Einzelbild herunterladen
 

ocUcnflldie Wäldcrffflndgeliuiigeii.

Heute, Donnerstag,11.September: 1. Kreis Mitte. Alle radfahrendsn Parteigenossen, Sportler, Sozialistisch « Arbeiterjugend, Reichsbanner, treffen sich zum Werbeumzug mit chrsn Rädern pünktlich 18H Uhr auf dem Reuen Markt. Abfahrt zur Auto-Werbefahrt 17 Uhr Arkonoplatz. Friedrichshai«. 32. Abt. 20 Uhr in den Zlndreos-Festfälen, Zlndreosstr. 21. Redner: Carl Litte. 6. Kreis Kreuzberg . Antreten zum Werbeumzug mit Musik und Fackeln pünktlich 18 Uhr Fontanepromenade. Redner: Karl Hestfchold. Fackeln werden am Sammelplatz ausgegeben. 9. Kreis Wilmersdorf . 20 Uhr im Viktoria garten, Wilhelms- aue 114/113. Redner: Siegfried Aufhäuser . Zehlendorf -Mitte. 20 Uhr im LokalMutter Mochow', Schlach- tensee, Potsdamer Chaussee 83. Redner: Regierungsrat Prawitz. Thema:SozioKtemokrotie und Veanüenschaft/ Marienfeld«. 20 Uhr im Lokal Petsch, Berliner Str. S6. Redner: Georg Maderholz, M. d. L. Neukölln. 93. Abt. 18'A Uhr gemeinsam mit der Sozialistischen Arbeiterjugend Kundgebung auf dem Böhmischen Platz. Platzkonzert SAI.-Kapelle, sowie Sprechchor. Redner:.Hermann Harnisch, M. d. L. und Genosse hoffmann. Baumschulenwcg. 19% Uhr in der Aula des Lyzeums, Baum- schulenftraße. Redner: Friedrich Stampfer .

Niederschönhause«. 20 Uhr im LokalSanssouci ", Nordend, Kaiser-Wilhelm-Str. 48. Redner: Redakteur Franz Klühs. Gesangsvorträge des HcsangvcreinsZukunft", Sprechgemein. fchast Riedsrichonhausen. Filnworsichrnng:»Freie Fahrt" und der Tricksilm:Dem deutschen Volke." Blankenburg. Alle radfahrenden Genossinnen und Genossen oer- sammeln sich zur Wcrbefahrt 1731 Uhr pünktlich bei Klug, Dorfstr. 2. Tegel . 20 Uhr im Lokal hühnert, am Bahnhof Schulzendars. Redner: Viktor Malina. Mitwirkung: Gemischter Chor Polyhymnia". Hermsdorf . 20 Uhr im Lokal Ludwigslust . Albvechtstr.. Eck« Reue Bismarckstr. Redner Willi Wolfs. Äusserem Gesang und Filmvorführungen. Jungwähler-Kundgebung. Um 10 Uhr Platzkonzert auf dem Langener Platz,\9% Uhr Abmarsch zur Kundgebung im kleinen Phaniesaal, Müllerstr. 142. Politische Revue Ansprache Sprcchchor. Wfiblerinnenhiindgeliiiiiäeii! 17. Kreis Lichtenberg . Donnerstag. 11. September, 19% Uhr. in der Aula der Knabenmittelschule, Lichtenberg , Marktstraße, Kundgebung der Frauen und Jungwähler. Referat der Gc- nossin Paula Kurgaß:Der Kampf der Sozialdemokratie gegen die Reaktion". Ferner Mitwirkung des Ebert-Manz-Ouartetts und der Sozialistischen Arbeiterjugend.

Männer und Frauen, erscheint in Nassen! Mussolinis Mordfanatismus. Protest gegen preffekritik.

