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?lr. 2S?- 4S. Jahrgang Dienstag, 2Z. Juni 4934

Was bedeutet Hoovers Angebot? Die Zustimmung Krankreichs ist von ausschlaggebender Bedeuiung.

Der Vorschlag Hooocrs stellt zweifellos eine ungewöhnlich großzügige Aktion dar. Trotz des gewaltigen Fehsbetrages im amerikanischen Haushalt erklärt der amerikanische Präsident, daß Amerika bereit ist. allen Regierungen ihre Schuldenzahlungen auf- zuschieben, wenn die betreffenden Regierungen das gleiche ihren Schuldnern gegenüber zu tun bereit sind. Das Angebot von Hoover ist an die Vorbedingung geknüpft, daß wenigstens die wichtigeren europäischen Gläubigerländcr seiner Aufforderung folgen. Die ganze Bedeutung dieser Vorbedingung ersieht man aus folgender Gegenüberstellung: Amerika soll im Jahre 1S31/32 von seinen Schuldnern ins- gesamt 247 Millionen Dollar oder rund ll)37 Millionen Mark bekommen, während Deutschland vom 1. Juli 1931 bis zum 1. Juli 1932 rund 1792 Millionen Mark zahlen muß. Nicht alle Schuldner Amerikas sind zugleich Gläubiger Deutschlands . Wenn wir nur die wichtigeren Gläubiger Deutschlands , das heißt England, Frankreich , Italien , Belgien und Jugoslawien in Betracht ziehen, so haben sie zusammen an Amerika rund 978 Millionen Mark zu zahlen und von Deutschland rund 1393 Millionen Mark zu erhalten, von denen allerdings etwa 69 Millionen, die den Schuldendienst der Poung- Anleihe darstellen, auch nach dem Angebot von Hoover bezahll werden müssen. Es bleibt eine Differenz zwischen 1333 und 978, also 3 3 7 Millionen Mark, die diese Gläubiger Deutschlands zu- sammen mehr von D-eutjchland bekommen, als sie an Amerika zu zahlen haben. Das eigentliche Problem besteht also darin, ob sich die europäischen Gläubiger Deutschlands zum Aufschub dieser Summe bewegen lassen. England, hat seine Zustimmung zu dem Angebot von Hoover bsreits erklärt. Italiens Widerstände wegen der Zollunion werden nicht unüber- windlich sein. Man darf annehmen, daß die von Hoover vor- geschlagene Regelung verwirklicht werden kann, wenn von den sonstigen deutschen Gläubigern wenigstens der weitaus größte, näm- lich Frankreich , seine Z u st i m m u n g gibt. 'Das Opfer Frankreichs . Wir Unterlasten hier vorläufig mühselige Einzelberechnungen. Im großen ganzen handelt es sich darum, daß Frankreich Deutsch - land den Ausschub zubilligt für die Differenz zwischen dem, was es an Amerika und England zu zahlen hat, und dem, was es von Deutschland erhalten soll. Diese Differenz würde für die Zeit vom 1. Juli 1931 bis zum 1. Juli 1932 etwas unter 4 9 Ö Mil­lionen Mark liegen, von denen etwas über 399 Millionen durch die Sachlieferungen gedeckt werden sollen. Es läßt sich nicht bestreiten, daß eine solche Summe für den französischen Etat keine geringe Bedeutung hat. Man muß aber dabei berücksichtigen, daß Frankreich auch in dem Falle, daß Deutschland einen Transferaufschub erklärt, seinen Anteil aus dem unaufschiebbaren Teil der deutschen Zahlungen bei der BIZ.(Bank für Internationale Zahlungen in Basel ) deponieren muß, so daß auch in diesem Fall die deutschen Zahlungen für den französischen Haushalt nicht in Frage kommen

