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Programm der Zechenbesitzer.

Weberstunden, Lohndruck und verdreifachte Berwaltungskosten"

Effen, 21. September. ( Eigenbericht.) e Schlichtungsverhandlungen über die Lohn- und Arbeits­

getfrage im Ruhrbergbau am Montag in Effen wurden ergebnislos

bis auf Dienstag vertagt.

Die Gewerkschaftsvertreter erklärten, der fatastrophale Rüdgang des Beschäftigungsgrades im Bergbau sei nicht nur auf den wirt schaftlichen Niedergang, sondern vor allem auch auf die Entwicklung des Schichtförderanteils zurückzuführen, da sich die Leistung je Mann und Schicht seit 1927 allein um 30 Pro3. erhöht habe. Da die Arbeitslosigkeit einen unerträg­lichen Grad erreicht habe und immer noch neue Entlassungen er­folgten, sei die weitere Beibehaltung der Mehrarbeit im Ruhr­bergbau nicht mehr zu verantworten. Zur Beseitigung des un­erträglichen Zustandes müsse deshalb die Arbeitszeit ver fürzt werden mit dem Ziele, einen stabilen Beschäfti­gungsgrad und eine sozial gerechte Berteilung des vorhandenen Arbeitsquantums zu erreichen.

Die Zechenvertreter lehnten die Beseitigung der Mehrarbeit grundsäglich ab und forderten einen Lohnabbau von zwölf Prozent somie eine Erweiterung der Randzechenklausel. Die Ruhrgechen arbeiteten gegenwärtig nach den Berechnungen des Reichswirtschaftsministeriums mit einem Berlust von mehr als 2 M. je absagfähige Tonne. Da nach ihrer Meinung sonstige Ersparnisse nicht möglich seien, könne die notwendige Selbstkostenjentung nur durch einen Lohnabbau herbeigeführt werden. Mit Rücksicht

auf die soziale Lage der Bergarbeiter hätten fie ihre Forderung auf 12 Pro3. begrenzt.

baß ihnen die Berlustrechnung des Reichswirtschaftsministeriums Demgegenüber wiesen die Gewerkschaftsvertreter darauf hin, nicht zugleitet worden sei und sie infolgedessen die Angaben nicht nachprüfen fönnten. Von entscheidender Bedeutung in diesem 3u­fammenhang sei aber die Tatsache, daß seit Anfang vorigen Jahres der Anteil der Lohntosten am Förderprodukt um etwa 20 Broz. zurückgegangen sei. Nicht vermindert hätten sich dagegen die Berwaltungstoften, die 1930 51 Pf., im April dieses Jahres aber 1,51 m. je Tonne betragen hätten. Wenn also absolut Ersparnisse notwendig seien, fönnten und müßten diese auf eine andere Weise als durch Lohnabzug erzielt werden. Auf teinen Fall dürfe man dem schwer arbeitenden Bergmann zumuten, daß er im Vergleich zu anderen Kategorien die längste Arbeits­zeit und den geringsten Lohn habe. Ganz abgesehen davon zeigen auch sämtliche wirtschaftspolitischen Erfahrungen, daß ein meiterer Lohnabbau teine Minderung, sondern nur eine Ver= schärfung der Wirtschaftskrise bedeutet.

Angesichts dieser gegensätzlichen Auffassungen war in den Parteiverhandlungen vor dem Schlichter eine Annäherung der Bar­teien nicht zu erzielen. Die Beratungen wurden nach zweistündiger

Dauer abgebrochen. Es wurde eine kleine Kommission gebildet, die den ganzen Tag über verhandelte. Auch hier ließ sich eine Einigung nicht erzielen, so daß die Verhandlungen auf Dienstagmittag 12 Uhr vertagt wurden.

Arbeitsvermittlung für weibliches, gastwirtschaftliches Personal durch den Genfer Verband in Berlin .

