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Beilage

Mittwoch, 16. September 1931

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Der Abend

Shalausgabe des Vorward

Der Nordtiroler Faschismus

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Es war in der Zeit unmittelbar nach dem Kriege, als sich auf bem Bahnhof der Tiroler Hauptstadt Innsbruck die kleinen, be­henden Soldaten der italienischen Besayung tummelten, da es all­abendlich in den Straßen und Lokalen der Stadt Zusammenstöße zwischen ,, Siegern" und Besiegten" gab, die nicht selten auch blutig verliefen und endlose politische Interventionen nach sich zogen. Tirol war zerhackt und zerschlagen, ein quergespaltener Rumpf die blutende Trennungslinie war und blieb der Brenner , der Schnitt, der Tirol in zwei Teile zerlegte die neue Grenze. Es gab nun ein Deutschösterreich verbliebenes Nordtirol und ein an Italien verloren gegangenes Südtirol . Das bei allen Alpenvölkern so aus­geprägte Nationalgefühl das nichts mit Nationalismus zu tun hat, sondern nichts anderes als Erdverbundenheit, Heimatsliebe ist fonnte nicht empfindlicher getroffen werden als in der Zerstücke­lung des Heimatlandes. Ein Grenzlandkonflikt war geschaffen, der sich zwar weniger nach außen hin, bemerkbar machte frog der in einem solchen Konflitt unvermeidlichen Zwischenfälle-, der aber immerhin ernst und scharf genug war, um nicht bagatellisiert zu merden. Als zudem noch der Faschismus in Südtirol die Demütigungen der Brüder jenseits der Grenze bekannt wurden, da wuchs dieses Grenzlandfieber zu wahrer Weißglut, und fast schien es, als würde es zu weittragenden Ereignissen kommen. Befreiungs­frieg analog dem von 1809, da das Gebirgsvöllchen zweimal den großen Franzosenkaiser, vertrieb, schwirrte durch die heißen Köpfe, die aber bald belehrt wurden, daß jene Gegengewaltmaßnahme aus­geschlossen und ins Reich der Historie der Utopie gehöre. Nehmen wir jedes Bergvolk, ob die wilden Stämme des balkanischen Karstes oder die etwas sanfteren Hirten der Schweizer

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Berge ihre Jahrhunderte alte Geschichte berichtet immer wieder von Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit. Niemals Angreifer, waren sie dennoch entschloffene Verteidiger gegen die Eroberungs­

sucht der Nachbarn.

Um nun auf die Tiroler zurückzukommen, so sollte man doch annehmen, daß ein so starkes Freiheits- und Unabhängigkeitsgefühl in erster Linie Freiheit und Selbständigkeit eines Volkes voraus­setzt. Und doch stoßen wir auf einen Widerspruch, der so traß ist, daß er uns unverständlich wird. Dieses Volt, das seine Freiheit um jeden Preis, auch um den von Menschenleben, verteidigen und zurückerlangen wollte, dieses Bolt ist zum Teil von einer solchen Unfreiheit und Knechtseligkeit, daß man schon nicht mehr von Freiheitseinschränkung, sondern von einem Rückstands­gebilde aus der Zeit des Feudalismus oder gar der Leibeigenschaft sprechen kann.

