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Nr. 32147. Jahrgang

2. Beilage des Vorwärts

Beamte und Reichshilfe.

Falsche Front zum Beamtennotopfer.

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In Beamtenkreisen wird zur Zeit dafür Propaganda gemacht,| die Reichshilfe der Beamten durch eine Selbsthilfe der Be amten", eine zwangsweise Abführung von Gehaltsteilen für den Bau von Genossenschaftswohnungen und Heim stätten für Beamte zu ersetzen. Der Leiter des Beamten heimstättenamtes, Johannes Lubahn, hat diese Gedanken u. a. in der Zeitschrift Bodenreform" ausführlich dargestellt und begründet. Lubahn geht davon aus, daß die vorgesehene Reichshilfe in ihrer jezigen Form einen Eingriff in die wohlerworbenen Rechte der Beamtenschaft bedeutet, gegen den sich diese aufs schärfste wahren müsse; dagegen wären die Beamten bereit, zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit beizusteuern, indem sie für einen bestimmten produk­tiven und sozialen Zweck, die

Errichtung von Wohnungen und Heimstätten für die Beamten,

Summen aus Steuergeldern und Anleihen für den Bohmungsbu zusätzlich zu verwenden, so müßten diese Steuerbeträge gleich. mäßig für alle Schichten und zunächst dort, wo der dringendste Notstand besteht, also für die Beschaffung billigster Kleinwohnungen, Verwendung finden.

Nun find aber auch die Voraussetzungen, von denen diese und ähnliche Vorschläge ausgehen, nicht richtig. Wir treten ganz gewiß aufs entschiedenste für Arbeitsbeschaffung und produttive Erwerbs. losenfürsorge ein und sind der Ansicht, daß die von der Reichs­regierung für diese Zwecke zur Verfügung gestellten Mittel in An­betracht der furchtbaren Arbeitslosigkeit völlig unzureichend find, und daß durchgreifende wirtschaftspolitische Maßnahmen, insbesondere in der Richtung des Preisabbaues, ergriffen werden müssen. Nun ist es aber falsch, zu glauben, daß man die Wahl hätte, muit dem gleichen Betrag einen Arbeitslosen notdürftig zu unterstüßen oder ihm eine eine produktive Arbeitsbeschäftigung nachzuweisen. Bubahn unterstellt ohne weiteres, daß ohne Schwierigkeit eine Au leihe in Höhe von 135 Millionen für den Bau von Beamten heimstätten aufgenommen werden kann. Bisher ist es trotz monate langer Bemühungen noch nicht gelungen, für feit langem bearbeitete Projekte, wie für den Straßenbau, für die Umbildung der produk tiven Erwerbslosenfürsorge u. a. m. Anleihen unter Dach und Fach zu bringen. Die zusätzlichen Mittel, die das Reich für den Bau von Kleinwohnungen zur Verfügung stellt, müssen durch den Verkauf von Vorzugsaktien der Reichsbahn beschafft werden..

3 wangsbeiträge in der Höhe der vorgesehenen Reichshilfe leisten. Durch ein Reichsgesetz soll festgelegt werden, daß die Be­amten den gleichen Prozentsaß ihres Dienſteinkommens, den die Regierung jetzt für die Reichshilfe fordert, also insgesamt 135 Mil lionen Mart, an die Beamtenbausparkasse" abführen und nach 10 Jahren wieder zinslos zurüderhalten. Ein gleich hoher Betrag soll auf dem Anleihemege unter Reichsbürgschaft beschafft werden. Mit diesen Mitteln stellt die Beamtenbausparkasse ihren Bausparern Darlehen zum Heimstättenbau zur Verfügung bzw. ver. Wenn es aber möglich wäre, größere Anleihen für gibt Hypotheken am Beamtenbaugenossenschaften und fördert damit Zwecke der produktiven Arbeitsbeschaffung aufzunehmen, so muß im großen Stile den Wohnungsbau. Auf diesem Wege würde nach man zunächst für sozial und volkswirtschaftlich dringlichere Aufgaben Lubahns Darstellung wesentlich wirksamer die Arbeitslosennot be afs den Bau von Beamtenheimstätten deren Wert und deren tämpft werden können. Während durch die Reichshilfe" gerade ideale Bedeutung wir durchaus anerkennen, den wir aber in An. 270 000 Arbeitslose die notdürftige Arbeitslosenunterstützung er­betracht der bereits durchgeführten und bestehenden weitreichenden halten könnten, würde durch die Beamtenhilfe" die gleiche Zahl Wohnungsfürsorge für die Beomten und angesichts schwerster Not­Don bisher Arbeitslosen produktive, wertschaffende Beschäftigungsstände auf anderen Gebieten nicht als vordringlich ansehen können- möglichkeiten erhalten. Arbeitsplätze und Arbeitsmöglichkeiten schaffen. Es scheint uns end­lich nach den vorhandenen Unterlagen wesentlich zu hoch gegriffen zu sein, wenn Lubahn den direkten und indirekten Lohnanteil an der Wohnungsherstellung mit 80-85 Broz. annimmt. Ganz ab­gesehen von den grundsäglichen Bedenten, die gegen diesen Borschlag bestehen, geht er also auch von irrigen Bor­ausfeßungen und Berechnungen aus.

