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lesti den Ruhm eines Verfechters der Menschenrechte für sich einheimsen.

Zum dritten: Der Rat wird jezt Ort, Datum und Vor­sitzenden der Weltabrüstungstonferenz zu be­stimmen haben. Bereits auf der Dezembertagung der vor­bereitenden Abrüstungsfommission hatten die Delegierten im inoffiziellen Meinungsaustausch über die Person des Bor sizenden gesprochen. Und der tschechoslowakische Außen­minister Benesch wurde damals allein als der fähigste Mann für diesen wichtigen Posten anerkannt. Freilich ist er der Vertreter einer beftimmten Gruppe, die nicht gerade zu den abrüstungslüfternen Staaten gehört, und sein Name ist auch mit gewiffen für Deutschland peinlichen Erinnerungen an eine allerdings schon ferne Bergangenheit verknüpft; aber erstens gibt es feinen sachlich Qualifizierteren, zweitens könnte gerade er als Vertreter der Kleinen Entente Kon­zessionen den großen Weltmächten abringen, und schließlich ist er doch Mitglied einer Koalitionsregierung, der deutsche Barteien seines Staates angehören: Wenn Benesch für die Deutsch Böhmen tragbar ist, sollte er auch für Deutschland tragbar sein..

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Ursprünglich schien man in der Wilhelmstraße gegen seine Ernennung nichts einzuwenden zu haben. Da setzte aber der ,, nationale" Pressesturm in Deutschland prompt ein. Gleich­zeitig machte Grandi in London Bedenken geltend, Lit= minom machte Berlin gegen Benesch scharf, und nun war Deutschland auf dem besten Wege, sich als Sturmbock gegen Benesch mißbrauchen zu lassen. Sicherlich vergebens; denn die großen Mächte des Rates würden zweifellos an Benesch festhalten. Dann würde sich Curtius nur eine überflüssige Niederlage holen und obendrein ganz unnötig den künftigen Konferenzpräsidenten und eine ganze Reihe von Staaten vor den Kopf stoßen. Wahrscheinlich wird man sich auf ein Kom­promiß in der Form einigen, daß als Bizepräsident der dänische Außenminister Munch, ein Vertreter der soge­nannten neutralen Staatengruppe und radikaler Ab­rüftungsvortämpfer, dem Vorsitzenden Benesch beigegeben wird. Vielleicht wird man, um Deutschland entgegenzu: kommen, auch den Termin der Konferenz etwas vorverlegen. Aber schon jetzt rüstet die ,, nationale" Bresse , um aus diefer Lösung eine schwere Niederlage von Curtius zu konstruieren und ihm einen Strick zu drehen.

Der Strid wird ihm doch gedreht. Wie er für Strese­mann gedreht wurde. Aber, wie gesagt, der wehrte sich!

Die Aftien der Mittelstandsbank.

Wie Drewitz mit einer französischen Bantengruppe verhandelte.

Ein sehr interessanter Prozeß, der den Bertauf eines| 120 und 150 Pro3. ebenfalls sehr umstritten war. Der Bantier Attienpatetes der Deutschen Mittelstandsbant an Scharlach beanspruchte sie für sich, um seine Hintermänner abzufinden, eine französische Bantiergruppe zum Gegenstand hatte, hatte sich aber schriftlich verpflichtet, die Hälfte des Reingewinns, näm beschäftigte am Montag die 10. 3iviltammer des Landgerichts III. lidh etwa 65 000 m., an einen Dispofitionsfond" der Deutschen Im Jahre 1928 war die Deutsche Mittelstandsbank entschlossen, Mittelstandsbant abzuführen. Die Franzosen mieherum verlangten einen Teil ihrer Attien zu verkaufen, und der da die präzise Erfiärung der Mittelstandsbant, daß der gesamte Betrag malige Geschäftsführer Lorenzen und der Abgeordnete Dannenberg für die Aftien, nämlich 525 000 m. in die Kasse der Ban? fließen hatten einen Kaufmann namens Köller beauftragt, zur Durchführung sollte. Lepercq hatte bei Abschluß des Vertrages der Deutschen dieses Geschäftes Berhandlungen mit kapitalfräftigen Gruppen anzus Mittelstandsbank einen Wechsel in Höhe von 525 000. übergeben, fnüpfen. Von diesem Projekt hörte auch der Banfier Hans Schar der als Sicherheit für die genau vereinbarten Zahlungen dienen sollte. lach, der während der Inflation bekanntlich die Steinbant besaß und Die Mittelstandsbank befam jedoch nun felbft Bedenken, und sie fie später an Kutister verkaufte. Er fuhr nach Paris und setzte sich zog es vor, das Geschäft nicht zu machem dort mit dem Bantier Raymond Lepercq in Verbindung, die durch den aus mancherlei Affären befannten früheren Berliner ,, Bankier" Johannes Wolpe hergestellt wurde.

