Es wird heiß.
Heute Mittag 30 Grad Wärme in Berlin .
Unter dem Einfluß eines ständigen Drudanitieges hat sich das Wetter feit gestern grundlegend geändert. Es herrscht endlich fchönftes Sommerwetter und die vielen Ferienreisenden, die schon alle Hoffnungen auf eine baldige Wetteränderung aufgegeben hatten,
dürfen aller Voraussicht nach für die zweite Hälfte der großen
Ferien auf einigermaßen beständiges Sommerwelter rechnen.
Wenn auch nicht mit Sicherheit eine längere Schönwetterperiode Wenn auch nicht mit Sicherheit eine längere Schönwetterperiode vorausgesagt werden kann, so ist doch wenigstens für die nächsten Tage mit heiterem und sehr warmem Wetter zu rechnen. Allerdings bringt die starke Temperatursteigerung die Gefahr zu Gewitter neigungen mit sich. Ein kühler Ge mitterregen fann aber bei der Hize nur mohltuend empfunden werden, im allgemeinen dürfte aber die Regenperiode zu Ende sein. Unser Gebiet steht unter dem Einfluß eines meitverbreiteten Hochs, das mit seinem Kern über Polen und Westrußland liegt. Das Hochdruckgebiet dehnt sich noch weiter nach Norden aus. Eine über Island lagernde starfe Depression dürfte für Mittel europa kaum eine Gefahr bedeuten, da über ganz Westeuropa füdliche Winde hinwegfließen, was nach Ansicht der Meteorologen für die Wetterlage nicht ungünstig ist.
In Berlin stieg das Thermometer, das um 8 Uhr 21 Grad Wärme anzeigte, mittags bis auf 30 Grad. Die Stala zeigte aber weiter Neigung, noch höher zu gehen. Noch vor drei Tagen betrugen die höchsten Temperaturen knapp 15 Grad.
Macht Schluß!
Die Ausreisefteuer faftisch aufgehoben.
Die Ausreisesteuer ist ein verunglücktes Experiment. Man soll fie schleunigst wieder aufheben und den paar Leuten, die sie bezahlt haben, ihr Geld zurückgeben.
Ein solcher Entschluß scheint uns würdiger und ehrlicher als die jetzt beliebte Methode, in die Verordnung durch Ausfüh rungsbestimmungen" so lange Löcher zu schießen, bis nichts mehr von ihr übrig bleibt.
Seit gestern genügt der jederzeit leicht zu vollziehende Eintritt in einen Wander oder Gebirgsverein, um sich die Befreiung von der Ausreisesteuer zu sichern. Wer muß denn überhaupt noch zahlen? Höchstens ein ganz dummer Kerl, der von den zahlreichen Wegen zur Steuerumgebung feinen einzigen fennt, oder cin Pechvogel, der ganz plötzlich über die Grenze muß und keine Zeit mehr hat, sich Steuerfreiheit zu verschaffen,
Es ist genug der Berwirrung oder Verärgerung und der wirt: schaftlichen Schädigung. Man gebe zu, daß es ein Mißgriff war und man forrigiere ihn schleunigst!
Arbeitergespräch.
Was die fommunistischen Arbeiter zu den StahlhelmKommunisten fagen.
Die rechtskommunistische Arbeiterpolitif" gibt das folgende Stimmungsbild aus einem Großbetrieb wieder:
,, Wie sich praktisch die neueste Leistung" der KPD. - Führung in den Betrieben auszumirten beginnt, darüber die nachstehenden wahrheitsgetreuen Arbeitergespräche in einem Berliner Großbetrieb.
Nun muß ich mir ja einen Stimmschein besorgen, damit ich in tetner Urlaubszeit wählen fann", jagt ein Rollege zum RP D. Genossen.
Zeppelin in Fahrt
Ma
Glatter Start in Friedrichshafen / Gegen 5 Uhr in Berlin
Friedrichshafen , 24. Juli. fahrt gestartet. Der Aufstieg ging frog ziemlich starken Wefiroindes Das Luftschiff„ Graf Zeppelin " ist um 9.47 Uhr zu feiner Arklis glatt vonstatten. Die riesige Menschenmenge brach in begeisterte Hochrufe aus. Profeffor Samoilowitsch erklärte vor der Abfahrt, er halte es nicht für ausgeschlossen, daß auf dieser Expedition neues Land entdeckt werde. Die Landung in Berlin wird gegen 17 Uhr erfolgen.
