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Rr. 519 47. Jahrgang

2. Beilage des Vorwärts ICC

Der Kampf um Löhne und Preise.

Mittwoch. 5. November 1930

Anleihen zur Reparationszahlung plöglich auskommen zu wollen. Deutschlands Kredit aber fann faum durch die Abwälzung jener großen von Kehl selbst festgestellten Fehldispositionen in der deutschen Industrie auf die Arbeiterklasse durch Lehn- und Ge­haltsjenkung gebessert werden, sondern nur dadurch, daß die Unter­

Großfampftagung der Unternehmer.- Anschluß an den Weltmarkt wird verpaßt. nehmerklasse für die von ihr begangenen Fehler tapitalmäßig die

Der Kampf der Klassen in Deutschland , wer die Krisen­lasten tragen soll, ist auf dem Höhepunkt. Gestern wurden die Schiedsrichter für die endgültige Schlichtung des großen Berliner Metallarbeiterfampjes ernannt, der Reichskanzler Brüning hielt im Reichsrat eine große Rede, die mit den einge­brachten Dutzenden von Gesezentwürfen ebenfalls tief in den Krisen­tampf eingreift, und der Langnamverein sowie der Verein deutscher Eisen- und Stahlindustrieller haben ebenfalls gestern gemeinsam in Düsseldorf eine demonstrative wirtschafts­politische Tagung abgehalten, die die Entscheidung des Kampfes um die Krisenlasten zugunsten der Unternehmertlasse zu beeinflussen Jucht. Den Unternehmern ging es in Düsseldorf um die Beein flussung der Reichsregierung und um das Dhr der öffentlichen Mei­nung für ihre Ziele.

Leider geht der Kampf um die Verteilung der Krisenfasten immer noch in der Form vor sich,

in Wahrheit doch so ist, daß dieser normale Ablauf der Krise einzig und allein durch die unerhörte Hochhaltung der Kartellpreise in Deutschland verhindert worden ist. Davon aber steht in der 20 Drudseiten langen Rede des Herrn Dr. Kehl kein Wort.

Kehl gibt vollständig richtig eine düstere Prognose für die Ent­wicklung des Welthandels in den nächsten Jahren. Er jagt mit Recht, daß Deutschland sich auf die sehr geschwächte Kauftraft feiner Weltkundschaft durch billigste Produktion und Preise cinstellen müsse und daß wir feine Zeit mehr zu ver lieren haben, unsere Selbstkosten so start und so rechtzeitig zu senken, daß der Anschluß an den Weltmarkt nicht verfäumt wird. Herr Kehl bekennt hier aber und zwar im Gegensatz zu seiner richtigen Krisentheorie, daß die Senkung der Selbst­richtigen Krisentheorie, daß die Senkung der Selbst­fosten, also auch der Löhne, der Sentung der Preise voran­geben müsse.

Herr Kehl widerspricht sich aber auch noch sonst in schärffter ob eine Senfung der Löhne der Senfung der Preise oder ob Weise. Wenn wir in Gefahr sind, durch ungenügende und zu späte die Preissenkung der Lohnfenkung vorangehen soll. Breissenkung den Anschluß an die Weltmarktentwidlung zu ver­fieren, dann darf die Kauffähigkeit des Inlandes nicht mehr gesenkt Die Düsseldorfer Tagung, auf eine legte Formel gebracht, war eine werden, was die Konsequenz einer generellen Lohnsenkung wäre, einzige Demonstration für die erfte, von der Arbeiterklasse und denn bei sinkendem Inlandsabjay fann feine Kostensentung mehr von jedem vernünftigen Wirtschaftspolitiker bisher mit Nachdrud wirtungsvoll genug sein, um den Anschluß der deutschen befämpfte falsche Alternative. In der Weltwirtschaft Exportindustrie an die Entwicklung auf dem Weltmarkt zu sichern. find Anzeichen dafür vorhanden, daß nicht nur die Preisfentung Herr Kehl meint auch, daß neue Kapitalimporte nach für die Rohstoffe, sondern auch die Preissenfung für die fer- Deutschland kaum zu erwarten seien und daß Lohnfentungen tigen Waren in den entscheidenden Ländern bereits ihren Tiefpunkt auch deshalb nötig wären, weil dann die Reparationen voll aus erreicht und überschritten hat und daß jetzt bereits der Kampf der eigenen Kapitalbildung gezahlt werden müssen. Auch hier um den Anteil am Belthandel anhebt. In Düsseldorf aber wurde handelt es sich um eine 3 wedformulierung. Einmal sind leider ist auch die Reichsregierung noch nicht weiter noch um auch Kapitalimporte möglich und nötig, und wenn wir, wie be­Boraussegungen zu weiteren Preisfentungen gehauptet, die Reparationen tatsächlich aus Anleihen gezahlt haben, dann wäre es finnlos, gerade mitten in der schwersten Krise ohne

