Eine Explosion, die bereits eine gemiffe Stärte entwidelt, Bluft durch die feinsten Rigen und in die verlassenen Grubenräume( vom Bergmann ,, alter Mann" genannt) hinein. Die dort vorgefundenen Schlagwettermengen fönnen wegen Sauerstoffmangel nicht alle an Drt und Stelle aufgezehrt werden. Sie werden zum Teil in die effenen Grubenräume( Schächte und Strecken) herausgepreßt, wo fie, mit Kohlenstaub vermischt, ein gefährliches Explosionselement
Der Sachbearbeiter beim Verband der Bergbau-| anderen Steigerrevieren der Anlage Anna II", wo verhält. cbgeben. Weil sich der ganze Explosionsvorgang um die Schächte industriearbeiter Deutschlands , Genosse Karl nismäßig wenig Opfer zu beklagen sind. Schudy, schreibt uns über die Untersuchungen der Katastrophe von Alsdorf .
Als ich gegen Abend des Unglückstages nach Alsdorf fam, stand bereits fest, daß die Explosion eines unterirdischen Sprengstofflagers nicht in Frage fam. Auch hatte ich sofort Gelegenheit, zuverlässige Augenzeugen zu hören, die gesehen haben, daß eine fchwarze Rauchwolfe gemeinsam mit einer
Explosionsflamme aus dem Schacht ferzengerade gegen den Himmel geschossen war. Das ist die typische Er scheinung Kohlenstauberplosion. einer Diese
schwarze Rauchwolke war nicht nur Rauch, sondern auch Kohlenstaub Augenzeugen, die in nordöstlicher Richtung vom Schacht ger standen haben, haben die Flamme nicht gesehen, sondern nur die hohe schwarze Rauchsäule. Das ist daraus erklärtlich, daß nach dieser Seite hin der Wind ging, der den Rauch und Staub schon gleich, menigstens teilweise, soweit mitnahm, daß die Stichflamme verdeckt wurde. Ich vertrat dann sofort im internen Kreise unferer Kameraden die Ansicht, daß es sich um eine
unterirdische Schlagwetter- und Kohlenstauberplosion handelt, die auch oben die Verwüftungen angerichtet hat. Ich hatte um so mehr Berechtigung zu meiner Ansicht, als mir bekannt war, daß in den ersten Nachkriegsjahren in der Tschechoslowakei ein ähnliches Unglüd passiert ist, jedoch nicht mit so starten Zer störungen der oberirdischen Anlage, wie im Falle Anna II".
"
Ich habe dann nachträglich die Literatur über diesen Fall nachgefehen und gefunden, daß es sich um das Steinfohlenbergwer! Gabriele in Karwin ( Tschechoslowakei ) handelte. Dort wurde 1924 gleichfalls durch eine unterirdische Erplosion das 35 Meter hohe eiserne Fördergerüst mitsamt dem Schachtgebäude umgelegt. Der Verlust an Menschenleben war gering, weil die Belegschaft herausgezogen war. Einige Tage vorher mar nämlich im Grubenbau auch schon eine Explosion vorgekommen, die etwa 20 Tote und mehrere Berlegte zur Folge hatte. diesem Anlaß 30g man die Belegschaft aus der Grube zurück. Die Explosion wurde durch einen Grubenbrand, der bekannt war, verursacht. Ein Kamerad macht mich übrigens auf eine Explosion aufmerksam, die sich im Dezember 1905 auf der 3eche Werne"( Ruhrrevier) ereignete. Die Explosion schlug aus der Grube lind verursachte oben Zerstörungen am Schacht und Maschinengebäude.
Aus
Allerdings überholt das Alsdorfer Unglüd an Zerstörung alles bisher Dagewejene und dürfte mit seiner Gewalt als einzigartig in der Bergbaugeschichte gelten.
tommen.
