Einzelbild herunterladen
 

Vlax 3)orlu: Aus(Mohammeds Melmal Tüchtiger Photograph gesucht. Näheres Britische Gesandschost.' Die Annonce in der Zeitung. Was meinst e, Mutter, soll ich hin- gehen?"' ,äar Junge, laufe, was de laufen kannst." Das große Tor. Drüben da bunt« englische Wappen. Treppe hinaus klopf an die Lacktüre. Herroin! Tag, sind Sie der bri- tische Gesandte? Yps, ich bün. Und ich bin der Boris, Photo- graph. Söhr angenöhm, Sie kämmen auf die Annonce, well, er üs Lord Bacon, ein Forscher, er wüll nach Arabien , mit eine Photo- graph, er wohnt Victoria Hotel, hier: brüngen Sie ühm diese Havanna Zügarre, dann woiß er, daß Sie von mür kommen. Goock bye. Gute Roise! Laufe wie'n Hirsch. Hotel Victoria. Lord Bacon, mager und gelb, wie'n alter Knochen, Haare schimmelig. Zähe Gold Augen wie die See, grün und grau, scharf wie Dolchspitzen. Lord Bacon: So so, also Sie sind Sozialist, im freien Verband, da möchte ich Sie engagieren, als Reisephotograph für Arabien , was im roten Ver- band ist, das versteht auch seinen Beruf, und die Sozialisten sind mir sympathisch, Macdonald ist mein Freund, unser britischer Minister- Präsident, wenn ich auch Lord bin, so stehe ich doch der Britischen Labour Party mit dem Herzen nahe. Ich reise nach Mekka in Arabien , geographische und geologische Studien, für die Internatio- nale Geographische Gesellschaft. Die Reise ist gefahrvoll, Mekka ist für Europäer eine verbotene Stadt. Sie könnten das Leben ver- lieren. Und was tönte ich gewinnen? Völker- und Welten­kenntnis. Dann reise ich mit! All right warten Sie-- there is a Check, für 500 Mark, kaufen Sie sich Kleider. Danke. Mutter, Mutter, Geld, Geld, money da hast« 300 Mark, lieb Mütterchen daß du keine Rot leidest morgen früh reise ich mit Lord Bacon nach Arabien. 0, die Tränen, Mutter, Mutter! Expreßzug Berlin . München , Rom . Rom . Abruzzen. Brindisi . Das Meer, die Ionische blaue See Wir reisen mit britischem Schnelldampfer es wird heiß, Aegypten , Port Said , Suez. Wir wechseln das Schiff, wir wechseln die Kleider und die Hautfarbe, wir sind gelbe Berber geworden, Marokkaner, wir fahren mit dem fran- zösischen Pilgerschisf durchs kochende Rot« Meer. Die Sonne sprüht Funken, als Schweißtropfen laufen sie uns über die Stirne. Ich habe sechs winzig klein« Filmkameras, mein Lord hat Stift« und Zeichen- kartons, Landkarten will er neu entwerfen. Kartograph und Photo. graph reisen ins geheimnisvolle Arabien . Einsatz: das Leben. Er- folg? Für die Wissenschast! Am Ziel. Der arabische Pilgerhasen: Dschidda . Di« seichte Bucht, 40 Grad Hitze, eine niedrige weiße Stadt, 30 000 Bewohner, alles lebt von Pilgem, auf nach Mekka ! Islamitische Pilger aus Indien , Persien , Marokko aus aller Welt. Dschidda , heißes schmutziges Trinkwasser. Dschidda , die Hafenstadt der arabischen Landschaft Hid- schas. Ausfuhr: Perlmutter, Schafwolle, Gummi, Felle, Datteln. Teppiche alles Produkte des Küstenlandes Hidfchas. Was führt Dschidda ein? Lebensmittel, bunten billigen Bijouterieschmuck, aus Pforzheim , Lyon und Glasgow und Kattunftoffe, aus Manchester und Sachsen : alles geht nach Mekka , dem großen Pilgermarkt. Dschidda ,'n paar halbvertrocknete Dattelpalmen, die Wedel sind grau und hängen wie lahme