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Am Mittwoch ließ der Staatsanwalt wieder einmal die fab, verlangte vielmehr, daß die volle Strenge des Gefeßes in dort auszutreten, doch gelang es den Fabrikanten, wieder Erfas Sonntagsnummer der Thüringer Tribüne" tonfisziren. Die Anwendung gebracht werde. Am nächsten Morgen nach dem zu schaffen, darunter einen Dänen. In einer Versammlung des beschlagnahmte Nummer soll einen die Erfurter Staatsanwalt- Termin wurde die Fabrikkommission nochmals bei Herrn Erpel Fachvereins, welcher der Fabrikant beiwohnte und in welcher ihm schaft beleidigenden Artikel enthalten. vorstellig, um noch einmal den Verfuch zu einer Einigung zu ob seines Treibens gehörig der Kopf gewaschen wurde, antwortete

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Mit einer Schlappe für die Polizei hat machen. Herr Erpel lehnte auch hier jede Einigung ab. Die Kommission er: Ein jeder sucht Geld zu verdienen, ob er hundert andere ber in Elberfeld schwebende Prozeß geendet, in welchem, wie verwahrt sich ganz energisch gegen die Behauptung des Herrn Arbeiter den Verdienst schmälert oder wegnimmt, sei ihm ganz wir bereits meldeten, festgestellt werden sollte, ob Kriegervereine Erpel, daß sie wissen wollte, was Herr E. mit dem Strafgeld gleich. Die Zustände der freien Arbeiter sind deshalb sehr traurige auf Anordnung der Polizei Mitglieder ausschließen müssen. Der machen wolle. Die Kommission wollte den Versuch machen, ob und die Aussichten so schlechte, daß die Korbmacherei in Kriegerverein in Barmen wurde verurtheilt, die Ausgeschlossenen Herr Erpel auf die Summe verzichten oder reduziren wolle. Schweden nur als Gefängniß Industrie bezeichnet werden als vollberechtigte Mitglieder wieder aufzunehmen. Außerdem Wäre die Summe reduzirt worden, so hätten die Arbeiter es be- fann. Wir ersuchen daher unsere deutschen Kollegen wurden ihm die Kosten des Verfahrens auferlegt. In der zahlen können. Da Herr Erpel aber alles ablehnte, so legten die- um ihre Solidarität und bitten dieselben, nicht durch Ver­Urtheilsbegründung heißt es, daß der Verein, wenn die Aus- felben die Arbeit wieder nieder. sprechungen sich hierher locken zu lassen. Die Drganisation tann schließung als zu recht bestehend anerkannt werden sollte, den augenblicklich irregeführte Kollegen nicht unterstützen. Beweis zu erbringen hätte, daß vollwichtige Gründe für sein Mit kollegialischem Gruß Vorgehen vorliegen, besonders, daß die Ausgestoßenen zur Sozialdemokratischen Partei gehören. Dieser Beweis sei nicht erbracht worden.

-Wegen Beleidigung des Hutfabrikanten Meinicke wurde Genosse Hugo, verantwortlicher Redakteur unseres Parteiorgans in Brandenburg , zu einem Monat Gefängniß ver­urtheilt.

Boziale Mebersicht.

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Die Agitationstommission der Schuhmacher

Berlins .

Achtung, Schuhmacher! In der Ballschuh- Fabrik von michaelis u. Co. in Hamburg , Schönstraße 1, find Maß­regelungen vorgekommen. Es ist daher Zuzug fernzuhalten.

In der Filzschuh- Fabrik von Rößler, Usedomstraße, dauert der Streit unverändert fort. Alle Versuche zur Beilegung des Streits wurden von dem Fabrikanten zurückgewiesen. Bis jetzt haben nur drei Arbeiter die Arbeit aufgenommen. Zuzug ist fernzuhalten. Die Agitations- Kommission der Schuhmacher Berlins .