Wie die Explosion eine derartig furchtbare Wirkung oben auslösen konnte, während der Schacht selbst verhältnismäßig wenige 3erstörungen zeigt, dafür gibt es eine einleuchtende Erklärung. Auf jeder Grube gibt es alte Hohlräume, die zur Schlagwetteransamm lung Gelegenheit bieten. Die Bergpolizeivorschriften verlangen deshab auch, daß
alte Räume möglichst wetterdicht abgedämmt werden müssen. Solche Abdämmungen sind aber nur dann möglich, wenn die betreffenden Zugangsstreden mit nassen Mauern oder Betonwänden abgeschlossen werden. Eine einfache Bergemauer genügt nicht, da sie nie vollkommen dicht abschließt. Die Abschlüsse erfolgen aber in den meisten Fällen eben durch solche unzuläng= lichen Bergemauern. Gerade auf der 3. Sohle dieser Schachtanlage find in nächster Nähe des Schachtes die Flöze alle abgebaut und dort also solche Schlagwetternester ohne 3 weifel in großer 3ahl vorhanden.
herum abspielte, ist es zu verstehen, daß dann die Explosionswelle zum Schacht hinausschlug gegen den einziehenden Wetterstrom. Ein solcher Wetterstrom fann einer Explosion überhoupt feinen nennenswerten Widerstand bieten, im Gegenteil, er begünstigt durch Sauerstoffzufuhr die Entwicklung der Explosion.
Die nach oben zum Schacht hinausziehende Explosionswelle fand derart viel Nahrungsstoff, daß sie übersättigt war und im tricb große Schlagwetter- und Kohlenstaubmengen vor sich her nach Schacht zunächst teine besondere Gewalt entwickeln fonnte. Sie oben und fand oben im Schachtgebäude meiter ungeheure Staubmengen vor. Der Austritt aus dem Schacht in die freie Außenluft brachte dann die Explosion zu einer Entwicklung, deren Auswirkung
wir vor uns sehen.
Bergrößert wurde die Wirkung oberirdisch dadurch, daß die Explosion in dem den Schacht umgebenden starten Gemäuer großen Widerstand fand. Diesen Widerstand hat sie einfach gebrochen und dadurch so große Verheerungen angerichtet.
Spionage in der Bahnpost
Polen verleiten Postbeamten zum Landesverrat.- Er beging Gelbstmord
am
Jetzt wird ein bereits einige Monate zurückliegender Spionagefall bekannt. Ein polnisches Spitzelbüro, das seinen Sitz in Bentschen hatte, versuchte in den Besitz der Post zu gelangen, die vom Reichswehrminifterium in Berlin an die 1. Kavalleriedivifion in Frankfurt a. d. Oder und umgekehrt gesandt wurde. Die Polen bedienten fich für diesen Teil der Spionage eines Postbeamten, der sich durch Geldangebote verloden ließ, feinen polnischen Auftraggebern amtliche Schreiben auszuhändigen. Dieser Postbeamte hat dann, als er schließlich noch verhaftet wurde, nach Ablegung eines vollen Geständnisses im Moabiter Untersuchungsgefängnis 13. Juli d. J. Selbstmord durch Erhängen verübt. Ueber die Angelegenheit erfahren wir von zuständiger Stelle folgende Einzelheiten: Das Reichswehrministerium steht mit der 1. Garde- Kavalleriedivision genau so wie mit allen anderen Truppen teilen in brieflichem Verkehr. Durch die Post werden Anweisungen der Zentrale, die sich auf den Dienstbetrieb oder auf die Berwaltung beziehen, versandte, wobei man Kuverts mit dem Aufdruc des Reichswehrministeriums oder umgekehrt der einzelteine militärischen Geheimnisse, da man grundsäglich, wie dies auch nen Truppenteile verwendet. In diesen Briefen stehen durchaus in früheren Zeiten schon geschehen ist, wichtige Dinge nur durch Difizierturiere befördern läßt. Aber selbst diese Nachrichten untergeordneter Natur erschienen dem polnischen Agenten immerhin
nach Berlin schmuggelte er sie in den Postsad, der für Frankfurt a. d. Oder bestimmt war, damit sie an den Bestimmungsort gingen. Als die Kollegen des Schulz die Zusammenfünfte mit den Polen festgestellt hatten, machten sie ihrer vorgesezten Dienststelle Me1dung, und diese verständigte die Abteilung IA des Berliner Polizeipräsidium. Man sandte zwei Kriminalbeamte nach Bent schen , die den gegen Schulz geäußerten Berdacht bestätigt fanden. In dem Augenblick, als Schulz nichtsahnend die Grenze passierte, wurde er verhaftet und nach Moabit gebracht, wo er unter den gegen ihn zusammengetragenen Tatsachen zusammenbrach und ein umfassendes Geständnis ablegte. Wenige Tage später machte dann Schulz, gegen den ein Verfahren wegen Landesverrats, Untreue im Amt und Unterschlagung eingeleitet worden war, und der mußte, daß er eine lange Zuchthausstrafe zu erwarten hatte, feinem Leben freiwillig ein Ende.