Flügel, wir reisen, auf Kamelen, die Mgerstraße, nix wie Stein, Wüste, die Straße steigt, Aloen, Kakteen, Tamarisken, Agaven alles ohne Grün, grau und rot und gelb oerstaubt. Nachts knistern und knastern am violetten Himmels- bogen die blitzblanken arabischen Sterne. Wolf und Wüstenfuchs machen Konzert, der Wind pfeift ums spitze Lagerzelt. Wir sind da noch 100 Kilometer Reise, vom Roten Meer - herauf da vor uns- liegt Mekka . Die letzt« Sehnsucht aller 'Mohammedaner. Die heilige Stadt! Iii öder steiniger-Talschlucht. 70000 Einwohner. Wovon leben diese Menschen? Ringsher die Berge sind ratzekahl. Die Milchkühe von Mekka sind die Pilger. 100 000 Pilger im Jahre. Riesige Karawansereien. Basare. Heiliges «chlammwaffer in kleinen Tonkrügen für teures Geld seder Pilger tauft so einen Krug Dreckwasser. Moscheen. Freudenhäuser mit schwarzen äthiopischen Tänzerinnen. Gebetshäuser. Cafes mit «chlangenpfeifern. Und immer der heiße Wüstenwind, es regnet und rieselt Staub, rosagelb gefärbt. Mekka , ich photographiere, heimlich, unter dem wallenden weihen Mantel heraus, mein Lord zeichnet, nachts in der Zelle der Sora- wanserei, beim Licht der Taschenlampe. Mekka , die heilige verbotene Stadt, oerboten für alle Nichtmoslem. Mekka : Araber, Inder, Neger, Berber. Di« klugen Gesichter sind die Einheimischen, die Füchse sind sie die einfälligen, aber ehrlichen Gesichter die sind die Pilger, viele haben einen weltverlorenen Blick, Asketen. Mekka . Die große Moschee, Beit Allah, Haus Gottes. Bell Allah: 152 Kuppeln, sieben schlanke, hohe Türme, die tönenden Nimaretts, horche: der Wüstensturm! Die heiligste Moschee, riefen» großer Jnnenhof, zierliche Säulengänge in der Mstte des Moscheen- Hofes: die Kaaba , das islamitffche Hochheiligtum, ein viereckiger Tempel, Kaaba , Würfel! Dreizehnmal umwallt die betende Pilger- schar ihre Kaaba, nun der Kniefall, vor dem heiligen schwarzen Meteorstein, dem Elhadscharelaswad, der seit den ferirsten Urzeiten der große Magnet aller Mekkapilger ist, schon vor Mohammed , schon vor Christus. Die Kaaba von Mekka , mit ihrem schwarzen helligen Meteorstein, Meteoreisen, Trümmerstück irgendeines zersprengten Sternes. Wunder aus dem Weltenraum. Von schlauen Priestern als Geschäftsstück benutzt, Mekka lebt von Pilgern, lieber der Stadt die Zitadelle, die rotgemauerte Felsenfest«, mit den weißen Lanzen- Wächtern, den Wahhabiten, aus dem Sultanat Nedschd , Zentral- Arabien. Arafcirtt. Die große Halbinsel, zu Asien . Unabhängig und englisch Der Süden und Südosten ist britisches Oberhoheitsgebiet, die Stadt 2lden und die Sandwüste Dahna. das unstuchtbare Arabien, das gar nichts nutze Arabien . Laßt das den Briten ! Dos bessere Arabien ist unabhängig, zwei große Bölkerstämme. Sunniten und Wahhabiten. Die Wahhabiten haben die polllische Macht, sie wohnen in den Hochsteppen Zentralarabiens, in Nedschd , Kamelzucht und Pferdezucht, Ziegen und Schafe Nomaden und Hilbnomaden. Datteln, Hirse, Gerste. Die Hauptstadt der Wahya- biten ist Eriad, 20 000 Bewohner, Schmiede, Töpfer, Handweber, mitten in Arabien . Der Sultan von Eriad: Ibn Saud Abdelasis, im Sultanat Nedschd , er ist der Herrscher des gesamten unabhängigen Arabiens, seine Lanzenreitcr fliegen vom Roten Meer bis an