Cepercq trat dem Geschäft näher und war bereit, für 350 000 Mark Aktien der Deutschen Mittelstandsbank zu einem Kurs von 150 Proz. zu kaufen.

Der französische Bankier tam mit fechs anderen Pariser Herren nach Berlin und verhandelte hier mit dem Aufsichtsrat und den Geschäftsführern der Deutschen Mittelstands­bant. Den Bariser Herren wurde der Status der Bank vorgelegt und man besichtigte mit ihnen dann große Ländereien in Teltow , die aller dings der Deutschen Mittelstandsbank noch nicht gehörten, die man aber erwerben wollte, wenn Lepercq sich zum Arkauf der Aktien ent­schließen sollte. Bei Abschluß des Vertrages wurde min

ein Kaufpreis der Affien zum kurse von 120 Proz. festgelegt, um die Steuer für die nicht unerhebliche Differenz von 30 Punffen zu ersparen.

und präsentierte auch den Wechsel für den Anlauf der Aktien am Ver­fallstage tatsächlich nicht in Paris . Sie tat das. nadden am 28. März 1928 der Bantier Lepercq mit den Parteivorsitzenden Dremiz, Dannenberg und dem Vorstandsmitglied Kliem eine Sigung in Berlin abgehalten hatte, bei der festgestellt wurde, daß Scharlach Lepercq verschwiegen hatte, daß die Kurs­differenz zwischen 120 und 150 Proz. für ihn bestimmt war und daß die Hälfte dieses Betrages nach Abzug der Üntosten der Mittelstands­bant zufließen sollte.

Der Pariser Banfier erblidte hierin eine Täuschung durch Scharlach und erhielt seinen Wechsel zurück. Der Kläger Röller begründet seine Klage gegen die Deutsche Mittelstandsbant damit, daß er das Geschäft rechtswirksam zum Abschluß gebracht habe und deshalb die ihm zugesicherte Provision er­halten müsse. Das Geschäftsei lediglich aus politischen Gründen rüdgängig gemacht worden. Bei der gestrigen Verhandlung drehte es fich hauptsächlich um die inzwischen in Paris vor dem dortigen Friedensrichter erfolgte Bernehmung des Bantiers Wegen diefer Differenz ist es dann zu Streitigkeiten gekommen, die Lepercq. Bon dem Anwalt des Klägers wurde der Antrag gestellt, jetzt auch den schwebenden Prozeß mit veranlaßten. Der Kläger , den Reichstagsabgeordneten Drewiß nochmals zu der= der Kaufmann Köller, der inzwischen den Antrag auf Ernehmen und zu bereidigen, da seine bisherigen Aussagen nicht öffnung des Konturses gegen die Deutsche Mittelstandsbant stimmen fönnten. Weiter soll der Landtagsabgeordnete gestellt hat, hatte nämlich von dem damaligen Geschäftsführer der Dannenberg , der inzwischen aus dem Vorstand der Bank aus­Bant einen Provisionsschein erhalten, der ihm eine Prämie geschieden ist, als Zeuge vernommen und ferner der Bankier zusicherte für den Fall, daß das Geschäft mit Lepercq abgeschlossen Scharlach vereidigt werden. Bom Gericht wird zur Entscheidung dar­würde. Nun ergab sich jedoch, daß die Kursdifferenz zwischen über ein neuer Termin anberaumt werden.

Hindenburg wird Kaiser .

Ein Vorschlag des Jungdeutschen.

