tommt daher, baß der Reichsbantoistont zwar gefunden fft, umb damit zugleich der Zinssaz für turzfristige 3mischentredite, aber die langitiffigen Kapitalanlagen noch immer durchschnittlich 10 Prozent Zinsen
erfordern. Erst fürzlich hat die Preußische Zentralhypothekenbant mieder eine Pfandbriefferie mit 10prozentiger Berzinsung herausgegeben, was immer noch einen 8% prozentigen Hypothekenzinssatz dusmacht. Offenbar warten die Auftraggeber für die Bauten immer noch auf eine Senkung dieses Zinses. Es ist erfreulich, daß Minister Dietrich 250 Millionen für Belebung des Baumarktes aufbringen mill. Die Umschuldung der Kommunalanleihen erfordert 300-400 Weillionen. Die Verzögerung der Durchführung der begonnenen Bohnungsbauten liegt auch an bürotrattsen Hemmungen. Der Redner meist auf den Fall einer Gemeinde hin, die auf die ver sprochene Anleiheunterstügung aus Mitteln der Arbeitslosenperfiche rung vom Oftober bis zum Juni warten mußte, obgleich es sich imm einen ganz geringen Betrag handelte, Auf diese Weise tann man die Bauwirtschaft nicht anturbeln. Die Reichsrichtlinien versprechen die Bauwirtschaft nicht anturbeln. Die Reichsrichtlinien versprechen den Gemeinden größere Beihilfen aus Hauszinsstenermitteln für Bauzwede. Den Gemeinden müssen beschleunigt einzelne Zuschüsse aus diesen Mitteln gegeben werden.
Der Baumittelindeg ift vom Januar bis jetzt nur um 0,9 Prozent gefunken, der Bautoffeninder um nur 1,4 Prozent. Hier muß der Reichsarbeitsminister gegen die Rartellwirt ( chaft im Baustoffgewerbe endlich etwas unternehmen.( Lebhafter Beifall bei den Soz.)
Abg. Frau Dr. Hertwig- Bünger( D. Vp.) verlangt baldige Ein bringung des Rahmengefehes zur Vereinfachung des Instanzenzugs bei der Baugenehmigung durch die Behörden.
Abg. Richter- Hildesheim ( Soz.):
Leider find die Mittel für Siedlung im Etat des Arbeits minifteriums von 50 auf 25 Millionen gefürzt worden mit der Maß gabe, den Rest möglichst durch Anleihen einzubringen. Im letzten Jahre find 3302 Neusiedler und 1187 Anliegerfiedfer angefekt worden. Man tann das nicht mit den Worten des Abg. Soth abtun, daß gar nichts geschehen sei, wenn wir auch mit diesen Zahlen noch nicht zufrieden find. Wenn der Großgrundbesitz bei der Landlieferung angeblich seine Pflicht erfüllt habe, so wird das auch seine metallischen Gründe gehabt haben.( Sehr wahr! bei den Soz.) Die als einmalige Ausgabe für Dedlandsiedlung eingestellten 2 Millionen müßten in jedem Etat stehen. Nicht mur Bauernsöhne, wie Abg. Goth meinte, sondern in allererster Linie auch Landarbeiter fommen für die Siedlung in Frage, besonders die Arbeiter, die bei der Güteraufteilung arbeitslos werben. Sollen die vielleicht auch der Arbeitslosenversicherung anheimfallen?( bg. Soth: Das will ja niemand!) Das geschieht aber sehr häufig Abg. Goth hat fich gewundert, daß wir mindestens 5 Heltar für die Bandarbeitersiedlungs stelle verlangen.