Eine stetige, auf Erfahrung aufgebaute, parlamentarische Praxis kann sich deshalb bei ihnen schwer herausbilden, auch deshalb nicht, weil bei ihnen die jüngere Generation in so starkem Maße überwiegt, daß das alte Wahrwortder Jugend die Tat, dem Alter der R a,t", in seinem letzten Teile keine Anwendung finden kann. Zickzackpolitik mit bom­bastischem Phrasengeschmetter wird auch künftig ihr be- sonderes Merkmal sein, zumal systematisch alle Abgeord- neten bei einer Neuwahl abgesägt werden, die so naiv waren, im Parlament sachlich zu arbeiten. DieErneuerung" wird bei der jetzigen Reichstagswahl weitere Fortschritte machen. Die Auflösung derDemo- kratischen Partei" und die Bildung derDeutschen Staatspartei" zeigen das ebenso wie die Auflösung der Deutschnationalen Volkspartei und die Bildung neuer Rechts- gruppen. Aber personale Erneuerung wird kaum von einer Erneuerung des Geistes begleitet sein. Auf sie aber kommt es an. Die Gründer der neuen Staatspartei hoffen zwar, daß sie einen neuen Geist in den künftigen Reichstag hineinbringen werden. Aber auch diese neue Parte: bekennt sich zur p r i v a t k a p i t a l i st i s ch e n Wirtschasts- weise. In einer Zeit, in der die Bolkswirtschaft immer mehr von privatkapitalistischen Monopolen beherrscht wird, wird der Uebergang zur sozialistischen Wirt- j ch a f t s w e i s e zur zwingenden RotwendigDit. Rur wer das erkannt hat und in d i e s e m Sinne umgestaltend in das politische Leben eingreift, ist Träger eines neuen Geistes, kann zu einer wirklichen Reichstagserneuerung und Erneuerung des politischen Lebens beitragen. Dadurch, daß Abgeordnete gewählt werden, die das Schwabenalter noch nicht erreicht haben, wird allein noch keine Erneuerung und Verjüngung geschaffen. Das beweisen gerade die Herren Brüning und Treviranue. Wenn Herr Treviranus als Klabautermann der Regierung Brüning fortgesetzt in der Takelage des Reichsschiffs herum- spukt und Freude und Befriedigung darin findet, andere zu beunruhigen, so ist das ein Rückfall in alte Tirpitz-Methoden. Und Herrn Brünings angeblich funkelnagelneue Sammlungs- politit gegen die Sozialdemokratie ist so alt wie der Kampf gegen die Sozialdemokratie. Hinter dem ganzen Erneuerungs- und Berjüngungs- gerede im bürgerlichen Lager steht nur die A n g st v o r d e m Anwachsen der Sozialdemokratie, und ihrem zunehmenden Einfluß in Reich. Staat und Gemeinde. Das klingt aus allen Wahlartikeln und Wahlreden heraus, die den Wählern jetzt vorgesetzt werden. Das Bürgertum fürchtet die Erneuerung und Verjüngung, die von der Sozialdemokratie ausgeht. Das Volk aber kann allein auf diese Erneuerung und Verjüngung feine Hoffnung setzen. Die Lumpen zu Hause." Oeutschnotionale prangern sich selbst an. In dem Wahlmaterial, das die Deutschnationale Par- t e i für ihre Agitatoren und für die Dummen im Lande heraus- gibt, findet sich ein Satz, der festgehalten.p» werden verdient. Er lautet:-.' 3m November 1918 waren die anständigen Deutsche « tot oder lagen im Schützengraben, die Lumpen aber zu Hause mach- ten die Revolution." Wir greisen aus gut Glück ein paar Namen von denen heraus, die sich als die wildesten und fanatischsten Gegner der durch die Revolution geschossenen Zustände gebärden. Wir nennen von den Deutschnationalen die Herren Hugenberg , Oldenburg- I a n u s ch a u, den inzwischen von den Konservativen übergetretenen Grasen Westarp, Ouaatz. Freytagh-Loring- Hoven, Obersohren, Bang, Bernd t. Von den Rational - sozialisten Frick, Goebbels , Graf Reventlow, Feder. Von all diesen Helden' des Monarchismus und der Gegenrevolution roar im November 1918 keiner tot, denn sie leben heute noch. Und n>o waren die Schützengräben, in denen sie zu jener Zeit standen? Sie liefen osjenbar durch Berlin , wo eine Reih« von den Genannten den Opfermut ihrer Landsleute mit flammenden Reden und Artikeln aufrecht zu erhalten suchten. Sie liefen durch die Redaktionen derKreuz-Zeitung " und derDeutschen Tages- zeitung" und om Schreibtisch des mutigen Heimkrieger» Reventlow vorüber. Sie liefen durch Breslau , wo Herr v. F r e y t a g h- L o r i n g h o v e n, bis vor kurzem treuer Untertan des Zaren,«ine Professur innehatte. Sie durch- schnitten die unbebauten Kartoffeläcker des Herrn o. Oldenburg- Januschau, und sie gingen nicht zuletzt quer durch das Bezirksamt Pirmasens , wo Herr Frick als Assessor amtierte. Tot waren all« diese Männer nicht. Wo die Kugeln pfissen, waren sie aüch nicht. Sie müssen dann also wohl zu denLumpen zu Hause" gehört haben, von denen die deutsch - uational« Wahlbroschüre spricht. Aber sie haben in der Tat die Revolution nicht gemocht. Nein, nur daß sie nicht das geringste ge- tan haben, um sich ihr zu widersetzen und sich schützend vor die Monarchie und ihre sonstigen Ideale zu stellen. Sie schlichen mit hangenden Köpfen umher oder suchten zitternd einen sicheren Unierstand. Sie waren nicht tot, aber sie stellten sich tot. Erst nachträglich haben sie wieder Courage be- kommen, und die Courage dieser Feiglinge äußert sich darin, daß sie diejenigen, die 1918 aus dem Zusammenbruch und dem Chaos' eine neue Ordnung geschossen haben, beschimpfen. Sturmszenen im Münchener Stadthaus freche Provokationen der Rationalsozialisten München , 10. September. (Eigen bericht.) Die Münch«»er Stadtverordneten-Versamm­lung flog am Dienstag wegen Rowdyszenen der Nationalsozia- listen aus. Als einer der nationalsozialistischen Wortführer mit seiner Hetz- red- gegen die Behörden loslegte, verließen sämtliche Stadträte mit Ausnahme der Nationalsozialisten und eine, Deutschnotionalsn unter stürmischem Protest den Saal, so daß der Oberbürgermeister mit den Radaubrüdern allein war. Am Schluß seiner Hetzrede wandte sich der nationalsozialistische Stadtrat an die Tribünenbesucher mit den Worten:Meine lieben Galeriebesucher". Der Ober- bürgermeister versuchte vergeblich, ihm das Wort zu entziehen. Als sich dann die Galeriebesucher, ausschließlich National sozialisten, mit wüstem Gebrüll gegen den Oberbürgermeister wandten, schloß dieser die Sitzung mit den Worten:Es i st«in Skandal!" Dann wurden die Tribünen durch die Polizei geräumt.