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Die offiziellen Kreise des Deutschen Reiches haben am Sonntag ein Kaiserfest ohne Kaifer gefeiert. Das mar jebermann wird das zugestehen müssen nichts halbes und nichts Ganzes. Zu einem Kaiserfest gehört nun einmal ein Kaiser. Man stelle sich vor, wenn das Novemberverbrechen nicht passiert wäre, dann hätte Wilhelm II. Allerhöchstselbst die Festrede gehalten, und dann wäre die Sache erst richtig gewesen!

handelt und gefeilscht wird". Bir nehmen an, daß es sich hier um eine tendenziöse Entstellung handelt, denn Handeln und Feilschen" ist jüdisch und deutscher Männer durchaus unwürdig. Der Jungdeutsche" spricht aber von einem ,, Handel um die Kandidaten" in einer Weise, als handle es sich um einen ganz starten Andrang nationaler Männer zu der doch nur für Sozialdemokraten be stehenden Futtertrippe".

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Auf alle Fälle, dem Jungdeutschen ist vor den Randidaten des Dritten Reichs so himmelangst geworden, baß er in seiner Ber­zweiflung auf den oben gemeldeten Borschlag gekommen ist. Und das läßt allerdings tief bliden!

Wer schreibt das?

Das Reich mar eine ftolze, ftaatliche Bildung, frei im

Schließlich muß nochmals auf die eigenartige Rolle hin­gewiesen werden, in die sich Deutschland im Europa - Komitee hat hineinmanövrieren lassen. Daß sich die deutsche Delega tion in die vorderste Reihe der schutzöllnerischen Staaten drängt, ist leider fein Wunder angesichts der Tatsache, daß das ostelbische Großagrariertum heute in der Reichsregierung tonangebend ist. Der fast verzweifelte Not schret des holländischen Berichterstatters Colijn , der vor too Immerhin hat das Fest den Borteil gehabt, den Jungdeutschen den unabsehbaren Folgen eines wirtschaftlichen Nationalis. mus warnte, ist auf eine ganze Reihe von Staaten ohne auf eine gute Idee zu bringen. Er schlägt nämlich nor, den Reichs präsidenten von Hindenburg durch einen Beschluß des Reichs­Eindrud geblieben. Die jüdosteuropäischen Agrarstaaten tags zum ,, Reichspräsidenten auf Lebenszeit zu machen. Wir sehen unter Führung von Marintowitsch Südslamien brach nur nicht ein, warum damn Herrn von Hindenburg nody das Prädikat ten ihre landwirtschaftlich protektionistischen Thesen vor und vorenthalten werden soll, das allen Staatsoberhäuptern auf Lebens. der Industriestaat Deutschland , der auf Export wie fein anzeit zusteht. Solche Leute nennt man dody Majestät. Ebensomenig derer angewiesen ist, stellte sich auf ihre Seite! ist einzusehen, warum nicht auch gleich der Herr Sohn zum lebenslänglichen Nachfolger bestimmt werden soll. Dann mären wenigstens fünftige Reichstanzler die Verlegenheit los, mit was für das in der Republik geeinte Baterland", wie es früher üblich einem Hoch fie ihre Festreden schließen follen: mit einem Soch auf war, oder nur mit einem militärisch schlichten Hoch auf das Bater- Kreuz- 3eitung"? land", wie das am Sonntag Herr Brüning tat. Die Formel würde dann klar und einfach lauten: Es lebe die faiserlich deutsche Republit!"

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Einstweilen muß man sich aber mehr mit dem eigen­artigen Ausgang befassen, den der deutsch - italienische Borstoß zugunsten der zuziehung Rußlands und der Türkei zum Europa - Komitee genommen hat. Als das Ergebnis eines zweieinhalbstündigen Ringens in einem Unterausschuß ist der Beschluß entstanden: Rußland , die Türkei und obendrein Island werden eingeladen, aber nur zur Teilnahme an den wirtschaftlichen Untersuchungen des Europa­Komitees.

Ein zweideutiger Beschluß, der zur Ursache neuer Kon­flifte werden dürfte!.