Die deutschen Metallarbeiter haben mit ihrer Vertretung auf dem internationalen Metallarbeiter- Kongreß und dem inter nationalen Arbeiterkongreß M. Seg iz in Fürth betraut. Etwaige besondere Wünsche oder Anträge sind an M. Segit, Fürth in Bayern , Hirschenstr. 22, II, bermitteln.

halten haben.

A

Der Vorstand des Stockholmer Rorbmacher. Fachvereins. Arbeiterfreundliche Beitungen bitten wir ergebenft, vor­stehendes abdrucken zu wollen.

Gerichts- Beitung.

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Der Prozeß Hammerstein vor dem Reichsgericht. Das Reichsgericht verhandelte gestern über die Revision des Freiherrn v. Hammerstein gegen das am 22. April vom Berliner Vom Elend der Hausindustrie. Der Bericht des Ge Landgerichte gefällte Urtheil. Der Reichsanwalt beantragte die werbe Inspektors für Annaberg ( Sachsen ) theilt Verwerfung der Revision mit der Begründung, daß es mit: Gin Arbeiter einer Schnurenfabrik erklärte, er habe gleichgiltig sei, ob der Angeklagte sich freiwillig in Italien während mehrerer Monate wöchentlich nur zwei Arbeitstage aufgehalten habe; es genüge, daß er dort betroffen gehabt und demnach in jenen Wochen kaum 4 m. verdient, wurde. Die einzelnen Vorgänge bei seiner Auslieferung feien während seine Frau zu Hause mit Posamentennähen bei all= Bum Stuhlarbeiterstreik in Lauterberg ( Harz). Wie uns hier nicht nachzuprüfen. Die Vermögensbeschädigung sei aus= gestrengter Thätigkeit wöchentlich 2-3 m. verdient habe. foeben mitgetheilt wird, ist gegen die Ausständigen ein neuer reichend festgestellt. Das Reichsgericht theilte diesen Standpunkt Die allerdings kinderlose Familie mußte demnach mit 6-7 M. Schlag geführt worden. Das Amtsgericht Herzberg hat in der und verwarf die Revision. Am 22. April d. J. wurde wöchentlich auszukommen suchen und hat in jener Periode ihre dortigen Zahlstelle des Holzarbeiterverbandes die Beschlagnahme bekanntlich Freiherr v. Hammerstein von der zweiten Strajtammer ganze Lebenshaltung sehr einschränken müssen." Welch milde der Bücher angeordnet. Vorläufig ist uns noch unbekannt aus des Landgerichts I. zu Berlin wegen Betruges und Urkunden­Ausdrucksweise für die Hungerkur, die diese Proletarier welchem Grunde, da wir bisher keine nähere Information er fälschung unter Versagung mildernder Umstände zu drei Jahren durchmachen mußten. Die Streifenden dürften durch diese neue Buchthaus, 1500 M. Geldstrafe oder noch 100 Tagen Zuchthaus Aus dem Kohlenrevier im Plauen 'schen Grunde. behördliche Maßnahme keineswegs eingeschüchtert werden, und fünf Jahren Ehrverlust verurtheilt. Bei diesem Urtheil ( Eig. Ber.) Aus einer jüngst von Arbeitern aufgenommenen spielte doch bisher schon die Behörde eine so einflußreiche verbleibt es somit. Statistit über die drei Stohlenwerte des Plauen - Rolle in diesem Kampf, daß man in Arbeiterkreisen über das Wegen gewerbe- und gewohnheitsmäßigen Wuchers schen Grundes geht hervor, daß daselbst zirka 2700 Arbeiter Maß des größeren oder geringeren Einflusses, der zu gunsten der beschäftigt find, davon 600-650 über Tage, unter letzteren be- Fabrikanten ausschlagen fönnte, feineswegs erstaunt ist. Das stand gestern der Schneidermeister Wilhelm Pietsch vor der finden sich noch 60-70 weibliche, die meisten auf dem Burgter find Dinge, die in letzter Zeit zur Gewohnheit geworden sind, dritten Strafkammer des Landgerichts 1. Gegen den Angeklagten Wert, von denen welche zum Karrenschieben( à 1 Hektoliter für die Arbeiter aber immer die sehr deutliche Aufklärung bringen, wurde durch die Beweisaufnahme folgender Thatbestand für Inhalt) noch mit verwendet werden. Die wöchentliche Arbeits- daß von der herrschenden Gesellschaft alle, auch die berechtigtsten erwiesen angesehen. Zu seinen Kunden gehörten ausschließlich zeit beträgt ausschließlich der Paufen 60-63 Stunden. In Forderungen der Arbeiter