den Persischen Golf, vom britischen Aden im Süden bis ans nördliche britische Transjordanien und bis an den britffchen Irak . Arabien » Nedschd hat 1 600 000 Quadratkilometer(dreimal Deutschland ) mit 2 Millionen Menschen. Ibn Saud Abdelasis ist ein kluger und maß- voller Herrscher, in seiner Residenz Eriad, im Sultanat der Wahhabiten! Ibn Saud hat sich im Weltkrieg nicht vor die britischen Geschütze spannen lassen, den Versprechungen der englischen Diplomaten glmckte er nicht er ließ sich nicht für den europäischen Krieg einfangen. Arabien war immer frei! Auch in der Antike. Seine Ureinwohner, die Balde, wurden nicht von Babylon und nicht von Assyrien , nicht von Aegypten und nicht von Persopolis unter- jocht. jjrei ipic der Sturm über die Wüsten und Steppen sagt, so frei ritten die arabischen Beduinen zu allen Zeitaltern durch ihr unendliches Land. Genügsam, aber frei am Zell- erzähllen die arabischen Dichter ihr« Märchen, beim gllmmenden Lagerfeuer, die Märchen der ,1001 Rocht" sind größtenteils arabischen Ursprung». Nicht die Griechen, nicht Alexander der Mazedone, nicht Alt-Rom und nicht England haben das innere Arabien klein gekriegt immer war es groß an Selbstbewußtsein und Selbstkönnen arm, aber frei! Mekka . In ihm ward Mohammed geboren, Sohn armer Eltern, klug und grausam(er ließ 700 Juden enthaupten), Epileptiker und Prophet, Kaufmann und Träumer. Mädchenfreund und Askete, er Halle dreizehnFrauen", mit 50 Jahxen heiratete er die 10jährige Aischa . Mohammed wuchs auf aus der arabischen Seele, in Gutem und Schlechten! Geboren zu Mekka , im Jahre 570, gestorben zu Medina , Anno 632. Er war der Vater de? islamitischen Religion. Er verband Judentum und Christentum, Abraham und Jesus , er stürzte die allarabffchen Idole, die Götter; den einen! den Allah, den setzte er in die Kaaba zu Mekka , auf den helligen schwarzen Stein. Mohammed fanatisierte sein Volk, er machte es zu Religions- eiferern. Er gab seinem Volk Weisheit und Sprüche. Tapferkeit und Todesoerlachender Krieger geht durch den Schlachtentod direkt ein ins Paradies, schöne Huris warten dort seiner!" Die arabische Welt ward groß, das Kalifat Bagdad , das ganze östliche, südlich« und westliche Mcttelmeergebiet ward arabisch Kalifat Cordofa, Spanien , Marokko , Algier , Tunis , Tripolis , Aegypten , eine Zeit hoher Kullur: Künste und Wissenschaft blühten! Der Araber hat im frühen Mittelalter die halbe Welt beherrscht. Weniger durchs Schwert mehr durch Kultur. Und wir reisen wieder, Lord Bacon und sein Photograph, ich: der Boris! Der Sozialist mit feinem arbeiterfreundlichen lordschen Chef. Quer durch Arabien , am Buckel der Kamele eine Beduinen­straße von 1500 Kilometer Länge, von Mekka nach Hall von da nach Bagdad am Tigris . Durch tiefeingeschnittene Schluchten führt die Straße(die Fährte), durch dieWadis" Wadis: in fernster geologischer Urzeit brausten durch diese Schluchten wilde Strome, zur Zeit, als im Norden das Eis bis an die Alpen reichte, von Skandinavien her zur nordischen großen Eiszeit, da erlebten die Südkontinente eine unendliche Regenzell, die Pluoialzeit, ihre Spur sind die Wadis, die heute ausgetrockneten Urstromtäler in den arabischen Wüsten. Stadt Hail, im zentralarabischen Lande Schammar, eine Be- duinenstadt, 4000 Bewohner. Karawanenführer. Dattelhaine und Hirsefelder, Brunnen und Märchen und Feuertanz, Fatima, die schöne Beduinentochter! Bagdad . Die bunte Stadt. 