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Der Rundling

Eine neue Siedlung in Leipzig­Lößnig, bei der die Häuserreihen ringförmig umeinander gebaut sind, damit sie von allen Seiten Licht und Luft erhalten.

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Flugzeugangriff auf Bergarbeiter.

Amerikanische Scharfmachermethoden.

In dem Geheimnis des fenfationellen Flug­zeugangriffs auf die Kohlengruben in den Webster­Diftritten in Kentudy( Bereinigte Staaten) fonnte bisher froh an­geblicher Geständnisse" des Fliegers noch feine Klarheit gebracht werden. Die reaktionären Grubenbarone behaupten natürlich, daß der Abwurf von neuen Bomben von den Gewerkschaften an­geordnet worden sei. Sehr merkwürdig ist jedoch, daß die Bomben fich als recht harmlos erwiesen und beim Explodieren in der Nähe der Grubeneingänge nur ganz geringfügige Be­schädigungen anrichteten. Man geht wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß es sich bei dem Angriff um die Durchführung eines bestellten Auftrags der Kohlenherren ge­handelt hat, denen sehr viel daran liegt, die öffentliche Meinung gegen die Gemertschaften aufzuhetzen.

In den Kohlenfeldern von West- Kentucky befinden sich 15 000 arbeitslose Grubenarbeiter mit ihren Familien infolge der rücksichtslosen Ausbeutung durch die Grubenunternehmer in bitterster Not. Troh heldenmütigsten Widerstandes der Strei­fenden wurden einzelne Gruben wieder in Betrieb genommen.

Tatsachen gegen Wahllügen!

Die Zentrumspresse behauptet immer wieder, die Sozialdemokratie sei für die von der Regierung Brüning durchgeführten Verschlechterungen in der Sozialgesek­gebung verantwortlich. Achnliches ist auch in der Preise anderer Parteien zu lesen. Das Ganze gehört zu den tausend Wahllügen, mit denen die Sozialdemo­fratie gegenwärtig angegriffen wird. Wir wollen dem gegenüber die Wahrheit feststellen.

Die Lügner behaupten:

,, Die Regierung Müller- Wissell mit ihren fünf freien Gewerk­schaftern war es, die den ersten Entwurf zur Herabsetzung der Leistungen der Arbeitslosenversicherung im Reichstag einbrachte und die Krisenfürsorge beseitigte."

Was ist Tatsache?

Der Regierung Müller- Wissell haben nicht fünf, sondern nur vi er sozialdemokratische Minister angehört, denen acht bürger. liche Minister gegenüberstanden. Die bürgerlichen Parteien hatten also wie im Reichstag so auch in der Regierung Hermann Müller die Mehrheit.

gebühr einsetzte."

Bissell hat nicht die Krisenfürsorge beseitigt", sondern sie im| Nachdrud und gegen andere Ländervertreter für die Krankenschein. Gegenteil grundsäglich auf alle Berufe ausgedehnt. Die Lügner behaupten:

Der Sozialdemokratische Hauptverband Deutscher Krankenkassen war es, der auf seiner Tagung vom 5. bis 7. August 1928 die Forderung aufstellte, eine Gebühr für Krankenscheine einzuführen." Was ist Tatsache?

Diese Behauptung ist eine wissentliche Unwahrheit. Sowohl der Verbandstag von 1928 wie der nächstfolgende Verbandstag in Nürnberg 1929 hat sich auf den Standpunkt gestellt, daß die Er­hebung einer Krantenscheingebühr oder eines Arzneikoſtenanteils

Was ist wahr?

In der preußischen Regierung ist für die betreffende Frage der Wohlfahrtsminister Hirtfiefer Dom Zentrum verantwortlich. Das Kabinett Brüning verlangte eine Krantenscheingebühr von einer Mark auf Antrag des preußischen Bertreters. die darin den Weisungen Hirtfiefers folgten, ist die Gebühr auf 50 Pfennig herabgefekt worden.

Das Kabinett Brüning bestand auf einer Mart, es legte dem Reichstag eine Doppelvorlage vor, in der wiederum die erhöhte Krantenscheingebühr enthalten war.

nicht in Frage kommen fönne. In diesem Sinne sind auf beiden Die Lügner behaupten: Tagungen insbesondere die Bertreter der freien Gewerkschaften aufgetreten.

Die Lügner behaupten:

In allen wesentlichen Bestimmungen wurde der derzeitige Entwurf noch unter dem Reichsarbeitsminister Biffell ausgearbeitet." Was ist Tatsache?