Tic Hinrichtung der vier jungen Slowenen zwango- italienischer Staatsbürgerschaft wegen des Bomben- anschlags auf eine Triefter Faschistenzeitung, der»ach sicheren Indizien von italienischen Faschisten verübt wor- den ist. hat in der Wiener Linkspresse die scharfe Ber- urteilung erfahren, die dieser Schandtat gebührt. Hat man doch die Verurteilten erst noch drei Stunden durch die heiße, staubige Umgebung Trieft» getrieben, um sie dann hinterrücks abzuknallen. Der Gesandte Mussolinis in Wien , A u r i t i, hat nun bei der Bundesregierung diese selbstverständliche Haltung der Wiener Linkspresse getadelt und nach den geplanten Maßnhmen der Regierung gegen eine Fortsetzung dieser Pressekritik gefragt. Der Gesandte und sei« Chef wissen natürlich ganz genau, daß es in der Republik Oesterreich keine Zensur gibt; aber gegen den schwachen Donaustaat können sie sich ja aller- Hand erlauben im Zeichen des Frenndschastsvertrages. In Trieft und Umgebung haben die Faschisten inzwischen rund tausend Personen, besonders Slawen, oer haftet, darunter die ganze Familie des am Samstag erschossenen jungen Bakencjc, dessen Vater Selbstmord begangen hat. In Trieft und in den umliegenden Ortschaften sind über 20 000 Milizsoldaten.zusammengezogen. Besonders wütend sind die Faschisten, weil die slowenisch« Bevölkerung zum Zeichen ihrer Eni- rüstung und Trauer wegen der vier Hinrichtungen eine einzigartige Kundgebung veranstaltete. Die Bewohner von ganzen Dörfern find au« den Häusern in die naheliegenden Wälder gegangen, «o sie den ganzen Tag und die ganze Nacht zum Sonntag in tiefem Schweigen verbrachten. Dies« wortlose Kundgebung, während der die Bevölkerung nichts und nichts trank, dauerte bis Sonntag jrüh. Dann gingen die Leute in die Kirchen, um Trauer- gebete zu oerrichten. Die Faschistenblätter in Trieft und Venedig schreiben zu dieser Kmrdgebung:W ir haben noch genug Blei und Pulver für andere, die sie ebenfalls in den Rücken bekommen können. Wir werden damit nicht sparen!" Die jugoslawische Regierung trachtet, durch scharfe Maß- nahmen die Press« und das Volk an Kundgebungen gegen Mussolinis Mordregime zu hindern. Iialie« mobilisiert pari». 10. September.(Eigenbericht.) Alarmierende Berichte englischer Blätter und Agenturen über eine plötzliche Zuspitzung der italienifch-jugosla» wischen Beziehungen werden vomParis Midi" durch ein« Ppwatmeldung aus Rom ergänzt. Demzufolge soll die faschistisch« Regierung die Mobilmachung von vier Reservisten- k lassen in Istrien und Fium« angeordnet haben. Das Motiv rieser Maßnahmen sei die Befürchtung der faschistischen Regierung, der revolutionären Strömungen der slawischen Bewölkerung msolge der Triester Hinrichtungen nicht mehr Herr werden zu können. Die Demonstrationen in Belgrad und Laibach sowie die italienischen Mobilmachungen und Rüstungen hatten die italienisch- jugoslawische Spannung derart verjchärst, daß die Grenzen bis auf weiteres gesperrt werden mußten. Di« plötzliche Abreise Grandis aus Genf wird mit diesen Ereignissen in Zusammenhang gebracht. Das Llrieil von Triest . Ein Stück Bürgerkrieg. Cocamo, 10. September. (Eigenbericht.) lieber die blutrünstig« Gastrolle, die das Spsziakge- richt in Triest gegeben hat, ließe sich sehr viel jagen, wenn man den Pro.zeß als strafrechtliche Angelegenheil ansähe. Dann wäre der Galoppschritt der Verhandlung hervorzuheben, der in zwei Tagen die ganze Beweisaufnahme für lS Angeklagte zu Ende führte, weiter die Weigerung des Kommandanten des Armeekorps von Trieft, das Gnadengesuch weiter zulei- t e n und schließlich die Tötung durch Erschießen in den Rücken, die das Ausnahmegesetz, auf Grund dessen verurteilt wurde, nicht vor- sieht, und das Militärstrafgesetz nur sür Landesverräter, um die es sich in diesem Falle nicht handelte. Es wäre hervorzu- heben, daß alle Verurteilten, bis auf einen, keine Borstros« eckitten