Wir wollen den Landarbeiter unabhängig vom Terror und dem Druck des Unternehmers machen, wenn er arbeitslos wird. Geben Sie dem Bandarbeiter die gleichen Rechte und sozialen Bergünftigungen wie dem städtischen Arbeiter und Sie machen ihn feß haft und verhindern die Landflucht! Die bisher immer verlängerte vorläufige Ba chtschukregelung muß eine endgültige Form erhalten, well die Kleinpächter, hauptsächlich Bauern, von der Unficherheit ihres Lebensunterhalts befreit werden müssen. Wir be zweifeln allerdings, daß diese Regierung fähig sein wird, folche Münsche zu erfüllen, denn der Justizminister Bredt, dem die juristische Formulierung der endgültigen Bachtschuhordnung obliegt,
Hier Schlägermensur- hier Boxen
Ein Chirurgenausschuß als Protektor des Mensurenwesens
Der Ausschuß der Deutschen Gesellschaft für| Reine Regierung aber wird sich mohl durch Berbieten des Borens Chirurgie" veröffentlicht, der treuz- Zeitung" zufolge, eine lächerlich machen mollen." Ob eine Regierung fich wirklich ,, lächer Grtlärung, bie fich gegen das Berbot der studentischen Schläger lich machen" mürbe, menn sie ein Borverbot herausbrächte, ober menjur richtet. Es heißt da:„ Dem Vernehmen nach soll ein Geje ob sie nicht vielleicht ganz im Gegenteil bei der Mehrheit des in Borbereitung sein, das die Schlägermenfur der Studenten als Boltes lebhafte Zustimmung fände, das sei dahingestellt. Im 3meitampf mit tödlichen Waffen unter schwere Strafe stellt. Der übrigen wird die Frage des Verbots der Schlägermenfuren in Ausschuß der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie , dem man doch Deutschland bestimmt nicht mit den Requisiten der Chirurgie ent ein sachverständiges Urteil auf diesem Gebiete zutrauen muß(?!), fchieden merden. Und dann: Ausnahmegeset? Der Gesetzgeber marnt vor diesem Gesez." Folgende Gründe für die Stellung tann doch nichts dafür, daß die Schlägermenfuren mur nahme der Chirurgen werben angeführt: Erstens: Der Schläger Studenten geschlagen zu werden pflegen. Oder soll der Gesetzist teine tödliche Waffe, wenn die vorgeschriebenen Bandagen und geber etwa in der heutigen Zeit noch ein besonderes Brivileg andere Borsichtsmaßregeln benugt werden. Diese Behauptung hält der Studentenschaft auf Schlägermenfuren gelten laffen? Der der Kritit nicht stand. Wiederholt sind Schläger Chirurgen- Ausschuß meint, die behandschuhte Fauft sei eine piel menjuren tödlich verlaufen, obwohl die vorgeschriebenen gefährlichere Waffe als der Schläger. Diese Auffassung wird von Bandagen benutzt und die anderen üblichen Vorsichtsmaßregeln an vielen Seiten ganz entschieden bestritten. gewandt wurden. Es ist auch nicht Sache der Chirurgen, als Sachverständige für Waffenlunde aufzutreten. Zweitens:„ Die Schlägermenfur ist ein Rampfspiel oder ein Kampfsport, nicht ein 3wei tampf. Die Begriffsbestimmung ,, Schlägermensur" ist ganz gewiß nicht eine chirurgische Angelegenheit, sondern eine Sache der Jurisdittion. Im übrigen können die Begriffe Kampfsport" und weikampf, die von dem Ausschuß der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie einander gegenübergestellt werden, sich sehr wohl miteinander decken. In anderem Zusammenhange fagt der Chirurgen Ausschuß: ,, Das Bogen ist mindestens ebenso sehr Zweikampf wie die Schlägermenfur. Die Herren Chirurgen scheinen ihrer Sache also doch nicht so sicher zu sein, nämlich daß die Schlägermenfur tein Zweifampf ſei!...
In der Erklärung der Chirurgen heißt es ferner: Die Berlegungen durch den Schläger find weit ungefährlicher als die durch die Faust beim Bogen, wie der Bergleich der Zahl der Todesfälle und der dauernden Schädigungen bei beiden Kampfspielarten flar bemeift." Auch diese Behauptung muß mit einem Fragezeichen verfehen werden. Die vorliegenden Statistiken sind in vieler Beziehung sehr mangelhaft. Es fragt sich überhaupt, ob es vom Standpunkt des Statistiters aus angängig ist, eine derartige Vergleichsstatistik aufzustellen.
