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dabei an die Kommunisten

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irgendwo eine einigermaßen deutliche Vorstellung zu finden, es ist mir nicht möglich gewesen. Das einzige Konkrete ist der Hinweis auf das russische Beispiel. Was fönnen wir aber aus diesem Beispiel für die deutschen Verhältnisse lernen? Wie das russische Experiment einmal auslaufen wird, das fann heute noch niemand sagen.

Was wir aber wissen ist, daß seit 14 Jahren das russische Bolk in einem dunklen Höllental des Elends herumgeführt wird, das die schlimmsten Zustände des kapitalistischen Systems selbst in der Krife noch übersteigt.

Es wäre sehr töricht von uns, etwa den Zusammenbruch des russischen Experiments zu wünschen. Die Bolschewiti haben soviel zur Mißkreditierung des Sezialismus in aller Welt getan, daß wir schon aus diesem Grund wünschen müßten, daß ihnen auch einmal wirkliche Erfolge blühen möchten. Aber selbst wenn wir das annehmen wollten, was will das für eine etwaige Anwendung auf Deutschland besagen? In Rußland entfielen nach der Volkszählung von 1925 nicht weniger als 87 Pro3. der Bevölkerung auf die Landwirtschaft, und für diese sechs Siebentel des Volkes hat man sich die Lösung des ökonomischen und sozialen Problems zu­nächst außerordentlich einfach gemacht. Sie beruhte auf dem Grund faz : Bleib' auf dem Lande und nähre dich redlich". Soweit der Boden reichte, gab man den Landproletariern ein Stück Ackerland und stellte im übrigen die Fiktion auf, daß für die Landbevölkerung die soziale Frage gelöst sei. Wir wissen, wie wenig diese Fiktion mit der Wirklichkeit übereinstimmte. Wir wissen, von welchen furchtbaren Krisen auch die russische Landwirtschaft geschüttelt wurde. und mit welcher Brutalität die hungernden Landproletarier wieder auf das Land hinausgejagt worden sind, wenn sie in ihrer Verzweiflung glaubten, in den Städten Brot bekommen zu können. Die Frage, ob die deutsche Arbeiterschaft und überhaupt eine Arbeiterklasse mit westeuropäischem Kulturniveau in der Lage wäre, ein solches Maß von Entbehrungen Jahre und Jahrzehnte auf sich zu nehmen, wie es dem russischen Bolt bis zum heutigen Tage aufge­zwungen worden ist, diese Frage braucht uns aber auch gar nich: näher zu beschäftigen. Denn, selbst wenn wir sie bejahen wollten. fönnten wir immer noch nicht das russische Beispiel nachmachen. Wir können nicht sechs Siebentel der Bevölkerung einfach auf das Land hinausjagen und fich selbst überlaffen. Wir haben eine industrielle Bevölkerung zu versorgen.

Die Kommunisten stellen zwar die Parole auf: Einreihung der Erwerbslosen in den Produktionsprozeß. Das fonnte in Rußland ge­schehen, wenn auch primitiv durch die Zuweisung von Land. Wir fönnen im industriellen Deutschland natürlich auch Arbeitsplätze zu­weisen. Aber hier wächst tein Brot, wenn nicht durch das Funktio­nieren des ganzen Wirtschaftssystems Arbeitsgelegenheit da ist!

Im Industriesettor haben die russischen Methoden zu­nächst einen völligen Zusammenbruch herbeigeführt, so daß uns dieses Beispiel wirklich nicht zur Nachahmung anreizen tann.

Die deutsche organisierte Arbeiterschaft will den Sturz des tapi­talistischen Wirtschaftssystems, aber sie will nicht den Zusammen­bruch der Wirtschaft.

Sie will den Sozialismus als eine Berbesserung ihrer sozialen Lage, aber nicht als eine noch weitere Verschlechterung. Deshalb tönnen wir nur eine Politik verfolgen, die geeignet ist, die Krise zu mildern und zu überwinden und gleichzeitig die Entwicklung zum Sozialismus zu beschleunigen!

Praktische Möglichkeiten der Wirtschaftspolitik.