Die Sozialdemokratie billigt das jezige Dedungsprogramm der Regierung feineswegs, weil sie der Auffassung ist, daß in ihm der Besiz und die leistungs­fähigsten Schichten übermäßig geschont werden. Die Sozialdemo= fratie hat gefordert, daß zur Milderung der Massennot in erster Linie die leistungsfähigsten Bolfsschichten herangezogen würden und hat in diesent Sinne einen 10 prozentigen Zuschlag zur Einkommensteuer auf alle höheren Einkommen gefordert. Darüber hinaus hielt sie in Anbetracht der Größe der zur Sanierung der öffentlichen Finanzen und der Aufrechterhal­tung der sozialen Leistungen notwendigen Mittel ein zeitlich be­fristetes Notopfer aller Festbesoldeten, sowohl der Beamten wie der Angestellten der Privatwirtschaft unter Herauslassung der kleinen Einkommen und unter Rücksichtnahme auf besonders soziale Um­stände, für unvermeidbar. Es schien ihr in einer 3eit größten Massenelends nicht unbillig, dafür einzutreten, daß diejenigen Volksschichten, die der Gefahr der Erwerbslosigkeit nicht ausgesetzt

So start wir uns von dem jezigen Dedungsprogramm der Regierung Brüning abgrenzen, und so sehr wir ihre unfozialen Seiten bekämpfen werden, so meinen wir doch, daß die Beamten­schaft in ihrer grundsäßlichen Abwehr gegen die be fristete eranziehung zu einem Notopfer fich in einer falschen Front befindet, und daß ihre Gegen­vorschläge, wie der von Lubahn n. a., die Kernfrage übersehen und in der gegenwärtigen Situation nicht annehmbar sind.

find und deren Eriſtenz gegenwärtig und später einigermaßen Reichsforschung für Wohnungswesen.

fichergestellt ist, zur Milderung der Massennot ihrer Arbeitsbrüder beisteuern.

Der Vorschlag, das Beamtennotopfer durch die Beamtenhilfe für Beamtenheimstätten zu ersehen, geht jedoch von

falschen Borstellungen und Voraussehungen

aus stößt auch grundsätzlich auf stärkste Bedenken. Es ist nicht an­gängig, daß eine Schicht die lebernahme eines Opfers davon ab= hängig macht, daß die von ihr geleisteten Zuschüsse lediglich im Interesse ihrer Gruppe Verwendung finden. Mit dem­selben Recht könnten die von der Ledigensteuer betroffenen Kreise beanspruchen, daß die Ledigensteuer zum Bau von Ledigenmoh­nungen sicherlich auch ein dringendes soziales Bedürfnis Ber wendung findet. Wenn es überhaupt jetzt möglich märe, größere

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Seiden- Michels wird AG.

Die bekannte Berliner Seidenfirma Michels u. Co., Leipziger Straße und Tauenzienstraße, wird mit Birkung vom 1. Januar 1930 eine Aktiengesellschaft sein mit einem Rapital von 6 Mill M. Das Kapital mird fast vollständig in der Familie Guggenheim bleiben. Im Aufsichtsrat ist der Vorsitz bei Guggenheim, aber auch Jatob Goldschmidt von der Danat und Georg Mosler von der Dresdener Bank werden vertreten sein. Die legte Bilanz der bisher als offene Handelsgesellschaft betriebenen Firma zeigt Forderungen von 2,89, Vorräte von 4,75 mill. Die Außenstände erscheinen mit der Hälfte des Aktienkapitals sehr beträchtlich. Bei den Verpflichtungen ergibt sich eine Gesamtsumme von 4,7 Mill. Mart. Für 1929 wird ein Gewinn von 560 000 M. ausgewiesen.

