Für Weltfrieden, gegen Zollfrieg.
Harmonischer Ausklang in Stockholm .
J. St. Stocholm, 11 Juli.( Eigenbericht.)
Der Internationale Gewerkschaftsfongreß ist zu Ende. Wenn es auch gestern zu lebhaften Auseinandersetzungen bei der Wahl des Sizes der Internationale fam, so sind die Unstimmigkeiten
gegen die Politik der geschlossenen Tür einzutreten. Wir übernehmen die. Verpflichtung, für die Beseitigung der ZollOder. schranken zu arbeiten, und hier gebe es nur ein Entweder Jouhaug erstattet seinen Bericht über die Frage der Kriegs
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preffe von der Ortsverwaltung Berichte erhaften foll. Ms Arbetter preffe fann für die Berliner Schuhmacher nach den Beschlüffen des Berbandstages und den Berliner Berhältnissen jedoch nur der ,, Borwärts in Frage tommen.
Mitgeteilt wurde noch, daß der Ferienraub der Fabria tanten in diesem Jahre Auswüchse angenommen hat, die noch weit über die kürzlich gezeichneten Zustände hinausgehen. Die oppofitionelle Ortsverwaltung begnügt sich jedoch scheinbar mit der Festftellung dieser Tatsache. Von irgendwelchen Abwehrmaßnahmen wurde nicht berichtet.
offenbar inzwischen vollkommen überwunden. Der Kongre befämpfung, zu der die Kommission eine Resolution vorlegt, Bentrums: Preffe: Werbedienst verklagt.
endete in einem vollständig harmonischen Ausflang.
Einstimmig wurde der bisherige Borfiand wiedergewählt; ebenso einstimmig wurde beschlossen, den nächsten Internationalen Kongreß in Brüssel abzuhalten. Die Schlußrede von Jouhaug flang aus in einer Verherrlichung der durch ihre Vielfältigkeit um fo stärkeren Einheit der internationalen Gewerkschaftsbewegung.
Jouhaug erklärte in seiner Schlußrede: Ein neuer Att der internationalen Gewerkschaftsbewegung ist abgeschlossen. Wir haben auf diesem Kongreß wichtige und weitreichende Entscheidungen ge fällt, ein Wirtschaftsprogramm aufgestellt, ein jozialpolitisches Programm, Beschlüsse gefaßt gegen den Faschismus, gegen den Krieg; wir haben diese Beschlüsse gefaßt in dem Maße, in dem es uns möglich war, jetzt schon wirksam zu sein. Wir sind nicht voll befriedigt von diesen Lösungen, denn alle Lösungen auf internatio malem Gebiete find notwendig Kompromisse, meil wir die verschiedene Entwicklung und die verschiedene Auffassung der verschiede men Länder berücksichtigen müssen. Wenn wir aber alle den Geist der Entschließungen richtig verstehen, dann werden wir es auch den verstehen, sie in die Praxis umzusetzen. Wir haben beschlossen, den Siz der Internationale nach Berlin zu verlegen. Man darf aus diesem Anlaß keineswegs ein Land gegen das andere ausspielen. Was der Kongreß mit diesem Beschluß gewollt hat, das war einzig, die Internationale auf eine beffere Grundlage zu stellen, ihr eine bessere Möglichkeit zur Entfaltung zu geben. Die Zahl allein macht es nicht aus, sondern es ist ihr Geist, der alle beseelt, es ist die Bielgestaltigkeit der Gesamtorganisationen der Internationale, und in diesem Sinne wollen wir gemeinsam arbeiten und können wir sagen, daß wir im Interesse der Arbeiterklasse gearbeitet haben. ( Lebhafter, lang anhaltender Beifall.)
Heute wurden die Berichte aus den Kommissionen gegeben. Ueber die Wahl des Generalsekretärs berichtete Supers, daß man übereingekommen sei, den Genossen Saffenbach zu enfuchen, noch vier bis sechs Monate im Amt zu bleiben. Sofort nach Schluß des Kongresses werde der Vorstand die Landeszentralen auffordern, Vorschläge zu machen zur Ernennung eines Generalsekretärs. Werde nur ein Vorschlag gemacht( Schevenels), dann erübrige es sich, den Ausschuß einzuberufen. Liegen mehrere Vorschläge vor, dann werde der Ausschuß entscheiden.
