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Ruhrschiedsspruch verbindlich.

Der Schiedsspruch im Manteltarifftreit im rheinisch- westfälischen Steinkohlenbergbau vom 6. Mai 1931 ist vom Reichsarbeitsminister für verbindlich erklärt worden.

Der Schiedsspruch sieht im wesentlichen die unveränderte Ber­längerung des bisherigen Rahmentarifs bis zum 31. Mai 1932 vor. An Verschlechterungen bringt er den Ruhrbergarbeitern, die mehr als zwei Jahre im Bergbau tätig sind, eine Bertürzung des Urlaubs um einen Tag und den Abbau des Hausstands= geldes von 16 Pf. auf 10 Pf. Hinsichtlich der Arbeitszeit, die der Schiedsspruch unverändert läßt, bestimmt er jedoch, daß über die Löhne neu verhandelt werden muß, wenn während der Dauer des Manteltarifvertrags eine Arbeitszeitänderung eintritt.

Der Ruhrzehenverband hatte den Spruch hauptsächlich Deswegen abgelehnt und sich in einer längeren Erklärung gegen feine Berbindlichkeitserklärung gewendet, weil er wiederum die grundsägliche Siebenstundenschicht unter Tage vorsicht". Obwohl in der Braris infolge des Mehrarbeitszeitabkommens auch im Ruhr fohlenbergbau der Achtstundentag gilt, wollten die Zechenbarone noch nicht einmal von der grundfäßlichen", in diesem Falle aber theoreti­schen Anerkennung des Siebenstundentages etwas missen.

Berliner Gewerkschaftsschule.

Achtung, Betriebsräte! Der nächste arbeitsrechtliche Juformationsabenb für Betriebsräte finbet ftatt am Dienstag, bem 19. Mai, 19 Uhr, im Saal 3 des Gewertschaftshauses, Engelnfer 24-25. Reiter bes Informationsabends ist ber Genoffe Dr. Ernst Fraenkel . Rutritt baben alle freigemertschaftlich organi. fierten Betriebsräte, Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Be teiligung ist toftenlos.

A- Betriebsräte! Morgen, Moning , 19% Uhr, mitige Betriebsrätener. fammlung in den Marfiler- Festfalen, Raiser Wilhelm- Str. 31. Tagesordnung: 40- Stunden- Woche, ein Silfsmittel gegen Arbeitslosigkeit, ein Rampf um unfer foaiales Recht.( Gehaltsempfänger oder Stundenföhner?) Rebner: Gau­leiter Sans Gottfurcht som 86. Ansipoche. Butritt mur gegen Borweis ber Einladung augleich mit dem AF- Answeis 30 ham. 31" und demt gültigen Mitgliedsbuch einer Gewettichaft.

Stäblicher Bich zub Schlachthol fowie Fleischbeschan GRBD.­Fraktionsverfammlung Montag, 18. Rai, 10 Uhr, im 2otal Rigaer Straße 85. Wichtige Tagesordnung. Mitgliedsbuch ist bestimmt mit­aubringen.

SPD - Fraktion der Zufthansa. Mittwoch, 20. mai, 16% Uhr, im Lotal Richter( früher- Mubral), Spanbauer Straße, Frottionsner fanmhung der GBD.- Genoffen mit Empathifterenben. Franz Künstler, M. d. R.: Die politische Lage".

2. 20eme unb Typograph. Betriebsfraktion ber CPD. Mittwoch, 20. Mai, 16% br, bei Deblfchläger, Berlichingenftt. 5, Fraktions fibung.

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Freie Gewerkschafts- Jugend Berlin

Seute, Sonntag, 17. Mai. Rreis Oberspree: Epieltag an der Großen Strampe. Treffen 9 Uhr Röpenid, Gopia.

Jugendgruppe des Zentralverbandes der Angestellten Seute find folgende Beranstaltungen: 2. Reichewerbetag des Gaues Mart Brandenburg im Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen. Morgen, Montag, find folgende Beranstaltungen: Webbing: Jugendheim Sutiner Ede Geestraße. Distuffionsabend über: Jugend und Altohol". Brig : Städtisches Jugendheim( Rathaus). Borttag: Aus der Geschichte ber freien Gemertschaftsbewegung". Referent: Derkom. Urban: Jugendheim Sobrecht Ede Ganderstraße. Romm her, spiel mit." Beißensee: Jugend­heim Biftoriustr. 24. Bolttisch- satirischer Abend.

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Deutscher Metallarbeiter- Verband

Achtung, Betriebsräte!

Dienstag, den 19. Mai, abends 7 Uhr, im Verbandshause, Linienstraße 83/85, Sigungsjaal Betriebsräteversammlung der Hauptgruppen 3 und 6, Untergruppen 8, 9. 10, 18 und-19 Tagesordnung:

1. Bortrag über Invaliden- und An­gestellten- Bersicherung. Referent: Ber­waltungsdirettor Röhn, Landesver ficherungsanstalt Berlin .