Ein Generalrezept dafür gibt es nicht. Auch mit teiner jo genannten revolutionären Attion" läßt sich dieses Problem lösen. Bir fönnen nur wirtschaftspolitische Richtlinien für die Gesamtpolitit aufstellen. Durch die Forderung einer ent­sprechenden internationalen Politit müssen wir versuchen, den Ka­pitalstrom wieder in normale Bahnen zu lenten und die Kapital versorgung Deutschlands zu bessern. Die Siche­rung des Weltfriedens und die internationale Atrüstung sowie ein planmäßiges Busammenarbeiten der Staaten auf diesem Gebiete gehören dazu. Es müssen auch internationale a nahmen getroffen werden gegen die Kapital- und Steuer flucht. Wenn wir in diesem Zusammenhang die Aufhebung der Reparationszahlungen und die Streichung der inter­nationalen Kriegsschulden fordern, so ist das feine Schwenkung unserer Reparationspolitit. Bir sind für Berständigung eingetreten. weil dies der einzigste und schnellste Weg war, um das Ziel der endgültigen Befreiung zu erreichen. Angesichts der gegenwärtigen Lage Deutschlands und der offenfundigen Tatsache, daß das Repara­tionssystem ein schwerer Störungsfattor für die ganze Weltwirtschaft ift, haben gerade wir nun auch das Recht, die Beseitigung der Reparationen zu fordern.

Für die innere Wirtschaftspolitik fordern wir schärffte Kontrolle des Monopolkapitalismus,

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Immer stärker wird die Abhängigkeit der kapitalistischen Wirtschaft vom Staate, immer größer damit der gesellschaftliche Einfluß über die Wirtschaft. Und mit der Demokratisierung der Staaten wächst auch der Einfluß des Proletariats in der Wirtschaft. Die ge­sellschaftliche Wirtschaftspolitik nimmt zu, und es wächst auch der nicht tapitalistische Sektor der öffentlichen und gesellschaftlichen Wirt­schaft. Der innere Strukturwandel im Kapitalismus, das Zurück drängen des individuellen Unternehmertyps durch gebundene Unter­nehmungsformen liegen auch auf dem Wege von der privatkapita­listischen zur gesellschaftlichen Wirtschaft. Mit Recht hat der bürger­liche Professor Schmalenbach den Unternehmern zugerufen: Ihr seid, wenn auch unbewußt, Vollstrecker des Testaments des großen Sozialisten Karl Marr!

Wer wollte leugnen, daß die sozialen Funktionen des Staates gegen rüer schon außerordentlich groß geworden sind. Wenn Karl Marg fchon das erste Arbeitszeitgesetz in einem kapitalistischen Staate als einen bedeutsamen und grundsäglichen Sieg der politischen Dekonomie des Proletariats gefeiert hat, wie viele folcher Siege haben wir nachher noch dazu bekommen! In früheren Krisen hat sich die Gesellschaft überhaupt nicht um die Opfer des Kapitalis mus gefümmert, außer einer erbärmlichen und entehrenden Armen­unterstützung für Arbeitsunfähige. Der gesamte Aufwand, der dafür in dem schweren Krisenjahre 1885 gemacht worden ist, belief sich für das ganze Reich auf 91 Millionen Mart. Fast 3 Milliarden Mart sind im Jahre 1931 an die Erwerbslosen ausgezahlt worden! Die gesamte Sozialversicherung hat im Jahre 1929 fast 7 Milliarden ausgezahlt gegen 1,14 Milliarden im Jahre 1913. Im Reichsetat standen damals dafür 58% Millionen,

1929 1576 Millionen.

Wir sind mit diesen sozialen Leistungen noch längst nicht zu­frieden. Wir sind auch davon überzeugt, daß die Wirtschaft noch mehr leisten kann. Wir müssen aber auch begreifen, daß in diesem Fortschritt doch schon ein nicht geringes Stüd verwirk­lichter Sozialismus fledt.

