ins
Ernste Bilder vom Bausparen.
Stillstand bei Wüstenrot.- Rückblick auf die„ Devaheim" pleite.
Die größte, als erste follettive Bauspartaise in Deutschland 1924 Leben gerufene Bausparkasse Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot( sd.) veröffentlicht soeben ihren Geschäftsbericht für das Jahr 1930. Wenn einer der bekanntesten An hänger des Bauspartassengedankens, der Baurat Weiß, 1928 von dieser Kasse sagen fonnte:„ Sie fluntert mit Zahlen in einer Weise, die geeignet ist, ihre Bausparer dauernd in Täuschung zu halten", so muß man jezt feststellen, daß die Gdf. ihre in den Vorjahren schärfstens tritisterte unzulängliche Berichterstattung nur um weniges verbessert hat.
Die Zahl der Bausparer, die ihre Verträge aufgegeben haben und die für das Vorjahr mit 7,4 Broz. des Vertragsbestandes beziffert wurden, sucht man in dem diesjährigen Geschäftsbericht Dergebens. Sie tann jedoch nach den Angaben der Gdf. für die Halbjahrsberichte der Deutschen Bau- und Bodenbank annähernd ermittelt werden. Danach betrug die Zahl der Bausparer bei der
GdF.( in Deutschland und Desterreich) am 31. 12. 1928 31. 12. 1929 45 232 57 400
31. 5. 1930 31. 12. 1930 58 771 57 600
Die von Sachkundigen seit langem vorausgejagte rüdläufige Bewegung hat also bereits eingesetzt.
-
Da nach den Angaben der Kaffe im Berichtsjahre allein in Deutsch land 7503 Bausparer neu angeworben wurden, so muß eine noch größere Anzahl alter Bausparer schäzungsweise 18 bis 20 Prozent ihre Verträge rüdgängig gemacht haben. Das ist ein Symptom dafür, daß viele Bausparer die bei Bertrags abschluß unterschätzten Bausparverträge in der Wirtschaftskrise nicht mehr meitertragen fönnen und auch ein Zeichen der tiefgehenden Bertrauenstrise unter den Bausparern, die in ihren Hoff nungen auf baldige Zuteilung eines billigen Eigenheimkredits zwangsläufig getäuscht werden mußten. Bon den 45 491 reichsdeutschen Bausparern der GdF., die bisher insgesamt rund 136 Millionen Mart Spareinlagen aufbrachten, erhielten bisher nur 8421 unter ihnen 7547, die seit 1924/25 warten tragen das Risiko, bis zu 28 Jahren auf die Zuteilung warten zu müssen.
15 Millionen Mart von der Devaheim zugesagt) haben die Schmierig.
teiten vermehrt. Vorläufig ist mehr als ungewiß, ob und in welchem Maße die jahrelangen Ersparnisse der tieinen Bausparer bei der Devaheim, die sich um den Anschluß an die den katholischen Organisationen nahestehende größte deutsche Bausparkasse, die Gedie ,, Gemeinschaft der Freunde", bemüht, gesichert werden können.
Der Zusammenbruch des Devaheimtonzerns ist ein neues Warnungssignal. Wenn weitere schwerwiegende Schäden für breite Sparerschichten vermieden werden sollen, so muß energischer als bisher an die Durchführung einer wirtjamen Staatsaufsicht
über die Bauspartassen gegangen werden.
Der Kladderadatsch der Devaheim hat auch bürgerliche Kreise von der Richtigkeit der von der Sozialdemokratte aufgestellten Forderung einer Ausgestaltung der Bau spartassengefeggebung in der Richtung materieller Borschriften über die Propagandaformen, die Geschäftsverfahren und die Sicherung der Spargelder durch Festsetzung von Beleihungsgrenzen für Bausparhypotheken überzeugt. Die Gesetzgebung muß den Sparer sichern gegen den Unfug der Wettspar- und Schneeballsysteme bei den meisten Bausparkassen, in denen stets der Kapitalftärkere vor seinen ärmeren Spargenoffen" fiegt und den letzten die Hunde beißen; fie muß mit den langen Spar- und Wartezeiten, die jetzt bis zu 68 Jahren( 1) gehen, aufräumen und damit das Lotterie spiel um Baudarlehen, auf dem je de Bausparkasse beruht, eine dämmen. Sie muß zugleich durch Vorschriften über die Propaganda formen der Bausparkassen Sicherungen gegen die Berführung von Bauluftigen durch die maßlosen Versprechungen der Bausparinstitute und ihrer Bertreter schaffen. Nur so tönnen die Sparer vor ihren eigenen Illusionen und vor der Spekulationswut, die viele zum Abschluß eines Bausparvertrages veranlaßt, geschützt werden.