Inzwischen sind Maßnahmen getroffen worden, die eine Wiederholung derartiger Dinge nach menschlichem Ermessen verhüten werden. Die Beamten, die den Bahnpostdienst versehen, werden nicht nur auf der Bentschener Strecke furzfristig ausgewechselt, es sind auch Selbstkontrollen und andere nicht näher zu erörternde Einrichtungen getroffen worden, die in Zukunft schon in fürzester Zeit zur Entdeckung eines Landesverräters führen müssen. Diese Maßnahmen waren notwendig, weil sich ergeben hat, daß die Organe der polnischen Spionage nicht etma an Schulz
Nunmehr steht fest, daß auch oberirdisch weder Sprengstoffe noch Benzin oder dergleichen als Explosionsursache in Frage Festgestellt ist dagegen, daß ohne Zweifel große Mengen Schlagwetter und Kohlenstaub besonders auf der 360 und 460- Meter- Sohle explodiert sind. Db auf der wichtig genug. Sehr wahrscheinlich wollte man vor allen Dingen allein mit ihren verlodenden Angeboten herangetreten find, sondern
2. Sohle gleichfalls noch Explosionen aufgetreten sind, ist mir bisher unbekannt. Mechanische Einwirkungen und Verletzungen sind dort jedoch festgestellt worden.
Eine Entzündungsurfache ist bisher nicht festgestellt. Als Hauptursachen käme in Frage: entweder Entzündung durch eine Grubenficherheitslampe oder durch einen Schuß. Ferner ist eine Ben 301Iofomotive stets als eine große Gefahr im Bergbau zu betrachten. Auf der 3. Sohle liefen acht Benzollokomotiven. Sieben hiervon sind bereits festgestellt, während eine noch fehlt. Man vermutet sie unter einem Streckenbruch in der östlichen Richtstrecke auf der 3. Sohle. In dieser Richtstrecke befindet sich auch der Lokomotivschuppen.
Sollte die Erplosion durch einen Schuß verursacht worden sein, dann wäre dies nach menschlichem Ermessen am leichtesten feststellbar. Man kann nämlich einigermaßen feststellen, wo die einzelnen Schießmeister sich während der Explosion aufgehalten haben und ob an irgendeiner Stelle bereits so früh am Schichtanfang geschossen wurde. Schwieriger dürfte die Feststellung fein, wenn die Entzündung durch eine Grubensicherheitslampe ( Benzinlampe) erfolgt wäre. Auf der Grube sind elektrische Mannschaftslampen eingeführt. Benzinlampen haben nur noch die Steiger, die Wettermänner, die Schießberechtigten und die Betriebsausschuß= mitglieder. Gollte eine der Sicherheitslampen die Urheberin sein, so dürfte sie im späteren Verlauf der Erplosion zertrümmert und deshalb eine Feststellung nicht mehr möglich sein.
Berwirrend pirkt folgende Tatjade: Ohne Zweifel steht fest, daß auf der 4. Sohle die Explosion vom Schacht aus nach allen Richtungen in die Baue hineingeschlagen ist. Die dort
entwickelte Hitze und Flammenwirkung muß furchtbar gewesen sein.
Es wurden mehrere Brände ausgelöst, die aber nachher glücklicherweise von selbst erloschen sind. Die Brände wurden auch von Geretteten beobachtet und später unzmeifelhaft festgestellt. Eigentümlich berührte es, als die Wahrnehmung der Bergleute von einigen Werks- und auch Bergbehördenbeamten als Illu fion abgetan wurden.
