Einzelbild herunterladen
 

Im Pariser Autosalon 90003B. gegen Gehaltskürzung.

Was zeigt die deutsche Industrie?

In Paris beansprucht jetzt wieder der Internatio-| und Vereinfachungen nur noch eine einzige Nockenwelle aufweist. nale Autosalon das Interesse aller Autofreunde. Eine Nicht nur in ihrer Gesamtheit, sondern auch in ihren Details eine Anzahl deutscher Automobilfabriken haben auch ausgeftellt, bewundernswerte Konstruktion. Erstmals in Paris ist weil die für den November geplante Deutsche Automobil­ausstellung in Berlin abermals abgesagt wurde.

Ein Bergleich zwischen den beim Pariser Autosalon unsere Industrie recht günstig aus. Man sieht das Bestreben, daß vertretenen deutschen und fremdländischen Erzeugnissen fällt für unsere Industrie bemüht war, ihre Erzeugnisse immer mehr zu ver= bessern und zu vervollkommnen. Was man an deutschen Kraft­wagen auf der Pariser Ausstellung sieht, stellt unbedingt ausgezeich nete Arbeit und vollendete konstruktive Durchbildung dar. Wenn trotzdem in Paris der Absatz vielleicht beschränkt bleiben wird, so darf man nicht übersehen, daß der französische Markt mit seinem hehen Zollschuh für ausländische Wagen überhaupt nur in geringem Umfange in Frage kommt. Bei

Adler

-

werden die bekannten Sechs und Achtzylinder Standardmodelle erstmalig mit einer völlig neu entworfenen Karosserie gezeigt, für die Professor Walter Gropius verantwortlich zeichnet. Man hat neue Formen und Linien geschaffen, die außerordentlich gefällig find. Was könnte aus diesen Karosserien erst werden, wenn ein mal das Fahrgestell andere Formen angenommen hat. Es bleibt zwar noch manches zu ändern übrig, trotzdem muß aber lobend an. erkannt werden, daß sich Adler endlich einmal von dem Alther­gebrachten zu befreien versucht.

Brennabor

zeigt erstmals den neuen Achtzylinder, der ganz auf den Erfahrun­gen mit dem ,, Juwel 6" aufgebaut und weiter entwickelt ist. Um die Produktion so wenig wie möglich zu belasten, hat man in weitem Maße für alle drei Typen, den Ideal, den Juwel 6 und den Ju­wel 8 die gleichen Teile gewählt. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, daß Brennabor seine sämtlichen Modelle jetzt mit einem neuen, sicher funktionierenden Bremssystem ausrüstet. Die Karos serien sind sehr formenschön, die Motorschnittmodelle und das Aus­stellungschassis sehr lehrreich.

Horch

Maybach

vertreten. Der Zwölfzylinder ist ein Klassewagen für solche, die fähiger zu gestalten, ist der Motor auf 8 Liter Inhalt vergrößert etwas Besonderes haben wollen. Um den Wagen noch leistungs­worden, wodurch die Leistung auf 200 PS gefteigert werden konnte. Dieser neue Typ, Beppelin" genannt, wird jetzt neben dem bis­herigen 150- PS- 7- Liter- Wagen geliefert. Besonders bemerkenswert ist das neue Doppel- Schnellganggetriebe, das nicht weniger als fünf Geschwindigkeitsabstufungen zuläßt.

Mercedes- Benz

hat auch in Frankreich einen großen Namen, und das mit Recht, denn dieser Stand befriedigt einmal wieder vollauf. Der SS- Bagen hat viele Anhänger gefunden, der Nürburg " ist als Bulman Kabriolett faroffiert ausgestellt, eine Ausführung von seltener Schön­heit. Dazu gefellt sich das neueste Kind unserer ältesten. Automobil­fabrik, der Große Mercedes", ein Wagen für ganz ertravagante Ansprüche. Er stellt in allen seinen Teilen eine nach den neuzeit­lichsten Gefichtspunkten durchkonstruierte Arbeit dar. Niederrahmen­chassis mit Kreuztraverse, besonders sorgfältig durchgebildeter Fede­rung. Der Motor ist ein Reihen- Achtzylinder mit einer Leistung von 150 PS, die durch Verwendung eines Kompressors auf rund 200 PS gesteigert werden kann. Alle Details sind außerordentlich sinnreich durchgebildet, ein Musterstück deutscher Präzisionsarbeit. Röhr

ist mit seinem bekannten Achtzylinder vertreten, dessen Motor auf Liter vergößert worden ist. Die verschiedenen Aufbauten ver­raten einen guten und vornehmen Geschmack. Recht wirkungsvoll ist der

