jedoch so groß, daß sie in der Dunkelheit in dem dort beginnenden ausgedehnten Laubengelände entkommen fonnten.
Die Täter waren alle drei mit blauen Anzügen bekleidet und trugen blaue Seglermützen.
Heiratsschwindler- Lebensfünstler
Wie leicht die Frauen ins Garn gehen.
Appell an den Magiftrat.inter
Krönt das große Wert der Verkehrsförderung im Often!
3mei Heiratsschwindler standen neulich an zwei auf-| Betruges im Rückfall, schwerer Urfundenfälschung, unbefirgter Titeleinanderfolgenden Tagen in Moabit vor Gericht. 3wei ganz ver- führung, versuchter Erpressung und Bedrohung zu einem Jahr Durch die Eröffnung der Untergrundbahnstrecke Alexander- schiedene Menschen aber beide mit guter Kinderstube, aus wohl sechs Monate Gefängnis. Wird das helfen? Es gibt ja noch fo viel plah- Lichtenberg dürfte der oberirdische Straßenverkehr des habendem Hause, einst in guter geschäftlicher Position, später a bheiratslustige Frauen... großen proletarischen Wohngebietes im Osten Belins wesentlich gerutscht und zu Heiratsschwindlern herabgesunken. Wie leicht entlastet werden. Die Große Frankfurter Straße machen doch die Frauen solchen Männern das Betrügen! und die Frankfurter Allee werden in nicht allzu ferner Zeit den Bahnlörper der Straßenbahn zwischen breifen Grünftreifen in der Mitte der Straße aufweisen und somit wieder als Hauptverkehrsstraßen des Bezirks Friedrichshain ein freundliches Anjehen gewinnen.
Der Straßendurchbruch vom Alexanderplatz zur Großen Frankfurter Straße wird die verkehrspolitische Bedeutung des Straßenzuges noch weiter erhöhen. Bei den jegt vorzunehmenden Regulierungsarbeiten sollte deshalb schon weitgehend vorgesorgt werden. Straßenzüge dieser Art sind im West en Berlins fast durchweg mit elektrischer Beleuchtung vorsehen, und auch die Frank= furter Allee ist vom Ringbahnhof bis zum Bahnhof Lichtenberg elektrisch beleuchtet. Der Teil jedoch, der durch Alt- Berlin bis zum Rinbahnhof führt, weist Gaskandelaber auf, die nicht in der Lage sind, die gesamte Straßenbreite genügend zu beleuchten. Diese Kandelaber sind schon heute ein wesentliches Verkehrshindernis in der stark belebten Straße; außerdem bilden sie eine dauernde Gefahrenquelle besonders an den Stellen, wo der Bahnkörper durch 1lebergänge und Durchfahrten geschnitten wird. Diese Stellen liegen vollständig im Dunkeln, so daß schon heute eine Reihe Berkehrsunfälle zu verzeichnen sind. Notwendig ist, bei der beginnenden Modernisierung der Frankfurter Allee nicht auf halbem Wege stehenzubleiben, sondern schon jetzt das zu tun, was in wenigen Jahren doch nachgeholt werden muß: den gesamten Straßenzug mit über die Straße gespannten hochterzigen Flammen zu erleuchten. Trotz der großen Finanznot der Stadt Berlin hoffen wir, daß der Magistrat das großzügig begonnene Werf der VerIchrsförderung im Osten dodurch frönt, daß er aus Gründen der Berkehrssicherheit und der Schönheit des Straßenbildes die nicht ailzu hohen Mittel für die elektrische Beleuchtung freimacht
Chrabschneiderei als Geschäft.
Beide Heiratsschwindler sind in Moabit altbekannt. Der eine wollte an einem Leipziger Hungerfünstler zugrunde gegangen. sein. Eigentlich machte er damals in Lebensmitteln. Da diese Vertretung nur wenig einbrachte, legte er sich auf das Gegenteil: er managte einen Hungerkünstler. Da dieser aber nicht ganz ohne Lebensmitteln hungern" wollte, und drei Hühnersuppen zu fich nahm, machte man dem Manager in Leipzig einen Prozeß. Seitdem wollte fein Hund einen Knochen mehr von ihm nehmen, er aber nahm nun den Frauen das Geld ab.