Für die Kommission über die Sozialpolitif berichtete Mertens, der Richtlinien vorlegt, die wir noch veröffentlichen werden. Nach einer furzen Debatte, an der Umbreit, SchorschDesterreich und Hayday teilnahmen, wurden die Richtlinien einstimmig angenommen. In den Richtlinien wird u. a. porgeschlagen, für die
baldmöglichste Einführung der 44- Stunden- Woche
in Aktion zu treten, die aber nur als Etappe für eine weitere Bertürzung der Arbeitszeit betrachtet wird. Eggert berichtet hierauf fiir die wirtschaftspolitische Kommission und legt dem Kongreß ein Wirtschaftsprogramm vor.
In der Diskussion spricht Alter Polen für die Möglichkeit, das eigene Land durch Zollmaßnahmen zu schützen, besonders soweit es sich um soziale Errungenschaften handelt. Jouhaug ermibert, daß es sich nicht um Schußzzoll oder Freihandel, sondern darum handelt, grundsäßlich für die Politik der offenen Tür und
Ein gerechtes Urteil.
Lebenslängliche Rente für mißhandelten Lehrling. Im Verkehr mit seinen Lehrlingen ist der Installateur St. sehr fchlagfertig". Als er einem Lehrling Borhaltungen machte, weil dieser eine ihm aufgetragene Arbeit nicht ausgeführt habe und der Lehrling versicherte, er habe die Arbeit gemacht, schlug ihn der
die mir ebenfalls noch veröffentlichen werden. Jouhaug nimmt in seiner turzen Begründung Stellung zu dem Borschlag der Bergarbeiter, einen 24stündigen Demonstrationsstreit gegen den Krieg und die Kriegsgefahren zu veranstalten. Ein derartiger Streit habe nur Sinn, wenn eine afute Kriegsgefahr vorliege, dann aber jei es meist zu spät. Notwendig sei, rechtzeitig zu handeln und ständig die Regierungen zu zwingen, alle ihre 3mistigkeiten mit anderen Ländern. Schiedsgerichten zu unterbreiten. Es handle sich nicht um Gefühlsäußerungen, sondern darum,
zu entfalten.
eine praktische Aktion für den Frieden
In der Diskussion sprechen Fimmen( Transportarbeiter Internationale) und Wezkalns Lettland. Dieser schlägt be sonders vor, einen bestimmten Tag im Jahre gegen den Krieg zu demonstrieren, und weist auf die großen Ausgaben hin, die gewisse Staaten im Haushalt für das Militär machen. Zwischen Jouhaur und Fimmen fommt es zu einer ziemlich lebhaften Diskussion. Fimmen tritt für eine schärfere Aktion ein und beruft sich darauf, daß die Transportarbeiter Internationale wiederholt gegen den Sie Transportarbeiter- Internationale. Krieg praktische Aktionen geführt habe. Die Entschließung wird praktische Aktionen geführt habe. Die Entschließung wird schließlich einstimmig angenommen. 3ulaniisfy Polen berichtet über die Resolution betreffend die Länder ohne Demofratie. Auch darauf werden wir noch zurückkommen. Joshi Indien begrüßt den Vorschlag und unterstützt ihn. Man habe aber wohl gewiß nicht mit Absicht vergessen, Indien zu nennen. Indien befinde sich in derselben Situation wie die europäischen Länder ohne Demofratie, teilweise sogar seien die Arbeiter dort in noch schlechterer Lage. Joshi richtet einen
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Appell an die englische Arbeiterpartei und die englische Arbeiterregierung,
Das Reichsarbeitsgericht weift die Klage ab.
Der Geschäftsführer M. mar bei dem Zentrums- Presse- Werbedienst in Berlin als Mitarbeiter angestellt worden. Der Werbedienst hat am 19. Oktober den Vertrag angefochten, da der Kläger M. megen Untreue und schwerer Urfundenfälschung verurteilt worden war, dies aber bei der Anstellung der Beklagten verschwiegen habe. Für die Beklagte, die als Organ einer politischen Partei im Mittelpunkt des politischen Kampfes steht, fönnten an exponierten Stellen mur makellose Personen beschäftigt werden.
Der Kläger beansprucht Weiterzahlung des Gehalts, indem er unter anderem geltend macht, dem ersten Borsigenden des Vermaltungsrats, Reichsminifter a. D. Giesberis, seien die Vorstrafen bekannt gewesen. Dieser habe aber dem zuständigen Herrn der Partei erklärt, daß der Kläger zwar vorbestraft sei, sich aber jetzt tadellos führe.