Bir finden ein dem geistigen Fortschritt nicht nur abhold, sondern geradezu feindlich gesinntes Volk, das in dumpfem Aber glauben und weltfremder Ahnungslosigkeit verharrt. Aengstlich wacht es über Tradition über Altväterhausrat, den es vor der unheiligen Berührung einer unaufhaltsam fortschreitenden Zeit schützt. Gewiß ist Traditionsgebundenheit eine taum ausrottbare Eigenschaft des Bauern überhaupt. Und auch in gewisser Hinsicht erklärlich. Denn da leben Generationen auf ihren paar Quadrat­metern Boden, da hausen sie oft jahrhundertelang auf den gleichen Höfen, da steht vorm Tore ein Baum, der seinen Schatten auch schon über den längst verwesten Leib des Urahnen fühlend breitete, ja jeder Stein lebt hier mit den Generationen. Das ist eben jene Tradition, die sich zwar von Geschlecht zu Geschlecht fortpflanzt, aber feineswegs mit der Zeit sich fortbewegt. Der Baum vorm Tore ist ihr leibhaftiges Symbol. Stellt man sich dazu noch vor, daß diese aus ihrer Muttererde gewachsenen Menschen in melt­abgeschiedenen Hochtälern wie Verschlagene, Versprengte leben, dann ist es um so erklärlicher, daß in diesen Menschen nur zwei Dinge tiefen, festen Grund haben, und das sind: Religion und Familie. Diese beiden Begriffe sind für sie die Begriffe des Lebens überhaupt, und was darüber hinausgeht, bedeutet für sie Blendwerk und Versuchung des Bösen, Gefahr der Zertrümmerung ihrer selbst. Der Familiengedanke ist für sie sozusagen Ewigkeits gebante, Religiosität, die Folge ihrer Naturnähe, also schon weniger Konfession als Kult. Und vom Glauben zum Aberglauben sind nur zwei Silben Weg.

Nun find freilich die Stätten dieser Bergbewohner feinesfalls so weltabgeschieden geblieben, wie sie vielleicht einstmals waren. Daß man auch mit Naturschönheiten gute, rentable Geschäfte machen fann, blieb unserer Zeit nicht unbekannt. Besonders nach dem Kriege, als alle Grenzen sich wieder öffneten, setzte eine wahre Reise- und Wanderwut der Völker ein. Der Fremdenverkehr, immer moderner und glänzender organisiert, eroberte sich auch das welt­fernste Tal, die einsamste Höhe. Und gerade Tirol wurde da nicht nur wegen seiner Naturschönheit, sondern auch wegen seiner äußerst günftigen Lage zu einem Mittelpunkt internationalen Völkergetriebes. Die Fremdenindustrie blühte immer üppiger, Autobus­verfehr in die entsegensten Täler, Seilschwebebahnen nach den höchsten Gipfeln wurden zu selbstverständlichen Einrichtungen. Nicht zu vergessen noch der rege Gasthof und Hotelbetrieb. Und man fann es wirklich nicht verschweigen, daß selbst manchem Ruhjungen die Begriffe von ausländischer Valuta besser in den harten, etwas schwer und langsam denkenden Tiroler Schädel gingen als das Abc. Tirol ist eines der ersten Bundesländer Desterreichs, das die Elettrifizierung der Eisenbahnen durchsetzte. An Wasserkräften ist das Landl" reich Edisons Glühbirne brennt man auch in der einsamsten Hütte über 2000 Metern. Die In­dustrialisierung forderte Arbeiter. Er kam von den Höhen, aus den Tälern. Entgegen allen Familienreglements verließen die Jungen die ,, teuere Scholle" und wurden Industriearbeiter. Sie gehörten nunmehr einer neuen Klasse an, die sie in Berührung mit einer neuen Geistigkeit, mit einer neuen Weltanschauung brachte, und die ihnen praktischer und vernünftiger dünkte, als die alte, überlieferte, mit der sie nichts mehr anzufangen wußten. Da in den Gebirgs: ländern die Bevölkerungsdichte gering ist, so daß die Entfernung einer Siedlung von der anderen, ja sogar eines Menschen von an deren oft sehr beträchtlich ist, entwickelt sich in dem Verhältnis der Menschen untereinander eine ziemliche Isoliertheit, die auch in Welt- und Menschenscheu oft ausartet. Aus dieser Isoliertheit mußte Einordnung in die Gemeinschaft werden. Diese Gemeinschaft setzt andere Lebensformen voraus: den Sozialismus.