Wanderer- Stand

hergerichtet. Chassis, Motor und Karosserien des wiedererstandenen Liter wie auch des Liter weisen mustergültige Arbeit auf, die den Ruf der Wanderer- Werkte in immer steigendem Maße zu Wenn man die deutschen Aussteller behandelt, darf auch die Zubehörindustrie nicht vergessen werden. Continental, Bosch, Currus , Zahnradfabrik Friedrichshafen, Weikra, Willi Vogel sind sehr wirkungsvoll vertreten.

behauptet mit vollem Recht seinen guten Ruf auch hier wieder. Befestigen geeignet ist. sonders die Kabrioletts sind von einer Reinheit in Form, Farbe und Linie, die die Wagen zu vollendeten Exemplaren stempeln. Erst: mals wird auch der neue 5- Liter- Motor verwendet, der gänzlich neu durchkonstruiert wurde und neben einigen anderen Berbesserungen

Neue Europa - Boxmeisterschaften

Pistulla als Titelanwärter bestätigt

Die Internationale Bog Union hat jetzt die Herausforderung des deutschen Meisters Ernst Bist ulla an Michele Bonaglia um die von dem Italiener gehaltene Europameisterschaft im Halb. schmergewichtsboren anerkannt und die Austragung des Meister ſchaftstampjes bis zum 4. Dezember d. I. befristet. Ein Zustande.

kommen des Titelkampfes innerhalb dieses Zeitraumes ist aller­dings durch die Amerikapläne des Italieners in Frage gestellt.

Noch drei weitere Europameisterschaften stehen in nächster Zeit zur Entscheidung an. Die im Leichtgewicht hat der Belgier Sybille am 11. Oktober in Lüttich gegen den Franzosen Buil. lamy zu verteidigen, am 15. Oftober folgt in Brüssel die Begegnung zwischen dem Titelhalter Gustav Roth Belgien und dem Franzosen Aimé Raphael um die Weltergewichtsmeisterschaft und endlich läuft am 25. November die Frift ab, innerhalb der sich Mittelgewichts­Europameister Marcel Thil- Frankreich seinem anerkannten Heraus: forderer Mario Bosisio zu stellen hat.

Carneras erste Niederlage. Der Bostoner Boyer Jimmy Ma Ioney siegte heute nacht in einem Zehnrundenkampf gegen den ita lienischen Boger Carnera nady Punkten. Es ist dies Carneras erste Niederlage in den Vereinigten Staaten , nachdem er 22mal durch Knockout gefiegt hat.

Athleten- Jubiläum

in Brandenburg a. d. H.

=

In der Abwehr

Sind Sportvereine unfallversicherungspflichtig? In der Turn- und Sportbewegung rief die von der Berufs genossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege geplante Einbeziehung der in den Turn- und Sportvereinen ehrenamtlich mit Berwaltung, Leitung und Aufsicht betrauten Bersonen in die Reichs unfallversicherungspflicht große Unruhe her­

vor. Wir hatten bereits mehrere Male darüber berichtet.

Am 7. Oftober fand nun im Reichsversicherungsamt unter Bor­

DBB.

Der Gesamtvorstand zum Regierungsprogramm.

Der Gesamtvorstand des Deutschen Beamtenbundes befaßte sich und Finanzplan der Reichsregierung und legte seine Stellung­in seiner Sigung vom 7. Oktober eingehend mit dem Wirtschafts­nahme in einer Entschließung nieder, in der es heißt:

Der Gesamtvorstand sieht eine der wesentlichsten Ursachen für die gegenwärtige schwierige Lage in den an das Ausland abzu­führenden hohen Reparationslasten. Ohne eine Revision des Young- Blanes ist eine wirtschaftliche Ge­unsozial und wird daher abgelehnt. Die gegen die Beamten undung Deutschlands unmöglich.