Vor einer neuen Bankenfusion? Enge Zusammenarbeit von Bleichröder und Gebr. Arnhold. Die zwischen den beiden Firmen S. Bleichrödcr, Berlin , und Gebr. Arnhold, Dresden -Berlin , zum gemeinsamen Ausbau des Auslandsgeschäftes gepflogenen Verhandlungen haben die Zweckmäßigkeit einer engen Zusarmnenarbeit auch im In- lande ergeben. Ein Abkommen ist gestern mit Wirkung vom 1. Juli 1931 ab unterzeichnet worden. Unter voller Aufrechterhaltung der Selbständigkeit beider Firmen treten Herr Dr. Paul von S ch w a b a ch sen. in die Firma Gebr. Arnhold und die Herren Konsul Adolf Arnhold-Dresden und Hans Arnhold-Berlin in die Firma S. Bleichröder als persönlich haftende Gesellschafter ein. Die seit vielen Iahren bestehende Jnteressennahme des Hauses S. M. Rothschild-Wien an der Firma S. Bleichröder bleibt auch für die Folge bestehen Damit hat wieder eines der ä l t e st e n Berliner Privatbankhäuser die so lange erbittert verteidigte Selbständigkeit aufgeben müssen, obwohl die Meldung das Gegenteil versichern will. Ob nicht dick Krise noch weitere Konzentrationen im Bank- gewerbe erzwingen wird? Neue deutsch -französische Gründungen. Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt. Die deutsche Funkgerätefirma Ideal-Werke A.-G. f ü r drahtlose Telegraphie gründete in P a r i s mit einem Aktienkapital von 3 Millionen Franken und 1999 Gründeranteilen eine Gesellschaft, die sich nicht nur mit dem Vertrieb, sondern auch mit der Fabrikation von Funkgeräten beschäftigen soll. Die 1909 Gründeranteile sowie knapp die Hälfte des Aktienkapitals sind von der Ideal-Werke A.-G. übernommen worden, der Rest offenbar von französischen Gruppen. Die Ideal-Werke A.-G., ausgestattet mit einem Aktien- kapital von nur IL Millionen Mark, besitzt bereits in Eng- land eine Untergesellschast(British Blue Spot Co. Ltd.), die im Herbst 1929 mit einem Aktienkapital von 89 999 Pfund Sterling (1,6 Millionen Mark) gegründet wurde Diese englische Blau- Punkt-Gesellschaft soll sich gut eingearbeitet haben. Auch die jetzt gegründete französische Firma trägt ihren Namen nach der Marke, unter der die Erzeugnisse der Ideal-Werke A.-G. auf den Markt kommen: Point Bleu, d. h. Blau-Punkt. Die rege Auslands- tätiakeit der Gesellschaft ergibt sich auch daraus, daß 1929 nicht weniger als 63 Proz. des Umsatzes auf den Export entfielen. Bon deutschen und französischen Gruppen wurde unter der

würden. Der Unterschied besteht allerdings darin, daß im Falle des deutschen Transseraufschubs Frankreich für die von ihm deponierten 599 Millionen Mark die Verzinsung zusteht. Der Aufschub und der neue Plan. Frankreich wird aber vielleicht noch größeren Wert darauf legen, daß die neu zu treffende Regelung, also das Moratorium für die beiden Teile der deutschen Zahlungen, den geschützten und ungeschützten, nicht im Widerspruch zum Poung- Plan steht. Ein solches Moratorium ist im 7>oung-Plan nicht vorgesehen, ja, es ividerspricht formell der Bestimmung des Doiing-Planes, nach welcher der ungeschützte Teil der deutschen Zahlungen unter keinen Umständen ausgeschoben werden kann. Das soll niemand außer acht lassen, dem es darauf ankommt, von der Stellung Frankreichs ein objektives Bild zu gewinnen. Indes sind, wie wir gezeigt l>aben, die Differenzen nicht so groß. daß die Schaffung einer lösenden Formel unmöglich wäre. Für Deutschland bietet die von Hoover vorgeschlagene Regelung große Vor- züg« in, Vergleich mit dem Aufschub nach dem Doung-Plan. Das Joung-Plan-Moratorium würde Deutsch- land im ersten Jahre seiner Wirksamkeit nur die Ueber- t r a g u n g an das Ausland um rund 429 Millionen Mark ermäßigen, während die Regelung nach dem 5)ooverschen Vorschlag nicht nur die Uebertragung, sondern auch die Aufbringung von bedeutend größeren Summen, nämlich von insgesamt 1649 Millionen Mark, falls die Verständigung mit allen Gläubigern erreicht wird aufschieben würde. Wir wissen aber, daß die Hauptschwierigkeit der deutschen Lage jetzt nicht in der Uebertragung, sondern in unvergleichbar größerem Maße in der Aufbringung der Reparationszahlungen bdsteht. Die Aufbringung und wiederum nur von viel geringeren Summen hätte nach dem Young-Plan nur dann aufgeschoben werden können, wenn das Tronsfermoratorium schon ein- volles Jahr in Kraft ist. Es wäre also für Deutschland in diesem Falle eine finanzielle Entlastung nicht früher als in den letzten Monaten des Jahres 1932 möglich gewesen. Es kann kein Zweifel daran bestehen, daß Deutschland das allergrößte Interesse am Erfolg der von Hoover ein- geleiteten Aktion hat. Dementsprechend ist es jetzt die dringendste Aufgabe der deutschen Außenpolitik, alle Voraussetzungen für diesen Erfolg zu schaffen. Die erst« und die wichtigste Aufgabe besteht, wie wir gesehen haben, darin, daß die Zustimmung Frankreichs ge- Wonnen wird. Durch, die Zustimmung von England, Italien und Frankreich wäre schon der Ausschub für mehr als 1439 Mil- lionen Mark gesichert(die deutschen direkten Zahlungen von 66 Millionen Mark an Amerika eingeschlossen). Die andere Auf- gäbe besteht in der Heranziehung der sonstigen Gläubiger, von denen Japan , an das Deutschland 13 Mil- lionen Mark zu zahlen hat, schon seine Zustimmung gegeben hat, und von denen die größten Belgien und Jugoslawien sind. Es ist aber sicher, daß, wenn Frankreich zu der aktiven Mitarbeit an der Verwirklichung des Moratoriumjahrs gewonnen wird, die einzelnen Fragen keine besonderen Schwierigkeiten mehr bieten werden.

