Joachim- Friedrich- Straße, Holzendorffftraße, Suarezstraße, Schloßstraße, Hebbelstraße, Kaiser Friedrich- Straße, Kaiserin- Auguste- Allee, Keplerstraße, Tauroggener Straße, Westhafen, Seestraße, Chriftianiastraße, Bornholmer Straße,
45,8 Strassen-& Brückenbau
Gürtelstraße, Bahnhofstraße, Markgrafendamm mit einer Brüde über die Spree, Elsenstraße, Herzberg- und Richardplay, Thomas ftraße, Grüner Weg, Tempelhofer Feld, Dorfstraße.. Der dritte Außen oder Umgehungsring beginnt in Lichtenrade Dorf straße nach der Richtung Lichterfelde - Süd über Schönow und führt an dem Gut Düppel vorbei nach Schlachtensee, Anusbahn, Bahnhof Grunewald, Teufelsseechauffee, Heerstraße, Insterburgallee, Bar tenfeld, Tegeler Schießplay, Tegel , Bahnhof Nordend, Industriebahn Tegel , Blankenburg , Malchower Riefelfelder, Friedrichsfelde , Karls. horst, Oberschöneweide , Budow, wieder nach Lichtenrade ,
Weiter sind sechs Schnellverkehrsftreden vorgesehen, die zum größten Teil für den Westen geplant find. Im Often soll eine solche Verkehrsader von der Urbanstraße nach Köpe nid führen. Die Bauzett ist auf 15 Jahre in drei Bauabschnitten berechnet. Die Bautosten dürften rund 150 Millionen Mart betragen.
die Straßen zu unterhalten und Neubauten vorzunehmen, hatte in Die Kraftfahrzeugsteuer, die eingeführt worden ist, um Berlin ein Aufkommen 1926 Don 12,9, 1927 18,2, 1928 20,5,
1929 23,8 millionen Mart; Berlins Anteil war 1926 2,717, 1927 2,309, 1928 2,337; 1929 2,342 millionen Mart. Würde man Berlin auch nur die Hälfte der aufgebrachten Steuern belaffen, so fönnte ein Heer von Arbeitslosen beschäftigt werden, um für den Verkehr die Straßen zu schaffen, die er nun einmal dringend braucht. 3u ermägen wäre, ob man nicht jene Firmen, die unverantwortlicher weise Lastkraftwagen bis zu 20 Tonnen zu laufen haben, obwohl unsere Straßen und Brüden für nur 12 bis 17 Tonnen Belastung vorgesehen sind, steuerlich besonders heranziehen sollte.
Eine andere Aufgabe, die dringend der Erledigung harrt, ist die umbenennung der 2400 Straßennamen, die noch immer doppelt in Groß- Berlin vorhanden sind. Dieses Projeft harrt schon feit, sechs Jahren seiner Erledigung. Ein besonderer Ausschuß hat fich lange Zeit damit beschäftigt, eine Einigung tam aber bisher nicht zustande. Ein Unterausschuß der Tiefbaudeputation hat die Vorschläge der Bezirke und der Zentrale geprüft und weitere Borschläge gemacht. Das Ergebnis wird seinen Niederschlag in einer Borlage an die Stadtverordnetenversammlung demnächst finden.
( 433
CAB Tab Solo ob arsto
Millionen
13,8 Hochbau
10,7 3,0 Strassen- Stadtpl.& Beleuchtung Vermessung
Nach den Mitteilungen des Magistrats Berlin und der BrüdenBerliner Brücken, die über Wafferläufe führen oder die Eisenbahngelände überbrüden, dem Berkehr entzogen werden müffen, weil ihre weitere Benutzung eine Gefahr für den Berkehr und damit für die Oeffentlichkeit darstellt. Wie wir von zuständiger Stelle etfahren, muß man damit rechnen, daß in allernächster Zeit folgende Brüden für den gesamten Verkehr gesperrt werden: 1. die Königsdammbrüde am Bahnhof Beuffelstraße, 2. die Beuffelstraßenbrüde, 3. die Brüde am Spandauer Berg, 4. die Warschauer Brüde, die wenigstens zum Teil für den Fuhrwerts- und Fußgängerverkehr gesperrt wird, 5. die' r on prinzenbrüde am Leffingtheater und 6. die Ueberführung in der Landsberger Allee .
Durch die außerordentliche zahlenmäßige Steigerung des Verkehrslaften und Raddrücke, sind die Beanspruchungen der Berliner Straßenverfehrs, besonders durch das rapide Anwachsen der Brücken derartig gestiegen, daß die täglich auftretenden wirklicher Belastungen der Baumerte nicht mehr mit den feinerzeit der Be rechnung der Brüde zugrunde gelegten Lasten im Einklang stehen. Diese Mehrbeanspruchungen find bei einer großen Anzahl der müssen, da eine weitere Gefährdung des Verkehrs auf und unter Brücken Berlins derart hoch, daß fie für den Verkehr gesperrt werden Diefen Brücken nicht länger verantwortet werden fann und Die Wiederherstellung oder der Ersatz der Bauwerke durch Neubauten unaufichieblich ist.