Er erzählte den Heiratslustigen von Goldminen, deren Direktor er sein wollte, von Grundstücken, die ihm angeblich gehören follten, von Film unternehmen, an denen er beteiligt sei, usw. Er erhielt von den Frauen auf kurze Frist mit dem Ver: sprechen einer hohen Provision einmal 3000 M., das anderemal 3500 m. und zahlte selbstverständlich feinen Pfennig zurück denn alles war Bluff. Neben dem Direktor saß eine Frau auf der Antiagebant, eine anmutige Zweiundzwanzigjährige, die auch jetzt noch tapfer zu ihm hält, sie soll ihm bei den Betrügereien geholfen haben; er bestritt es energisch) denn er ist Gentleman. Das Gericht war milde, es wollte dem Mann den Weg zurück zu einem geordneten Leben nicht versperren. Die Strafe betrug sechs Monate Gefängnis.
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Auch der andere hatte Riefenerfolg.
Der andere will am Krebsleiden seiner Frau zugrunde gegangen sein; das sein ganzes Geld verschlungen habe. Also legte er sich aufs Betrügen und hatte unerhörten Erfolg. Mit dem Gelde der einen Heiratslustigen holte er sich gewissermaßen die anderen herbei. Immer wieder jagte er den Frauen, er brauche das Geld, um sich eine Eristenz zu gründen. Das Geld wurde stets alle, aus der Existenz" aber nichts. Er wechselte die Frauen mit geradezu faleidoskopischer Geschwindigkeit, drohte in eine Falle, dem Vater feiner Braut" deren perverses" Liebesleben zu enthüllen, falls er nicht 400 m. befommen würde, führte sich in einem anderen Der Prozeß Berlin am Morgen" tonfra Reuter. Die Falle als Professor Dr. Tuttiewiez ein, weil die Frau unMethoden des Sensationsblättchens. bedingt einen Akademiker zum Mann haben wollte, und da fie auch begierig war, die Verwandten des Professors kennenzulernen, brachte er zu ihr nach und nach seine„ Schwestern" und" Nichten", die in Wirklichkeit nichts anderes waren als seine früheren und jeweiligen Freundinnen. Als vorsichtiger Mann legte er sich fogar ein Notizbuch an, in dem er die Familienmitglieder des Pro fessors Tutfiewiez mit peinlicher Genauigkeit registrierte. Das Gericht verurteilte den erfolgreichen Heiratsschwindler wegen fortgesetzten
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Amtsgerichtsrat Büchert verkündete gestern in der Beleidigungsfache des Kommunistenblattes„ Berlin am Morgen" gegen Stadtrat Ernst Reuter folgendes Urteil: Der Angeklagte Reuter ist wegen Beleidigung zu 30 2. zu verurteilen, für die im Nichteintreibungsfalle drei Tage Gefängnis treten. Der Borwärts' hat in seiner Morgenausgabe vom 19. Dezember eingehend über die Verhandlung berichtet. Bernichtend für das fommuniffische Sensationsblättchen ist die Urteils begründung. Boc oller Deffentlichkeit ist einwandfrei festgestellt worden, daß man frupellos und ohne jede Hemmung die Ehre verdienter städtischer Beamter besudelt hat.
Der Sachverhalt der Beleidigungsklage, die vor einer Woche verhandelt wurde, ist noch in Erinnerung. Stadtrat Reuter hatte in der Aufsichtsratssitzung der Beref von st rol d h after Methode des Kommunistenblattes gesprochen, weil fortgesetzt in der unerhörtesten Weise städtische Beamte verleumdet worden waren. Die Urteilsbegründung des Amtsgerichtsrats Büchert gestaltet sich für die flagende Beitung geradezu vernichtend. Es wird erklärt, daß das Wort Strolch zwar als Schimpfwort zu bezeichnen sei und die Grenzen der Wahrnehmung berechtigter Interessen überschritten habe, daß andererseits bei der Strafzumessung die begreifliche und begründete Empörung des Stadtrats Reuter über das Verhalten des" Berlin am Morgen" in weitgehendem Maße zu berücksichtigen sei. Es war dem Blatte in feiner Weise um die Aufklärung gewisser Korruptionszustände zu tun. Die ganze Aufmachung der Artikel, der ständige Hinweis auf die nachfolgenden Artikel hatten nur den einen Zweck der Sensationsmache und der Werbung neuer Leser. 90 tiborum
Das Blatt trug dabei auch gar keine Bedenken, vollständig einwandfreie städtische Beamte in den Schmutz zu ziehen.
