Beilage
Dienstag, 5. Mai 1931
aliptelcoff hawol Der Abend
Eine Entgegnung von Hans Hyan
Unter Erb maffe versteht man die Gesamtheit der Teile des| streng medizinisch überhaupt teine seelischen Beranlagungen. Bir Herischen, also auch menschlichen Organismus, die sich in der Zeugung wissen heute, daß jede frankhaft seelische Disposition auf eine förperauf das neuentstehende Individuum vererben. Aber schon dieser liche, wenn auch tief verborgene Mißbildung zurückzuführen ist. Ausdruck ebenso wie feine Erklärung ist ungenau; es gibt nämlich So zum Beispiel der übermächtige Trieb zur Onanie auf eine mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts im Gesamtorganismus, das sich Minderwertigkeit des Drüsensystems. Ganz falsch ist aber, daß nicht in irgendeiner Weise vererben würde. Bleiben wir aber bei törperliche und geistige Schäden beim Trinker nichts mit seinem der„ Erbmasse" oder dem„ Erbgut", so kann die im Nachkommen Alkoholgemuß zu tun haben. Wiederum ist nämlich unschwer festreproduzierte Summe der„ Erbteile" doch nur aus der Konjunktion zustellen, und ärztlich allgemein bekannt, daß zum Beispiel je de ( Verbindung) der beiden Elterngeschöpfe entstehen. Das Wundheilung durch Alkoholgenuß gehemmt und ist der erste und wohl der größte Fehler in dem Artikel von hintenangehalten wird. Aber total irrig ist Ferntes Annahme, daß Dr. B. Fernte: Bererbt sich Alkoholismus?" der die förperliche und seelische Belastung der Nachkommenschaft eines im ,, Abend" vom Dienstag, dem 21. April 1931, erschienen ist, und franken Trinkers nur mit seinem Leiden, nicht aber mit seinem der immer nur von den Vätern, die Trinfer sind, redet. In Trinken zu tun habe. Wirklichkeit aber verteilen sich nicht nur die Eigenschaften von Vater und Mutter, also beider Eltern, auf das Kind, sondern es mischen sich in diese Weitergabe die Qualitäten der Groß- und Ureltern, ja der längst entschwundenen Generationen. Und diese Erbverteilung geschieht nicht willkürlich, sie folgt einem starren, unabänderlichen und für uns Menschen unbegreiflichen Notwendigkeitsprinzip. Noch ist der Forscherstreit nicht beendet, ob mur die angeborenen, oder auch die erworbenen Eigenschaften vererbt werden. Aber die moderne Wissenschaft, nach Lamart und Darmin besonders durch den Engländer Semon vertreten, neigt der allein logischen Auffassung zu, daß ebenso wie die angeborenen, auch die erworbenen Eigenschaften weitererben, und daß durch den so entstehenden ewigen Wechsel, durch Mutation( Beränderung) immer neue, wenn auch in
Ich muß hier wiederum auf ein Grundprinzip des Lebens hinweisen. Nicht nur die menschliche, sondern die Natur überhaupt steht unter dem wundervollen Imperativ des Aufwärtswollens, der Aufwärtsentwicklung. Diesem immanenten Hochstreben der Natur stellen sich tausend Feinde in den Weg. Einer der größten von diesen Feinden ist der Alkohol, weil er die Hemmung an fich ist.
Shalausgabe der wars
Daraus folgt: Würde der franke Trinker imftande sein, vom Trunk zu lassen, so würde einmal sein eigener Körper sich wieder aufwärts bilden und gefunden können. Und ganz besonders würde bei einem Zeugungsaft vielleicht noch sein törperliches Leiden in die Waagschale fallen, zum Schaden der Nachgeborenen, aber der nicht mehr alkoholisch gehemmte Zellenstaat seines Leibes müßte sich für das Zeugungsprodukt segensreich auswirken. Daß nebenbei der Gewohnheitstrinfer geistig, moralisch, wirtschaftlich verschlampt, und daß somit auch noch diese mannigfachen Schäden sich auf die Nachtommenschaft übertragen, das ist selbstverständlich.