Die Erklärung des Ausschusses der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie hat folgenden weiteren Wortlaut: Die Todesfälle nach Schlägermenfuren waren fast stets indirekte Folgen, vor allem Blutvergiftungen oder Nachblutungen; die Todesfälle beim Bogen find häufig dirette Folgen des Kampfes( Schädelbrüche, Schocktod). Wollen sich die Gesetzgeber nicht dem Borwurf aussehen, daß sie ein Ausnahmegesetz gegen die Studenten schaffen, dann müßte mindestens gleichzeitig das Bogen verboten werden, weil die behand schuhte Fauft eine viel gefährlichere Waffe im Sinne der Tötung schuhte Faust eine viel gefährlichere Waffe im Sinne der Tötung ist als der Schläger und weil( wie bereits erwähnt) das Boren mindestens ebenso sehr Zweikampf ist wie die Schlägermenfur.
gehört einer Bartet an, die im Berpachterintereffe ftets ben mirt Parteinachrichten
Sichen Bachtschutz betampft hat.( Rebhafte Zustimmung und Beifall der Soz.)
Abg. Paffehl- Pommern( Goz.):
Wir stimmen der beschleunigten Berabschiedung ber Novelle gum Berforgingsgejeg zu. Den Arbeitsministern ber legten Jahre, be fonders unferem Freund Biffell, ist es zu verbanten, baß die Beschwerden in der Bersorgungsarbeit fo gut wie verschwunden find. Im Herbst v. 3. haben mir uns von dem hohen Stand der Ber forgungsanstalten überzeugen fönnen. Der Reichsfinanzminister hat heute im Reichsrat erklärt, daß er auch an der Berwaltung ſparen molle. Nun sind beim Reichsversorgungsgericht 10 Hilfskräfte mit einem Jahresaufmand von rund 200 000 Mart beschäftigt. Hier fönnte gespart werden! Dagegen, sind die Rosten für Beweis erhebung im Etat herabgebrüdt und werden desto sicherer überfchritten werden. Demokratische Politiker fämpfen aunt eine Roftenperminderung in der Verwaltung des Versorgungswesens. Man behauptet da u. a, daß Dr. Brecht diese Kosten mit denen der preußischen Berwaltung verglichen habe. Das ist unmöglich. Denn ein fehr großer Teil der Berwaltung der preußischen Kreise wird Don diesen selbst bezahlt. Die Versorgungsbehörden haben doch nicht nur Renten festzusehen, sondern nicht weniger als zehn Reichsgelege anzuwenden. Sie sind soziale Behörden mit fürsorgerischen Aufgaben, sie sind den Kriegsopfern zur Seite gestellt, um ihre persön fichen Berhältnisse zu prüfen und diesen Rechnung zu tragen. Man fann sie nicht mit reinen Rechnungsstellen vergleichen. Diese Be hörden müssen bestehen bleiben, die Vorwürfe gegen sie sind ungerecht, die persönlichen Aufwendungen betragen nur 4 bis 5 Prozent der Gesamtausgaben. Es tann auch
feine Rede davon fein, die Versorgungsstellen irgendwelchen anderen Behörden anzugliedern. Das Reich muß diese sozialen Behörden, die 38 Prozent der ganzen Reichsausgaben verwalten, in seiner Hand behalten. Die Kritifer sollten sich einmal die Bersorgungsämter, den ärztlichen Dienst, die Krankenhäuser und Erholungsheime ansehen, sie würden dabei viel lernen. Auch die größte Sparnotwendigkeit tönnte einen Abbau dieser fozialen Einrichtungen mit ihrer ungeheuren Bedeutung nicht rechtfertigen. Schließlich hat das Versorgungswesen auch die Aufgabe, durch seine Fürsorge die Kriegsopfer, die zum Neubau des Staates beigetragen haben, zu der notwendigen Gesinnung ihm gegenüber zu bringen, und sie zu lehren, was der Staat für fie tut. Die Verforgungsarbeit ist ein wichtiger Teil des Ausbaues unseres Staates zum sozialen Boltsstaat. Also nicht aus falsch verstandenem Sparfinn die 3 Millionen Kriegsopfer und die ganze Staatspolitit schmer schädigen! Wir lehnen alle derartigen Forderungen auf das ent schiedenste ab.( Lebhafter andauernder Beifall der Soz.)