! Firma Monocoup mit l Million Franken Aktienkapital eine > Gesellschaft gegründet, die nach deutschen Verfahren Schmier» iapparate für Automobil- und Benzinpumpen herstellen soll.

Oie Arbeitslosigkeit in Polen . Nach amtlichen Erhebungen waren in Polen am 13. Juni 394 329 Arbeitslose registriert gegen- über 225 153 mn 14. Juni v. I. und 115 335 am 15. Juni 1929 Seit dem 6. Juni ging die Zahl der Arbeitslosen um 9939 und in den letzten 4 Wochen(seit Mitte Mai) um 35 119 zurück, während in den entsprechenden Zeitabschnitten des Vorjahres der Rückgang 2391 bzw. 27 523 betragen hatte. Von den am 13. Juni d. I. registrierten Arbeitslosen erhielten 127 694 Unterstützung.

Schlechtes Kernsprechergeschast. (5. Lorenz ohne Dividende. Vertrag mit Philips gelöst. Wir konnten schon vor einigen Tagen melden, daß die C. Lorenz A.-G., Berlin , für das Geschäftsjahr 1939 keine Dividende verteilt. Das Kapital(9,5 Millionen Mark) befindet sich zu 85 Prozent im Besitz der loternationsl Telephcno and Telegraphie Corporation(ITT,). Das schlechte Ergebnis ist zunächst eine Folge des Umsatz- rückganges gegenüber dem Borjahr, da vor allem die Reichs- post und alle Behörden mit Aufträgen zurückhielten. Im Privat- geschäft drückte die starte Konkurrenz dauernd die Preise. Er- s ch w e r e n d für die Lorenz A.-G. kam hinzu, daß sie nach dem Patentstreit zwischen Telefunken und Philips ihre Verträge mit Philips Radio lösen mußte, was auch zur Anlehnung an ITT. führte. Dagegen ist die Lorenz A.-G. auf dem Gebiete der d r a h t- losen Telegraphie vorgedrungen: sie lieferte einen der beiden ersten 75-Kilowatt-Großsender Deutschlands und hat die B e- stellung auf den ersten deutschen 159-Kilowatt-Sender erhalten. Die Fabrikation von Fernschreibern berechtigt laut Geschäfts- bericht zu guten Erwartungen. Der R o h g e w i n n ist von 1,13 Millionen auf 9,48 Millionen Mark zurückgegangen und hat nicht einmal die Höhe der Ab- schreibungen von 9,49 Mark�erreicht. Unter Ausrechnung des Ge- winnvortrages aus dem Vorfahr ergibt sich ein kleiner Reingewinn. der vorgetragen wird. Der bisherige Verlauf des neuen Ge- schäftsjahres läßt eine weitere Verringerung der Belegschaft be- fürchten..