fämpft!

Man hat gar nicht gemerkt, daß es wahrscheinlich schon fünf Minuten nach zwölf ist und daß man jetzt schon um des Kaisers Bart streitet, menn nicht mit vehementer Wucht in Deutschland alles, was auf dem Gebiete der Preissenfung noch nachzuholen ist, um den Anschluß an den Witmarkt nicht zu versäumen, ohne Rücksicht auf irgendwelche noch möglichen Borausjegungen für diese Preissenkung durchgeführt wird. Es ist infolgedessen teine gute Note für die Düsseldorfer Tagung möglich, und wir fürchten, daß die Tagung nur als Zeugnis für ein neues Bersagen Der pripattapitalistischen Wirtschaftsführung und leider auch der Reichsregierung in die Geschichte der deutschen Strifenbekämpfung des Jahres 1930 eingehen wird.

Die Tagung hatte vier Redner. Für die Schwerindustrie Dr. Springorum und Dr. Poensgen, für die verarbeitende Industrie Dr. Müller- Derlinghausen und für das der Industrie nahestehende Bankkapital Dr. Werner Kehl von der Deutschen Bank, dessen Rede gegen die öffentliche Wirtschaft und für den Substanzverkauf öffent­ficher Werte ans Ausland auf der Tagung des Reichsverbandes der deutschen Industrie im vorigen Jahre großes Aufsehen ge­macht hat.

Die Begrüßungsansprache Springorums, das Schluß­referat Poensgens entsprachen den bekannten Auffaffun­gen und der doppelten Moral der Schwerindustrie: Tiefes Bedauern und Tränen für die dem arbeitenden Volf 3 zumutenden hohen Opfer, im Ergebnis aber die harte und nadte Forderung scharfer Lohnsenkung. Die Reden Müller- Derlinghausens und Kehls entwickelten viel vernünftige Theorie, tamen aber zu denselben unsachgemäßen Schlüssen wie die Vertreter der Schwerindustrie. Die Regie war einheitlich darauf abgestellt, daß die Arbeiter, Angestellten und Beamten durch Cohn- und Gehaltsabbau die Opfer der Krise zu tragen haben und so die Voraussetzungen zu weiterem Preisabbau schaffen müssen. Aus der Rede Springorums ist die Bemerkung charakte­ristisch, daß die vom Unternehmer zu bringenden Opfer ihre Grenze in den Selbstfosten und in den not­mendigen Rückstellungen für Erneuerung, Wiederbeschaffung und Schuldentilgung finden müssen. Das ist die turzsichtige und eng­ftirnige Auffaffung, daß der Unternehmer auch in der Krise die Rentabilität aufrechterhalten müsse und es nicht nötig habe, in der Konjunktur gewonnene Reserven durch Preissenfungen in der Krife zu opfern, und die bewußt davor die Augen schließt, daß gerade die kapitalstarken Industrien in Deutschland durch schwere Fehl­dispositionen und Uebererzeugung die Auswirkungen der Krise be sonders verschärft haben.