Abg. Frau Dr. Mahz( D. Bp.): Die Berufsgenossenschaften wollten die Funktionäre, Angestellten und Bediensteten der Sportvereine als unfallversicherungspflichtig erflären. Die Einsprüche des Reichsausschusses für Leibesübungen und der 3entraffommission für Arbeiter Sport und Rörperpflege haben zunächst einen Aufschub und die Uebertragung der Entschei bung an das Reichsversicherungsamt eingereicht. Die Belastung bieler Personen, die nicht einmal ausübende Sportler fein müssen, mit den Bersicherungsbeiträgen muß verhindert werden. Montag, 13 Uhr: Bersorgungs- und Ruhegehälter. Schluß gegen 16 Uhr.
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für Groß- Berlin
ftets en bas Bezirkssekretariat 2.Sof, 2Treppen rechts, au richten.
Achtung, Jugendweiheannahmestellen! Bereits vorliegende. Jugendmetheanmelbungen bitten mit bringenb, fofort bem Sugeubmeihe.Sekretariat, 68 68, Sindent.& 2 Sot 2 St. Jints, ein. zureichen
1. Streis mitte. Die file Dienstag, 1. Juff, fallige Kreisporfandsligung findet umständehalber erst am Rittman, 2 Jul, 19% Uhr, bei Dobroblam, Smineminder Str. 11, ftatt.
4. Rreis Brenzlauer Berg und 5. Kreis Friedrichshain . Großes Sommerfest am Sonnabend, 5. Juli, im Saalbau Friedrichshain, mit folgendem Programm: Bühnenschau, Gesangverein, Ronzert, Tanz Rinderbeluftigungen usw. Eröffnung 14 Uhr Eintritt 0,50. ein. schließlich Tang und Steuer. Um recht zahlreichen Besuch wird gebeten.
7. Kreis Charlottenburg . Dienstag, L. Suli, 20 Uhr, erweiterte Rreisnot standsfibung im Rathaus, Zimmer 1. Die Büchertreiswerte bes 2. Quartals find erschienen. Die Abteilungsvertreter tönnen die Werte im Jugendheim abholen.
7. Kreis Charlottenburg . Bezirksverordnetenfrattion: Die Sigung findet nicht am Montag, fondern am Mittwoch, 2. Juli, 17% Uhr, Gigungszimmer 1, Rathaus Charlottenburg , ftaft. 9. Kreis Wilmersdorf . Am Dienstag, 1. Juli, 20 Uhr, findet im Lotal Jhlen. feld, Uhland, Ede Günzelstraße, eine Sigung bes Rreisbildungsausschusses ftatt. Wir bitten, außer den Mitgliedern des Bildungsausschusses auch die Ob Teute ber GAJ., der Jungsozialisten, die Vertreterin der Frauen und den Rreistaffierer, an dieser Sigung teilzunehmen.
10. Kreis Zehlendorf . Genoffe Bernhard Bander hält in seiner Wohnung, Behlendorf, Sven.Sedin- Str, 74, jeden Donnerstag von 17-19 Uhr toftenlos Sprechstunde in allen Wohlfahrtsangelegenheiten ab.
10. Rreis Zehlendorf und 11. Rreis Steglig: Behlendorf , Dahlem , Wannsee , Steglig- Südende, Bankwig, Lichterfelde ! Die Genoffen nehmen mit ihren Familien am Waldfeft in Dahlem - Grunewald teil; Kronprinzenallee, Nähe Jugendspielpläge. Beginn 15 Uhr. Sammelplag: Steglig, Düppelmarkt, 14 Uhr. Feftzug mit Fahnen in den Wald.