Neben den sachlichen Voraussetzungen müssen auch die psycho­logischen zur Verwirklichung des Sozialismus gegeben sein. Nach der materialistischen Geschichtsauffassung wird das gesellschaftliche Bewußtsein geformt durch das ökonomische Sein. Die wachsende unfähigkeit des kapitalistischen Systems müßte sich also ideologisch in eine Abkehr von diesem System widerspiegeln. Nun sehen wir in Wirklichkeit eine starte antimargiftische" Bewegung. Ist das ein Widerspruch? Nein, die proletarischen Massen, die heute hinter dem

Das neile Buch

Alpines Handbuch

Die erofundliche Darstellung ist in der glücklichen Lage, von allgemeinſtem Interesse und allgemeinster Berständlichkeit und doch gleichzeitig von hohem wissenschaftlichen Gehalt sein zu fönnen. Diese Berbindung macht geographische Werte und länderkundliche Reisebeschreibungen so reizvoll und beliebt und sichert ihnen eine große Berbreitung weit über die Kreise der Wissenschaft hinaus. Daher kann der Deutsche und Desterreichische Alpenverein, der nun ein Alpines Handbuch herausgibt( 2 Bände mit 176 Ab­bildungen, 4 bunten, 8 Tieforudtafeln, 2 Karten; Leipzig 1931, F. A. Brockhaus, jeder Band in Leinen 14,50 m.), mit Recht für sein Wert dieses zweifache und weitgreifende Intereffe porausseßen, um so mehr, als ausgezeichnete Kenner des Alpinismus und fesselnde Darsteller zur Mitarbeit gewonnen sind.

Im ersten Band dieses Werkes wird nur in furzen, flaren Ab­handlungen, wie es dem Charakter eines Handbuches entspricht, die Kenntnis der alpinen Welt von der ganzen Erde vermittelt. Der bekannte Alpinist und Erforscher des Alai- Pamir , Ridmer

Hafenfreuz herlaufen, wollen alles andere fein als Preistämpfer für den Kapitalismus.

Diese armen Teufel fühlen die brutale Fauft des Kapitalismus im Genid. Sie wissen nur noch nicht, wie sie sich davon befreien fönnen.

Es fommt nicht darauf an, was die nctionalsozialistische Führung aus dieser Bewegung machen wird. Von Wichtigkeit ist hier nur die Tatsache, daß die Massen, die dahinter stehen, zweifellos eine scharfe Gegnerschaft zum Kapitalismus im Bewußtsein tragen. Sie haben schon gelernt, den Kapitalismus zu verfluchen, nur haben sie den Sozialismus noch nicht begriffen.

Auch wenn man weiter in die gesellschaftliche Ideologie unserer Zeit hineinfieht, wird man finden, daß bei aller Gegnerschaft gegen den unverstandenen Margismus die Verteidigung des tapi= talistischen Systems sehr schwach geworden ist. Außer den unmittelbaren Nuznießern dieses Systems gibt es nicht mehr viele, die es ehrlich verteidigen wolln. Und bis weit in die Reihen der Unternehmer hinein fann man bange Zweifel feststellen, ob dieses kapitalistische System wirklich der ökonomischen Weisheit legter Schluß sei. Einen besonders starken Beweis für die Um­wandlung der gesellschaftlichen Ideologie gegen den Kapitalismus und für eine neue Gesellschaftsordnung haben wir in den letzten Wochen durch den neuen Papst brief bekommen. Wo ist die These von der Göttlichkeit und unantastbarkeit der geltenden Ord­nung geblieben? Eindeutig heißt es in der Enzyklika: Neu­ordnung der ganzen Wirtschaft ist unerläßlich!"

Das alles find Zeichen der Zeit, die erkennen lassen, daß trotz der ökonomischen und sozialen Nöte dieser Zeit der Sozialismus schneller marschiert als je zuvor. Während des Weltkrieges haben die Borfämpfer für den Bölterfrieden zeitweise den Glauben daran verloren, daß ihre Aufklärungsarbeit Erfolg haben könnte. Als der Krieg vorbei war, hat sich gezeigt, daß die schrecklichen Erfahrungen dieser Katastrophe mehr für die Aufklärung getan haben, als alle Friedenspropaganda. Der Krieg selbst hat auf dem ganzen Erdball Millionen neuer Anhänger für den Ruf gewonnen: Nie wieder Krieg!

