Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt.
Nr. 133.
Abgeordnetenhaus.
75. Sigung vom 9. Juni, 11 Uhr.
Mittwoch, den 10. Juni 1896.
13. Jahrg.
in Erfurt verstorbenen, während des Kulturkampfes wegen wiffent- welche den Forderungen der Streifenden durchaus nicht so feindlichen Meineids zu zwei Jahren Zuchthaus verurtheilten lich gegenüber stehen, durch Meister Krüger dahin beeinflussen ehemaligen Pfarrer Hilfenberg veröffentlicht. Der Nachruf laffen, die Anerkennung des Tarifs zu verweigern. Es wurde hierauf Am Ministertische: Justizminister Schönstedt und enthielt die Wendung: Ihm raubte man seine bürgerliche beschlossen, den Streit nicht aufzuheben, sondern zu versuchen, die bei Rommissarien. Ehre, indem man ihn zum Meineidigen stempelte und vermittelst Strüger in Arbeit siehenden Scheibentöpfer für die berechtigten Das Andenken des verstorbenen Abg. Frhrn. v. Loë( 3tr.) eines politischen Tendenzprozeſſes, wie er schlimmers in den Jahr. Forderungen der Streifenden zu gewinnen, event, eine neue Ber ehrt das Haus in üblicher Weise. büchern der preußischen Rechtsprechung sich kaum wiederfinden handlung mit den Meistern, welche sich noch ablehnend Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung des Gesetz- dürfte 2c." Die Staatsanwaltschaft in Nordhausen sah darin halten, anzubahnen. Unter Verschiedenem wurde das Mitglied entwurfs betr. die Aufhebung der rheinischen Hypo- eine Beleidigung der im Jahre 1875 beim Kreisgericht in Nord- Kallmann aus dem Verbande ausgeschlossen, weil die Versammhausen fungirenden Staatsanwaltschaft und stellte Strafantrag lung der Ansicht war, daß die Handlungen des letzteren sich mit Die Vorlage geht nach kurzer Debatte an die Budget- gegen die" Eichsfeldia". Das Gericht erkannte auf Einstellung dem Statut des Verbandes nicht in Einklang bringen lassen. tommission zur Vorberathung. des Verfahrens, da die alten Staatsanwaltschaften bei den Kreis. Mit der Aufforderung an die Anwesenden, fest zur Organisation rettsvertrag bas geben aber nicht bie Der Staatsvertrag zwischen Preußen, Oldenburg und gerichten durch das Gerichtsverfassungsgesetz von 1879 vollständig zu halten und dieselbe nach besten Kräften stärken zu helfen, Bremen betr. den Ausbau der Fahrbahn in der aufgehoben feien, eine Erbnachfolge von Behörden aber nicht schloß die Versammlung. Außenweser wird in erster Lesung genehmigt, nachdem der existire. Deshalb sei die jetzige Staatsanwaltschaft beim LandAbg. v. Riepenhausen( t.) um ähnliche Verträge mit gericht Nordhausen nicht als befugt zu erachten, für die StaatsDänemark und Schweden bezüglich der Offeehäfen gebeten hatte. anwaltschaft beim Kreisgericht Nordhausen von 1875 StrafDie Vorlage, betr. Errichtung eines Amtsgerichts in 3 nin antrag zu stellen. Der Antrag des Staatsanwalts hatte auf wird in erster und zweiter Lesung debattelos genehmigt. 300 Mt. Geldstrafe gelautet.
theken Aemter.
Die Vorlage, betr. die Abänderung von Amtsgerichtsbezirken wird der Justizkommission zur Vorberathung überwiesen.
häuser.