Für die Rede von Poensgen ist die Verkennung des Zu­sammenhanges zwischen Rationalisierung und Lohn­erhöhung charakteristisch, die Bezeichnung der Theorie der Kauf­fraftsteigerung als Irrlehre, die

Forderung der völlig freien Cohngestaltung durch die Privatwirtschaft

und das Bedauern über die mun einmal unvermeidlich gewordenen sehr großen Lohn- und Gehaltsopfer, die gebracht werden müssen. Herr Boensgen, einer der verantwortlichsten Vertreter der so über­steigerten und gefährlich gewordenen Rartellpreispolitif würde sich freilich selbst enthüllen mit der den Tat­fachen allein entsprechenden Feststellung, daß die Rationalisierung nur durch die Unterlassung der Preissenkung in den Kartellindustrien und durch die Politit der hemmungslosen Selbstfinanzierung, nicht aber durch die Politik höherer Löhne zu einem Fehl­schlag geworden ist.

Es ist nicht notwendig, auf die Reden noch näher einzugehen. Ihr Inhalt war ja politisch bestimmt, das heißt auf den politischen Effett von vornherein abgestellt, die Krisenlasten einseitig auf die Arbeiterklasse durch die Voranstellung der Lohnsenkung vor die Breissenbung abzumälzen. Einige Bemerkungen sind aber gerecht­fertigt zur

Rede von Dr. Werner Sehl, des Bertreters der Deutschen Bant.

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Richtig entwidelt Rehl in seiner Rede, daß die De­pression die Preise sentt( er. nennt hier die Preise zuerst D. R. ), daß sie die Löhne fenft, die Warenlager nerringert, Gewinne frai­fest, das Geld verbilligt und so in sich die Voraussetzungen und den Anreiz zu neuer Investition und zur Ueberwindung der Krise schafft. Richtig, daß wir diesen Weg hätten gehen sollen, wie Dr. Kehl gesagt hat. Aber es ist wirklich nicht abzusehen, weshalb der Staat durch seine Eingriffe diesen Normalablauf giner Strife verhindert hätte, wie Dr. Rehl behauptet, während as

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Verantwortung und die Verluste übernimmt.

Dr. Kehl hat weiter mit Redyt gesagt, daß die gegenwärtige Weltkrise beweist, mie wenig der Aufbau der Weltkauf­fraft mit der Entwicklung der Ueberproduktion Schrift gehalten hat. Es bleibt aber sein Geheimnis, wie diese Ueber­produktion untergebracht merden soll, wenn seine Auffassung vom Primat der Lohnfenfung zum wirtschaftlichen Gesez erhoben werden würde.

Lehren für die Reichsregierung.

Man tut der Düsseldorfer Unternehmertagung nicht Unrecht mit der Feststellung, daß sie als politische Demonstration gut organi­fiert, für die Lösung der Krifenprobleme in Deutsch = land aber wertlos war. Die Tagung hat die Gefahr nicht crtammt, daß ihre Forderungen die deutsche Wirtschaft ruinieren müssen, nachdem eigene Schuld viel zu lange die erforderliche Preis­fenfung verzögert und zugleich übersehen hat, daß der Kampf um die Frage, wer die Krisenlasten tragen soll, zu eirer lebens­gefährlichen Verschärfung der Wirtschaftsfrise für alle führen kann, weil schließlich überhaupt nichts geschieht.

Das ist es aber, was die Reichsregierung aus dieser Tagung lernen muß. Sie muß sich bewußt sein, daß die Unternehmertagung in Düsseldorf nur Probleme von gestern, nicht Aufgaben von heute behandelt hat, und daß sie der deutschen Wirtschaft den schlechtesten Dienst leistet, wenn sie jetzt noch auf die Forderung der Unternehmer irgendwelche Rücksicht nehmen würde, daß die Cohnsenkung einer Preissenfung vorangehen müsse. Wenn jetzt nicht mit allergrößter Wucht der Turm der Kartellpreise eingerannt und die kleinhandels­preise bis zum letzten Verbraucher gesenkt werden, dann hat Deutsch­ land für die Ueberwindung der Wirtschaftskrise wahrlich sehr schlechte Aussichten, mögen die übrigen Pläne und Arbeiten der Reichs­regierung noch so gut gemeint sein.

Der westliche Elettro Riese.

Elektro- Riese.

Bilanz und Jahresbericht vom RWE.

Das größte deutsche und europäische Elettri. 3itätswerk, die Rheinische Elektrizitäts Werf 2.-G., hat seine Bilanz zum 30. Juni 1930 veröffentlicht. Die Zahlen des Geschäfts­berichtes und der Bilanz beleuchten eindringlich die riefenhaften Sprünge, die dieser von den Alpen bis zur Nordsee das westliche Deutschland immer stärker beherrschende Konzern auch im vergangenen Jahre wieder gemacht hat.