Kommen wir nun zu den Kinderuntersuchungen, so muß man vor allen Dingen fragen, wie ist diese Untersuchung vor sich gegangen. Für gewöhnlich werden Proletarierkinder zu solchen Untersuchungen herangezogen, weil die Kinder der Bessergestellten sich nicht dazu hergeben. Man auscultiert das Herz, die Lunge, Auge und Gehör, prüft Nervenreflege und stellt, wenn nicht auffallende Schäden vorhanden sind, Gesundheit fest. Auf diese Weise würde man bei dem eben zum Tode verurteilten Mordsadisten Peter Kürten nichts Auffallendes gefunden haben. Derartige Untersuchungen, die in wenigen Minuten vorgenommen werden, sind bedeutungslos. Nur längere Beobachtung der Kinder durch Lehrer, Erzieher und Fachärzte können ein brauchbares Resultat ergeben. Bei folcher Untersuchung stellen sich dann ungeahnte Schäden an Leib und Seele heraus, die, wenn es sich um Trinfernachkommenschaft handelt, das unglückselige Rauscherbe im Kinde deutlich machen.
Auge und Verkehr
ihrer Tendenz vorbeſtimmte Eigenſchaften erzüchtet werden. Es Schlußfolgerungen aus einer Statistik
gilt auch hier der große Meyersche Lehrsatz: Stoff und Kraft sind in der Welt unverfierbar und können durch den Lebensprozeß mohl tausendfältig gewandelt und neugestaltet, aber niemals verringert oder vermehrt werden.
Es find mun aus meiner Feder am 6. und 7. Mai 1929 zwei Aufsätze im Abend- Borwärts" erschienen, die ich„ Alkoholismus und Strafrecht“ und„ Die Folgen des Alkoholismus" benannt habe. Das Wichtigste aus ihrem Inhalt ist der Nachweis, daß alle Rauschgiste, also auch der leider so leicht erhältliche Alkohol die Erbmasse in hohem Maße schädigen. Das aus folgendem Grunde: das eigentliche Prinzip des Lebensprozesses liegt im Berden und Bergehen. Die Einheiten unseres Körpers, Jellen genannt, zerfallen unablässig und bauen sich ebenso fortwährend auf. Was also diesem Aufbau hindernd in den Weg tritt, bedeutet Schädigung. Nun ist die Haupteigenschaft des Alkohols die Hemmung. Der menschliche Zellenhaushalt wird sofort in seiner Aufbauarbeit gehemmt, sobald der Körper alkoholisiert wird. Schon sehr geringe Dosen Alkohol bewirken solche Hemmungen. Und zwar leiden die außerordentlich empfindlichen Hiru- und
Nervenzellen am meisten unter der Vergiftung durch das Rauschgit. Das letzte und feinste Produkt des menschlichen. Leibes ist aber die
Reimzelle, aus der das neue Leben, das Kind entsteht. In cinem durch Altoholmißbrauch gehemmten Menschenkörper kann die Keimzelle nicht unverändert bleiben. Wiederholt sich der Mißbrauch und wird zur Gewohnheit, so daß Rausch bis zur Bewußtlosigkeit des öfteren eintritt, und findet der Zeugungsvorgang momöglich gar im berauschten Zustande statt, so muß sich mit Notwendigkeit die Schädigung der Keimzelle im Kinde auswirken. Sei es in einer Schwächung einzelner Organe und einer daraus entstehenden besonderen Empfänglichkeit für gewisse Krankheiten wie Tuberkulose, Nerventeiden aller Art usw. oder in der Veränderung und Mißbildung der Gehirnzellen. Gewiß ist es fast unvorstellbar, wie der kaum sichtbare Reim des väterlichen Samentierchens und die Geringfügigkeit des Muttereies nicht allein die förperlichen, sondern auch die geistigen und seelischen Eigenschaften beider Eltern oft in höchster Bollendung im Kinde miederum entstehen lassen. Aber die Tatsache wird jeden Tag tausendmal sichtbar: Wie kann man daran zweifeln, daß die schwerste Echädigung, die das Zellensystem überhaupt erleiden kann, die alkoholische nämlich, sich in der Nachkommen schaft ebenso und vielleicht noch viel schädlicher reproduziert?