Abschluß bei Oberkoks. Sinnloser Neubau von Kokereien. / Starke Chemiegewinne. Die Kokswerte und Chemische Fabriken A.-G., Berlin , ist zi» einer Holdinggesellschaft geworden, bei der nach Wert und Ertrag die Beteiligungen an chemischen Unter- nehmungen bedeutender als die an Bergwerksunternehmungen sind: die Kohlensörderung und Koksproduktion auf eigenen Anlagen (in Oberschlesien ) tritt für die Gesamtrechnung zurück. Im Geschäftsjahr 1939 war die Absatzlage für o b e r s ch l e s i- scheu Koks sehr schlecht, da von den 15 oberschlesischen Hochöfen nur einer schwach in Betrieb war. Da zu gleicher Zeit auch Hausbrandkoks nur schwer absetzbar war, erhöhten sich die Hat- denbestände an Koks bis Ende 1939 auf 9,5 Mill. Tonnen, während der Absatz im ganzen Jahr nur 1,9 Mill. Tonnen er- reicht hatte. In dieses schlechte Jahr siel die Fertigstellung der neuen Kokerei S k a l l e y, die am 1. Juli 1939 in Betrieb genommen wurde. Die Folge war, daß die Koksanstalt Poremba stillgelegt, daß auf der Kokerei der Glciwitzcr Grube 69 Oefen kaltgelegt wurden, daß man den erst im April aufgenommenen Betrieb auf der Koksanstalt Glückaus wieder einstellen muhte. Das ist wieder ein M u st e r b e i s p i e l für die schlechte Kapitalwirtschaft des Kapitalismus: in Zeiten guter Konjunktur, vorübergehend guter Absatzlage wird der Bau von Anlagen begonnen, deren Vollendung häufig(wie hier!) in die längst wieder ver- s ch l e ch t c r t e Marktlage fällt, so daß Stillegungen, Abschreibun- gen Kapitalvernichtung unvermeidlich sind. Im eigenen Geschäft dürfte Oberkoks also wohl nichts ver- dient haben, zumal auch der Markt für die Nebenprodukte(Teer, Benzol, Ammoniak) schlecht war. Von den Beteiligungen blieb die Niederschlesische Bergbau A.-G. dividendenlos: während die Concordia Bergbau A.-G., Oberhausen (Rheinland), 6 Pro;. Dividende verteilte. Der wertvollste Besitz von Oberkoks, die Schering-Kahlbaum A.-G.(siehe unten!), brachte 12 Proz. Divi- dende. Die Beteiligung an der Pfeilring-Werke A.-G.(früher Ver- einigte Chemische Werke A.-G., Charlottenburg ) wurde verstärkt (3 Proz. Dividende). Der Reingewinn wird(einschließlich Dortrag) auf 6,6 Mil- lionen Mark(Vorjahr 9,1 Mill.) ausgewiesen, der an sich wieder die Verteilung von 8 Proz. Dividende zugelassen hätte. Aus Vor- ficht wurde die Dividende auf 5 Proz. herabgesetzt. Die Ab- schreibungen wurden von 1,6 auf 2,9 Mill. M. erhöht: Sonder- abschreibungen(im Vorjahr 1,4 Mill.) unterblieben in diesem Jahr. Einem Aktienkapital von 81,9 Mill. M.(im Verwal- tungsbesitz noch 8,1 Mill. Vorratsaktien) stehen Beteiligungen in Höhe von 76,8 Mill. M. gegenüber. Die eigenen Anlagen sind infolge der Neubauten von 29,5 auf 25,7 Mill. M. erhöht. Die Bestände sind von 2,3 auf 6,9 Mill. gestiegen. Wegen des Ab- satzrückganges und wegen der Neubauten gingen die Forderun- gen von 29,9 auf 19,9 Mill. M. zurück, während sich die Schulden von 13,3 auf 29,3 Mill. M. echöhten. Gleichwohl dürften in den sehr summarisch ausgewiesenen Bilanzziffern starke stille Re- serven stecken. Die Schering-Kahlbaum A.-G. weist für das Geschäftsjahr 1939 einen Reingewinn(mit Bor- trag) von 6,9 Millionen Mark(Vorjahr 6,9 Millionen Mark) aus. Obwohl man daraus hätte 29 Proz. Dividende verteilen können, zog man es vor, die Dividende von 15 auf 12 Prozent herabzusetzen und 2,5 Millionen Mark vorzutragen. Der Gesamtumsatz hat sich auf Borjahrshöhe gehalten. Während der Absatz von technischen Chemikalien zurückging, konnte der von Arzneimitteln auch wertmäßig gegenüber dem Vorjahr g e st e i g e r t werden trotz gesunkener Kaufkraft, Krankenschein- und Rezeptgebühr, Preissenkung. Von den B e- teil! gun gen hat die Photofirma Voigtländer u. Sohn A.-G. Braunschweig, mit Gewinn gearbeitet, während die Spindler A.-G.. Spindlersfeld, unter der Krise zu leiden hatte. Die Alpine Chemische A.-G., Kusstein-Schaftenau, hat zum ersten Male mit Gewinn ge- arbeitet. Die Auslandsorganisation von Schering wurde ausgebaut. Das umlausende Kapital von 27,75 Millionen Mark bc- findet sich so gut wie ganz bei Oberkoks. Die Anlagen stehen mit 17,2 Millionen Mark zu Buch: Beteiligungen erhöhten sich von 8,9 Millionen auf 9,5 Millionen Mark. Die Vorräte gingen von 14,9 Millionen auf 11,5 Millionen Mark bedeutend zurück, in- folge tatsächlicher Verminderung und der Preissenkung. Sicher enchält dieser Posten starke Reserven. Die Schulden und Forde- rungen gleichen sich mit rund 29 Millionen Mark etwa aus. Alles in allem eine außerordentliche Gewinnbilanz, die durch die zu erwartenden Einnahmen aus dem amerikanischen Freigabebcsitz sich noch wesentlich günstiger gestalten wird.