Der Sozialismus und seine Aufklärungsarbeit war in Tirol er­folgreich. Das beweisen die Wahlresultate. Das ftant den christlich jozialen Herren, die sich in Desterreich der Regierung bemächtigt

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Von Friedrich Lichtneker

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hatten, in die Nase. Tirol das war die Hochburg der christlich| seinem großen Bruder in Rom gerne nachmachen möchte eben= sozialen Partei. Um den sozialistischen Gedanken im christlich dasselbe Tirol, das vor zehn und weniger Jahren noch sich gegen sozialen Bundesland zu ersticken, arbeitete die Reaktion mit allen den Faschismus in Südtirol vom ganzen Herzen empörte und seine ihren Methoden. Die Tiroler, die sich bis dahin mit einem Heimat Methoden anklagte, geführt von ebendenselben Nationalisten, die schutz gegen die Gefahr nördlichen Vordringens der Italiener be- seinerzeit Desterreich, vor allem Tirol, dem Deutschen Reiche ein­gnügten, wurden dahin gebracht, diesen ,, Heimatschutz" auch gegen verleiben wollten, ebendieselben Nationalisten, die die Versklavung die inneren Feinde" zu richten gegen den Sozialismus, Südtirols als ein gewichtiges Schlagwort in ihrem Partei- und genannt Bolschewismus. Wählerprogramm führten lang ist es her. Dieser ,, Heimatschutz" war aber nicht Abwehrmaßnahme, sondern In Tirol sagt man noch heute, 1809 hätte Kaiser Franz in Angriff auf die Freiheit und alle Errungenschaften der Arbeiterschaft. Wien die Tiroler an die Uebermacht der napoleonischen Armee aus­Tirol wurde zum Hauptquartier des Heimwehrfaschismus, in dem geliefert. Was werden die Tiroler in hundert Jahren über die Herr Pabst als oberster Kriegsherr mit dem Dr. Steidle residierte.| Faschisten sagen, hinter denen heute eine verblendete, verhetzte Ge­Tirol wurde die Wiege des österreichischen Faschismus, der es folgschaft einherzieht?

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Unser täglich Brot gib uns heute...

Von Karl Möller

China , das ewig unruhige Land, ist von einer neuen Natur­fatastrophe heimgesucht worden. Der sonst so ruhige Dangtse, den wir auf Bildern in seiner Rheinähnlichkeit bewundern können, ist plötzlich zum verderbenbringenden Wellental geworden. Nach allen Richtungen haben die Fluten die friedlichen Felder überschwemmt. Hochwasser, der schlimmste Schrecken eines Boltes, jagt durch die uralten Täler.

Der Bauer, der hier in altgewohnter Weise seinen Ader be­ftellte, hat Haus und Hof verloren. Gleichmütig nimmt er sein Schicksal hin. Kommt Zeit, kommt Rat", denkt der Chinese und schlimmere Schicksalsschläge der harten Natur sind schon über dieses geduldige Volt gekommen.

bricht ein neues Unglück herein. Ein Sturm, ein Taifun rast über Doch noch liegt das ungebändigte Wasser über dem Lande, da Nacht durch das Ueberschwemmungsgebiet, wie um das grausame Werk des anderen wütenden Elementes zu vollenden. Tausend Häuser sind dem Erdboden gleichgemacht worden. Biele Flüchtlinge in ihren Booten sind bei dem teuflischen Zusammentreffen ums Leben gekommen. Zerbrochen liegen die Trümmer der Dschunken im Wellenmeer. Obdachlose Menschen, die gerade ihr nacktes Leben gerettet haben, stehen am Ufer und warten... Die Ernte ist vers nichtet und ein langer Winter steht bevor. Das Gespenst des Hungers friecht als schlimmste Folge hinterher...

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Heiße Sonne brütet über den Prärieprovinzen Nordamerikas . Jeder Tag bringt das Getreide weiter zum Reifen und noch liegen die Speicher von der letzten Ernte voll. Ein neuer, guter Ertrag muß die Preise weiter senten. Keiner der Farmer kann von sich aus den Markt beeinflussen und so schaffen sie weiter, um womög­schaffen sie weiter, um womög lich durch eine vergrößerte Menge den Preisunterschied wettzu­machen. Und das Wetter ist ihnen günstig. Eine neue Refordernte wird eingefahren. Die Pools, die Verkaufsorganisationen der

rung hofft zunächst, aus ihren eigenen Provinzen Weizen und Reis herbeischaffen zu können. Die Zahl der Hungernden wird bereits auf 10 Millionen geschätzt. Zur wirklichen Hilfe, wären für die Chinesen unerschwingliche Barmittel notwendig. Andernfalls hält der unerbittliche Sensenmann im Fernen Osten seine reiche Ernte...