Wir dürfen mit Sicherheit darauf vertrauen, daß auch die furchtbare Not diefer Krise am Bewußtsein der Bölfer nicht spurlos vorübergehen wird, und daß, wenn die Nebel dieser Krise sich ver­30gen haben werden, in aller Welt Millionen neuer Anhänger für den Sozialismus und für den Ruf gewonnen fein werden: Hin­weg mit der kapitali ischen Wirtschaftsordnung! ( Stürmischer, langanhaltender Beifall.)

B. Ridmers behandelt Die Gebirge der Erde". Die schwierige Aufgabe der Alpinen Geologie" löst in trefflicher Art, auch für den wissenschaftlich nicht geschulten Touristen verständlich und von höch­stem Interesse, Prof. Gunter Dyhrenfurth . Gute Profile und Stizzen sowie eine tettonische Uebersichtskarte der Alpen er­gänzen, die Abhandlung. Die Alpine Wetterfunde", eine für jeden Alpenwanderer so wichtige Frage, hat in Henry Hoet einen fachkundigen Bearbeiter gefunden. Desgleichen haben Die Tier­welt der Alpen " und" Die Alpenpflanzen" gründliche und flare, erfreulicherweise reich bebilderte Darstellungen erhalten. Daß für die Tierwelt ein großes Verzeichnis volkstümlicher Namen bei­gegeben ist, wird als besonders dankenswert empfunden werden. Bielleicht ließe sich ein ähnliches Berzeichnis für die Pflanzenwelt, jegt oder später nachtragen. Für alle genannten Abschnitte weisen Literaturverzeichnisse die wichtigsten Bücher zur Weiterarbeit nach. Damit ist der Inhalt des ersten Bandes jedoch noch nicht er­schöpft. Ein ausführliches Wörterbuch alpiner Begriffe und Aus­drücke, einschließlich der französischen, englischen und italienischen Fachausdrücke", eine über die gesamte Erde greifende Alpine Ge­schichte in Einzeldaten sowie ein Schlagwortverzeichnis, alle dre: Abschnitte von Walter Schmidtunz bearbeitet, zeigen, welche Fülle von Material, handlich geordnet, die Herausgeber vorzulegen W. Tietgens. gewillt sind.

WAS DER TAG BRINGT

Gruslige Geschichte

ERZÄHLT VON YORICK

Es

Unterirdische Gänge kommen an drei Stellen vor: in mittelalter lichen Sagen, in neuzeitlichen Kitschfilmen und in Moabit . handelt sich hier um den unterirdischen Gang in Moabit . Er ver­bindet das Gerichtsgebäude mit dem Untersuchungsgefängnis. Ge­baut wurde er für den Transport von Untersuchungsgefangenen durch die Justizwachtmeister. Nicht gebaut wurde er für den Transport

von Rechtsanwälten.