Kleiner Gewinn bei Lokomolivsabrik krauß-INafsei. Das Ge» schäftsjahr 1939 der Lokomotiofabrik Krauß u. Com p. I. A. M a f f e i A.-G-, München , ergab einen Rohüberschuß von 2,1 Millionen Mark gegen 2,5 Millionen Mark im Vorjahr. Bei ermäßigten Handlungsunkosten und Abschreibungen bleibt ein Reingewinn von 99 999 Mark, der vorgetragen wird. Die Beschäfti» gung sei so hoch wie im Vorjahre gewesen. Die Fusion, durch die die Krauß u. Co. A.-G. die Lokomotivfabrikation von I. A. Maffei(jetzi Jndustriewerke Hirschau A.-G.) übernahm, wirkt sich erst in der Bilanz des laufenden Jahres aus. Das fusionierte Unternehmen ist dem Vertrage zwischen der Reichsbahn und der Lokomotioindustrie beigetreten. Gut rentierende Maschinenfabrik. Zu den Maschinenfabriken, die trotz der Krise gut beschäftigt sind und anständig oerdienen(obwohl stets über schlechte Preise geklagt wird!), gehört auch die Lübecker Maschine nbau-Gesellschaft, Lübeck . Der Umsatz des Jahres 1939 ist zwar hinter dem des Jahres 1929 zurück- geblieben: aber der Rohgcwinn ging nur von 9,85 auf 9,82 Mil- lionen Mark zurück, und der Reingewinn von 9,43 Millionen war infolge ermäßigter Abschreibungen noch ei» wenig höher als im Vorjahr. Die Beschäftigung war üngleichniäßig. Zu Beginn des Jahres 1939 wurden 1482 Arbeiter und Angestellte beschäftigt: im Laufe des Jahres schwankte die Belegschaft zwischen 1899 und 1199 Köpfen. Aus das Kapital von 3,9 Millionen Mark, das fast vollständig in Händen von O r e n st e i n u. K o p p e l ist, werden wiedek 19 Proz. Dividende oerteilt. Der Ernst Rowohlt Verlag Berlin ist infolge Insolvenz eines Lieferanten selbst in Schwierigkeiten geraten. Der Verlag, der über viele erfolgreiche Autoren verfügt, steht vor dem Abschluß mit einem Stlltzungskonsortium.