Die nugbare Stromabgabe der Konzernwerke stieg von 2067 auf 2782 Millionen Kilowattstunden; innerhalb des RWE. und der Konzernunternehmungen zusammen stiegen die ins Netz ge= schickten Kilowattstunden von 2700 auf 3500 Millionen. Noch stärker als bisher ist das RWE. Kraftlieferant für die Industrie; faum 5 Proz. seiner gesamten Stromabgabe ist Lichtstrom für die breiten Massen.

Das wichtigste Ereignis des Jahres 1929/30 war die engere Verbindung, die zwischen dem RWE. und den Ver­einigten Elektrizitätswerten Westfalen durch jene bekannte, von den deutschen Großbanten in erster Linie ge­förderte Privatisierungsaktion hergestellt wurde, die bei der Kapital­beschaffung für die BEW. unter Zurüddrängung des kommunalen. Einflusses erfolgte. Eine technische Großleistung ersten Ranges, ein Markstein in der europäischen Elektrogeschichte ist die endgültig hergestellte Schienenverbindung zwischen dem Goldenberg- Wert Köln und den Wasserkraft­merten bei Bludenz in Vorarlberg , durch die in einem bisher unerhörten Maßstabe Wasserkraft und Braunkohlen­traft nebeneinandergekoppelt worden sind. Am 17. April 1930 murde zum ersten Male das gesamte Hochspannungsnetz zwischen Vorarlberg und dem Niederrhein unter Spannung gesetzt.

Zum Kapitel der politisch bedeutsamen Tätigkeit des RWE. gehört neben der vollzogenen engeren Verknüpfung mit der Ber­einigten Elektrizitätsmerken Westfalen auch der Uebergang der bis: herigen RWE.- Beteiligung an der fommunalen Frankfurter

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Gas A. G. auf die Stadt Frankfurt . Die Frankfurter Gasmerte sind jetzt vom Einfluß des RWE. frei.

In den Finanzen des RWE, vollzieht sich eine ebenso sprunghafte Entwidlung wie in seiner elettropolitischen Ausdehnung.

Das letzte Geschäftsjahr brachte eine Rapitalerhöhung um 60 auf 243 Millionen( 1924 erft 126,4 Millionen) und eine neue Dollar anleihe im Betrage von 84 Millionen Marf, womit sich die gesamte ausländische Anleiheverschuldung auf 265 Millionen erhöht hat gegen nur 103 Millionen im Jahre 1927. Die Bilanz, zeigt eine Vermehrung des Anlagenwertes eigener Betriebe um 145 auf 608 und eine Bermehrung des Beteiligungskontos um 38 auf 165 Millionen. Die Abschreibungen wurden um 24,6 auf 185,9 Millionen erhöht. Die ausgewiesenen Betriebsgewinne und Zinseinnahmen sind von 60,7 auf 72,1 millionen gestiegen, der ausgewiesene Reinüberschuß hat sich von 20,3 auf 26,5 Millionen vermehrt. Das deutlichste Zeichen der sprunghaften Konzernaus­dehnung ist der Inder der Bilanzfumme. Sie stieg im Jahre 1929/30 gegen das Vorjahr von 762 auf 1002 millionen Mart, also auf über eine Milliarde und ist gegen 1925 fast genau verdoppelt und gegen 1924( 276 Millionen) nicht viel weniger als vervierfacht.

Die Politif des RWE. war in unseren Spalten sehr oft Gegenstand scharfer Kritik. Das RWE. trat im letzten Jahre mit politisch bedeutsamen und für die Privatisierungstendenz charakteristischen Expansionen nur bei den Vereinigten Elektrizitäts­werken Westfalen klar in Erscheinung. Sier freilich um so gründ licher. Wir werden in unserer Aufmerksamkeit gegenüber der Tätigkeit dieses Riefenunternehmens nicht nachlassen; denn dieser Elektroriese im Westen ist von so überragender gesamtwirtschaftlicher Bedeutung, daß ohne nachdrückliche Anteilnahme der Deffentlichkeit an seiner Entwicklung allzu leicht gesamtwirtschaftliche Schädigungen unvermeidlich werden.