Wieder Todesnebel.
Lütticher Umgebung abermals heimgesucht Ein Todesfall. Brüssel, 23. Dezember.
Wie Libre Belgique meldet; ist in der Um gegend von Lüttich heute vormittag wieder der geheimnisvolle Nebel aufgetreten. Ein Todes. fall ereignete sich in Tilleur, mehrere schwere Er trankungen werden aus Flemalle und ein wenig schwerer Fall aus Hermalle- Sous- Huy gemeldet. Nähere Mitteilungen fehlen noch.
Fünf Todesopfer des Londoner Nebels.
Infolge des dichten Nebels in London während der letzten Nacht und heute, morgen find bei Straßenunfällen fünf Personen ums Leben gekommen und zahlreiche andere verletzt
worden.
Einer, der seine Frau mißhandelt.
Und das Gericht beschimpft.
Jufolge des renitenten Benehmens eines Angeklagten tam vor dem Erweiterten Schöffengericht Neutölln zu erregten Szenen.
Der 30jährige Tapezierer Rudolf Thomas hatte sich wegen schwerster Mißhandlungen, begangen an seiner eigenen Ehefrau, 311 verantworten. Die Ehe war von Anfang an sehr unglücklich, denn in den drei Jahren ihres. Bestehens verließ die Ehefrau ihren Mann nicht weniger als zehnmal, weil sie ständig von ihm miß handelt wurde. Im September dieses Jahres war Thomas eines Abends auf dem Polizeirevier erschienen und erklärte:„ Ich habe eben meine Frau ermordet." Die Feststellungen der Polizei ergaben zwar nicht die Bestätigung dieser Selbstbezichtigung, wohl aber den dringenden Verdacht eines versuchten Mordes. Im Anschluß an einen Streit hatte Thomas seine Frau aufs Bett ge worfen, ihr eine Schnur um den Hals gelegt und die Schlinge zu gezogen. Die Frau wehrte sich heftig und hielt die Hände zwischen die Schlinge, so daß sie vor dem Ersticken bewahrt blieb. Auch als ihr Mann sie dann mit den Händen zu erwürgen versuchte, fetzte fie ihm so starken Widerstand entgegen, daß er schließlich die Wohnung verließ und zur Polizei lief.
Der Angeklagte, der seine Ehefrau schon früher zu wiederholten Malen, fogar auf offener Straße, aufs brutalfte mißhandelt hatte, bestritt in der Verhandlung die Tötungsabficht. Seiner Darstellung, daß er seine Frau nur habe am Bett anbinden wollen, widersprachen aber die Würgemale am Halse seines Opfers. Das Gericht verurteilte Thomas unter Ablehnung einer Bewährungsfrist zu neun Monaten Gefängnis wegen schwerer Verlegung in drei Fällen, die nach der Erklärung des Vorsitzenden fast an Totschlag grenzten. Unbegreiflich bleibt es, daß der Staatsanwalt außer der geringen Strafe von fünf Monaten Gefängnis auch noch Bewährungsfrist beantragt hatte.
Während sich das Gericht im Beratungszimmer aufhielt, wurde der Angeklagte auffäffig, schimpfte laut auf die Richter und auf die anwesenden Pressevertreter, so daß er bis zum Wiedererscheinen des Gerichtes abgeführt werden mußte. Während der Urteilsbegründung schrie dann Thomas immer wieder dazwischen, worauf ihn Landgerichtsdirektor Guhrauer erneut abführen ließ. Dabei drehte sich der Angeklagte aber noch einmal um und rief dem Borfizenden drohend zu:„ Lassen Sie sich von mir nicht mal erwischen!"
Mord auf der Landstraße.
Ueberfälle und Räubereien nehmen auffallend zu. Wittenberge , 23. Dezember.
Auf der Chaussee Seehausen - Werben wurde der Händler Karl Schmoot aus Magdeburg von dem Führer eines Verkehrsautos blutüberströmt aufgefunden. Schmoof, der schwere Schädelverlegungen aufwies und nur noch schwache Lebenszeichen von sich gab, wurde ins Seehäujer Krankenhaus gebracht. Offenbar ist er das Opfer eines Raubüberfalles geworden. Schmook Dort ist er verstorben, ohne die Besinnung wiedererlangt zu haben. war seiner Wertsachen und Papiere beraubt worden; u. a. soll er 600 M. in Bargeld bei sich gehabt haben. Auch die Uhr fand man nicht mehr bei dem Tofen.
