Einzelbild herunterladen
 

(26. Fortsetzung.) 'A. soupiert« in einem vornehmen Restaurant der Tschekiang- Road, o(s ihm der Kellner«ine Karte überbrachte. Er las einen ihm unbelannten russischen Namen. Erblickt« daran nichts Sonder- . bares, empfand dennoch ein wenig Unruhe. Wußte«r doch yur allzu gut, auf welchem Vulkan er tanzte, und die Agenten Marins wurden auch immer lühner und zudringlicher. Er führte deshalb das Leben eines reichen Nichtstuers, um unauffällig zu bleiben, jedem Verdacht aus dem Wege zu gehen. So zögerte er, ob er dem Wunsche des Unbekannten, der ihn sprechen wollte, nachkommen solle. Er entschied sich abweisend. Doch die Unruhe wich nicht von ihm. Er fühlte sich unbehaglich: Nervosität quälte ihn. Fluchtart'g verließ er das Lokal, wollte ein Auto nehmen. Eine Hand hielt ihn am Arme fest. Ein« Stimme flüsterte ihm in russischer Sprache zu: Kommen Sie!" D. fuhr herum und musterte den Fremden. Fragte ihn, was er von ihm wolle. Wurde immer aufgeregter, zuletzt grob. Man erwartet Sie." Wo erwartet man mich?" schrie ihn P. an. Auf der russischen Gesandtschaft." Y. überlegte, wurde ruhiger. Maro, der Garantiepakt, alles kam ihm plötzlich in den Sinn. Fuhr mit dem Fremden zur Sowjetgesandtschast. Rasch entstiegen beide dem Wagen, stürzten in das Haus. Passierten einige schläfrige Wachen. Gingen über schlecht erleuchtete Korridore. Vor einer Tür machte» sie halt. D- sah auf: das Büro des Gesandten. Sein Begleiter hieß ihn warten und trat allein in das Zimmer ein. In kaum einer Minute war er wieder zurück und drängte U. in den Raum. Eine kurze Begrüßung. Der Gesandt« Älexei Wladimirowitsch Wqlinski forderte T- auf, sich zu setzen. Wolinski war ein Mann in mittleren Iahren, mit einem breiten Kopf, der unverhältnismäßig groß auf seinem veinen und gedrungenen Rumpf saß. An seinem Aeußeren war sonst nichts Auffallendes. Seine Kleidung war ge- wählt, nicht ohne Eleganz. Auch roch er nach Parfüm. Ohne ein Wort des Gesandten abzuwarten, begann Z. zu sprechen:Sie haben mich auf eine sehr seltsame Art" Wolinski winkte mit einer höflichen Handbewegung ab. Bat um Entschuldigung.«Sie werden einsehen, Genosse, daß mir kein anderes, vorsichtigeres Mittel zur Verfügung stand, Sie zu mir zu bringen." Es handelt sich um Dringendes?" schnitt D. die EntschuRngun- gen des Gesandten ab. Er hatte hier Oberhand, das fühlte er. Das Abrücken Wolinskis von seiner Aktion hatte ihn verstimmt, er fand nun den Augenblick für gekommen, seiner Verstimmung Aus- druck zu oerleihen, indem er jeder sich anknüpfenden Liebenswürdig- kcit streng aus dem Wege ging. Es handelt sich um Dringendes," bestätigte der Gesgndte, ohne von der Art P's Notiz zu nehmen: im Gegenteil, er oerstärkt« den Grad seiner Zuvorkommenheit und unterstellt« sich förmlich seinem Besuche.Der Garantiepakt ist von der Sowjetregierung in Mos- kau unterzeichnet worden." P. zuckte mit keiner Wimper. Nur sein Blut schien aus den Wangen zu weichen. Seine Finger waren gespreizt, steif wie»m Krampf. Seine Lippen preßten sich fest aufeinander, weigerten sich zu sprechen. Es war wie Trotz, beinahe wie Widerspruch. Dann hob sich seine Brust, und Stoß um Stoß kämpfte sich der Atem aus seiner Lunge. Unbeirrt, gleichmäßig führte der Gesandte das Gespräch weiter. Beteuerte immerfort, daß er dem Beschluß seiner Regierung nichts hinzuzufügen habe und in jedem Falle den Wunsch und die Idee seines Volkes vertreten und für sie einstehen werde. Mit diesem Augenblick stellte er sich in Vertretung Rußlands in die Dienste des künstigen Diktators von Schanghai , hoffentlich bald von ganz China und der Mongolei und des arbeitenden Ostens überhaupt. Als Wolinski schwieg, verlangte