200 000 Bewohner. Am Silberflusse Tigris. Lord Bacon entläßt mich, seinen roten Photographen, der Boris reist mit der Bagdadbahn in die Heimat Mntter, Mutter, freue dich, ich komme, an dein Herz! tfanieleimon ffiomanow: Vor der Ausgangstür zum Bahnsteig, wo die Karten kontrolliert wurden, drängten sich die Reisenden mit Körben und Kosfern. In der Mille, ganz eingekeilt im Gedränge stand eine Frau, einen Käfig mit einem Stteglitz in der Hand. Warum geht es denn nicht weiter?" rief sie ungeduldig. Die Karten werden gezwickt." Hier zwicken sie, im Zug zwicken sie wieder, was die nnr haben, möchte ich wissen!" .�heutzutage sind die Leute schon so, daß man scharf dahinter sein muß. Manche leisten sich noch allerhand, eine Person führt oft gratis so viel Gepäck mit sich, daß der halbe Wagen voll ist, und der Staat hat das Nachsehen!" Mein Gepäck ist nicht groß", sagte die Frau,da können sie kontrollieren soviel sie wollen." Wie man es nimmt..." Weitergehen, weitergehen!" rief der Kontrolleur,Fahrkarten vorweisen! Hall! Wohin mit dem Bogel? Die Karte!" .Hab' sie schon gezeigt." Für den Vogel die Kartei" Für den Vogel? Habe ich ja keine." Dann bleib zu Hause." Ja, was heißt denn das? Herr Gott noch einmal!" Vorschrift! Für Haustiere müssen besondere Karten gelöst werden." Sell wann ist denn ein Singvogel ein Hauskier? Bist ver- rück geworden?" Ruhig sein? Wird den Haustieren gleichgestellt! Verstanden! Soll man vielleicht für deinen Vogel besondere Vor- schriften machen?" Die Frau stand sprachlos da. Geh zur Gepäckaufgabe, dort kriegst du eine Karte, dann kannst du wiederkommen." Er wies mit der Hand auf das entgegen« gesetzte Ende der Halle und setzte die Kontrolle der Karten fort. Der Zug wird mir ja davonfahren!" Noch Zell!" Und als die Frau mll dem Käfig davonlief, blickte er ihr noch und meinte mürrisch:Eilig haben sie es alle, und wenn man sie fragt, wissen sie selbst nicht warum..." ... Hallo, du da mit dem Vogel, was drängst du dich denn vor? Rückwärts anstellen!" .Ich werde noch wegen des Vogels den Zug versäumen." Wir alle können den Zug versäumen... Das ist eine Ge- sellschaft, keiner will sich anstellen.. I" Die Frau antwortete nichts und schloß sich an die lange Kette von Wartenden an. Ein Stieglitz , was?" stagte interessiert ein runzeliger Aller in großen Galoschen. Und da die Frau schwieg, fügte er überzeugt hinzu:Freilich ist das ein Stteglitz!" Was stehst du denn da", fuhr ein bärtiger Träger die Fra« an. Zuerst mußt du doch den Vogel abwiegen lassen, erst dann kannst du die Karte lösen. Renn geschwind zur Waage!" Die Frau stürzte dorthin. Zwei kräftige Burschen luden Salz- sacke von der Waage. Ein Bauer war gerade im Begriff, seinen Hafersack auf die Waage zu heben, als die Frau ankam. Um Gottes Willen!" wandte sie sich an den Bauern,laß mich vor, mein Zug geht gleich ab... Nur den Vogel da. der wiegt ja nichts." Na schön, geh halt vor!" Die Frau drängte sich bis zur Waage vor. Der Beamte blickte sie unwillig an: Was ist denn los?" Abwiegen lassen möchte ich., Was denn?" Das