Schon in den frühen Morgenstunden stellten sich Hunderte von Menschen vor dem Werftgelände auf. Um 8% Uhr kamen die ersten Passagiere und Bejagungsmannschaften mit ihren Angehörigen, Dr. Edener in Begleitung seiner Gattin und Tochter, in die Halle. Apparate für Tonfilmaufnahmen und zur Uebertragung auf den Rundfunk waren aufgestellt. Von der Küche des Kurgartenhotels wird noch frischer Proviant in das Schiff gebracht. Schutz polizeibeamte erscheinen in der Halle, um die Absperrungsmaßnah. men durchzuführen. Um 8.45 Uhr werden die Luftschiffmotoren und der Elektromotor in Gang gesezt. Im Büro von Kapitän Lehschifführern und mit dem Führer der Arktisexpedition, Samoilo mann hat Dr. Eckener noch eine furze Unterredung mit den Luft witsch. 9.15 Uhr kommt der Omnibus an und bringt die Fahrgäste
in die Halle, die alsbald an Bord des Schiffes gehen. An Bord mit den Luftschifführern Lehmann, Flemming, v. Schiller und Bruß des Schiffes find 30 Besatzungsleute, darunter Dr. Edener sowie 16 Passagiere.
Frostsicherer Wasserballast.
Das Luftschiff„ Graf Zeppelin " wird voraussichtlich am Sonnabendfrüh von Berlin nach Leningrad weiterfahren, wo gleichfalls nur ein nächtlicher Aufenthalt vorgesehen ist. In Leningrad werden außer Benzin 3 Tonnen frostsicherer Wasserballast" eingefüllt; außerdem wird hier mit Hilfe der von Friedrichs. hafen nach Leningrad geschickten Wasserstoffanlage das Traggas erjetzt werden. Bei der eigentlichen Polarfahrt wird das Luftschiff Graf Seppelin" so viel Betriebsstoff an Bord haben, daß sich das Luftschiff beim gleichzeitigen Arbeiten von vier Maybachmotoren 140 Stunden in der Luft halten kann. Es wird mit Auftrieb fahren, da das Luftschiff im Gewichtsdurchschnitt um einige Tonnen leichter gemacht worden ist. Die Wetterbedingungen werden vorläufig als sehr gut bezeichnet, und man nimmt an, daß das Thermometer im Polargebiet nur wenige Grade unter Null zeigt.
Der Student- ein Schuldner der Nation
Minister Grimme bei den republikanischen Studenten
Der Kreis Berlin des deutschen Studentenverbandes veranstaltete| jeden Totengräber freien Wachstums.( Lebhhafter Beifall.) Freiheit gestern im Plenarjaal des Reichswirtschaftsrates feine Ber- fann unmöglich heißen, jede Meinung wild wachsen lassen, und faffungsfeier. Die Hauptanfprache hielt der preußische Freiheit ist nur möglich auf dem Fundament der Anerkennung dieser Minister für Wissenschaft, Kunft und Volksbildung, Dr. Grimme. Freiheit.
Nachdem die Kammermusikvereinigung Milando zwei Säße aus Franz Schuberts opus 163 zum Vortrag gebracht und der Kreisleiter stud. jur. Frig Wehner turze Begrüßungsworte ge= sprochen hatte, nahm der Minister das Wort:
,, Ich brauche gewiß nicht zu betonen, daß ich zu der Jugend, die zu unserem Staat, zur Deutschen Republit, aus einer inneren Ueber= zeugtheit steht, mit einem Gefühl starter Verbundenheit spreche. Sie ist um so stärker, als unser Staat sich in diesem Augenblick in einer ganz großen und so starken Bedrängnis befindet, wie sie ihn seit Krieg und Inflation nicht getroffen hat. Wieder erleben wir, was es für jeden heißt, mit seinem Bolk schicksalsverbunden zu sein. Es ist trotz alles Dumpfen und Lähmenden ein Stück Gemeinschaftserlebnis, und gerade das Gefühl der Wegverhangenheit legt uns die Verantwortung auf, daß wir nicht unbedacht aus bloßen Trieben handeln.