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Ver
am
In einer gut besuchten Gürtlerversammlung, die am 8. Juni in Henfe's Salon tagte, berichtete Genosse Otto at her über den gegenwärtigen Stand der Aussperrung, unter besonderer Berücksichtigung der Situation in den Werkstätten von Frister und von Schäffer u. Dehlmann, die jür Vor dem Rigdorfer Schöffengericht hatte sich der frühere Gürtler vornehmlich in betracht kommen. Die genannten Firmen Die Vorlage, betr. die Aufhebung des Amtsgerichts Lehrer Julius Ziegel daselbst wegen Beleidigung des dortigen gehören zu denen, wo es im Anschluß an die Mai- Aussperrung in Pellworm , wird genehmigt. katholischen Geistlichen, Kuratus Nikolaus Klosen, zu verzum offenen Kampfe fam. Redner führte aus: Die Werkstatt Es folgt ber Stommiſſionsbericht über den Antrag von antworten. Wie sich unsere Lefer erinnern werden, hatte Kloſen der Firma Friſter ſei fast voll befeht, jedoch fehlten die GießereiBrockhausen( t.) wegen Besteuerung der Waaren vernichtung zu erscheinen. Der Staatsanwalt beantragte gegen anfangs im Ausstande befanden, sei feiner abtrünnig geworden, vor einiger Zeit vor dem Landgericht II Berlin wegen Urkunden- Arbeiter. Von den 250 dieser Arbeiter, welche sich Die Kommission beantragt: 1. von Waarenhäusern, Bazaren, auf Freisprechung, weil dem Angeklagten der Dolus gefehlt hätte man nur 17 Ersatzträfte, 11 Former und 6 Gießerei- Arbeiter Klofen einen Tag Gefängniß, der Gerichtshof erkannte jedoch und für sämmtliche betreffs ihrer in Frage stehenden 24 Betriebe Versandgeschäften eine besondere Betriebssteuer zu erheben. habe. Tiegel hatte der betreffenden Gerichtsverhandlung bei aufstöbern tönnen. Da ferner die Anrufung einer ganzen Reihe 2. Die Steuer beginnt bei einem jährlichen Ertrage von 20000 M., oder bei einem Jahresumsate von 300'000 M. 3. Die Waaren gewohnt und schrieb am anderen Tage anKlosen einen mit seiner von Betriebsunternehmern, sogar in Potsdam , infolge des abgattungen werden festgestellt, jedoch unter Ausschluß der Pro:" Hochgenus" bezeichnet, den Geistlichen statt auf der Kanzel auf Firma Frister( Inhaber Engel u. Hegewald) nicht den benöthigten Namensunterschrift versehenen Beruf, in welchem er es als lehnenden Verhaltens ihrer Arbeiter erfolglos blieb, vermöge die dufte der Landwirthschaft. 4. Die Steuer soll progressiv sein der Berbrecherbank" fehen zu können, nur bedauere er, daß auf Guß heranzuschaffen. Engel selbst habe am 7. Juni zugegeben, und 5. den Gemeinden überwiesen werden. Ein Antrag v. Tschoppe und Genoffen( frt.) bezweckt, einem neuen Prozeß Material zusammengetragen u. f. w. Dieser hätte. Wie wenig die Herren Engel und Hegewald mit dem Freisprechung erkannt worden sei. Es werde jedoch bereits zu daß der Firma der Ausstand bereits au 100 000 m. gekostet diefe Resolution der Regierung nur zur Erwägung zu über Brief war der legte einer ganzen Weihe in ähnlichem Tone ge- jetzigen Stande der Dinge zufrieden seien, gehe hervor aus einem weisen. Abg. Richter( frs. Vp.): Die konservative Partei treibt gehaltener Schreiben, die Tiegel an Klosen seit mehreren Jahren gelegten Sonnabend am Fabrikthor angebrachten Plakat des Ineine durchaus widerspruchsvolle Wirthschaftspolitik; hier wollen richtet hat, doch hatklofen nun wegen des letzteren Strafantrag gestellt. balts, daß die alten Arbeiter der Firma, soweit Platz fei, wieder Sie den Großbetrieb bekämpfen und zu derselben Zeit ver- Der Angeklagte gab als Beweggrund seiner Handlungsweise folgendes anfangen könnten. Der