"
K. Brockschmidt.
ihr Bauſpardarlehen zugeiteilt. Das find nur 18,5 Broz. des Neue Brücken AEG.- Siemens
Gesamtbestandes. Die übrigen
-
-
-
"
arbeiten bei sich konzentrieren und auch den Vertrieb der Funkgeräte und einrichtungen übernehmen, die von Siemens und der AEG, hergestellt werden. Eine derartige Bereinbarung würde aus der Telefunken- Gesellschaft etwa das machen, was in den Bereinigten Staaten die Radio Corporation of America ist.
Auch der diesjährige Bericht der Gd. zeigt anschaulich, daß Gesellschaft über eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet des gesamten der Betrieb einer Bausparkasse ein außergewöhnlich gutes Geschäft für ihre Gründer ist. Bei einem Gesellschafts- Nachrichtenfunk- und Rundfunkwesens. Die Telefunten GeGeschäft für ihre Gründer ist. Bei einem Gesellschafts- fellschaft soll die gesamten Laboratoriums und Entwidlungs tapital von nur 110 000 m. erzielte die Gd. 1929 einen Gesellschaft minn" von 867 500 M. 1930 brachte das deutsche Geschäft dieser gemeinnügigen" Gesellschaft 607 377 m. ein, die taftvoll als 3u meisungen an die Rücklage ausgewiesen werden. Die Gewinne erlaubten der Gdf. außerdem, einen riesigen Verwaltungspalast in Ludwigsburg zu errichten, der unter den nach ,, ausreichenden Abschreibungen" mit rund 1 250 000 m. ausgewiesenen ( gegenüber dem Vorjahre um 915 000 m. erhöhten) Betriebsanlagen erscheint. Die Werbekosten, zu denen noch 1360 000 m. Bers maltungskosten tommen, haben sich gegenüber 1929 mehr als ver= doppelt. Sie stiegen von rund 529 000 m. auf rund 1081 000 m. Die Riesengewinne und die großzügigen Geschäftsspesen der Gemeinschaft der Freunde, die ja die Bausparer aufbringen müssen, beweisen den Bausparintereffenten, daß follektive Bauspartaisen alles andere find als für den Sparer billige Spareinrichtungen. Was lehrt der Devaheim- Standal?
Es ist jetzt ein Jahr her, daß die freien Gewerkschaften in einer eingehend begründeten Entschließung die Arbeiter, Angestellten und Beamten mit allem Nachdruck vor den Bauspartassen gewarnt haben. Die Entwicklung hat ihnen nur zu sehr recht gegeben. Von den rund 300 Bausparkassen, die in den lezten Jahren wie die Pilze aus dem Boden schossen, sind bereits 35 Institute zusammengebrochen, darunter die den National. sozialisten nahestchende Frankfurter Bauspartajje Selbsthilfe der Arbeit", deren Siegeszug zur Befreiung Deutschlands von der Zinstnechtschaft" mit dem Konkurs endete, der Tausenden von Kleinsparern ihre legten Spargroschen- insgesamt rund 15 Millionen Mark foſtete.
-
Das letzte Glied in dieser Skandalreihe war die Zahlungseinstellung bei einer der größten deutschen Bausparkassen, der Devaheim( Deutsche evangelische Heimstättengesellschaft m. b. 5.), zu der drei weitere Gesellschaften, die Baugenossenschaft des deutschen evangelischen. Boltsbundes e. G. m. b. H., die Deutsche Heimstättenund Bodenkredit- Anstalt gem. A.-G. und die Deutsche Entschuldungs. und 3medspar- Aktiengesellschaft( Deutzag) gehören. Nachdem vor mehreren Wochen die dem Baukonzern ber evangelischen Kirche nahestehende Baugesellschaft Stephansdach" in Schwierigkeiten geriet, mußten die Devaheim und die Deutzag jetzt ihren rund 21 000 Bausparern, zu denen viele chriftliche Arbeiter zählen, mitteilen, daß sie ihren Berpflichtungen nicht nachkommen tönnen.
"
Die Devaheim hatte 15 678 Mitglieder und Bausparer, mit denen Bausparverträge über 135,59 millionen Mart ab: geschlossen waren. Rund 10 Millionen Mart waren bereits als Ein zahlungen geleistet. Die 5489 Bausparer der Deutzag hatten auf Bausparverträge von rund 96 Millionen Mart insgesamt 5,4 Millionen Mark eingezahlt.