Die beabsichtigte Gehaltstürzung ist unberechtigt, in ihrer Form der Länder, Gemeinden und öffentlichen Körperschaften geplante Sondergefeggebung mit ihrem verfassungsändernden Charakter führt zu unerträglichen Härten und ist abzulehnen. Sozial und wirtschaftlich nachteilig wirkt die Tatsache, daß die Preise für die Gegenstände des täglichen Bedarfs nicht im Einklang mit den Einkommensverhältnissen der Verbraucher­maffen stehen. Die auf einen Preisabbau gerichteten Regie­rungsmaßnahmen haben noch feinen bemerkenswerten Erfolg gehabt. Die Beamtenschaft muß das dringende Ersuchen an die Regierung richten, ihre Machtmittel nachhaltiger als bisher dem Ziele der Preissenkung dienstbar zu machen.

Abbaupsychose am Hacklog.

Bettlauf der Fleischermeister mit der Großindustrie.

Wenn die Großindustriellen gegen den Inhalt der Lohntüte ihrer Arbeiter Sturm laufen, wenn sich die Schlotbarone gegen die Sozialgesetzgebung wenden, dürfen auch die Kleinen und ganz Kleinen, die Berliner Wurstfabrikanten, Ladenfleischermeister und Darmhändler nicht fehlen. Die Lohnabbauparole der Brüning- Regierung hat alle toll gemacht. Alle wollen sie Deutschland retten auf Kosten derer, die schon nichts haben.

=

Die Efha Werke, die Fabrit der bekannten Brizer Knob= linchen, glauben ganz bescheiden zu sein, wenn sie 5 Pro 3. Lohn abbau fordern. Die übrigen Berliner Wurstwaren­fabitanten nennen feine bestimmte Summe, sie wollen gleich gesellen, mit deren Hilfe die tariflose Zeit ausgenußt und die Löhne ganze Arbeit leisten und spekulieren auf die arbeitslosen Fleischer­radikal abgebaut werden sollen. Die Darmsortieranstalten glauben, wenn die Löhne um 10 Proz. gesentt werden, gerade noch ihr Leben fristen zu können und die immer ,, notleidenden Berliner Fleischermeister" wollen den jungen Fleischergesellen, den sie drei Jahre als Lehrling ausgenutzt haben ,,, nur" mit vier Mart pro Wocheniedriger entlohnen. Der meistertreue Fleischer­gesellenbund hat seine Mithilfe beim Lohnabbau schon zu­

gefagt.

Auch die Herren vom Hacklog beten den Spruch der Groß­industriellen nach, daß nur über den Lohnabbau eine Preissenkung möglich sei; auch sie haben den Dreh begriffen, daß dabei ein schönes Geschäftchen zu machen ist. Wie liegen denn die Dinge? Allein durch die Notverordnungen hat sich der Wochenlohn eines ledigen Fleischer­gesellen bis 2,02 Mart verringert, ohne daß hierbei die Senkung des Reallohnes, hervorgerufen durch Erhöhung der Werk­tarife, der Bahnungsmieten und der Steigerung der übrigen Lebens­haltungsfoften in Betracht gezogen ist. Auf der anderen Seite hat aber sicher fein Konsument etwas davon gemerkt, daß, als bie

Lebendvichpreise( Schweine) vom Februar 1930 von 80 Pf. pro Pjund Lebendgewicht bis Juni 1930 bis auf 56 Pf. pro Pfund heruntergingen, die Kleinhandelspreise für Fleisch und Wurst­maren auch nur annähernd im gleichen Verhältnis heruntergegangen find.