augenscheinliche Zweck der Veröffent hindern Sie das Detail Reisen, an: Er sei früher an der katholischen Privatschule in Rigdorf lichung, Verwirrung in die Reihen der Ausständigen zu tragen, das dem Großbetrieb die schärfste Konkurrenz macht. Die Löhne sind in den Bazaren Hauptlehrer gewesen und habe sich des vollsten Vertrauens der sei nicht erreicht worden. In einer Zusammenkunft hätten diese höher als sonstwo, das hat die Lohn- Enquete ergeben. Gemeinde zu erfreuen gehabt. Als Klosen als Geistlicher nach beschlossen, Frieden nur unter den folgenden Bedingungen zu hindern Sie die großen Bazare, so arbeiten Sie den Sozial- Rixdorf versetzt worden, habe sich dieser als sein Vorgesetzter aufschließen, welche den Firmen Inhabern Dienstag, demokraten in die Hände. In den sozialistischen Schriften finden gespielt und da er sich dies nicht gefallen ließ, habe ihn Klosen den 9. Juni unterbreitet werden sollen: Sämmtliche zur Beit Sie ja ftets die Klage über den kleinen Zwischenhandel, mit seinem Haß verfolgt. Während einer Reise sei der Geistliche Ausständigen sind wieder einzustellen; Maßregelungen dürfen der ein Parasit sei in dem modernen Wirthschaftsleben. Zum be in seine Wohnung gedrungen, habe sich dort die Rechnungsbücher nicht stattfinden; die Organisationen der Metallarbeiter sind anzuquemeren Abfaß sind die großen Bazare nöthig. undBeläge der Schule angeeignet und ihn darauf wegen Unterschlagung erkennen; zu einem bestimmten Zeitpunkt ist der Neunstundentag Es ist aber unrichtig zu fagen, fie schädigen den kleinen Gewerbe- gewesen, vor Gericht seine Unschuld zu beweisen oder einen Wer- fammlung, die an die bei Engel u. Hegewald derzeit Beschäftigten amtlicher Gelder zur Anzeige gebracht. Da ihm nicht möglich einzuführen. amtlicher Gelder zur Anzeige gebracht. Da ihm nicht möglich einzuführen. Giner Einladung des Redners zu einer Ver wie die Ansicht, die Eisenbahn die Pferdearbeit beseitige. Auch der Antrag theidiger zu nehmen, sei er auf das Zeugniß des Klosen zu gerichtet wurde, ist keiner derselben gefolgt. Während von den Tschoppe ist unaunehmbar, denn eine Forderung, die haltlos ist, seiner Stellung verlustig gegangen und Klosen habe auch dafür nahme 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Hierdurch sei er 126 Ausständigen von Frister 20 den Streit durch Aufder Arbeit illusorisch zu machen suchen, haben Und nun will ich in den Reichstag gehen und die kleinen gesorgt, daß er anderweitige Stellung nicht gefunden. Noch heute sich nach Mäther's ferneren Mittheilungen nur 3 von den 83 wegen Fabrikanten zu schützen suchen gegen die Schädigungen, welche verfolge ihn Klofen, um ihn in seiner Existenz gänzlich zu ver- der Maifeier ausgesperrten Arbeitern der Firma Schäffer und ihnen dort die Konservativen durch die Beseitigung des Detail- nichten und habe Klofen geäußert, nicht eher ruhen zu wollen, Dehlmann dieser Ehre würdig gehalten. Redner geißelte dann im Rinnstein liege. Der Amtsanwalt be: scharf, daß der Ring der Armaturen- Fabrikanten eine soeben an= Reifens zufügen wollen. Abg. v. Brockhausen( t.): Früher hat man auch auf antragte gegen den Angeklagten 3 Monate Gefängniß. Mit gekündigte fünfprozentige Preiserhöhung seiner Prodokte mit den liberaler Seite die Schäden offen anerkannt, welche diese Waaren- Rücksicht auf die Gereiztheit des Angeklagten erkannte der gegenwärtigen Industrieverhältnissen, d. h. dem von ihm selbst häuser dem Kleinbetrieb zufügen. Fürst Bismarck hat den Hand- Gerichtshof auf einen Monat