Ein Raubüberfall wurde am Montagabend auf die 3 weig stelle der Kreisbahnfasse in Blessa verübt. Während der Leiter der Zweigstelle sich mit dem Zählen der Tageseinnahmen beschäftigte, drangen plötzlich zwei mit Masten versehene Männer in den Kassenraum ein und verlangten unter Vorhaltung einer Pistole die Herausgabe des Geldes. Da der Beamte allein war,
Unter diesen Umständen könne dem Stadtrat Reuter fein allzu Ein Urteil von unbegreiflicher Strenge. blieb ihm nichts anderes übrig, als den Kassenbestand in Höhe von
großer Vorwurf daraus gemacht werden, daß er sich im Ausdruck vergriffen habe.
-Sozialdemokratie und Notverordnung."
In einer sozialdemokratischen Mitgliederversammlung des Kreises Reinickendorf sprach Genosse Löwenstein über Eezialdemokratie und Notverordnung". Durch die Septemberwahl ist die Regierung Brüning belanntlich so geschwächt worden. daß fie ohne die Hilfe der Sozialdemokratie nicht weiter bestehen kann. Die jetzige Politik treibe die Reichstagsfraktion ohne innere Begeisterung, es gelte aber eine Diktatur Hitler hugenberg zu verhindern. Erschwerend für die politische Lage sei die ungeheure Wirt schaftskrise. Der Finanzausgleich fei für die Gemeinden unerträglich. Durch gefeßliche Bestimmungen sind Eingriffe in das Tarifrecht erfolgt. Der Landwirtschaft ist man dagegen wieder einmal überaus start entgegengekommen. Allerdings dürfen die erreichten Verbesserungen nicht unterschätzt werden. Die Sozialdemokratie verlangt darüber hinaus: Dffenlegung der Steuerlisten, eine wirkliche Preissenfung und ein Arbeitsbefchaffungsprogramm. Ein Antrag sprach den neun fozialdemo fratischen Reichstagsabgeordneten, die sich an den Abstimmungen nicht beteiligt hatten, das Vertrauen aus. Dieser Antrag wurde a b= gelehnt.
Das Berliner Naziorgan ,,, Der Angriff", der ebenso wie die Kollegen der radifalen, Gegenseite einzig und allein von der BeTämpfung der Sozialdemokratic lebt, fült feine Spalten mit Slatsch und übler Nachrede., Er, der so großen Bert darauf legt, haß er nicht nur germanische, sondern auch chriftliche Belange vertritt, empört sich darüber, daß ein Sozialdemokrat, den er vorsichtiger weise als Kommunisten bezeichnet, nämlich unser Genosse Friedrich Küter in Marienborf, angeblich seine Tochter hat firchlich trauen laffen. Genoffe Küter hat dem. ,, Angriff" mit Recht flarzumachen versucht, daß man nicht gut einen Menschen für das verantwortlic machen kann, was ein anderer Erwachsener- in diesem Fall Küters' Tochter aus vollkommen eigenem freiem Ermessen und mit eigener Berantwortung tut. Der Angriff" aber neift und hält es nicht für nötig, die Erwiderung des Angegriffenen seinen Lesern zur Kenntnis zu bringen.
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Weshalb kein Offizialverteidiger für junge Leute? Bon befreundeter Seite wird uns geschrieben:
Die unglaubliche Strenge des Urteils, das das Schöffengericht Berlin- Mitte unter dem Borsiz des Amtsgerichtsrats Wartenberger vorgestern gegen drei junge Leute gefällt hat, die zwei Betrunkene ausgeplündert und auch früher den Humboldthain unsicher gemacht haben, ist bereits im gestrigen Vorwärts" hervorgehoben worden. Das gemein gefährliche Treiben der jungen Menschen soll gewiß nicht beschönigt werden. Aber 3 Jahre Gefängnis für den einen Angeklagten und 3½ gar 5 Jahre und 3 Monate Zuchthaus für den anderen find als Strafen von ungewöhnlicher Härte zu bezeichnen. Was jedoch ganz besonders zu denken gibt, ist folgender Umstand. Je höher die Strafe, die dem Angeklagten droht, desto höher sein Anrecht auf eine richtiggehende Berteidigung. Den eben erwähnten jungen Angeklagten stand aber kein Verteidiger zur Geite; sie waren zu arm, um einen Anwalt zu bezahlen und von Gesetzes wegen bestand für das Gericht keine Verpflichtung, einen Offizialverteidiger zu stellen.