hatten, was das Gericht vielleicht als Zeichen antssaschiflrscher Ge- sinnung für straferhöhend angesehen hat. Wir sehen aber in dem Prozeß nichts, was mit Rechtsprechung zu tun hätte. Es war eine in den Rahmen eines gerichtlichen Ber- fahrens eingeschlossene Episode des Bürgerkriegs, wi« dieser zwischen einer bewafsneten Macht und kaum bewaffneten Freischärlern gc- führt, und blutig, wi« eben der Bürgerkrieg ist.' Der Oberstaats­anwalt Desj'y den Nomen wollen wir uns merken hat den Nagel auf den Kopf getroffen, als er von dem Wirken der Ange- klagten sagte: Der Kamps wurde gegen die faschistische Regierung oufge- nommen, gegen den Faschismus, der eine Lebensregel darstellt, die die Rückenwirbel der Nation verbessert und erneuert Hot. Gegen den Faschismus, der den Zement darstellt, durch den heute ganz Italien eine glühende Masse von Willenskraft ist, im Dienste eines Genius." Bei allem Blödsinn der Ausdrucksweise wir denken, einige von den zur Ausbesserung gegebenen Rückenwirbeln sind der No- tion noch nicht zurückgestellt worden versteht man deullich, daß die Angeklagten auch nach der Ansicht ihrer Schergen gar nicht schuldig waren, den Schaden des Staates oder des Vaterlandes zu wollen. Gegen den Faschismus ging der Kampf. Deshalb hat man vier erschossen und auf die übrigen 12 im ganzen 147 Jahre Zucht hau» verteilt. Das Borgchen steht moralisch und juristisch nicht höher als«ine beliebige Strafexpeditton. Auch bei denen halbes gelegentlich vier Tote gegeben. Die der Presse von Rom vorgeschriebenen Kommentare betonen einstimmig, daß Italien durch dieses Urteil die europäische Kultur gegen die Balkanisierung schützt. Es ist sehr gut, daß man uns das so einstimmig sagt, denn auf diesen Gedanken wäre in der der ganzen Welt keiner gekommen. Man hat vielmehr den Eindruck gehabt, daß dos faschistische Italien alles Balkanische, was in Europa noch herumjpukte, in sich ausnimmt und in ein System bringt, das Faschismus heißt. Italienischer Protest in Prag abgeblitzt. Prag , 10. Sepkember. Die Erschießung der vier Slowenen in Triest hak die t s ch e ch o- slowakische presse zu hesligen Angriffen gegen Italien ver- aalaßL Der italienische Gesandle pedrazzi erschien henke im Außen- ministeriuw und legte gegen die Augriffe der tschahoflowakischen presse formell Beschwerde ein. Zu verlrekuug des Außen­ministers Beuefch erklärte Minister Srofta. daß er de« Ein- spruch zurückweisen müsse. Die Regierung könne a ckf die presse keinen Einfluß ausüben, da die Zeitungen von der Regierung unabhängig seien.