als Auflehnung gegen die angestammte Mädchen, welche unter fittenpolizeilicher Aufsicht standen. War der Grube mindestens 8, über Tage 10-10/ 2 Stunden pro Autorität des Unternehmers empfunden werden, ergo zu ver- eine von ihnen in Geldverlegenheit, so wandte sie sich schriftlich Die Arbeiter haben nunmehr den Ge- an Pietsch, der sich bald einstellte, um das Mobiliar oder die Schicht. Neberarbeit zur Gewinnung von Kohle wird urtheilen sind. jetzt nur. noch auf dem Hänicher Wert geleistet. werbe Inspektor um feine Vermittlung angegangen, jedoch sonstigen Werthfachen der Geldbedürftigen abzuschäßen. Boten Die Ueberschichten belaufen oder beliefen sich vergangenen Winter lehnte der Beamte dies Verlangen ab und gab den Arbeitern diese ihm genügende Sicherheit, gab er das Geld her. Zumeist auf 6, 8 ja sogar bis 12 Schichten pro Monat. Allerdings den Rath, bei Zeiten nachzugeben. Ein Einigungsversuch mit handelte es sich um Beträge von 100 M. Giner Zeugin hatte der zwingt man niemanden dazu, aber der Knüppel liegt immer den Fabrikanten wurde einfach ignorirt. Die Herren äußerten, Angeklagte 40 M. geliehen, sie mußte dafür einen Einmonatswechsel hinter der Thür", man merkt sich die Leute, die nicht mehr mit- ihre Kaffe halte es noch lange aus; dies ist natürlich eitle Prahlerei, über 50 M. unterschreiben. Pietsch nannte das Papier ein Eine andere Zeugin, die 100 m. erhielt, mußte machen wollen, und mancher Bergmann denkt in seiner Einfalt da bei einigen der Gerichtsvollzieher ständiger Gast ist. An-" Schema". noch, seinen Verdienst durch Neberarbeit zu erhöhen. Auch die gesichts dieser Sachlage machen die Streifenden die gesammte 133 M. schreiben, es wurde ferner vereinbart, daß der An­Sonntagsarbeit, sogenannte Reparaturarbeit, ist noch sehr im deutsche Arbeiterschaft auf den hiesigen Streit aufmerksam. Es getlagte fich täglich 5 M. holen sollte, bis die Schuld getilgt war. Schwunge, manchmal wird aus der einfachen Schicht sogar eine Doppel- handelt sich um den Versuch, die Organisation zu vernichten, Aehnlich lagen die übrigen Fälle. Staatsanwalt Kleine tenn schicht, denn die übernommene Arbeit muß fertig gemacht werden. Deshalb rechnen wir auch auf eifrigste Unterstützung von allen zeichnete diese Art des Wuchers als eine besonders verwerfliche, er beantragte gegen den Angeklagten neun Monate Bes Fast 95 pt. aller Arbeiten werden im Gedinge( Afford) aus- Gewerkschaften. fängniß, 2 Jahre Ehrverlust und 500 M. Geldstrafe. Der geführt; dieses System ist das vortheilhafteste für die Gruben­Wertheidiger bestritt in allen Fällen die Nothlage und plädirte besitzer,' das nachtheiligste aber für die Arbeiter, die dabei vor deshalb auf Freisprechung. Der Gerichtshof schloß fich aber den zeitig ihre Kräfte aufreiben, im besten Mannesalter kränklich und Ausführungen des Staatsanwalts an und erkannte gang nach bergfertig werden. Bei dem königl. Werke 3 auckeroda seinem Antrage. schwanken die Löhne der Häuer und Lehrhäuer zwischen 2,70 bis Kollege Sedlaheck. In der Allgemeinen israelitischen 4 M. pro Schicht, bei Förderleuten zwischen 2,30 bis 3 m., Wochenschrift" vom 28. Februar d. J. erschien ein vom Nedakteur höchftens 8,50 M. Einige Häuer, welche das Ausholzen ver Der Ausstand is ter Oruderei der Anhaltischen May Klaußner verfaßter Artikel, welcher fich mit einer furz forgen, 3-4 Mann auf einem Schacht, verdienen von 4,50 bis Landeszeitung" ist von den dort beschäftigten Verbands- zuvor stattgehabten Versammlung des Zentralvereins der deut 7 M. Neber Tage wird nur 2,10 bis 8,40 m. ver- mitgliedern einmüthig beschlossen und auch sofort durchgeführt schen Staatsbürger jüdischen Glaubens" beschäftigte. Es wurde dient. Auf dem Burgter Werte erzielen Häuer worden. Die Veranlassung dazu gab das offenbar gewordene mitgetheilt, daß Dr. Hildesheimer in jener Versammlung