fiz des Direktors der Unfallabteilung Dr. Friß eine Sigung statt, an der Bertreter der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, der 3 entralfommission für Arbeiter schusses für Leibesübungen teilnahmen. Von den Vertretern der Sport und Rörperpflege und des Deutschen Reichsaus­Diese Tatsache werden auch die Arbeitgeber nicht hinwegleugnen Berufsgenossenschaft wurde dargelegt, daß der Gesundheitsdienst sich Fleisch- und Wurstwaren Geschäfte machen, gar teine Ursache, die fönnen. Und weil dem so ist, haben alle Unternehmer, die mit nicht nur auf fürsorgerische Begriffe, sondern auch auf die vor Lohnabbau- Psychose mitzumachen. Sie verdienen, wie es in der nicht nur auf fürsorgerische Begriffe, sondern auch auf die vor­sundmachende Tätigkeit, er ertüchtigt den Körper, heilt Körper- arbeiter denten jedenfalls nicht daran, sich einen Lohnabbau kampj­beugende Gesundheitspflege erstrecke. Der Sport jei eine ge Boitsiprache heißt, noch und noch. Die Fleischergesellen und Darm­schäden und schafft einen Ausgleich gegen die Gefahr der Körper- los gefallen zu lassen. Sie rechnen mit der Solidarität der verbildung durch einseitige Berufstätigkeit. Die Aufgabe der Be­rufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege sei, Ronsumenten und werden den so dringend notwendigen Lohn­alle Personen, in diesem Falle auch die ehrenamtlichen Funk- aufbau zu erkämpfen wissen. tionäre des Sportes, die im Dienste der Allgemeinheit für gesund­heitliche Zwede tätig sind, in die Unfallversicherungs= pflicht einzu beziehen.

Demgegenüber vertreten die Sportverbände den Stand­punkt, daß wohl die Auswirkung des Sportes außerordentlich ge­fundheitsfördernd sei, daraus dürfe aber nicht der Schluß gezogen werden, daß Sportvereine eine Einrichtung im Sinne des Gefeßes feien, die zur Pflege der Borbeugung und Heilung von Krankheiten geschaffen wurden. Wenn für den Sport die Notwendigkeit vor liegen würde, die ehrenamtlich tätigen Vereinsfunktionäre zu schützen, dann hätten sich die Sportverbände schon rechtzeitig ge­meldet. Die ungeheuren Echwierigkeiten und die untragbare finan­ficherungszwang für den Sport entstehen, würden den Bestand der Sportbewegung außerordentlich gefährden.

Der Arbeitersportklub" Sagon" beging im Volkshaus zu Brandenburg an der Havel die Feier seines 25jährigen Be stehens in Form eines Bettstreites im Gewichtheben, Ringen und Jiu- Jitsu und anschließender Abendveranstaltung. Der Wettstreit leitung stellten sich in früher Morgenstunde 92 Teilnehmer, die aus Magdeburg , Stendal , Deffau, Groß- Wusterwiß und Berlin gezieile Belaffung der Bereine, die durch den geplanten Unfallver

fommen maren.

Die Sympathie der bundestreuen Athleten bei der Branden­burger Arbeiterschaft machte sich in dem überaus starken Besuch

geltend. Die Kämpfe in allen zur Schau gebrachten Sportarten standen auf höchster technischer Stufe, waren doch außer einigen Ver­tretern des Bundesmeisters im Gewichtheben viele der besten Ar­beiterathleten in den anderen Sparten zum Rampf angetreten. Die 3mei Rouvels, die fünf Ernestos aus Berlin und Baezzel vom Verein ,, Saron" brachten die Artistit zur Geltung, wofür sie ein äußerst dankbares Haus fanden.

Resultate. Gewichtheben. Bantamgewicht: 1. Brose, Magdeburg , 485 Bfund; 2. Mohrmann, Magdeburg . 430 Pfund. Federgewicht: 1. Alauschieß. Stendal , 530 fund: 2, Mofe, Magdehura, 325 Pjund. Leichtgewicht: 1. Pödern, Lichtenberg - Friedrichsfelde , 640 Bfund; 2. Gladik. Eagon, 610 Bfund. Mittelgewicht: 1. Ehrhardt, Lichtenberg Friedrichsfelde , 675 Bfund; 2. Gutble, Saron, 590 Pfund. Salbschwergewicht: 1. Mallofchef, Lichten berg- Friedrichsfelde, 750 Pfund; 2. Fischer, Saron, 670 Vfund. Schmer gewicht: 1. Polte, Stendal , 620 fund. Ringen der Jugend. Klaffe bis 100 Tfund: 1. Freitag, Magdeburg ; 2. Alt, Stendal . Alasse bis 120 iund: 1. Lorenz, Alt- Wedding 88; 2. Sanfe, Caron. Mingen der Männer. Feber. gewicht: 1. Klauschick, Stendal : 2. Berger, Caron.