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Dr. Fernte operiert nun in seinem Artikel mit einer Anzahl von Zeugnissen des Professors Klatte Detmold und von, im übrigen unbekannten Namen wie Pohlisch, Boß, Banje, die alle die Nachkommenſchaft von Trintern untersucht hätten und dabei alle die Nachkommenschaft von Trintern untersucht hätten und dabei festgestellt haben wollen, daß die Kinder von Trinfern durchaus nicht anfälliger für Krankheiten, oder geistig und seelisch mißbildeter gewesen wären, als die Nachkommen von Nichttrinkern. Bei dieser im ganzen recht oberflächlichen Aufstellung ist vor allen Dingen dic ganz unwissenschaftliche Methode zu bemängeln, so menn der Autor Den erbgesunden" Trinker in einen Gegensatz zu dem nicht ,, erbgefunden" Trinker stellt. Wenn das Wort„ Trinker" überhaupt einen Sinn haben soll, so muß es dem Worte„ Alkoholmißbraucher" gleichzusetzen sein. Ein Mensch, der gelegentlich, also feineswegs täglich ein Glas Bier oder Wein zu sich nimmt, ist kein Trinker. Wer aber täglich Alkohol in größerer Menge konsumiert und dadurch mehr oder weniger berauscht wird, der ist Trinker. Die Erbgesund heit eines solchen Menschen kann nur in seiner eigenen, ewig auf gestachelten Phantasie vorhanden sein.„ Erbgesunde Trinker" gibt es nicht. Je mehr und je länger ein Mensch trinkt, desto inehr wird sich sein Gesundheitszustand und damit seine Erbfähigkeit verschlechtern. Aber glücklicherweise kann der Trinter sein Kind mur zeugen, nicht auch gebären. Die Frau spielt bei der Geburt gottlob die größte Rolle und es ist ein unendliches Glück für die Menschheit, daß die Frauen im allgemeinen einen recht gerin gen Hinzug zum Rauschgift haben. Nur der Tatsache, daß die Frau zumeist Nichttrinkerin ist, haben wir es zu danken, daß es überhaupt noch lebensfähige Menschen auf der Erde gibt. Mit Leichtigkeit festzustellen ist, daß die Nachkommenschaft in dem Augenblid törperlich und geistig degeneriert, wenn Vater und Mutter sich Rauschgiften, insbesondere dem Alkoholmißbrauch, hingeben. Aber auch das Erbgut früherer Generationen spielt für den Keimling eine große Rolle. Und die Vererbung fann im negativen oder pofitiven Sinne beeinflußt werden durch Eltern und Boreltern und beren Rauschgiftfünden.
fönne. Das änderte sich mit der Einführung der Eisenbahnen und noch mehr der Autos. Der Schwachfichtige wird jetzt gut tun, eine Brille zu benutzen, und zwar möglichst nicht eine der alten Bi- Brillen, die schon bei ganz geringer Seitendrehung des Blickes schlechte und verzerrte Bilder geben, sondern eine mit den neuen durchgebogenen Glasformen, die auch das Erkennen bewegter Gegenstände im seitlichen Blickfeld ermöglichen.
Ueber die Ansprüche, die der moderne Verkehr an das mensch| ausreichend, damit er sich ungefährdet auf der Straße bewegen liche Sehorgan stellt, machte in der Gesellschaft für öffent liche Gesundheitspflege der bekannte Berliner Augenarzt Dr. Czelliger interessante und beachtenswerte Ausführungen. In erster Linie fallen dem gesteigerten und sich immer weiter steigernden Kraftverkehr in wachsendem Maße Personen zum Opfer; so zählte man im Jahre 1929 bei Autounfällen 204 Tote, im Jahre 1930 mehr als doppelt soviel, 466, im Durchschnitt macht das auf die Woche neun gegenüber vier im Jahre 1929. An allen Höhere Anforderungen sind natürlich an das Fahrperso diesen Unfällen trägt ja nun sicherlich eine verminderte Augen- nal zu stellen. Im Eisenbahnverkehr wird nicht nur die Sehleistung des Führers nicht gerade die Schuld, sondern zu einem schärfe geprüft, sondern auch der Farbensinn, was für das Ergroßen Teil der Furor celeritatis, d. i. das Streben zu immer fennen der farbigen Lichtjignale erforderlich ist, und der Lichtsinn, größerer Schnelligkeit, von dem fast jeder Fahrer ganz unwillkürd. h. das Erkennen auch ganz schwach beleuchteter Gegenstände, lich ergriffen wird, und die es immer schwerer macht, bei aufmas namentlich auch für Flugzeugpiloten bei nächtlichen Fahrten tretenden Hindernissen und dadurch notwendig werdendem plöt sehr notwendig ist. Diese Prüfungen werden beim Eisenbahnlichen Bremsen die Gemalt über das Fahrzeug zu behalten. personal regelmäßig alle fünf Jahre und außerdem nach schweren Erkrankungen wiederholt. Bei Autofahrern, für welche die Ansprüche an die Sehschärfe nach den polizeilichen Vorschriften Czelliger für zu gering hält, fehlen dieſe Nachprüfungen gänzlich, so daß ein Mensch, dessen Sehfchärfe zufolge einer Krankheit lang=" sam abnimmt, immer noch unbehindert mit seinem Kraftwagen durch die Straßen und in die Weite sausen darf, wie sehr er auch dadurch seine Mitmenschen gefährdet.