In der Verhandlung des Landesarbeitsgerichts Berlin hat Giesberts befundet, daß ihm von den Vorstrafen des Klägers nichts befannt gewesen sei. Denn hätte die Partei Kenntnis von den Vorstrafen des Klägers gehabt, wäre er nicht in den Zentrumspressedienst eingestellt worden. Gegen die ab= weisenden Entscheidungen des Arbeits- und auch des Landesarbeitsgerichts in Berlin erhob der Kläger Revision. Das Reichsarbeitsgericht wies seine Revision als unbegründet zurück, da seine Entlassung zu Recht erfolgt ist.
Schiedsspruch für München- Gladbach. Arbeitszeit der Textilarbeiter eine Stunde verkürzt. Am Mittwoch fällte der Schlichtungsausschuß im Arbeitszeitdie Gelegenheit, wo sie an der Macht feien, zu nüßen, um für tonflift in der München - Gladbacher Textilindustrie einen Schiedsdie indische Arbeiterschaft etwas zu tun. Schließlich wird die Resc- pruch, wonach das bisherige Arbeitszeitabkommen wieder in Krajt lution der Kommission einstimmig angenommen.
Damit war der Kongreß am Ende seiner Arbeiten angelangt. Nach der Schlußrede von Jouhaug erhoben sich die Delegierten und fangen in allen Sprachen der Welt die Internationale. Man kann wohl sagen, daß die Gewerkschaftsinternationale jetzt mit Ber= trauen und mit verstärtter Kraft an ihre Aufgaben herangehen wird.
Ehrung des verstorbenen österreichischen Metallarbeiterführers Domes.
J. St. Stodholm, 11. Juli. ( Eigenbericht.)
Kurz vor Schluß der Sitzung teilt Jouhaug mit, daß soeben die Nachricht von dem Tode des österreichischen Metallarbeiterführers und Nationalrates Do mes eingetroffen sei, dem er fol. genden Nachruf hielt, den der Kongreß stehend anhört:
"
Wir alle tannten ihn, der aus der Arbeitertlaffe aufgestiegen ist; wir kannten die Klugheit und die Tatkraft, mit der er der Arbeiterbewegung gedient hat bis zur letzten Minute seines Lebens. Wir werden sein Andenken ehren, indem wir seinem Beispiel nacheifern." mal pollona ansib
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Der Kongreß beschloß eine Beileidsfundgebung, an die österreichische Gewerkschaft und an die Familie des Verstorbenen.
Realeintommens für etwa 20 000 Angestellte, deren tatsächliche Bezüge hinter den Tarifdurchschnittseinkommen im Reich zurückbleiben. Eine Kürzung gerade ihrer Bezüge kommt einem Verbrechen gleich. Der Reichsarbeitsminister hat sich im Reichsrat gegen solche Folgewirkungen der Lohnabbauaktion aus= gesprochen. Man erwartet von ihm, daß er zu seinem Wort steht des Reallohnes der Angestellten zu verhindern. und die notwendigen Maßnahmen ergreift, um eine Verminderung
gesetzt wird, jedoch mit der Maßgabe, daß von Unternehmer über die 48stündige Wochenarbeitszeit hinaus anstatt wie bisher drei Ueberstunden nur noch zwei Ueberstunden angeordnet werden fönnen. Für weitere zwei Ueberstunden bedarf der Unternehmer nach wie vor der Zustimmung der gejeglichen Betriebsvertretung. Durch die Einschränkung der Anordnungsbefugnis des Unternehmers auf zwei Ueberstunden ist die Gesamtzahl der möchentlich zuläffigen lleberstunden von fünf auf vier reduziert worden und damit auch die insgesamt zulässige wöchentliche Arbeitszeit von 53 auf 52 Stunden. Das Abkommen soll erstmalig zum 1. Juli 1931 fündbar sein.
Unfälle im preußischen Bergbau.
128 644 im Jahre 1929, wovon 1191 tödlich.
Die Unfallstatistit des preußischen Bergbaus für das Jahr 1929zeigt nach den amtlichen Mitteilungen folgendes Bild: Ins gesamt ereigneten sich 128 644 Unfälle( im Jahre 1928: 128 651). Davon waren tödlich 1191( 1129), eine Arbeitsunfähigteit Don mehr als 13 Wochen hatten zur Folge 4025( 4323) Unfälle, eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als vier bis einschließlich 13 Wochen 33 604( 33 533) Unfälle. Die tödlichen Unfälle verteilen sich zu 82,9 Proz.( 81,9) auf den Untertagebetrieb, zu 4,9 Proz.( 5,2) auf den Tagebau und zu 12,2 Proz.( 12,9) auf die Tagesanlagen.