An der Spitze dieses Unternehmens standen Personen, die außerordentlich geringe Erfahrungen in der Führung schwieriger Spartaffengeschäfte hatten und auch rein persönlich zur Leitung eines solchen Unternehmens menig geeignet waren. Auf zweifelhafte Grundstücksgeschäfte in Berlin- Lichterfelde und Betternwirtschaft wurde bereits vor zwei Jahren in der Deffentlichkeit hingewiesen. In Hunderten von Fällen hat man sich bei Bausparzuteilungen nicht an die jagungsgemäßen Bestimmungen gehalten, sondern Baukredite und Hypotheken an Brominente des evangelischen Bereinslebens gegeben, die bei ordnungsgemäßer Durchführung des Geschäftsplanes noch feinerlei Zuteilungen beanspruchen dürften. Zahlreichen Baulustigen wurden Vorschüsse auf Hauszinssteuermittel gegeben, deren Bewilligung ausgeblieben ist. Für Eigenheime wurden Hypotheken in einer solchen Höhe bewilligt( 90 bis 95 Broz, des Bau- und Bodenwertes), daß die Gelder zwangsläufig gefährdet wurden. Voreilige Zusagen für Bausparzuteilungen( bei 10 Millionen Mark Einzahlungen wurden
rungen, im Gegensah auch zu Befizern von bebauten Grundstüden, die nachträglich ihre Inflationssteuer in Form der Hauszinssteuer wenigstens teilweise zu entrichten haben.
Schlechtes Jahr für wen?
6% Rheinstahl- Dividende.- Belegschaftsabbau um 35% Das Ende März abgeschlossene Geschäftsjahr 1930/31 ber Rheinischen Stahlmerte A.-G., Essen, wird im Ge schäftsbericht als das schlechteste seit Bestehen des KohlenSynditats bezeichnet. In der Tat ist der Gesamtumsatz von 103,2 Millionen Mart im Jahre 1929/30 auf 74,74 Millionen Mart in dem abgelaufenen Jahr, also um 27,5 Proz. zurückgegangen; mengenmäßig war der Rüdgang allerdings wegen der Preissenfung nicht so start. Die Abgabe von Rotereigas und elektrischer Energie erhöhte sich sogar etwas.
Der Rohgeminn ist weniger stark als der Umsatz, von 20,15 auf 15,09 Millionen Mart, also um noch nicht 25 Proz., gesunken. Allerdings ist nach dem Bericht der Gewinn aus den Roblenbetrieben stärker zurückgegangen, so daß die Einnahmen aus den Beteiligungen sich auf der alten Höhe gehalten haben müssen. Der Reingewinn ist infolge niedrigerer Abfchreibungen um 20 Broz. gefunten, von 12,55 auf 10,07 Millionen Mart; dementsprechend wird eine Dividende von 6( nach 7,5) Prozent auf das Kapital von 142,95 Millionen( daneben bestehen Borratsaftien in Höhe von 7,05 Millionen) verteilt.
-
schlecht; die Herren Aufsichtsräte haben im Vorjahr freiwillig Für die Aktionäre ist das Ergebnis also durchaus nicht so auf einen Teil ihrer Bezüge verzichtet, bekommen aber durchschnittlich jeder 10 000 Mart für schlechte Zeiten genug für eine Nebenbeschäftigung! Aber bei der Belegschaft fieht die Sache anders ihre Zahl wurde stärker vermindert als der Reingewinn, Rohgeminn und Umfag, nämlich um volle 35 Proz. Das ist der fierung fortgeführt wurden; der Wert der Kohlengruben erscheint beste Beweis, wie start Rationalisierung und Mechani
aus
daher auch von 106,2 auf 111,2 erhöht. Damit nicht genug, die in Arbeit gebliebenen Arbeiter mußten durch die eingelegten Feier= schichten eine Kürzung ihres Lohnes um 13 Broz.( außer der 6prozentigen ab 1. Januar) sich gefallen lassen. Fürwahr ein miserables Jahr für die Arbeiterschaft!