Ganz unverhältnismäßig groß ist die Zahl der Unfälle durch Rrafträdet; in den drei Monaten April, Mai, Suni 1930 wurden durch sie 944 Personen verlegt gegenüber 358 durch Privat autos Bei fast gleicher Gesamtzahl der Privatautos und Krafiräder, etma 40 000. Dieser auffallende Unterschied zwischen Autogefahr und Kraftradgefahr ist sicherlich auch mit darauf zurückzuführen, daß die meisten Kraftradfahrer eines Führerscheins bedürfen, er ist nur für die Benutzer von dywereren Maschinen mit Motoren über etma 6 PS erforderlich, aber auch diese sogenannten fleinen Führerscheine" werden ohne jede Sehprüfung erteilt, so daß eine gar nicht tontrollierbare Menge Sehidhwacher auf ihren lärmenden und stinkenden Maschinen durch unsere Straßen toben. Czelliger fordert demgegenüber gänzliche Sperrung der belebtesten Straßen für Krafträder und Prüfung der Sehschärfe auch bei den für die Krafträder baldigst einzuführenden Führerscheinen.
Im ganzen Tierreich gilt das Gesch, daß die Sehschärfe mit der Schnelligkeit zunimmt. Das ist ja auch für das Tier notwendig, sowohl um die zu ergreifende Beute zu erkennen als sich dem Verfolger zu entziehen. Auch beim Menschen müssen bei größerer Schnelligkeit der Bewegung größere Ansprüche an das Seborgan gestellt werden. In unbelebten Gegenden, auf einsamen Feld wegen, findet sich selbst ein Blinder mit seinem Stocke tastend ohne jede Hilfe zurecht, und solange man nur tierische Kraft, vor allem Pferde, zum Fortbewegen der Wagen benutte, waren besondere Borschriften und Prüfungen für den Kutscher kaum erforderlich, denn bekanntlich treten Pferde faſt niemals auf Menschen, sondern weichen aus, selbst ohne vom Kutscher herumgerissen zu werden. So hatte man denn auch nur für Postillone die Forderung ,,, daß sie gut sehen und hören". Für Fußgänger hielt man allgemein ein 3ehntel der normalen Sehschärfe für
Kleine Notizen Wurm- Bekämpfung
Zu diesem nicht zur Ruhe kommenden Problem nimmt in der Medizinischen Welt" der Direktor der Inneren Abteilung des Krankenhauses der Jüdischen Gemeinde Berlin , Professor Dr. H. Strauß, Stellung. Nach seiner Ansicht handelt es sich bei der Uebertragung von Madenwürmern( Ogyuren) um eine foge nannte orale Rotinfektion( Rotinfektion durch den Mund). Die Ueber tragung geschieht durch die oryuren Eier. Sie gelangen durch Kragen in der Aftergegend auf die Finger. Durch Zerstäubung des Kotes und durch Uebertragung von Kotteilchen durch Fliegen und durch Bodenprodukte( Salate und Gemüse), nämlich auf dem Wege der Düngung, geschieht die Verbreitung der Oryuren. Die Eier sind nun gegen äußere Einflüsse sehr widerstandsfähig. Sehr empfind lich sind sie aber gegen Wasser. Im Schmutz unter dem Nagelfalz von Dryurenträgern finden sich sehr häufig Dryureneier. Da ist es begreiflich, wenn der Madenwurm durch Berührung von Hand zu Hand verbreitet wird. Ferner auch, daß er durch Berührung von Nahrungsmitteln und Eßgeschirr in den Körper bisher gesunder Kinder gelangt.
Ein ganz besonderes Kapitel bilden die Scheinwerfer. Sie sind bei unseren Autos meist zu hoch angebracht, so daß fie feineswegs nur die Fahrbahn beleuchten, sondern die entgegenkommenden Menschen völlig bienden. Es müßte doch mit Leichtig feit zu erreichen sein, sie nicht höher als anderthalb Meter anzubringen und die höher hinaufgehenden Strahlen durch eine ganz einfache Vorrichtung abzublenden.