Die Tatsache, daß gerade jungen Leuten, die von schweren Strafen bedroht werden, vom Gericht teine Berteidiger gestellt werden, ist im„ Vorwärts" wiederholt gerügt worden. Dies Verhalten der Gerichte ist um so unverständlicher, als immer wieder erwachsenen Angeflagten bei harmlosen Verbrechen, zum Beispiel in Betrugsprozeffen, Offizialverteidiger gestellt werden. Erst vor wenigen Tagen erlebte man es in einer Berhandlung gegen einen Seiratsschwindler, der zu sechs Monaten Gefängnis nerurteilt murde. Hoffentlich legen die jungen Leute Berufung ein und finden auch für die zweite Instanz einen Berteidiger, der sich bereit erklärt, ihnen unentgeltlich zu helfen.
Der Tote von der Mühlendamm- Schleuse. Rasch geklärt wurde der Leichenfund an der Mühlendamm Schleuse, über den wir berichteten. Der unbekannte Tote ist jetzt festgestellt als der 28 Jahre alte Schneider Whelm Keiser, der in der Gotlandstraße im Norden Berlins wohnte. Keiser stürzte sich in der Nacht zum 22. November d. 3. in felbftmörderischer Absicht von der Treptower Eisenbahnbrücke in die Spree und ertrant.
1500 M. in Silber, in Rollen verpackt, auszuhändigen. Inzwischen hatten von der Straße aus Passanten den Vorfall beobachtet und, da sie nicht in das Lokal hineinkonnten, den Landjäger alarmiert. Die Räuber merkten das und flüchteten. Eine Verfolgung blieb ergebnislos, da die Dunkelheit und eine lebhafte Schießerei, mit der die Räuber ihren Rückzug deckten, die Verfolgung erschwerten.
Auf der Schachtanlage Friedrich Thyssen I/ VI in Hamborn versuchten zwei mastierte und mit Pistolen bewaffnete Bergleute am Dienstag die Lohngelder in Höhe von 21000 Mart au dem Rassenraum zu rauben. Als die Verbrecher aus ihrem Versted hervordrangen, setzten sich die Kaffenbeamten zur Wehr und überwältigten die Räuber, von denen einer mit einem Stuhlbein niedergeschlagen und schwer verletzt wurde.
Tödlicher Verkehrsunfall in Siemensstadt .
In Siemensstadt auf der Kreuzung am Rohrdamm und Saatwinkler Damm wurde am Dienstagnachmittag der 52jährige Obermaschinist Willi Erdfach, Prenzlauer Berg 32, der sich mit seinem Fahrrad auf dem Heimweg befand, von einem Privatauto überfahren und tödlich verletzt. Der Führer des Autos hatte das Unheil durch scharfes Abbiegen zu verhüten gesucht. Dabei prallte der Wagen jedoch gegen einen Baum und überschlug sich. Das Auto wurde schwer beschädigt, der Führer tam mit geringen Abschürfungen davon.
Auläßlich der zehnjährigen Wiederkehr des Todestages Karl Legiens, des unvergeßlichen Gewerkschaftsführers, sprad) Beter Graßmann furze aber die Persönlichkeit des Verstorbenen scharf umreißende Worte im Berliner Gender; allerdings nicht, wie angefündigt um 10, sondern bereits um 7% Uhr abends.
Sprechchor für Proletarische Feierstunden. Die nächste Uebungsstunde findet am Sonnabend, dem 27. Dezember, 19 Uhr, in der Arbeiterbildungsschule, Lindenstr. 3, 2. Hof, 2 Treppen, statt. Letzte Probe zur Morgenfeier.
Weihnachten eine Erkältung? Das wäre- eine netie Befcherung. Wie wollen Sie fröhlich fingen mit einem Ratarrh, den Sie sich überall holen können: auf der Straße, Eisenbahn , Arbeitsstätte, in der Schule, im Theater, Kino usw. Beugen Sie rechtzeitig vor und schüßen Sie sich gegen Grippe, Halsentzündung und Erkältung durch Banflavin- Baftillen( Acridiniumderivat).