Stimmungsmache der Agrarier Agrarier der Düngemittelwechſel, bei seiner Entlaffung aus dem

Wie Agrarier Politif gegen die Preußentaffe machen.- Die Kunft der Protestorganisation.

lose, den die Arbeitslosigkeit mindestens so drückt, wie den Betrieb dem Reichsarbeitsminister ein Protesttelegramm schickte und die Gewerkschaften den Rummel organisierten?

Erhebliche Befferung bei Carl Flohr .

Die Carl Flohr A.-G. in Berlin und Wittenau , die in der Hauptsache mechanische Aufzüge, Rolltreppen ufm. fabriziert, hat das Geschäftsjahr 1929/30 in Anbetracht der Krise recht günstig ab= Mark entstanden war, wurde diesmal ein Ueberschuß er­zielt, dessen Höhe noch nicht bekannt ist.

Kürzlich wurde nach längeren internen Lämpfen festgelegt, daß auch Düngemitteltrebite nicht grundsäglich, sondern bei ausreichender Sicherheit nur in Einzelfällen gestundet werden sollen. Als ein Beispiel für die Methoden, mit deren Hilfe aber versucht wurde, die Frage der Düngemittelkredite der Preußi­in dieser schen Zentralgenossenschaftstasse aufzubauschen und Angelegenheit Protestaktionen zu organisieren, ist folgendes Rundgeschlossen. Während im vergangenen Jahr ein Berlust von 340 000 schreiben der Interessengemeinschaft brennerei­lofer Betriebe E. B. und des Kartoffelber wertungsverbandes Pommern Neumart Grenz­mart G. m. b. 5. vom 27. Oktober sehr interessant. Es lautet: Besondere Mitteilung!

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Wir bitten, überall wo es nicht möglich ist, die Düngerwechsel der Preußenfasse einzulösen, telegraphisch unter Proteit gegen die Haltung der Breußeutaffe an das Reichsernährungsministerium Mitteilung zu machen. Es ist wünschenswert, menn diese Tele­gramme on morgen, Dienstag auf der Kar toffeltonferenz vorliegen. Telegrammadresse: Reichs­Landwirtschaftsminister Schiele, Berlin , oder Reichsernährungs ministerium, Berlin . Wir wären dankbar, wenn uns die Ab­sendung eines solchen Telegrammes schriftlich( Brief) nach Stettin mitgeteilt mürde. Ergebenft:( Unterschrift)

So wird's gemacht! linmittelbarer Telegrammfturm von einzelnen Agrariern auf die Reichsregierung, wenn normale Privat­schulden, wie Düngemittelmechsel fie darstellen, eingelöst werden sollen. Das ist in der östlichen Landwirtschaft zur Selbstverständlich­feit geworden. Wie wäre es, wenn jeder Arbeits­

Der Umsatz hat sich trotz der rückläufigen Baufonjunktur auf der Höhe des Vorjahres gehalten und infolge Senkung der Ge­stehungskosten konnte nach der Mitteilung der Verwaltung fich vergrößert werden. Im Wittenauer Werk der Ge­der Anteil an den zur Bergebung gelangten Anfträgen noch wesent fellſchaft wird gegenwärtig wieder voll gearbeitet, während der Ber liner Betrieb noch bestreift wird.

Der Kaliabjah im Oktober. Der Absah des Deutschen Kalisyndicats stellte sich im Oftober auf 716 599 gegen 791 518 Doppelzentner Reinfali im Oftober 1929. Der Rüdgang gegen über dem gleichen Monat des Vorjahres ist hauptsächlich durch die starten Boreindedungen, die im Auguft und September durchgeführt wurden, bedingt Im ganzen genommen liegt der Kaliabjaz vom Januar bis Oftober 1930 mit 12,21 Mil­lionen Doppelzentnern noch um fast 40 000 Doppelzentner über den Abjazziffern des Vorjahres. Die gute Kalikonjunktur der letzten Jahre ist also von der Krise bisher noch nicht in Mit­leidenschaft gezogen worden.