Die Entschließung auf Arbeitszeitverkürzung betont, daß im Jahresdurchschnitt etwa 80 000 Arbeitnehmer im Gastwirtsgewerbe erwerbslos find. Eine Besserung der felbst im Sommer nicht wesentlich günstigeren Arbeitsmarktlage fet nur durch eine Verkürzung der Arbeitszeit, die

Einführung der Fünf- Tage- Woche

nehmerorganisationen feine Vereinbarung möglich iſt, fordert ber zu erwarten. Da auf dem Wege der Verhandlungen mit den Unter­Beirat des Zentralverbandes von der Reichsregierung eine Arbeitss zeitverkürzung in Form einer Fünf- Tage- Woche auf dem Verord­nungswege.

Der Berbandsbeirat protestiert ferner gegen die Sabotage des öffentlichen Arbeitsnachweises durch die angeblich nicht ge= Berbandes und verlangt sofortige Maßnahmen zur Beseitigung werbsmäßige" Stellenbermittlung des Genfer dieses gefegwidrigen Stellenvermittlungsbetriebes.

Um die Verbandsfinanzen gesund zu erhalten und die Leistungen des Verbandes für die Mitglieder ficherzustellen, hat der Verbandsbeirat die Gehälter aller Verbandsangestellten wie auch die Spesen ab 1. Oftober um 10 Proz. herabgesezt, die Gehälter bis einschließlich 200 Marf um 5 Proz.

Als Notmaßnahme vom 1. Oftober 1931 bis 30. September 1932 wird unter Aufrechterhaltung der bisherigen Bezugsdauer der tägliche Unterſtügungssatz der Arbeitslosen- und Krankenunterſtügung in Höhe des eineinhalbfachen Betrages des wöchentlichen Beitrages

auf den einfachen Wochenbeitrag herabgesetzt. Alle übrigen Un­

terstützungen bleiben unberührt.

Außerdem wurde beschlossen, die notwendige Umstellung der Kassen und Buchführung der Zweigvereine dem Vorschlage der Hauptverwaltung entsprechend am 1. Januar 1932 durchzuführen. Zur Unterstügung und Förderung der Jugendgruppe des Berbandes wird eine Beitragsmarte im Werte von 20 Pfennig für einen freiwilligen Jugendbeitrag herausgegeben.

RGO. will BVG. reformieren. Berliner Gewerkschaftsſchule.

Sie fann aber noch nicht das Einmaleins.

Die RGD. bemüht sich neuerdings wieder einmal, die Berliner Verkehrs- Gesellschaft..sturmreif" zu machen. Um sich bei den Ver­

kehrsarbeitern besser anbiedern zu können, hat man ein sogenanntes

,, Rampfprogramm" aufgestellt. In verwirrender Fülle wird von der Abjegung der Direttoren herunter bis zur Anbringung von Scheiben mischern alles mögliche gefordert. Bei Lichte besehen erweisen sich diese Forderungen der RGO. jedoch als grober Unfug.

So sollen zum Beispiel die Beiträge zur Ruhegehaltskasse in Zukunft von der Direktion bezahlt werden. Das macht pro Mann der Belegschaft im Monat 7 Mart, im Jahr also 84 Mart. Diese Zahl

mit der Belegschaftsziffer von 22 000 multipliziert, ergibt 1 848 000 mark.

Auch die ersten drei Krankheitstage soll in Zukunft die Direktion bezahlen. Das macht eine Summe von 400 000 Mart. Weiter soll an jeden Schaffner für die monatlich stattfindende Fahr­scheinabrechnung ein Stundenlohn mit 25 Proz. Aufschlag gezahlt werden. Bei 7000 Straßenbahn- und 2000 Omnibusschaffnern und unter Zugrundelegung eines erhöhten Stundenlohnes von 1,38 Mart macht das pro Jahr 149 040 Mark aus.

Dann sollen die Nachtarbeiter in jeder Woche einen turnus freien Tag erhalten. Bei 25 Betriebsbahnhöfen wären also 75 Mann erforderlich, also 225 000 Mark jährlich.