Ohne Zweifel hat auch auf der 3. Sohle in nördlicher und füdlicher Richtung die Explosion gleichfalls vom chachi bau in die Baue hineingeschlagen. Sehr zweifelhaft erscheint die Sache in der nach Osten gehenden Richtstrecke, jener nämlich, wo fich der Lokomotivschuppen befindet und wo die gesuchte Benzollotomotive unter dem Bruch vermutet wird. Und gerade nach dieser Seite hin hat die Explosion am weitesten, in dic Baue hineingemirft. Dagegen fonnte man in allen Schachtzugangsstreden der 4. Sohle und den vorhin genannten auf
der 3. Sohle feststellen, daß die
Explosionsspur nach einigen hundert Meter Berlauf aufhört. Die schwersten Zerstörungen findet man in Revier 10. Dieses bildet Die Fortsetzung der erwähnten östlichen Richtstrede in mehr als 1. Kilometer Entfernung vom Schacht. Dort sind auch noch Brandspuren feststellbar. Die Explosion ist dort mit einer derartigen Straft hineingeschlagen, daß sie sich buchstäblich den Weiterlauf durch Brüche der Streden verstopfte und so einen Salt fand. Diese gewaltigen Brüche findet man sowohl in der Richtstrecke als auch in den beiden nach Süden und Norden abzweigenden Abteilungsquerschlägen bei Revier 10. Da jedoch vorher auch noch andere Strecken von dieser Richtstrecke abzweigen, bleibt es zunächst rätselhaft, warum die Explosion auch nicht dort hineingeschlagen ist. Es zweigt dort auch ein Berbindungsquerschlag nach der Schwesteranlage Anna I" ab und eine andere Richtftrede nach
gemisse Stempel in die Hand bekommen, und glaubte sich auch eine tiefere Berfonalfenntnis der einzelnen Truppenteile verschaffen und nach Polen geht, wird im Eisenbahnzuge ,. und zwar schon zu können. Die Post, die von Berlin nach dem Osten des Reiches wenige Minuten nach Einladen der Postfäde, auf den Berliner Stationen sortiert.
Im Bahnwagen befinden sich drei Beamte, von denen der eine die beiden rechts und links an der Wand angebrachten sogenannten Stirnschränke zu bedienen hat, wo die Post nach den einzelnen Stationen geordnet hineinfommt, während der zweite Beamte die Borsortierung besorgt und der dritte im Badraum beschäftigt ist. In diesem Bostwagen war auch der 51jährige Bostassistent Christian Schulz aus der Langhansstr. 4 in Köpenid tätig, der vor dem Krieg an der Ostgrenze des Reiches als Beamter beschäftigt war und später nach der Abtrennung Posens vom Reich nach Berlin versetzt wurde. Schulz hatte in der Regel im Eisenbahnwagen die Post in die beiden Schränke einzufortieren und las dabei auf den Kuverts natürlich auch die Namen der Absender, und der Empfänger. Anfang vorigen Jahres hatte der Beamte nach seinem Geständnis einen Bolen tennengelernt, der sich mit ihm anfreundete und der Schulz dazu verleitete, ihm die Poſt auszuhändigen, die zwischen dem Reichswehrministerium und der 1. Kavalleriedivision in Frankfurt gemechselt murde. Schulz, der in durchaus geordneten Berhältnissen lebte und Familienvater war, ließ sich, nach seiner Behauptung,
durch wenige hundert Mart im Anfang bestechen
und händigte dem Mitglied des polnischen Spionagedienstes in Bentschen die Briefe aus, die für den Truppenteil Frankfurt bestimmt waren. In Bentschen selbst unterhalten die Polen in einer Villa ein mit den modernsten Mitteln ausgerüstetes Büro, in dem die Fäden der Spionage zum großen Teil zusammenlaufen. Von hier aus geht der Kurierdienst nach Warschau , mit den Nachrichten, die von den Agenten auf Umwegen und verschiedene Bermittlungsstellen einlaufen. In Bentschen befindet sich in dieser Spigelzentrale auch eine Paßabteilung, wo die Beauftragten Pässe mit allen Stempeln erhalten und ferner eine photo. graphische Abteilung, die es ermöglicht, Dokumente in türzester Zeit zu photographieren. In dieser Villa wurden die von dem ungetreuen Bostbeamten ausgelieferten Briefe photographiert und dann so sorgfältig wieder geschlossen, daß nicht zu bemerken war, daß die Schreiben schon einmal geöffnet worden waren. Bei der 1. Kavalleriedivision mußte es jedoch nach einiger Zeit auffallen, daß die Berliner Briefe mit Berspätung eintrafen, und man permutete mit Recht, daß hier Spionage vorliegen mußte. Nach besonderer Berständigung mit dem Reichswehrministerium wurden geliefert, und durch besondere nun Briefe zu einer ganz bestimmten Zeit zum Zuge auf Beamte des Postamtes in Frankfurt wurde
auf die Minute festgestellt, ob die Sendungen normal einfrafen oder nicht.