wozu ein entsprechender Gefeßentwurf dem Reichstage schon vor­gelegt ist. Wir fordern einen Abbau der Zollmauern und protestieren damit auf das entschiedenste gegen die hoch chutzöllnerische Agrarpolitie ber gegenwärtigen Regierung, die nben der Verteuerung der Ernährung unserer ganze weltwirtschaftliche Position auf das Schwerste bedroht. Systematische Ronjunttur und Arbeitsbeschaffungspolitik und planmäßige Auftragsregelung durch die öffentliche Hand find weitere Möglichkeiten. Je mehr die kapitalistische Wirtschaft bei der Gesamt- Der Berliner Rechtsanwalt M. berücksichtigte diese Einschränkung regelung der Volkswirtschaft versagt, um so mehr muß die öffent nicht. Sondern er eilte, weil ihm nach der Berhandlung noch etwas liche Hand für diesen Zweck eingesetzt werden. Aus diesem Grunde eingefallen war, was er seinem bereits abgeführten Klienten noch fordern wir auch eine Verstärkung des öffentlichen Einflusses auf die mitzuteilen hatte, besagtem Klienten durch besagten Gang nach. In­Banten und Kreditinstitute, denn die innere Fehlleitung von Kapital des wußte der abführende Beamte einen fürzeren Weg zur Zelle hat wesentlich zur Krisenverschärfung beigetragen. Wir fordern einen weiteren Ausbau der öffentlichen Wirtschaft und des Angeklagten und hatte den auch eingeschlagen; war zurückgekehrt weisen schließlich auf die Notwendigkeit hin, Auslandstrebite und hatte die Tür zum Gerichtsgebäude wieder verschlossen, denn hereinzuholen, um damit in erster Linie Arbeitsbeschaffungs- es war sechs Uhr abends. Und als Rechtsanwalt M. nach vergeb­pläne durchzuführen. Wir fordern weiter die gesegliche Berlichem Weg wiederkehrte und hinaus wollte, war die Tür in die türzung der Arbeitszeit auf 40 Stunden und die Unterſtügung einer Lohnpolitik zur Verstärkung der Massenkauf­kraft. Selbstverständlich haben wir uns zu wehren gegen die An­griffe auf die sozialen Einrichtungen und müssen für ihren weiteren Ausbau fämpfen.

Man tann all die vorgeschlagenen Maßnahmen zusammen­fassen unter dem Titel: Verstärkung des staatlich- wissenschaftlichen Einfluffes auf die Wirtschaft Einengung der fapitalistischen Verfügungsgewalt über die Wirtschaft Ausbau der sozialen Funktionen des Staates.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen bis zur letzten Konsequenz durchgeführt, würden bereits die Konstruktion einer Gefellschaftsordnung sein, die dem Sozialismus näher stände als dem Kapitalismus . Allerdings hänger. Ausmaß und Tempo dieser Entwicklung nicht von den Formulie rungen ab, sondern vom Umfange unserer politischen Macht, die wir für die Durchsetzung der Richtlinien aufbringen

fönnen.

Die Aussichten des Sozialismus.

Wie sieht es benr. überhaupt mit den Aussichten des Sozialis. mus aus? Wir müssen eingestehen, daß die sozialistische Bewegung noch nicht start genug war, um das gegenwärtige Elend der kapi­ talistischen Wirtschaft verhindern zu fönnen, das heiße aber nicht, als ob durch die proletarische Klaffenbewegung die fapitalistische Ge­sellschaftsordnung noch nicht geändert worden sei.

Es sind nicht nur erft Keime, sondern schon starte Fundamente und tragende konstruktionen für den sozialistischen Bau der Zu­funft vorhanden. Und wenn die Nebel dieser Krise sich verzogen haben werden, dann wird sich herausstellen, daß gerade in dieser Zeit der Kapitalismus an Terrain verloren hat.

Freiheit versperrt.

Etwas mißgestimmt eilte der Rechtsanwalt zum Untersuchungs­gefängnis und begehrte beim wachthabenden Beamten seinen Klienten zu sprechen. Der Beamte, getreu seiner Dienstvorschrift, verlangte die schriftliche Sprecherlaubnis, die der Rechtsanwalt nach Lage der Dinge nicht besigen konnte. Infolgedessen wurde er abermals zurüd­geschickt.

Der Rechtsanwalt ging gehorsam, aber die jenseitige Tür war noch immer zu. Er rief, er pochte; es hörte ihn niemand. Der Ge­fangene mußte sich selbst einen Ausweg suchen. Er geriet in einen Wirrwarr von dunklen Gängen. Aber an einen Ausgang geriet er nicht. Hingegen gelangte er schließlich in den Keller. Doch war auch der mit Gittertüren verschlossen. Der Verteidiger wurde nervös,

angstvoll nervös

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und rief gellend um Hilfe.

D Glück: es erschienen zwei Beamte. Ich bin Rechtsanwalt M.", fagte der Berirrte erleichtert. Bitte, lassen Sie mich hinaus." Die Beamten sahen sich vielsagend an. Kann jeder sagen!"

meinte dann der eine brutal.