P den schriftlichen Beweis des ratifizierten Garantiepakles. Der Gesandte bedauerte, diesem Wunsche nicht entsprechen zu können, da es nicht in seiner Macht stehe, di« Gcheimpost, die der Kurier aus Moskau bringe und die für ihn allein bestimmt sei, vorzulegen. Setzte aber dem hinzu:Genossin Swarsk ist mit dem Garantiepakt auf dem Wege nach Schanghai und dürfte in einigen Tagen in Wladiwostok eintreffen." P. nickte stumm. Etwas beengte ihn. War es das Zimmer, das Haus, das ganze Milieu? War es vielleicht in ihm selbst? Jedenfalls konnte er es hier nicht länger aushalten und war be- strebt, die Unterredung abzukürzen. Schließlich bat er aus purer Höflichkeit um die weitere Gesellschaft des Gesandten. Wolinski wehrt« bedeutungsvoll lächelnd ab. Es sei ihm un- möglich und er wolle ihm, dem Genossen P., auch sofort die Erklärung hierfür geben. Er halte nämlich mit allen seinen Leuten heute nacht das Gebäude besetzt, denn man plane, von der Polizei inspiriert, einen Anschlag auf die Gesandtschaft: es gelle angeblichen Geheimdokumenten, die in der augenblicklichen Spannung der chinesischen Politik eine wichtige Rolle spielen sollten. Also unsere Sache." bekräftigte Y. mit versteckter Ironie. Alexei Wladimirowitsch Wolinski hatte aber für di« Absichten der bürgerlichen Kreise bloß eine verächtliche Geste übrig.Außer dem von Ihnen verlangten schriftlichen Beweis für die Unter- fertigung des Garantiepaktes würde man nichts für uns Bloß- stellendes hier vorfinden. Und von dem können die Herrschaften nichts wissen. Ich hatte also diesen Anschlag, auf den ich hier warte, für einen absichtlich hervorgerufenen Eklat seitens der«uro- päischen Regierung, um damit die allgemeine und immer straffere

Spannung zwischen Sowjetrußland und Großbritannien zu fördern. Der Anlaß ist gegeben. Sie werden morgen mehr wissen, Ge­nosse Y." 28. Während auf den Schiffen, in versteckt gelegenen Höfen und Hafenkneipen kleine Gruppen von Menschen oersamMell waren und «seltsamen, wild bewegten Reden lauschten, während dem Manne, der eine einsame finstere Gasse durchschritt, verstohlen Zettel und Flugschriften in die Hand gedrückt wurden, flüchtete P. in das Herz der Stadt. Er wollt« nichts als vollständige Loslösung von allem, das in sein Leben so bestimmend eingetreten war. Seine Flucht in das Dickicht der Stadt glich einer Flucht vor sich selbst. Er war von Gedanken, die er im Grunde verabscheute und gegen die er mit titanischen Kräften ankämpfte, bedrängt. Verlor beinahe jede Herrschaft über sich. Seit er den Sowjetgesandten verlassen hatte, war es mit ihm so. Er hatte Angst vor etwas, vor Maro, vor diesem Garantiepakt, der ihm wie ein Verkauf seiner eigenen Seele dünkte. Sah Lillian. Fand nicht aus dieser unbegrenzten Wüste, in der er umkommen mußte, und die ihm so viel Weite gab, sich zu Tode zu hetzen. Wollte von Mara los, endgültig los. Wie aber, wenn sie kommt. Ich werde nie mit mir fertig, erkannte er. Auf einer Dschunke hocke ich, in ein Rikscha bin ich gespannt. Dock- orbeiter bin ich und Kohlenkcepcr. Jetzt mache ich Revolution, ich allein. Diese Fremdherrschaft eines Weibes will ich stürzen, stieg in ihm Verzweiflung empor. Sie muß aus meinem Leben, zuerst, dann wird alles anders, dann werden meine Ideale freier, belog er sich. Mara müsse aus seinem Leben, das stand in ihm fest. Wäre es auch Verrat. Etwas hatte Oberhand über ihn gewonnen: das weiße blühende Fleisch Lillians. Und Marin? Er muhte ihn um jeden Preis schlagen und ihn dort treffen, wo er verwund- bar war. Die Ereignisse der folgenden Tage überschlugen sich sörmtich. Der von Kead finanzierte, von Marin inszenierte, vom Gouverneur gebilligte Einbruch in die