Schon die Verbesserung der Anlagen zeigte, daß die Rheinischen Stahlwerte trotz der Krise über beträchtliche Kapitalsummen verfügen. Man tonnte den Besiz an eigenen Aktien, an Aktien der Bereinigten Stahlwerke und der J. G. Farben so vergrößern, daß erhöhte. Das bedeutendste mitteldeutsche Kohlenunternehmen, die das Konto Beteiligungen von 105,6 auf 120,6 Millionen sich 2. Riebedschen Montanmerte A.-G., ist jetzt mit fast dem bem ganzen Kapital im Besitz von Rheinstahl. Die J. G. Farben hat ihren Besiz an Rheinstahl- Aktien meiter vergrößert, so daß sie
jegt über mehr als die Hälfte des Kapitals verfügt. Sie hat dadurch den Vorteil, ihren ganzen Kohlenbedarf als Werksselbst= verbrauch deden zu können; darauf ist nämlich nur der er mäßigte Umlagesag des Kohlensyndikats zu zahlen.
Die politifierte Diskontfrage.
Schwache Reichsbankbelaffung zum Maiende. Die Reichsbank wurde zum Maiultimo recht wenig in Anspruch genommen: die Wechselbestände stiegen um 361 auf 1791,4, die Lombarddarlehen um 100 auf 167,2 Millionen, Reichsschah wechsel merden rund 25 Millionen neu ausgewiesen. Der Geldmarkt blieb
auf Girokonto um 21 auf 353,3 Millionen ergibt. Der Notenumiauf stieg um 548 auf 4299,1, der Umlauf an Rentenbankscheinen um 30 auf 422,7 millionen. Das Deckungsverhältnis wurde weiter verbessert. Die Deckungsdevisen nahmen zwar um 10,4 auf 186,2 Millionen ab, dafür stiegen die Goldbestände um 10,9 auf 20 390,3 Millionen. Durch Gold und Devisen waren die umlaufenden Noten Ende Mai mit 59,9 gegen 68,4 Proz. gedeckt, so daß die gesetzlich vorgeschriebene Dedung um 50 Broz. überschritten blieb.
AEG. und des Siemens- Konzerns, ausgestattet mit einem AftienDie Telefunken- Gesellschaft, eine gemeinsame Gründung der fapital von nur 2 Millionen Mart, ist im Besik der wichtigsten Batente auf dem gesamten Gebiet des Funkwesens. Diese monopolartige Stellung verschaffte der Gesellschaft große Gewinne, von deren Höhe in der Deffentlichkeit ebenso wenig etwas verlautet, wie etwa von den Gewinnen des Glühlampengeschäfts. Die Lage der auf dem Rundfunkgeräte- und Röhrengebiet arbeitenden Ron turrenziirmen würde durch die jetzt vorgesehene Stonzentration des Bertriebs bei der Telefunten Gesellschaft noch schwieriger werden.flüffig, was sich auch aus der geringen Abnahme der fremben Gelder Diese Vereinbarung würde eine neue Brüde z mishen Siemens und der AEG. schlagen. Außer der TelefunkenGesellschaft gibt es bereits eine Reihe gemeinsamer Unternehmungen, Gesellschaft gibt es bereits eine Reihe gemeinsamer Unternehmungen, in denen die Interessen beider Konzerne konzentriert sind. Derartige Unternehmungen sind die Osram G. m. b. S. für das Glühlampen§. geschäft( Beteiligung je 33% Proz.), Vereinigte Eisenbahn Signal- Werte A.-G. für das Eisenbahnsignalwesen( Beteiligung der AEG. 33% Proz., Siemens unter 50 Broz.), Vereinigte Laufiger Glaswerte 2.-G. in Weißwasser ( Beteiligung je etma 25 Proz.), Deutsche Ferntabel G. m. b. 5.( ie unter 25 Broz.) und die Deutsche Betriebs Gesellschaft für drahtlose Telegraphie( Beteiligung je 25 Pro3.). Die ner stärkte Konzentration der Juteressen auf dem Funkgebiet würde darauf hindeuten, daß auch auf anderen Gebieten eine Fortsetzung der Interessenzusammenlegung auf Spezialgebieten zu erwarten ist. In den Vereinigten Staaten wurde zu Beginn des Jahres 1930 die Radio Corporation of Amerika , die bis dahin den Vertrieb der Funkgeräte der beiden großen Konzerne General Electric und Westinghouse innegehabt hatte, auch zur gemeinsamen Fabrikationsgesellschaft gemacht; beide Firmen gaben gleichzeitig ihre Funkgerätefabritation auf. Ueber 51 Proz. des Aktienkapitals der Radio Corporation wird von den beiden großen Konzernen beherrscht.
=
#
Spekulationsprofite!