Belegschaft: 234,62 Unfälle insgesamt( 239,07), davon 2,12( 2,02) Im Steintohlenbergbau entfielen auf 1000 Mann der tödlich, 7,02( 7,88) mit einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als 13 Wochen und 61,78( 63,00) mit einere solchen von mehere als vier bis einschließlich 13 Wochen.
Die einzelnen Unfallarten waren, gemessen an den tödlichen Unfällen unter Tage im gesamten Bergbau, folgendermaßen beteiligt: Stein: und Kohlenfall 42,5 Proz.( 42,5 Broz.), in Schächten und einfallenden Strecken 27,8 Proz.( 30,1 Proz.), in föhligen Strecken und
Meister mit der Faust ins Gesicht. Der Lehrling jammerte: Die Berliner Schuhmacher zum Verbandstag im Abbau 18,3 Broz.( 17,0 Broz.), durch Sprengstoffe 2,0 Proz Jetzt haben Sie mich ins Auge geschlagen." Ein zweiter en Sie mich ins Schlag des Meisters, diesmal gegen den Hinterkopf des Lehrlings, war die Antwort.
Bald zeigten sich die Folgen des so brutal ausgeübten päter fichen Züchtigungsrechtes" des Lehrherren. Der Lehrling hat die Sehkraft des geschlagenen Auges vollständig und für immer verloren. Infolgedessen ist er nach ärztlicher Feststellung um 20 Proz. erwerbsbeschränkt.
Der junge Mann, der mun für sein ganzes Leben ein Krüppel st, flagte im Beistande seines Vaters beim Arbeitsgericht. Er forderte, daß ihn der schlagfertige" Lehrmeister für die Erwerbs. beschränkung schadlos halte. Das Jahreseinkommen, das er als Installateur würde erwerben können, betrage 3000 m., so daß ihm der Beklagte eine Jahresrente von 600 m. und ein Schmerzensgeld
von 1000 m. zu zahlen habe.
Der Bertreter des Beklagten verstieg sich zu der im Zuhörer raum mit Entrüstung aufgenommenen Bemerkung, der Schlag ins Auge fönne die schwere Schädigung nicht herbeigeführt haben, diese auf eine vom Kläger verursachte fünstliche Reizung" des Auges zurückzuführen, damit er die geforderte Entschädigung
erhalte!
Mit dieser unerhörten Behauptung, die der Vater des Klägers entrüstet zurückwies, fand der Beklagte beim Gericht keinen Glauben. Die Forderung des Klägers wurde dem Grunde nach als berechtigt anerkannt, aber die Höhe der geforderten Entschädigung wurde herabgesetzt. Das Gericht ging davon aus, daß ein Arbeiter nicht ununterbrochen Beschäftigung habe und nahm deshalb ein Jahreseinkommen von 2000 bis 2400 m. an. Der Beflagte wurde verurteilt, dem Kläger eine lebenslängliche Rente vont 450 Mart jährlich und ein einmaliges Schmerzensgeld von 1000 Mart zu zahlen.
Protest der Nordwest- Angestellten. Gegen den Abbau ihrer Gehälter
Gegen die Massenfündigungen zum Zwecke des Gehaltsabbaus in der rheinisch- westfälischen Metallindustrie haben die freiorganifierten Angestellten in Effen mit einem scharfen Protest Stellung genommen. In der von ihnen angenommenen Entschließung heißt es u. a.: Die Schlichtungsinstanzen haben in Verkennung ihrer Aufgabe dem Arbeitgeberverband Nordwest für den Abbau der Eintommen der Arbeiter und Angestellten einen Freibrief ausgestellt. Die Durchführung des Abbaues bedeutet eine Sentung des
Schluß mit der kommunistischen Freundschaft.
des Zentralverbandes der Schuhmacher berichteten die Delegierten In der letzten Mitgliederversammlung der Berliner Zahlstelle über den Magdeburger Verbandstag. Einleitend wandte sich 3oller gegen die Schreibweise der tommunistischen Presse, die unwahre Berichte über den Verbands. tag verbreitete. Er habe die KPD. auf dem Verbandstag nicht angegriffen. Die Berliner Delegierten hätten allerdings gegen die Zulassung des fommunistischen Pressevere treters, die den berüchtigten Spalter Petersohn entsandt habe, geſtimmt. Unter Hinweis auf den mäßigen Besuch der Mitglieder verjammlung wurde kurz über die wichtigsten Beschlüsse des
Verbandstages gesprochen.