Gefängniß. herbeigeführten Ausstande und der Nothlage der Arbeiter zu wertern erklärt, daß ihnen in ähnlicher Weise geholfen werden rechtfertigen suche. Schließlich ermahnt Redner die Versammelten, müsse, wie er der Landwirthschaft und der Industrie zu helfen die Ausständigen energisch zu unterstüßen. Der Vertrauensmann bemüht gewesen ist. Wir hoffen, daß es dem Finanzminister Heinrich gab hierauf einen kurzen Bericht über seine Wirksamkeit gelingen wird, neben dem großen Werke unserer Steuerreform Der Verband der Sattler und Tapezirer hatte am und das Ergebniß der Sammlungen. Seitdem beschlossen sei, auch dieses kleinere Wert zu erledigen. Leider hat die Regierung 6. Juni eine kombinirte Mitgliederversammlung bei Pasch, Alte Quittungsmarken à 50 Pj. auszugeben, habe er an den allsich an unseren Kommissionsberathungen nicht betheiligt. Jakobftr. 83, einberufen. Börsch behandelte in sehr geschickter gemeinen Fonds an 1000. abführen können. Nach furzer Debatte Abg. Hansmann( natl.: In dem Bestreben, den Handwerker Weise das Thema: Wird die Arbeiterklasse siegen? Bei der erklärte sich die Versammlung einstimmig mit den Ausführungen und kleinen Fabrikanten zu schützen gegen den Großbetrieb, sind Wahl eines Ausschußmitgliedes wurde das Mitglied Tannhausen des Meferenten einverstanden und es verpflichteten sich die Anwir alle einig, nur über die Wege besteht Meinungsverschiedenheit. gewählt. Nachdem noch die Versammlung mit Genugthuung wesenden, dafür zu sorgen, daß die Ausständigen sowohl moralisch Die Vorschläge der Kommission sind so dehnbar, daß mit ihnen vernommen, daß 6 Arbeiter, welche während des letzten Streits wie materiell unterstützt werden; auch wurde in der fraglichen nichts anzufangen ist. Ein solches Gesetz würde nur die reellen der Treibriemen- Arbeiter bei der Firma Reichel u. Schulz in Resolution die Verpflichtung jedes einzelnen Kollegen au Geſchäfte ſchwer treffen. Die unreellen würden fich den neuen Arbeit getreten waren, wieber enttajien jimb, erfolgte schluß gesprochen, bis zur Beendigung des Stampfes pro Woche Bestimmungen bald aubequemen. Meine Freunde werden gegen der gut besuchten Versammlung. den Kommissionsantrag stimmen.
betrieb.
Abg. v. Tschoppe( frk.): Der Antrag Brockhausen hat mehrfache lingeſtaltungen erfahren, so daß wir der Aufforderung an die Regierung, wie sie die Kommission wünscht, nicht zu stimmen können. Redner empfiehlt seinen Antrag auf Ueber weisung zur Erwägung.
Abg. Bueck( natl.) will die Resolution ablehnen, denn er billige die in derselben angedeutete Richtung der Gesetzgebung nicht, mit den Einzelheiten der Resolution ist ebenfalls nichts anzufangen, ebenso sei das Prinzip, die Monopolbildung, gefeßlich zu bekämpfen, verfehlt, denn diese Bäume wachsen nie in den Himmel, sie halten sich nicht einmal lange, wenn sie nicht vor: fichtig und maßvoll vorgehen.
bis er Tiegel
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Versammlungen.
Der Fachverein der Holz- und Bretterträger diskutirte am 7. Juni die Frage, ob es zweckmäßig sei, im Norden eine gehender Antrag abgelehnt und beschlossen, in der Fennstr. 17 Filiale zu errichten. Nach eingehender Debatte wurde ein dahin eine Zahlstelle zu errichten. Den Klavierarbeitern bewilligte die Versammlung 15 M.
mindestens 50 Pfennige zur Unterstützung beizutragen. Nach dem noch der ausgeloofie Gewerbegerichts- Beisitzer Schmollt sich über die Thätigkeit des Gerichts ausgelassen hatte, wurde Sennings für die bevorstehende Gewerbegerichts- Wahl als Kandidat nominirt.