Daraus kann sich zweierlei ergeben: Entweder nimmt Rußland diese verklausulierte, beschränkte Einladung an, was zwar eine große Blamage für die Einladenden, aber praktisch vielleicht das beste wäre, oder es tommt nach Genf , und dann kann es unmöglich von gewissen Sizungen wieder aus­geschlossen werden mit der Begründung, daß jetzt auch poli­

Innern und frei nach außen. Nicht die restlose Erfüllung der deutschen Sehnsucht und des ewigen deutschen Traumes; aber ein Anfang, ein Weg, ein Durchbruch, ein Staat, der feinen Bürgern Brot gab und vor der Welt den Schild der Ehre hochhielt. Wenn nicht geliebt, so doch geachtet oder mindestens ge. fürchtet... Mit aufrechtem Stolz stehen wir auf dieser Tradition."

Wer schreibt das?

Herr v. Oldenburg - Januschon im Tag"? Ober der General D. Einem in der Deutschen Seitung"? Oder Herr Everfing in der

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Nein, das schreibt Goebbels im Angriff. Dieser junge Mann, der das Kaiserreich nur als Kind erlebte, hat so schlecht Ge­schichte gelernt, daß er das Reich des Sozialistengesetzes und des Der Jungdeutsche" begründet seinen interessanten Vorschlag mit Dreillaffenwahlrechts frei nach innen" nennt. Er meint, es habe einem noch interessanteren Bericht über eine Rede des Stahlhelm - feinen Bürgern Brot gegeben er meiß nicht, daß jenes Reid) führers Seldte , in der dieser von der Reichspräsidentenwahl des mit seinen vielen unermeßlich reichen Leuten für die Arbeitslosen nächsten Jahres sprach und dazu seine gemeinsame Aftion mit feinen Pfennig hatte und daß hier die arme Republit erst nach­itler und Hugenberg ankündigte. Der Jungdeutsche erhoben mußte, was vom reichen Kaiserreich versäumt worden war! gänzt die Erklärung des Stahlhelmführers durch die Mitteilung, Die Helden des Dritten Reichs stehen fest und treu zur Tra ihm sei bekannt, daß Ausschüsse, Klubs und Ronventitel tagen, dition des Wilhelminismus . Darum nennen fie fich ja auch Revo­in denen um die Kandidaten für die Reichspräsidentenwahl gel tutionäre".

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tische Probleme zur Beratung gelangen sollen, für die die Eine Milliarde für den Dften.

Einladung nicht gelte. Dann wird man darauf verzichten müssen, jene politischen Probleme im Abrüstungskomitee zu behandeln, die Deutschland und Italien neuerdings für wich­figer erflären als die wirtschaftlichen, Das wäre wohl an sich fein Schaden; denn all diese Probleme Abrüstung, Gleichberechtigung usw.- tönnen ja doch nur im Rahmen des gesamten Bölkerbundes gelöst werden, während im euro päischen Völkerbund praktische Arbeit einstweilen nur auf wirtschaftlichem Gebiet geleistet werden könnte.

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Das neue Osthilfegefeh. Mittwoch Entscheidung des Reichsfabinetts.

In den lehlen Tagen haben zwischen dem Reich und den preußischen Ressorts noch eingehende Verhandlungen über die endgültige Ausgestaltung der Osthilfe stattgefunden. Am Mittwoch wird nunmehr das Reichskabinett feine endgültige Entscheidung treffen.

Wie der Demokratische Zeitungsdienst mitteilt, find von der Reichsregierung zwei Gefehentwürfe fertiggestellt worden, und zwar das Osthilfegesetz und ein Geseh zur Förderung der landwirtschaftlichen Siedlung.

Nach einer überschläglichen Berechnung werden auf Grund dieser beiden Gefehe durch den Sechsjahresplan dem deutschen Osten Mittel in der Höhe von annähernd einer Milliarde Mark zur Verfügung gestellt werden.