Gute Zeiten für Waggon- Perleih. Eisenbahn- Berkehrsmittel- A.- G. erhöht Dividende von 12 auf 15 Prozent.

Die Eisenbahn- Verkehrsmittel- A.- G., Berlin - Wismar , deren Ar­beitsgebiet Bau und Verleih von Spezial- Eisenbahnwaggons bildet, erhöht ihre Dividende für das Geschäftsjahr 1929/30 auf 15 Broz. ( Borjahr 12 Pro3.). Seit 1925 hat die Gesellschaft ihre Dividenden von 5 auf 8, 10, 12, 15 Broz. erhöht. Sie hat ihren Wagenpart starf vermehrt, so daß die Einnahmen aus Mieten jetzt start ge stiegen sind.

Im abgelaufenen Jahr wurden wieder für 2,16 Millionen neue Mietwaggons und daneben D- 3ug- und Spezialwaggon's für die Reichsbahn und private Auftraggeber gebaut. Die Ausmzung der Kühlwagen ließ infolge der Beschränkung der Fleisch. einfuhr durch die Reichsregierung zu wünschen übrig.( Sollte| dem Reich durch die Einfuhrsperre für Gefrierfleisch hier eine neue Schadenersagtlage erwachsen?)

Der Reingeminn wird nach einer meiteren, mehr als fünf­prozentigen Steigerung der schon im Vorjahr start erhöhten Ab­schreibungen jast 1,5 mill. mit 0,93 Mill( Vorjahr 0,74 Mill.) an. gegeben. Man Dermist im Bericht eine Erklärung für die Erhöhung des Beteiligungsfontos md Angaben darüber, inwieweit die Zusammenarbeit mit Borsig( C. n. Borfig ist Aufsichtsrats.

Der vom Reichsarbeitsminister neu bestellte Verwaltungsrat der Reichsforschungsgesellschaft für Wirtschaft lichkeit im Bau- und Wohnungswesen wählte Baurat Dr.- Ing. Riepert und Frau Dr. Lüders, M. d. R., zu seinen Vor­fizenden. Weiter genehmigte der Berwaltungsrat den ihm vor­gelegten Haushaltsplan für das Jahr 1930/31, in dem neben den für die Verwaltung benötigten Mitteln ein Betrag für Forschungs­arbeiten vorgesehen ist, über den der Vorstand der Reichsforschungs. gesellschaft verfügt. Aus diesen Mitteln sollen, entgegen der frühe­ren Bragis der Reichsforschungsgesellschaft, Beihilfen zur Förderung von Forschungssiedlungen nicht mehr gegeben werden, vielmehr sollen die zur Verfügung stehenden Mittel lediglich Forschungszweden dienen.

mitglied der Evag") zu einer Berwertung des ausländischen Silica­Gel- Verfahrens für Kühlwaggons geführt hat, für das die Ma­schinen bei Borsig gebaut merden. Ausländische Ausläufe Don Evag"-Attien, von denen vor einiger Zeit die Rede war, tönnten damit in Zusammenhang stehen.

Feierschichten statt Preissenfung. Rheinische Braunkohlen Gesellschaft erzielt 17 Millionen Ueberschuß.

Die unnötige Braunkohlenpreiserhöhung für das rheinische Re­Lier wirfte sich für die von Paul Silverberg beherrschte Rhei nische Aktiengesellschaft für Braunfohlenberg­bau und Brifettfabritation in dem am 31. März 1930 beendeten Geschäftsjahr zwar noch nicht voll aus, aber das Unter­nehmen konnte den Betriebsüberschuß doch wieder um 3,08 Mil­lienen auf 16,7 millionen steigern. Borweg werden 1 Million Mart mehr als im Vorjahr, also 7 Millionen, zu Abschreibungen verwendet.. Der Aufsichtsrat will den Aktionären wieder zehn 6 Millionen Mark geben. Im neuen Jahr Prozent Dividende mußte die Gesellschaft mehrfach Feierschichten einlegen, weil der Absatz zu wünschen übrig läßt.