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Zwischen den Hungergebieten Chinas und dem Weizenüberfluß im Westen Amerikas liegt der Pazifische Ozean und eine bequeme Bahnstrecke von etwa 2000 Meilen. Wir können nicht glauben, daß sich also nur um die Kosten des Transportes. Und deswegen sollen Millionen gelber Menschen dem Hungertode preisgegeben werden.

Es gibt in USA . eine Menge charitativer Hilfsorganisationen. zu retten, scheut man sonst nicht den Aufwand für kostspielige Mis­Frauenbünde, Heilsarmee und das Rote Kreuz. Um ein paar Seelen

fionsstationen.

Wo aber bleiben diese christlichen Helfer, wenn es wirkliches in furzer Zeit Brot in das zerstörte Yangtsetal zu bringen. Die Leid zu mildern gibt? Es wäre bei unserer Technik ein leichtes, Schiffe liegen untätig in den pazifischen Häfen und die Eisenbahn in zwei Wochen könnte die Erlösung für die Hungernden gebracht flagt über schlechten Geschäftsgang. Einige Sonderleistungen und werden. Wenn, ja menn die Kapitalisten nicht Angst hätten, dabei einige Dollars zu verlieren

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Rußland.

Wir wollen nicht behaupten, daß dort Ueberfluß an Getreide wäre, Noch eine andere Weizenmacht grenzt an Chint: aber exportiert wird von dort auf Kosten der Bevölkerung immer­hin genug. Könnte deshalb nicht auch aus dieser Richtung Hilfe

fommen?

In der Tat haben sich schon Kommunisten in den betroffenen Gebieten eingefunden. Aber wie überall in der Welt, nicht um die

Farmer, wissen nicht wohin mit dem Ueberfluß. In aller Heim: Not zu lindern, sondern sie zu vergrößern. Dem Agitationsbedürf lichkeit wurden schon große Mengen vernichtet, aber die Farmer perlangen Zahlung. Sämtliche Märkte der Welt find überfüllt und die trotzdem hungernden Menschen fönnen nicht zahlen...

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Die chinesische Regierung macht nach dem Unheil, das ihr Land getroffen hat, dem Bundes Landwirtschaftsamt der Vereinigten Staaten einen Vorschlag:

Sie will 15 000 000 Bushels( etwa 408,000 Tonnen) Weizen ankaufen. Die Bezahlung kann jedoch erst in zehn Jahren erfolgen. Das Landwirtschaftsamt lehnt diese Bedingungen ab. Es verlangt eine Zahlungsfrist von 2% bis 4% Jahren bei einer Berzinsung von 4 Prozent.

nis aus Moskau ist jedes Mittel gut genug, um Unruhe zu stiften. Wie gemeldet wird, sind bereits einige Grenzorte des lleber­schwemmungsgebietes von tommunistischen Banden besetzt und es besteht die Gefahr, daß sie weiter einzubringen versuchen, um Auf­stände unter der Bevölkerung zu entfachen. Der Hunger genügt nicht, es muß auch noch Bürgerkrieg sein. Kommunismus und Ka­ pitalismus fönnen sich zu dieser famosen Hilfeleistung gegenseitig beglückwünschen. Die einen schauen untätig zu, die anderen ver­suchen, den Motstand zu vergrößern, um für sich Gewinn daraus zu schlagen. Am Ende aber grinst der graue Hungertod. Doch das ist ja weit weg, irgendwo hinten in China .

Darauf können die Chinesen unmöglich eingehen. Die Regie- hilfe?