Bantamgewicht:

1. Sohn, Earon; 2. Brofe. Magdeburg . Leichtgewicht: 1. Strauſe. Eagon; 2. Bukle, Alt- Wedding 83. Mittelgewicht: 1. Edert, Alt- Webbing 83; 2. Amtage, Stendal . Salbfchwergewicht: 1. Fischer, Garon; 2. Wolfchendorf, Sagon. Jin- Jitsu. Bantamgewicht: 1. G. Rogge, Busterwis; 2. Reste, Bustermik: 3. Langnidel, Saron. Febergewicht: 1. Baller, Sagon; 2. Wipper. Ting. Garon. Leichtgewicht: 1. P. Rogge, Wusterwis. Mittelgewicht: 1. B. Diding, Wusterwik.

Arbeiterschach

Am Donnerstag, 9. Ditober, 20 Uhr, findet im Sokol von Kurs towski, Feldstr. 3, ein Wettkampf Gartenplay gegen Pantow statt. Montag, 6. Ottober, hat das Meisterturnier begonnen, ge­spielt wird jeden Montag, 20 Uhr, im Lokal von Ewald, Stalizer Str. 126. Gäfte herzlich willkommen. Montag, 13. Oftober, 20 Uhr, findet im gleichen Lokal die Generalversammlung der Freien Arbeiterfchachyvereinigung Groß- Berlin statt. Zutritt nur gegen Bor Beigung von Mitgliedsbuch oder Karte,

Da die Besprechung der Information des Reichsversicherungs­amies diente, konnte kein Beschluß verkündet werden. Das Reichs­versicherungsamt wird nun entscheiden, ob Sportvereine eine Ein­richtung im Sinne des Gesundheitsdienstes sind und der Unfallver­ficherung unterliegen.

Bundesreue Vereine teilen mit:.

Ruberperein Collegia". Die Jugendabteilung beteiligt jich ant 10. Of. tober an der Rundgebung gegen die Kulturrection in Aliems Festfälen. Treffpunkt 19% Uhr vor Aliems Festfälen. Fahrtenansehung für die Jugend nur dort, Jugendversammlung am 15. Oktober um 20 Uhr im Jugendheim Spreefte. 30 Sandballspieler treffen sich Freitag, 10. Oftober, 19 Uhr, bei Thunal. Ridtfdywimmer üben Connabend ab 16 Uhr Bärwaldstraße. Sport­ärztliche Untersuchungen am 29. und 31. Oktober.

Einzelmitglieder der freien Ruberer und Kanufabrer im TnSpB. Don nerstag, 9. Of ober, 20 Uhr, Sigung bei Sachse, Lindower Str. 26, Bahnhof Wedding. Vortrag und Bekanntgabe der Resultate vom Dauerrudern. Mi­gliederaufnehme. Alle Mitglieder mit Frauen erscheinen. Sonnabend und Gonntag, 11. und 12. Oktober, Abpaddeln. Anschrift: E. Faad, N. 54, Brunnenstr. 166.

Freie Faltbootfahrer Berlin E. B. Donnerstag,.9. Oktober, Zusammen Funft im Badeschen Hof", Rosenthaler Str. 41, 20 Uhr. Ville diesjährigen Bhotos mitbringen. Gäste wiltommen. Montag, 13. Oftober, Funktionär. fonferens, ur Linde", Uferstr. 13.