Unter Wissell ist lediglich, wie das immer in solchen Fällen üblich ist, von einer untergeordneten Stelle ein Referentenentwurf ausgearbeitet worden. Bissell hat über diese Fragen zwar die beteiligten Organisationen gehört, aber niemals ein Hehl daraus gemacht, daß er den Referentenentwurf weber bem Kabinett noch dem Reichstag oorlegen werde. Erst sein Nachfolger Stegerwald vom Zentrum hat sich diesen von Wissell abgelehnten Referentenentwurf zu eigen gemacht.

Auf Beschluß des Reichstags hatte ein Sachverständigenaus­schuß Vorschläge zur Sanierung der Arbeitslosenversicherung ge­macht. In diesem Ausschuß haben die Vertreter der christs lichen Bewertschaften und des 3entrums für Berschlechterungen der Leistungen gestimmt. Die Bertreter der Sozialdemokratie und der freien Gewerkschaften, die jeden Abbau bekämpften, wurden überſtimmt. Der damalige Reichs arbeitsminister Wissell übernahm von den Borschlägen der Sach­verständigen nur diejenigen, die die Leistungen der Arbeitslofen­versicherung nicht antafteten. Erst den Zentrumsabgeordneten Riefener und Frau Teusch blieb es vorbehalten, in einem Antrag einen Leistungsabbau zu fordern. Um diesen Antrag Riesener- Teusch wurde ein wochenlanger Kampf geführt. Dank der Zähigkeit der Sozialdemokraten ist es damals gelungen, die Ebensowenig ist vergessen, daß sich gerade die preußische Regierung Leistungen der Arbeitslosenversicherung in ihrem Kern zu erhalten. des Gewerkschaftlers Otto Braun im Reichsrat mit ganz besonderem

Die Lügner behaupten:

Dreieinigkeit ,, Fu- To- Pho" tische Funtrevue-

Musik und Technit

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als Dreingabe und lebende Ausstattung. Besonderes Intereffe be. ansprucht die Wiedergabe von Lonbildaufnahmen führender Ber­fönlichkeiten der Zeitgeschichte unter ihnen Ministerpräsident Otto Braun , Gerhart Hauptmann, Adolf v. Harnad, die aus dem Archiv der Deutschen Gesellschaft für Ton und Bild ( Degeto") zur Berfügung gestellt sind und in diesem Rahmen zum erstenmal öffentlich gezeigt werden.

,, Die Sozialdemokratie aber hat die Stirn, den gegenwärtigen Reichsarbeitsminister dafür verantwortlich zu machen, daß die rote Forderung in dem neuen Gesetzentwurf aufgenommen wurde." Was ist wahr?

Solange der Sozialdemokrat Wissell im Reichsarbeitsministerium faß, konnten die Forderungen nach einer Krankenscheingebühr trotz Wirtschaftskrise und Finanznot abgewiesen werden. Er st der gegenwärtige Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald vom 3entrum hat die Ver­schlechterung der Krantenversicherung in der Dom Rabinett Brüning erlassenen verfaffung s= widrigen Berordnung durchgesezt.

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Die Frage der gegnerischen Presse: Wer hat den brutalen Angriff auf die Sozialversicherung begonnen?" ist also dahin zu beantworten, daß er von den Unter­nehmern und von den bürgerlichen Parteien ausgegangen ist, und daß er die ersten größeren Erfolge unter dem Kabinett Brüning Stegerwald erzielt hat.

, Vorwärts fauft Lügenberichte?

KPD. - Schwindel um die Ruhrkumpels.

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Das tommunistische Ruhrecho" in Essen ( und heute morgen infolgedessen die Berliner Rote Fahne") erzählt, daß in Marl in Westfalen der eine der Bergarbeiter, die im Borwärts" am 20. Auguft von ihren Erfahrungen im Donezgebiet erzählten, in einer Bersammlung hierüber gesprochen habe. Seine Aus­führungen scheinen einen großen Eindruck gemacht zu haben, denn es waren danach acht Mann nötig ,,, um die schändliche Rolle dieser Kronzeugen des Vorwärts' aufzuzeigen" und ihn zu widerlegen.