Die Metallarbeiter waren zum Montag Abend von zentralistischer Seite nach dem Lokale von Gründel, Brunnenstraße, eingeladen, um zum internationalen Kongreß in London Der Verband der Steinsetzer und Berufsgenossen( iliale Stellung zu nehmen und einen Delegirten für denselben zu Berlin ) hielt am 7. Juni seine regelmäßige Mitglieder- Versamm wählen. Die Versammlung war sehr schwach besucht, taum lung ab, in welcher der Stassirer zunächst berichtete, daß sich seit 60 Personen waren erschienen. Genosse Stiefel hielt das Seferat, der letzten Versammlung 35 Mann zur Aufnahme gemeldet haben. in welchem er die Entstehung der Internationale, ihr Wirken Es sei dieses günstige Resultat wohl auf die kürzlich eingeführten und Schaffen in furzen Bügen den Anwesenden vor Augen Morgensprachen zurückzuführen. Der Bericht vom Gewerkschafts- führte und dann die Versammlung aufforderte, einen Delegirten Abg. Fuchs( 8) tritt für den Kommissionsantrag ein. fongreß wurde des schwachen Besuches( infolge des schlechten au wählen. Die Wahl sand durch Stimmzettel statt. Da sich Regierungskommiffar Generalsteuer Direttor Burchardt: Weiters) halber zur nächsten Bersammlung vertagt. Ueber die sämmtliche Anwesende an der Wah! betheiligten, wurde Genosse Die Konsequenzen des Prinzips, die Großbetriebe zu verhindern, Thätigkeit der Arbeitsnachweiskommission berichtet Lade, daß der Segig- Nürnberg mit allen 58 abgegebenen Stimmen gewählt. weil sie fleinere Betriebe aufsaugen, sind unabsehbar. Eine Be Arbeitsnachweis im verflossenen Geschäftsjahre zirka sechzig Als Stellvertreter wurde Scherm bestimmt. steuerung nach der Leistungsfähigkeit haben wir bisher nicht; eine Mal von Unternehmern in Anspruch genommen, und daß infolge folche ist auch ohne eine völlige Umgestaltung unseres bisherigen der mangelhaften Inanspruchnahme seitens der Arbeiter sechs Eine recht gut besuchte Metallarbeiter Versammlung Steuersystems gar nicht durchführbar. Schutz der Kleinen gegen Offerten unerledigt bleiben mußten. Die Kommission wird er tagte am Montag in Joels Saal. Bitfin referirte über die die Großen durch eine Steuer zu erreichen, ist ein sehr zweifel- mächtigt, in dringenden Fällen etwaige Reflektanten schriftlich gegenwärtige Lage der Metallarbeiter. Er besprach den gegenhaftes Problem. Aber wenn man dies Problem für zu benachrichtigen. Sodann fand die Neuwahl der Kommission wärtigen Kampf, der anläßlich der Maifeier gegen verschiedene albies au lösbar hält, ſo würde man immer an eine statt und wurden gewählt: Lade und Dierberg. Unter Ver- Fabrikanten geführt wird und hauptsächlich die Former und Reichssteuer denken müssen. Wohin würde führen, schiedenem berichtet Knoll fiber den Stand der Lohnbewegung an Gießerei Arbeiter betrifft. Der Redner forderte zur thatkräftigen wenn alle Staaten selbständig berartige Steuern machen wollten. verschiedenen Orten, die Anwesenden auffordernd, durch rege Unterstützung dieses Streits auf und gedachte dabei auch der aus, wenn das hohe Haus die vor Mitarbeit in und an der Organisation dafür zu sorgen, daß Wirksamkeit der Polizei, die mit größter Strenge darüber Das schlicht nicht for, bob, wt, bie Regien eine fare much bie Berliner Gleinfeger umb Berufsgenossen wieder mal in wacht, daß der§ 158 der Gewerbe- Ordnung nicht übertreten Erörterung der Angelegenheit eintritt. die Lage kommen, bei Festsetzung der Lohn- und Arbeits- werde und dabei in vielen Fällen gegen Kollegen eingeschritten Abg. Gothein( fr). Vg.): Die Resolution ist nicht noth bedingungen ein kräftiges Wort mitreden zu können. ist, die ihrer Meinung nach in loyalster Weise die Kontrolle über wendig, sondern sogar schädlich, denn sie führt schließlich die Streifbrecher ausüben. Ein festes Zusammenhalten aller in zur Vermögensfonsistation. Mit solchen Grundsätzen tommen Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands erstattete als deren Lage dringend der Verbesserung bedürfe. Gebe es doch In der Versammlung des Allgemeinen Vereins der der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter sei um so mehr nöthig, wir auf den Standpunkt des Sozialismus. Macht man hier eine progressive Steuer auf den Großhandelsbetrieb, so Jacobey am 7. Juni Bericht über den zweiten deutschen Gewerk- bei Lerm und Gebr. Ludwig Arbeiter, die bei