Sportverein Moabit und Arbeitersport- Rartell, Bezirt Tiergarten . Bade. abend des Sportvereins Moabit alle 14 Tage im Stadtbab Turmistraße. Be­ginn Donnerstag, 9. Oftober, 20% Uhr. Mitgliedsausweis mitbringen. Freie Turnerschaft Wilmersdorf . Sreitag, 2014 Uhr., bei Sroiß, Borstandse fihung. Eine Stunde vorher ebenda Wusgabe der Bibliothefbüder, auch für die Rinderabteilungen. Sonnabend zum 30- jährigen bei Colidarität". Arbeiter Lightbild- Bund, Arbeiter Photo- Gilde Berlin . Freitag. 10. Dt. tober, 20 Uhr, Jugendbeim Lindenstr. 4. Bildkritik, Bilboufbau. Aufnahme­beiter Sichtbildner Spandau. Montag, 13. DI­taber, 20 Uhr, Lindenufer 1. Hafa- Borttag. freunde", Stammgruppe. Montaa, 18. Ottober, 20 Uhr. Johannisfte. 15. Louristennerein Die Natur botsgruppe Roshes. Freitag 10. Dober, 20 Uhr. Bhnfifsimmer der welt, lichen Schule, Rank- Ede Wiesenstraße.

fehler. Photos mitbringen.

-

Wolfstarstreis Zegel. Bir beginnen heute abend mit einem neuen An fängerturfus. Uebungsabend jeden Mittwoch ron 20 bis 22 Uhr in der Turn­halle ber Gemeindeschule, Reinidendorf- Oft, Solländerstraße. Gäfte herzlich milltommen,

Der glorifizierte Druckereibefizer. Was die KPD. auf ihren Ehrenschild erhebt Man schreibt uns:

Kürzlich forderte die Rote Hilfe" in einem fommunistischen Abendblatt die werftätige Berliner Bevölkerung auf, sich recht zahl­reich am Stettiner Bahnhof zum Empfang des Druckereibesitzers

Paul Rennert einzufinden, der aus Gollnow zurückkam, wo er wegen der Herstellung revolutionären Agitationsmaterials eine mehr­monatige Festungshaft zu verbüßen hatte. Seinem Bruder Hans Rennert war wenige Wochen zuvor der gleiche Empfang bereitet

Wir, die wir einmal in der Druckerei Gebr. Rennert be­schäftigt waren, fönnen es nicht begreifen, marum gerade die Rote Hilfe" diese beiden Revolutionäre " auf den Ehrenschild hebt. Als die Firmt Gebr. Rennert 1925 in Konturs ging, haben wir trotz der

Klage vor dem Arbeitsgericht nicht einen Biennig unseres

ohnes erhalten, den uns die beiden schuldig geblieben waren,

weil eben nichts mehr zu holen war und auch andere Gläubiger mit langen Gesichtern abziehen mußten. Aber auch als die Gebrüder Rennert unter anderen Decknamen wieder Druckereiunternehmen be­trieben, dachten die beiden Edelkommunisten" nicht mehr an ihre ehemaligen Arbeiter und Arbeiterinnen, die sie um ihren Lohn geprellt hatten.

Wir hoffen, daß die Veröffentlichung dieser Zuschrift anläßlich des feierlichen" Empfanges in Berlin das Gedächtnis der Gebrüder Rennert wieder auffrischen und sie an ihre revolutionären" Ver­pflichtungen erinnern wird.

Wir geben dieser Zuschrift Raum, weil sie treffend beleuchtet, was alles in der KPD . mit einem Glorienschein umhüllt wird. Die Hoffnung der Einsender, daß sie dadurch in den Besitz ihres vor: enthaltenen Lohnes fommen werden, teilen wir allerdings nicht.

Selbstmord eines Bürgermeisters. Bürgermeister Fiebig aus 21sleben im Bezirk Halle , der im Zusammenhang mit den Unregelmäßigkeiten beim 2 rbeitsamt Eisleben in Unter­suchungshaft genommen wurde, hat sich gestern in seiner Zelle erhängt.

Dreißig Jahre Faktor. Bei der Buchdruckeret Wilh. Joh. Rother Nachf. feiert der Fattor Otto Moldt das Jubiläum dreißigjähriger Tätigkeit.

Wetter für Berlin : Meist bewölkt, mit leichtem Temperatur­anstieg, zeitweise regnerisch, lebhafte Südwestwinde.- Für Deutsch­ land : In der nordwestlichen Hälfte des Reiches windig mit wieders holten Regenfällen. Im übrigen Reiche nur geringe Niederschläge, überall etwas milder.