So tonnte man sehr schnell feststellen, daß eripätungen bis zu einem halben Tage eintraten, und nun beobachtete man die Beamten der Bostwagen sehr forgfältig. Die Bahnbeamten selbst, die inzwischen schon gehört hatten, daß hier etwas nicht in Ordnung sei, beobachteten sich gegenseitig, und dabei fonnte feſt= gestellt werden, daß Schulz sich mit dem polnischen Agenten in Bentschen mehrmals in einem Café traf und mit dem Marm zusammen ins Hotel ging, wo dann in einem bestimmten Zimmer die Uebergabe der Briefe erfolgte, die in der Regel schon nach 30 bis 40 Minuten aus der oben geschilderten Villa zurüdfamen. Schulz nahm die Briefe wieder in Empfang, und auf der Rüdfahrt
daß man auch versucht hat, andere Post- und Eisenbahnbeamte zum Verrat anzuftiften.
Verkehr hebt sich!
Günftige Septemberzahlen der BVG.- Gefteigerte Einnahmen.
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Der Verkehr der BBG. ist im Monat September 1930 gegenüber dem Bormonat von 91,6 millionen auf 92,6 Millionen Fahrten gestiegen. Der Gesamtrüdgang des Verkehrs gegenüber dem die Umsteiger einfach gezählt Borjahre hat sich von 21,2 Pro3ent im Auguft dieses Jahres auf 20,6 Prozent im September vermindert. Es ist also eine leichte Besserung der Verkehrslage eingetreten. Die Einnahmen haben sich gegenüber dem September 1929 um 325 000 Mart gesteigert.
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Im Borwärts" wurde über die einheitliche Uniformierung des BBG.- Personals berichtet. Es handelt sich hierbei um eine Maßnahme, die der Vereinfachung und der einheitlichen Kennzeichnung dienen soll. Die Einkleidung erfolgt aber nur, sofern die bisherige Uniform durch neue Kleidungsstücke ersetzt werden muß.
Schiebungen im Marinedepot.
Jahrelang Diebstähle und Unterschlagungen.
In einem Prozeß wegen der seit Jahren ausgeführten Schiebungen im Marinesperrdepot Friedrichsort bei Kiel , durch die die Reichsmarine um viele Tausende geschädigt wurde, beantragte der Anklagevertreter gegen die 14 Angeklagten, frühere Angestellte und Arbeiter des Depots und Kieler kaufleafe, wegen Betrugs, Diebstahls, Hehlerei, Unterschlagung und Urkundenfälschung Gefängnisstrafen von einem Monat bis zu einem Jahr fünf Monaten.
Es handelt sich am rund 20 materialverschiebungen, die sich auf die Jahre 1925 bis 1929 verteilen. Die Verhandlung wurde zum größten Teil unter Ausschluß der Deffentlichteit geführt.
Die angeklaglen Angestellten und Arbeiter zeigten sich geständig, während sich die Kaufleute auf ihre Gutgläubigkeit beriefen und angaben, über die Stellung der Angestellien getäuscht worden zu sein.
Stresemann- Akademie". Die Carnegie- Stiftung veröffentlicht die Namen der amerikanischen Persönlichkeiten, die die Vereinigten Staaten in der Friedensakademie, die in Zukunft den Namen Stresemann- Akademie" tragen wird, vertreten werden. Es find dies der Präsident der Columbie- Universität, Butler, die ehemaligen Staatssekretäre Kellogg , Colob und Root, die ehemaligen Botschafter Hill Gerard und Houghton, ferner der Oberst House und Owen D. Young , der Bater des Reparationsplanes.
Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfahrt. 1 Kreis mitte, 2. und 3. Abteilung. Heute abend 19% Uhr im Restaurant des Holzarbeiterverbandes, Rungestr. 30, Sigung der Arbeiterwohl. fahrt. Genosse Stadtrat Schneider hält das Reserat. Wetter für Berlin : Langfame Besserung, aber noch fühl Für Deutschland : Im Südwesten und Süden ziemlich heiter, im Nordwesten und Mitteldeutschland Besserung. Im Often allmähliches Nachlassen der Regenfälle, überall fühl.
Berantwortl. für die Redaktion: Franz Klühs , Berlin ; Anzeigen: Zb. Glode, Berlin . Berlag: Borwärts Berlag G. m. b. S., Berlin , Drud: Vorwärts Fuch bruderei und Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin C 68, Lindenstraße 3.
Sierzu 1 Beilage.
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