zehnstündiger tönnte auch einmal eine solche Steuer auf den Großgrundbesiß alle Redner den Ausführungen des Referenten an, und erklärte traurige Verhältnisse tönne nur eine fräftige Organisation erfolg Großgrundbesitzschaftskongreß. In der hierauf folgenden Diskussion schlossen sich Arbeitszeit Wochenlöhne von 12--15 W. erhielten. Gegen so Abg. Kircher( 3.) spricht für die Resolution der Kommission. sich die Versammlung mit den Beschlüssen des 2. Kongresses der reich einschreiten. In gleichem Sinne äußerten sich mehrere Gewerkschaften Deutschlands einverstanden. Hierauf wurde Krause Diskussionsredner. Damit schließt die Besprechung. Die Resolution der Kommission als Filialfafsirer gewählt. Eine lebhafte Debatte entspann sich bei wird mit dem Amendement v. Tschoppe( Erwägung) an dem 3. Punkt der Tagesordnung, den Streik der Berliner Echeibentöpfer betreffend. Außer den Firmen Schmidt( Charlottenburg ) und Morgen( Mittwoch) 11 Uhr: Berichte und Petitionen. Schleinig( Weißensee ) hat sich noch keine weitere Firma Schluß 312 Uhr. bereit erklärt, den vorgelegten Tarif, welcher eine Lohnerhöhung im allgemeinen so gut wie gar nicht bedeutet, anzuerkennen. Das größte Blumentopf- Geschäft von Krüger, Schönhauser- Allee , suche auf ganz besondere Art die Streifenden zu ersetzen, indem Ein Meineidsfall aus der Kulturkampfzeit. In an- daselbst verschiedene Geschäftsinhaber eingestellt sind. Der Inhaber betracht der pharifäerhaften Gemeinheiten, die auch von ultra- eines Porzellanwaaren- Geschäfts Nazal, höchste str. 40, der montaner Seite gelegentlich des Prozesses gegen unsere Partei- Restaurateur Krüger, Lychenerstraße 8 und ein genossen Schröder 2c. in Effen begangen sind, mag eine Rohlenhändler aus der Lottumstraße, bilden neben vier Erinnerung am Plazze sein, die kürzlich bei einer Gerichtsver- anderen Scheibentöpfern, welche von außerhalb fich haben handlung in Heiligenstadt wieder aufgefrischt wurde. Eine hierher leiten lassen, den Personenstand, welcher nach vor der dortigen Straffammer verhandelte Beleidigungstlage der Ansicht aller Redner nicht im entferntesten in der Lage ist, den föniglichen Staatsanwaltschaft zu Nordhausen gegen den Redakteur Umfang des Betriebes aufrecht zu erhalten. Deshalb mache auch der Eichsfeldia", endete, wie die Vossische Zeitung" meldet, die lettere Firma große Anstrengungen, von außerhalb fertige am 5. d. M. mit der Einstellung des Verfahrens. In der Blumentöpfe zu erhalten, um die Kundschaft befriedigen zu " Eichsfeldia" wurde im März d. J. ein Nachruf für den können. Hervorgehoben wurde noch, daß sich andere Firmen,
gemacht werden.
genommen.
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Gerichts- Beifung.
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Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch Abend von 9-10% Uhr: Süd= o ft fchule, Waldemarstraße 14: Geschichte. ( Neuere Geschichte von der Reformation bis zur Gegenwart mit besonderer Berücksichtigung der Entmickelung des Sozialismus und der politifchen Parteien Deutschlands ) Herr des neunzehnten Jahrhunderts. Auffahlehre.) Herr Heinrich Schulz. Die Dr. G. Pinn. Nordschule, Müllerstraße 179 a: Deutsch. ( Literatur Echulräume sind zur Benutzung der Bibliother und des reichhaltigen Belts schriftenmaterials fchon von 8 Uhr an geöffnet. mann, Bafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinskalender sind zu richten Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend. Bersigender Ad. Neuan Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr.
Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Menderungen im Vereinskalender sind zu richten an Otto Echulz. Kottbuserdamm 72. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und urgegend Alle Zuſchriften den Bund betreffend find zu richten an: Hermann abn, Schönhauser Allee 177 c.
Achtung, Schuhmacher! Mittwoch, den 10. d. Mts., abends 8% Uhr: Große öffentliche Versammlung aller in der Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen in Fiebig's Salon, Große Frankfurterstraße 28. ( Näheres stehe Inferat.) Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin . Scute Abend 8% Uhr: Bersammlung im Vereinslotal, Kommandantenftr. 10-11. Theater- und Vergnügungsverein innd". Sigung heute abend 9 Uhr im Vorstädtischen Kasino, Ade