Dann heißt es in dem bunten Strauß von Forderungen: Alle Arbeiter haben einen Anspruch auf einen jährlichen Mindest urlaub von 24 Tagen. Zieht man den Durchschnitt, dann ergibt sich gegenwärtig im Mittel ein Urlaub von 10 Arbeits­tagen. Die RGO. fordert weitere 14 Tage. Unter zugrundelegung eines Tagelohnes von 9 Mart wären das

für 22 000 Betriebsangehörige 2 772 000 Mart. Wenn aber weiter gefordert wird, daß der Urlaub in der Zeit vom April bis Oktober liegen soll, dann müßten jedesmal im Frühjahr 4000 Mann neu eingestellt werden, die im Herbst wieder auf die Straße fliegen würden. Was aber auch noch Schwierigkeiten hätte, weil die Neueingestellten erst angelernt werden müßten.

Aehnlich sieht es mit der Forderung aus, alle Arbeiten der BBG. in eigener Regie auszuführen. Die Belegschaften der Firmen Butt u. Co., Elettrothermit usw. müßten also furzerhand entlaffen werden.

Bon Solidarität keine Spur.

In den Heimstättengesellschaften sollen die Mieten um 25 Pro3. gesenkt werden. Das fordert sich sehr leicht. Heute 3uschuß von 121 000 Mart. Die geforderte Mietssentung würde eine Erhöhung des Zuschusses um 500 000 Mart erforder lich machen. Weiter: Restlose Einführung von Scheiben­wischern bei den Omnibussen und bei der Straßenbahn! Ja!.. wenn es nur einen brauchbaren Scheibenwischer gäbe. Wenn die RGD. einen fände, fönnte man ihn anbringen; obwohl die Sache immerhin 200 000 Mart tostet. Es sollen noch

zahlt aber die Direktion für die Wohnungen schon einen jährlichen

für das Personal im Oberflächenverkehr Aufenthaltsräume geschaffen werden. Abgesehen davon, daß die BVG. ohne die Zu stimmung der Polizei und der Stadt Berlin gar nicht berechtigt ist, solche Hallen zu errichten, würde die Durchführung dieser Forderung immerhin eine Million fosten. Schließlich soll das ge­jamte technische Personal mit Arbeitskleidung versorgt werden. Das sind 8000 Mann, die dann pro Jahr zwei blaue Anzüge zu 9 Mark erhalten würden. Macht auch nochmals 144 000 Mart. Zieht man nun diese Summen alle zusammen, dann ergibt sich men alle aufer ein Gesamtbetrag von 7 238 040 Mart,

wovon rund 6 200 000 ständige Mehrausgaben sind. Das ist um die Hälfte mehr als die ganze Tilgungssumme des Anlage tapitals der BVG. beträgt. Ueber die gegenwärtige finanzielle Situation der Berliner Verkehrsgesellschaft braucht weiter fein Wort verloren zu werden.

Allerdings hat die RGO. einen Dedungsvorschlag: Herabsezung der Gehälter der Direktoren und leitenden Angestellten auf 500 mt. im Monat. Hierfür in Frage fämen 400 Mann. Die Ersparnis würde noch nicht eine Million Mart betragen. Das gesamte Jahres­lohnkonto der BBG. aber beträgt 65 Millionen Mark.

Also 65: 1, so sollen die Löhne der Arbeiter gesichert werden.

Das Winterprogramm.

Nachstehend veröffentlichen wir die neuen Unterrichtskurse der Berliner Gewerkschaftsschule:

SO. 1. Was muß der Betriebsrat und der Gewerkschaftsfunktionär vont Betrieb und von der Wirtschaft wissen? Lehrer: Richard Schulze. plaz 27-28.

Beginn: Donnerstag, den 15. Oktober, im Leibniz- Gymnasium, Mariannen­

SO. 2. Allgemeine Einführung in die Grundfragen des Rechtslebens. Lehrer: Dr. Ernst Leffmann und H. Gumbert. Beginn: Montag, den 12. Oktober, im Leibniz- Gymnasium, Mariannenplay 27-28.

C. 3. Einführung in wirtschaftspolitische Grund- und Gegenwartsa fragen. Lehrer: Willy Möbus. Beginn: Montag, den 12. Oktober, 19 Uhr, im Sophien- Lyzeum, Weinmeisterstr . 14-15.