Sowjetgesandtschaft war fehl gegangen. Die den Anschlag verübt hatten, Konfidenten der Po.lizei, mußten ! völkerrechtlich in Hast gesetzt werden. Der Polizeichef, Mr. Duval, der eigentlich ohne Schuld daran war, aber alles mit seinem spar- lich vorhandenen Ansehen decken mußte, geriet in eine arge Lage. Regierungen interpellierten. Roten gingen hin und zurück. Duoals Thron im Polizeipräsidium begann bedenklich zu wackeln. Mr. Gar- rickson, der die Dinge durchschaute, konnte sich über eine Stellung- nähme zu ihnen nicht leicht entscheiden. Hatte er doch seitdem er

mit der Revoluttonspartei ganz offen paktterte, berechttgtes Jnter- esse an der Erhaltung dieses Polizeichejs. Die Nachsolge Marins, die kein Geheimnis mehr war, fürchtete er. Aber auch Duval war es nicht unbekannt, wie es um ihn stand. Mit ollen ihm noch zur Verfügung stehenden Mitteln lähmte er das Wirten Marins, drosselt« ihn, wo er nur kannte. Das alles aber war nur planlos« Verzweislung, ziellose Verwirrung. Allein mit sich schlug er sich mit den Fäusten vor di« Stirne, be- kannte: Verrückt sei er gewesen, als er sich an diesen Mann ge- hängt habe. Vernichten habe er ihn wollen. Wegen eines Weibes, Lillian. Irrsinnig sei er gewesen. Jetzt gehe es abwärts mit ihm. Marin aber steige. Er erinnerte sich wieder jener Affäre mit dem Russen: Warum Marins Entlassungsgesuch damals? So unver­mittelt! So bedenklich! Warum bin ich der Sache nicht auf den Grund gegangen?! Gestand sich ein: Unfähig war ich von jeher. Eigentlich wäre es ja das Beste für das Heil der Stadt, wenn ich ihr den Rücken kehrte. Verkommen bin ich. Ausgeronnen. Mor- phrnistert. Dies« Selbstgespräche begleiteten den Polizeiches auf Schritt und Tritt.(Fortsetzung folgt.)

eBuch

Suropas Schicksalsfrage Die Welt wird internationaler mit jedem Tag. Das ist eine, von verbohrtem oder böswilligem oder in romantischen Ueberliefe- rungen befangene Nationalismus zuweilen noch geleugnete, aber nichtsdestoweniger völlig unumstößliche Grundtatsach« unserer Epoche. Auf di« Dauer wird man nicht darum herumkommen, aus dieser Erkenntnis die politische Folgerung zu ziehen, und diese Folgerung wird Paneuropa heißen... oder vielleicht heißt sie auch anders, aber dem Sinne nach wird sie Paneuropa sein. Die Vereinigten Staaten von Europa sind ein« durchaus sozialistische Zielsetzung: aber nicht nur eine sozialistische, die Front ist heut« schon recht breit und hat die verschiedenartigsten Elemente in ihren Reihen. Auch Ar. Pauli menos propagiert in seinem BucheEuro- päisch« Politik"(Europäischer Verlag Hans Schmidt, Leipzig ) den Zusammenschluß Europas . Er stellt sich einen Bundesstaat vor, dessen Gesetzgebung bei einem Zweikammersystem liegt und dessen Regierung über alle wichtigen ollgemeinen Angelegenheiten be- schließ? vor allem auch die Außenpolitik bestimmt Seine Moti- vierung Paneuropas ist vornehmlich wirtschaftlich und politisch. Den Nachdruck bei semer Argumentation legt er auf das Aufkommen und den wirtschaftlichen Expansionsdrang Nordamerikas , in dem er einen gefährlichen Rivalen, ja: Feind der europäischen Völker sieht, vor allem aber«inen Feind Englands, und er geht so weit, eine kriege- rische Auseinandersetzung zwischen England und Amerika für nicht weniger unvermeidlich zu halten, wie die Auseinandersetzung zwischen Europa und Rußland . Das ist«ine Hypothese, wie vieles andere in diesem Buch Hpothese ist, und recht abwegig erscheint es auch, in dem Kelloggpakt, über den man im übrigen verschiedener Meinung sein kann, nun ausgerechnet die moralische Vorbereitung auf einen neuen Krieg zu sehen. Leider bedeutet es auch einen Nachteil dieses Buches, daß es mit Zitaten bis zum Bersten über- füllt