sein und Lehrhäuer noch 10-20 Pf. mehr. Die Hänicher Trachten des Herrn Direktors Adolf Koch, allmälig alle ihm Bedauern darüber ausgesprochen hatte, daß die achte Straftammer verdienen von 2,15 bis 3,20 M., felten etwas mehr. Förderleute persönlich unbequem gewordenen Setzer herauszugraulen bezw. des Landgerichts I kürzlich den Redakteur Sedlazed vom Deut. 1,80 bis 2,70. Ueber Tage schwankt der Lohn bei männlichen zu kündigen. Angeblich geschah dies wegen Arbeitsmangels. fchen Generalanzeiger" freigesprochen hatte, weil sie in der von Arbeitern zwischen 1,60 bis 2,80 M., bei den weiblichen zwischen Unter den Gerüindigten befinden sich mehrere Verheirathete und Geblazed in seinem Blatte ausgesprochenen Behauptung, daß bei 1,20 bis 1,40 M. Die Schichtlöhne sind auf legterem Werke um Arbeiter welche schon mehrere Jahre in der Druckerei der den Juden der Nitualmord immer noch gebräuchlich sei und daß ca. 50 Pf. niedriger wie auf den ersten beiden, wo die Häuer Landesztg." beschäftigt waren. Herr Konsistorialrath Dr. Duncker der Judengott mit besonderem Wohlgefallen auf diese 3,- M. Schichtlohn angerechnet bekommen u. s. w. Nach der schrieb einem Gekündigten, die Kündigung sei erfolgt, weil die Christenopfer blicke, eine Gotteslästerung nicht zu finden Arbeitsordnung erhalten Jungen von 14-16 Jahren 90 bis Seger beim Engagement eingegangene Verpflichtungen nicht ge- vermochte.( Das Urtheil ist bekanntlich vom Reichsgericht auf­1,20 M.; dieser Lohn steigt bis zum 20. Lebensjahre auf 2,20 m. halten hätten, indem sie den durch ihre Namensunterschrift ein- gehoben und zur nochmaligen Berhandlung an das Landgericht II Kohlenleserinnen 1,30 M. Die angegebenen höchsten Löhne kommen gegangenen Kontrakt, in welchem sie versicherten, zur Zeit dem Berlin verwiesen worden.) Anknüpfend an die von Dr. Hildes. sehr selten vor; auf dem Hänicher Werk sinft auch nach Abrechnung Verbande nicht anzugehören und auch während der Zeit ihrer heimer geübte Kritik sprach der Verfasser sich dahin aus, daß er der Abzüge der Gedingelohn manchmal unter den Schichtlohu. Beschäftigung demselben nicht beitreten zu wollen, gebrochen die Gepflogenheit des obengenannten Zentralvereins, gegen Be­Für Sonn- und Feiertagsarbeit wird auf dem Burgker und hätten. Das ist in der That so. Aber keinem Arbeiter kann es schimpfungen des Judenthums im Wege der Anzeige vorzugehen, Zauderodaer Wert ein Zuschlag von 25 pet. gewährt, übel genommen werden, wenn gegenüber solch schmählichem nicht billigen tönne, man verschaffe den man verschaffe den antisemitischen die Hänicher wissen von einem Zuschlag nichts. Auch im Verlangen, auf sein Roalitionsrecht zu verzichten, unrichtige An- Buben" dadurch eine Bedeutung, die sie keineswegs Zwickauer Revier ist von einem solchen Zuschlag nichts gaben macht. Ebenso gut könnte verlangt werden, er sollte die vertienten. Wegen dieses beleidigenden Ausdrucks strengte mehr bekannt; nach dem 1889er Streit ist bis 50 pet. an die Verpflichtung eingehen, niemals eine Lohnerhöhung zu be- Geblazed nicht nur gegen den Berfasser des Artikels, jenigen bezahlt worden, welche man zur Sonntagsarbeit befohlen. anfpruchen, aber er wolle mit jeder Lohnfürzung zufrieden sein. sondern auch gegen gegen den Herausgeber der Allgemeinen Die Löhne find im allgemeinen eher sinkend als steigend und die Zur Streifbetoegang in München . Mit 91 gegen israelitischen Wochenschrift", Abraham Levin, eine Privat­Forderung von 5 M. Minimallohn pro Tag, wie sie der Aachener 45 Stimmen haben die Arbeiter der Bürstenfabrik von flage an, die gestern vor dem Schöffengericht verhandelt Bergarbeiter Rongreß aufstellte, ist angesichts der Gefährlichkeit Pousberger beschlossen, den Streit zu beenden. Weitere Zu- wurde. Da der Kläger zur Zeit wegen Majestätsbeleidigung der Bergarbeit gewiß eine recht bescheidene.