Zum erstenmal ist mit der großen Funtausstellung am Kaiser­damm eine repräsentative Phonoschau" verbunden; auch der Ton film hat im Ausstellungsplan Berücksichtigung gefunden. Darin tommt nicht nur, gewiß ein begrüßenswerter Fortschritt, der Wille der einzelnen Industrien zum Ausdruck, auf dem großen gemein­samen Gebiet, dessen Teilbereiche schon heute nicht mehr gegen einander scharf abzugrenzen sind, in Zukunft lieber in Eintracht miteinander zu arbeiten, als eigensinnig im Zustand eines plan­losen Nebeneinander zu verharren, sondern es wird hier auch dem Auge des Laien in eindringlichster Weise anschaulich gemacht, in welchem Tempo und in welchem Umfang die Technik Wort Technit" in seinem weitesten, schlagwortmäßigsten Sinne Leser in der technischen Beilage vom legten Sonnabend. Der größte nicht genannten Gelegenheit vor nicht genannten Leuten- geäußert: von allen Bezirken der hörbaren Welt Befiz er=

verstanden

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das

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Unmöglich und unnötig, hier eine erschöpfende Aufzählung auch nur der wichtigsten Ausstellungsgegenstände zu geben. Eine fach liche Würdigung der einzelnen Abteilungen fanden die Borwärts". Raum ist selbstverständlich dem Rundfunkwesen eingeräumt. So überreich aber die Auswahl an neuen Geräten aller Art, in den meisten Fällen müssen wir uns einstweilen auf ein nur theoreti. fches Intereffe beschränken. Denn ihre Preise liegen fast ausnahms­los in unerschwinglicher Höhe, in unseren Kreisen erschwinglich allenfalls für Kollektivfäufer, für Verbände und Vereine, die sich Lautsprecher Empfangsanlage leisten tönnen. Emp. für gesellige und kulturelle Zwecke die luguriöse Anschaffung einer fehlen wir ihnen als relativ billig" die Modelle Telefunken 12 W, Nora W 3 A, Mende 25; diese drei mit den neuen Telefunken. Stabröhren. Und ferner Siemens 21 sowie die neuen AEG- Typen Geadur"( mit eingebautem Lautsprecher) und Gearer". Und er­wähnen wir auch als Beispiele der vielleicht höchsten Bollkommen­heit, die bisher erreicht ist, den fünfröhrigen Lorenz- Dreitreis- Emp­fänger oder die Spigenprodukte von Ideal- Blaupunkt, Siemens, Nora, Mende, Telefunken, die fast sämtlich auch in Kombination mit Sprechmaschine hergestellt werden. An die Ausstellung ist ein Pavillon der Deutschen Philips Gesellschaft m. b. 5. angegliedert, deren Radioempfänger Baladin 5" und" Baladin 20"( für Orts­Erzeugnisse rücken.

Naturgemäß ist an dem Bericht unserer Gemähtsmänner nichts zu widerlegen, da er nur der Wahrheit entspricht. Deshalb unterschlagen Ruhrecho" und Rote Fahne" nicht nur alles, was in der Versamm lung über die Sowjetunion gesagt wurde, sondern suchen vor ihren Lesern die Glaubwürdigkeit der Zeugen zu erschüttern. Dazu dient z. B. die Behauptung, einer unserer Gewährsmänner hätte bei einer

Nach meiner Rückkehr aus Sowjetrußland bin ich sofort zum Borwärts' gegangen und habe dort für meine Berichterstattung 150 m. erhalten."

Diese angebliche Erzählung ist eine glatte Erfindung.

erst

griffen hat. Die Sache geht nicht zuletzt den Musiker an und jeden, griffen hat. Die Sache geht nicht zuletzt den Musiker an und jeden, der an der Zukunft unseres Musitlebens, unserer Musit. fultur intereffiert ist. Nicht im Aesthetischen , nicht in den Grenzen des Kunstfachs Mufit", nicht in der Richtung neuer Theorien voll­zieht sich die revolutionäre Bewegung, von der unsere gesamte Mufit ergriffen ist, sondern in den Formen ihrer Verbreitung, auf Musik ergriffen ist, sondern in den Formen ihrer Verbreitung, auf den Gebieten ihres Bedarfs und Verbrauchs. Die Musikkunft ist am Ende ihrer bürgerlichen Epoche vom Leben abgeschnürt und Dom Bolk abgesondert, das ist unseren Lesern keine überraschende Bon den menschlich- lebendigen Kräften der Musik: erneuerung und-eroberung, wie sie sich heute in der Arbeiter musitbewegung am stärksten und zukunftsvollsten betätigen, braucht in diesem Zusammenhang nicht weiter die Rede zu sein. Nicht weniger wichtig aber als die Kräfte sind die Mittel der Er­oberung; es sind die Mittel, die uns die moderne Technik bietet: Rundfunt, Schallplatte und, vielleicht morgen schon, Tonfilm. Davon, von der Situation der Stunde, gibt uns diese Ausstellung mit ihrer und apparaten, mechanischen Mitteln und Hilfsmitteln der Mufit. bzw. Fernempfang) nicht erst jetzt in die erste Reihe der führenden Der angebliche Reichs bannerführer" und SPD. - Funktionär