ist: mit oft genug obskuren Zettelkastenzitaten, die den Eindruck reichlich willkürlicher Auslese machen. In manchen Einzelheiten fordert Poulimenos zu offener Gegnerschaft heraus, beispielsweise wenn er die wirtschaftliche Betätigung der öffentlichen Hand kritisiert, und von überragender politischer Einsicht zeugt es nicht gerade, wenn er ein« gelegentlich« verwachsene Aeuherung des Stahlhelm- führers Seldte im paneuropäischen Sinne deutet Im ganzen handelt es sich trotzdem um ein förderliches, wenn auch das Thema Europa nicht gerade von neuen Seiten anpackendes oder gar an die Touden- hovesche Gestaltungskraft und Konzeption heranreichendes Werk. Hsns Bauer.

WAS DER TAG BRINGT.

Fünf Siebentel der Erde noch unentdeckt? Nach vielen Forschungsreisen der letzten Jahrzehnte, durch die in verhältnismäßig kurzer Zeit mehr von der Erde entdeckt wurde, als in Jahrhunderten vorher, ist vielfach die Ansicht ausgesprochen worden, daß di« Oberfläche unseres Planeten jetzt im wesentlichen bekannt sei, die wissenschaftliche Arbeit der kommenden Zell könne sich daher der Untersuchung des Meeresbodens und der Erforschung der Luft zuwenden. Gegen dies« Annahme wendet sich der bekannte amerikanische Geograph Alexander Hamilton Rice aus Washington mit der Erklärung, daß erst zwei Siebentel der Erdoberfläche bekannt seien und daher auf geographischem Gebiet noch aus lange Zeit hinaus vieles zu tun sei. Auch der Flug Byrds über den Südpol habe nur einen kleinen Teil der dortigen gewaltigen Ländermassen berührt, während endlose Gebiete der Südpolarländer noch völlig unbekannt seien. Wie die Gegenden des Südpols, so stellten auch die des Nordpols noch viele ungelöste Aufgaben. Der gewallige Länderkomplex von Labrador bis zum nördlichen Sibirien und von Grönland bis zum Fraserfluß im Norden der Vereinigten Staaten von Amerika sei bisher noch von keines Menschen Fuß betreten worden. Ebenso sei es mit dem Innern Südamerikas , vor allem Argentiniens und Brasiliens , und mit dein Innern von Australien und China . Selbst die Halbinsel Pucatan in Mexiko mit den uralten Mayastädten liege noch in tiefem Dunkel. Alle di«se Forschungs- reisen würden nicht nur geographische Ergebnisse, sondern vielfach auch wichtige Aufschlüsie über di« Geschichte und Entwicklung d«r Menschheit in vorhistorischer Zeit zu liefern vermögen. Ein Kragenknopt-Rekord. Edward F. Silloox,«in kl«in«r Beamter im großen New Pork, ist heute dank seines unverwüstlichen Kragenknopfes eine amerika- nffche Berühmtheit. Wie er dies anstellte? Sehr einfach. Vor eben 40 Jahren, als 20jähriger Jüngling, bekam er zu seinem Ge- burtstag in einem wunderschönen Etui einen vergoldeten Kragen» knöpf geschenkt. Edward war sich im klaren, daß solch«in schöner Knopf nicht verloren gehen darf. Er entschloß sich nach langem Ueberlegen, den Knopf in Gebrauch zu nehmen und ihn wie ein Kleinod zu behüten. Es verging Jahr für Jahr, der Knopf war noch immer in seinem Besitze. Er heiratete, ließ sich scheiden der Knopf überdauerte das alles Einmal jedoch als er«ine wichnge Geschäftsreise unternehmen wollte, fiel ihm ein« halb« Stunde vor Abgang des Zuges der Kragenknopf beim Ankleid«» aus der Hand und oerschwand. Edward war entsetzt. Er begann zu suchen. Es oergingen zehn Minuten, es vergingen zwanzig Minuten. Als er endlich den Knopf gefunden hott«, war natürlich der Zug längst abgefahren und es entgingen ihm durch das Versäumnis 20 000 Dollar Verdienst. Nun feiert« dieser Tage Edward F. Silloox seinen 60. Geburtstag, und der Knopf sein 40jähriges Gebrouchsjubiläum. Einige Reporter erfuhren dieses und Silloox wurde im Hand» umdrehen ein berühmter Mann, berühmt durch seinen Kragen krwpf.