Das trifft vor allem auch den Studenten. Vom ersten Tage jeines Studiums an ist und bleibt er, auch wenn er längst die
Universität verlaffen hat, ein Schuldner der Nation.
Seine Studiengebühren sind nur ein Bruchteil dessen, was die Gesamtheit der Steuerzahler aufbringt, damit er zum Studium Gelegenheit hat. Niemals soll er vergessen, welches Ber recht es ist, sich ein paar Jahre geistigen Dingen zuwenden zu fönnen, ein Borrecht, das fein Anrecht einschließt, sondern ein Geschenk, das eine Verpflichtung bedeutet. Es scheint nicht, als
,, Wählen? Wann und was willste denn wählen?" fragt dieser sei dies sittliche Bewußtsein in jedem, der sich auf den Hochschulen erstaunt.
,, Na, am 9. August ist doch der Volksentscheid!"
,, Mensch, biste denn verrückt geworden, von wem haste denn det, der Boltsentscheid geht doch vom Stahl= helm und den Nazis, aus, damit haben doch die Arbeiter nichts zu tun", erwidert aufgeregt der Genosse.
„ Na, nu hör aber uff", sagt da der Kollege, eben hat mir erst dein Genosse D. gesagt, daß sich die KPD. daran be= teiligt."
Betroffen sieht uns der Genosse an. Ich spreche mit ihm, mache ihm in furzen Worten die politischen Auswirkungen dieses Schrittes der KPD. - Führung flar. Er antwortet noch mit einigen Wenn" und„ Aber". Er will sich informieren, es kann doch nicht wahr sein.
Zu Feierabend kommt er ganz niedergeschlagen zu mir.
"
,, Ich habe mir die Sache hin und her überlegt, die Be teiligung der KPD . am Boltsentscheid läuft ja auf eine dirette Unterstügung der Faschisten hinaus!" Ein großes Kartenhaus revolutionärer Illufionen, Wünsche und Hoffnungen kracht zusammen."
..studierenshalber" aufhält, lebendig.
Denn wer statt mit Kopf und Kollegheft, mit Tränengas und Fäusten seiner seltsam mißverstandenen Arbeit obliegt, besitzt dies Gefühl fittlicher Verpflichtung nicht, er, ein Schuldner der Nation, wird zum Schädling der Nation.
Bielleicht will er die Tatsache nicht wahrhaben, mit der jeder
Studierende sich abfinden muß, daß der Akademiker in Deutschland nie mehr die Rolle spielen wird wie in der Zeit des bürgerlichen Hochkultus! Gerade aus dieser Erkenntnis heraus aber darf er sich nicht zum Träger unfruchtbarer Rebellion machen, sondern muß das Positive suchen, das darin liegt, das Los des Pro letariats zu begreifen und nach dem Zusammenfinden von Student und Proletariat zu streben. Was heißt Student sein? Nichts anderes als sich im Stadium der Meinungssuche befinden! Studieren heißt, den Weg von Borurteil zum Urteil gehen und klarwerden wollen. Wie schmerzlich, daß es Studenten gibt, die einfach stehenbleiben, noch ehe sie begonnen haben, die, statt das Dasein zu entdogmatisieren, Begriffe, die ihnen zugeflogen sind, zum Dogma umabfolutieren. Wohl gebärdet sich mancher radikal, aber er sollte wissen, daß er das Wesen wahrer Radikalität nicht erkannt hat. Ein Student kann nicht radikal genug sein, er soll nichts ungeprüft lassen und mir auf seine eigene Schau trauen. Das ist erste Voraussetzung zu echter Führerschaft. Der Radaustudent hat diese Unabhängigkeit niemals gegenüber Programmen und Schlagworten gewonnen. Wer führen will, muß auf Nachlaufen verzichten. Es gibt feine besondere studentische Ehre, es sei denn die eines unbeirrten Willens zur Sache. Der Student verdränge aus seinem Denken das Schlagwort und gelange zur Erkenntnis, daß wir nur weiterfommen, wenn wir an die Stelle der Dumpfheit und der übernommenen Vorurteile geklärte Begriffe sezen. Wer diesen Sinn des Studiums bejaht, fann freilich nur mit Scham über den Mangel an diesem Sinn für die studentische Aufgabe an die Vorkommnisse auf den Universitäten in den letzten Wochen denken. Sie waren ein Berrat qm Sinn des Studiums und an der Universitätsidee.