Wo aber bleibt die sonst so eifrige Internationale Arbeiter

Vom Leben und Sterben des alten Rades

Von Hermann Neubert

Als ich es bekam, war es in dem Alter, in dem die Menschen| sich nur reiten, wenn man es an der Bordschwelle bestieg und blieb zu heiraten pflegen, aber in dem Fahrräder schon lange verstorben bodig stehen, bis sein ehemaliger Befizer dura) einen handfesten sind und irgendwo in einem Winkel von der Auferstehung des Schrottes träumen.

Sicher war es einmal neu und hochmütig, schwarzlackiert wie ein Staatszylinder im Sonnenschein, und sein Besizer fuhr in furzen Hosen und mit Schulranzen über das holperige Pflaster eines füddeutschen Städtchens. Dann blieb es einige Zeit im intel stehen, um eines Tages wieder hervorgeholt zu werden. Die Klingel und die Bereifung waren altersschwach; sie wurden ersetzt und dann schaukelte der neugebackene Doktor in die chemische Fabrit auf feine erste Arbeitsstelle.

Aber mit den Gehaltszulagen fiel das Rad langsam wieder in Ungnade, und nur der Umstand, daß ein kräftiger Junge die Familie erweiterte, rettete dem Rade das Leben.

Nun wartete es wieder geduldig, bis der Bengel auf das Rad hinaufwuchs bzw. hinunterwuchs, was die Beine betrifft. Jezt be­gann das Leben von neuem: der junge Herr fuhr in die Schule und dann ins Kolleg, genau wie der Papa, nur daß die Mädels nicht mehr mit blanten Augen dem unmodern- hohen Gefährt nachschauten, fo daß es, wenn möglich, zu Hause gelassen wurde und das Prädikat Geschäftsrad" erhielt, was eher ein Schimpfwort als eine Lieb­losung war.

Na, und dann bekam ich eben das Rad. Nicht, daß ich irgend welche Erbansprüche gehabt hätte. Ich konnte kein Fahrgeld mehr bezahlen; da überließ man es mir zur Ruznießung. Es war fo­zusagen eine Ueberfremdung, als ich vorgestern das alte Möbel aus dem Familienband löste und über Bismarckstraße und Tauenzien in die große Stadt entführte. Schon vom ersten Augenblic an merkte ich den passiven Widerwillen seinerseits gegen mich: es ließ

Stoß die Geschichte in Bewegung brachte. So wackelte es nur noch einige Male bedenklich und dann fuhr es. Jede Verkehrsampel ließ mich zittern; denn halten müssen auf der offenen Straße würde den glatten Tod bedeuten, wenn nicht wieder ein guter Freund den schöpferischen Stoß gibt. Aber auch einem Radfahrer wachsen die guten Freunde nicht wild auf der Straße.

Aber dann kam ich doch nach Hause.

Zwei Speichen fehlten. Am anderen Morgen waren drei weitere lose, so daß ich sie entfernen mußte, wie man losgeschlagene Zähne zieht. Aber es schaffte mich noch zum Paddeln an die Havel . Und schaffte mich zurüd.

Zwanzig Meter von meiner Haustür entfernt brach es unter mir zusammen. Ganz vorsichtig und langsam nickte es einmal, zweimal und neigte die Lenkstange und verschied. Es hatte mir die Quälereien nicht nachgetragen. Die Felgen waren unwahrscheinlich verbogen und zum Heulen tomisch. Zwei Jungen und ein Schupo erboten sich, die Räder zurechtzubiegen. Aber ich schlug ihre rohe und herzlose Operation ab. Auf einem toten Rade fährt fein anständiger Mensch. Morgen werde ich es in aller Stille auf einem vorstädtischen Schuttplatz bestatten.

Die größte Tabakernte bringen die Bereinigten Staaten mit 600 Millionen Kilo, während die Gesamtproduktion der Welt nur etwas mehr als das Doppelte beträgt. In Rußland werden jährlich etwa 170 Millionen Kilo Tabat gebaut. Die Bereinigten Staaten nehmen auch beim Tabakverbrauch die erste Stelle ein, denn jeder Einwohner verbraucht durchschnittlich im Jahr 4,4 Kilo, meist in Zigarettenform. Die Holländer bringen es nur auf 3,2 Kilo, Belgien auf 3,1.