SO. 4. Berufsschicksal und Lebensgestaltung der arbeitenden Frau Lehrerin: Margarete artig. Beginn: Donnerstag, den 15. Oktober, 19.30 Uhr, im Leibniz- Gymnasium, Mariannenplatz 27-28. Lehrer C. 5. Volkswirtschaftliche Arbeitsgruppe für Anfänger. Dr. Kreyßig unter Mitarbeit von Dr. Suhr. Beginn: Dienstag, den 13. Oftober, 19 Uhr, im Sophien- Lyzeum, Weinmeisterstr . 14-15.

SO. 6. Einführung in die Wirtschaft des Spätkapitalismus. Lehrer: Dr. Ernst Nölting, Direktor der Staatlichen Fachschule für Wirtschaft und Verwaltung. Beginn: Mittwoch, 14. Oktober, 19 Uhr, im Leibniz­Gymnasium, Mariannenplay 27-28.

Bu. 7. Volkswirtschaftliche Arbeitsgruppe für Fortgeschrittene. Lehrer: Diplomboltswirt Wilhelm Hilsner. Beginn: Dienstag, den 13. Oktober, 19 Uhr, im Sigungsfaal des Buchbinderverbandes, Engelufer 24-25, Auf­gang C, 3 St

Gew. 8. Betriebswirtschaftliche Arbeitsgruppe für Anfänger. Lehrer: Friz Fride. Beginn: Dienstag, den 13. Oftober, 19 Uhr, im Unter­richtsraum der Gewerkschaftsschule, Engelufer 24-25, 2. Hof, 1 Tr.

Gew. 9. Betriebswirtschaftliche Arbeitsgruppe für Fortgeschrittene. Lehrer: Direttor Paul Koste. Beginn: Freitag, den 16. Oktober, 19 Uhr, im Unterrichtsraum der Gewerkschaftsschule, Engelufer 24-25, 2 Hof, 1 Tr. Bu. 10. Arbeitsrechtliche Arbeitsgruppe für Anfänger. Lehrer: Mini­sterialrat Joachim. Beginn: Freitag, den 16. Oftober, 19 Uhr, im Sigungssaal des Buchbinderverbandes, Engelufer 24-25, Aufgang C, 3 Tr.

SO. 11. Arbeitsrechtliche Arbeitsgruppe für Fortgeschrittene, Uebungen unter besonderer Berücksichtigung des Lehrlingsrechts und der Arbeitslosen­versicherung. Lehrer: Dr. Ernst Fraenkel und Bürig. Beginn: Montag, den 12. Oftober, 19 Uhr, im Leibniz- Gymnasium, Mariannen­plat 27-28.

C. 12. Arbeitsgruppe für Wirtschaftsrecht. Lehrer: Dr. Franz Neu­ mann . Beginn: Montag, den 12. Oktober, 19 Uhr, im Sophien- Lyzeunt, Weinmeisterstr. 14-15.

80. 13. Die deutsche und internationale Gewerkschaftsbelegung. Lehrer: Hermann Schlimme. Beginn: Donnerstag, den 15. Oktober, 19 Uhr, im Leibniz- Gymnasium, Mariannenplay 27-28,

Bon anderen, ganz blödsinnigen Forderungen wollen wir gar nicht reben. 3. B. Nachtarbeiten sollen nach der RGD. in Wechsel­schichten ausgeführt werden. Das hieße, daß nun auch die Schwerkriegsbeschädigten nachts arbeiten müßten, was aber erfreuartig. Beginn: Donnerstag, 15. Oktober, 19 Uhr, im Sophien- Lyzeum, licherweise gesetzlich verboten ist.

Die Helden der RGO. wollten einmal zeigen, daß auch sie zu reformieren verftünden. Sie haben aber nur gezeigt, daß sie noch nicht einmal das Einmaleins fönnen.

Desterreichischer Gewerkschaftskongreß. werbslofen mit dem Ende der laufenden Woche zu einem befriedi­

Hueber tritt zurüd.

Wien , 21. September. ( Eigenbericht.)