da, den Vogel." Es ist noch ein Wunder, daß du keinen Floh hergebracht hast!" Bürgerliche Manieren sind das, Vögel und Schohhündchen brauchen sie schon!" sprach man in der Menge, während der Beamte den kleinen Käfig auf die riefige Plattform der Waage stellte. Schau, daß die Waage nicht bricht bei der Belastung!" rief ein Bursch, der untätig auf den aufeinandergeschichteten Säcken lag. Was wiegst du ihn denn samt dem Käfig ab, du muht das Lebend- gewicht zeigen, du Schwindler!" Der schaut hall auch, daß der Staat zu seinem Prosit kommt." Der Beamte antwortete nichts. Er hielt mehrere kleine Gewichte in der Hantz, blickte sie überlegend an und warf sie wieder weg. Beeilen Sie sich dock,", sagte die Frau,ich will ja zum Zug!" Was bringst du denn so etwas her, wie soll ist das abwiegen. der Vogel ist zu leicht für die Waage." Wieg die Frau gleich mit, das wird schon gehen", rieten die Leute. Wie lange wird es denn noch dauern?" rief die Fran ver- zweifelt. Langsam aber sicher", tröstete{U jemand. Was ist denn mll dir, Kondratiew, warum kommt nichts nach?" Ein anderer Mann mll einer Eisenbahnerkappe trat aus dem Ver- schlag heraus.Was gibt es denn?" Da, mit diesem Teufelsvogel! Zu leicht für die Waage!" Der zweite Beamte musterte den Käfig, der Stieglitz faß gleich- mutig drin. Ein Auge hatte er mit der weißen Kruste überzogen. Ist er denn krank?" erkundigte sich der Beamte. Wir fährt der Zug davon!" Sollen wir ihn vielleicht ungewogen durchlassen?" .Uiqewogen geht nicht? Lorschrift? Uebrigens, man kann ja den Leiter fragen... Iwan Mllrllsch, darf man Gepäck ohne Abwaage annehmen?" Ein erstauntes Antlitz erschien im Schalter und sagte:Bist wohl verrückt, kennst du die Borschrist nicht?!" Siehst du?" Was ist denn los!" schrien die Leute.Heiratet er die Frau, zum Kuckuck! Wir wollen ja auch fortfahren.., Was hat sie denn?" Einen Vogel!" Nur einen?" So ein Teufelsweib, gleich fährt schon der Zug!" Vorschriften machen ist leicht", sagte der Beamte verzweiselt. Was soll ich aber da tun?! Der Bogel ist zu leicht für die Waage. Da schau her, bis zum Tor haben sich schon die Menschen an- gestellt.. Da hast du", sagte entschlossen der Mann in der Kappe zu der Frau,eine Quittung wie für einen Pud Gepäck, und verschwind schleunigst, sonst schlagen die Leute dich und uns tot!" Ein schriller Pfiff ertönte draußen am Perron. Um Gottes Willen!" riefen die Menschen und stürzten und stießen zum Bahnsteig vor. Fort ist er..!" So ein verfluchtes Weib! Hat uns alle hineingelegt!" Woher sie nur kommt!" Weiß der Teufel, hat so schön gebeten, daß wir sie vorgelassen haben!" Was hat sie denn mllgehabt?" Haustiere, sagen die Leute." �,Aber wo, Haustiere! Eine Kleinigkeit» einen Bogel!" Ja, Kleinigkeit!" sagte der Bursche von den» Säcken.Zehn solche Kleinigkeiten und der ganze Verkehr steht still..!" . s CSus dun Russischen übctlrtt txm Alerant,«. SerlchpÄron.) ---"'«ü? ITUrnie und 9ÜUle in den dnfeklenneUern Ueber den Därnrehaushalt in den Nestern der Bienen, Wespen und Ameisen erschien vor kurzem eine zusammenfassende Darstellung der neuesten Ergebnisse von A. Steiner. Am einfachsten liegen die Verhältnisse bei der F-wwespe, deren einfache, hüllenlose Nester im Freien an einem Ast oder dergleichen, an