Opposition auf dem Berbandstag auftrat. Die Beschlüsse des BerDie Berliner Delegierten bedauerten, daß keine geschlossene" festgestellt werden mußte, daß der Berbandstag bandstages gefielen den sogenannten Oppofitionellen nicht, obwohl der Arbeitszeit, zur Unterstützungsfrage sowohl wie zur Verschmel& 38. 31 cm zung mit den anderen zur Lederindustrie gehörenden Verbänden fortschrittliche Beschlüsse gefaßt hat.
In der Aussprache zum Bericht rüdten mehrere Mitglieder ganz energisch von dem Treiben der KPD . ab und erklärten, Auch 3oller rüdt jegt, im Gegensatz zu früher, gegen die„ revodaß sie die phantastischen Parolen nicht mehr mitmachen könnten. lutionären Unorganisierten zu Felde. Die Ortsverwaltung hatte vor der Versammlung folgendes Rundschreiben gegen die Rote Fahne" veröffentlicht:
Wir teilen unseren Mitgliedern mit, daß auf Beschluß der Ortsverwaltung vom 20. Juni 1930 die Rote Fahne" bis auf weiteres nicht mehr als Publikationsorgan von uns benutzt wird, weil die ,, Rote Fahne"
1. in den letzten Monaten, besonders beim Streit der Maße schuhmacher, die Aufnahme von Situationsberichten der Ortsverwaltung wiederholt verweigert und eigene gehässige Artikel gegen die Zahlstelle veröffentlicht hat;
2. wiederholt irreführende Artikel und Bersammlungsanzeigen der von Klorin geschaffenen Splitterorganisation veröffentlichte mit der offensichtlichen Abficht, unsere Mitglieder irrezuführen und unsere Organisation zu schädigen.
Die Anzeigen für unsere Versammlungen erfolgen bis auf weiteres durch Handzettel und Rundschreiben, die von unseren Funktionären zur Berteilung tommen."
In der Aussprache nerlangten mehrere Rebner, daß die Arbeiter
( 3,2 Proz.), durch Gafe und Kohlenstaub 5,8 Proz.( 3,1 Proz.). Bei Biffer 2 und 3 handelt es sich hauptsächlich um Unfälle bei der Fahrung und Förderung.
Freie Gewerkschafts Jugend Berlin
Seute folgende Beranstaltungen: Gruppe Landsberger Blaz: Fahrt nach Malchow . Treffen um 17% Uhr Ringbahnhof Landsberger Allee . Unkosten 1,50 M. Frankfurter Allee : Treffen um 17 Uhr_am Bahnhof Warschauer Straße zur Fahrt nach Rossen. Schönhauser Tor: Fahrt zum Uedersee. Treffen um 17 Uhr am Stettiner Vorortbahnhof( End. haltestelle des Omnibus). Fahrtunkosten( Fahrgeld Quartier Morgen getränk) 1,50 M. Gesundbrunnen : Beltfahrt nach dem Samithfee bet Bullenwinkel. Meldow. Treffen um 19 Uhr Bahnhof Gesundbrunnen Nordring: Fahrt nach dem Ueberfee. Treffpunkt 19% Uhr Bahnhof Gesundbrunnen( Padstraße). Morgen, Conntag, folgende Beranstaltungen: Gruppe Süben , Südwesten: Fahrt nach Bernau . Treffen um 7 Uhr am Stettinet Borortbahnhof. Die drei Neuköllner Gruppen treffen fich um 7½ Uhr am Bahnhof Sermannplatz( Folltreppe) zur Besichtigung der Ausstellung„ AltBerlin". Anschließend Fahrt nach dem Grunewald .
Jucenderuppe des Pentralverbandes der Anoeftellten Seute, Connabend, finden folgende Beranstaltungen statt: Spiel unb Sport: Ab 19 Uhr auf dem Sportplag im Humboldthain. Berantwortlich für Bolitik: Dr. Curt Gener: Wirtschaft: 6. Klingelhöfez; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner: Feuilleton: 2. S. Döscher; Lotales
und Sonstiges: Frik Raritädt: Anaeiaen: Th. Glode: fämtlich in Berlin . Berlag: Vorwärts- Berlag G. m. b. S.. Berlin Drud: Borwärts.Budbruderet und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co.. Berlin G. 68, Lindenstraße& Hierzu 2 Beilagen.
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Leibnizstraße 106,