Am Montag wurde im großen Saal des Ottakringer Arbeiter heims der 11. Kongreß der freien Gewerkschaften Desterreichs durch Nationalrat Janecer eröffnet. Er wies darauf hin, daß einen Tag nach dem Heimwehrputsch von den Pariser Banken der Schilling nicht angenommen wurde. Troßdem müsse man erleben, daß die Butschisten in Desterreich wieder frech werden. Den Arbeitern im alpinen Gebiet dankte der Redner für ihren Mut, mit dem sie zur Gewerkschaft stehen. Janecek verlas dann ein Schreiben des Obmanns des Gewerkschaftsbundes Hueber, in dem dieser seinen Entschluß mitteilt, mit Rücksicht auf sein hohes Alter von seinem Amt Abschied zu nehmen.

Bürgermeister Seiß, der die Grüße des Borstandes der Sozialdemokratischen Partei Desterreichs übermittelte, erklärte, Ge­mertschaften und Partei würden gemeinsam gegen alle Anschläge auf die Lebenshaltung der Arbeiter zu kämpfen wissen. Die Grüße der Gewerkschaftsinternationale, überbrachte Schevenels. Im Namen der freien Gewerkschaften Deutschlands betonte Hermann Müller Lichtenberg , daß, wenn der österreichische Butsch geglückt märe, das ein Signal für die Reaktion aller Länder bedeutet hätte. Die österreichischen Arbeiter seien das Bollwerk gewesen, an dem der Butsch zerschellt sei

Gegen Hunger und Kälte. Die Berbilligungsaktion für die Erwerbslosen . Wie das Nachrichtenbüro des Vereins Deutscher 3eitungs­verleger meldet, rechnet man in maßgebenden Kreisen damit, daß, die Verhandlungen der Reichsarbeits-, und Reichsernährungs- und Reichswirtschaftsministerien mit den beteiligten Wirtschaftsvertre­tungen auf Berbilligung der Lebenshaltungskosten für die Er­

genden Abschluß gelangen werden. Nach den Berhandlungen mit Bädern und Fleischern, die besonders wegen der letzteren Gemerbegruppe noch nicht ganz abgeschlossen sind, stehen für diese Woche vor allem Besprechungen mit dem Reichsverband der deutschen Industrie bevor. Es wird daran die Frage erörtert, wie man durch eine Verbilligung der Rohstoffe, namentlich der Kohle, den Gewerbetreisen eine Preissenfung zugunsten der Erwerbslosen leichter machen könne. Weiter sind Berhand­lungen angesetzt mit dem Mühlengewerbe und den Ver­tretern der Landwirtschaft. Da der Handel weitgehende Mitwirkung zugefagt hat, ist anzunehmen, daß in absehbarer Zeit die Erwerbslosen, die sich als solche ausweisen können, in den Genuß ihrer verbilligten Lebenshaltung mindestens für den bevorstehenden Winter gelangen. Die entsprechenden An­weisungen der Reichsregierung dürften außerhalb des in den Borverhandlungen noch nicht abgeschlossenen großen Wirt­fchaftsprogramms ergehen.

Somit scheint man von den phantastischen Plänen einer Na­turalverpflegung und der Naturalsteuerzahlung durch Landwirte sich wieder auf den nüchternen Boden der Wirklichkeit zurückgefunden zu haben. Wir wollen nur hoffen, daß wenigstens hierbei ein praf­tisches Ergebnis herauskommt.

Beschlüsse der Gastwirtsgehilfen.

Zagung des Verbandsbeirats in Berlin .

Am 15. und 16. September tagte in Berlin der Beirat des Zentralverbandes der Hotel, Restaurant und Café Angestellten. Im Vordergrund der Beratungen standen die Frage der Arbeitszeitverkürzung, Sparmaßnahmen zur Siche­rung der Verbandsleistungen an die Mitgliedschaft und die höchst sonderbare Haltung der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung gegenüber der gefeßwidrigen Ausübung der

C. 14. Die Gewerkschaften in anderen Ländern. Lehrer: Baltin Weinmeisterstr. 14-15.

SO. 15. Sozialpolitische Arbeitsgruppe für Anfänger. Lehrer: Otto Bach. Beginn: Dienstaga, 13. Oktober, 19 Uhr, im Leibniz- Gymnasium, Mariannenplag 27-28.