11. Kreis Schöneberg . Montag, 30. Juni, 20 Uhr, Areisfunktionärsigung bei Will, Martin- Luther- Straße 69. Bortrag bes Genoffen Emil Barth über Unfere Arbeit in den Betrieben. Alle Abteilungs. und Rreisfunktionäre müssen erscheinen. Montag, 17 Uhr, Fraktionssikung mit Bürgerdepu tierten in neuen Rathaus, Zimmer 144.
13. Kreis Tempelhof . Mittwoch, 2. Juli, 19% Uhr, Streisvorstandsfibung bei Sennig, Tempelhof ,, Raiser- Wilhelm, Ede Molttestraße. Heute Waldfeft Ain Lichtenrade. Beginn pünktlich 2 Uhr, Berbindung mit der Linie 99 bis Raifer- Wilhelm- Straße. An der Saltestelle totes Transparent Station Balbfeft. Von dort Wegweifen bis aum Feftplay.
14. Rreis Reukölln. Die Gigung des engeren Borstandes mit den Abteilungs Teitern findet am Mittwoch, 2. Juli, ftatt.
15. Rreis Treptow. Seute, Sonntag, Boitsfeft in ber uhlheide unter Be teiligung des Reichsbanners, der SAJ., der Kinderfreunde, FTGB. und der 8b.- Jugend. Gemeinsamer Abmarsch mit Mufit um 14 Uhr vom Bahnhof Schönemeibe. Anschließend auf der Wiefe am Blanshteich Ronzert, Sandballwerbefpiele, poltstümliche Spiele, Schlußtundgebung. Untoften. beitrag 20 Bf. Die Abteilungen bringen Fahnen und Banner mit. 17. Kreis Bichtenberg. Mittwoch, 2. Juli, 19% Uhr, Rreisvorstandsligung im Sotal Tempel, Gudrunftr. 7. 18. Areis Weißenfee. Dienstag, 1. Juli, 20 Uhr, Kreisvorstandsfigung bei Gallas. Die Funktionärkonferenz fällt.
19. Kreis Bantom. Montag, 30. Juni, 20 Uhr pünktlich, Kreisbele. giertenverfammlung bei Mener, Türkisches Belt, Bretteftr. 14. Mitt woch, 2. Juli, pünktlich 20 Uhr, Kreismitgliederversammlung im großen Theatersaal Binder, Bantom, Breite Str. 32. Referent Genosse Karl Gevering, Reichsminister a. 9. Alle Genoffinnen und Genoffen müffen. erscheinen, auch die Kleingartenbefizer! Mitgliedsbuch legitimiert. Bon Mitgliedern eingeführte Gäfte haben Zutritt.
In der Erklärung des Chirurgen- Ausschusses heißt es weiter: Es ist flar, daß jeder männliche Sport Gefahren nach sich zieht. So sind zum Beispiel Bergsteigen, Baden, Schwimmen, Reiten, Fußball auch zweifellos weit gefährlicher als die Schlägermenfur." Das ist zuviel des. Guten. Wer jo etwas hört, gerät in Heiterfeit.
Schließlich macht der Chirurgen- Ausschuß noch darauf aufmerksam, daß das Bogen, wie es heute geübt mird, ein auf Sen fation und Geldverdienen eingestellter Sport ist, während bei der Schlägermenfur materielle Gesichtspuntte nicht in Betracht kommen, sondern lediglich Erprobung und Stärkung des Mutes. Es gibt doch aber auch Tausende von Menschen, die in Borklubs fich sportlich betätigen und darum Bogübungen mit Sensationshascherei oder Geldverdienen nicht das mindeste zu tun haben. Wie tommt der Chirurgen- Ausschuß dazu, diese Leute zu diffamieren, zumal doch eine ganze Anzahl von Chirurgen zu derartigen Borklubs in engeren Beziehungen steht!