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Die Steinmetzmeister in Zwickau sind mit ihren Gehilfen über einen neuen verbesserten Lohntarif einig geworden. Bei den Tischlern steht die Entscheidung noch aus. Die Maurer legen ihren Lohntarif den Meistern jedenfalls nächste Woche vor, der Minimallohn von 33 Pf. pro Stunde wird jetzt auf allen Bauten gezahlt.

geständnisse hat der Fabrikant abgelehnt. Die Forderung der Der Verband katholischer Arbeitervereine Säddentie Arbeiterinnen auf 10 pet. Lohnerhöhung konnte nicht durch lands umfaßt nach dem Jahresbericht für 1895 gegenwärtig gesetzt werden. Bu gute kommt denselben ebenfalls die errungene 92 Vereine( 1894: 56) mit 22 028 ordentlichen( 1894: 11 642), Verfürzung der Arbeitszeit und die Einrichtung eines Arbeiter­3147 außerordentlichen Mitgliedern( 1894: 2354), zu- ausschusses und das Aushängen des Tarifs. Von diesen sammen 25 175 Mitgliedern( 1894: 13 996). In bezug auf den Schieferdeckerstreik find wesent 92 Vereinen entfallen 70 auf Bayern ( einer derselben liche Veränderungen nicht eingetreten. Die Meister haben sich ist Diözesan Verein( Würzburg ) mit 52 Obmannschaften, bis jetzt nicht veranlaßt gefübft, mit den Gesellen in Unterhand welchen 3781 Arbeiter angehören), 20 auf Württemberg , 1 auf lung zu treten. Die Gesellen bleiben auf ihren Forderungen Baden und 1 auf Elsaß ; in Baden bestehen außerdem noch bestehen und ist bis Dato Zuzug nicht erfolgt. 33 Arbeitervereine mit zirka 6000 Mitgliedern, deren Anschluß Der Ausstand in der Maschinenfabrit von Schrader in an den süddeutschen Verband bevorsteht, so daß dieser Verband Frankfurt und Rüdiger ist durch gütliche Vereinbarung bei in furzer Zeit über 30 000 Mitglieder zählen wird. gelegt. Bewilligt wurde unter anderem: die Einfegung eines An praktischen Einrichtungen finden im Verbande Arbeiterausschusses, ein Mindestlohn von 32 Pf. stündlich und vertreten: Sterbetasse, Krankenkasse, Sparkasse, Darlehnskasse, die Wiedereinstellung der ausständigen Arbeiter bis auf fieben. Miethzinskaffe, Konsumverein, Arbeitsnachweis, Voltsbureau und Bibliothet. Das Verbandsorgan ist Der Arbeiter" mit 13 000 Abonnenten. Diese Statistik, die von den Zentrums­blättern mit vielem Rühmen zitirt wird, zeigt, welch geringen thatsächlichen Einfluß die Zentrumspartei auf die katholischen Arbeiter in Wirklichkeit hat.