$ S. 16. Anfängerkursus für Sozial- und Gewerbehygiene. Lehrer: Dr. med. Norbert Marr. Beginn: Donnerstag, den 15. Oktober, 19 Uhr, im Seminarfaal des Hygienischen Instituts, Dorotheenstr. 28a.

S. I. Nationalökonomisches Seminar. Volkswirtschaftliche Aussprachen und Uebungen, insbesondere über das Lohnproblem. Leitung: Max Pott­liber. Beginn: Donnerstag, den 15. Oftober, 19 11hr, im Gewertschafts­haus, Engelufer 24-25, 2. Hof, 1 Tr. rechts, Unterrichtsraum der Gemert­schaftsschule.

S. II. Oeffentliche Wirtschaft und Sozialisierung. Leiter: Dr. Walter Vahl. Beginn: Montag, den 12. Oktober, 19 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24-25, 2. Hof, 1 Tr., Unterrichtsraum der Gewerkschaftsschule.

II. Sonderkurse für Jugendfunktionäre der FGJ. und AfA- Jugend. Gegenwartsprobleme, und Gegenwartsaufgaben der Gewerkschaften, insbe­sondere der gewerkschaftlichen Jugendarbeit. Beginn: Sonnabend, den 17. Oftober, 19 Uhr. Referenten: Walter Esch ba ch, Walter Waschte, Hermann Ma a 3, Erich Bidert.

Hörergebühr für jeden Kursus für je 10 Abende 2 M. Arbeits­lose find vom Beitrag befreit. Anmeldungen bei Beginn der Kurse oder in den Lehrberatungssprechstunden, Montag und Freitag von 16 bis 19 Uhr, oder schriftlich an die Berliner Gewerkschaftsschule, Engelufer 24/25, 2. Stod, Zimmer 25.

Freie Gewerkschafts- Jugend Berlin

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Seute um 19% Uhr tagen die Gruppen: Adlershof : Gruppenheim Adlers. hof, Bismardstr. 1. Kurzreferate. Schöneweide: Jugendheim Nieder­schöneweide, Berliner Str. 31( Mädchenschule, im Keller). Jugend­programm des ADGB ." Bankow: Jugendheim Kissingenſtr. 48, 8immer 5. Die Mädels haben das Wort. Gewerksoftshaus: Engelufer 24-25, Gaal 11. RGO. und ADGB ." Webbing: Jugendheim Willdenowstr. 5, 2 Treppen, Bimmer 11. Liederübungsabend. Ren- Lichtenberg: Jugendheim Gunterstr. 44. Die Gewerkschaften in Frankreich ." Frankfurter Allee : Städt. Jugendheim Litauer Str. 18. Diskussion: Wir und die Kirche". Lichtenberg : Jugend­heim Doffeftr. 22. Wie fann ich den Gemeinschaftsgeist der Gruppe pflegen?" Oftende: Jugendheim Karlshorst, Treskowallee 44( Rantschule), schon ab 19 Uhr. Hosemann fächselt. Treptow : Schule Wildenbruchstr. 53-54( Sortzimmer), 8u­gang Graeßstraße. Wir gestalten den Abend aus. Steglig: Jugendheim Flemmingstr. 14b. Bilder aus dem Leben der FGJ. Arnswalder Blaz: Gruppenheim Chriftburger Str. 14. JOB. und RGI." Jugendgruppe des Zentralverbandes der Schuhmacher: Jugendheim des Ostens, Große Frankfurter Straße 16: Bub und Mäbel".

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Jugendgruppe des Zentralverbandes der Angestellten

Heute, Dienstag, finden folgende Beranstaltungen statt: Lichtenberg : Jugendheim Gunterstr. 44. Follenspiel: Ein Tag auf dem Arbeits­gericht". Leiter: Heilbrunn. Nordwest: Jugendheim Lehrter Str. 18-19. Brettspielabend. Der Sprech- und Bewegungschor übt ab 20 Uhr in der Turnhalle Baruther Str. 20. Achtung! Am Sonntag, 27. September, be teiligen fich alle Jugendmitglieder am Serbsttreffen in offen. Meldet euch für die Boltsbühnenabteilung für die arbeitende Jugend im Jugendfekretariat.

eloid mind si jand dialled