2. Disfuffion.

3. Verschiedenes.

abends 7 Uhr, im parterrefaal des Dienstag, den 19. mai, Berbandshauses, Linienftr. 83/85 Branchen- Versammlung aller in der Eisenkonstruktion, Signal­

bau, Fahrstuhl- und Aufzugban beschäftigten Kollegen sowie aller Monteure und Helfer auf Bauten Tagesordnung:

1. Jahresbericht.

2. Diskussion.

3. Branchenangelegenheiten. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Sahlreicher Besuch wird erwartet.

Spielplan

unferer Kulturabteilung. Jn der Woche vom 18. bis 24. Mai: 1. USA . Jm wilden Weften. 2. Die Stadt Bremen .

3. Humoreste.

In der Woche vom 25. bis 31. Mai:

1. Ranada( Das Land der vielen Binde)

2. Fahrt ins Gommerglüd.

3. Sumoreste.

In der Boche vom 1. bis 7. Juni:

1. Der Mann, der das Gedächtnis verlor. 2. Ronfum- Film.

3. Humoreste.

Anfragen wegen Besuch unb Weber­laffung der Abteilung find( telephonisch oder schriftlich) an die Kulturabteilung Büro Binienſtr. 83/85, 8immer 20 zu richten.

Der Pfingstfeiertage wegen bleibt die Kulturabteilung Montag, den 25., und Dienstag, den 26. Mai, geschloffen. Die Ortsverwaltung.

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einem Ausbau ihres Hauses in der Lindenstraße 42 ge fchritten, der es verdient, von ihren Freunden und Kunden beachtet zu werden. Schon die prächtige Ausgestaltung der Schaufenster meist auf die Bergrößerung und Erweiterung hin. Im Innern aber ist nichts mehr zu spüren von irgendwelcher Enge, die vielleicht früher, als wohl der Umsatz stieg, aber der Raum nicht wuchs, in die Augen fiel. Die ganze erste Etage, zu der man auf einer bequemen Treppe gelangt, ift hinzugefommen und dient jetzt der erweiterten Herren- und Damentonfeftion. Daneben haben hier auch die Büroräume, die bisher den größten Teil der linten Parterrefeite einnahmen, ihren Plaz gefunden, so daß es oben und unten gleich luftig und angenehm ist. Weiterhin aber ist es der Geschäftsleitung gelungen, nach den Wünschen der Kundschaft neben dem Ausbau der bisher geführten Abteilungen eine neue Warengattung: Wirtschaftsartitel einzuführen. Die Keller­räume gleichen heute geradezu einem Spezialgeschäft für Wirts fchaftseinrichtungen. Die rührige Bi- Wo hat sicher durch ihren Ausbau zu den alten neue Freunde gewonnen.

Rundgang in Spindlersfeld.

Was ber berüchtigte Bahn der Zeit an unserer Resdung fündigt, das offenbart sich in Spindlersfeld in einem wahren Riesenarsenal mehr oder weniger ramponierter Kleidungsstücke, die durch den Prozeß des Reinigens oder Färbens zu neuer Schönheit auferstehen sollen. In Riesensälen fizen und stehen Hunderte von Männern und Frauen und arbeiten emfig, bei wahrer Tropentemperatur, an der Wiederherstellung der Garderobenstücke. In der Färberei brodelt in Riefenteffeln himbeerrote, grasgrüne, violette und pech schwarze Brühe und jedes Gewebe verlangt eine andere Art der Behandlung: Hier wird falt, hier warm gefärbt, hier schnell, bort langsam getrodnet. In der Entfleckerei wird mit Benzin und Seife dem Schaden energischst zu Leibe gerüdt; wo die Farbe nachläßt, muß dann wieder nachgefärbt werden. In der Büglerei stehen die wahren Märtyrerinnen ihres Handwerts tunstgerecht und mit unerhörter Firigkeit fauft der Blättbolzen seine Bahn. In der Schneiderei wird genäht, auf- oder abgetrennt, in der Gardinen­und Teppichstopferei werden wahre Wunderwerte mühsamſter, Punstvoller Stopfarbeit geleistet, und im Appreturraum erhalten die Gewebe den Hochglanz. Im Versandraum, wo die fertigen Stücke hängen, zeigt sich dann die Metamorphose, das Produkt fleißiger, geschickter Hände. Hier im Reinigungsbetrieb hat noch menschliche Arbeit die Oberhand, denn all diese komplizierten, fleinen Arbeitsgänge faffen sich nicht durchweg mit der Maschine erledigen. Jegt, in der Hauptsaison, laufen pro Tag etwa 3000-4000 per fchönerungsbedürftige Kleidungsstüde ein, die mit viel Mühe und ungefähr 100 000 Liter täglichem Benzinverbrauch bearbeitet werden.

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