Aus der Fülle der Anregungen, die der Vortragende bot, seien noch zmei ermähnt: 1. Die Beleuchtung der Nummern und Fahrschilder unserer Straßenbahnwagen und Autobusse ist unzureichend, außerdem sind die Schriftzeichen zu flein, so daß ein Wartender erst, wenn der Wagen ganz nahe ist, erkennen fann, ob es auch derjenige ist, den er benutzen will. 2. Die strengen Vorschriften, die in der Kriegs- und Handelsmarine an die Sehtüchtigkeit des Personals gestellt werden, fehlen in den Binnengewässern fast ganz; an Sonntagen ist der Wasserverkehr in der Nähe der Großstädte recht gefährlich geworden, denn die Führer von Sportbooten aller Art, Segel - mie Motorbooten, sind ohne jede Prüfung berechtigt, daraufloszufahren. Die privaten ,, Segelpatente", die von einigen Segel- und Jachtklubs ausgestellt werden, sind durchaus unzureichend. Czellizer regt an, von jedem Motorbootführer, dessen Motor eine bestimmte Stärke Bt. überschreitet, einen Führerschein zu verlangen.
Professor Strauß mird der Wurmfrankheit am besten vorgebeugt durch weitgehende Reinlichkeit in Küche und Keller, durch peinliche individuelle Reinlichkeit und durch eine entsprechende Ladenhygiene im Nahrungsmittelgewerbe.
Vom Plattfuß im Kindesalter
Professor Spity, der befannte Direktor des orthopädischen Spitals in Wien , weist in einer Arbeit darauf hin, daß nicht selten durch starke Fetthülle des frühkindlichen Fußes ein Plattfuß vorgetäuscht wird. Er wünscht nicht, daß solche Fälle überhaupt behandelt werden. Beim echten Plattfuß hat sich die Widelung des Fußes, etwa ein Jahr lang durchgeführt, bestens bewährt. Prof. Spißy empfiehlt die Wicklung, wie sie einstmals bei den Chinesenfrauen zur Erzeugung eines kleinen Fußes mode war. Spitzy wünscht auch teine Behandlung des Knidfußes, wie er beim Gehbeginn zu beobachten ist. Dieser Knidfuß sei physiologisch. Freilich tommen hier allerlei llebergänge ins Bathologische vor. Nach Spizy genügt in solchen Fällen die Schiefstellung der Ferse durch Erhöhung der Innenseite des Absages um etwa% Zentimeter. Das Leder an der Außenseite des Schuhes muß aber so steif sein, daß der Fuß nicht nach außen abgleiten fann. Biel Schaden wird an Schule und Elternhaus haben also ein Interesse daran, auf gerichtet durch den Gebrauch der üblichen in den Schuhgeschäften größte Reinlichkeit zu achten. Als im Weltkriege die Seife erhältlichen Einlagen. Sie dürfen nur da angewendet werden, Durchaus zutreffend ist die Beobachtung Dr. Ferntes, daß fnapp murde, entwidelte fich die Ornuriafis zu einer Maffenerfran- wo eine schwere rachitische Deformation des Fußgewölbes vorliegt, Trinter häufig förperliche ebenjo mie geistige Leiden haben, und fung größten Stils. Professor Strauß ist nicht der Ansicht, daß an so daß es aktiv nicht mehr gehoben werden kann. In allen anderen bob sie diese auf ihre Nachkommen übertragen. Auch das ist richtig, der neu beobachteten Zunahme der Ornuriafis die Rohtoftbewegung Fällen empfiehlt Spign den Gebrauch der von ihm erfundenen Daß viele Gewohnheitstrinker durch eine frankhafte Berschuld sei, sondern er meint, daß die wirtschaftliche Deaktiven Einlage. Sie besteht aus einem halbfugeligen Knopf, der anlagung zum Alfobolgenuß getrieben merden. Folsch ist aller pression mit dem herabgeminderten Seife und Wäscheverbrauch gegen das Fußgewölbe stößt und eine aktive Hebung veranlaffeu bings mieber, daß diefe Beranlagung leelischer" Art jei. Es gibt und dem Nachlassen der Reinlichkeit die Ursache darstellen. Nach sou.
Dr. S.