Das russische Hungerelend. Meldung des britischen Arbeiterblattes mit Moskauer ' Zensurerlaubnis. London , 10. September. (Eigen beiüchl-i Der Moskauer Korrespondent desDaily 5)erald" drahtet seinem Blatt:Während die russische Presse Arttkel schreibt mit der Ueber- schrist:Das Schlangestchen kann und muß aufhören!", werden die Schlangen vor den Berkaussläden länger und zahlreicher. Di« Moskauer Hausfrauen sind von einer neuen Plage heimgesucht. Zun, ersten Male nach zwei Jahren beginnt wicder das Anstehen nach Brot. Die Bevölkerung empfindet dies um so schlimmer, als sie weiß, daß die Ernte gut war und beträchtliche Getreidemengcn ins Ausland gehen. Das Schlangestehen nach Brot wird deshalb aus die klägliche Organisierung der Kooperative zurückgeführt, die dos Monopol des Brotoerkaufs besitzt. Di« Press« fährt deshalb sott, die Kooperative der vollkominenen Unfähigkeit anzuklagen,- der Bürokratie und der Interesselosigkeit gegenüber der Bevölkerung."

Oeutschtchinesischer Lustverkehr. Drei Linien BerUn Schanghai. Aus Schanghai wird von einem Abschluß eines deutsch -chme- fischen Lujtfahrtabkommens. berichtet,'.'lach chinesischem Rocht wird unter Beteiligung der Deutscheu Lusthansa A.-G. eine Gesellschaft mit einem Kapital von 3 Millionen Dollar gegründet, wovon die chinesische Regierung zwei und die Deutsche Lusthansa A.-G. eine Million Dchllar übernehmen soll. Ein Zehntel des Aktienwertes wird eingezahlt. Die Deutsche Lust- hanso A.-G. stellt das gesamte Materiol. An der Spitze der Gesell- schajt stehen sechs chinesische und drei deutsche Administratoren, die nur mit chinesischen, von der Nanking -Regierung bestimmten Banken zu- sommcnarbeiten sollen.

X