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wir

Gewerkschaftliches.

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stand und wird dringend gebeten den Buzug fernzuhalten. Die Holzarbeiter in Böhrenbach befinden sich im Aus­

Zwischen den Brauereibefizern in Fürth und einem Arbeiterausschusse wurde die bisher unbestimmte Arbeitszeit auf 10/2, an Sonntagen auf drei Stunden, sowie eine achtprozentige Lohnerhöhung festgesetzt. Eine stark besuchte Brauerversammlung erklärte sich mit den Bedingungen einverstanden.

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eine Festungsstrafe verbüßt, war er vom persönlichen Erscheinen entbunden und ließ sich durch Rechtsanwalt Dofing vertreten, während den Beklagten der Rechtsanwalt Holz zur Seite stand. Die Beklagten erkannten ohne weiteres ihre Verantwortlichkeit an, Klanßner wies nur darauf hin, wie tief es das Gemüth eines Juden empören müsse, wenn so ungeheuerliche Bes schuldigungen gegen das Judenthum erhoben würden, wie es immer wieder in der antisemitischen Presse geschehe. Rechtsanwalt Dosing plaidirte für eine Bes strafung, die um so empfindlicher ausfallen müsse, weil die Beklagten einen Kollegen(!) beschimpft hätten. Der Ver­theidiger hielt dagegen die Freisprechung für geboten, weil die Beklagten sich in Wahrung berechtigter Interessen befunden hätten. Der Gerichtshof verurtheilte die Beklagten zu je 30 M. Geld­strafe. Allerdings hätten sie in Wahrung berechtigter Intereffen gehandelt, aber in ihrer begreiflichen Erregung übers Ziel hin ausgeschoffen, indem sie sich zu einem Schimpfwort hinreißen ließen.

Ein moderner Prefprozeß. Wegen öffentlichen Rollet­tirens auf einer Lifte erhielt ein Anarchist, angeblich infolge einer anonymen Denunziation, einen polizeilichen Strafbefehl von 20 M. oder 10 Tagen Haft und der Anarchist Robert Winkler als Ausgeber der Liste ein Mandat von 30 M. oder 15 Tagen Haft. Das Schöffengericht hat, wie Winkler jetzt im Sozialist" mittheilt, am 27. Mai die Strafe bestätigt mit dem Bemerken, daß für ein paar Tischlergesellen es wohl eine harte Strafe fei, aber sie sei deswegen so boch bemessen, weil dieses Sammeln ohne Genehmigung des Oberpräsidiums sonst nicht aufhöre." Gegen das Urtheil ist Berufung eingelegt.