Der Rechtsanwalt erklärte die Geschichte seiner Irrfahrt. Rennen wir!" lautete die Antwort. Ihre Papiere?"

Ja, die Papiere die lagen noch im Gerichtssaal. Das Lächeln der Auguren wurde noch vielfagender oder, nach den Regeln des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins , mehrfagend. Sie nahmen den Delinquenten in ihre schüßende Mitte.

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Und nun", meinte der eine freundlich ,,,, und nun fagen Sie uns schon lieber gleich, in welche Zelle Sie den richtigen Rechtsanwalt,| dessen Robe Sie sich da angezogen haben, eingesperrt haben. Jedes Kind sieht doch, daß Ihnen die Robe nicht gehört. Und haben Sie schon mal einen Rechtsanwalt ohne Papiere gesehen? Nee, mein Lieber auf den Schwindel fallen wir nicht mehr rein. Wir nicht!"

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Also sprachen die Hüter des Gefeßes und eilten einer Zelle zu: dem voraussichtlichen Aufenthalt für den Rechtsanwalt, zumindest in der kommenden Nacht.

Nun aber tommt, wie fich das am Ende gruseliger Geschichten zur Freude des Lesers gehört, das Wunder. Es bestand darin, daß auch der dem Rechtsanwalt bekannte Justizwachtmeister, der seinen Klienten abgeführt hatte, sich dienstlich verspätet hatte und dem felt­famen Gefangenentransport zufällig begegnete. Fünf Minuten später wurde der Berteidiger zur selben Tür hinausgelassen, die sich vor Stunden so brutal und heimtückisch hinter ihm geschlossen hatte. hat, dann freut er sich heute noch! Und wenn er fich inzwischen nicht über andere Dinge geärgert

Autostraße zum Eismeer?

Wie aus Bictoria( in Britisch- Columbien) berichtet wird, find dort vor kurzem Vertreter der amerikanischen und tanadischen Re­gierung zusammengetreten, um über den Bau einer Automobilstraße zu beraten, die aus dem Innern der Vereinigten Staaten quer durch Alaska zum Beringsmeer führen soll. Der Plan ist ungeheuer, da die Berbindung von Alaska mit den Bereinigten Staaten von Nordamerika mehr als 1000 englische Meilen beträgt und dann noch ganz Alaska durchfahren werden muß, ehe man die offene See erreicht. Das Gebiet, das für die Anlage der Straße in Frage tommt, ist bereits nach den verschiedensten Richtungen hin überflogen worden, um festzustellen, welche Teile der besonders in Alaska noch faum betretenen Gegenden sich am besten zum Bau der geplanten besigt, wird die neue Straße auch reich an geschichtlichen Erinne­Straße eignen. Neben den landschaftlichen Reizen, die das Gebiet rungen fein, da bis zur Grenze von Alaska die alten Wege aus= gebaut werden sollen, auf denen in den Jahren 1862 und 1898 die stehen, die damals von ihnen erbaut wurden. Freilich werden dem Goldgräber dorthin zogen, und wo noch viele der alten Blodhäuser Umfang des Unternehmens entsprechend die Kosten des Baues sehr groß sein, und die Provinz Columbien ist im Hinblick auf die fchweren finanziellen Belastungen von dem Bauplan nicht gerade begeistert. Dagegen machen die Bertreter der Vereinigten Staaten geltend, daß die Bollendung einer solchen Automobilstraße die Bes wohner von ganz Amerifa dorthin ziehen werde, und daß der Strom der Reisenden, die sich jetzt an den Stillen Ozean begeben, zum großen Teil an das ihnen völlig unbekannte Eismeer abgelenkt würde. Die zu dem Unternehmen verwendeten Rapitalien würden daher außerordentlich ertragreich angelegt sein. Erst wenn die Straße gebaut sein würde, und die Bewohner der Bereinigten Staaten ebenso bequem zum Eismeer tommen fönnten, wie jetzt zum Stillen Ozean, würde für das mit dem romantischen Schimmer eines Goldlandes umgebene Alaska die wahre Blüte beginnen, die auch der Provinz Britisch- Columbien die reichsten Erträgnisse bringen werde.