Sonnabend vormittag Kabinettsfizung fehung zu echter Führerschaft.
Bor neuen Maßnahmen auf wirtschaftlichem Gebiet.
Nach der am Sonnabend früh erfolgenden Rückkehr des Reichstanzlers Brüning und des Reichsaußenminiffers Curtius wird voraussichtlich noch am Sonnabendvormittag eine Sigung des Reichskabinetts stattfinden, in der zunächst Brüning und Curtius über die Londoner Konferenz Bericht erstatten werden. Außerdem werden auch die weiteren Maßnahmen auf wirtschaftlichem und finanziellem Gebiet durchgesprochen, die nach dem Ausgang der Londoner Beratungen erforderlich sind. Die Beratungen über die Wirtschaftsmaßnahmen dürften mehrere Tage in Anspruch nehmen. Es ist anzunehmen, daß der Reichsfangier im Laufe des Sonnabend auch noch dem Reichspräsidenten Vortrag halten wird.
Neue blutige Kämpfe in Sevilla . Bis jetzt 20 Tote.
Madrid , 24. Juli. ( Eigenbericht.) Am Donnerstag fam es in Sevilla und Umgebung wieder zu Zusammenstößen zwischen Syndikalisten und der Polizei, als ftreifende Syndikalisten Verhaftele aus einem Autobus befreien wollten und die Polizei eingriff, entstand ein heftiges Feuer. gefecht, das vier Personen das Leben fostete. Insgesamt haben am Mittwoch und Donnerstag 20 Menschen ihr Leben eingebüßt, 140 wurden verwundet, darunter viele sehr schwer.
Auf Anordnung der Regierung find in ganz Spanien die syndikalistischen Organisationen verboten worden. Ihre Zentralstellen wurden gefchloffen, ihre Führer verhaftet.
Student ist nur, mer Freiheit zur autonomen Selbstverwaltung fordert und für das Wachsen der eigenen Person benutzt. Diese Freiheit der Entscheidung entspricht jener Haitung, die Weimars Verfassung von jedem deutschen Bürger fordert. Der Staat van Beimar ist das Palladium dieser Freiheit. Wer aber schon in seinen Studienjahren die blinde Unterwerfung unter einen fremden Willen propagiert, der unterhöhlt die Boraussetzung bes Studiums: Die afademische Freiheit.
In einem Dittaturstaat gibt es nicht die Freiheit, daß jeder werden fann, worauf sein Wesen angelegt ist, eine Freiheit, wie sie die soziale Demokratie erstrebt. Darum vergäße unser Staat seine Pflicht gegenüber seiner eigenen Idee, die nicht Einförmigkeit, sondern Mannigfaltigkeit der Persön lichkeiten verlangt, und er vergäße seine Pflicht gegenüber der Universität zugleich, wollte er die Idee der Freiheit nicht schützen gegen
Mit aller Deutlichkeit ist deshalb zu befonen, daß, wenn gegen die Stoßfrupps der Feinde der Arbeitsfreiheit auf den Univerfitäten die überlieferten Mittel zur Aufrechterhaltung der Ordnung nicht ausreichen, dann vom Staat neue zu schaffen sind. Da gibt es kein Baftieren, weil hier nicht mehr bloß Richtung gegen Richtung steht. Hier steht die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung und ihrer Unterbindung im Kampf auf Tod und Leben. Es handelt sich nicht mehr um einen Ringfampf zwischen dieser und jener Meinung, sondern um Schutz der Meinungsfreiheit gegen Meinungsunterdrückung.( Stürmische Zustimmung.)