Das Risiko der Bergarbeiter. Nach dem dieser Tage erfchienenen Bericht der sächsischen Bergbau- Inspektoren sind im sächsischen Bergbau 1895 nicht weniger als 4442 Arbeiter ver- Der Streif der Maurer in Kulmbach ist am 22. d. M. unglückt; von diesen wurden 36 sofort getödtet oder erlagen den in einer Sigung der streitenden Parteien, die unter dem Vorsiz Verlegungen in turzer Zeit. In jener Ziffer der Unglücksfälle des Bürgermeisters und des Regierungskommissars Brinz von find allerdings auch leichte Verlegungen mit enthalten, immerhin Bayreuth stattfand, zu gunsten der Arbeiter beigelegt worden. ist die Zahl eine so hohe, daß niemand im stande sein wird, die Ueber die drückende Konkurrenz der Gefängnißarbeit dringende Nothwendigkeit der Erfüllung der Forderung der Berg- in der Korbmacherei in Schweden erhalten wir folgende Bu leute in bezug auf häufigere Grubenrevision und Vermehrung der schrift: Die immer mehr sich ausbreitende Konkurrenz der Ge­Sicherheitsvorrichtungen zu bestreiten. fängnißarbeit geſtaltet die Zukunft der freien Arbeiter immer be Depeschen und lehte Nachrichten. denklicher und selbst in neuester Zeit kommen auch von Land­orten Klagen darüber, daß die Meister ihre Arbeiter Nürnberg , 26. Juni. ( W. T. B.) Zum 24. deutschen entlassen, da sie mit der Gefängnißarbeit nicht tonturriren Aerztetag sind etwa 180 Aerzte aus ganz Deutschland hier ein­tönnen. In Schweden giebt es ungefähr 175 freie Korb- getroffen. Heute Vormittag wurde die Versammlung durch den macher, dagegen sind in den schwedischen Gefängnissen über Medizinalrath Dr. Aub- München im Museumssaale eröffnet. 200 Gefangene mit Korbmacherarbeiten beschäftigt; von den Bern , 26. Juni. ( W. T. B.) Die Zählung der Referen letzteren entfallen auf Stockholm 170, welche der Fabrikant dums- Unterschriften hat ergeben, daß genügend Unterschriften Zu der Berichtigung des Herrn Erpel haben wir folgendes Wahlström vom Staate für einen ganz geringen Preis miethete. beisammen sind. Somit muß über alle drei Gesetze, das Eisen= zu erwidern: Als die Arbeiter der Schuhfabrik des Herrn Erpel Dieser Fabrikant zahlt 25-35 Dere für einen Gefangenen an bahurechnungs Gesetz, die Disziplinar Strafordnung und das die Arbeit am 15. Juni wieder aufnahmen, hatte man sich den Staat und erhält dafür dieselbe Arbeit, für welche ein Viehhandelsgesetz Voltsabstimmung stattfinden. Steyr , 26. Juni. ( W. T. B.) Die im Strafhause Garsten dahin geeinigt, unter den alten anderer Arbeitgeber bei den gegenwärtigen niedrigen Löhnen gegenseitig dahin daß alles Bedingungen wieder weiter gehen sollte. Dazu rechnete 2,60 bis 3 Kronen zahlen muß. In seiner Werkstatt waren früher ausgebrochene Revolte ist mit militärischer Hilfe unterdrückt man auch die Zurücknahme der Klage. Herr Erpel nahm bis zu 30, dagegen jetzt nur noch 9-10 Mann beschäftigt, worden. Die mit Schnitarbeiten beschäftigten Sträflinge hatten jedoch die Klage nicht zurück, lehnte auch im Termin jeden Ver- darunter solche, die nur ungefähr 9 Kronen pro Woche verdienen. mit einer Demolirung gedroht, falls vier in den Kellerzellen ein­gleich ab, obwohl der Vorsitzende des Innungs- Schiedsgerichts Die Klagen der freien Arbeiter werden allgemein in der Presse gesperrte Sträflinge nicht herausgelassen würden. Uebrigens sind Herrn Erpel darauf hinwies, daß die Leute bis auf einen anerkannt. Dem Fachverein der Korbmacher ist es auch gelungen, weder Verlegungen von Personen noch Sachbeschädigungen vors alle wieder bei ihm arbeiten. Herr Erpel lehnte jeden Vergleich die drei Lehrmeister, welche im Gefängniß waren, zu bewegen, gekommen.

Achtung, Klavierarbeiter! Infolge bedeutender Lohn reduzirung haben die Umbaumacher bei der Firma Jaschinsky, Dieffenbachstraße 33, die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fernzu halten. Die Lohnfommission.

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Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin . Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin . Hierzu 2 Beilagen,