sonnigen Stellen aufge- hängt sind. Bis zu einer gewissen Grenze folgt die Temperatur im Nest der Außentemperatur vollkommen, und die Brut verträgt diese Schwankungen auch sehr gut, jedoch dürfen Wärmegrad« von etwa 35 Grad nicht überschritten werden. Man beobachtet nun, daß die Wespen, besonders die Königinnen, wenn die Außentempe- ratur höher ansteigt, eistig Wasser in das Nest tragen, und infolge der austretenden Verdunstungskälte hält sich dann die Temperatur des Nestes auf 34 37,5 Grad. In einem Falle war die Temperatur eines Kantrollnestes 12 Grad höher als die eines bewohnten, dessen Temperatur von den Wespen reguliert wurde. Der Wärmehaushalt der Hornissen und gewöhnlichen Wespen hat schon einen höheren Grad der Vollkonnnenhett erreicht. Die Nester dieser Insekten bestehen aus einer Anzahl horizontal über- einander frei ausgehängter, mit den Waben versehener Plaüen. und das Ganze ist von einer Hülle umgeben. Dadurch und daß die Nester sich an geschützten Stellen, etwa in hohlen Baumstämmen, befinden, wird schon eine weitgehend« Wärmeisalation erreichst Einer sleberhitzung wird wahrscheinlich auch hier durch Eintragen von Wasser vorgebeugt. Als ganz neue Erscheinung tritt uns aber hier eine aktive Wärmeregulievung bei den NestbewoHnern entgegen. Sie beruht darauf, daß durch mannigfach« Bewegungen der Tiere ihr Stoffwechsel und damll die Wärmeabgabe gesteigert wird. Daher kommt es, daß die Nesttemperatur in der Brutzeit im Mittel weit höher liegt ats das Mittel der Außentemperatur, wenn auch eine gleichmäßige In neittempc ratur nicht erreicht wird. Das ist erst in den Stöcken der Honigbiene der Fall, die von Februar bis August ständig ans 35 bis 36 Grad gehalten werden. Dem entspricht es, daß die Brut zur normalen Entwicklung eine Temperatur zwischen 32 und 36 Grad benötigt; bei höheren Temperaturen stirbt sie ab, bei niedrigeren verkümmert sie. Durch ckiemische Wärmeerzeugung, infolge von Ortsbewegungen, Fächeln mit den Flügeln und Schütteln des Hinterleibes wird die nötige Temperatur aufrecht- erhallen. Eine Ueberhitzung wird wahrscheinlich auch hier durch Wassereintragen verhindert. Eine groß« Bedeutung kommt der physiologischen Wärmeerzeugung auch im Winter zu, wo sie allzu tiefen Temperaturrückgang verhindert. 4000 Zahre alte Skier. Der Boden Schwedens birgt noch eine reiche Ernte archäologischer Fundstückc. Unter den neuesten Eni- deckungen sind die bemerkenswertesten ein Schneeschuh, der auf das ehrwürdige Alter von 4000 Jahren zurücksieht, und eine fein- gearbeitete Steinaxt aus dem Ende der Steinzeit. Der Schneeschuh wurde im Norden Schwedens gefunden. Cr zeigt vier Lächer für die Riemen und ist das älteste Exemplar seiner Ari, das in Schweden entdeckt wurde. Es ist der gleiche Typ der Schneeschuhe, wie sie noch heute in Sibirien und Japan verwendet werden, und scheint die Theorie zu stützen, daß die Skier mit den ersten Ansiedlern nach 'Skandinavien gekommen sind. Die Steinaxt, die überaus fein ge- arbeitet ist, hat die Gestall eines Bärenkopfcs mit langer Nase, mächtigem Nacken und kleinen Ohren. Das durch die Axt gebohrte Loch war für die Aufnahm« des Handgriffes bestimmt. Die Fund- stücke wurden dem staatlichen Historischen Museum Schwedens übergebe«.