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Warum dokumentiert Herr Silverberg, der Aufsichtsratsoor fitzende der Gesellschaft, seine Wirtschaftsverbundenheit mit dem Wolfe, die er so gern betont, nicht durch eine Preissentung?

Leichte Befferung im Maschinenbau.

Der Monat Juni hat nach dem Bericht des Vereins Deutscher Maschinenbauanstalten für den Auftrags eingang aus dem In- und Ausland eine geringe Belebung gebracht. Die Anfragetätigteit, die sich im Mai belebt hatte, ging wieder zu rück. Leichte Besserungen in der Beschäftigung liegen bei den Landmaschinenfabriken und bei der Erzeugung von Kraftmaschinen, Sütten, Stahl- und Balzwertsanlagen, mechanischen Fördermitteln, Bertleinerungs- und Aufbereitungsmaschinen und Apparaten vor, bei denen das Auslandsgeschäft verhältnismäßig befriedigend, das Inlandsgeschäft aber flau mar. Die Belebungsanzeichen im Mai

Sonnabend, 12. Juli 1930

und Juni hätten jedoch weder für das Inlands- noch das Auslands. Der Auf­geschäft eine ausschlaggebende Besserung bedeutet. tragseingang lag im zweiten Vierteljahr umrund 30 Proz unter der entsprechenden Zeit des Vorjahres.

Deutscher Baumwolltrust perfeft.

Eine Neigungsehe" mit Hinderniffen.

In der Generalversammlung der F. H. Ham mersen A.-G., Osnabrück , des größten Spinnereiunternehmens in Mitteleuropa , machte der Aufsichtsratsvorsitzende Direktor Kehl ( DD.- Bant) Andeutungen über eine tommende Boli fusion mit der Christian Dierig A.-G., Langenbielau. Borläufig arbeiten die beiden Unternehmungen in der Deutschen Baumwoll 2.-G., der bisherigen Holding- Gesellschaft des Ham mersen- Konzerns, zusammen, nachdem sie jahrelang gegeneinander prozessiert haben. Kehl bezeichnete die jetzige Einigung als eine Ehe aus tiefer innerer Ueberzeugung mit einem starten Neigungs­einschlag".

Da Hammersen in erster Linie Baumwollspinnerei-, Dierig Weberei und Stoffbearbeitungskonzern ist, wird der entstandene Trust mit niedrigeren Produktionskosten arbeiten können. Von dem starken Absinken der Baumwollpreise ver­spricht man sich nur Vorteile, da bei Hammersen keine sehr großen Vorräte bestehen. Die F. H. Hammersen A.-G. verteilt für 1929 7( im Vorjahr 8) Proz. Dividende aus 1,7( im Vorjahr 1,9) Millionen Mart Reingewinn. Die Christian Dierig A.-G. erzielte 1929 einen Reingewinn von 589 280 Mart( im Vorjahr 570 043 Marf). In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres wurde beim Hammersen- Konzern, der etwa 9000 Personen beschäf tigt, mit leberstunden gearbeitet.

Der durch die Vereinigung Hammersen- Dierig entstandene deutsche Baumwolltrust repräsentiert einen Wert von mindestens 80 bis 100 Millionen Mart. Der maßgebende Einfluß liegt bei der Familie Dierig, Oberlangenbielau. Der Trust besitzt Spinnereien und Webereien in Osnabrück , Rheine , Bocholt , Rheydt , Riesa ( Elbe ), Kottern( Allgäu), Haunstetten b. Augsburg , Augsburg , Hagen i. W., München- Gladbach , Tilburn( Holland ), Langenbielau , Berlin- Grünau, Danzig , und verwandte Betriebe ( Bleichereien, Stoffdruckereien, Bucheinband- und Kunstlederfabriken usw.) in Leipzig , Bremerhaven , Königsberg i. Pr., Frankenberg ( Sachsen ).

Aufwandsentschädigung gefällia?