Feststellung.

erzeugung und verbreitung ein zusammengefaßtes, doch unabjeh­Aus der erdrückenden Menge von Mo­bar weitläufiges Bild. dellen aller Art, die auf dieser Mustermesse zur Schau gestellt sind, läßt sich immerhin eine Vorstellung gewinnen, wie weit die Pro­dufte der technisch- mechanischen Musikindustrie heute schon in die Bevölkerung gedrungen sein mögen wie weit, mit anderen Bor. ten, der Musikkonsum breitester Kreise durch die neuen Errungen­schaften der Technik gedeckt wird.

Fu- To- Pho"( Funt, Tonfilm, Phono)-Dreieinigkeit der technischen Mächte die programmatische Idee der Ausstellung wird durch eine akustische Revue illustriert, mit der das Tobis. Tonfilmtheater den Besucher empfängt. Unter M. Saj verns fünstlerischer Gesamtleitung, von Hellmuth Krügers wiziger Conférence erläutert, werden eine Reihe mufilmechanischer Spezialitäten vorgeführt; die tanzenden Menschen auf der von Krehan geschmacooll hergerichteten Bühne fungieren sozusagen nur

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In der Phono schau sind erstaunlicherweise es mag wohl Don den bekannten großen Firmen nur seine Gründe haben menige vertreten. Der Küchenmeister Konzern zeigt seine er staunlichen Fortschritte: Schrant- und Koffer apparate der Deutschen Ultraphon A.-G. und der Adler- Electro fowie Schallplatten seiner Produktionsfirmen. Die immer behauptete Tendenz der Industrie, durch Verbilligung ihrer Produkte den Konsum zu heben, ist bei diesem Konzern in der Tat nicht zu verkennen; bas gilt von den Orchestrola- und Abler- Electro- Blatten nicht meniger als von dem Boltstoffer" der Ultraphon Jumel", bei dem niedriges Breis niveau und hohe, Qualität eine ebenso ungewohnte wie begrüßens­werte Berbindung eingehen. Und bei Küchenmeister erhält der Be­sucher auch einen lehrreichen Einblick in die Herstellung der Schall­platte und in die Entwicklung der heute in Deutschland bräuch­Klaus Pringsheim. lichen Tonfilmverfahren.

Die beiden Bergarbeiter haben weder sogleich, noch auch einen ent­fie wie jeder andere Mitarbeiter des Borwärts" ihr Honorar er st fernt so hohen Betrag erhalten. Die Wahrheit ist vielmehr, daß erhielten, als der Abdruck erfolgt war. Der Betrag ist durch die Bost am 25.( fünfundzwanzigften) abgegangen. Er beträgt auch nicht 150 Mart, sondern etwa ein Fünftel dieses Betrages, das ge ländischen Regierung oder Partei finanziert, sondern von den Massen seiner Abonnenten aus der Arbeiterschaft getragen wird, ist er nämlich nicht in der angenehmen Lage gewiffer anderer Zeitungen, Beiträge derart hoch zu honorieren. Schon daraus ergibt sich, was von dem Schwindel des Ruhrecho" und der Roten Fahne" zu halten ist.

wöhnliche Beilenhonorar. Da der Vorwärts" von feiner ause

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Um gleich einen anderen ,, Rote Fahne"-Schwindel zu erledigen: Freikamp in Duisburg - Leer, der zum Eintritt in die Kommu­ nistische Partei aufgefordert haben soll, war schon seit zwei Jahren nicht mehr Mitglied der Sozialdemokratie und im Reichsbanner vor langer Zeit einmal Kassierer einer fleinen Reichsbannergruppe. Seit Anfang des Jahres wurde er selbst schon nicht mehr tafftert...

Wegen eines Wiges ins Zuchthaus.

Was der Faschismus nicht vertragen Tann. Mailand , 29. Auguft. Wegen Erzählung eines gegen den Faschismus gerichteten Wizes in einer Wirtschaft ist ein Kaufmann aus Benedig zu fünf Monaten Zuchthaus und 500 Lire Geftrafe verurteilt morten. Die Staatsanwaltschaft hatte unter Hinweis auf ein Rundschreiben des Generalfetretärs der Partei ein Jahr Zuchthaus beantragt.