Parlamentsregierung in Indien . Konferenz beendet/ Weg zu endgültigen Vereinbarungen frei

Jedenfalls hat Deutschland mit seinem ganzen Borstoß zu gunsten Rußlands zwar die Einladung an Moskau erreicht, im übrigen aber das Gegenteil von dem bewirkt, was es ursprünglich wollte. Das hat freilich nur wenig praktische Be­deutung, denn nach dem ganzen Verlauf der europäischen Be­ratung ist es jetzt klar, daß auf Jahre hinaus nichts Konkretes dabei herausschauen wird, mag Rußland daran teilnehmen oder nicht. Aber das Ergebnis dieser Taktik verdient doch fest gehalten zu werden. Seit dem 14. September jagen Millionen von Deutschen dem Phantom einer neuen Mächtegruppierung Deutschland Italien Rußland nach, wie sie ur­sprünglich nur von Hitler und Freytagh- Loringhoven propa­giert wurde. Die Wilhelmstraße hat nicht den Mut, dieser Sllusion entgegenzutreten. Unter dem Bormand der ,, At= Noch einmal hatten sich am Montagnachmittag die Delegierten tivität läßt man sich von Litwinom und Grandi am der englisch indischen Konferenz zu einer Sigung im Gängelband führen, erfüllt man die ganze übrige Welt mit St.- James- Balast versammelt. Eine schwere und feierliche Stim­Mißtrauen, begibt man sich in zunehmendem Maße seiner mung lag über dem Raum. Noch einmal erhoben sich die Delega . Handlungsfreiheit und vernachlässigt obendrein seine eigensten tionsjührer der verschiedenen Parteien, Riessen und Nationalitäten, um ihre Wünsche und Hoffnungen vorzutragen. Besonders ein Interessen und seine aktuellsten Biele. Wann wird Dr. Curtius bringlich waren die Worte Saprus, ber um der Berständigung endlich den Mut aufbringen, sich zu der Linie seines Borroillen die Freilassung der politischen Gefangenen gängers Dr. Stresemann zurückzufinden, der sich nicht ins Schlepptau der Faschisten und Bolschewiken nehmen ließ?

London , 19. Januar. ( Eigenbericht.)

in Indien forderte, damit die neue Aera dem indischen Volke meit sichtbar werde, eine Aera der Bersöhnung und des Fortschritts

Im gleichen Sinne sprachen fie alle und selbst bie Worte des Rev treters der englischen Konservativen atmeten Ausgleich.

Als letzter erhob fich Macdonald. Seine Worte hinter­ließen tiefen Eindrud von dem ehrlichen Willen der Arbeiterregie­rung. Indien zum Dominion staat umzugestalten. So tief mar dieser Einbrud, daß sich zum Schluß die Delegierten zu einem spontanen dreifachen Hoch auf den Ministerpräsidenten erhoben. Einstimmig wurde darauf die Entschließung angenommen, die den Berfaffungsentwurf als wertvolle Grundlage für die fünf­tige Berfassung der indischen Föderation begrüßt. Damit schloß diese historische Konferenz, die nach Macdonalds Worten das Buch des Schicksals und der Zukunft für beide Völker auf­geschlagen hat".

Nothilfe der Reichswehr .

Der Reichswehrminister hat einen Erlaß über Hilfsmaß. nahmen der Wehrmacht zur Linderung der all­gemeinen Not herausgegeben. Darin werden die Wehrkreis­tommandeure des Reichsheeres und die Stationschefs der Marine angewiesen, in engem Zusammenarbeiten mit Behörden, gemein­nügigen Vereinen, amtlichen und privaten Wohlfahrtsstellen die Hilfsmittel der Wehrmacht einzusehen. Im Rahmen dieser Hilfs

maßnahmen werden Feldfüchen zur Speifung Bedürftiger, Fahr­

zeuge zu Materialtransporten und auch personelle Kräfte zur Ber­fügung gestellt. Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden soll verhindern, daß Arbeitslose geschäbigt werden.

Der preußische Handelsminister hat an das Provinzialschul­follegium Berlin und die Regierungspräsidenten einen Grlaß ge­richtet, in dem zur Beschulung erwerbsloser Jugend­iich er an den Berufs- und Fachschulen die Schaffung entsprechender Einrichtungen gefordert wird. Die jugendlichen Arbeitslojen, die auf Grund amtlicher oder privater Initiative bereits ausreichend beschult find, bleiben von dem Erlah unberührt,