Daß bei der Schlägermenfur materielle Gefichtspunkte in Betracht tämen, ist faum je behauptet worden. Der Meinung, bei der Schlägermenfur handle es sich lediglich um eine Erprobung und Stärkung des Mutes, fann aber feineswegs zugestimmt werden. Wer will denn ernstlich bezweifeln, daß viele Studenten deshalb ihre Mensuren schlagen, weil sie sich durch ihre Schmisse im Gesicht äußerlich als Akademiter tenntlich machen. wollen? Diese Chance wird aber durch ein eventuelles Berbot der Schlägermenfur bedroht oder gar zunichte gemacht. Umsoweniger follte sich der Gesetzgeber dadurch abhalten laffen, die Schlägermenfur der Studenten als 3meitampf mit tödlichen Waffen unter verschärfte Strafe zu stellen. Stadtarzt Dr. Alfred Korach.
anstaltet das Bezirksamt Schöneberg unter der Leitung des Schriftstellers Georg Bamberger am Sonntag, dem 29. Junt. Treffpunkt: 10,30 Пhr auf dem Spittelmarit, Ausgang Untergrundbahn , Zeilnahme 50 Pfennig.
Alt- Berlin. Die nächste Führung durch die bergeffenen Winkel ber
20. Rreis Reinidenbors. Achtung, Elternbeirate! Montag, 30. Juni, finbet tr Boltshaus Reinidendorf- West, Scharnweberfit. 114, eine Sibung aller fozialdemokratischen Elternbeiräte, bes 20. Begirles ftatt. Gefcheinen aller Beiräte ift notwendig. Bartelausweis. Beginn 20 Uhr. Der Obmann. Heute, Sonntag, 29. Juni:
40. Bt Die Genoffinnen und Genoffen beteiligen fich vollzählig am ber o gemeinen Flugblattverbreitung. Treffpunkt Sonntag ab 9 Uhr bei Reufner, Hagelberger Str. 20a. berehat
83. bt. Bichterfelbe. Alle Genoffen mit Faminen beteiligen
15 Uhr em Balbtreffen im Grunewald, Kronprinzenallee gegenüber Finten. ftraße. Fahrverbindung Straßenbahn 43 bis Endhaltestelle, bann Rid tungsmeile beachten.
101. Abt. Treptow . Alle Genoffinnen unb Genoffen beteiligen fich an dem Boltsfest des 15. Rreifes in ber Buhlheide. Gemeinsamer omarich mit Mufiz um 14 Uhr Bahnhof Schöneweide.
102. st. Seute beteiligt fich bie Abteilung an dem Boltsfeit in ber Bubbelbe. Abmarsch 14 Uhr Bahnhof Schönemeibe.
116. Abt. Bichtige Flugblattverbreitung bente 9 Uhr von Bobal Thore, Stene Bahnhofstr. 29,
Morgen, Montag, 30. Juni:
79. Abt. Schöneberg . Am Montag, 30. Suni, beteiligen fich alle grandtionäre an der Kreisfunktionärversammlung bei Bin. Die Gigung mit ben Unterfaffierern findet dafür am nächsten Montag, 7. Juli, fiatt.
Dienstag, 1. Juli:
7. Abt. Sufammenkunft aller in der Wohlfahrt tätigen Genofftunen und Ge. noffen heute pünktlich 20 Uhr im Lotal Beirau, Pflugftr. 1. Sntereiterte Genoffinnen und Genossen find herzlichst eingelaben.
38. Abt. Seute 19% Uhr Sigung der Bezirksführer umb Steptforen bef Bartusch Friedenstr, 88. Abrechnung fämtlicher Marten fomie ber Maimarken und Sammelliften. Jeber Bezirk muß unbedingt vertreten fein. 124. Abt. Mahlsdorf . Sozialistische Arbeitsgemeinschaft: Nächte Zusammenkunft am Dienstag, 1. Juli, 20 Uhr, bei Schmidt, Marienburger Str. 8. Dis. tuffionsabend.
134. Abt. Buch. Seute, 20 Uhr, Borftandsftgung mit Funktionären bel 08pfect. Abrechnung der Dampferkarten.
Frauenveranstaltungen.