Welche schmerzliche Berwirrung der Gefühle, menn jemand gegen diese Freiheit Sturm läuft und sagt, er tue es aus Liebe zur Freiheit der Nation!
Die Freiheit der eigenen Nation aber bedingt zugleich die Freiheit der anderen Nationen.
Wie groß die Not um diesen Kampf ist, das zeigen diese Wochen internationaler Hochspannung wahrhaftig zur Genüge. Die Not sollte uns freimachen von Illusionen und uns nicht Illusionen mit Ideen verwechseln lassen. Deutsch, akademisch und Ethos der deutillusionsloser Mensch! Das Deutschland des Geistes und des freien fchen Republik ist der Imperativ: Berde ein idee- erfüliter, aber Willens verlangt den heroischen Studenten, der mehr am Bau der Zukunft hilft als der Lärm aller Raden und als aller Radau, der immer dem am nächsten liegt, der von Heroismus am weitesten entfernt ist. Es ist ein harter Weg, er führt durch Hunger und durch Not. ,, Wi sitt davör, wi möt dadör", sagt der Niedersachse. Hart oder nicht hart, wir müssen geradeaus marschieren, meil wir verspüren, daß die deutsche Nationalidee bei uns ist. Ich danke Ihnen, daß Sie dies durch Ihr Bekenntnis zur deutschen Republik bezeugen."( Stürmischer, anhaltender Beifall.)
Der junge Chor sang hebt unsre Fahnen in den Wind". Es sprachen weiter Geheimrat Prof. Dr. F. Meinede von der Universität und Professor Dr. Timpe von der Technischen Hochschule. Zum Schluß legte Dipl.- Ing. Heinrich Kaun ein Bekenntnis der wahren studentischen Jugend zur Republik ab. Der gemeinsame Gesang der Nationalhymne beschloß die Veranstaltung, zu der viele wegen Ueberfüllung keinen Zutritt mehr hatten finden können.
Elfjähriger Einbrecher.
Beim nächtlichen Einbruch festgenommen.
Eine große Ueberraschung erlebte in der vergangenen Nacht der Wächter des Grundstücs Holzmartfftraße 15-18, als der Hund plöhlich heftig enschlug und durch die erbrochene Tür der Lebensmittelspedition von Schwinsty in das Innere der Räume
lief.
Es erhob sich sofort ein jammerndes hilfe gesarei einer Kinderstimme, und als der Wächter sich den nächtlichen Besucher näher ansah, entdeckte er einen Dreifäsehoch, der unter den Lebensmitteln schon Auswahl gehalten und ein Batet zusammengepackt hatte. Da der Junge, der faum älter als 11 bis 12 Jahre mar, unmöglich allein den Einbruch verübt haben konnte, sah sich der Wächter nach den mutmaßlichen Helfern un, lnd tatsächlich standen vor dem Grundstück zwei Jungen Schmiere, die beim Auftauchen des Wächters die Flucht ergriffen.
Der jugendliche Dieb murde zum nächsten Polizeirevier gebracht, wo sich herausstellte, daß es sich um den elfjährigen Alfred Kasch aus der Kolonie Einigkeit an der Landsberger Chaussee handelte. Der Junge hat noch mehr auf dem Kerbholz, so hat er seit Februar überhaupt feine Schulbant mehr gesehen. Heute vormittag find die Eltern des völlig verwahrlosten Kindes vernommen worden. Der Junge wird zweifellos einem Heim überwiesen werden.
Benzinegplosion in der Garage.
Chauffeur gefährlich verlegt.
Bei Reinigungsarbeiten in der Garage einer Wellpappenfabrik in der Glasowstraße 46/47 in Neukölln erlitt heute früh der 53jährige Chauffeur Walter Jander aus der Ringbahnstraße 16 lebensgefährliche Verlegungen.
Zander war an einem Elektromobil beschäftigt und hantierte an dem Wagen mit einer Benzinkanne, Blöglich explodierte der Inhalt der Kanne, und der Chauffeur erlitt am ganzen Körper fchwere Brandwunden. Schwer verlegt wurde 3. in das Budomer Krankenhaus gebracht.