Zunahme der alkoholfreien Wirtschaften. Wie aus einer soeben veröffenllichten Zusammenstellung des Preußischen Statistischen Landesanrtcs hervorgeht, hat es in Preußen im Jahre 1928 insgesanrt 179 401 Gast- und Schankwirt- schasten gegeben. Di« alkoholfreien Wirtschaften bilden mit 13 995 den kleinsten Teil der von der Statistik erfaßten Betriebe,"nämlich 7,8 Proz. Aber wichtiger als diese absolute Ziffer ist die Tatsache, daß ihre Zahl seit einer Reihe von Jahren ständig gewachsen ist. Während die Zunahme der Schankstätten im allgemeinen seit 1927 nur 2 Proz. betrug, haben sich die alkoholfreien Wirffchaften um 7 Proz. vermehrt und ihre Anzahl ist jetzt bereits um 63,3 Proz. größer als 1921. Während in ganz Preußen auf 237 Einwohner bzw. auf 1,7 Quadratkilometer einealkoholische" Gaststätte entfällt, gibt es je eine alkoholfreie Wirtschaft auf 2797 Einwohner bzw. 20,9 Quadratkilometer. Bon den alkoholfreien Wirtschaften ent- fall«» 60,8 Proz. auf Städte und hiervon wiederum drei Viertel auf Großstädte. In Berlin allein gibt es deren 1171(unter insgesamt 14168 Schankstätten). Der uralte Herr. Die Straßenbahn ist voll Ein uralter Herr steigt ein. Ein Jüngling erhebt sich. Der uralte Herr nimmt Platz, zahlt, steckt den Fahrschein in die Tasche. Die Straßenbahn fährt weiter. Fährt und fährt. Wie kann ich." fragt da der uralle Herr den Schaffner,nach dem Luisenplatz kommen?" Da sind Sie nach der vertchrten Richtung gefahren," sagt der Schaffner,steigen Sie aus und nehmen Sie den nächsten Wagen. der von der anderen Seite kommt." Der uralte Herr nickt. Die Straßenbahn hält.Jetzt müssen Sie aussteigen." ruft der Schaffner . Der uralle Herr bleibt sitzen. Die Leute gucken ihn an. Der Schaffner klingelt ob. Die Straßenbahn hält wieder.Aussteigen!" sagt der Schaffner. Sie müssen aussteigen." sagt ein junger Mann. Di« Leute flüstern. sind voller Mitleid. Versteht er sie nicht? Ist er im Kopf vielleicht mcht mehr...? Der uralte Herr bleibt sitzen. An der nächsten Haltestelle wird aber der Schaffner energisch. Er geht zu dem uralten Herrn, zieht chn sanft vom Sitz und will ihn vor sich herschieben. Aber der alte Herr sträubt sich. Nein," sagt er,warum denn das, ich will noch sitzen bleiben." Das geht nicht," redet der Schaffner ihm zu.Sie wollen doch zum Luisenplatz." Zum Luisenplatz," sagt der uralle Herr,will ich. aber doch erst in der nächsten Woche!"