Welche freigende finanzielle Belastung der Stadt durch den verstärkten Kraftwagenverkehr erwächst, zeigt in deutlichster Weise das rapide Ansteigen des jährlichen Brückenbauetats Berlins , der sich in dem Zeitraum von 1925 bis 1929 versiebenfacht hat. Für diese gesteigerten Ausgaben würde die Kraftfahrzeugftener neben der Deckung der eigentlichen Straßenbautosten noch einen angemessenen Beitrag liefern tönnen, wenn der Stadt Berlin der volle Betrag ihres örtlichen Auffommens aus dieser Steuer zuflöffe. Infolge des für Berlin äußerst ungünstigen preu schen Berteilungsschlüssels für die Kraftfahrzeugsteuer erhielt jedoch Berlin für 1929 nur 2,356 millionen Mart, das sind nur rund 10 Proz. des örtlichen Gesamtaufkommens von 23,272 Millionen Mart, neur Zehntel des Berliner Aufkommens fließt in die Probinz!
Der normale Etat des Brückenbaues im Gebiet der heutigen Stadt Berlin betrug in der Borkriegszeit ungefähr 3 Millionen Mart. Bäre die Steigerung des Berkehrs durch die Krafimagen nicht gelommen, ja hätten wir aljp bei bem heutigen Bauinder inir Brüdenbautosten von höchstens 54 Millionen Mart zu erwarten. Der diese Summe übersteigende Betrag des Brüdenbauetats für bas Jahr 1929, rund 84 Millionen Mart, müßte gerechterweise aus der Kraftfahrzeugfteuer gededt werden, da der Kraftwagenverkehr allein diese Mehrkosten verursacht hat.
Neue Spartaffen- Nebenstelle. Die Spartaffe der Stadt Berfin hat in Wilmersdorf , Nauheimer Str. 26, eine weitere Rebenstelle eingerichtet und mit deren Verwaltung den Kaufmann Wilhelm Ströder( 3igarrengeschäft) betraut. Die Nebenstelle nimmt Einzahlungen von 1 M. an auf fämtliche Sparbücher der Spartaffe der Stadt Berlin entgegen und fertigt neue Sparbücher
aus.
Rettungsamt: D1 0013.
Rene Gelbftanschlußämter: Albrecht und Norden.
Jn der Nacht zum 11. Mai wird die neue Fernfpredy vermittlungsstelle mit Selbstanschlußbetrieb Albrecht et öffnet, der Teilnehmer der Bermittlungsstelle Steglich zugetellt werden. Gleichzeitig wird die Fernfprechvermittlungs stelle Norden vom Handbetrieb auf den Selbstanschlußbetrieb umgestellt,
Das Rettungsamt der Stadt Berlin ist nach Einführung des Selbstanschlußbetriebes bei der Bermittlungsstelle Norden" ab 11. Mai 1930 von Fernsprechteilnehmern, deren Vermittlungsstelle noch nicht auf Selbstanschlußbetrieb umgestellt ist, wie bisher, unter ,, Amt Norden, Rettungsamt", anzurufen. Die Selbstanschlußteilnehmer. haben das Anrufzeichen D 1 0013 zu wählen.
Die Telegrammaufnahme ist, fünftig für Selbstanjchlußteilnehmer unter D 1 1111 zu erreichen.
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Am Sonnabend, dem 10. Mai, in der Zeit von 17 bis 18 Uhr findet auch bei dem Berliner Magistrat die Umstellung des Fernsprechbetriebes von der Handvermittlung auf den Selbstanschluß
nerfehr statt. Teilnehmer, welche an Selbstanschlußämter angeschlossen sind, erreichen den Magistrat zufünftig unter der Sammelnummer E- 2 Kupfergraben 0021, mährend die übrigen Teilnehmer den Magistrat mie bisher ohne Nummernangabe erhalten.
Die Lehrerfammer für Nydahl.
Der Vorstand der Lehrerfammer der Stadt Berfin verbreitet die nachstehende Ertlärung:
Gegenüber Mittellungen in der Preffe, daß Herr Stadtschulrat Nydahl den Empfang einzelner Lehrer abgelehnt habe, halten wir uns für verpflichtet, festzustellen, daß die Lehrerkammer und die Lehrerorganisationen jederzeit bereitwillig Gelegenheit zu Rüdsprachen und Besprechungen mit ihm erhalten haben und daß er für die Förderung des Bolts, Sonder- und Mittelschulwesens fiets warmherzig und tatträffig eingetreten ist.
feiert am Gonnabend, 17. Mai, im Restaurant Tiergartenhof" Berliner Der Berein der Schulhausmeister und Turuhallenauffehez Charlottenburg Straße 1, fein 25jähriges Stiftungsfest. Freunde und Gönner find hierzu herzlight eingeladen.
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