Die Terrain Gesellschaft. am Teltom Kanal Rudow Johannisthal 2. G. beschwert sich in einer Zuschrift an uns, daß unsere in Nr. 230 gegebene Bilanzkritik die Lage der Gesellschaft zu rosig dargestellt habe. Zwar werden unsere Berechnungen in feinem Punkte beanstandet. Aber die Gewinne seien rein rechnerisch", nicht effeftiv, nämlich nur eine Folge der scharfen Kapitalzufammenlegung nach der Inflation, die im Verhältnis 50: 3 erfolgt sei.
Die Zuschrift verschweigt aber, daß von 1913 bis 1924 der Grundstücksbesig sich von 3,94 auf 1,25 Millionen Quadratmeter, also auf weniger als ein Drittel verringerte. Wenn also bei der Goldmartumstellung eine Unterfapitalisierung stattfand, dann nur im Verhältnis 16: 3, nicht aber im Verhältnis 50: 3.
Nun hätten wir allerdings gerne gewußt, weshalb die Gesellschaft damals ihr Kapital so scharf zusammenlegte. Bielleicht war die Bewertung 1924 richtig. Ist aber seit 1924 die von uns berechnete Wertsteigerung etwa nicht eingetreten?( Daß eine Wert, teigerung durch die Neuaufstellung des Bebauungsplans eingetreten ist, hat die Gesellschaft durch die Geländeabtretung an die Stadt ja selbst bestätigt!) Selbst wenn die Unterbewertung des Bodenbefiges und die Herabseßung des Kapitals sich zur Zeit( die Bodenwertsteigerung wird sich fortsehen!) nur ausglichen, dann ist der Hinweis erlaubt, daß die Gesellschaft ihr Vermögen unversehrt über die Inflation gebracht hätte im Gegensatz zu allen Besitzern von Forde
Eine Distontsentung ist immer noch nicht eingefreten. Gewiß hat die Reichsbank den Druck auf die Reichsmart, der durch die ausländischen Kreditkündigungen in Zusammenhang mit den Borgängen in Wien und Prag und vielleicht auch durch politische Finanzmanöver von Paris aus vorübergehend eingetreten ist, zu berücksichtigen. Man gewinnt aber je länger, desto mehr den Eindruck, daß auch außenpolitische Momente in der Diskontpolitit der Reichsbant eine wachsende Rolle spielen, und zwar derart, daß die volkswirtschaftlichen Notwendigkeiten stärker vernachlässigt merden, als es die Situation auf dem Geld- und Devisenmarkt rechtfertigt. Auch die außenpolitische Entwicklung kam dadurch nicht gefördert werden.
An der New- Yorker Börse erfolgte am Montag ein neuer schmerer Kurssturz. Bei den Industrieaktien sind die niedrigsten Durchschnittskurse seit 1925 erreicht worden. Der seit etwa vier Wochen beobachtete Kursrückgang auf allen internationalen Börsen, der ein deutliches Zeichen dafür ist, daß die wirtschaftliche Depression in der Welt immer noch nicht überwunden ist, vielleicht sogar ihren Tiefstand noch nicht erreicht hat, dürfte durch die NewDorker Vorgänge eine weitere Verstärkung erfahren. Dabei ist bemerkenswert, daß auch die festverzinslichen Anleihen, die in Krisenzeiten eine Tendenz zur Kurssteigerung haben, von dieser internationalen Börsenbaisse start in Mitleidenschaft gezogen sind. Das gilt auch für die deutschen Dollaranleihen, deren Kurse in New York in den letzten vier Wochen ständig start sanken.
der
,, Keine Feier ohne Zener"-6 Proz. Dividende. Der Abschluß er mann Meyer u. Co. A.-G., Berlin , rechtfertigt die Meinung, daß in heutigen Krisenzeiten doch auch einige Feiern ohne Meyer" begangen werden. Im Geschäftsjahr 1930 betrug der Bruttogeminn nur 1,54 Millionen gegen 1,68 Millionen im Jahre 1929. Da die Untoften sich noch erhöhten, ging der Rein gewinn von 0,39 auf 0,20 Millionen zurüd, aus dem diesmal nur 6 Proz. gegen 12 Proz. Dividende im Vorjahr( auf 2,8 Millionen) gezahlt werden. Kassenbestände und Bantguthaben blieben aber mit 0,59 nach 0,88 Millionen immer noch recht ansehnlich. Der Absatz von Spirituosen, Wein und besonders von Mineralwasser iſt zurückgegangen, der von Frucht- und Gemüsekonserven und Lebensmitteln konnte gesteigert werden.
Qualität DUNLOP