18. Areis Weißenfee. Am Montag, 30. Suni, treffen fich die Genoffinnen un 17 Uhr zum Kaffeetochen an den Terraffen am Otantefee. Bei schlechtem Wetter Unterkunft im Gaal.
20. Kreis Reinidenborf. Am Montag, 30. Juni, von 15 Uhr eb, Raffeelochen im Reichsbanner- Bootshaus, Tegel . Alle Abteilungen beteiligen fich daran. 91. Abt. Neukölln. Der Frauenabend fällt in diesem Monat aus.
Morgen, Montag, 30. Juni:
7. 9. 19% Uhr in der Borsigstr. 14, Bortrag: Cherecht und Rinbesrecht. Referentin Mathilde Wurm , M. d. R.
20. b. 19 Uhr bei Bonite, Schulftr. 74, Bortrag: Die Auswirkungen der Bürgerblodregierung". Referent Ernst Neumann .
27. Abt. 19% Uhr bei Reeg, Sonnenburger Str. 1, Bortrag: Romeradschafts ehe ". Referentin Margarete Schjentalowiin. Neuwahl der Leiterin. 38. Abt. 22 Uhr bei Bartusch, Friedenste. 88, wichtige Abteilungsangelegen heiten. Alle Genoffinnen werden erwartet.
57. Abt. Charlottenburg . Lehrerzimmer der 1. Boltsschule, Bestalozzistr. 89, Referent Genoffe Dr. Ludwig Jaffe. Thema: Tuberkuloseschußimpfung". Gäste herzlich eingeladen.
101. Abt. Treptam. 19% Uhr bet Döhling. Riefholz- Ede Elfenstraße, Borttag: Was muß die Frau von der Sozialversicherung wiffen?" Referent Bern hard Göring. 120. bt. Friedrichsfelbe. 20 Uhr bei Tempel, Brinzenallee 45, Borttag: Sozialhygienische Forderungen für die Broletarierfrau". Referentin Dr. Frieda Alerander. 131. Abt. Niederschönhausen . Am Montag, 30. Juni, treffen sich die Genoffiunen mit ihren Rindern zum Raffeetochen im Restaurant Schüßler, Niederschön hausen , Schloßpart, um 16% Uhr. Bortragende: Margarete Merrbach, Rezitatorin. Auch Pantower Genoffinnen somie Genossen und Gäste find herzlichst eingeladen. Der Frauenabend fällt im Monat Juli aus. 139. Abt. Segel. Der Frauendbend fällt am Montag, 30. Juni, aus. Dafür beteiligen wir uns am Kreislaffeelochen im Bootshaus des Reichsbanners am Tegeler Sec. Anfang 15 Uhr. Bei genügender Beteiligung Bootsfahrt. 139a. Abt. Tegel . Freie Scolle: Da im Juni der Frauenabend ausfällt, bitten mir- ble. Genoffinnen, fich an dem Rzeistaffeelochen am Montag, 30. Suni, 15 Uhr, im Reichbanner- Bootshaus, Tegeler Gee, zur beteiligen. Treffpunkt 14% Uhr Ronfumhaus. 140. bt. Bittenau. Die Genaffinnen beteiligen fich reftios an bem Raffee. Lochen, Kreisfrauentreffen, in Tegel ( Stäheres fiehe Kreisnotis.)
Mufti macht unsere Brause selbst
Es ist ja so einfach, eine wohlschmeckende Brause zu bereiten. 1 Teelöffel ,, Bulirich- Salz" wird in einem Glase Zuckerwasser( Fruchtsaft nach Belieben) unter Zusatz von ein wenig Essig oder Zitronensaft aufgelöst. Dieses erfrischende, durststillende Getränk wird in der ganzen Welt, speziell in heißen Ländern, wegen seiner Bekömmlichkeit geschätzt.
Eine 100- Gramm- Packung zu 30 Pf.
ergibt 30 Gläser Brause zu je 1 Pt.
Bullrich- Salz