Die Adolf Bitsch A.-G., Nowawes ,( Kapital 1,5 Millionen) wurde im vorigen Jahre aus der illiquid gewordenen Kommandit­gesellschaft gleichen Namens gebildet, die eine Wollwarenfabrik be­trieb. Die Gläubiger der Kommanditgesellschaft übernahmen den größten Teil der Aktien. Im ersten Geschäftsjahr, das 10 Monate umfaßte, wurde wiederum ein Verlust wenn auch fleiner erzielt", den die Verwaltung mit der allgemeinen wirtschaftlichen Depression entschuldigen will. Eine lebhafte Debatte in der Gene ralversammlung der Gesellschaft flärte auf, in welchem Milieu der Berlust entstand.

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Der bekannte Treuhänder Kommerzienrat Manasse trat in der Generalversammlung als Opponent auf. Er legte dem Aufsichtsrats­vorsitzenden Weißenberger( Dresden ) die unangenehme Frage vor, ob die Berwaltung nicht Mitgliedern des Gläubigerausschusses und einem Privatschuldner des Herrn Bitsch ohne nennenswerte Gegenleistung und ohne im mindesten dazu verpflichtet gewesen zu sein fein rund 50 000 Mart als Aufwandsentschädigung und ähn liches gegeben habe. Er habe, um eine Antwort auf diese Frage zu erhalten, schon über ein Dutzend Briefe an die leitenden Ber sonen der Adolf Pitsch A.-G. geschrieben, allerdings vergeblich. Der Aufsichtsratsvorsitzende schob die Beantwortung der unangenehmen Frage dem leitenden Direktor der Gesellschaft zu, dieser seinem Kol­legen Ernst Pitsch, der wiederum behauptete, nicht darauf vor bereitet zu sein. Die Angaben Manasses wurden also im wesent lichen nicht bestritten, ohne daß die Generalversammlung irgend welche Konsequenzen zog.

Eine hübsche Art, wie man durch Gefälligkeiten Verluste ,, er zielt"! O

Nur noch Z- prozentige Anleihen!

Unter Führung des Reichswirtschaftsministeriums fanden mit den privaten und den öffentlichen Bankorganisationen Berhands lungen statt, die zu der ein mütigen Auffassung führten, daß der Uebergang zum 7prozentigen Rominalzinsfuß mit allen Mitteln gefördert merden muß. Die Verbände wollen auf ihre

nur noch auf der Grundlage von 7prozentigen Papieren vorge Mitglieder bahin einwirken, daß das fünftige Anleihegeschäft möglichst nommen wird und daß insbesondere jede öffentliche Werbung für den Absatz Sprozentiger Werte unterbleibt. Insbesondere soll auch auf eine Sentung der Bonifitationen oder sonstigen Bermittlungsgebühren hingewirkt werden.

Neue Senkung der Kupferpreise.

Das amerikanische Kupferexportfartell mar gezwungen, nachdem auf dem amerikanischen Markt durch kanadische und amerikanische Firmen die bisherigen Preise unterboten wurden, den Kupfer­preis weiter von 12,30 auf 11,80 Cents herabzusetzen.

Neue Aufträge für Schwarzkopff. Die Berliner Maschinenbau­A.-G. vormals L. Schwarzkopff, Berlin , erhielt von der Bulgari schen Staatseisenbahn einen Auftrag auf 10 2 otomotiven.

Einen feltenen Wettlauf, nämlich um die Preisgabe von Ge schäftsgeheimnissen veranstaltet gegenwärtig Opel und die Deutsche Ford - Gesellschaft. Klar, daß es sich hier mehr um Reklame als um ein echtes Publizitätsbedürfnis handelt Nachdem Opel fürzlich seine höheren Abfahziffern bekanntgegeben hat, teilt Ford jetzt mit, daß in den sechs Monaten 1930 gegenüber der entsprechenden Vorjahrszeit der Umfaz um etwa 55 Pro­ent, das heißt noch erheblich stärker als bei Opel gewachsen ist. Gegenwärtig werden täglich 62 Wagen bei 5 Arbeitswochen­tagen hergestellt, mobei der Betrieb ctma 600 Arbeiter beschäftigt, gegen mur 400 vor einen Jahr.

In der Eifen- und Stahlwarenindustrie hat der Monat June ebenfalls noch feine Bendung zum Besseren gebracht, so daß zu meiteren Entiaffungen und Arbeitszeittürzungen geschritten wurde noch nie ist nach der Mitteilung des Eisen- und Stahlmarenindustrie bundes die Erteilung von Auffrägen so zurihaltend erfolgt wie jetzt.